Partner von:

Karrierewünsche und Perspektiven angehender Mediziner

Medizinische Versorgung [Quelle: freeimages.com, Autor: beesnail]

Quelle: freeimages.com, beesnail

Jährlich beginnen in Deutschland zirka 10.700 junge Leute ihr Studium im Fach Humanmedizin. Doch welche Karrierewünsche und Perspektiven haben die angehenden Mediziner?

Berufsmonitoring Medizinstudenten 2014

Die Online-Befragung unter Medizinstudierenden 2014 wurde von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zusammen mit der Universität Trier, dem MFT und der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd) durchgeführt. Sie will die Karrierewünsche und Berufsperspektiven angehender Mediziner erheben. An der Befragung haben sich mit 11.462 Teilnehmern 13,5 Prozent aller Studierenden beteiligt. Von 37 Fakultätsstandorten konnten 34 in die Auswertung einbezogen werden. Zwei Drittel der Teilnehmer – wie auch der Studierenden insgesamt – sind Frauen.

Berufsziel: Patientenversorgung

Die Analyse der zweiten Welle bestätigt die Ergebnisse der Befragung aus dem Jahr 2010. Junge Menschen studieren Medizin, um hauptsächlich in der ambulanten oder stationären Versorgung zu arbeiten. Dabei sind eine angestellte Tätigkeit im Krankenhaus – die alle angehenden Ärztinnen und Ärzte im Rahmen der Facharztausbildung kennenlernen – und die Niederlassung als Facharzt gleich attraktiv und werden von jeweils rund drei Viertel der Studierenden als Option genannt. Auch eine angestellte Tätigkeit in der ambulanten Versorgung – in einer Praxis oder einem MVZ – ist für die Mehrheit der Befragten eine interessante Berufsperspektive. Demgegenüber kann sich nur ein gutes Drittel die Niederlassung als Hausarzt vorstellen. Auch die Forschung an Universitäten oder die Arbeit für Pharma-Unternehmen werden von jungen Medizinstudenten als deutlich weniger attraktiv wahrgenommen.

Kliniken müssen um Ärztinnen und Ärzte werben

Die künftigen Ärztinnen und Ärzte monieren starre Strukturen, unflexible Arbeitszeiten, kaum Teilzeitmodelle und eine immer noch ausgeprägte Hierarchie. Viele Kliniken haben in Anbetracht des drohenden Fachkräftemangels in Pflege und Medizin bereits darauf reagiert und sich eine neue, mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur gegeben. Dazu gehören strukturierte Weiterbildungsprogramme, unterstützende Mentoren-Systeme und regelmäßige Feedback-Gespräche. Viele Kliniken finanzieren zudem die Teilnahme an Kongressen und unterstützen die angehenden Fachärzte beim Erwerb von Zusatzqualifikationen.    

Ärztinnen wollen ein familienfreundliches Krankenhaus

Gerade für künftige Ärztinnen spielen familienfreundliche Angebote eine große Rolle. Immer mehr Kliniken setzen daher auf flexible Arbeitszeitmodelle, betriebseigene Kindertagesstätten, Tagesmuttervermittlungen, klinikeigene Feriencamps und  lebensabschnittsadaptierte Arbeitszeiten wie Elternzeit und unbezahlten Urlaub. Auch Frauenförderprogramme und ein betriebliches Gesundheitsmanagement, das dem demographischen Wandel und der Zunahme von psychischen Erkrankungen in der Arbeitswelt Rechnung trägt, gehören dazu.

Sinnvolle Zusatzqualifikationen

Die Medizin orientiert sich immer mehr an ökonomischen Gesichtspunkten. Deshalb sind Fortbildungsveranstaltungen zu den Themen Gesundheitsökonomie und Health Care Management sinnvoll. Dabei geht es nicht nur um ein besseres Kostenverständnis, sondern auch um Themen wie Strategieentwicklung und Reorganisation, Projekt- und Prozessmanagement, Terminmanagement, Kommunikationstrainings und Führungskompetenzen. Es geht also um Kompetenzen, die ganz konkret die tägliche Arbeit und die Zusammenarbeit mit anderen erleichtern können.     

nach oben

In der Stipendien-Datenbank findest du fast 900 Stipendien von 500 Institutionen - für Bachelor, Master, Praktikum und Promotion.

Verwandte Artikel

Hol dir Karriere-Infos,

Jobs und Events

regelmäßig in dein Postfach

Kommentare (0)

Zum Kommentieren bitte einloggen.

Das könnte dich auch interessieren