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Vom Alumnus zum Mentor

Dr. Rügiger Hopfe ist Rechtsanwalt bei Freshfields Bruckhaus Deringer[Bildquelle: sxc.hu, Autor: dynamix]

Dr. Rügiger Hopfe ist Rechtsanwalt bei Freshfields Bruckhaus Deringer[Bildquelle: sxc.hu, Autor: dynamix]

Warum haben Sie sich für Freshfields Bruckhaus Deringer entschieden?
 Für Freshfields Bruckhaus Deringer habe ich mich vor allem wegen der Arbeitsatmosphäre und wegen des Teams entschieden. Sicher spielten die spannenden Mandate und inhaltlichen Herausforderungen auch eine Rolle. In erster Linie haben mich aber die Menschen bei Freshfields Bruckhaus Deringer überzeugt.

Wie lief das Bewerbungsverfahren ab?
 Da ich bereits einige Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Freshfields gearbeitet hatte, habe ich mich nicht formell beworben, was allerdings eher untypisch ist. Stattdessen erhielt ich unmittelbar zum Ende meines Referendariats ein Anstellungsangebot, das ich gerne annahm.
 

Was war die erste Überraschung in Ihrem Job?
 Das war der Perspektivwechsel vom Referendar zum Anwalt. Er erwischte mich mit geballter Kraft, obwohl ich schon so lange in der Kanzlei gearbeitet hatte. Vielleicht aber auch gerade wegen der Erfahrungen, die ich bereits gemacht hatte - oder glaubte, gemacht zu haben. Auf einmal beschäftigte ich mich nicht mehr "nur" mit juristischen Fragen. Stattdessen war ich jetzt auch für vieles zuständig, was während meines Referendariats noch ein Anwalt übernommen hatte, zum Beispiel die Sachverhaltsermittlung und die direkte Kommunikation mit dem Mandanten. Das war spannend, aber auch Neuland für mich.
 

Welche Stärken - vielleicht auch Schwächen, die es zu überwinden galt - haben Sie an sich entdeckt?
 Meine große Stärke liegt aus meiner Sicht in der Kommunikation. Hier besteht die Herausforderung oft darin, dem Mandanten die rechtlichen Probleme und Lösungen so zu erklären, dass er sie versteht. Eine weitere Herausforderung ist sicherlich, die juristische Lösung in ein formal und sprachlich herausragendes Produkt umzusetzen. Dafür muss man sich auch in der Hektik des Alltags die notwendige Zeit nehmen.
 

Wie sind Ihr Arbeitsalltag und die Zusammenarbeit mit Vorgesetzten und Kollegen?
 Der Arbeitsalltag ist anspruchsvoll und immer abwechslungsreich. Leider manchmal wenig planbar und gelegentlich auch hektisch. Trotz aller Herausforderungen ist die Zusammenarbeit mit den Kollegen aber immer freundlich und ergebnisorientiert. Zu meinen Partnern und Kollegen habe ich fachlich und menschlich großes Vertrauen. Und wir nehmen auch immer mal Gelegenheiten wahr, um über Themen jenseits vom Job zu sprechen.
 

Was würden Sie als Ihren größten beruflichen Erfolg bisher bezeichnen?
 Ein wichtiger Mandant sprach mich nach einem erfolgreichen Projekt persönlich an, um ein weiteres Projekt mit Freshfields Bruckhaus Deringer einzuleiten.
 

Wie hat sich Ihr Privatleben verändert, und worin finden Sie den Ausgleich zum Job?
 Das Privatleben im Vergleich zum Referendariat ist natürlich deutlich fremdbestimmter. Gerichtsfristen, Vorgaben des Mandanten und anderes zwingen mir den Tagesablauf gelegentlich auf. Die Arbeitsbelastung als Anwalt ist zudem hoch – in großen wie in kleinen Kanzleien. Dennoch habe ich immer die Möglichkeit, mich auch mal nach der Arbeit zu verabreden. Wichtige private Termine gehen ohnehin vor. Ein Ausgleich für mich ist Musik und Sport. Wenn letzterer zu kurz kommt, liegt es tendenziell eher an meiner Motivation.
 

Wenn Sie mit Ihrem heutigen Wissen auf Ihr Studium zurückblicken: Gibt es etwas, das Sie anders machen oder worauf Sie besonders achten würden?
 Ich würde die Angebote der Universität in größerem Umfang nutzen. Die Möglichkeit, ins Ausland zu gehen und auch mal entlegenere Rechtsgebiete kennenzulernen, sollte man nicht auslassen, nur um möglichst früh Examen zu machen.
 

Sie sind auch Mentor im Mentorenprogramm bei e-fellows.net - wie kam es dazu?
 Als ich Stipendiat bei e-fellows.net war, startete das Mentorenprogramm gerade. Ich fand die Idee toll, habe damals aber leider keinen Mentor gefunden, der auf dem Gebiet des Arbeitsrechts als Anwalt tätig war. Aus diesem Grund will ich diese Lücke füllen und anderen Stipendiaten die Möglichkeit zum Austausch geben.

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