Partner von:

Schneller Aufstieg in der Schweiz

Warum haben Sie sich für einen Job in einer kleinen, aber feinen Werbagentur in der Schweiz entschieden?
 Weil es von allen Jobs der interessanteste war. Ich hatte es weder darauf angelegt, in der Werbung zu arbeiten, noch wollte ich unbedingt in die Schweiz. Fast wäre ich auch woanders gelandet. Aber die Herausforderungen hier, die Arbeitskollegen und die Arbeitsatmosphäre haben mich überzeugt. Daher bin ich geblieben.
 

Wie lief Ihre Bewerbung ab?
 Unkompliziert. Ich lernte meinen heutigen Geschäftspartner auf einem Junggesellenabend kennen. Danach habe ich mich schriftlich beworben, kam zu Gesprächen vorbei und realisierte ein erstes Projekt, bevor man mich fest eingestellte. Zwei Jahre später wurde ich Geschäftsführer, bin heute an der Agentur beteiligt und leite die Kreation.
 

Was war die erste Überraschung in Ihrem Job, mit der Sie vorher nicht gerechnet haben?
 Blumen, Visitenkarten und ein herzliches Willkommen aller Mitarbeiter am ersten Arbeitstag. Es war ein guter Start bei Startbahnwest.
 

Welche Stärken - vielleicht sogar auch Schwächen, die es zu überwinden galt - haben Sie an sich entdeckt?
 Ich habe, denke ich, schnell gelernt. Vor allem, Geduld zu haben und dass es für viele Dinge einen falschen und einen richtigen Zeitpunkt gibt. Wir sind zwar geografisch nicht weit entfernt von Deutschland, trotzdem läuft hier einiges sehr anders.
 

Wie kann man sich den Arbeitsalltag in der Schweiz und die Zusammenarbeit mit Kollegen vorstellen?
 Schrecklich. Alle reden sehr, sehr langsam und man versteht nichts. Nein im Ernst, der Arbeitsalltag ist ähnlich wie in Deutschland. Sicher ist der Umgang miteinander ein wenig anders. Man muss schon den richtigen Ton treffen und freundlich bleiben. Auf "Teufel komm raus" mit der direkten Art stößt man hier schnell an Grenzen. Ich empfinde die Zusammenarbeit als sehr angenehm und finde auch, dass ich sehr viel von den Schweizern lernen kann, was den Umgang miteinander angeht.
 

Was würden Sie als Ihren größten beruflichen Erfolg bisher bezeichnen?
 Von außen betrachtet sicher der Aufstieg zum Partner und Geschäftsführer. Aus meiner Sicht spielt das aber keine große Rolle. Vielmehr ist es ein Erfolg, die richtigen Leute zu finden und damit das richtige Team zusammenzustellen. Das macht uns erfolgreich und immer besser.
 

Und Ihr größter Fauxpas?
 Eine tragisch-komische Situation gab es, als ich falsch gekleidet bei einer Preisverleihung unter 500 fein gekleideten Herren in einem Polohemd saß. Das sollte man einfach vermeiden.
 

Wie hat sich Ihr Privatleben verändert und worin finden Sie den Ausgleich zum Job?
 Nach einer langen Fern- und dann noch Sehr-Fernbeziehung lebe ich heute mit meiner Freundin in Zürich zusammen. Und einen Ausgleich zum Job zu finden, ist in der Schweiz einfach. Das Angebot ist riesig, mich persönlich zieht es in die Berge. Dort mache ich im Winter Ski- und Schneeschuhtouren, im Sommer Wanderungen, Hochtouren, gehe Klettern und vieles mehr. Neben meinem Job habe ich verschiedene Ausbildungen gemacht und führe zahlreiche Touren im Winter und Sommer als Tourenleiter beim Schweizerischen Alpen-Club.
 

Gibt es etwas, das Sie im Rückblick auf Ihr Studium anders machen würden, um zu Ihrem jetzigen Job zu kommen?
 Nein. Einfach mutig sein.
 

Haben Sie so etwas wie einen Tipp?
 Ich gebe ungern Tipps, aber ich denke, man sollte nicht versuchen, alles immer richtig zu machen. Sondern versuchen, den eigenen Weg zu finden und auch zu gehen. Das macht glücklich. Und wenn schon ein Tipp, dann vielleicht, bei uns zu arbeiten – wir suchen immer gute Leute, momentan Texter und Konzepter.

nach oben

Jobs, Praktika

und akademische

Stellen suchen

Kommentare (0)

Zum Kommentieren bitte einloggen.

Das könnte dich auch interessieren