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Direkter Draht zum Kanzlei-Partner

Konferenzraum, Konferenz, Unterlagen, Tisch [Quelle: freeimages.com, Autor: funny-p]

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Warum haben Sie sich für einen Einstieg in der Großkanzlei entschieden?

Der Beruf des Wirtschaftsanwalts hat mich schon immer fasziniert. Schon während meines Studiums und Referendariats habe ich bei Praktika und Referendarstationen Großkanzleiluft geschnuppert und sehr Gefallen daran gefunden. Je näher der Berufseinstieg kam, desto intensiver habe ich mich dann mit der Frage beschäftigt, welche Kanzlei meinen Vorstellungen am besten entspricht – und meine Wahl ist auf Hengeler Mueller gefallen.

Und weshalb fiel Ihre Wahl auf Hengeler Mueller?

Wichtige Kriterien waren für mich die Möglichkeit, an spannenden Mandaten auf hohem Niveau mitzuarbeiten, eine kollegiale Arbeitsatmosphäre im Team sowie das Angebot von Weiterbildungsmöglichkeiten. Hengeler Mueller vereint all diese Aspekte. So bietet die HM Akademie St. Gallen ein einzigartiges Weiterbildungsprogramm, das volks- und betriebswirtschaftliche Aspekte betont und sogar zu einem Abschluss führt. Neben dem hohen fachlichen Niveau der juristischen Arbeit hat mich das besonders angesprochen. Auch das Rotationsprinzip gefällt mir sehr gut, bei dem jeder Associate nach bestimmten Zeitabschnitten andere Bereiche in der Kanzlei kennenlernt. Dass ich mich menschlich bei Hengeler Mueller sehr wohl fühlen würde, habe ich sofort in den Bewerbungsgesprächen gemerkt. Und das hat sich voll bestätigt.

Wie lief das Bewerbungsverfahren ab?

 Als Bewerber stellt man sich an zwei Standorten vor und trifft Partner sowie Associates zum Gespräch. Ich habe Bewerbungsgespräche in Frankfurt und in Düsseldorf mit jeweils zwei Partnern geführt und war mit zwei Associates Mittag essen. Mir gefiel es sehr gut, sowohl mit Partnern als auch mit Associates sprechen zu können, um verschiedene Perspektiven der Kanzlei kennenzulernen. Während des informelleren Mittagessens bot sich insbesondere die Möglichkeit, sämtliche Fragen zu stellen, die ganz unmittelbar das Associate-Leben betreffen und die man vielleicht lieber jemanden fragt, der sich in genau dieser Situation befindet.

Was war die erste Überraschung in Ihrem Job?

Schon nach wenigen Wochen war ich bei einem Mandantengespräch mit dabei. Dass dies so schnell gehen würde, hatte ich nicht erwartet und hat mich sehr positiv überrascht.

Welche Stärken - vielleicht auch Schwächen, die es zu überwinden galt - haben Sie an sich entdeckt?

Ich habe sehr schnell gelernt, mir auch unter hohem Zeitdruck neue Rechtsmaterien zu erschließen und anzueignen. Dies ist manchmal etwas stressig, aber hinterher eine sehr gute und bereichernde Erfahrung.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?

Der Arbeitsalltag wird durch die Mandatsarbeit und den fachlichen Austausch mit Kollegen geprägt. Zurzeit arbeite ich an verschiedenen Mandaten aus den Bereichen Finance und Gesellschaftsrecht gleichzeitig mit. Dabei ist nicht jedes Mandat jeden Tag gleich arbeitsintensiv, so dass ich mir die Arbeit gut aufteilen kann. Unter anderem entwerfe und überarbeite ich Verträge, setze Mandantenvorgaben um, erstelle Gutachten und bearbeite ganz unterschiedliche wirtschaftsrechtliche Fragen. Neben der rein juristischen Tätigkeit spielt in der Mandatsarbeit die Kommunikation eine große Rolle. Anders als der Student an der Uni muss ich als Rechtsanwalt nicht nur juristische Fragen bearbeiten und richtig lösen. Ich muss auch die Ergebnisse dem Mandanten und der anderen Seite näher bringen und vermitteln – und dies teilweise auch Nichtjuristen. Diesen wichtigen Teil der Tätigkeit eines Rechtsanwalts, den man auch im Referendariat nur selten erfährt, finde ich besonders reizvoll. Die Beratungstätigkeit besteht aus Telefonaten, E-Mail- und Briefkorrespondenzen sowie Gesprächen mit Mandantenvertretern und anderen Anwälten. Zu ungefähr 50 Prozent findet das bei mir auf Englisch statt.

Wie ist die Zusammenarbeit mit Vorgesetzten und Kollegen?

Während der täglichen Arbeit spielt der Austausch mit Partnern und Kollegen eine große Rolle. Gerade als Berufsanfänger ist eine Rückkoppelung sehr wichtig. Dabei sind die flachen Strukturen und das enge Verhältnis zwischen Partnern und Associates bei Hengeler Mueller ideal. Ich spreche und maile täglich mit meinen Partnern, tausche mich mit ihnen aus und kann mich mit allen Fragen an sie wenden. Das gibt einem schnell das Gefühl, Teil eines Teams zu sein. Außerdem ist die Lernkurve durch diesen unmittelbaren und "ungefilterten" Kontakt sehr hoch.

Was würden Sie als Ihren größten beruflichen Erfolg bisher bezeichnen?

Ich freue mich sehr, dass ich schnell den Einstieg in die Mandatsarbeit gefunden habe und Mandate mitbetreuen kann. Davor hatte ich als Berufsanfänger anfangs großen Respekt.

Ist Ihnen schon einmal ein Fauxpas passiert?

Bisher zum Glück noch nicht. Wenn man als Rechtsanwalt anfängt und schon nach kurzer Zeit Mandantenkontakt bekommt, wird einem sehr schnell bewusst, dass man selbst Mitverantwortung für das Gelingen der Arbeit trägt. Ich schaue dann oft doppelt genau hin.

Wie hat sich Ihr Privatleben verändert und worin finden Sie den Ausgleich zum Job?

Die Arbeit in einer Wirtschaftskanzlei hat durchaus intensive Phasen. Das war mir aber schon immer bewusst und ist auch in anderen anspruchsvollen Berufen nicht anders. Ich habe es bisher aber immer geschafft, als Ausgleich regelmäßig Sport zu treiben sowie meine Freunde und Familie zu treffen.

Wenn Sie mit Ihrem heutigen Wissen auf Ihr Studium zurückblicken: Gibt es etwas, das Sie anders machen oder worauf Sie besonders achten würden?

Ich fühle mich sowohl durch mein Studium als auch durch mein Referendariat sehr gut auf den Beruf des Wirtschaftsanwalts vorbereitet. Ein Patentrezept für die perfekte Vorbereitung gibt es wohl nicht. Aber wenn man sich schon an der Universität, im Referendariat oder in der Doktorarbeit mit wirtschaftsrechtlichen Fragen beschäftigt hat, erleichtert das sicherlich den Einstieg. Jedem, der sich noch in der Ausbildung befindet und kein LL.M.-Programm durchlaufen hat, rate ich, Auslandspraktika und Referendarstationen mit englischsprachigem Bezug zu absolvieren. Denn Englisch ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit in der Großkanzlei.

Haben Sie so etwas wie ein Tagesmotto oder einen Tipp, den Sie den e-fellows mit auf den Weg geben möchten?

Nach meiner Erfahrung ist es wichtig, vor der Berufswahl intensiv in sich hineinzuhorchen und sich zu fragen, woran man wirklich am meisten Spaß und Freude hat. Denn die Berufswahl ist eine wichtige und langfristige Entscheidung. Und wenn man sich einmal entschieden hat: immer neugierig bleiben und die Herausforderungen aktiv angehen!

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