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Welche Qualifikationen brauchen Ingenieure?

Ingenieur werden [© industrieblick - Fotolia.com]

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Industrie 4.0 wird Produktion, Geschäftsmodelle und Märkte wesentlich verändern, wenn nicht sogar revolutionieren. Was bedeutet das konkret für Ingenieurinnen und Ingenieure? Welche Qualifikationen müssen sie künftig mitbringen, um in der digitalen Wirtschaft zu bestehen?

Industrie 4.0 ist die umfassende Vernetzung der Produktion. Alles kommuniziert autonom miteinander: Teile, Maschinen und Anlagen. Sogar die Kunden können von außen in die Produktion eingebunden werden: Sendet ein Kunde Sonderwünsche aus, kann der Montageablauf in Echtzeit flexibel umgestellt werden. Die Steuerung dieser digitalisierten Produktionsweise wird somit dezentraler, weil sich die einzelnen Komponenten in einem offenen "cyber-physischen System" gegenseitig steuern.

Know-How über Software wird unverzichtbar

In der "Smart Factory" verwischen die Grenzen zwischen den Disziplinen Informatik, Maschinenbau und Elektrotechnik und Ingenieure arbeiten an der Schnittstelle zwischen Hardware und IT. Das bedeutet, dass IT-Kenntnisse künftig unverzichtbar werden - Know-How über Software, Programmierung und Elektronik. Der Einfluss der Produktions-IT insgesamt wird zunehmen. Daher werden auch Software-Ingenieure in der Industrie 4.0 gefragt sein.

Komplexität beherrschen

Die zunehmende Vernetzung von Geräten und Systemen sowie die Verfügbarkeit jeglicher Information werden industrielle Anlagen noch komplexer machen. Es werden weitere Fragen nach Datenverfügbarkeit, -sicherheit und -gültigkeit aufkommen. Diese müssen in einem sehr großen Kontext gelöst werden. Das bedeutet zusätzliche Herausforderungen für Ingenieure, die solche Anlagen entwickeln, projektieren und in Betrieb nehmen. Die Komplexität nimmt in der Industrie 4.0 zu. Unsere Ingenieure müssen in der Lage sein, diese Komplexität zu beherrschen.

Flexibilität ist gefragt

Industrie 4.0 wird eine Verschiebung der Bereiche Konstruktion, Entwicklung, Vertrieb, Service und Wartung bedeuten. Das führt dazu, dass Ingenieure mehr an Schnittstellen arbeiten werden, statt in ihren traditionellen Funktionsbereichen Forschung, Entwicklung und Produktion. Durch das Zusammenwachsen von IKT, Produktionstechnologie, Automatisierungstechnik und Software werden mehr Arbeitsaufgaben in einem technologisch, organisatorisch und sozial sehr breit und flexibel gefassten Handlungsfeld zu bewältigen sein. Der klassische Ingenieur als ausschließlich technisch versierter Experte wird sein Profil erweitern und sich breiter - interdisziplinärer - aufstellen müssen. Querschnittsqualifikationen sind gefragt.

Über den Tellerrand hinausschauen

Die digitale Vernetzung macht an der deutschen Landesgrenze keinen Halt. Sie hat eine globale Dimension. Wenn auch weiterhin für Ingenieure die Technik - Physik und Mechanik - Kern ihrer Ausbildung bleiben wird, werden Fremdsprachenkenntnisse in der Industrie 4.0 viel wichtiger. Weil die Grenzen der Disziplinen verwischen, muss sich der Ingenieur der Zukunft auch darauf einstellen, häufiger mit Kollegen, Geschäftspartnern, Kunden zu kommunizieren, die keinen technischen Hintergrund haben. Hier helfen Soft Skills und ein breiteres Überblickswissen weiter. Während des Studiums öfter auch mal über den Tellerrand hinausschauen heißt hier die Devise.

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