Wer bewährt sich in der Finanzkrise? Das war die Frage beim Start des ersten e-fellows.net Börsenspiels. Nach drei Wochen ist jetzt Halbzeit und ein erster Trend erkennbar. Wer hat es sich auf den vorderen Plätzen bequem gemacht? Und welche Strategie fahren die e-fellows? Eins steht jedenfalls schon zur Halbzeit fest: Die Geldpreise sind den Gewinnern sicher.
Je 250 Euro für den Erst- und Letztplatzierten sowie 50 Euro für die Plätze zwei bis fünf – das haben sich die Börsenspielfreunde schon jetzt erspielt. Für die Vergabe der Geldpreise galt die Bedingung, dass mindestens 100 Teilnehmer mitmachen. Ein Hürde, die die e-fellows locker geschafft haben. Insgesamt 346 registrierten sich, 224 haben schon fleißig Orders platziert. Die restlichen 122 Teilnehmer haben ihr Depot in Höhe von 50.000 virtuellen Euros noch nicht angetastet. Vielleicht eine Strategie für sich?
Welcher Anlagetyp bist du?
Apropos Strategie. Prinzipiell gibt es zwei, je nach dem, ob die Spieler ihr Depot vermehren oder verzocken wollen. Bei einer Umfrage zum Anlageplan vor dem Spielstart haben 39% für Top Five gestimmt, 14% wollten sich als Lucky Loser probieren und die restlichen 46% nahmen sich vor, keine Strategie zu fahren.
Kapitalakkumulator versus Geldvernichter
Schon eine Woche nach Spielstart kam es dann bei vielen anders – wie zum Beispiel bei etecman alias Stefan. Der e-fellow wollte zuerst die Faustregel der renditeorientierten Daytrader umsetzen: buy low, sell high. Da das Börsenspiel aber nur sechs Wochen dauert, entschied Stefan, auf Lucky Loser zu zocken: "Für mich ist es ein Spiel, in dem ich hohe Risiken eingehe. Meine Börsenstrategie, die ich im wahren Leben verfolge, kann ich hier aufgrund des begrenzten Zeithorizonts nicht anwenden. Daher wurde ich zum Zocker und Geldvernichter."
Momentan ist etecman mit Platz 148 auf dem richtigen Weg zum glücklichen Verlierer. Bei seinem Kontrahenten "Kapitalakkumulator" alias Markus ist dagegen der Spielname Programm. Wie kommt's aber, dass er gerade auf Platz 150 rangiert? Ein Bluff?
Infineon ist der Star, Conergy der Poor Dog
Unter den zugelassenen Wertpapieren gab es einige, die den Unterschied zwischen Gewinnerspieltyp und Lucky-Loser-Anwärter deutlich machten. Oder die Teilnehmer zum Strategiewechsel verleitet haben. Der Aktienkurs von Conergy, einem Systemanbieter für erneuerbare Energien, stieg täglich an, bis Ende April der jähe Absturz folgte und Conergy-Wertpapiere zu Poor Dogs mutierten.
Wer vorher verkauft hat, gehört nun zu denjenigen mit einem beachtlichen Depotzuwachs. Alle anderen hat Conergy ins Minus gerissen. Zu den gegenwärtigen Stars gehören die Wertpapiere von Infineon, Premiere, Q-Cells und der Arcandor AG.
Zwischenstand: Wer führt, wer ist ganz hinten?
Hier ist das Ranking der fünf Teilnehmer mit dem bestbewerteten Depot (Depotzuwachs in Prozent/Anzahl der Trades), Stand 6. Mai, 20 Uhr:
1. falu85 (61,81% / 2)
2. Toby (41,25% / 1)
3. kirsch (39,21% / 9)
4. Herr Lehman (35,16% / 12)
5. maalsc (32,73% / 17)
Lucky Loser ist heute rea mit einem Depotverlust von -43,43% und insgesamt sechs platzierten Orders.
Kleine Lehrstunden: Broker-Tipps für jedermann
Wie man Geld anlegt, ohne Verluste zu machen, das haben rund die Hälfte der teilnehmenden e-fellows bewiesen. In der Börsenspielgruppe haben die Broker-Naturtalente unter euch ihr Wissen geteilt und kleine Lehrstunden gegeben.
Anlagetipps aus dem Affengehege
So haben wir zum Beispiel gelernt, dass man Aktien am besten aussucht nach dem Anlagezeitraum oder der Volatilität der Wertpapiere. Man könnte dazu aber auch täglich in den Zoo gehen, im Affengehege Dartpfeile verteilen und die Finanzseite der Tageszeitung als Zielscheibe anbieten. Glück gehört nämlich genauso zum erfolgreichen Daytraden wie jahrelange Börsenerfahrung.
Wer schafft es, unter die Top Five zu kommen? Welche Strategie ist am Ende die bessere? Und wer "gewinnt" als Lucky Loser? Wir werden es erfahren am 26. Mai um 18 Uhr.