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Mit Ingenieurstudium bei McKinsey

Mentorinnen-Programm bei Clifford Chance (Autor: Sergey Nivens, Quelle: Fotolia)

© Sergey Nivens - Fotolia.com

Die Beratungshäuser suchen immer mehr nach fachlichen Quereinsteigern. Eva Bartok ist Ingenieurin und erzählt von ihrem Job bei McKinsey.

Warum haben Sie sich für eine Karriere in der Beratung entschieden?

Mich begeistert vor allem die abwechslungsreiche und vielseitige Projektarbeit sowie die starke Zusammenarbeit im Team. In der Beratung habe ich die Möglichkeit, mein Fachwissen und meine Fähigkeiten an einem breiten Spektrum von Themen und in den verschiedensten Branchen anzuwenden.

Welchen Berufseinstieg ins Consulting haben Sie gewählt und warum?

Meinen Hintergrund als Ingenieurin wollte ich gern in meine Arbeit als Beraterin einbringen. Also habe ich mich für die „Operations Practice“ von McKinsey und damit für einen funktionalen Schwerpunkt entschieden. Hier beschäftigen wir uns vor allem mit der Effektivität und Effizienz operativer Prozesse zum Beispiel in der Automobilindustrie, dem Energiesektor oder der Pharmabranche.

Wie haben Sie sich auf die Auswahlverfahren im Bewerbungsgespräch vorbereitet?

Ganz klassisch. Ich habe ein paar beispielhafte Case-Studys bearbeitet und mit Freunden durchgesprochen. Daneben empfand ich die Unterstützung von McKinsey in der Bewerbungsphase als sehr wertvoll. Zur Vorbereitung auf die Interviews gibt es die Möglichkeit an einem Onlinetraining teilzunehmen oder telefonisch mit einem Berater noch offene Fragen zu besprechen und eine Fallstudie durchzugehen.

Welche Qualifikationen waren Ihren Ansprechpartnern im Bewerbungsgespräch wichtig? Wie ist der Bewerbertag abgelaufen?

Die Atmosphäre am Bewerbertag war sehr angenehm, und ich habe mich wohl gefühlt. Ich hatte drei Interviews mit unterschiedlichen Beratern. In allen Gesprächen wurde sowohl auf meine analytischen Fähigkeiten als auch auf meine persönlichen Stärken geachtet.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus? Wie lange arbeiten Sie?

Die Woche startet meist mit der Anreise zum Klienten. Typischerweise ist man von Montag bis Donnerstag bei Klienten vor Ort und am Freitag im Büro. Der Freitag bietet die Möglichkeit, sich mit anderen Kollegen außerhalb des Projektteams auszutauschen und auch mal auf einen Kaffee oder zum Mittagessen zu treffen.

Was sind Ihre hauptsächlichen Aufgaben?

Die Aufgaben sind sehr vielfältig. Ich durfte unter anderem schon Montagelinien optimieren, das Schulungskonzept für ein Trainingscenter für Warenhausmanager entwickeln oder Arbeitsabläufe von Entwicklungsabteillungen verbessern, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Daneben gehört zu meinen Aufgaben auch das Coaching von Klienten, unter anderem in der Anwendung neuer Arbeitsweisen oder Methoden.

Was haben Sie sich anders vorgestellt, was hat Sie überrascht?

Sehr positiv überrascht hat mich die enge und intensive Zusammenarbeit mit den Klienten sowie das hohe Maß an Verantwortung, das man von Anfang an übertragen bekommt. Zudem stelle ich immer wieder fest, dass ich doch eine Menge Wissen aus dem Studium in die Projektarbeit einbringen kann. Das hätte ich vor meinem Berufseinstieg nicht gedacht.

Was sind Ihre beruflichen Ziele?

Für mich ist es beruflich erstrebenswert, einen anspruchsvollen Job zu haben, der in erster Linie Spaß macht und in dem man stets in einem gesunden Maß gefordert und gefördert wird. Daher ist mein Ziel zunächst, mich kontinuierlich weiterzuentwickeln – sowohl inhaltlich als auch hinsichtlich meines Verantwortungsbereiches.

Was würden Sie Studierenden raten, die eine Karriere im Consulting anstreben?

Mein persönlicher Rat: das Studium nicht zu taktisch auf den Einstieg in der Beratung auszurichten. Vielmehr sollte man die Möglichkeit nutzen, während des Studiums verschiedene Dinge auszuprobieren und herauszufinden, was einem Spaß macht und wo die eigenen Stärken liegen. Und ich würde alle Studierenden ermutigen, einen Teil ihres Studiums im Ausland zu verbringen. Hierdurch kann man erste internationale Erfahrung sammeln, baut ein vielseitiges Netzwerk auf und entwickelt sich persönlich weiter.

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