Partner von:

Weltweites Beraternetzwerk

Alumni-Porträt Dr. Thomas Fritz von McKinsey, Bildquelle: sxc.hu, User: spekulator

Alumni-Porträt Dr. Thomas Fritz von McKinsey, Bildquelle: sxc.hu, User: spekulator

Warum haben Sie sich für McKinsey entschieden?
 Der Einstieg als Unternehmensberater war für mich die ideale Kombination aus großer individueller Freiheit bei der Gestaltung meiner Karriere und der Arbeit an spannenden Themen von strategischer Bedeutung für meine Klienten. McKinsey hat mir beides sehr gut ermöglicht. Als Berater hatte ich freie Wahl bei meinen inhaltlichen Schwerpunkten. Das Fellow-Programm von McKinsey hat mir zudem den Freiraum gegeben, mit einer Promotion meine wissenschaftliche Leidenschaft weiter zu verfolgen.
 
 Meine Projekte waren von Beginn an extrem spannend, und die umfangreichen Trainings sowie das Coaching durch erfahrene Kollegen haben mich auf die wachsenden Anforderungen vorbereitet. Von Anfang an beeindruckt hat mich das globale Netzwerk von McKinsey: Jedes Team kann zu jeder Zeit auf die Expertise und die Unterstützung von erfahrenen Kollegen auf der ganzen Welt zurückgreifen. Vor allem die außergewöhnlichen Kollegen und Freunde sind ein Grund, warum ich gerne bei McKinsey arbeite. Auch in meiner neuen Rolle als Director of Recruiting bereitet es mir Freude, außergewöhnliche Menschen zu suchen, kennen zu lernen und für McKinsey zu begeistern.
 

Wie lief das Bewerbungsverfahren ab?
 Die Interviews für ein Praktikum bei McKinsey waren die ersten echten Vorstellungsgespräche in meinem Leben. Diese Herangehensweise würde ich heute zwar keinem Bewerber empfehlen, aber dank der damals schon umfangreichen Website wusste ich zumindest recht gut, was mich erwartet, und größere Überraschungen blieben aus. Nach einem erfolgreichen Praktikum hat McKinsey mir dann zum Abschluss meines Studiums einen Einstieg als Fellow angeboten. Das habe ich gerne angenommen.

Was war die erste Überraschung in Ihrem Job?
 Die erste große Überraschung war für mich das große Vertrauen, mit dem mir mein Team und auch die Klienten bei meinem ersten Projekt begegnet sind. Obwohl ich der "Neue" war, wurden mir sofort erste kleinere Arbeitspakete zugetraut. In meiner zweiten Woche moderierte ich bereits einen mehrstündigen Workshop mit einer Gruppe von fünf erfahrenen Klienten. Das hat nicht nur allen Spaß gemacht, auch die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Mein damaliger Projektleiter hat mich in allem eng begleitet, aber sobald er ein gutes Gefühl dabei hatte, mich alleine laufen zu lassen, hatte ich allen Freiraum.
 

Wie gestalten sich Ihr Arbeitsalltag und die Zusammenarbeit mit Vorgesetzten und Kollegen?
 Die Zusammenarbeit bei McKinsey ist von zwei zentralen Werten geprägt: Der Pflicht zum Widerspruch und dem Prinzip einer nicht-hierarchischen Atmosphäre. Praktisch heißt das, dass jeder nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht hat, seine Meinung zu äußern - auch und gerade dann, wenn sie abweicht. Für das Ergebnis ist dabei völlig egal, ob der Berater erst seit einer Woche bei der Firma ist oder ein erfahrener Direktor. Was zählt, ist die Qualität des Arguments.
 

Was würden Sie als Ihren größten beruflichen Erfolg bisher bezeichnen?
 Ich empfinde ein Ergebnis immer dann als Erfolg, wenn es gelingt, Menschen für eine gemeinsame Sache zu begeistern und diese dann auch erfolgreich zum Abschluss zu bringen. In einem meiner Beratungsprojekte ist es uns gelungen, einen solchen Erfolg unter schwierigen Vorzeichen zu erreichen. Ziel unseres Vorhabens war es, zwei große Vertriebsorganisationen zusammenzuführen, die aus sehr verschiedenen Unternehmensbereichen stammten. Erschwerend kam hinzu, dass Unternehmensberater auf Grund von vergangenen Erfahrungen in einer der beiden Organisationen einen eher schlechten Ruf hatten. Zu Beginn stand eigentlich nur der neue Geschäftsführer hinter unserem Projekt. Durch offene Gespräche, viel Zuhören und Diskussionen über die bevorstehenden Veränderungen ist es uns gemeinsam gelungen, die Mitarbeiter zu gewinnen. Obwohl das Projekt bereits eine ganze Weile zurückliegt, stehe ich noch heute in regelmäßigem Kontakt zu einigen meiner damaligen Klienten und beobachte mit Freude, wie sich die Dinge entwickeln.
 

Wie hat sich Ihr Privatleben verändert, und worin finden Sie den Ausgleich zum Job?
 Ausgleich zu meinem Job finde ich vor allem bei meiner Familie und beim Sport. Manchmal lässt sich sogar beides verbinden. Zum Beispiel wenn ich mit dem Babyjogger und meiner Tochter laufe oder gemeinsam mit meinem Sohn das Kölner Stadion besuche. Ruhe finde ich beim Schwimmen, Radfahren oder Laufen am frühen Morgen. Die wahrscheinlich größte Veränderung in meinem Privatleben ist wohl, dass ich in allen Sportarten im Moment nicht an meine frühere Form heranreiche.
 

Wenn Sie mit Ihrem heutigen Wissen auf Ihr Studium zurückblicken: Gibt es etwas, das Sie anders machen oder worauf Sie besonders achten würden?
 Im Großen und Ganzen hat mein Studium mir viel Freude bereitet und mir wichtige Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt. Wenn ich noch einmal studieren könnte, würde ich wieder meinen Schwerpunkt auf die Fächer legen, die mir Spaß machen und mich für die Initiativen engagieren, die mich begeistern. Allerdings würde ich versuchen, den Freiraum, den ein Studium bietet, breiter zu nutzen und etwas weniger effizient auf das Examen hinarbeiten. Konkret heißt das: Ich würde einen größeren Anteil meines Studiums an ausländischen Universitäten verbringen wollen. Außerdem würde ich auch Fächern und Vorlesungen, die nicht direkt relevant für das Examen sind, mehr Zeit widmen. Wenn man mitten in der Prüfungsmühle steckt, ist das zwar leichter gesagt als getan, rückblickend hätte mir der ein oder andere akademische "Umweg" aber bestimmt nicht geschadet.
 

Haben Sie einen Tipp, den Sie den e-fellows mit auf den Weg geben möchten?
 Ich habe den Eindruck, dass junge Menschen bei der Auswahl ihres Studienfachs und der Entscheidung über außeruniversitäres Engagement zunehmend die direkte Relevanz für den Lebenslauf im Kopf haben. Wenn ich einen Rat an die e-fellows äußern darf, dann diesen: Macht das, wofür ihr euch wirklich begeistern könnt. Setzt euch lieber in wenigen Dingen richtig ein, anstatt zu versuchen, möglichst viel von dem abzuhaken, von dem ihr glaubt, dass andere Leute es für wichtig halten.

nach oben

Jobs, Praktika

und akademische

Stellen suchen

Kommentare (0)

Zum Kommentieren bitte einloggen.

Das könnte dich auch interessieren