Partner von:

Netzwerken erleichtert den Einstieg

Alumni-Porträt Stephanie Haarmann von Bosch, Bildquelle: sxc.hu, User: clix

Alumni-Porträt Stephanie Haarmann von Bosch, Bildquelle: sxc.hu, User: clix

Warum haben Sie sich für ein Trainee-Programm bei Bosch entschieden?
 Nach meinem Studium wollte ich nicht direkt auf eine "normale" Stelle in den Beruf einsteigen, sondern mich noch durch ein Trainee-Programm weiterentwickeln. Da ich mich während meines Studiums intensiv mit Verbrennungsmotoren beschäftigt hatte, wollte ich in die Automobilindustrie. Warum war Bosch für mich als Arbeitgeber attraktiver als andere Unternehmen? Bosch gestaltet für jeden Trainee ein individuell abgestimmtes Programm. Dabei handelt es sich um ein Führungsnachwuchs-Programm, das mich gezielt auf spätere Personalverantwortung vorbereitet. Ich kann individuell nach meinem Bedarf verschiedene Kurse belegen, zum Beispiel zum Thema Personalführung.
 
 Weil ich noch einmal ins Ausland wollte, hat mich auch der integrierte Auslandsaufenthalt gereizt. Außerdem hat man bei Bosch jede Menge Möglichkeiten, sich innerhalb der Firma weiterzuentwickeln und immer wieder spannende Aufgaben zu bearbeiten. Zudem gefällt mir, dass ich für eine Firma arbeite, die sich sozial engagiert. Die Robert-Bosch-Stiftung setzt sich für viele gemeinnützige Projekte ein. Sie betreibt beispielsweise auch das Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart.

Wie lief das Bewerbungsverfahren ab?
 Ich nahm an einer Recruiting-Veranstaltung teil. Dort hatte ich die Möglichkeit, mich mit einer Vertreterin der Personalabteilung, der Beauftragten für das Trainee-Programm und auch mit Abteilungsleitern von Bosch zu unterhalten. So konnte ich mich gut informieren. Anschließend wurde ich zu drei Bewerbungsgesprächen eingeladen: mit der Personalabteilung, mit einer Fachabteilung und mit meinem Mentor. Alles in allem ging das ziemlich zügig.
 

Was war die erste Überraschung in Ihrem Job?
 Ich kam am ersten Tag in eine Abteilung, in der scheinbar schon jeder wusste, wer ich bin. Das hat mir den Einstieg unglaublich erleichtert. Positiv überrascht hat mich auch, dass es kein Problem war und ist, wirklich jede erdenkliche Frage zu stellen.
 

Welche Stärken - vielleicht sogar auch Schwächen, die es zu überwinden galt - haben Sie an sich entdeckt?
 Mir fällt es leicht, auf Kollegen und Vorgesetzte zuzugehen, was die Zusammenarbeit oft erleichtert. Meine Schwäche war ganz klar der fachliche Hintergrund. Aber ich habe Fragen gestellt und mich mit Kollegen unterhalten. So konnte ich dem Problem ganz gut begegnen.
 

Wie gestalten sich Ihr Arbeitsalltag und die Zusammenarbeit mit Vorgesetzten und Kollegen?
 Als Trainee hat man an jeder neuen Station neue Aufgaben und Herausforderungen, was keinen "Alltagstrott" aufkommen lässt. Durch meine Vorgesetzten und Kollegen bekomme ich tolle Unterstützung und mir wird immer weitergeholfen. Vor allem die Zusammenarbeit mit "alten Hasen" macht mir richtig viel Spaß.
 

Was würden Sie als Ihren größten beruflichen Erfolg bisher bezeichnen?
 Als Trainee hat man alle vier bis sechs Monate eine neue Station. Das bedeutet neue Kollegen und neue Aufgaben. Mein größter beruflicher Erfolg ist daher nicht fachlicher Natur, sondern dass ich es geschafft habe, mir in relativ kurzer Zeit ein umfassendes Netzwerk aufzubauen. Das hat mir im Arbeitsalltag schon unglaublich geholfen. Bei einigen Fragen weiß ich die Antwort nicht selbst, aber ich kenne jemanden, der mir weiterhelfen kann.
 

Und Ihr größter Fauxpas? Welche Erkenntnis zogen Sie daraus?
 Wenn man neu im Job ist, tritt man schon mal in das eine oder andere Fettnäpfchen. So kam es vor, dass ich mich auf einen Rücksprachetermin mal nicht in dem Maß vorbereitet hatte, wie sich mein Gegenüber das vorgestellt hatte. Das war glücklicherweise nicht dramatisch, und mit der Zeit bekommt man auch Übung mit Terminen und Absprachen. Da läuft die Vorbereitung dann auch schneller.
 

Wie hat sich Ihr Privatleben verändert und worin finden Sie den Ausgleich zum Job?
 Zuerst musste ich feststellen, dass ich unter der Woche weniger Freizeit habe - dafür aber an den Wochenenden frei. Die größte Veränderung ist, dass ich aufgrund meiner Trainee-Stationen mehrfach umgezogen bin. Außerdem habe ich eine Menge interessanter Leute kennen gelernt. Mit einigen meiner Kollegen habe ich mittlerweile auch ein freundschaftliches Verhältnis und ich arbeite richtig gerne mit ihnen zusammen. Mein Job macht mir Spaß und ist bisher immer spannend gewesen. Deswegen hatte ich - bisher jedenfalls - nicht das Gefühl, dringend einen Ausgleich zu brauchen. In meiner Freizeit habe ich auch schon während des Studiums gerne Sport gemacht oder mich mit Freunden getroffen - das mache ich auch heute noch.
 

Wenn Sie mit Ihrem heutigen Wissen auf Ihr Studium zurückblicken: Gibt es etwas, das Sie anders machen oder worauf Sie besonders achten würden?
 Ich kann nur jedem empfehlen, ins Ausland zu gehen. Der Blick über den Tellerrand ist Gold wert. Außerdem ist es wichtig, sich schon während des Studiums ein Netzwerk aufzubauen und auch zu pflegen: zum Beispiel über Stipendien, Hiwi- oder Werkstudentenjobs und Praktika. Diese Kontakte können beim Berufseinstieg unglaublich hilfreich sein.
 

Haben Sie so etwas wie ein Tagesmotto, das Sie den e-fellows mit auf den Weg geben möchten?
 "Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag." Eine positive Einstellung zu Herausforderungen und Aufgaben hilft einem oft, auch unangenehme Situationen zu überstehen. Und mit einem Lachen läuft meistens alles leichter.

nach oben

Jobs, Praktika

und akademische

Stellen suchen

Kommentare (0)

Zum Kommentieren bitte einloggen.

Das könnte dich auch interessieren