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Lektionen außerhalb des Hörsaals

Uhr, Teilzeit (Quelle: freeimages.com, Autor: beni_bb)

Quelle: freeimages.com, beni_bb

Warum haben Sie sich für Ihr Unternehmen entschieden?

Ausschlaggebend für meine Entscheidung für McKinsey waren zwei Dinge: Erstens die tollen Kollegen, mit denen ich während eines Praktikums zusammenarbeiten und die ich im Recruiting-Prozess kennen lernen durfte. Besonders jene Kollegen finde ich faszinierend, die mit außergewöhnlichen und beeindruckenden Lebensläufen sehr bescheiden auftreten. Zweitens die steile Lernkurve, auf der man sich in der Firma bewegt.

Wie lief das Bewerbungsverfahren ab?

Das war bei mir ziemlich geradlinig. Für das Praktikum musste ich zwei Bewerbungsgespräche mit Fallstudien absolvieren und habe dann zwei Monate auf einer Studie gearbeitet. Im Anschluss wurde mir wegen meiner guten Performance ein finales Gespräch mit einem unserer Partner angeboten. Diesen Einstieg in die Firma kann ich sehr empfehlen, da man so für sich selbst am besten herausfindet, ob einem die Arbeit bei McKinsey wirklich Spaß macht.

Was war die erste Überraschung in Ihrem Job, mit der Sie vorher nicht gerechnet haben?

Das uneingeschränkte Vertrauen in die Fähigkeit sehr junger Teammitglieder von Seiten des gesamten Teams inklusive Klient.

Welche Stärken - vielleicht sogar auch Schwächen, die es zu überwinden galt - haben Sie an sich entdeckt?

Die enge Interaktion und der gemeinsame Diskurs auf Augenhöhe mit zum Teil sehr senioren Klienten macht mir persönlich riesig Spaß, was objektiv auch als Stärke gewertet werden kann. Gewöhnungsbedürftig war für mich anfänglich die Tatsache, dass man im Beratungsalltag gesunde Abstriche von der universitär geprägten Methodik einer ganzheitlichen bottom-up-Lösung machen muss.

Wie gestaltet sich Ihr Arbeitsalltag und die Zusammenarbeit mit Vorgesetzten und Kollegen?

Der Arbeitsalltag ist von Projekt zu Projekt sehr unterschiedlich. Montag bis Donnerstag bin ich normalerweise beim Klienten, dann beginnt mein Arbeitstag jeweils ungefähr um 8 Uhr. Klienten- oder Team-Meetings und "echte Arbeitszeit" wechseln sich über den Tag hinweg ab. Auf den letzten beiden Projekten hat es sehr gut geklappt, abends um ungefähr 20 Uhr einen Schnitt zu machen, um gemeinsam etwas zu essen oder Sport zu machen. Falls notwendig kann man dann im Hotel noch das Tagwerk beenden. Freitags bin ich dagegen üblicherweise in meinem Home Office in Frankfurt.

Was würden Sie als Ihren größten beruflichen Erfolg bisher bezeichnen?

Das mir entgegengebrachte Vertrauen eines Klienten, mit dem wir sehr eng zusammen gearbeitet hatten. Er rief mich wenige Wochen nach unserem Engagement an, um mir eine sehr attraktive Position in seinem Unternehmen anzubieten, die langfristig neu zu besetzen war.

Und Ihr größter Fauxpas? Welche Erkenntnis zogen Sie daraus?

Zum Glück ist bisher noch kein Einsatz wirklich schief gegangen. Nicht ganz optimal ist ein Klientenworkshop verlaufen, bei dem die Erwartungen im Vorfeld nicht gut abgestimmt waren. Dies führte bei allen Parteien zu leichter Frustration. So eine Situation kann man durch engere Abstimmung und bessere Vorbereitung der Teilnehmer verhindern.

Wie hat sich Ihr Privatleben verändert und worin finden Sie den Ausgleich zum Job?

Mit meiner Freundin, mittlerweile Verlobten, habe ich viereinhalb Jahre lang vor meinem Start bei McKinsey eine Fernbeziehung geführt. Da wir unsere jeweiligen Auslandsaufenthalte nicht optimal abstimmen konnten, waren wir oft für mehrere Monate getrennt. Da wir aber zu meinem Einstieg bei McKinsey eine gemeinsame Wohnung bezogen haben, sehen wir uns jetzt häufiger und regelmäßiger als zuvor, was wir beide sehr genießen. Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen ist mir persönlich sehr wichtig. Klar fällt es oft schwer, alles unter einen Hut zu bringen.

Wenn Sie mit Ihrem heutigen Wissen auf Ihr Studium zurückblicken: Gibt es etwas, das Sie anders machen oder worauf Sie besonders achten würden?

Ich bereue keine meiner Entscheidungen vor und während meines Studiums. Die Zeit an der Uni Mannheim war sehr spannend, lehrreich und prägend. Rückblickend betrachtet stammen meine wertvollsten Lektionen nicht aus dem Hörsaal, sondern aus meinem außeruniversitären Engagement, zum Beispiel bei einer NGO in Jakarta, RealAcad in Shanghai, Sydney und Singapore oder als Praktikant bei Bunge, Bain und McKinsey. Könnte ich es noch einmal machen, würde ich wieder versuchen, ein möglichst buntes Programm zu absolvieren und mich hierbei von meinen Leidenschaften leiten zu lassen.

Haben Sie so etwas wie ein Tagesmotto oder einen Tipp, den Sie den e-fellows mit auf den Weg geben möchten?

Ich habe sehr davon profitiert, frühzeitig gute und weitsichtige Mentoren zu haben, die ein intrinsisches Interesse an meiner persönlichen Entwicklung haben. Das kann ein Großvater sein, ein Vorgesetzter im Praktikum oder ein Kollege und Freund, der vielleicht schon ein paar Stationen weiter ist, sich aber noch gut in die eigene Lage versetzen kann.

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