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Interdisziplinär im Studium - vielfältig im Job

Teamwork [Quelle: pixabay.com, Autor: pmbbun]

Quelle: pixabay.com, pmbbun

Warum haben Sie sich für Ihr Unternehmen entschieden?

Die Allianz bietet als global agierendes Finanzdienstleistungs- unternehmen zahlreiche Möglichkeiten im In- und Ausland. Für mich als Wirtschaftsinformatiker ist die Allianz attraktiv, weil unsere Dienstleistungen ausgefeilte IT-Systeme benötigen und die Informationstechnologie einen hohen Stellenwert hat.
 
Erste Kontakte zur Allianz habe ich bereits während meines Studiums geknüpft. Als Stipendiat der Bayerischen Elite-Akademie und von e-fellows.net war mir die Allianz als Kooperationspartner aufgefallen. Im Rahmen des Mentorenprogramms von e-fellows.net konnte ich einen Mentor aus der Allianz gewinnen, der selbst Vorstandsassistent war. So erhielt ich einen guten Einblick und mein Wunsch verstärkte sich, meine Berufslaufbahn als Vorstandsassistent zu beginnen.

Aktuell befindet sich die Allianz in einem der größten Umbauprozesse der Unternehmensgeschichte. Der Einstieg als Vorstandsassistent ermöglicht mir, an den Veränderungen teilzuhaben und interessante Einblicke zu gewinnen. Ich hoffe, Ende des Jahres sagen zu können, dass ich auch einen Teil dazu beigetragen habe.

Wie lief das Bewerbungsverfahren ab?

Wie bereits erwähnt kam der Kontakt über meinen Allianz-Mentor zustande. Während der Diplomarbeit hatte ich ihm meinen Lebenslauf zugesandt und Interesse an der Vorstandsassistenz bekundet. Nach einiger Zeit bekam ich einen Anruf mit der Einladung zu einem Vorstellungstermin. Das etwa einstündige Gespräch mit meinem heutigen Chef verlief sehr positiv und endete bereits mit einer grundsätzlichen Zusage. Im Rückblick war es, wie so häufig, deutlich einfacher als gedacht.

Was war die erste Überraschung in Ihrem Job, mit der Sie vorher nicht gerechnet haben?

Die größte Überraschung ereignete sich bereits vor meinem Start als Assistent. Um mich auf meine Stelle vorzubereiten und mein praktisches Versicherungs- und IT-Wissen zu verbessern, vermittelte mir mein Chef eine Anstellung in der Schweiz. So war ich zunächst für acht Monate bei der Allianz Suisse in der dort neu gegründeten Unternehmensentwicklung. Dort erwarteten mich spannende Themen und Herausforderungen innerhalb der Wachstumsinitiativen, zum Beispiel bei der Etablierung neuer Kooperationen oder dem Aufbau neuer Vertriebskanäle. Bereits nach wenigen Monaten durfte ich eine Teilprojektleitung zum Cross-Selling übernehmen und unser Konzept im Rahmen einer Pilot-Implementierung überprüfen.
 
Bei der Rückkehr nach Deutschland und dem Einstieg in meine jetzige Position war für mich überraschend, wie unterschiedlich Marktposition und Unternehmenskultur innerhalb eines Konzerns wie der Allianz doch sein können. So unterscheidet sich die Allianz Suisse mit ihren rund 4.000 Mitarbeitern schon aufgrund der Größe deutlich von der Allianz Deutschland. Auch die Position als Marktführer lässt die Allianz in Deutschland anders agieren als die Allianz Suisse, die erst auf dem Weg zu einem der drei größten Schweizer Versicherungsunternehmen ist.

Welche Stärken - vielleicht sogar auch Schwächen, die es zu überwinden galt - haben Sie an sich entdeckt?

Insgesamt haben sich Stärken bestätigt, die ich bereits aus dem Studium kannte. Besonders meine Fähigkeiten zum übergreifenden Denken und Handeln sowie zur Strukturierung und Präsentation schwieriger Sachverhalte kommen mir heute zugute. In der IT ist häufig Detailwissen notwendig, um die hohe Komplexität zu beherrschen. Teils geht dabei der Blick fürs Ganze verloren und es fällt nicht leicht, übergreifende Aussagen für Fachfremde zu formulieren. Aufgrund meiner interdisziplinären Ausbildung mit IT-Bezug gelingt es mir, die verschiedenen Teilinformationen zu sammeln, zusammenzufügen und entsprechend verständlich zu vermitteln.
 
Im Gegensatz dazu fiel es mir am Anfang nicht leicht, bei der Menge von Themen und Aufträgen den Überblick zu behalten. Im Studium konnte ich mich auf wenige Bereiche konzentrieren und Randaspekte auch mal außer Acht lassen. Dagegen gilt es heute, alle – auch scheinbar unwichtige - Aufgaben zuverlässig zu erledigen. Mittlerweile habe ich mich allerdings daran gewöhnt und organisiere mich entsprechend.

Wie gestaltet sich Ihr Arbeitsalltag und die Zusammenarbeit mit Vorgesetzten und Kollegen?

Von Alltag kann man in meiner Position kaum sprechen. Zwar gibt es ein paar wiederkehrende Themen, aber normalerweise sind die Tage sehr abwechslungsreich. Die Aufgaben können in Art und Umfang stark variieren. Die Bandbreite reicht dabei vom Verfassen eines einfachen Antwortschreibens bis zur Begleitung von komplexen Verhandlungen.
 
In der Zusammenarbeit mit meinem Vorgesetzten habe ich festgestellt, dass für einen Assistenten eine sehr selbständige Arbeitsweise, schnelle Auffassungsgabe und ergebnisorientierte Kommunikation absolut zentral sind. Häufig beschränkt sich die Interaktion mit meinem Chef auf kurze Zeiträume. Die Aufgaben sind meist sehr übergreifend formuliert, sodass man sich erst ein Bild verschaffen und selbst überlegen muss, wie man das Thema strukturiert und zu einer Lösung bringt.

Was würden Sie als Ihren größten beruflichen Erfolg bisher bezeichnen?

Ich würde noch von keinem großen Erfolg sprechen. Wenn ja, müssten dies andere beurteilen. Dafür bin ich auf viele kleine Erfolge stolz. So konnte ich im Rahmen der Pilot-Implementierung zum Thema Cross-Selling im Schweizer Hinterland einen unserer Außendienstmitarbeiter dazu bewegen, seine Angst vor dem Verkauf von Lebensversicherungen zu überwinden. Heute ist er sehr erfolgreich im Vertrieb von Lebenspolicen und hat Spaß daran. Ein weiteres Erfolgserlebnis hatte ich, als ich mich in meiner jetzigen Position mit der Dokumentation der IT-Strategie befasste. Meine Ausarbeitung wurde sehr gut aufgenommen und sorgte für anregende Diskussionen. Vor kurzem wurden die Ergebnisse an alle rund 1.300 IT-Mitarbeiter verteilt.

Und Ihr größter Fauxpas? Welche Erkenntnis zogen Sie daraus?

Den hat es glücklicherweise noch nicht gegeben. Teilweise unterliefen mir bei unwichtigeren Themen kleinere Unachtsamkeiten. Mittlerweile habe ich gelernt, mich besser zu organisieren und nicht mehr wie im akademischen Umfeld jedes Thema in aller Tiefe zu bearbeiten. Wichtiger ist es, sich zügig einen Überblick zu verschaffen und die knapp bemessene Zeit sinnvoll einzusetzen, um die Vielzahl an Themen zu bearbeiten.

Wie hat sich Ihr Privatleben verändert und worin finden Sie den Ausgleich zum Job?

Für mich ist der Verlust von Flexibilität der größte Einschnitt. Im Vergleich zum Studentenleben ist man zeitlich stark gebunden. Insbesondere bei schönem Wetter wäre manchmal eine flexiblere Arbeitszeit wünschenswert. Leider habe ich als Assistent diesbezüglich nur begrenzte Spielräume. Im Gegenzug finde ich es aber angenehm, dass die Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben nun etwas schärfer sind. In der leider oft knapp bemessenen Zeit außerhalb des Büros kann ich gut abschalten. Hier in München und Umgebung gibt es viele Möglichkeiten. Bevorzugt fahre ich in die Berge zum Skifahren, Snowboarden oder Mountainbiken.

Wenn Sie mit Ihrem heutigen Wissen auf Ihr Studium zurückblicken: Gibt es etwas, das Sie anders machen oder worauf Sie besonders achten würden?

Mein Studium würde ich rückblickend noch einmal genauso wählen. Ich finde interdisziplinäre Studiengänge wie Wirtschaftsinformatik sehr spannend, weil sie unterschiedliche Einblicke ermöglichen. Trotzdem bieten sie viel Freiraum, um eigene Schwerpunkte zu setzen. Auf jeden Fall würde ich auch meinen Auslandsaufenthalt wiederholen. Die Einblicke und Erfahrungen, die man im Ausland sammelt, sind aus meiner Sicht oft wertvoller als manch fachliches Detail. Wahrscheinlich würde ich deshalb versuchen, zwei Auslandsaufenthalte zu realisieren. Zudem möchte ich jedem dazu raten, bereits während des Studiums auch die nicht-fachlichen Kompetenzen zu trainieren.

Haben Sie so etwas wie ein Tagesmotto oder einen Tipp, den Sie den e-fellows mit auf den Weg geben möchten?

Versteift euch nicht zu sehr auf vorgegebene Studieninhalte. Was wirklich zählt ist, was euch Spaß macht und euch voranbringt!

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