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"Mein Ziel ist es, so viel wie möglich zu lernen"

Team Gruppenarbeit Projekt Kollegen [Quelle: Unsplash.com, Autor: Jonathan Velasquez]

Quelle: Unsplash.com, Jonathan Velasquez

Sechs Jahre Studium, fünf Jahre Promotion – und trotzdem hatte Molekularmediziner Mathias noch nicht genug vom Lernen. Der logische nächste Schritt für ihn: das Start-up-Programm Medical Functions bei der Roche Pharma AG in Grenzach. Im Interview verrät er, wie sein Alltag als Trainee aussieht und wie er dazu kam, nach Feierabend Wein mit dem Senior Management zu trinken.

Wie bist du zu Roche gekommen?

Mit Roche stand ich schon länger in Kontakt: Während meiner Promotion hatte ich über e-fellows.net am Event "Clear on your Career" in Grenzach teilgenommen, bei dem Roche auch seine Trainee-Programme vorstellt hat. Im Anschluss an dieses Event bekam ich eine Einladung zu einem Leadership-Seminar von Roche Diagnostics in Mannheim und wurde in das Förderprogramm "Roche Evolution" aufgenommen. Obwohl ich schon recht weit mit meiner Doktorarbeit fortgeschritten war, konnte ich noch zwei Vorteile für mich nutzen: Ich durfte einen Tag bei einem Außendienstmitarbeiter mitfahren und habe mich zwei-, dreimal mit einem Senior Manager getroffen, der mich als Mentor gecoacht hat.

In den Beruf eingestiegen bin ich zunächst in einem anderen Unternehmen, bei einem Dienstleister, der Marktanalysen für Pharmaunternehmen erstellt. Doch dann habe ich die Ausschreibung für das Trainee-Programm Medical Functions von Roche gesehen und mich dafür beworben.

Was hat dich dazu bewogen, so bald nach dem Berufseinstieg noch einmal die Stelle zu wechseln?

Das Trainee-Programm hat mich schon früher fasziniert. Ich fand die Aussicht toll, in verschiedenen Stationen zu arbeiten und so noch einmal ganz viel zu sehen und zu lernen. Gleichzeitig hat man als Trainee bei Roche aber schon einen festen Vertrag und muss sich keine Sorgen machen, dass man nach dem Ende des Trainee-Programms ohne Stelle dasteht. Und noch dazu bietet Roche als global agierendes Unternehmen natürlich auch langfristig gute Perspektiven.

Welche Perspektiven sind das konkret?

Das Trainee-Programm bildet uns für eine Position im Bereich Medical Affairs bei der Roche Pharma AG in Grenzach aus. Der erste Job im Anschluss an das Programm wird also mit größter Wahrscheinlichkeit in einer Abteilung in diesem Bereich sein, zum Beispiel im Medical Management. Davon ausgehend wäre dann eine laterale Entwicklung denkbar, also ein Wechsel von einer Abteilung in eine andere auf derselben Ebene, oder eine vertikale Entwicklung, etwa zur Teamleitung. Und darüber hinaus gibt es natürlich auch die Möglichkeit, ins Headquarter nach Basel zu wechseln.

Als Trainee wechselst du alle drei Monate in eine andere Abteilung. Kannst du in so kurzer Zeit überhaupt eigene Projekte übernehmen? Oder arbeitest du hauptsächlich im Tagesgeschäft mit?

Das unterscheidet sich von Station zu Station. In der Abteilung für klinische Forschung ist es sinnvoller, Teilaufgaben in verschiedenen Projekten zu übernehmen. Denn auf diese Weise bekommt man einen besseren Einblick in die einzelnen Phasen klinischer Studien. Meistens werden wir Trainees so stark ins Alltagsgeschäft eingebunden, wie es für einen guten Gesamtüberblick nötig ist, und erhalten zusätzlich ein Projekt, das über das Alltagsgeschäft hinausgeht.

Wie sieht denn dein Terminkalender in der nächsten Woche aus?

Ich bin gerade wieder neu in einer Abteilung und habe dadurch mehrere Einarbeitungstermine, in denen es darum geht, welche Aufgaben die Abteilung hat, welche Projekte gerade laufen, und welche Aufgaben ich übernehmen könnte. Außerdem nehme ich nächste Woche an einem Weiterbildungskurs zu neuen Produkten teil, die auf den Markt kommen. Und schließlich habe ich noch einen Termin mit meinem Mentor. Den treffe ich regelmäßig alle drei bis vier Wochen und spreche mit ihm über meine Entwicklung oder hole mir Tipps für die nächsten Rotationen.

Früher standest du im Labor, heute sitzt du in Meetings. Was gefällt dir besser?

Gerade wenn Versuche nach wochenlangen Vorbereitungen doch gescheitert sind, war die Arbeit im Labor frustrierend. Und wenn man zum 100.000. Mal pipettiert, ist das auch nicht mehr so spannend. Daher vermisse ich die Laborarbeit wirklich nicht. Jetzt sind meine Aufgaben sehr abwechslungsreich und die Lernkurve sehr steil – schließlich habe ich ständig neue Herausforderungen und neue Kollegen.

Was würdest du als deinen größten beruflichen Erfolg bisher bezeichnen?

Meine Erfolge als Trainee lassen sich natürlich nur schwer bemessen. Denn mein Ziel ist es ja, so viel wie möglich aus den Stationen zu lernen und mitzunehmen. Ein Projekt gibt es aber, das ich tatsächlich als Erfolg bezeichnen würde: Vor ein paar Monaten haben die für das Trainee-Programm Verantwortlichen einen Workshop veranstaltet, um unser Feedback einzuholen und uns zu fragen, was man an dem Programm noch verbessern könnte. Dabei entstand die Idee, für die Einarbeitung der Trainees ein Handbuch zu erstellen, in dem die Lerninhalte aus den einzelnen Abteilungen übersichtlich dargestellt sind – und ich habe das dann umgesetzt. An sich war das zwar nur ein kleines Projekt, aber es hat mich unternehmensweit mit allen Abteilungen in Kontakt gebracht, in denen wir Trainees potenziell rotieren, und demnächst darf ich das fertige Produkt dem Medical-Affairs-Führungsteam vorstellen.

Und was war die größte Überraschung, die du bislang bei Roche erlebt hast?

Ich war erstaunt darüber, wie schnell man auch in einem so großen Unternehmen Fuß fassen kann. Dazu trägt sicherlich bei, dass alle Roche-Mitarbeiter, die neu in Grenzach sind und nicht in der Nähe wohnen, in den ersten sechs Monaten im sogenannten Boarding House unterkommen können. Man kocht abends zusammen in der Küche, trinkt noch ein Glas Wein, schaut zusammen Fußball und kommt so superschnell in Kontakt mit Leuten, die gerade alle in derselben Situation sind. Und das sind nicht nur Berufseinsteiger – wir saßen auch mal mit jemandem aus dem Senior Management zusammen.

Hast du abschließend noch einen Tipp, den du anderen e-fellows mit auf den Weg geben möchtest?

Nutzt schon so früh wie möglich die Chance, Kontakte zu Unternehmen zu knüpfen – vor allem, wenn ihr eine Naturwissenschaft studiert. Nur so bekommt ihr einen Eindruck davon, wie sich eine Industriekarriere von einer akademischen Karriere unterscheidet und findet heraus, was euch Spaß macht.

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