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Vom Studienanfänger zum Dekan in elf Jahren

Prof. Dr. David Matusiewicz (Quelle: e-fellows.net)

Quelle: e-fellows.net

e-fellows.net-Alumnus David Matusiewicz hat bewiesen, dass man auch in der Wissenschaft schnell Karriere machen kann: Nur sechs Jahre nach seinem Diplomabschluss in BWL wurde er Dekan der Fakultät "Gesundheit und Soziales" an der FOM Hochschule, die 31 Standorte in Deutschland hat. Mit 31 Jahren zählt er zu den jüngsten Dekanen Deutschlands. Im Interview spricht er über sein Fach und sein Erfolgsrezept.

Sie haben sich bei Ihrer Studienwahl für den Studiengang "Management im Gesundheitswesen" entschieden und sind dieser Disziplin auch später treu geblieben. Was begeistert Sie an Ihrem Fach?

Das Gesundheitswesen ist mit 5,2 Millionen Beschäftigen und Gesundheitsausgaben von über 300 Milliarden Euro jährlich ein Wachstumsmarkt -  der Umsatz ist vergleichbar mit der Automobilbranche. Zudem ist der Markt in sich sehr heterogen: Ein Krankenhaus funktioniert anders als eine Krankenkasse, und in einem Pharmaunternehmen gelten wieder ganz andere Regeln.

Gleichzeitig ist Gesundheit das höchste Gut des Menschen und passt deshalb nicht in die Schablonen der allgemeinen BWL. Ich halte es für wichtig, zu überlegen, wie man das Gesundheitssystem zukunftsfest gestalten kann und wie man die Kosten in Schach hält. Für mich war die Kombination aus BWL und Medizin die richtige Entscheidung – auch wenn ich mich anfangs gefragt habe, ob ich mich damit zu sehr spezialisiere. Das Risiko bin ich eingegangen. Und es hat sich gelohnt.

Man hört immer wieder, dass FH-Absolventen es nicht leicht haben, wenn sie promovieren möchten. Wie war das bei Ihnen?

Tatsächlich war der Wechsel von der FH an die Uni eine der größten beruflichen Hürden, die ich bislang überwinden musste. Viele Professoren, die ich gefragt habe, sagten mir, ich solle diesen Gedanken vergessen oder erst einmal einen Master an der Universität machen. Damit haben sie mein Diplom einem Bachelor-Abschluss gleichgesetzt.  

Dennoch habe ich rund 30 Hochschulen in Deutschland und im Ausland angeschrieben und mich nach der Annahme als Doktorand erkundigt. Viele haben geantwortet, dass sie ihre eigenen studentischen Hilfskräfte hätten, die auch promovieren wollten. Andere haben mir zurückgemeldet, dass ihre Promotionsordnungen für meinen Fall keine Regelung vorsehen und sie mir deshalb nichts anbieten können. Einzig der Lehrstuhl für Medizinmanagement der Universität Duisburg-Essen hat mir positives Feedback gegeben.  Durch Zufall bin ich so an eine der renommiertesten Hochschulen Deutschlands gekommen und das hat mich motiviert, meinen Weg weiter zu verfolgen.

Sie sind anschließend an die FOM gewechselt und schon nach einem halben Jahr zum Dekan der Fakultät "Gesundheit und Soziales" gewählt worden. Ist Schnelligkeit Ihr Markenzeichen?

Ich würde nicht Markenzeichen sagen, aber sicherlich eine wichtige Erfolgsvariable in meiner Karriere. Durch schnelle Entscheidungen und Reaktionen haben sich viele Chancen für mich ergeben. Zum Beispiel war ich oft einer der ersten, der sich gemeldet hat, wenn über den Teamverteiler Anfragen verschickt wurden, wer an einer Veranstaltung teilnehmen oder eine Publikation verfassen möchte. Manchmal bediene ich mein E-Mail-Postfach wie einen Echtzeit-Messenger. Allerdings gilt: Alleine ist man schneller, im Team kommt man weiter.

Welche Aufgaben haben Sie sich für die ersten Monate Ihrer Amtszeit vorgenommen?

Punkt eins ist die Qualitätssicherung. Die FOM hat inzwischen über 30 Standorte in Deutschland und wir müssen natürlich einen bundesweiten Standard sichern. Die Aufgaben reichen dabei von der einheitlichen Operationalisierung eines Faches bis hin zu qualitätsgesicherten Orientierungsskripten. Außerdem möchte ich mich intensiv der Auswahl neuer Kollegen widmen. Viele Studenten geben mir die Rückmeldung, dass sie sich als Dozenten Vorbilder für ihre Karriere wünschen. Zum Beispiel einen gelernten Gesundheitspfleger, der nach seinem Studium als Manager in einer Pflegeeinrichtung arbeitet. Hier muss ich darauf achten, die richtigen Leute an die richtigen Stellen zu setzen. Drittens möchte ich das Produktmanagement und die Weiterentwicklung unserer Studienangebote unterstützen, um Trends im Healthcare-Markt frühzeitig aufzugreifen. Hierzu zählen beispielsweise die Digitalisierung im Gesundheitswesen und die zunehmende Bereitschaft der Menschen, als Privatzahler Gesundheitsleistungen auf dem sogenannten zweiten Gesundheitsmarkt einzukaufen.

Was ist Ihr Erfolgsrezept? Haben Sie einen Tipp für Studenten?

Sinnvoll finde ich  die 3P´s – Potential, Performance, Passion. Ich glaube, dass ein gewisses Talent Voraussetzung ist, um in einem Fach Erfolg zu haben. Folge deinem Talent – dann wirst du besser sein als Kommilitonen, die sich von anderen Motiven leiten lassen. Dann kommt es natürlich auch auf die Leistung an, vor allem am Anfang auf dem Junior-Level. Tu Gutes und berichte davon! Die dritte und wichtigste Variable ist aber die Leidenschaft. Horche in dich hinein, entdecke deine Leidenschaft und brenne dafür! Die Kombination dieser Punkte – gepaart mit einer Portion Glück und Menschen, die einen auf dem Weg fördern – ist mein Erfolgsrezept.

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