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Feierabend-Bier statt Ellenbogen

Jura (Quelle: freeimages.com, Autor: plex)

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Warum haben Sie sich für Ihre Kanzlei entschieden?

Clifford Chance ist eine der größten internationalen Rechtsanwaltssozietäten. Daher bearbeiten die Mitarbeiter täglich große grenzüberschreitende Transaktionen und haben mit Mandanten verschiedener Nationalitäten zu tun. Diese erwarten Beratungs- leistung auf höchstem Niveau. Um diesen Ansprüchen zu genügen, ist man täglich gefordert und muss schnell (Mit-) Verantwortung bei der Mandatsarbeit übernehmen. Neben der Mandatsarbeit und dem damit verbundenen täglichen training on the job bietet Clifford Chance für alle Mitarbeiter – egal ob Associate, Sekretärin oder Partner – Fortbildungskurse in einer eigenen Akademie an. Ganz besonders wichtig bei meiner Entscheidung für Clifford Chance war das sehr angenehme Arbeitsklima, das ich bereits während des Praktikums genossen habe.

Wie lief das Bewerbungsverfahren ab?

Bei mir gab es eigentlich kein Bewerbungsverfahren. Über das e-fellows.net-Mentorenprogramm kam ich mit Clifford Chance in Kontakt und absolvierte dort ein Praktikum in der Abteilung Tax. Da ich kurz vor Abschluss des Studiums stand und gerne noch im Steuerrecht promovieren wollte, hat mir Clifford Chance danach eine Teilzeitstelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter angeboten, die ich gerne annahm. Noch bevor ich die Dissertation fertig gestellt hatte, wurde ich bereits angesprochen, ob ich im Anschluss nicht "richtig" bei Clifford Chance arbeiten wollte. Natürlich nahm ich das Angebot bereitwillig an.

Was war die erste Überraschung in Ihrem Job, mit der Sie vorher nicht gerechnet haben?

Das kollegiale Arbeitsverhältnis bei Clifford Chance. Unter den Studenten und auch im Markt gibt es die wildesten Gerüchte über das Arbeitsumfeld in einer Großkanzlei. Das Wort "Ellenbogenmentalität" fällt in diesem Zusammenhang sehr häufig. Zumindest für Clifford Chance gilt dies nicht. Die Atmosphäre ist sehr kollegial, freundlich und eigentlich ziemlich locker. Ein gelegentliches gemeinsames Feierabend-Bier gehört ebenso zum Arbeitsalltag wie das gemeinsame Mittagessen.

Welche Stärken - vielleicht sogar auch Schwächen, die es zu überwinden galt - haben Sie an sich entdeckt?

Ich habe festgestellt, dass die Ausbildung als Wirtschaftsjurist und die damit verbundene Schwerpunktsetzung (besonders im Steuerrecht) auch in den Großkanzleien Vorteile gegenüber den Volljuristen mit sich bringt. Letztere haben eine sehr generalistische Ausbildung hinter sich. Gerade durch die vertieften betriebswirtschaftlichen Kenntnisse, die man sich als Wirtschaftsjurist bereits im Studium aneignet, kann man punkten. Mir kommt wohl besonders meine Fähigkeit zu Gute, schnell Probleme aufzufassen und strukturiert Lösungsansätze zu entwickeln. Gerade in der hochkomplexen Materie Steuerrecht ist dies von besonderer Bedeutung. In einem anspruchsvollen Umfeld ist es wichtig, in schwierigen Situationen genügend Ruhe und Ausdauer mitzubringen, um die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen. Ich denke, beides ist bei mir vorhanden, auch wenn ich manchmal etwas zu ungeduldig bin. Darüber hinaus ist es in schwierigen, angespannten und zeitlich engen Situationen sehr wichtig, in der Kommunikation den richtigen Ton zu treffen und kritische Themen und Entscheidungen mit der richtigen Strategie darzustellen. Dieses Gespür muss man erst entwickeln, es wird einem nicht an der Uni beigebracht. Die Kurse in der Clifford Chance-Academy vermitteln hierzu erste Grundkenntnisse. Diese umzusetzen lernt man von erfahrenen Kollegen und natürlich den Partnern.

Wie gestaltet sich Ihr Arbeitsalltag und die Zusammenarbeit mit Vorgesetzten und Kollegen?

Auf Grund der partnerschaftlichen Struktur bei Clifford Chance sind die Hierarchien sehr flach. Die Partner binden die Mitarbeiter vom ersten Tag an in die Mandatsbeziehung ein.

Die Arbeitsatmosphäre ist stets von Kollegialität geprägt. Aus den Gesprächen mit Kollegen und ehemaligen Kommilitonen habe ich erfahren, dass im Vergleich zu anderen Großkanzleien bei Clifford Chance nicht so viel Wert auf Status und Titel gelegt wird und der Umgang unter den Kollegen lockerer ist als bei anderen Großkanzleien oder Unternehmen.

Was würden Sie als Ihren größten beruflichen Erfolg bisher bezeichnen?

Die Fertigstellung meiner Dissertation trotz der Arbeitsbelastung durch die Nebentätigkeit bei Clifford Chance.

Und Ihr größter Fauxpas? Welche Erkenntnis zogen Sie daraus?

In einer wirklich unpassenden Situation habe ich versucht, ein persönliches Gespräch mit einem Vorgesetzten zu suchen. Dabei habe ich zu spät erkannt, dass es sich nicht um den richtigen Zeitpunkt für ein solches Gespräch gehandelt hat. Jetzt versuche ich, ein besseres Gespür für die jeweilige Situation zu bekommen und mehr Rücksicht auf die Zwänge und Erfordernisse Anderer zu nehmen.

Wie hat sich Ihr Privatleben verändert und worin finden Sie den Ausgleich zum Job?

Der Arbeitsalltag in einer Großkanzlei ist sehr intensiv und zeitlich sehr fordernd. Unter der Woche ist daher nur noch gelegentlich Zeit für abendliche Unternehmungen. Am Wochenende versuche ich, viel Zeit mit meiner Freundin, Freunden und Bekannten zu verbringen. Am besten kann ich bei einer ausgiebigen Mountainbike-Tour durch den Taunus abschalten.

Wenn Sie mit Ihrem heutigen Wissen auf Ihr Studium zurückblicken: Gibt es etwas, das Sie anders machen oder worauf Sie besonders achten würden?

Grundsätzlich fühle ich mich durch mein Studium gut auf meinen Beruf vorbereitet. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass auch die englischen Fachtermini im Rahmen einer Veranstaltung vermittelt würden. Darüber hinaus sollten neben der fachlichen Ausbildung zumindest auch einige Kurse zu Soft Skills angeboten werden.

Haben Sie so etwas wie ein Tagesmotto oder einen Tipp, den Sie den e-fellows mit auf den Weg geben möchten?

Immer das Beste geben, dann hat man sich selbst nichts vorzuwerfen.

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