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Zu zweit programmiert sich's besser

Teamwork (Quelle: freeimages.com, Autor: svilen001)

Quelle: freeimages.com, svilen001

Entwickler sitzen am liebsten allein im stillen Kämmerchen? Ein Vorurteil - bei TNG steht 'Pair Programming' hoch im Kurs. Alumnus Florian verrät, warum es sich zu zweit besser programmiert und wieso er auch schon in Philosophie-Vorlesungen saß.

Warum haben Sie sich für TNG Technology Consulting entschieden?

Ich kannte TNG schon vor dem Berufsstart, weil ich meine Diplomarbeit dort geschrieben habe. Außerdem hatte ich schon an den "Techdays" teilgenommen, den zweiwöchentlichen Weiterbildungsveranstaltungen von TNG. Mich hat die Unternehmenskultur fasziniert: Bei TNG beschäftige ich mich mit einer großen Vielfalt an Themen. Das Unternehmen fördert den Wissensaustausch zwischen den Mitarbeitern - die Projekte werden so organisiert, dass man viel von den Kollegen lernt. Zu guter Letzt ist die technische Infrastruktur gut: Wir haben ein internes Wiki, aktive Mailinglisten und kommunizieren mitunter auch über Instant Messaging.

Wie kam es dazu, dass Sie Ihre Diplomarbeit bei TNG geschrieben haben?

Mein Professor hat den Kontakt hergestellt. Er hat einige Themen vorgegeben, für die sich auch TNG interessiert hat. TNG hat mir viele Freiheiten bei der Umsetzung meiner Arbeit gelassen, mich aber gleichzeitig sehr gut unterstützt. TNG nutzt Diplomarbeiten nicht nur fürs Recruiting, sondern auch für die Weiterbildung der Mitarbeiter: Idealerweise soll dabei ein Techday-Vortrag rauskommen, um herauszufinden, ob zum Beispiel eine bestimmte Technologie schon reif dafür ist, eingesetzt zu werden.

Wie lief das Bewerbungsverfahren ab?

Als meine Diplomarbeit in die letzte Phase kam, habe ich nach einem Termin für ein offizielles Bewerbungsgespräch gefragt. Dabei hatte ich natürlich schon einen gewissen Heimvorteil. Ich musste unter anderem technische Fragen beantworten, die in die Tiefe gingen. TNG möchte ja herauszufinden, ob der Bewerber sich mit den Themen auskennt, die er angibt zu kennen. Direkt nach dem Vorstellungsgespräch habe ich ein Angebot von TNG bekommen. Ich hatte mich zwar auch noch bei anderen Unternehmen beworben, aber letztlich konnte kein Angebot mit TNG mithalten.

Was war die erste Überraschung in Ihrem Job?

Überrascht hat mich vor allem eins: Der enorme Einfluss der Arbeitsbedingungen und einer sinnvollen und strukturierten Vorgehensweise auf die Qualität der Arbeit. Aber einen Praxisschock nach dem Studium hatte ich nicht, ich hatte ja schon drei Praktika gemacht.

Welche Stärken - vielleicht auch Schwächen, die es zu überwinden galt - haben Sie an sich entdeckt?

Meine Stärke ist wohl, dass ich mich schnell in neue Themen einarbeiten kann. Das liegt aber auch an der Unternehmenskultur von TNG, die den Wissensaustausch und aktives Lernen fördert. Ich habe bei TNG schon in recht verschiedenen Projekten gearbeitet, dabei lernt man natürlich, sich schnell einzuarbeiten. Was meine Schwächen angeht: Ich glaube, ich könnte manchmal noch strukturierter vorgehen.

Wie sind Ihr Arbeitsalltag und die Zusammenarbeit mit Vorgesetzten und Kollegen?

Bei TNG sind die Hierarchien flach - es gibt also gar nicht so viele Vorgesetzte. In jedem Fall können wir auch die Geschäftsführer jederzeit ansprechen, der Umgang miteinander ist direkt und offen, wir reden über alles. Wir arbeiten meistens direkt beim Kunden vor Ort, idealerweise im Team. Wenn möglich, wenden wir viele Best Practices der Software-Entwicklung an, wie zum Beispiel "Pair Programming". Das bedeutet, dass wir zu zweit entwickeln: Der eine schreibt den Code, der andere steuert die Problemlösung und spricht mögliche Probleme an, immer abwechselnd. Beim Programmieren muss man ständig Entscheidungen treffen, und wenn man über ein Problem redet, dann wird vieles klarer, und man findet leichter eine gute Lösung. Außerdem versuchen wir, testgetrieben zu entwickeln. Das heißt, wir schreiben zuerst die Tests, bevor wir die Software schreiben - das verbessert die Qualität.

Was würden Sie als Ihren größten beruflichen Erfolg bisher bezeichnen?

Mein letztes Projekt war ein Vorzeigeprojekt - aber das lag vor allem daran, dass unser Team so gut eingespielt war. Wir haben das kaufmännische und technische Auftragsabwicklungs- und Ticketing-System eines regionalen Telekommunikationsunternehmens vereinheitlicht. Das war nötig, weil jeder Standort des Unternehmens vorher unterschiedliche Systeme verwendet hat. Der Nachteil daran war, dass alle Erweiterungen immer mehrmals entwickelt werden mussten. Mit der Vereinheitlichung der Systeme haben wir auch einige fachliche Geschäftsprozesse vereinheitlicht. Der Kunde muss jetzt nur noch ein System warten, und auch für die Mitarbeiter ist es einfacher, weil sie nur mehr mit einer Plattform arbeiten müssen.

Wie lief das Projekt ab?

Den Anfang machte ein kurzes Vorprojekt, bei dem der Projektrahmen aufgebaut wurde und erste Anforderungen mit den Fachabteilungen besprochen wurden. Während des Projekts entwickelten wir im Zwei-Wochen-Rhythmus: Alle zwei Wochen stellten wir unsere aktuellen Ergebnisse vor und führten eine Retrospektive durch. Um den Umzug der Daten, die Migration, möglichst problemlos zu bewältigen, haben wir während des Projekts jede Nacht automatisiert eine Test-Migration durchgeführt. Die Fachbereiche konnten sich dann jeden Tag die Ergebnisse ansehen und überprüfen, ob alle Daten richtig migriert waren. Der wirkliche Datenumzug lief dadurch problemlos ab.

Ist Ihnen auch einmal ein Fauxpas unterlaufen? Welche Erkenntnis zogen Sie daraus?

Bei TNG herrscht die Einstellung, dass jeder Fehler macht - nur wer nichts macht, macht auch keine Fehler. Bei TNG versuchen wir, in Projekten ein organisatorisches und technisches Schutznetz aufzubauen, damit wir Fehler so früh wie möglich erkennen. Zum Beispiel arbeiten wir viel mit automatisierten Tests und automatischen Code-Analysen, damit wir Fehler schon beim Programmieren erkennen. Außerdem führen wir Code-Reviews durch - der Entwicklungscode wird immer noch von einer zweiten Person geprüft.

Wenn Sie mit Ihrem heutigen Wissen auf Ihr Studium zurückblicken: Gibt es etwas, das Sie anders machen oder worauf Sie besonders achten würden?

Ich fand es gut, auch fachfremde Veranstaltungen zu besuchen, die mich interessiert haben. Als Informatiker habe ich deshalb auch mal Psychologie- oder Philosophie-Vorlesungen gehört. Ich finde, man sollte seinen Stundenplan nicht zu sehr nach dem späteren Job ausrichten - man weiß ja sowieso nicht, was man später mal machen wird. Und vieles kann man dann auch später im Job lernen. Ein paar Monate vor Studienende sollte man sich dann Gedanken machen, was man beruflich tun möchte. In der Informatik wäre das dann zum Beispiel die Entscheidung, ob man ganz klassisch in der Software-Entwicklung oder eher in einer IT-Beratung arbeiten möchte.

Haben Sie so etwas wie ein Tagesmotto oder einen Tipp, den Sie den e-fellows mit auf den Weg geben möchten?

"Immer locker bleiben". Und: Wenn man nach einem Praktikum oder Job sucht, sollte man immer auch versuchen, die künftigen Kollegen kennenzulernen - immerhin wird man viel Zeit mit ihnen verbringen. Die Möglichkeit hat man bei uns beim "Open Techday" - und bei unserer Jahresveranstaltung, dem "Big Techday", bei dem auch schon mal ein Science-Fiction-Autor einen Vortrag hält.

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