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Powerline - schneller als WLAN

Steckdose, Energie, Strom (Quelle: freeimages.com, Autor: jaylopez)

Quelle: freeimages.com, jaylopez

Die neuesten Powerline-Adapter transportieren Daten schneller über die Stromleitung als je zuvor. So richten Sie die WLAN-Alternative optimal ein.

Praktisch war Powerline schon immer: Im Gegensatz zu WLAN lässt sich das Stromleitungs-Heimnetz kaum von Wänden und größeren Distanzen abblocken, und es ist an jeder Steckdose nutzbar. Doch bisher ließ die Geschwindigkeit zu wünschen übrig. In der Praxis lag sie meist noch deutlich unter Fast-Ethernet-Niveau (100 MBit/s) – obwohl die Anbieter mit 200 oder 500 MBit/s als nominellem Tempo werben.

Nun schrauben die Hersteller die Zahlen weiter hoch und vermarkten Geräte mit 600 MBit/s. Möglich werden soll das durch die Nutzung der MIMO-Technik, die Daten über mehrere Frequenzbereiche gleichzeitig schickt. In unserem Praxistest erzielten wir tatsächlich teils doppelt so schnelle Transferraten wie mit älteren Adaptern. devolo verbessert mit seiner Technik range+ das Tempo über größere Distanzen. Zudem bringen alle 600er-Adapter einen Gigabit-LAN-Anschluss mit. Die meisten 500er-Geräte bremsen sich durch ihr Fast-Ethernet-LAN selbst auf höchstens 100 MBit/s.

Wer die optimale Leistung aus seinem Stromleitungs-Heimnetz herausholen will, muss einige Punkte beachten. Fast noch wichtiger als die Auswahl eines schnellen Adapters ist der korrekte Anschluss an eine Steckdose mit der richtigen Phase und möglichst wenigen Störeinflüssen, wie wir hier zeigen.

Powerline optimal einsetzen

Die bestmögliche Leistung holen Sie aus dem Stromnetz-LAN nur heraus, wenn Sie einige wichtige Tipps befolgen.

1. Infrastruktur aufbauen

Theoretisch lassen sich mehr als 250 Powerline-Adapter zu einem Netzwerk verbinden. Da sich alle Adapter die verfügbare Bandbreite in dem Netzwerk teilen und jeder Adapter außerdem noch einen beträchtlichen Overhead verursacht, macht die Sache bei mehr als acht bis zehn Geräten aber meist keinen Spaß mehr. Grundsätzlich sind Adapter mit verschiedenen Geschwindigkeiten und von verschiedenen Herstellern untereinander kompatibel, solange sie dem Homeplug-Standard entsprechen. Die maximale Reichweite von 300 Metern ist theoretischer Natur. Wichtiger für die Transferraten ist, mit welcher Phase die Adapter verbunden sind. In Privathaushalten gibt es davon bis zu drei, die meist verschiedene Teile der Wohnung abdecken. Powerline arbeitet optimal innerhalb einer Phase und kann nur an solchen Stellen auf eine andere überspringen, wo die Kabel verschiedener Phasen direkt nebeneinander liegen – etwa am Sicherungskasten oder an Dreiphasen- Drehstromanschlüssen (Herd, Durchlauferhitzer). Wenn zwischen weit entfernten Powerline-Adaptern gar keine Verbindung zustande kommt, kann es helfen, einen Phasenkoppler (ca. 15 Euro) fachmännisch installieren zu lassen.

Powerline Kompabilität [Quelle: CHIP, Foto: Klaus Satzinger]

2. Adapter optimal anschließen

Alle Powerline-Adapter liefern nur direkt in Wandsteckdosen die volle Leistung – Mehrfachsteckdosen bremsen das Tempo. Um weitere Geräte mit Strom zu versorgen, schließen Sie diese an die gefiltert durchgeschleifte Steckdose des Adapters an – wenn es mehrere Geräte sind, mittels einer Mehrfachsteckdose. Vermeiden Sie es, andere Geräte in Wandsteckdosen nahe des Adapters zu betreiben – vor allem, wenn es sich um mögliche Störer handelt.

Powerline Steckerleiste nutzen [Quelle: CHIP, Foto: Klaus Satzinger]

3. Übertragung verschlüsseln

Das Powerline-Signal kann prinzipiell auch über den Sicherungskasten hinaus in andere Wohnungen reichen. Deshalb müssen Sie die Übertragung verschlüsseln. Zwischen zwei Homeplug-Adaptern klappt das am einfachsten auf Knopfdruck. Halten Sie eine Sekunde lang den Pairing-Knopf eines Adapters gedrückt, bis die Power-LED blinkt. Dann drücken Sie innerhalb von zwei Minuten den Knopf am zweiten Adapter für eine Sekunde, woraufhin die Geräte ein Passwort aushandeln.

Powerline verschlüsseln [Quelle: CHIP, Foto: Klaus Satzinger]

4. Eigenes Passwort setzen

Wenn Sie die mitgelieferte Software auf Ihrem P

C installieren, können Sie checken, ob alle Adapter verschlüsselt sind. Empfehlenswert ist es auch, das voreingestellte Passwort durch ein eigenes ersetzen.

Powerline Eigenes Passwort setzen [Quelle: CHIP, Foto: Klaus Satzinger]

5. Mehrere Geräte anschliessen

Aus Kostengründen ist es widersinnig, mehrere LAN-Clients im gleichen Raum mittels mehrerer Powerline-Adapter anzuschließen. Wegen des Overheads würde das auch die Performance verschlechtern. Also nutzen Sie in diesem Fall einen Powerline-Adapter mit integriertem Switch. Solche Adapter haben bis zu drei LAN-Ports. Alternativ können Sie auch einen externen LAN-Switch (ab ca. 15 Euro) anschließen. Bedenken Sie beim Kauf, dass einer der Switch-Ports für den Uplink belegt ist – ein 5-Port-Switch verbindet also vier Geräte mit dem Powerline-Adapter.

Powerline Switch suchen [Quelle: CHIP, Foto: Klaus Satzinger]

Quelle: CHIP 12/2013

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