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Hochkonzentriert und heiter

Ein LL.M. kann deine Job-Chancen verbessern [Quelle: freeimages, Autor: ywel]

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Warum haben Sie sich für Ihr Unternehmen entschieden?

Die Entscheidung für Hengeler Mueller fiel bereits während des Rechtsreferendariats. Ich verbrachte die Anwaltsstation im Düsseldorfer und die Wahlstation im Londoner Büro der Sozietät. In beiden Büros überzeugten mich die Offenheit und uneingeschränkte Kollegialität zwischen den Mitarbeitern – von den Praktikanten über die Referendare, Associates bis zu den Partnern. Die freundliche Atmosphäre ist vielleicht der wichtigste Grund, warum ich jeden Tag aufs Neue meine Aufgaben gerne erledige. Dass die Arbeit spannend und immer wieder faszinierend ist, brauche ich nicht zu erwähnen.

Wie lief das Bewerbungsverfahren ab?

Der Einstieg in das Bewerbungsverfahren kann über eine Initiativbewerbung erfolgen. In anderen Fällen sprechen die Mitarbeiter der Kanzlei interessante Kandidaten auch von sich aus an, wenn sie schon vorher Kontakt hatten. Immer häufiger, so auch bei mir, erhalten Referendare am Ende ihrer Station bereits ein Angebot.

Der Bewerber führt dann an zwei Kanzleistandorten Gespräche mit mehreren Sozien. Anschließend kann er sich bei einem gemeinsamen Mittagessen mit zwei Associates in entspannter Atmosphäre stärken und seine "inoffiziellen" Fragen loswerden. Wenn der Bewerber einen guten Eindruck hinterlassen hat, unterbreitet ihm die Kanzlei ein konkretes Angebot. Anders als bei vielen anderen Kanzleien werden nicht gezielt Stellen an bestimmten Standorten oder für konkrete Aufgabenbereiche ausgeschrieben. Stattdessen kann der Bewerber Wünsche hinsichtlich Einsatzort und Aufgabenfeld äußern.

Was war die erste Überraschung in Ihrem Job, mit der Sie vorher nicht gerechnet haben?

Da ich die Abläufe bereits seit mehr als einem Jahr aus der Arbeit an zwei verschiedenen Standorten kannte, habe ich bislang noch keine wirkliche Überraschung erlebt. Das ist unbestreitbar ein Vorteil der vorherigen Referendarausbildung in der Großkanzlei. Sie erleichtert den Berufseinstieg enorm.

Welche Stärken - vielleicht sogar auch Schwächen, die es zu überwinden galt - haben Sie an sich entdeckt?

Mit der Zeit wachse ich immer stärker in die neue Position hinein. Zunächst ist man verständlicherweise noch zurückhaltend. Ich habe aber schnell gelernt, meine Sicht der rechtlichen Lage oder meine Einschätzung davon, wie in einem Fall am besten weiter vorzugehen sei, gegenüber den Kollegen – Mitarbeitern wie Partnern – zu vertreten und sie zu überzeugen. Ähnliches gilt hinsichtlich des Auftretens gegenüber Mandaten. Eine gewisse Souveränität im beruflichen Alltag und Gelassenheit bei schwierigen Aufgaben – das sind sicherlich Stärken, die sich mit zunehmender Erfahrung entwickeln.

Wie gestaltet sich Ihr Arbeitsalltag und die Zusammenarbeit mit Vorgesetzten und Kollegen?

Hochkonzentriert bei der Arbeit und heiter-entspannt in der Freizeit, bei Ausständen und Feiern oder gemeinsamen Unternehmungen, von denen es reichlich gibt.

Was würden Sie als Ihren größten beruflichen Erfolg bisher bezeichnen?

Die Erfolge zeigen sich vor allem in Reaktionen von Mandanten und Kollegen auf meine Mitarbeit.

Und Ihr größter Fauxpas? Welche Erkenntnis zogen Sie daraus?

Bislang sind mir Fettnäpfchen zum Glück erspart geblieben.

Wie hat sich Ihr Privatleben verändert und worin finden Sie den Ausgleich zum Job?

Leider bleibt viel weniger Zeit für das Privatleben als während des Studiums oder des Referendariats. Die Freizeit beschränkt sich im Wesentlichen auf die Wochenenden. Man darf sich hier keinen Illusionen hingeben: Der typische Arbeitstag beginnt um 9 Uhr morgens und endet zwischen 21 und 22 Uhr abends. Allerdings – und das macht diesen Umstand gut erträglich – gibt es keine vorgeschriebenen Arbeitszeiten. Die Zeiten bestimmt jeder Anwalt selbstständig unter Berücksichtigung der zu erledigenden Aufgaben. Das bietet die Flexibilität, auch einmal um (oder sogar vor) 20 Uhr abends das Büro zu verlassen. Ausgleich für die langen Arbeitszeiten bieten mir insbesondere mein Hobby Astrofotografie und ausgedehnte Spaziergänge in der Natur.

Wenn Sie mit Ihrem heutigen Wissen auf Ihr Studium zurückblicken: Gibt es etwas, das Sie anders machen oder worauf Sie besonders achten würden?

Zielstrebigkeit ist eine wichtige Voraussetzung, um erfolgreich zu sein. Zugleich ist es von immenser Bedeutung, auch jenseits der Studieninhalte Interessen zu entwickeln. Der Blick über den Tellerrand weitet den Horizont und hilft, das Wesentliche in seiner Arbeit zu identifizieren und sich darauf zu konzentrieren. Im Übrigen ist ein zusätzliches, etwas abseits des Üblichen liegendes Interesse und Engagement ein sehr gern gesehener Aspekt in Lebensläufen. Rückblickend würde ich zusätzlich zu meiner Auslandsstation im Referendariat bereits im Studium die Möglichkeit nutzen, für eine Weile in einem anderen Land zu studieren.

Haben Sie so etwas wie ein Tagesmotto oder einen Tipp, den Sie den e-fellows mit auf den Weg geben möchten?

Für den Berufseinstieg, aber auch schon für Praktika und Referendariatsplätze ist es sehr wichtig, Kontakte zu nutzen, die sich bereits an der Universität oder auf Jobmessen bieten. Solche Kontakte sind schwer zu ersetzen.

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