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"Mein Methodenwissen aus der Physik nützt mir auch in der Beratung"

Quelle: freeimages.com, gun4hire

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Ohne Beratungspraktikum direkt ins Consulting einsteigen - das geht. Alumna Wiebke Plenkers ist studierte Diplom-Physikerin und stand während der Semesterferien meist im Labor. Bei Siemens Management Consulting (SMC) lernt sie jetzt verschiedene Branchen und Arbeitsmethoden kennen.

Warum haben Sie sich für SMC entschieden?

Beratung schien mir ein guter Weg, um auch als Nicht-Wirtschaftswissenschaftlerin einen Einstieg in die Wirtschaft zu finden: Durch die Projektarbeit lerne ich verschiedene Branchen und Methoden kennen. Der zweite Grund war, dass ich Siemens als technisches Unternehmen schon immer interessant fand - immerhin bin ich Physikerin. Siemens ist ein international agierendes Unternehmen und ich mag es sehr, mit Kollegen unterschiedlicher Herkunft an globalen Fragestellungen zu arbeiten. Das ist nicht nur spannend, sondern bereichert auch persönlich. Durch meine Tätigkeit als Beraterin knüpfe ich viele Kontakte, auch in den Siemens-Konzern. Das macht einen Wechsel in den Konzern zu einem späteren Zeitpunkt sicher leichter.

Wie lief das Bewerbungsverfahren ab?

Ich habe mich ganz klassisch über die Website von SMC beworben. Kurze Zeit später wurde ich zu einem Erstinterview nach München eingeladen. Das verlief erfreulicherweise positiv, sodass eine weitere Einladung zu einem ganztägigen Interviewtag folgte. Dieser bestand aus vier Einzelgesprächen mit potenziellen SMC-Kollegen, in denen ich Fragen zu meinem Lebenslauf und meiner Motivation beantwortete und Case Studies löste. Wichtig ist, deutlich zu machen, warum man sich die Tätigkeit und SMC interessiert und in den Case Studies zu zeigen, dass man analytisch und unternehmerisch denken kann.

Was war die erste Überraschung in Ihrem Job?

Für mich war in positiver Hinsicht überraschend, dass die Beratertätigkeit so gut zu mir passt. Zwar hatte ich mich im Vorfeld darüber informiert, was mich erwarten würde, dennoch hatte ich bis dato kein Praktikum in der Beratung absolviert. Beim Thema Jobeinstieg bin ich somit wirklich ins kalte Wasser gesprungen. Ich bin jetzt sehr zufrieden, eine Tätigkeit gefunden zu haben, in der ich nicht nur meine analytischen Fähigkeiten einbringen kann, sondern wo auch die sogenannten Soft Skills eine große Rolle spielen.

Welche Stärken - vielleicht auch Schwächen, die es zu überwinden galt - haben Sie an sich entdeckt?

Ich habe festgestellt, dass ich sehr gerne mit Menschen in Kontakt bin und es als Bereicherung empfinde, dass jeder in seiner Persönlichkeit einzigartig ist. Bei der Projektarbeit ist es wichtig, verschiedene Menschen an einen Tisch zu bringen, um gemeinsam ein Ziel zu erreichen. Meist ist nur wenig Zeit, sich kennenzulernen und jeder ist unterschiedlich, was sein Wesen, seinen Ausbildungshintergrund und seine Herkunft angeht. Das finde ich spannend.

Meine Schwäche war zu Beginn mein fehlendes Fachwissen, da ich als Physikerin keinen BWL-Hintergrund habe. Anfangs fiel es mir schwer, mich in der entsprechenden Terminologie zurechtzufinden. Geholfen haben mir sowohl spezielle Trainings bei SMC als auch Fachliteratur und nicht zuletzt die Kolleginnen und Kollegen.

Wie hat SMC Sie beim Einstieg unterstützt?

Alle neuen SMC-Kollegen durchlaufen ein einwöchiges Basistraining. Dort werden in sehr intensiver Form die Basics vermittelt, die ein künftiger Consultant für seinen Projektalltag benötigt. Dazu gehören auch die Soft Skills. Im Beratungsalltag selbst werden eine Reihe von Trainings angeboten. Das reicht von Methodenwissen wie zum Beispiel Benchmarking bis Persönlichkeitsentwicklung wie "Leadership Styles". 

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?

Von Montag bis Donnerstag bin ich beim Kunden, wie es in der Beratung typisch ist. Da Siemens ein weltweit agierender Konzern ist, finden Projekte nicht selten auch im Ausland statt.

Sofern Projekte in Europa stattfinden, bin ich freitags immer in meinem SMC-Büro in München. In der Beratung nennen wir das den "Office Friday". An diesem absolviere ich Trainings, bespreche mit den Kollegen interne Themen, netzwerke und erledige manchmal auch noch Arbeit aus dem aktuellen Projekt. Freitag ist meist ein relativ entspannter Tag - es ist schön, im Büro zu sein, die Kollegen zu treffen und sich bei einem Kaffee über aktuelle Themen und Projekte auszutauschen.  

In welchen Projekten arbeiten Sie?

SMC unterstützt Siemens bei seiner strategischen Ausrichtung – Projekte finden in allen vier Sektoren und auch auf Konzernebene statt. Dabei kann es um alles gehen, was der Siemens-Konzern so anbietet: Züge, Leittechnik, Wind- und Solarenergie, Kraftwerke, Automatisierung und so weiter. Die Projekte finden stets beim Kunden vor Ort statt, das heißt wir sind weltweit unterwegs. Es ist eine sehr abwechslungsreiche Tätigkeit.

Und wie ist die Zusammenarbeit mit den Kollegen?

Sehr intensiv, weil wir vier Tage die Woche zusammenarbeiten. Das Team besteht meistens aus einem Teamleiter und zwei bis drei Beratern. Da wir soviel Zeit miteinander verbringen, ist eine gute Team-Atmosphäre besonders wichtig. Ich habe viele Anknüpfungspunkte und gemeinsame Interessen mit meinen Kollegen, wir unternehmen auch abends öfters etwas gemeinsam. Letztendlich sind die Kollegen für mich ein ganz ausschlaggebender Faktor, weshalb ich gerne bei SMC arbeite.

Was würden Sie als Ihren größten beruflichen Erfolg bisher bezeichnen?

Ich finde es schwierig, einen größten Erfolg herauszugreifen. Ich bin einfach stolz darauf, dass ich mit 26 Jahren schon in meiner derzeitigen Position bin. Und ich freue mich, wenn die Kunden sagen, dass unsere Projekte ihr Geschäft ein großes Stück weiterbringen.

Ist Ihnen auch einmal ein Fauxpas unterlaufen? Welche Erkenntnis zogen Sie daraus?

Es gab keinen großen Fauxpas, den ich in Erinnerung behalten habe. Am Anfang war ich etwas zurückhaltender und habe beobachtet. Und ich habe meinen Kollegen und meinen Projektleitern viele Fragen gestellt. Inzwischen ist das kein Thema mehr, denn ich habe mich gut eingearbeitet und bin fest integriert. Ich habe Sicherheit gewonnen.

Wie hat sich Ihr Privatleben verändert, und worin finden Sie den Ausgleich zum Job?

Es hat sich stark verändert, weil ich unter der Woche nicht zu Hause bin. Daher findet mein Privatleben größtenteils am Wochenende statt. Aber es ist auch schön, das Wochenende komplett frei zu haben - früher kam es schon vor, dass ich Samstag oder Sonntag im Labor stand. Meine freie Zeit verbringe ich mit meinem Mann und meinen Freunden.

Wenn Sie mit Ihrem heutigen Wissen auf Ihr Studium zurückblicken: Gibt es etwas, das Sie anders machen oder worauf Sie besonders achten würden?

Nein. Ich werde ab und an gefragt, ob ich noch einmal Physik studieren würde. Meine Antwort: Ja, denn ich habe dabei viel gelernt. Zum Beispiel Methoden zur Vereinfachung und strukturierten Lösung von komplexen Problemen. Dieses Wissen und die daraus resultierenden Fähigkeiten sind mir bei meiner beruflichen Tätigkeit sehr hilfreich. Natürlich geht es um andere Inhalte - aber die Fähigkeit, auch "out of the box" denken zu können, ist ein wirklicher Mehrwert.

Auch habe ich während des Studiums keine Praktika in der Wirtschaft absolviert, sondern bei der UNO und in diversen Forschungsinstitutionen. Aber auch das würde ich rückblickend wohl nicht anders machen. Einerseits sind Praktika in Unternehmen im Physikstudium nicht so üblich, da man in den Semesterferien oft mit Laborpraktika beschäftigt ist. Und andererseits finde ich, dass ich meine Zeit gut genutzt habe. So hatte ich die Gelegenheit, viele verschiedene Dinge kennenzulernen und meinen Horizont zu erweitern.

Haben Sie so etwas wie ein Tagesmotto oder einen Tipp, den Sie den e-fellows mit auf den Weg geben möchten?

Ich finde es immer wichtig, Verantwortung zu übernehmen. Ich möchte mein Handeln mir selbst gegenüber verantworten können und den Kollegen, Kunden und der Gesellschaft gegenüber.

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