Archiv der Kategorie 'Sonstiges'

Erfahrungsbericht (LL.M. Day): Top Law Schools persönlich treffen

Donnerstag, den 10. November 2011
Erfahrungs- bericht

Die besten Law Schools der Welt traf e-fellow Michael beim LL.M. Day in Frankfurt. Auch wenn er sich noch nicht konkret für eine Uni entschieden hatte, half ihm die Info-Veranstaltung zum Master of Laws weiter. Es gab einen Vortrag zur Auswahl und Finanzierung des LL.M. und persönliche Gespräche mit Alumni sowie Law School- und Kanzleivertretern.

Auch wenn mein geplanter LL.M.-Aufenthalt noch etwas in der Zukunft liegt, habe ich mich für den e-fellows.net LL.M. Day am 20. Oktober 2011 in Frankfurt am Main beworben. Ich wollte mich in erster Linie allgemein informieren, Gleichgesinnte treffen und mir schon einmal die eine oder andere Law School genauer ansehen.

e-fellow Michael LL.M. Day 2011 Frankfurte-fellow Michael (25) hat Jura an der Universität Augsburg studiert. Er absolvierte außerdem einige Praktika in Kanzleien und beim Landgericht Augsburg.

Die Bewerbung funktioniert denkbar einfach, wenn man bereits ein Stipendium bei e-fellows.net hat. Dann genügt ein Klick und man bewirbt sich mit dem hinterlegten Lebenslauf. Ich bewarb mich also und kurze Zeit später bekam ich die Zusage. Bei der Bewerbung konnte ich meine favorisierten Law Schools angeben, um in deren Info Panel eingeteilt zu werden.

Für jeden Anspruch was dabei
Der LL.M. Day begann mit einer großen Kaffeerunde und leckerem Buffet. Hier konnte man bereits die anderen Teilnehmer kennenlernen. Ich traf auf eine bunte Mischung von Studenten: vom Siebtsemester bis hin zum Volljuristen war alles vertreten. Auch die Erwartungen waren durchaus unterschiedlich. Während sich einige – wie ich – erst einmal allgemein orientieren und informieren wollten, waren andere speziell auf eine oder mehrere der anwesenden Universitäten fokussiert und erhofften sich möglichst detaillierte Informationen. Soweit ich es mitbekommen habe, wurde keine der Erwartungen enttäuscht.

Offiziell eröffnet wurde das Event mit einer kurzen Begrüßung durch die e-fellows.net-MitaVortrag-LL.-M.-Day-Frankfurt 2011 rbeiter, gefolgt von einem Kurzvortrag von Dr. Daniel Voigt, Autor des LL.M.-Buchs. Diese Einführung war sehr lebhaft und äußerst amüsant und rückte aus meiner Sicht den LL.M. genau in das richtige Licht: Man sollte nicht nur das Fachliche in den Vordergrund stellen, sondern das Programm auch als Gelegenheit sehen, um interessante Erfahrungen in einem anderen Land zu sammeln und eine fremde Kultur zu entdecken. Nach dem einführenden Vortrag waren die einzelnen Vertreter der Universitäten und der Kanzleien an der Reihe und stellten sich jeweils mit ein paar Sätzen vor.

Die Info Panels
Nach einer kurzen Kaffeepause begannen die Info Panels, zu denen man je nach seinen Präferenzen eingeteilt wurde. Erst kamen weitere kurze Vorstellungen und dann konnten die Teilnehmer allgemeine Fragen zur Planung eines LL.M. stellen.

kleine-Gruppe-LL.M.-Day-Frankfurt 2011

Gefragt wurde zum Beispiel nach den Anforderungen an Zulassung und Stipendien, nach dem idealen Zeitpunkt für den LL.M., dem Vorteil für eine spätere Karriere in einer Großkanzlei und nach welchen Kriterien die Universität ausgewählt werden sollte.

Diese Fragen wurden sehr ausführlich und lebhaft diskutiert, sodass in der Zeit nur etwa fünf bis sechs Fragen besprochen werden konnten. Das war aber auch ausreichend – aus meiner Sicht wurden die wichtigsten Punkte angesprochen. Zum Beispiel bestätigte man uns, dass die Wahl des Zeitpunkts und der Universität eine ganz persönliche ist, denn eine Generallösung gibt es nicht. Die Entscheidung ist abhängig von der eigenen Lebensplanung und den persönlichen Vorlieben hinsichtlich Ort und Art des LL.M.

Mehr konnte man an den Ständen erfahren
Nach den Info Panels einzelne-Stände-LL.M.-Day-Frankfurt 2011waren die Universitäten und Kanzleien an einzelnen Ständen vertreten. Dort gab es neben ausführlichen Informationen auch die Möglichkeit, einzeln mit den Vertretern zu sprechen. Oftmals waren sie ehemalige LL.M.-Absolventen der jeweiligen Universität, sodass man auch deren persönliche Eindrücke hören konnte.

Mein persönliches Fazit und wem ich die Veranstaltung empfehle
Alles in allem kann ich die Teilnahme am LL.M. Day jedem uneingeschränkt weiterempfehlen, der auch nur mit dem Gedanken spielt, später einen LL.M. zu machen. Dabei ist es auch nicht von großer Bedeutung, wenn man sich noch nicht auf eine Universität festgelegt hat oder die Universität seiner Wahl nicht teilnimmt.

Doch auch Juristen, die sich schon für eine Law School entschieden hatten und konkrete Fragen zum Programm und der Bewerbung hatten, kamen voll auf ihre Kosten.

Für mich war vor allem der Erfahrungsaustausch mit ehemaligen LL.M.-Absolventen wichtig sowie Informationen über Kosten, Voraussetzungen an die Noten und die Schwierigkeit, in einem anderen Land zu lernen und Tests zu meistern.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Deutsche Bank): Banking mit der Gießkanne

Freitag, den 7. Oktober 2011
Erfahrungs- bericht

Florian wurde mit 18 Jahren Kunde bei der Deutschen Bank und ist dort Ende August als Trainee eingestiegen. Letztes Jahr machte er mit beim Sommerpraktikum und durfte das Finanz- und Investmentcenter in Köln kräftig unterstützen. Neben Portfolioanalysen und Telefonkonferenzen blieb noch genug Zeit, auf "Welcome Parties" Praktikanten aus aller Welt kennenzulernen – und um 250 Bäume zu pflanzen.

Unternehmen und Ort:
Deutsche Bank Privat & Geschäftskunden AG in Köln / Frankfurt

Zeitraum des Praktikums:
Juli bis Oktober 2010

Position und Abteilung:
Summer Internship Program (SIP) in Private & Business Clients (PBC)

Während meines Studiums im Medienmanagement interessierten mich besonders betriebswirtschaftliche Aspekte, sodass ich dort meine Schwerpunkte legte. Mit der Deutschen Bank kam ich das erste Mal in direkten Kontakt, als ich dort mit 18 Jahren Kunde wurde. Mir fielen die sehr gute Beratung und die freundlichen Mitarbeiter auf. Fortan verfolgte ich mit immer größer werdendem Interesse die medialen Ereignisse um und über die Deutsche Bank.

Was ist das "SIP"?
Für mein Bachelor-Praktikum habe ich mich dann für das Summer Internship Program (SIP) in "Private & Business Clients" (PBC) bei der Deutschen Bank beworben. Dieses Programm findet im Gegensatz zu den restlichen Praktika nur einmal im Jahr statt und die Plätze sind rar. Es richtet sich an Bachelor-, Master- und Diplom-Studenten kurz vor Studienende, die bereits relevante Berufserfahrung wie Praktika, Nebenjobs oder eine Ausbildung haben.

Florian Offner (25) studierte Media Management mit BWL-Schwerpunkten in "Interkulturelles Management" und "Marketing Management" an der Hochschule Fresenius in Köln. Das Praktikum bei der Deutschen Bank gefiel ihm so gut, dass er gleich noch seine Bachelorarbeit dort schrieb und anschließend als Trainee einstieg.

Zusage schon am nächsten Tag
Zum Auswahlverfahren wurde ich nach Frankfurt eingeladen. Ich reiste bereits am Vorabend an, die Kosten für das Hotel und die Anreise wurden von der Bank übernommen. Der Interviewtag bestand aus zwei Runden mit drei Interviews. Diese führten Top-Manager der Bank. Die Gespräche verliefen sehr freundlich und angenehm. Bereits am nächsten Tag erhielt ich die Zusage für das Programm.

Auf Fallstudien und Brainteaser vorbereitet sein
Das Wichtigste ist, einfach man selbst zu sein. So finden beide Seiten heraus, ob man zueinander passt. Grundsätzlich sollte man auf kleine Fallstudien, Brainteaser und Fragen zum Lebenslauf vorbereitet sein. Interessierte Studenten können auch frühzeitig Berufserfahrung in Praktika sammeln, die von der Deutschen Bank das ganze Jahr über angeboten werden. Teilnehmer des Summer Internship Program (SIP) können dagegen in der Regel das Auswahlverfahren für ein Trainee Program verkürzen.

Von vermögenden Privatkunden bis Firmenbetreuung
Das Sommer-Praktikum kann bundesweit absolviert werden. Zusätzlich finden verschiedene Events in Frankfurt statt. Mein Praktikum war in einem Finanz- und Investmentcenter in Köln. Dabei lernte ich die Abteilungen "Private Banking", "Business Banking" und "Personal Banking" kennen. Im "Private Banking" werden vermögende Privatkunden mit einem erhöhten Beratungsanspruch betreut, während das "Personal Banking" das klassische "Retail Banking" ist. Im "Business Banking" werden ausschließlich die Firmenkunden betreut.

TNG-Grillen

"Welcome Day" mit Russland und USA
Der "Welcome Day" in Frankfurt war die erste offizielle Veranstaltung für alle Praktikanten des SIP. Beim Buffet kam man schnell ins Gespräch mit den anderen Teilnehmern. Mich beeindruckte deren unterschiedliche Herkunft. Ich sprach mit einer Teilnehmerin aus Russland und einem Teilnehmer aus Massachusetts, USA. Auf der Veranstaltung stellten sich die Recruiter der einzelnen Divisionen vor und wir hörten Vorträge zum Aufbau und der Ausrichtung der Bank. Später ging es mit der "Welcome Party" in der Bar "Mantis Roofgarden" weiter.

Portfolios analysieren und Teammeetings organisieren
Das Betriebsklima empfand ich als sehr positiv. Ich wurde als vollwertiges Teammitglied aufgenommen und durfte verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen. Beispielsweise bereitete ich die Begleitung von Anlage- und Vorsorgegesprächen durch Portfolioanalysen und die Auswertung von Mitbewerberangeboten vor.

Außerdem nahm ich an Telefonkonferenzen zu Anlage- und Vorsorgegesprächen teil und führte Investment-Teammeetings zu aktuellen Themen durch. Ich konzipierte eine Besprechungsvorlage zur strategischen Portfolioberatung im Auftrag des Filialleiters und arbeitete an einem Konzept zur Steigerung der Vertriebsleistung zur Vorstellung für die regionale Geschäftsleitung mit.

Kontakt zur Deutschen Bank aufnehmen?
In der Community-Gruppe "Inside Deutsche Bank" Fragen stellen oder über Partner im Profil mehr erfahren.

"Business Speaker Series"
Das Recruiting Team der Deutschen Bank organisierte für jede der 13 Divisionen die Veranstaltung "Business Speaker Series". Top-Manager hielten Präsentationen über ihre Geschäftsbereiche und standen im Anschluss für Gespräche oder Fragen zur Verfügung. Hier wurde deutlich, wie viel Wert die Deutsche Bank auf "cross-divisionale" Kooperationen legt, das heißt auf die übergreifende Zusammenarbeit der verschiedenen Geschäftsbereiche.

250 Bäume beim Social Day pflanzen
Der Social Day ist eine von vielen Möglichkeiten, bei der sich die Mitarbeiter der Deutschen Bank ehrenamtlich engagieren konnten. Ziel des Projekts war es, Nachhaltigkeit zu fördern. In Kooperation mit Trinkwasserwald e.V. pflanzten wir an einem Tag 250 Bäume, die die Bank zur Verfügung stellte. Ziel war es, die Wald-Monokultur in einen Mischwald umzuwandeln und somit die Wasserqualität zu verbessern und die Wassermenge, die im Boden gespeichert wird, zu erhöhen.

Leistung aus Leidenschaft
Das Summer Internship Program war eine interessante Erfahrung und gleichzeitig eine gute Möglichkeit, die Deutsche Bank näher kennenzulernen. Durch das "training on the job" hatte ich eine hohe Lernkurve und wurde intensiv gefordert und gefördert. Die Mitarbeiter scheinen den Slogan "Leistung aus Leidenschaft" wirklich verinnerlicht zu haben. Mir hat die Zeit insgesamt so gut gefallen, dass ich im Anschluss meine Abschlussarbeit dort geschrieben habe und im August mein Traineeprogramm bei der Deutschen Bank begonnen habe.

Hier gibt es mehr Infos zum Einstieg in Private & Business Clients: www.db.com/careers/pbc

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Perspektive Wirtschaftskanzlei: Mit Anwälten über Bundesliga quatschen

Donnerstag, den 29. September 2011
Erfahrungs- bericht

Bei "Perspektive Wirtschaftskanzlei" trafen die Teilnehmer gleich neun renommierte Sozietäten. Dabei knüpften sie wertvolle Kontakte, und der ein oder andere ging sogar mit einem Job-Angebot nach Hause. Von angespannter Großkanzlei-Luft war dabei keine Spur – im Gegenteil. e-fellow Markus quatschte mit den Anwälten über die Bundesliga und schlug beim Gesprächs-Marathon gleich neun Fliegen mit einem Event.


Titel der Veranstaltung
Perspektive Wirtschaftskanzlei

Datum und Ort
9. und 10. September auf Schloss Montabaur nahe Frankfurt am Main

Teilnehmer
96 Nachwuchsjuristen sowie circa 130 Partner und Associates von neun Wirtschaftskanzleien (Cleary Gottlieb, Clifford Chance, CMS Hasche Sigle, Freshfields Bruckhaus Deringer, Gleiss Lutz, Hengeler Mueller, Hogan Lovells, Linklaters, Shearman & Sterling)

Erfolgreiche Kanzleien suchen talentierten Nachwuchs – bei "Perspektive Wirtschaftskanzlei" hatte ich die Gelegenheit, gleich neun der größten und renommiertesten Wirtschaftskanzleien kennenzulernen. Los ging es am ersten Tag mit einem Vortrag von Dr. Bernd Scheifele, Vorstandsvorsitzender der Heidelberg Cement AG. Der Inhalt – Karrierewege für Juristen – war für die meisten zwar nicht neu; Bernd Scheifele als Person war jedoch durch seine Stellung in der deutschen Wirtschaft und seinen lebhaften Vortragstil umso interessanter.

Ludi incipiant – Lasset die Spiele beginnen
Im Anschluss ging es gleich in "medias res": der Arbeitsalltag in einer Großkanzlei. Dabei ging es über reine Theorie hinaus. In einem Workshop konnten wir selbst typische Aufgaben in einer Kanzlei übernehmen. Ich beschäftigte mich zum Beispiel mit der Neuausrichtung eines Unternehmens aus arbeitsrechtlicher Sicht: In der Rolle eines Rechtsberaters überlegten wir, wie wir einen Stellenabbau bei der deutschen Tochter eines US-amerikanischen Unternehmens arbeitsrechtlich strukturieren würden. Dabei zählte nicht nur das wirtschaftliche Verständnis, sondern auch die Sensibilität im Umgang mit dem Arbeitsrecht. Fazit: Interessant, lehrreich und spannend. Ja, Workshops können Spaß machen!

Markuse-fellows.net Stipendiat Markus (30) studierte Jura in Freiburg und Augsburg. Er promovierte anschließend an der LMU München und ist zurzeit Rechtsreferendar. Bei "Perspektive Wirtschaftskanzlei" konnte er neun Kanzleien persönlich kennenlernen.

Mit Anwälten über die Bundesliga quatschen
Anschließend fand ein gemeinsames Abendessen mit Vertretern aller Kanzleien statt. Das Schönste daran: Entgegen meiner anfänglichen Skepsis waren die Gespräche mit den Anwälten – Partner wie Associates – nicht verkrampft, sondern ungezwungen. Es ging um den Arbeitsalltag  in der Kanzlei, aber auch um die aktuelle Bundesligatabelle. Für mich war diese lockere Atmosphäre die größte Überraschung. Dementsprechend war der Abend für einige von uns nach dem Essen noch lange nicht beendet.

Der Marathon der Einzelgespräche
Die "angenehme Überraschung" setzte sich in den Gesprächen mit Kanzleivertretern am nächsten Tag fort. Insgesamt führten Teilnehmer und Anwälte über 600 Interviews. Die Atmosphäre war dabei ausgesprochen locker und hatte mehr den Charakter eines informativen Austauschs mit Smalltalk-Elementen. So ist für beide Seiten der – wenn auch kurze – Eindruck weit authentischer als er es in einem klassischen Bewerbungsgespräch je wäre. Und wir schlugen mehrere Fliegen mit einer Klappe: Bis zu neunmal konnten wir sowohl einen guten Eindruck erlangen, als auch hinterlassen. Erschöpft, aber zufrieden traten wir anschließend die Heimreise an.

Mit einem Job-Angebot nach Hause gehen
"Perspektive Wirtschaftskanzlei" ist ideal, um einen ersten Eindruck von Großkanzleien und den Menschen dahinter zu bekommen. Wir konnten wertvolle Kontakte knüpfen und einige der Teilnehmer bekamen sogar konkrete Angebote für Referendarstationen oder einen Einstieg als Anwalt. Auch die Organisation von e-fellows.net war – sowohl vor Ort als auch im Vorfeld – super: Alles verlief reibungslos und neben einem finanziellen Zuschuss zur Anreise half e-fellows.net zum Beispiel auch dabei, Fahrgemeinschaften zu suchen und zu finden.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

masterwiki: Bewerbungskriterien für Master-Studiengänge austauschen

Mittwoch, den 28. September 2011
Melanie

"Ich hatte mich für einen Master-Studiengang beworben und wurde abgelehnt. Wieso, wusste ich nicht." Diese Erfahrung bescherte Matthias eine freies Semester, das er nutze um sein eigenes Unternehmen zu gründen. masterwiki ist eine Plattform, auf der Studenten sich über ihre Master-Bewerbungen austauschen können.

MatthiasMatthias (24) hat seinen Bachelor in European Studies an der Uni Magdeburg gemacht. Im Herbst 2011 fängt er seinen Master an der Uni Maastricht in International Business an. Er ist Stipendiat der Stiftung der Deutschen Wirtschaft. Bei seiner Gründung hat er von seinen dort gesammelten Erfahrungen profitiert.

Was macht deine Website?
masterwiki ist ein Informationsangebot für Master-Bewerber, bei dem jeder mitmachen kann. Studenten tragen die Ergebnisse ihrer Bewerbungen auf der Seite ein. Diese Informationen werden sofort bereit gestellt und helfen anderen dabei, einen geeigneten Master-Studienplatz zu finden.

Wie bist du dazu gekommen, die Website ins Leben zu rufen?
Ich hatte mich mit einem sehr guten Abschluss in Frankfurt/Oder beworben und wurde abgelehnt. Tatsächlich bin ich nicht an den Noten gescheitert, sondern an für mich nicht nachvollziehbaren Kriterien. Ich habe dann persönlich nachgefragt, warum ich abgelehnt wurde. Die Quintessenz aus diesem Gespräch war, dass die Uni einfach keine Absolventen von interdisziplinären Studiengängen wollte. Dieses Wissen wäre VOR der Bewerbung für mich sehr hilfreich gewesen. Ich bin sicher, dass andere Studenten von solchen Informationen profitieren können. Daher habe ich eine Plattform geschaffen, auf der man seine Erfahrungen teilen kann.

Wie bist du bei der Gründung vorgegangen?
Da ich mich nur für diesen einen Master-Studiengang beworben hatte, hatte ich nach der Absage ein Semester Zeit für etwas anderes. Zuerst habe ich Freunden, Bekannten und meiner Familie von der Idee erzählt. Ihre positiven Rückmeldungen haben mich darin bestärkt, die Unternehmensgründung zu probieren. Da ich nicht nur die Welt verbessern, sondern selbst auch etwas lernen wollte, habe ich ein paar kleinere Projekte gestartet. Ich wollte verstehen, wie Internet, Facebook-Like-Button, Wikis und Co. funktionieren. Irgendwann kam ich an den Punkt, wo ich eine klarere Vorstellung davon hatte, was die Seite können soll und habe einen Programmierer gesucht.

Welche Schwierigkeiten hat es dabei gegeben?
Die Absprachen mit dem Programmierer waren abenteuerlich. Meine Freundin kommt aus Polen und ich hatte mein Auslandssemester dort verbracht. Es lag also nahe, dass ich das "freie" Semester bei ihr in Breslau wohne. Da ich inzwischen ganz gut Polnisch sprach, habe ich an der Uni nach Informatikstudenten gesucht – und auch gefunden. Am Anfang lief alles prima und wir kamen gut voran. Dann hatte er an der Uni aber mehr zu tun und er fing plötzlich an, nebenbei zu arbeiten. Nach vier Monaten und einigen geänderten Zeitplänen gab er auf. Ich glaube, es tat ihm wirklich leid, dass er sich übernommen hatte. Da ich das Projekt retten wollte, habe ich es dann selbst fertig programmiert.

Wie kann man als Nutzer von deiner Plattform profitieren?
Der Nutzer kann sich mit dieser strukturierten Informationssammlung zwei Fragen beantworten: Erstens, für welchen Master kann ich mich mit meinem Bachelor-Abschluss bewerben? Zweitens, welchen Bachelor-Abschluss brauche ich für den gewünschten Master? Außerdem haben die Nutzer die Möglichkeit, sich über Ablehnungsgründe auszutauschen. Damit wird für den Bewerber die Master-Bewerbung um ein Vielfaches transparenter. Außerdem: Wenn viele Studenten mitmachen und ihre Ergebnisse darstellen, helfen wir den Hochschulen, willkürlich anmutende Entscheidungen zu vermeiden. Das ist gut für die Studenten und gut für die Unis.

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masterwiki Logo (Quelle: masterwiki)Fakten zu masterwiki.de

Branche: Studium / Bildung
Produkt: Plattform zum Austausch von bewerbungsrelevanten Informationen
Gegründet: 2011
Anzahl Beschäftigte: 2
Website: www.masterwiki.de

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Die Top-10-Fragen zur Unternehmensberatung

Freitag, den 19. August 2011
Julia

Hohes Gehalt, viel Ansehen, aber auch Stress – die Arbeit als Berater gilt bei den meisten trotzdem als der Traumjob schlechthin. Wie überlebt man als Berater eine 60-Stunden-Woche ohne Schlaf? Wie viel verdient man wirklich? "Play Hard – Work Hard" – stimmt das Klischee vom Party-Berater? Und was ist eigentlich eine Projektfreundin?

Wir haben eure zehn beliebtesten Fragen zur Beratung in der
e-fellows.net community gesammelt – vom Einstiegsgehalt bis zur Work-Life-Balance.

1. Wie lebt man als Berater trotz nur fünf Stunden Schlaf gesund?

2. Die Wochenstunden eines Beraters: Ab 50 Stunden aufwärts?

3. 60.000 Euro inklusive Boni: Wie viel verdient man als Berater?

4. "Tier -2- Beratung": Was genau sind die "Tier-Level" bei UBs?

5. Work Hard, Play Hard – Wunsch oder Wirklichkeit?

6. Bei welcher Beratung würden die e-fellows gerne arbeiten?

7. Verlust der Freizeit entschädigen: Werden Überstunden bezahlt?

8. Projektfreundin fürs Hotelzimmer: Gibt es so was wirklich?

9. IST und ENTJ: Welcher Berater-Typ seid ihr?

10. Up or Out: Berater einfach austauschen statt aufbauen?

Beratungstipps von e-fellows.net
Wie entwickeln sich Geschäft und Umsatz der Unternehmensberatungen? Wie funktioniert die "Personal Time" bei McKinsey? Und was machen eigentlich studentische Unternehmensberatungen?

Bei e-fellows.net findest du eine eigene Rubrik zur Beratung.
Finde heraus, welcher Beratertyp du bist: Strategieberatung, Organisations- und Prozessberatung, IT- und Technologieberatung oder Human-Resources-Beratung – Consultant ist nicht gleich Consultant.

Und wie viel verdienst du als Berater überhaupt? In den Gehaltstabellen siehst du, welches Einstiegsgehalt bei den Unternehmensberatungen gezahlt wird und welche die renommiertesten Beratungen sind.

In den Erfahrungsberichten aus dem Consulting erfährst du, wie es in Beratungen zu geht: Was macht zum Beispiel ein Senior Associate bei McKinsey? Eine Praktikantin für Strategieberatung in Südafrika? Und wie gründet man seine eigene Unternehmensberatung?

Im Karriereratgeber "Perspektive Unternehmensberatung" findest du mehr Tipps zum Berufseinstieg – von der Bewerbung bis zum Gehalt.

Außerdem stellen wir unsere Partner-Beratungen AccentureMcKinseySiemens Management Consulting und TNG Technology Consulting im Profil vor.

In der Community-Gruppe "Einstieg in die Unternehmensberatung" kannst du dich mit anderen über Case Studys und andere Bewerbungshürden austauschen. Und in den Inside-Gruppen beantworten Unternehmensvertreter direkt deine Fragen.

Medizin-Autoren gesucht!

Donnerstag, den 11. August 2011
Sarah

Ob Artikel zur Arbeit bei "Ärzte ohne Grenzen" oder zum Roche-Einstiegsprogramm "Trainee Medical Functions" – unsere Mediziner-Rubrik wächst und gedeiht. Als Autor für e-fellows.net kannst du dafür sorgen, dass das auch so bleibt.

Am Erfolg unserer Mediziner-Rubrik sind auch die e-fellows nicht unbeteiligt: Nach Jaquelines Einführungsartikel "Tipps zu Bewerbung und Uniwahl", und Yannics Erfahrungsbericht zu seiner Famulatur in Vietnam freuen wir uns aktuell über den Fokus zur Medizinerkarriere in den USA von Alumnus Jacob.

Hast auch du Lust, einen Artikel für die Mediziner-Rubrik zu verfassen?

Mögliche Themen wären zum Beispiel:

  • Vom Abiturient zum Arzt, von der Vorklinik zum Hammerexamen – so läuft das Medizinstudium ab
  • Vorstellungen der verschiedenen Unis/Fachärzte/ Studienfächer
  • Erfahrungsberichte (zum Beispiel aus dem Krankenpflegepraktikum)
  • Will wirklich jeder Kinderarzt werden? Welche Medizinerspezialisierungen sind wie stark gefragt/überlaufen?
  • Bewerben als Mediziner
  • Braucht man als Arzt unbedingt einen Doktor?
  • Ein ganz normaler Tag als Assistenzarzt in der …

Aber natürlich sind auch ganz andere Mediziner-Themen willkommen! Schick einfach deinen Themenvorschlag an sarah.young@e-fellows.net.

Bücher zur Belohnung
Als kleines Dankeschön warten auf die ersten sieben Autoren medizinische Fachbücher vom Thieme Verlag.

Wir sind gespannt auf Eure Artikel!

Die Top-10-Fragen zur Bewerbung

Dienstag, den 2. August 2011
Julia

Wie bewirbst du dich richtig? Welche Fragen kommen im Vorstellungsgespräch auf dich zu? Und solltest du deine Spuren im Netz vor den Personalern verstecken? Bewerben muss sich jeder – daher häufen sich die Fragen zur Bewerbung in der e-fellows.net community. Wie der Teddybär mit aufs Foto rutschen kann und wie man peinliche Patzer überlebt – eure zehn beliebtesten Fragen.

1. "Was sind Ihre Schwächen?" – Was der künftige Chef hören will

2. Mogelpackung: Schummeln die e-fellows bei Bewerbungen?

3. Spuren im Netz – Wird dir dein Facebook-Profil zum Verhängnis?

4. "Sind Sie schwanger?" – Heikle Fragen im Bewerbungsgespräch

5. Über e-fellows.net beim Unternehmen bewerben – Vorteil?

6. "Freundlich lächeln bitte" – Bewerbung mit oder ohne Foto?

7. Langweilig: "Hiermit bewerbe ich mich um…" – Alternativen?

8. Soziale Arbeit im Kinderdorf: Lebst du nur für deinen Lebenslauf?

9. Peinlich, skurril, lustig: Die schrägsten Bewerbungsgespräche

10. Teddybären-Foto: Die größten Bewerbungspatzer der e-fellows

Der Bewerbungs-Ratgeber der e-fellows.net-Redaktion
Wie schreibst du einen ausformulierten Lebenslauf? Was musst du beim Motivationsschreiben beachten? Und sollest du eigene Fragen beim Vorstellungsgespräch stellen?
Die e-fellows.net-Redaktion hat Bewerbungstipps in der Bewerbungs-Rubrik gesammelt. Hier bekommst du Infos vom ersten Telefonat bis zum Arbeitszeugnis.

Wie du dich im Ausland bewirbst, erfährst du auch – per E-Mail geht es in die weite Ferne. Zu viel Schwulst und Schleim im Anschreiben und andere Bewerbungs-Patzer kommen dagegen gar nicht gut an.

Welche Fragen darf dir der Personalleiter überhaupt stellen? Musst du heikle oder private Fragen beantworten?

In der Community-Gruppe "Bewerbung – Fragen, Tipps, Dos & Don'ts" findest du weitere Ratschläge der e-fellows für eine erfolgreiche Bewerbung. Oder mach es wie e-fellow Nils – hol dir einen e-fellow als Lernpartner und bereite dich zu zweit aufs Bewerbungsgespräch vor.

Neu in der Community? Dann Daumen hoch!

Freitag, den 29. Juli 2011
Julia

Normalerweise hat der Mensch ja zwei Daumen – einen an jeder Hand. Viele e-fellows können die Daumen schon gar nicht mehr an beiden Händen abzählen. Im besten Fall sammelst auch du gleich 25 Daumen für deine Beiträge in den ersten vier Wochen in der Community. So viel Daumen-Eifer wird belohnt – mit einem Hörbuch von Audible und e-fellows.net.

Die absoluten Daumen-Profis tummeln sich in der Hall of F&Ame und kämpfen um den Aufstieg in den nächsthöheren Daumenrang. Der aktuelle "CEO" bekam von den anderen e-fellows bisher über 10.000 Daumen. Die restlichen "Vorstandsmitglieder" hängen ihm knapp an den Fersen. Als Neuling in der Community musst du dich aber nicht gleich ins Kopf-an-Kopf-Rennen stürzen. Abkassieren kannst du einfacher.

Daumen sammeln und Hörbuch sichern
Wenn du in den ersten vier Wochen 25 Daumen mit deinen Beiträgen in der Community sammelst, schenken wir dir zusammen mit Audible ein Hörbuch zum Download. Ob im Zug, im Schwimmbad oder an einem verregneten Nachmittag – MP3-Player ausgepackt und vorbei ist es mit der Langeweile!

Warum lohnt sich das Posten überhaupt?
Ganz einfach – Die Community ist neben nützlichen Infos zu Studium, Stipendien und Praktika dein persönlicher Mehrwert. Denn hier hauen echte Experten in die Tasten.

Egal was – Fragen ist erlaubt!

Fragen und Antworten: so funktioniert's
Über 70 Prozent der Fragen sind schon nach einer Stunde beantwortet, 97 Prozent nach spätestens drei Tagen. Durch Tags kannst du festlegen, welche e-fellows deine Frage bekommen. So wird garantiert, dass du Feedback von Spezialisten bekommst, die das Thema abonniert haben. Du kannst natürlich auch selbst Fragen beantworten – und so nebenbei deinem 25-Daumen-Ziel näher kommen.

Dein e-fellows.net-Draht zum Unternehmen
Auch Unternehmensvertreter sind in der Community aktiv. Dazu zählen unter anderem McKinsey, Bosch oder Freshfields. In den "Inside Gruppen" kannst du deine Fragen direkt an die Unternehmensvertreter loswerden.

Und in Expertenforen werden deine Fragen von echten Profis beantwortet:

  • Zum Beispiel im Expertenforum "Dein Weg zum Stipendium" – in dem Vertreter von Begabtenförderungswerken deine Frage zu Stipendien und Bewerbung beantworten.

Schlaue Köpfe deiner Stadt treffen
Du bist nicht nur neu bei e-fellows.net, sondern auch neu in einer fremden Stadt? Ob in Atlanta, Tokio oder Düsseldorf – die e-fellows sind auf der ganzen Welt verteilt und treffen sich regelmäßig zum gemeinsamen Karriereplausch. Einfach deiner City Group beitreten, andere e-fellows kennenlernen und gleich schon ein paar Tipps für die nächte Ö-Rechts- oder BWL-Klausur einheimsen. Empfehlungen für den besten Zahnarzt der Stadt und die günstigste Tanzschule im Umkreis bekommst du hier natürlich auch.

Däumeln bis zum Umfallen
Daumen kannst also nicht nur bei "Fragen und Antworten", sondern überall in der Community sammeln. Wir basteln übrigens auch ständig an Verbesserungen der Features. Wie du deine Postings formatieren kannst, erklärt dir Christine im Blog-Eintrag.

Mitmachen lohnt sich und wird belohnt. Also ran ans Posten – vielleicht bist du ja bald unser neuer Daumen-CEO?

Erfahrungsbericht (Roche Pharma AG): Face-to-Face mit der Mediziner-Karriere

Freitag, den 15. Juli 2011
Erfahrungs- bericht

Wohin als Mediziner? Ins "Medical Management" oder doch lieber zur "Drug Safety"? Welche Möglichkeiten die Medizinbranche für künftige Lebensretter bereit hält, erfuhr Ricarda beim Face-to-Face Meeting mit der Roche Pharma AG. Jetzt will sie sich dort für ein Praktikum bewerben.

Titel und Thema der Veranstaltung:
Face-to-Face mit der Roche Pharma AG in Grenzach
Thema: Karrieremöglichkeiten im Bereich "Medical Affairs"

Zeit, Ort und Dauer der Veranstaltung:
Freitag, 10. Juni 2011 in Grenzach in der deutschen Niederlassung von Roche Pharma, 10 Uhr bis 16 Uhr

Teilnehmerzahl:
15 e-fellows.net Stipendiaten (14 Medizinstudenten, ein approbierter Mediziner)

Referenten:

  • Dr. Maria-Theresia Rose, Medical Director / Geschäftsbrereichsleitung Medical Affairs
  • Dr. Jelitto, Head of Communications & Public Affairs
  • Dr. Niko Andre, Medical Director Hematology/Oncology
  • Dr. Christina Müller, Medical Manager
  • Andrea Schwarz, HR/Recruiting

Face-to-Face eröffnet neue Möglichkeiten
Ich nahm an "Face-to-Face" mit Roche Pharma teil, da ich mich informieren wollte, welche Möglichkeiten es für Mediziner gibt, in die Pharmabranche einzusteigen. Wie stellt man dies am geschicktesten an? Und wann ist der beste Zeitpunkt? Außerdem war mir bis zur Veranstaltung nicht klar, welche Einsatzgebiete es für ausgebildete Mediziner in einem solchen Unternehmen gibt. Ich wollte mir ein Bild darüber verschaffen, wie man sich den Arbeitsalltag bei Roche vorstellen kann, um ihn mit dem Alltag eines praktizierenden Arztes vergleichen zu können.

Einführung mit Frühstücksbuffet
Nach einer ziemlich langen Anreise (fünf Stunden mit dem Auto quer durch Deutschland, Österreich und die Schweiz) wurden ich und die anderen Teilnehmer um 10 Uhr in Grenzach im Konferenzraum mit Kaffee und Frühstücksgebäck begrüßt. Nach kurzer Vorstellung der Stipendiaten begann Dr. Jelitto das Unternehmen vorzustellen. Er referierte kurz über die Entstehungsgeschichte der Firma und erläuterte dann deren Einfluss im weltweiten Pharmageschehen.

e-fellows.net-Stipendiatin Ricarda (23) studiert Humanmedizin im 7. Semester an der TU München. In ihrer Freizeit tanzt und joggt sie gerne, oder unternimmt etwas mit Freunden. Im November 2009 flog sie für vier Monate auf Entdeckungsreise ans andere Ende der Welt.

Medical Affairs
Anschließend hielt Dr. Maria-Theresia Rose einen einstündigen Vortrag über die Karrieremöglichkeiten im Bereich Medical Affairs. Unter Medical Affairs versteht man die Brücke zwischen Wissenschaft und Anwendung. Sie ist in folgende Bereiche gegliedert:
- Data Generation (Datenerfassung)
- Knowledge Exchange (Kommunikation mit Fachpublikum und Patienten)
- Strategic Partnerships (Informationsaustausch mit Zulassungsbehörden, Experten)
- Quality Safety Compliance (Arzneimittelsicherheit)

Was tun als Mediziner?
Besonders interessant wurde es für uns als Medizinstudenten, als es um die Zielfunktionen für Mediziner ging. Ihnen stehen überwiegend drei Bereiche offen:

  1. Medical Management, das heißt Entwicklung und Umsetzung der produktspezifischen medizinischen Strategie in Zusammenarbeit mit dem Product Management, welches Außendienst und Marketing umfasst
  2. Clinical Operations, das heißt operative Umsetzung und wissenschaftliche Begleitung komplexer Studienprogramme
  3. Drug Safety, das heißt Herstellung der Übersicht über Sicherheitsinformationen

Die Karriereleiter hoch hinauf
Aufsteigen kann man sowohl auf lokaler als auch internationaler Ebene. Auf den Manager folgt der Senior Manager (mit und ohne Personalverantwortung). Auf der nächsten Stufe der Karriereleiter steht der Teamleiter, der nach geraumer Zeit und mit entsprechendem Erfahrungsschatz zum Abteilungsleiter aufsteigen kann. Der Medical Direktor hat an höchster Position die Leitung der Medical Affairs inne. Besonders hervorgehoben wurde von Dr. Rose die Möglichkeit, zwischen den einzelnen Funktionen und zwischen lokaler und internationaler Ebene wechseln zu können.

Stolz wie Dr. Andre
Im Anschluss daran erzählte Dr. Niko Andre von seiner Tätigkeit als Medical Director im Fachbereich Hämatologie/Onkologie. Mit Stolz berichtete er über die langwierige Entwicklung und Zulassung des Medikaments Avastin, das unter anderem bei der Brustkrebs-Therapie eingesetzt wird. Er schwärmte von Weiterentwicklungsmöglichkeiten durch Soft-Skills- und Kommunikationseminare und der aktiven Förderung jedes einzelnen Mitarbeiters.

Kontakt zu Roche aufnehmen?
In der Community-Gruppe "Inside Roche" Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Roche kontaktieren.

Der optimale Einstieg bei Roche Pharma
Danach erklärte Dr. Christina Müller zusammen mit Andrea Schwarz das Traineeprogramm, welches für Hochschulabsolventen der gängige Einstieg bei Roche Pharma ist. Angeboten werden ein 18-monatiges Traineeprogramm für Medical Affairs, ein 24-monatiges Traineeprogramm für den Quality-Bereich und ein 36-monatiges Traineeprgramm für Product Management (18 Monate Außendienst, 18 Monate Innendienst).

150 Bewerbungen auf vier Traineeplätze
Anschließend wurde kurz der Ablauf einer Bewerbung dargestellt und wie man sich am besten präsentieren sollte. Letztendlich werden vier Traineeplätze auf etwa 150 Bewerbungen pro Halbjahr vergeben. Zum Schluss konnten die Stipendiaten Fragen stellen und mit Mitgliedern der Geschäftsführung diskutieren. Auffallend oft wurde auf die Philosophie von Roche Pharma hingewiesen: Mut, Leidenschaft und Integrität sind Werte, die die Mitarbeiter auszeichnen sollen.

Mein Fazit
Die Veranstaltung war sehr hilfreich bei der Entscheidung für meinen weiteren Werdegang. Der Ein- und Aufstieg bei Roche Pharma wurde konkret dargelegt und ich erhielt einen Einblick in die Firmenstruktur. Die Atmosphäre war entspannt und angenehm, alle Mitarbeiter waren freundlich und haben geduldig unsere Fragen beantwortet. Meine Erwartungen an diesen Tag wurden übertroffen. Daher habe ich mich entschlossen, mich für ein Praktikum bei Roche zu bewerben.

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Mit Lernpartner im Schlafanzug Cases üben

Freitag, den 8. Juli 2011
Julia

Cases sollte man nicht allein im stillen Kämmerchen üben – außer man ist via Skype mit einem anderen Kämmerchen verbunden. e-fellow Niels fand über die e-fellows.net-Website Lernpartner und bekam wertvolles Feedback für seine Case Studies. Das Bewerbungsgespräch hat er hinter sich, als Lernpartner will er trotzdem nicht aufhören.

"Dass ich auf das Lerngesuch gestoßen bin, war reiner Zufall." Niels hatte sich auf gut Glück in der e-fellows-Community umgehört und die Fragen & Anworten durchstöbert. Schließlich wurde er fündig: "Hol dir einen e-fellow als Lernpartner." – Gesagt, gesucht.

Du siehst was, was ich nicht sehe
Niels gab ein Gesuch auf und schrieb Leute an, die selbst schon auf der Suche waren. Ruck zuck fand er fünf andere Lernwillige, die sich mit ihm auf die Cases stürzen wollten. Die Gespräche fanden über Skype statt. "Es war am Anfang schon etwas komisch, sich mit wildfremden Leuten online zu treffen." Zumal es zu Beginn kleine Missverständnisse gab. "Ich hatte das Video laufen, meine Partner aber nicht. Wahrscheinlich saßen sie im Schlafanzug vorm Laptop." Seitdem gibt auch Niels nur noch seine Stimme preis.

e-fellows.net-Stipendiat Niels (29) promoviert gerade an der European Business School über Markenmanagement. Sein Berufswunsch: Berater. Dazu musste er allerdings das Vorstellungsgespräch inklusive Case Study bestehen. Dank Skype und einem e-fellow als Lernpartner kein Problem.

Lernpartner aus der ganzen Welt
Das System ist aber mehr als praktisch: "Es bietet die größtmögliche Flexibilität. Man kann sich spontan treffen und muss nicht lange planen." Außerdem trifft man sich mit Lernpartnern aus der ganzen Welt. "Ich hatte schon Leute aus China oder dem Tessin."

Kinderbetreuung im Fitnessstudio?
Beim Online-Treffen wird ein fiktives Bewerbungsgespräch bei einer Beratung durchgespielt. Dazu gehört insbesondere das Lösen von Cases, also Anwendungsfälle mit allen möglichen Szenarien. Einer spielt dabei den Interviewer, einer den Bewerber. "Da überlegt sich zum Beispiel ein Fitnessstudio, ob es Kinderbetreuung anbieten soll. Dann sollst du beurteilen, ob sich das lohnt. Rechnet sich das im Bezug auf neue Kosten und Mitarbeiter? Bekommt man dadurch mehr Mitglieder?"

Woher der Input? – Ein heißes Thema
Beide Lernpartner bereiten sich vor dem Skype-Gespräch ausführlich vor. "Es ist nicht so einfach, wirklich gute Cases zu finden. Das ist ein heißes Thema. Meistens weicht man dann auf Bücher im Englischsprachigen aus, da gibt es mehr Fälle." Der "Bewerber" bekommt nach der Session ausführliches Feedback. Dieses Feedback ist der eigentliche Mehrwert. War ich souverän genug? Oder wirke ich unsicher?

Selbst einen Lernpartner finden?
Hol auch du dir einen e-fellow – einen besseren Lernpartner kannst du gar nicht finden. Einfach hier eintragen.

Die Routine macht’s
Denn es geht nicht nur um den Inhalt, die Treffen haben auch einen psychologischen Effekt. "Du kannst 100 Cases durchspielen und korrekt lösen. Worauf es aber im echten Gespräch ankommt, ist dein Auftreten." Und das kann über das Telefonat geübt werden. "Man entwickelt eine gewisse Souveränität und Struktur, an die Fälle ranzugehen. Die Routine macht’s." Einziger Wermutstropfen: Die wirklich reale Interviewsituation kommt nicht zustande. "Den Händedruck, die Mimik und Haltung im Gespräch kann man schlecht üben."

Schicksal und Stress teilen
Außerdem stärkt der Austausch mit anderen die Motivation. "Man ist mit den meisten auf der gleichen Wellenlänge: Es herrscht ein Konsens über die Herangehensweisen und Quellen und es geht nicht nur darum, Wissen auszutauschen. Man teilt auch dasselbe Schicksal und denselben Stress." Mit der Zeit entwickelt sich ein eigenes Netzwerk. "Man bekommt von den eigenen Lernpartnern andere empfohlen, die zum Beispiel gerade ein Gespräch mit McKinsey hatten." So kommt man an wichtiges Insider-Wissen.

"Die e-fellows sind zielstrebig und ehrgeizig"
Eigentlich lernt Niels ja lieber alleine. "Beim Joggen mit Freunden tausche ich mich dann normalerweise noch mal über die gelernten Inhalte aus." Warum dann ausgerechnet einen Lernpartner bei e-fellows? "Ich wusste, dass man viele Gleichgesinnte trifft, mit denen man auf einer Wellenlänge ist. Die e-fellows sind zielstrebig im Studium und haben vor, Karriere zu machen. Das ist die gemeinsame Basis." Wie sieht es mit Freundschaften nach getanen Cases aus? Auch das ist drin. "Mit manchen übe ich zwei- bis dreimal pro Woche und das meist über einen Monat. Das verbindet und man bleibt in Kontakt."

Lernpartner sein – Fast schon ein Hobby
Niels hatte sein Gespräch bei McKinsey eigentlich schon, will sich aber auch noch bei weiteren Beratungen bewerben. Aber selbst wenn das geschafft ist, will er mit den Übungsgesprächen weitermachen. "Man ist sehr dankbar, mit Leuten zu üben, die schon Erfahrung haben. Zwei Neulinge zusammen haben es oft schwer. Außerdem macht es Spaß und ist fast schon wie ein Hobby." Deshalb macht Niels weiter. Vielleicht ja im Schlafanzug.

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