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Bremsklötze ausräumen, sich selbst entfalten

Hochbegabung [Quelle: sxc.hu, Autor: artM]

Vielen Hochbegabten wird erst im Erwachsenenalter bewusst, dass sie anders denken und fühlen als ihre Kollegen und Freunde. Dass sie versuchen, sich an ihr Umfeld anzupassen und sich selbst verbiegen, um nicht aufzufallen. Und dass dieser Versuch sie auf Dauer nicht glücklich macht. In seinem Buch 'Wie ich werde, was ich bin' erklärt Heinz-Detlef Scheer, wie Betroffene durch (Selbst-)Coaching lernen, selbstbestimmt zu handeln und ihr volles Potenzial auszuschöpfen.

Heinz-Detlef Scheer weiß, wovon er spricht: Er hat selbst erst im Psychologiestudium entdeckt, dass er hochbegabt ist. Bis er es allerdings wahrhaben wollte und sich zum Mensa-Test anmeldete, dauerte es weitere 18 Jahre. Heute hat er sich auf das Coaching von Hochbegabten spezialisiert und erlebt im Kontakt mit seinen Kunden deren alltägliche Probleme.

Einige von ihnen schildert er in seinem Buch. Da ist zum Beispiel Olaf, der sich in der Schule oft ausgegrenzt fühlte, den Klassenclown mimte und von seinen Lehrern mehrmals vor die Tür geschickt wurde, weil er ihre Fragen mit Gegenfragen beantwortete. Nur durch sein überdurchschnittliches Abschneiden bei IQ-Test-Sendungen im Fernsehen fasste er den Mut, sich testen zu lassen. Oder Helene, die als Kind gesagt bekam, sie rede dummes Zeug. Erst mit 60 Jahren erfuhr sie von ihrer Hochbegabung.

Wenn die Hochbegabung zur Falle wird

Die persönlichen Erlebnisse von Olaf, Helene und den anderen Interviewpartnern sind keine Einzelfälle. Viele Hochbegabte merken zwar, dass sie anders sind als Menschen in ihrem Umfeld, können aber nicht festmachen, woran es liegt. In einem eigenen Kapitel widmet sich Scheer deshalb den typischen Problemen hochbegabter Erwachsener und zeigt auf, in welche Fallen sie geraten, weil sie nicht um ihr eigenes Potenzial wissen.

Selbstreflektion und professionelle Hilfe führen zum Erfolg

Anschließend erklärt der Coach, wie ein IQ-Test den Hochbegabten helfen kann. Dabei verschweigt er auch nicht, dass mit dem Ablegen des Tests und der Bestätigung der Hochbegabung nicht alle Probleme ausgeräumt sind. Vielen hochbegabten Erwachsenen fällt es beispielsweise schwer, das Testergebnis zu akzeptieren - kein Wunder, schließlich lebten sie über Jahre hinweg mit einem falschen Selbstbild und hielten sich selbst für komisch oder gar blöd.

Für viele Betroffene kann es daher hilfreich sein, sich einen Coach zu suchen, der sie bei der Bewältigung unterstützt. Scheer erklärt, wie ein solches Coaching abläuft und woran man einen guten Coach erkennt. Gleichzeitig ermutigt er dazu, sich ergänzend auch im Selbstcoaching zu versuchen: Viele Hindernisse und Bremsklötze ließen sich aus dem Weg schaffen, wenn man die richtigen Fragen stelle und diszipliniert beantworte, so Scheers Botschaft.

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