Archiv der Kategorie '* Roche Diagnostics'

Erfahrungsbericht (Roche Diagnostics): Kannst du Chef?

Mittwoch, den 26. Oktober 2011
Erfahrungs- bericht

Als Student schon an den Führungsqualitäten feilen? Warum nicht, dachte sich e-fellow David und lernte beim Workshop "Leadership bei Roche", was eine gute Führung ausmacht. Dabei durfte er mit "seinen" Mitarbeitern Kritikgespräche führen und in 125 Metern Höhe mit Führungskräften beim Abendessen plaudern. Der Weg zum Mittagessen war zwar weniger hoch, dafür sportlicher: Vom Chefsessel ging es mit dem Fahrrad in die Kantine.

Titel und Thema der Veranstaltung
"Leadership bei Roche" – Kannst du führen?

Zeit, Ort und Dauer der Veranstaltung
5. – 7. Oktober 2011 bei Roche Diagnostics in Mannheim

Teilnehmer und Unternehmensvertreter

  • 13 e-fellows.net-Stipendiaten
  • Unternehmensvertreter: Ulrike von Faber (Expert HR Marketing), Nina Beikert (Regionale Verkaufsleiterin), Maria Krauss (Trainee Management Start Up Programm), Dr. Andreas Hein (Leiter Marketing Applied Science), Thilo Killmaier (Leiter Kundenservice-Center Hospital Point of Care), Dr. Lars Hummerich (Key Account Manager RAS), Bernhard Schmidt (Head of Global Market Insights Diabetes Care), Norbert Ziegler (Bereichsleiter Vertrieb Services)

Als Student an einem Leadership-Workshop teilnehmen? Das kam mir erst etwas seltsam vor. Schließlich findet man in meinem Lebenslauf ja noch nicht viel mehr als ein paar Praktika und Werkstudentenstellen. Trotzdem weckte die Ausschreibung mein Interesse. Ich sah es als Investition für die Zukunft und sagte mir außerdem, dass "Führung" nicht nur im Job, sondern auch im alltäglichen Leben – wie im Studium oder beim Sport – wichtig ist. Natürlich war ich auch gespannt darauf, Roche Diagnostics besser kennenzulernen, und hoffte auf interessante Teilnehmer.

Führungsqualitäten und Interdisziplinarität
Nachdem uns Frau von Faber begrüßt hatte, folgte die obligatorische Vorstellungsrunde der Kursteilnehmer. Dabei wurde schnell klar, dass uns der Workshop neben Führungsqualitäten auch das Arbeiten zwischen Natur- und Wirtschaftswissenschaftlern näherbringen wird.

Mit dem Rad in die Kantine
Anschließend wurde das Unternehmen Roche vorgestellt und wir tauschten uns mit Roche-Mitarbeitern über Aspekte der Führung und unsere Erwartungen an Führungskräfte aus. Nachdem wir die Führungsprinzipien bei Roche genauer unter die Lupe genommen hatten, wurden wir in der Mittagspause sportlich gefordert. Mit dem Fahrrad ging es erst in die Kantine, dann über das Unternehmensgelände zur Produktion der Immundiagnostik. Hautnah konnten wir erleben, was und wie bei Roche produziert wird.

Einstiegtipps von Trainees
Die aktuelle Trainee Maria Krauss und der ehemalige Trainee Dr. Lars Hummerich berichteten anschließend vom Trainee-Programm Management-Startup (MSU) und von anderen Einstiegsmöglichkeiten bei Roche. Bevor es mit weiteren Führungskräften zum Abendessen in das Restaurant "Tomate" ging, diskutierten wir mit Norbert Ziegler über das Leben als Management-Mitglied und löcherten ihn mit unseren Fragen.

Wer hat das Zeug zum Chef?
Am zweiten Tag war dann Kreativität und Tatendrang gefordert. In drei- bis vierköpfigen Teams diskutierten wir das Verständnis von Führung, die Abgrenzung zum Management und die Charaktereigenschaften von Führungskräften. Die Ergebnisse präsentierten wir den anderen Gruppen und Roche-Mitarbeitern. Durch die Präsentationen des ersten Tages konnten wir gut unsere gewonnen Erkenntnisse mit den Führungsleitlinien von Roche vergleichen und fanden heraus, dass sie grundsätzlich deckungsgleich waren.

Mit Teamwork durch die Informations-Flut
Anschließend lasen wir uns in eine Fallstudie über das Vertriebssystem von Roche Diagnostics im Ausland ein. Diese analysierten wir in zwei Gruppen und erarbeiteten Wege zur Kostenreduktion. Wir arbeiteten uns durch die Flut an Informationen, planten und diskutierten über zwei Stunden lang und präsentierten nach Ablauf der knappen Deadline den Roche-Führungskräften unsere Vorschläge.

Ausklang in 125 Höhenmetern
Beide Gruppen wurde von jeweils drei der Führungskräfte bei der Ausarbeitung beobachtetet. Diese gaben zum Abschluss des Workshop-Tages sowohl in Gruppen-, als auch in Vier-Augengesprächen jedem Teilnehmer detaillierte Einzel-Feedbacks. Bei einem köstlichen Abendessen ließen wir den Tag im sich drehenden Restaurant "Skyline" im Fernsehturm in 125 Metern Höhe ausklingen.

Davide-fellows.net-Stipendiat David (26) studiert im Master Management an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Bei Roche bekam er Einblick in das Leben einer Führungskraft.

Fahrplan erstellen mit Plan
Das Projekt zur Kostenreduktion bei Roche war mit unseren zwei Vorschlägen noch nicht abgeschlossen. Am Vormittag des dritten Tages erarbeiteten wir also einen Fahrplan für das Projekt und die dazugehörige Budgetierung. Die beiden neu gemischten Gruppen machten sich gleich an die Arbeit und gestalteten die am Vortag abgestimmten Maßnahmen aus und erstellten einen Zeitplan für die Durchführung. Obwohl die Zusammenarbeit in den Gruppen noch nicht perfekt funktionierte, war eine Verbesserung durch das Feedback vom Vortag deutlich spürbar. Dies wurde ebenfalls in den folgenden Präsentationen und Einzelfeedbacks deutlich.

"Wir sind mit Ihrer Leistung leider nicht zufrieden"
Der Nachmittag brachte uns die Führung von einzelnen Mitarbeitern, vor allem in Mitarbeiter-Gesprächen, näher. Einige Teilnehmer versuchten sich zum Beispiel daran, einer Werksleiterin klarzumachen, dass ihr Werk geschlossen wird. Andere mussten im Mitarbeitergespräch mit der stellvertretenden Abteilungsleiterin erörtern, weshalb ihre Leistungen in letzter Zeit unterdurchschnittlich waren und wie dies zu verbessern ist. Zu guter Letzt gab es eine ausführliches Übungs- und Informationsmaterial zum Workshop und die Verabschiedung von Teilnehmern und Roche-Führungskräften.

Feedback fürs Leben
Die Veranstaltung war rundum gelungen und ich empfehle sie jedem, der etwas über Führung, über Roche Diagnostics und über sich selbst lernen möchte. Durch das Seminar erfährt man, was es heißt, ein Team zu führen, wie man sich Mitarbeitern gegenüber verhält und was es bedeutet, Verantwortung für Entscheidungen zu tragen. Außerdem bekommt man wertvolle Rückmeldung und Tipps zur eigenen Außenwirkung. Diese Ratschläge helfen einem nicht nur im Beruf weiter. Und wer so viel Glück hat wie ich, wird neben diesen Erfahrungen auch nette, interessante Leute kennenlernen, mit denen man neben der "Arbeit" auch drei Tage lang Spaß hat.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Roche): Wenn der Forscher zum Manager wird

Freitag, den 23. September 2011
Erfahrungs- bericht

BWL ist nichts für Naturwissenschaftler? Von wegen – Chemiker Julian war beim Planspiel von Roche drei Tage lang Vorstand einer Firma. Dabei musste er mit seinem Team die Strategien der Konkurrenz schlagen. "BWL-Werkzeug" kam dabei vom Chef persönlich. Eine Fahrrad-Tour durch den Standort Penzberg und eine Kletter-Partie gab's für die Neu-BWLer oben drauf.


Titel der Veranstaltung

BWL für Natur- und Ingenieurwissenschaftler - Unternehmensplanspiel mit Roche

Datum und Ort

Roche Diagnostics in Penzberg, 7. – 9. September

Teilnehmer und Unternehmensvertreter

  • 19 Studenten
  • Erika Dillmann, Expertin für HR Marketing aus der Abteilung Personalmarketing
  • Martin Karger, Geschäftsführer des Instituts für Management-Entwicklung
  • Dr. Stefan Schorling, International Business Leader
  • Claus Haberda, Werkleiter Standort Penzberg

Durch den Workshop wollte ich Roche und den Standort Penzberg kennenlernen. Das Thema „BWL für Natur- und Ingenieurwissenschaftler“ hätte treffender nicht sein können. Denn es beschreibt genau meine spätere Wunschkarriere als Chemiker: Arbeitsfelder in der Naturwissenschaft jenseits der Forschung.

Eine Radtour durch den Standort Penzberg
Die Teilnehmer des Workshops kamen aus unterschiedlichen Fachrichtungen: Biochemiker, Chemiker, Biotechnologen, Ingenieure und Informatiker im Studium oder bereits in der Promotion hatten ihren Weg nach Penzberg gefunden. Keiner von ihnen hatte Fachkenntnisse in BWL. Die Organisatorin Erika Dillmann präsentierte uns Roche als forschungsorientiertes Gesundheitsunternehmen mit den Geschäftsbereichen Pharma und Diagnostics. Den Standort Penzberg über 4.800 Mitarbeitern in Forschung, Entwicklung und Produktion für Pharma und Diagnostics erkundeten wir im Anschluss auf Fahrrädern. Am Nachmittag zeigte uns Dr. Schorling (International Business Leader) in einem Vortrag, wie groß der Anteil von BWL und Naturwissenschaft in vielen Aufgaben bei Roche ist.

Von der Marketing-Strategie bis zur Rohstoff-Planung
Anschließend erhielten wir von Martin Karger eine Einführung in das Planspiel: Vier Gruppen mit je fünf Studenten übernahmen für vier Geschäftsjahre die Rolle des Vorstandes eines Klimageräte-Herstellers. Gewinner war das Team mit dem höchsten Aktienindex am Ende der vier Jahre. Hierzu galt es, sich bestmöglich am Markt zu positionieren und die internen Abläufe zu optimieren. Wie viel Rohstoff brauchen wir, um die geplante Stückzahl zu produzieren? Haben wir genügend Fertigungsanlagen zur Produktion? Benötigen wir weitere Mitarbeiter? Wollen wir unser Produkt weiterentwickeln? Brauchen wir dazu weitere Forscher? Welche Marketing-Strategie verfolgen wir? Welche Preispolitik verfolgen wir? Können wir uns das alles überhaupt leisten? Das waren nur einige der Fragen, die wir zu beantworten hatten.

Juliane-fellows.net-Stipendiat Julian (29) studierte Chemie an der LMU in München, anschließend forschte er in Norwegen.  Zurzeit promoviert er dort zum Thema "siRNA delivery". Beim Unternehmensplanspiel mit Roche konnte er seine BWL-Kenntnisse auf Vordermann bringen.

Was macht die Konkurrenz?
Die Herausforderung bestand darin, dass sich alle Faktoren nicht vollständig in so kurzer Zeit erfassen ließen. Die schwierigste und spannendste Frage lautete aber: Was machen die anderen Teams? Da man drei unberechenbare Gegner hatte, konnten diese die beste Planung komplett umstoßen. Das abzuschätzen und darauf schnell zu reagieren war einer der größten Reize des Planspiels.

Mit den Unternehmensvertretern an die Hotelbar
Am Ende des Nachmittags durften wir den Werksleiter Claus Haberda persönlich kennenlernen und ihm Fragen stellen. Er schilderte uns seinen Werdegang und machte deutlich, dass sich bei Roche eine steile Karriere durchaus mit Familie und Freizeit vereinbaren lässt. Am Abend aßen wir mit weiteren Vertretern des Unternehmens aus Produktion und Personalwesen zu Abend. Wir verlagerten die offenen Gespräche im Anschluss an die Hotelbar und ließen den Abend dort ausklingen.

BWL-Werkzeug vom Chef und Kletter-Partien
Am zweiten Tag beschäftigten wir uns mit den ersten beiden Geschäftsjahren des Planspiels. Martin Karger gab uns zu Beginn jeder Runde neues BWL-Werkzeug mit auf den Weg. Das erlernte Wissen in Bilanzierung, Gewinn- und Verlustrechnung und Cashflow konnten wir sofort in der Planung des nächsten Geschäftsjahres einsetzen. So wurden über die vier Runden Bauchentscheidungen immer mehr zu geplanten Aktionen. Der Tag wurde abgerundet durch einen Ausflug in die Kletterhalle von Bad Tölz. Hier war von Konkurrenz nichts mehr zu spüren, alle arbeiteten teamübergreifend zusammen.

And the winner is …
Am dritten Tag standen die letzten beiden Geschäftsjahre des Planspiels auf dem Programm. Über die ersten beiden Runden hatten sich die einzelnen Teams unterschiedlich positioniert, jedoch war bis zur letzten Runde alles offen. Gerade in der letzten Runde des Planspiels galt es, die Rentabilität des eigenen Unternehmens bezüglich Umsatzrendite und Kapitalumschlag zu analysieren und zu optimieren. Der Workshop endete mit der Siegerehrung und Preisverleihung.

Jede Minute war perfekt
Meine Erwartungen für den Workshop wurden übertroffen. Die Organisation des Workshops war von der ersten bis zur letzten Minute perfekt. Das Planspiel ist ein großartiges Instrument, um betriebswirtschaftliche Sachverhalte zu lernen. Die interaktive Arbeit im Team und der Wettbewerb zwischen den Teams belebten den Workshop und förderten die Mitwirkung aller Teilnehmer.

Mein Fazit
Insgesamt habe ich in diesem Workshop zwei wichtige Dinge gelernt. Zum einen, welche konkreten Berufsbilder und Aufgabenfelder es für Naturwissenschaftler außerhalb der Forschung gibt. Zum anderen, dass mir diese Aufgaben Spaß machen und ich meine Karriere in diese Richtung lenken möchte.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Tagebuch (Roche): Excel, Elche und Draisinen
(3. Teil)

Mittwoch, den 17. August 2011
Tagebuch

Eine eierlegende Wollmilchsau hat e-fellows.net Alumna Katharina in ihrem Projekt in Schweden erschaffen. Mit ihrem Tool zur besseren Verkaufssteuerung der Roche-Geräte sind sie und Roche so zufrieden, dass es wahrscheinlich in mehreren Ländern eingeführt wird. Nach einem Värmland-Abenteuer mit "Hausfloß" und Draisine nahm Katharina Abschied von Schweden.

Obwohl erst Mittsommer (die Sommersonnwende) Ende Juni den Anfang des Sommers markiert, bekamen wir bereits Anfang Juni einen ausführlichen Vorgeschmack auf den Sommer. Er hielt sich stolze zwei Wochen. So konnte ich mit meinem Freund das Himmelfahrtswochenende genießen und endlich einen Bootsausflug in die Schären machen.

Sandhamn
Sandhamn

Stockholm liegt am Rande eines großen Archipels mit unzähligen kleinen Inseln, die man Schären nennt. Wer in Stockholm mit dem Boot startet und wie wir bis Sandhamn in die äußeren Schären fährt, der bekommt einen sehr guten Eindruck von dieser idyllischen Inselwelt mit vielen kleinen roten Häuschen. Besonders gut hat uns gefallen, wie unterschiedlich die Schären sind. Sandhamn zum Beispiel ist gespickt mit Dünen und man spürt dort die raue Seite der Ostsee. Grinda hingegen ist eine sehr grüne Insel mit üppiger Vegetation und viel weniger kaltem Wind.

e-fellows.net-Alumna Katharina (26) studierte "International Business Studies" in Paderborn und Xalapa, Mexiko. Anschließend machte sie einen Master in "International Management" in Dublin und St. Gallen. Im Oktober 2009 ist sie ins Management-Start-Up-Programm bei Roche eingestiegen.

Einen Steinwurf vom schwedischen Königshaus entfernt
Am 6. Juni feierten die Schweden dann ihren Nationalfeiertag. Ganz Stockholm war voller blau-gelber Fähnchen und es gab kostenlose Veranstaltungen und Attraktionen. Wir hatten uns für einen Besuch des Palastes in Gamla Stan entschieden. Wir kamen gerade aus dem Palast, als uns die mit Band abgesperrte Gasse dahinter auffiel. Ich erinnerte mich daran, dass es eine Parade mit dem Königs- und Kronprinzenpaar geben sollte. Eigenartigerweise war die erste Reihe noch komplett frei und so positionierten wir uns einfach mal hinter dem Band und warteten.

Kronprinzenpaar
Das Kronprinzenpaar

Tatsächlich kamen eine Menge Reiter und die Garde und kurz darauf rollten zwei Kutschen mit den besagten Paaren ein paar Meter vor uns vorbei. Inzwischen war doch eine beachtliche Menschenmenge zusammengekommen, die dem Königshaus zujubelte. Und ich war wieder einmal fasziniert von der schwedischen Höflichkeit und Gelassenheit. Die ermöglicht es, dass die Menschenmenge kurz vorher zusammenkommt, ohne Gedränge jubelt und sich anschließend friedlich und in Windeseile wieder auflöst.

Werbung für das neue Tool und Integration zwei weiterer Geschäftsbereiche
Direkt nach dem langen Wochenende stand für mich eine wichtige Präsentation an. Der Leiter der EMEA-Subregion Nord/West war zu Besuch und sollte mehr über dieses Vorreiterprojekt erfahren, an dem ich arbeitete. Und so konnte ich mich darüber freuen, dass das von mir entwickelte Tool nicht nur in Schweden Anklang findet, sondern vielleicht bald auch in anderen Ländern eingeführt werden könnte.

Bisher hatten wir das Reporting Tool für den größten Geschäftsbereich entwickelt. Nun sollte das Tool wie geplant auch in zwei weiteren Geschäftsbereichen eingeführt werden. Für mich bedeutete das, dass ich mich zunächst wieder durch einen Haufen Daten wühlen und das Muster darin finden musste, nach dem ich dann die "Regeln" definierte, die das Tool zum Leben erwecken. Mit etwas Übung ging das immer schneller, doch da die Zeit trotzdem knapp wurde, bekam ich für die technische Verwirklichung des zweiten Reporting Tools Unterstützung von unserem globalen Controlling. Dieses Mal lief die Validierung des Reportings äußerst zügig ab, da wir im Vorfeld bereits viele Stolperstellen ausräumen konnten und mit einer besseren Datenbasis gestartet sind.

Blieb also der dritte Geschäftsbereich, in dem wir das Tool künftig einsetzen möchten. In den letzten Monaten konnte ich meine Excel-Kenntnisse deutlich erweitern, und so wagte ich zu guter Letzt den Versuch, das dritte Tool auch von der technischen Seite selbst zu entwickeln.

Heute kann ich nun voller Stolz sagen, dass es mir gelungen ist, in nur drei Monaten ein "Channel Fill Tool" für drei Geschäftsbereiche zu entwickeln, zu validieren und an die Finanzabteilung zu übergeben.
Wie bei einem Projektabschluss üblich, gab es eine formale Übergabe sowie eine offizielle Abschlusspräsentation vor dem Management.

Spazieren gehen für einen guten Zweck
Da die Schweden ihren kurzen Sommer über alles lieben, darf natürlich auch bei Roche ein Sommerfest nicht fehlen. Ab Mittsommer Ende Juni hält in Schweden teils gespenstische Stille in Firmen und Bürogebäuden Einzug. Und deshalb fand unser Sommerfest also schon Mitte Juni statt und startete mit dem "Children's Walk", einem längeren Spaziergang mit wohltätigem Zweck. An größeren Standorten spazieren die Roche-Mitarbeiter an diesem Tag um ihr Werksgelände. Da dies in Stockholm allzu schnell ginge, spazierten wir mit den Kollegen von Roche Pharma zum Restaurant, in dem das Sommerfest stattfinden sollte. Roche spendete für jeden Mitarbeiter, der den Spaziergang absolviert, Geld an Kindertagesstätten in Malawi, Afrika, und Kinderhilfswerken in den jeweiligen Ländern der beteiligten Roche-Standorte.

Mittsommer – mit "Maibaum" im Juni

Der schwedische
Der schwedische "Maibaum"

Mittsommer bedeutet für die Schweden, dass sie ein langes Wochenende in ihrem Sommerhaus verbringen und mit Freunden und Familie den längsten Tag des Jahres feiern. Da der natürlich nicht immer auf ein Wochenende fällt, feiert man einfach am Wochenende danach. Für all die Stockholmer ohne Sommerhaus und Touristen wie mich gibt es im Freilichtmuseum "Skansen" die Möglichkeit, alle Traditionen mitzuerleben und mit den Schweden zu feiern. Entgegen meiner Befürchtungen geht es dabei gar nicht touristisch zu, sondern der Großteil der Besucher sind tatsächlich Schweden.

Mit meinem gutgelaunten Besuch aus Deutschland verfolgte ich also, wie die Schweden ihren "Maibaum" aufstellten, der riesig war und nur mit langen Holzstäben und menschlicher Kraft errichtet wurde. Ein Jahr müssen die ausgesuchten Helfer dafür üben. Tatsächlich hatten wir zwischendurch Angst, dass der "Baum" bricht. Aber als er letztlich stand, hüpften wir mit allen anderen zu schwedischen Volksliedern um den Baum, imitierten mit Blick auf unsere schwedischen Vorbilder Frösche und Elefanten und hatten einen Riesenspaß.

Mit Kranz im Haar
Mit Kranz im Haar

Wie der geschmückte Maibaum, um den man tanzt, gehören auch selbstgeflochtene Kränze aus Birkenzweigen zu Mittsommer, die von Frauen und Kindern im Haar getragen werden. Da kam ich natürlich nicht umhin, mir auch einen zu binden und aufzusetzen.

Eine Regel für Mittsommer besagt, dass es regnet. Glücklicherweise machte Petrus dieses Jahr eine Ausnahme, und so konnten wir nach Trank und Tanz aufbrechen zum Grillen. Wie das Leben eben so spielt, wohnt eine britische Freundin meines Besuchs, die er aus Spanien kennt, zurzeit in Stockholm. So gab es ein großes Wiedersehensgrillen am Flussufer, das unser Mittsommerfest so richtig abrundete.

Licht zum Abschied
Licht zum Abschied

Abschied vom schönen Licht
Mit Mittsommer ging auch mein letztes Wochenende in Stockholm zu Ende. Spätestens auf dem Heimweg vom obligatorischen Abschiedsessen wurde mir bewusst, wie sehr mir diese Stadt und ihr schönes Licht fehlen wird. Und so packte ich die Koffer mit einem weinenden Auge, während das lachende an meine schöne Wohnung in Deutschland dachte, die ich nun endlich wieder gegen das Hotelzimmer eintauschen konnte.

Värmland-Abenteuer: Unterwegs mit "Hausfloß" und Kanu
Bevor es allerdings nach Hause ging, bekam ich ein letztes Mal Besuch – von meinem Vater, mit dem ich zu einem Värmland-Abenteuer aufbrach. Für eine Woche verabschiedeten wir uns zumindest teilweise von der Zivilisation und bewegten uns jeden Tag mit einem anderen Fortbewegungsmittel von Uddeholm 90 Kilometer flußabwärts bis Karlstad. Dabei schliefen wir jede Nacht an einem anderen Ort, vom Sternehotel bis zum Samizelt auf einer unbewohnten Insel im Fluss.

Der erste Tag startete mit einer Seeüberquerung auf einem "Hausfloß". Nach der Wanderung durch den Wald mithilfe eines GPS erreichten wir am Nachmittag unser zweites Quartier. Der Fluss an und auf dem wir uns bewegten, heißt "Klarälven" und fließt bei Karlstad in den Vänernsee. Es ist ein sehr breiter Fluss mit langsamer Strömung und ohne Bootsverkehr. In den zwei Tagen, die wir mit Floß und Kanu auf dem Fluss verbrachten, trafen wir keinen einzigen Menschen.

Mit dem Kanu in Värmland
Mit dem Kanu in Värmland

Entlang des Klarälven gibt es eine alte Bahnstrecke, die vor einigen Jahren zum Fahrradweg umgebaut wurde. Neben Floß und Kanu fuhren wir also einen Tag mit einer Draisine, die gar keine ist, weil ja keine Schienen mehr da sind, und die mein Vater "Muscle Quad" taufte. Muskeln brauchte man tatsächlich, da das Ding unglaublich schwer und ungelenk ist. Nach einem "Ruhetag", inmitten von Wiesen und schwedischer unberührter Natur, legten wir die letzten 50 Kilometer nach Karlstad auf der ehemaligen Bahnstrecke "Klarälvbanan" mit dem Fahrrad zurück. Wir waren ganz entzückt von diesem netten Städtchen, das von Wasserarmen durchzogen ist, und verbrachten unseren letzten Abend in Schweden mit Spazierengehen, Boot fahren und Sushi essen bei schönstem schwedischen Sonnenschein.

Über Anfangshürden zur eierlegenden Wollmichsau
Nach über drei Monaten ging es für mich dann wieder nach Hause. Es war eine unglaublich abwechslungsreiche Zeit, die nicht zuletzt durch die gefühlten drei Jahreszeiten länger wirkte als sie war. Angefangen mit winterlichen Ausläufern und etlichen Anfangshürden im Projekt bin ich über erste Erfolge und Frühlingsgefühle zu einem sehr guten Projektabschluss gelangt – und auch der Sommer kam. Dabei habe ich viel gelernt über die Daten und Systeme von Roche, über Excel, Elche, die schwedische Kultur – und die Kunst, eine eierlegende Wollmilchsau zu erschaffen.

Im ersten Teil berichtet Katharina von ihrer Ankunft in Stockholm, im zweiten Teil vor der schwedischen Angst vor Konflikten.

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Erfahrungsbericht (Roche Pharma AG): Face-to-Face mit der Mediziner-Karriere

Freitag, den 15. Juli 2011
Erfahrungs- bericht

Wohin als Mediziner? Ins "Medical Management" oder doch lieber zur "Drug Safety"? Welche Möglichkeiten die Medizinbranche für künftige Lebensretter bereit hält, erfuhr Ricarda beim Face-to-Face Meeting mit der Roche Pharma AG. Jetzt will sie sich dort für ein Praktikum bewerben.

Titel und Thema der Veranstaltung:
Face-to-Face mit der Roche Pharma AG in Grenzach
Thema: Karrieremöglichkeiten im Bereich "Medical Affairs"

Zeit, Ort und Dauer der Veranstaltung:
Freitag, 10. Juni 2011 in Grenzach in der deutschen Niederlassung von Roche Pharma, 10 Uhr bis 16 Uhr

Teilnehmerzahl:
15 e-fellows.net Stipendiaten (14 Medizinstudenten, ein approbierter Mediziner)

Referenten:

  • Dr. Maria-Theresia Rose, Medical Director / Geschäftsbrereichsleitung Medical Affairs
  • Dr. Jelitto, Head of Communications & Public Affairs
  • Dr. Niko Andre, Medical Director Hematology/Oncology
  • Dr. Christina Müller, Medical Manager
  • Andrea Schwarz, HR/Recruiting

Face-to-Face eröffnet neue Möglichkeiten
Ich nahm an "Face-to-Face" mit Roche Pharma teil, da ich mich informieren wollte, welche Möglichkeiten es für Mediziner gibt, in die Pharmabranche einzusteigen. Wie stellt man dies am geschicktesten an? Und wann ist der beste Zeitpunkt? Außerdem war mir bis zur Veranstaltung nicht klar, welche Einsatzgebiete es für ausgebildete Mediziner in einem solchen Unternehmen gibt. Ich wollte mir ein Bild darüber verschaffen, wie man sich den Arbeitsalltag bei Roche vorstellen kann, um ihn mit dem Alltag eines praktizierenden Arztes vergleichen zu können.

Einführung mit Frühstücksbuffet
Nach einer ziemlich langen Anreise (fünf Stunden mit dem Auto quer durch Deutschland, Österreich und die Schweiz) wurden ich und die anderen Teilnehmer um 10 Uhr in Grenzach im Konferenzraum mit Kaffee und Frühstücksgebäck begrüßt. Nach kurzer Vorstellung der Stipendiaten begann Dr. Jelitto das Unternehmen vorzustellen. Er referierte kurz über die Entstehungsgeschichte der Firma und erläuterte dann deren Einfluss im weltweiten Pharmageschehen.

e-fellows.net-Stipendiatin Ricarda (23) studiert Humanmedizin im 7. Semester an der TU München. In ihrer Freizeit tanzt und joggt sie gerne, oder unternimmt etwas mit Freunden. Im November 2009 flog sie für vier Monate auf Entdeckungsreise ans andere Ende der Welt.

Medical Affairs
Anschließend hielt Dr. Maria-Theresia Rose einen einstündigen Vortrag über die Karrieremöglichkeiten im Bereich Medical Affairs. Unter Medical Affairs versteht man die Brücke zwischen Wissenschaft und Anwendung. Sie ist in folgende Bereiche gegliedert:
- Data Generation (Datenerfassung)
- Knowledge Exchange (Kommunikation mit Fachpublikum und Patienten)
- Strategic Partnerships (Informationsaustausch mit Zulassungsbehörden, Experten)
- Quality Safety Compliance (Arzneimittelsicherheit)

Was tun als Mediziner?
Besonders interessant wurde es für uns als Medizinstudenten, als es um die Zielfunktionen für Mediziner ging. Ihnen stehen überwiegend drei Bereiche offen:

  1. Medical Management, das heißt Entwicklung und Umsetzung der produktspezifischen medizinischen Strategie in Zusammenarbeit mit dem Product Management, welches Außendienst und Marketing umfasst
  2. Clinical Operations, das heißt operative Umsetzung und wissenschaftliche Begleitung komplexer Studienprogramme
  3. Drug Safety, das heißt Herstellung der Übersicht über Sicherheitsinformationen

Die Karriereleiter hoch hinauf
Aufsteigen kann man sowohl auf lokaler als auch internationaler Ebene. Auf den Manager folgt der Senior Manager (mit und ohne Personalverantwortung). Auf der nächsten Stufe der Karriereleiter steht der Teamleiter, der nach geraumer Zeit und mit entsprechendem Erfahrungsschatz zum Abteilungsleiter aufsteigen kann. Der Medical Direktor hat an höchster Position die Leitung der Medical Affairs inne. Besonders hervorgehoben wurde von Dr. Rose die Möglichkeit, zwischen den einzelnen Funktionen und zwischen lokaler und internationaler Ebene wechseln zu können.

Stolz wie Dr. Andre
Im Anschluss daran erzählte Dr. Niko Andre von seiner Tätigkeit als Medical Director im Fachbereich Hämatologie/Onkologie. Mit Stolz berichtete er über die langwierige Entwicklung und Zulassung des Medikaments Avastin, das unter anderem bei der Brustkrebs-Therapie eingesetzt wird. Er schwärmte von Weiterentwicklungsmöglichkeiten durch Soft-Skills- und Kommunikationseminare und der aktiven Förderung jedes einzelnen Mitarbeiters.

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Der optimale Einstieg bei Roche Pharma
Danach erklärte Dr. Christina Müller zusammen mit Andrea Schwarz das Traineeprogramm, welches für Hochschulabsolventen der gängige Einstieg bei Roche Pharma ist. Angeboten werden ein 18-monatiges Traineeprogramm für Medical Affairs, ein 24-monatiges Traineeprogramm für den Quality-Bereich und ein 36-monatiges Traineeprgramm für Product Management (18 Monate Außendienst, 18 Monate Innendienst).

150 Bewerbungen auf vier Traineeplätze
Anschließend wurde kurz der Ablauf einer Bewerbung dargestellt und wie man sich am besten präsentieren sollte. Letztendlich werden vier Traineeplätze auf etwa 150 Bewerbungen pro Halbjahr vergeben. Zum Schluss konnten die Stipendiaten Fragen stellen und mit Mitgliedern der Geschäftsführung diskutieren. Auffallend oft wurde auf die Philosophie von Roche Pharma hingewiesen: Mut, Leidenschaft und Integrität sind Werte, die die Mitarbeiter auszeichnen sollen.

Mein Fazit
Die Veranstaltung war sehr hilfreich bei der Entscheidung für meinen weiteren Werdegang. Der Ein- und Aufstieg bei Roche Pharma wurde konkret dargelegt und ich erhielt einen Einblick in die Firmenstruktur. Die Atmosphäre war entspannt und angenehm, alle Mitarbeiter waren freundlich und haben geduldig unsere Fragen beantwortet. Meine Erwartungen an diesen Tag wurden übertroffen. Daher habe ich mich entschlossen, mich für ein Praktikum bei Roche zu bewerben.

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
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Erfahrungsbericht (Praktikum bei Roche Diagnostics): Welche Gefahren lauern am Arbeitsplatz?

Donnerstag, den 30. Juni 2011
Erfahrungs- bericht

Kann man Uni und Arbeitserfahrung verbinden? Julian kombiniert beides mit seinem studienbegleitenden Praktikum bei Roche. In seinem Pilotprojekt konnte er dort bei der Beurteilung von Gefahren im Unternehmen mitarbeiten.  Und hat dabei alles andere als eine Statistenrolle.

Ich bin Praktikant in der Abteilung "Compliance und Complaints" bei Roche Diagnostics. Wir studienbegleitenden Praktikanten arbeiten grundsätzlich einen Tag pro Woche während der Vorlesungszeit und Vollzeit in den Semesterferien. Somit kommt man auf knapp 100 Arbeitstage im Jahr, was fast einer Teilzeitstelle entspricht.

Die Vorteile
Jede Menge Zeit also, um sich richtig tief in die Firmenkultur einzuleben und in die Prozesse einzuarbeiten. Neben der Tätigkeit in der Abteilung werden jährlich mehrere Seminare speziell für Studierende in diesem Programm angeboten, zum Beispiel "Körper-Stimme-Sprache". Neben dem Training nützlicher Soft Skills konnte ich hierbei auch Studenten aus anderen Abteilungen kennenlernen.

e-fellows.net-Stipendiat Julian (24) studiert im Master "Economics" an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg. Seit Mai 2009 ist er studienbegleitender Praktikant im Förderprogramm von Roche Diagnostics. Dort unterstützt er die Abteilung "Compliance & Complaints" im Projekt-, Prozess- und Qualitätsmanagement.

Als WiWi in die Pharma- und Diagnostikbranche – Mein Weg zu Roche
Für die vorlesungsfreie Zeit im Sommer 2008 suchte ich nach einem Praktikum im Marketing. Da ich Roche Diagnostics schon während meiner Zeit bei der Jugendakademie Mannheim (Begabtenförderung der Stadt Mannheim) kennenlernen konnte und mich sowohl Branche als auch Firmenkultur reizten, war das Unternehmen meine erste Wahl.

Gelandet bin ich bei "Tele Sales", einer Marketing-Service-Abteilung im Geschäftsbereich "Diabetes Care". Ich war begeistert von der Arbeit bei Roche und bewarb mich noch während des Praktikums wieder. Nun bin ich seit Mai 2009 studienbegleitend bei Roche in der Abteilung "Compliance & Complaints" tätig.

Gefördert und gefordert von Anfang an
Dass man als studienbegleitender Praktikant bei Roche nicht nur eine Statistenrolle einnimmt, habe ich sofort vom ersten Tag an gemerkt. Gleich zu Beginn durfte ich an einem Pilotprojekt zur Gefährdungsbeurteilung mitarbeiten. Dabei beurteilten wir die Arbeitsplätze hinsichtlich der mit der Arbeit verbundenen Gefährdungen und Belastungen und bezogen dabei alle Mitarbeiter mit ein.

Meine Aufgaben im Pilotprojekt
Ich kümmerte mich unter anderem um die Planung, Moderation und Auswertung von zwei Workshops und habe den Abschlussbericht geschrieben. Ziel war es, mögliche Gefährdungen zu identifizieren, Maßnahmen zu deren Vermeidung zu finden, deren Umsetzung einzuleiten und letztlich deren Wirksamkeit zu überprüfen. Hierbei konnte ich viele eigene Ideen einbringen und umsetzen. Ich freue mich darüber, dass alle Teilnehmer das Thema positiv aufnahmen und die Workshops mir zu Beginn ermöglichten, alle Kollegen kennenzulernen.

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Meine Arbeit im Team mit den Führungskräften
Hauptsächlich unterstütze ich die Führungskräfte bei der Erhebung, Bereitstellung und Analyse von zentralen Schlüsselkennzahlen (KPIs), die für die Steuerung der Abteilung nötig sind. Diese Arbeit im Team macht mir besonders Spaß und hier kann ich als Wirtschaftswissenschaftler meine methodischen Kenntnisse gut einbringen.

Mein Highlight
Auch das Thema Qualitätsmanagement fällt in meinen Aufgabenbereich. Ich habe während den letzten zwei Jahren zahlreiche Arbeitsanweisungen, Prozessbeschreibungen und -abbildungen erstellt und bestehende aktualisiert. Als eine Überprüfung der Prozesse in unserer Abteilung angekündigt wurde, war ich besonders gespannt, wie unsere Dokumentationsqualität beurteilt wird. Das uns anschließend bestätigte einwandfreie Ergebnis ist mein persönliches Highlight bei Roche. Ich bin stolz, dass ich zu diesem tollen Erfolg beitragen konnte.

Mein Fazit
Bei Roche habe ich mich nie "nur" als Praktikant gefühlt, sondern immer als fester Bestandteil unserer Abteilung. Mein Studium profitiert von meinen praktischen Erfahrungen in einem globalen Konzern und meine Kenntnisse aus dem Studium kann ich bei der Arbeit einbringen. Die Erfahrungen aus dem studienbegleitenden Praktikum möchte ich nicht missen wollen.

Ich empfehle jedem, ob Natur-, Wirtschafts- oder auch Geisteswissenschaftler, mal einen oder auch mehrere Blick(e) auf das Unternehmen zu werfen.

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Tagebuch (Roche): Die schwedische Angst vor Konflikten (Teil 2)

Mittwoch, den 29. Juni 2011
Tagebuch

Was tun, wenn man die Erstellung eines Tools managen soll, die schwedischen Kollegen aber keine Zeit haben und Konflikten lieber aus dem Weg gehen? Katharina übt sich in Stockholm in schwedisch-deutscher Diplomatie und stellt dabei fest, dass Schweden sogar noch lieber planen als Deutsche.

Nach und nach lerne ich alle Facetten, Verbindungen und Auswirkungen meines Projekts kennen, und so macht die Arbeit daran immer noch mehr Spaß. Es ist gut, zu sehen, wie man mit seiner Arbeit echten Mehrwert schafft und auch für sich selbst viel mitnimmt! Ich entwickle ein Tool, das einen Überblick darüber gibt, welche Tests die Kunden mit den Geräten von Roche durchführen. Dieses "Channel Filling" oder "Channel Monitoring Tool" entpuppt sich als echtes Allround-Talent.

e-fellows.net-Alumna Katharina (26) studierte "International Business Studies" in Paderborn und Xalapa, Mexiko. Anschließend machte sie einen Master in "International Management" in Dublin und St. Gallen. Im Oktober 2009 ist sie ins Management-Start-Up-Programm bei Roche eingestiegen.

Konfliktscheue macht die Ressourcenplanung schwierig
Nachdem die Projektplanungsphase abgeschlossen war, musste ich zunächst einige Überzeugungsarbeit leisten, um mir die erforderlichen Ressourcen zur Durchführung zu sichern. Dabei habe ich schnell eine Besonderheit der schwedischen Kultur am eigenen Leib beziehungsweise am Projekt erfahren: "Der Schwede" trägt ungern Konflikte aus und bemüht sich so sehr um Konsens, dass verbindliche Zusagen oft schwer zu bekommen sind. Durch Beobachtung fand ich heraus, wie man trotzdem ans Ziel kommt. Jetzt wähle ich eine Herangehensweise, die gespickt ist mit Diplomatie und kleineren Anfragen, die wiederum zu häppchenweisen Zusagen führen.

Für mich etwas gewöhnungsbedürftig, heißt das also, dass man sich als Projektleiter zwar Deadlines gegenübersieht, die Zusagen von den beteiligten Kollegen jedoch erst nach und nach erwirken kann. Das bedeutet allerdings nicht, dass Schweden nicht gerne planen – vielmehr ist es so, dass mein Projekt nun "ungeplant" für die Projektmitglieder dazwischenkommt und sie daher "spontan" keine Zusagen machen können. Und während ich nun in Deutschland ausdiskutieren würde, wer wie viel Zeit investieren kann oder muss, werden solche Konfliktsituationen hier vermieden und kaum toleriert.

Abendstimmung im Hagapark
Abendstimmung im Hagapark

Neue Führungserfahrung und Begeisterung für die eierlegende Wollmilchsau
Für mich ist es daher eine Führungsaufgabe der ganz besonderen Art. Während ich selbst verbindliche Ziele habe, muss ich die nötige Unterstützung ständig neu verhandeln und das Team geschickt ohne Konfliktgespräche dem Zeitplan gemäß steuern. Und dadurch lerne ich jeden Tag eine Menge!

So war ich stolz, dass ich bei der Zwischenpräsentation nach sechs Wochen das "Pilot-Tool" für den ersten Geschäftsbereich präsentieren konnte. Es hat mich richtig motiviert, zu sehen, wie begeistert alle von diesem Tool sind! Ich bekam sehr positive Rückmeldungen nicht nur vom Außendienst und den Regionalleitern, sondern auch von Management und Finance. Es ist außergewöhnlich, dass man mit einem Tool so viele unterschiedliche Bedürfnisse abdecken kann.

Drottninggatan mit Blick bis Gamla Stan [Quelle: Roche]
Drottninggatan mit Blick bis Gamla Stan

Und dann durfte ich Detektivin sein
Nachdem der Pilotreport für den größten Geschäftsbereich nun vorlag, begann echte Detektivarbeit. Denn ein Tool, das Daten aus den Systemen nutzt, bildet nie zu 100 Prozent die Realität ab. Da jedoch monatlich automatisierte Updates vorgenommen werden sollen, ist es notwendig, hier einen guten Kompromiss zu finden.

Zunächst einmal mussten wir uns also ein genaueres Bild verschaffen, wie gut sich unser Report mit der Wirklichkeit deckt. Dafür ist die Mitarbeit der Regionalleiter essentiell. Und so habe ich viel Zeit am Telefon verbracht, Fehler und Verbesserungsvorschläge gesammelt und anschließend tief in den Daten gegraben, um zu verstehen, woher die Fehler kommen. Erfreulicherweise waren die "Regeln", nach denen das Tool arbeitet, bereits so gut, dass wir uns entschieden haben, sie unverändert beizubehalten. Da die vorhandenen Fehler einfach zu beheben waren, konnte ich mich zügig dem nächsten Geschäftsbereich zuwenden.

So sehen schwedische Kunden aus
Neben meiner eigentlichen Projektarbeit hatte ich die Möglichkeit, Kollegen bei einigen Kundenbesuchen zu begleiten. Diese habe ich natürlich begeistert genutzt. Im Großen und Ganzen entspricht das schwedische Gesundheitssystem und Marktumfeld zwar dem deutschen, aber durch mein erstes Projekt im Außendienst in Deutschland konnte ich doch einige Unterschiede entdecken und hinterfragen. Außerdem habe ich mich sehr darüber gefreut, einen mir noch völlig unbekannten Bereich im Labor kennenzulernen: die Gewebediagnostik.

Und was machen Stadt und Frühling?
Ich habe mich verliebt. Und wie dieses Gefühl es so an sich hat, beschränkt sich die Sicht auf all das Positive – Frühlingsgefühle eben. Ich liebe diese Stadt, die viel mehr aus Grün und Blau als aus Grau zu bestehen scheint. Und so genieße ich jedes Wochenende hier in vollen Zügen, die meisten davon mit Freunden und meinem Freund, die es alle zu einem Besuch hierher zieht. Und wenn ich doch mal alleine bin, genieße ich sonnige Stunden an meinem Lieblingsplatz auf einem Steg mitten in der Stadt, mit einem Buch und Blick auf Promenade, Wasser, Ausflugsboote, Touristen und Stockholmer.

Elch im
Elch im "Skansen"

Freiluft für Museumsmuffel
So viel Natur es in Stockholm auch gibt, und auch wenn man Hasen und Rehen in der Stadt beobachten kann – um Rentiere und Elche zu sehen, muss man dann doch in den Zoo. Nur dass selbst der Zoo hier naturnaher wirkt und eigentlich auch gar keiner ist. Vielmehr befindet er sich auf einer Insel mitten in der Stadt und ist Teil eines Freilichtmuseums namens "Skansen". Dort finden sich neben Tieren originale Bauernhäuser aus ganz Schweden, die hier hergebracht und den schwedischen Regionen entsprechend von Süd nach Nord wieder aufgebaut wurden. In einem alten Handwerkerviertel kann man außerdem Glasbläsern, Buchbindern, Töpfern und Bäckern bei ihrer Arbeit zusehen – und die entstandenen Werke gleich kaufen. So macht Museum Spaß!

Schloss Drottningholm
Schloss Drottningholm

Södermalm, Gamla Stan, Norrmalm und Östermalm: Stockholm hat viele Gesichter
Neben meiner Begeisterung für Wasser und Natur in der Stadt genieße ich es immer wieder, meine Besucher mit den unterschiedlichen Vierteln und ihrer Atmosphäre zu verblüffen. Tatsächlich ist Stockholm so klein, dass man mit guten Schuhen an einem Tag die unterschiedlichsten Eindrücke sammeln kann. Und natürlich kommen wir unterwegs vorbei an all den Lieblingsplätzen, Lieblingseisdielen, Lieblingscafés, Lieblingsläden, Lieblingssaftbars und Lieblingsrestaurants, die ich gesammelt habe. Und somit ist für mich die wichtigste Sehenswürdigkeit in Stockholm das Gefühl, das jeder Stadtteil vermittelt.
Wen das nicht begeistert, den erfreue ich mit Korintkakor (eher wegen des Namens als wegen des Geschmacks, denn das sind natürlich Rosinenkekse), Kanelbullar (Zimtschnecken mit viel Kardamom), Blaubeerkuchen und der schwedischen Variante des Karottenkuchens. Wer keine Zuckerschnute ist, der genießt zum Beispiel Räucherlachs, den es hier in viel mehr Varianten gibt, als ich es für möglich gehalten hätte.

Sowohl Arbeit als auch Freizeit haben sich inzwischen also richtig gut eingependelt, und so fliegt die Zeit noch mehr, als sie es sonst schon tut. Da muss ich an "Ferien auf Saltkrokan" von Astrid Lindgren denken, wo der Vater an Mittsommer wehmütig sagt: "Bald ist sie vorbei, die schöne Zeit!"

Im ersten Teil berichtet Katharina von ihrer Ankunft in Stockholm.

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Erfahrungsbericht (Roche Diagnostics): Mit LSD den Kunden überzeugen

Mittwoch, den 22. Juni 2011
Erfahrungs- bericht

Beim Sales Training mit Roche konnte Frederik hinter die Kulissen des Healthcare-Unternehmens blicken. Außerdem weiß er jetzt, was es mit der SPIN-Methode auf sich hat und warum LSD ein entscheidender Verkaufsfaktor ist.

Titel und Thema der Veranstaltung
Sales Training mit Roche Diagnostics

Datum und Ort
18. bis 20. Mai, Roche Diagnostics in Mannheim

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
Zwölf studentische Teilnehmer aller Fachrichtungen und fünf Unternehmensvertreter von Roche: Sonja Kühn, Hans-Jürgen Jeck, Gunther Wiegand, Dr. Jochen Strack und Simone Rings

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Ich hatte zwei Gründe, mich für den Sales Workshop mit Roche Diagnostics zu bewerben: Zum einen besitze ich aufgrund meiner bisherigen Praktika eine große Affinität für den Bereich Vertrieb. Erfolgreiches Verkaufen erfordert nicht nur Verkaufstalent, sondern wird auch stark von Verkaufserfahrung beeinflusst. Daher wollte ich meine Stärken und Schwächen kennenlernen und gleichzeitig neue Erfahrungen sammeln. Um nicht nur aus meiner, sondern auch aus der Erfahrung Anderer zu lernen, fand ich es toll, beim Workshop Ratschläge eines Verkauftrainers zu erhalten und diese dann sinnvoll umzusetzen. Zum anderen wollte ich Informationen aus erster Hand über Roche als Arbeitgeber.

e-fellows.net-Stipendiat Frederik (25)  befindet sich im vierten Semester seines BWL-Studiums mit Major in Marketing und Minor in strategischem Management an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Nach einem Auslandssemester an der American University in Washington schreibt er zurzeit seine Masterarbeit über "Multichannel Management".

Tag 1: Wer ist Roche, wer sind wir?
Der erste Tag des Workshops war darauf ausgelegt, das Unternehmen Roche sowie seine Produkte und Einstiegsmöglichkeiten kennenzulernen. Vor der Unternehmenspräsentation stellten sich aber alle Teilnehmer erstmal vor. Biochemiker, BWLer, Mediziner und Wirtschaftsingenieure hatten sich auf den Weg nach Mannheim gemacht, um das Verkaufen zu lernen.

Im Anschluss folgte die Präsentation des Roche-Konzerns, der sich noch immer in Familienhand befindet. Dabei wurde besonders der Geschäftsbereich "Diagnostics" vertieft vorgestellt. Durch die vielfältigen Ausbildungshintergründe der Mitarbeiter wurde deutlich, dass es sich hier um ein sehr interdisziplinäres Arbeitsumfeld handelt. Die Vorstellung des "Management Start Up-Programms" für den Bereich Marketing & Sales sowie der Direkteinstieg im Vertrieb komplettierten die Vorstellung des Unternehmens. Damit sollte vor allem Nicht-Naturwissenschaftlern die Scheu vor dem Einstieg in ein Gesundheitsunternehmen genommen werden.

Nach diesen ersten Eindrücken gab es eine Werksführung. Vorgestellt wurde die Produktion eines Gerätes zur Blutzuckermessung sowie der Entwicklungsbereich für das Labordiagnostiksystem "cobas". Roche ist auf beiden Gebieten Weltmarktführer und die Begeisterung, Überzeugung und Leidenschaft der Mitarbeiter für ihre Produkte war deutlich spürbar. Mit einem Abendessen in der Mannheimer Innenstadt klang der Tag gemütlich aus. Auch hier konnten wir die Gelegenheit nutzen und von den anwesenden Mitarbeitern mehr über ihre Lebensläufe und Roche erfahren.

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Tag 2: Die Bedeutsamkeit von LSD im Verkaufsgespräch
Am zweiten Tag begann das Verkaufstraining, welches William van Venrooij leitete. Der erfahrene niederländische Vertriebsspezialist definiert Verkaufen so: Man muss die Wahrnehmung des Bedarfs eines Kunden verändern.

Wir starteten mit einem Theorieteil, in dem uns William van Venrooij vermittelte, dass eine sorgfältige Vorbereitung entscheidend für den Erfolg des Verkaufens sei. Produkt- und Kundenkenntnis seien die Grundvoraussetzung eines jeden Kundentermins. Positives Denken sowie die eigene Überzeugung von den Stärken des Produktes runden dies ab. Herr van Venrooij vermittelte dieses Wissen äußerst begeisternd und gespickt mit Anekdoten aus seiner eigenen Zeit als Vertriebler. Gepaart mit seinem holländischen Akzent machte es einfach Spaß, ihm zuzuhören und seine Erfahrungen sowie sein Wissen aufzunehmen.

Wir lernten zunächst, Bedürfnisse zu ermitteln und zu verstärken. Von großer Bedeutung ist hierbei die Anwendung von LSD: "Listen, summarize and deepen" sind die Grundbausteine eines erfolgreichen Verkaufsgesprächs. In Kleingruppen haben wir dann geübt, die vorher geäußerten persönlichen Ziele des Gegenübers zusammenzufassen. Durch tiefergehende Fragen sollten wir dann die eigene Aufmerksamkeit und Auffassungsgabe beweisen. Betreut wurde jede Gruppe durch einen Roche-Manager, der am Ende Feedback zu unserer Leistung gab.

Nach dieser Übung folgte ein weiterer Theorieteil, bei dem es um Gesprächsführung ging. Zusammenfassen lässt sich dieser Abschnitt mit dem Vergleich, dass Verkaufen wie Angeln sei. Wenn ein Kunde in eine gewisse Richtung möchte, folge ich ihm und gebe ihm mehr Schnur, um mein Verständnis auszudrücken. Merke ich jedoch, dass der Kunde eine Produkteigenschaft wertschätzt, die eine Stärke meines Produkts darstellt, ziehe ich die Schnur heran, um den Fisch an Land zu ziehen und so einen erfolgreichen Verkaufsabschluss zu erzielen. Der Abend endete gemeinsam mit den Roche Vertretern sowie Herrn van Venrooij in einem Restaurant am Rhein.

Tag 3: Schwierig ist nur noch nicht einfach
Der dritte Tag stand im Zeichen der Bedarfsveränderung. Mithilfe der "SPIN-Methode", in der Situations-, Problem-, Implikations- und Nutzenfragen gestellt werden, übten wir in den bewährten Kleingruppen, den Bedarf des anderen Teilnehmers an die Stärken unseres Produktes anzupassen. Präsentiert wurde anschließend vor der ganzen Gruppe. Dies galt ebenso für das "Chunking", bei dem vom Kunden gewünschte Produkteigenschaften in ein übergeordnetes Bedürfnis übertragen werden. Auf diese Weise können fehlende Attribute durch vorhandene Attribute ersetzt werden, wenn sie den gleichen Bedarf decken.

Für Erheiterung sorgten kurze Geschicklichkeitsspiele, die in der Gruppe durchgeführt wurden. Hier wurde deutlich, dass Übung den Meister macht: Die Lösung eines Problems ist somit nie schwierig, sondern aufgrund mangelnder Erfahrung nur noch nicht einfach.

Der Workshop endete mit individuellem Feedback der Beobachter über unser Verhalten in der Gruppe. Hierbei zeigte uns Herr van Venrooij unsere Stärken und Schwächen und gleichzeitig Verbesserungsmöglichkeiten auf.

Mein Fazit
Die inhaltliche Ausgestaltung des Workshops war sehr gut. Das Verhältnis von Theorie und Praxis war ausgewogen. Durch direktes Feedback konnte ich Lernerfolge schon während des Workshops feststellen. Der Workshop gab mir die Grundlagen für erfolgreiches Verkaufen, und dass ich das gewonnenen Wissen im Alltag direkt anwenden kann, wird dazu beitragen, die notwendige Erfahrung zu sammeln.

Auch hinsichtlich der Organisation des Workshops gibt es keinen Grund zur Beschwerde. Vielmehr wurden meine Erwartungen übertroffen. Vom Hotel über das Abendessen bis zum Taxi, es war für alles gesorgt. Die Teilnehmer konnten sich somit voll und ganz auf den Workshop konzentrieren. Ein weiterer Punkt, der die Wertschätzung der Teilnehmer verdeutlicht, zeigt die Teilnehmerliste der Roche-Vertreter. Dass die Leiterin für Deutschland, Italien und das internationale Geschäft anwesend waren, untermauert den Eindruck, dass der Workshop auch für Roche eine hohe Bedeutung hatte. Auf diese Weise stellte sich Roche als attraktiver potenzieller Arbeitgeber dar.

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Tagebuch (Roche): Ein Frühlingsprojekt in Stockholm (1. Teil)

Freitag, den 20. Mai 2011
Tagebuch

Für Roche in Stockholm soll Katharina ein Tool entwickeln, das einen Überblick darüber gibt, welche Tests die Kunden mit den Geräten von Roche durchführen, damit man die Verkaufsaktivitäten besser steuern kann. Dicke Fellstiefel und reichlich Auslandserfahrung – Katharina fühlte sich gut gerüstet für Schweden. Allerdings hatte sie nicht mit den schwedischen Hürden im Alltag gerechnet – und nicht mit dem plötzlichen Stockholmer Frühling.

Nach meinem Außendienstprojekt in Berlin und zwei Projekten in verschiedenen Geschäftsbereichen am Standort Mannheim war es Anfang April an der Zeit, einen kleineren Roche-Standort im Ausland kennenzulernen. Und neben der Arbeit geht es natürlich um Land, Leute, Sprache und Kultur.

Stadt am WasserWillkommen in Stockholm!
Nachdem ich in meinem Studium reichlich Auslandserfahrung gesammelt habe, erscheint so ein Aufenthalt in Schweden vergleichsweise "einfach". Und doch musste ich überraschenderweise schon am ersten Morgen eine Hürde meistern: den Weg zur Arbeit. Natürlich befinde ich mich nicht in einem Entwicklungsland und im Gegensatz zu Nicaragua oder Mexiko hat Schweden deutlich sichtbare Bushaltestellen. Aber ich musste ja erst mal herausfinden, welche die richtige ist – und woher man eine Fahrkarte bekommt.

e-fellows.net-Alumna Katharina (26) studierte "International Business Studies" in Paderborn und Xalapa, Mexiko. Anschließend machte sie einen Master in "International Management" in Dublin und St. Gallen. Im Oktober 2009 ist sie ins Management-Start-Up-Programm bei Roche eingestiegen.

Glücklicherweise habe ich vorher im Hotel nachgefragt, ob man im Bus Fahrscheine kaufen kann – aber nein, leider nicht. Mir wurde allerdings versichert, dass ein Automat an der Bushaltestelle sei, sonst solle ich einfach im Supermarkt nachfragen. Das musste ich dann auch, da es den Automaten nicht gab. Im Supermarkt wurde mir dann empfohlen, mein Busticket per SMS zu kaufen (ach so, kein schwedisches Handy) oder eben zur U-Bahn zu laufen, dort gäbe es einen Schalter.

90 Tage Busfahren – oder 30?
Also bin ich zur U-Bahn gestapft mit der festen Absicht, mir gleich ein Drei-Monatsticket zu kaufen, damit ich das nicht jeden Morgen machen muss. ;) Am Schalter dort sagte man mir, dass sie keine Bustickets verkaufen, aber ich könnte mal im Kiosk nachfragen. Im Kiosk gab es dann die 90-Tage-Tickets leider nicht, also hab ich mich mit 30 Tagen zufriedengegeben, immerhin. Dann also zurück zur Bushaltestelle und ab zu Roche. Dorthin zu finden war dann vergleichsweise einfach. ;)

Frühlingswiesen in StockholmIm Willkommensmeeting haben wir dann gleich Termine für Zwischen- und Abschluss- präsentationen vereinbart, noch bevor ich richtig begriffen hatte, was ich eigentlich erarbeite. Und so kam ich ziemlich schnell zu der Überzeugung, dass Planung hier als mindestens ebenso wichtig eingestuft wird wie in Deutschland. Andererseits – auch wenn die Termine vereinbart sind, scheint der tatsächliche Inhalt sehr flexibel zu sein und an die jeweilige Situation angepasst zu werden. Auf den zweiten Blick ist "der Schwede" also spontaner als es zunächst scheint.

Mein Projekt: Die Entwicklung eines Channel Monitoring Tools
In den ersten drei Wochen habe ich viel Zeit investiert, um meinen Auftrag genau zu klären, sodass ich inzwischen eine klare Vorstellung davon habe, worum es sich bei meinem Projekt handelt. Roche Diagnostics verkauft medizinische Analysegeräte in allen Größen, überwiegend für die Analyse von Blut, aber zum Beispiel auch für die Zellanalyse. Je nachdem, welche medizinischen Fragestellungen der Kunde beantworten möchte und wie viele Tests er pro Tag durchführen muss, wird das passende Gerät in der passenden Größe ausgewählt.

Neben dem Gerät kauft der Kunde in der Regel Reagenzien und Verbrauchsmaterialien von Roche, also Produkte, die er braucht, um die Tests durchzuführen. Und da auf vielen Geräten sehr viele verschiedene Tests durchgeführt werden können, bietet es sich an, den Kunden auf weitere Möglichkeiten aufmerksam zu machen, wie er die vorhandenen Geräte nutzen kann. Und zwar insbesondere dann, wenn die Geräte noch Kapazität frei haben, das bedeutet Kanäle für weitere Tests.

Dafür ist es hilfreich, wenn Verkäufer, Marketing und Produktmanagement eine genaue Übersicht darüber haben, welche Tests der Kunde bereits mit unseren Produkten durchführt, wo wir neue Tests hinzugewinnen und wo wir möglicherweise einen Kunden verlieren. In Schweden gibt es bisher kein Tool, das einen solchen Überblick ermöglicht und damit Marketing und Verkauf unterstützt, den richtigen Fokus für die Verkaufsaktivitäten zu legen.

Ein Monitoring Tool für das gesamte Portfolio und verschiedene Zielgruppen
Mein Auftrag ist es nun, genau so ein Tool zu konzipieren, zugeschnitten auf die Bedürfnisse der schwedischen Organisation. Die Herausforderung dabei ist, dass ich drei verschiedene Geschäftsbereiche abbilden soll, die jeweils ein unterschiedliches Portfolio und teils verschiedene Zielgruppen haben. Daher habe ich zunächst einmal mit allen beteiligten Geschäftsbereichen über ihre Anforderungen und Bedürfnisse gesprochen.

Um das Rad nicht unnötig neu zu erfinden, habe ich außerdem mit einigen anderen Länder-Organisationen von Roche Kontakt aufgenommen, um mir einen Überblick über deren Lösungen und Tools zu verschaffen. Gemeinsam mit einer Kollegin aus dem Controlling werde ich dann das Tool entwickeln, testen, verfeinern und implementieren.

See im Haga-ParkStockholmer Frühling – ich habe die richtige Jahreszeit erwischt!
Ich nutze vor allem die Wochenenden, um Stockholm kennenzulernen. Zunächst einmal muss ich sagen, dass mich das Wetter, das mich hier im April erwartet hat, sehr positiv überrascht hat. Völlig fehl am Platz waren definitiv die dicken Fellstiefel, die ich eingepackt hatte, nachdem ich mehrfach von meiner Schwedisch-Lehrerin gewarnt worden war, dass es im April durchaus noch schneien könne! Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass mein Körper nach frühsommerlichen Temperaturen Ende März in Deutschland derartige Kälteschocks ohne Fellstiefel verkraften könnte! Glücklicherweise kam jedoch alles anders. Als ich ankam, waren zwar tatsächlich noch Schnee-Rollsplit-Reste am Straßenrand zu sehen und der Fluss hinter dem Roche-Gebäude war noch komplett mit Eis bedeckt – aber wir hatten um die 8° C und mir wurde ständig versichert, dass ich den Frühling mitgebracht hätte.

Stockholmer CaféNach dem ersten Wochenende, an dem ich trotz Mantel ganz schön im Seewind gebibbert habe, ist es auch für meine Begriffe frühlingshaft geworden. Tatsächlich gab es nun jeden Tag Sonnenschein und T-Shirt-Wetter zu Ostern. Das bedeutet selbstverständlich, dass ich, wenn es windstill ist, im T-Shirt rumlaufe, während die Schwedinnen Hotpants tragen – ohne Strumpfhose. Aber das kenne ich ja von den Iren. ;)

Der lange Winter hat alle ganz heiß auf Sonne gemacht und das merkt man an jeder Straßenecke. Überall sitzt man in Cafés und genießt die Sonne mit wunderschönem Blick auf die Promenade, Wasser, Inseln und sprießende Bäume.

Das Stockholmer Stadtbild ist stark von Wasser geprägt, und die Stadt gibt der Natur erstaunlich viel Raum. Stockholm hat den (wohl weltweit einzigen) Nationalpark innerhalb einer Stadt! Der zieht sich wie eine riesige grüne Lunge durch Schwedens Hauptstadt und besteht aus verschiedenen Parks, kleinen Wäldern und Seen.

SödermalmNatürlich gibt es auch "typisch Städtisches" wie Hochhäuser oder Einkaufsstraßen. Und doch wirkt an vielen Stellen alles ein wenig verträumter, weil Stockholm die Strenge einer Stadt genommen wird durch verzierte, gut erhaltene alte Gebäude, Wasser und Pflanzen.

Mein erstes Zwischenfazit: Ich bin gut angekommen in dieser schönen Stadt und freue mich sehr auf weitere Erkundungstouren in und um Stockholm!

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Tagebuch (Roche): Eine Postdoc zwischen Labor und Projektmanagement

Donnerstag, den 12. Mai 2011
Tagebuch

Wer sagt, dass Naturwissenschaftler nur im Labor arbeiten? Für Alumna Franziska ist gerade die Mischung aus Laborarbeit und Projektmanagement das Spannende an ihrer Postdoc-Stelle in der Gerinnungsdiagnostik von Roche.

Zugegebenermaßen befinde ich mich auch nach 100 Tagen noch mitten in der Einarbeitungsphase. Am Anfang absolvierte ich verschiedene Schulungen, um den Umgang mit unseren Messgeräten und speziellen Auswertungssoftwares zu lernen. Besonders gut gefällt mir, dass ich seit dem ersten Tag in die laufenden Projekte eingebunden bin. Ich hatte von Beginn an kleinere Projektaufgaben, bei denen ich mich ganz automatisch fachlich einarbeite und auch gleichzeitig erste Projektergebnisse beisteuern kann.

Meine Aufgaben sind sehr vielfältig: Für einen Test erarbeite ich im Labor Applikationen, bei denen ich ein Reagenz auf bestimmte Kriterien an Messgeräten austeste. Wenn ich nicht im Labor beschäftigt bin, warten mindestens genauso viele Aufgaben am Schreibtisch auf mich: Hier werte ich Messdaten aus, verfasse Berichte, bearbeite Produktdokumente, erstelle Präsentationen und Entscheidungsvorlagen oder halte unseren Projektfortschritt fest.

e-fellows.net-Alumna Franziska (29) studierte Molekulare Biotechnologie an der TU München. Anschließend promovierte sie am Helmholtz Zentrum München. Seit einigen Monaten arbeitet sie nun als Postdoc in der Gerinnungsdiagnostik bei Roche.

Außerdem stehe ich im Kontakt zu den verschiedenen Projekt-Schnittstellen. Weil wir in unserem Forschungs- und Entwicklungsteam (R&D) sehr eng zusammenarbeiten, stimmen wir uns genau ab. Dafür gibt es fast täglich Besprechungen innerhalb unserer Gruppe, sei es mit meinen Kolleginnen im Labor oder mit meinem Abteilungsleiter. Ab und zu geht es außerdem zu Projektsitzungen oder Fortbildungen, entweder hier auf dem Werkgelände oder auch an anderen Roche-Standorten. Durch diese Mischung aus Laborarbeit und Projektmanagement empfinde ich meinen Arbeitsalltag als sehr abwechslungsreich.

Der Umgang miteinander
Die gesamte Abteilung hat mich zu meinem Start sehr offen und herzlich aufgenommen. Nicht nur meine Zimmergenossin, sondern auch die anderen Kollegen in der Abteilung haben mir von Anfang an bereitwillig ihre Hilfe angeboten, wenn ich einmal Fragen haben oder alleine nicht weiterkommen sollte. Dafür bin ich sehr dankbar und auch schon in einigen Fällen darauf zurückgekommen.

Auch mein Abteilungsleiter Dr. Michael-Town hat mich von Anfang an in sein Netzwerk integriert, zum Beispiel wenn es um den Kontakt zu Fachexperten geht. Insgesamt schätze ich diesen offenen, integrativen und hilfsbereiten Umgang sehr, weil er die Arbeit – nicht nur für Einsteiger sondern für jeden Einzelnen – so viel angenehmer und produktiver macht.

Der persönliche Kontakt
Jeden Mittag geht es gemeinsam mit meiner Arbeitsgruppe zumeist mit dem Fahrrad über das Werkgelände zur Kantine. Die Essenskosten subventioniert Roche, was für uns Mitarbeiter – insbesondere für Auszubildende und Praktikanten – eine tolle Sache ist. Jeden Freitag steht der Postdoc-Stammtisch auf dem Programm. Dabei treffen sich die Teilnehmer des Management-Start-Up(MSU)-Programms und wir Postdocs vom Werk Penzberg zum gemeinsamen Mittagessen. Viele darunter sind mit den Jahren bereits Gruppenleiter geworden, aber kommen immer noch gerne zu den Treffen. Auch ich freue mich jede Woche darauf, denn wir tauschen viele Erfahrungen aus und knüpfen professionelle, aber auch persönliche Kontakte.

Gleich nach den ersten Wochen, es war kurz vor Weihnachten, haben mein ehemaliger Mentor und ich telefoniert, um zu besprechen, wie es mir bei meinem Start als Postdoc ergangen ist. Dabei fragte mich Robert Bühn neugierig: "Wie kommt es Ihnen denn nun vor, Frau Hampel? Von der Uni in die Industrie – fühlt es sich für Sie nicht ein bisschen wie ein Kulturschock an?" Aber genau das hatte ich nicht empfunden. Ich berichtete ihm, wie viel Spaß mir mein neuer Job macht, und dass meine Arbeit sowie mein Umfeld so sind, wie ich es erwartet hatte nach den Eindrücken aus dem Mentorenprogramm.

Mein Fazit
Das Mentorenprogramm von Roche hat mir bei meiner beruflichen Orientierung sehr geholfen. Deshalb kann ich interessierten e-fellows nur empfehlen, Veranstaltungen von Roche und e-fellows.net zu besuchen, dabei neugierig zu sein und möglichst viel mitzunehmen.

Gerade die Workshops bieten eine gute Möglichkeit, mit Vertretern aus dem Management in Kontakt zu kommen – und diese bieten im Anschluss an solche Events dann gerne ein Mentoring an. In meinen Augen war dies eine geniale Vorbereitung auf den Berufseinstieg und – wie sich nun am Ende herausstellte – bereits ein Teil des Wegs in meine jetzige Position bei Roche Diagnostics.

Im ersten Teil ihres Tagebuchs berichtet Franziska, wie sie ins Mentorenprogramm von Roche aufgenommen wurde, im zweiten Teil erklärt sie, was in der Gerinnungsdiagnostik passiert.

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Tagebuch (Roche): Teamwork für den marktreifen Test

Freitag, den 6. Mai 2011
Tagebuch

Interdisziplinäre Teamarbeit: An der Entwicklung eines Blutgerinnungstests arbeiten bei Roche viele Abteilungen. Bis der Test auf dem Markt ist, kann es mehrere Jahre dauern. Aber wozu untersucht man die Blutgerinnung eigentlich?

Am 1. Dezember 2010 startete ich als Postdoc in der Gerinnungsdiagnostik bei Roche Professional Diagnostics. Der erste Tag beginnt bei allen neuen Mitarbeitern am Standort Penzberg mit einer Einführungsveranstaltung der Personalabteilung. Wir bekamen das Unternehmen präsentiert, und Bernhard Schneller, HR Business Partner Roche Diagnostics Operations Penzberg, klärte uns über unternehmensinterne Prozesse auf.

e-fellows.net-Alumna Franziska (29) studierte Molekulare Biotechnologie an der TU München. Anschließend promovierte sie am Helmholtz Zentrum München. Seit einigen Monaten arbeitet sie nun als Postdoc in der Gerinnungsdiagnostik bei Roche.

Dabei bekamen wir Einsteiger auch sofort wichtige Intranet-Links und Telefonnummern an die Hand, die mir seitdem in vielen Situationen weiterhelfen, sei es zur Nutzung der werkseigenen Bibliothek, des Fortbildungsprogramms oder der IT-Hilfe bei Computerproblemen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen, bei dem wir persönlich vom Kantinen-Betriebsleiter begrüßt wurden, ging es zum Start in die Fachabteilung. Obwohl ich durch mein Studium und die Promotion grundlegendes Wissen zur Blutgerinnung mitbrachte, stand zunächst einmal die fachliche Einarbeitung in die Gerinnungsdiagnostik auf dem Programm.

Blutgerinnungsdiagnostik – was bedeutet das überhaupt?
Bei der "Blutgerinnung" lagern sich bestimmte Blutzellen, unsere Blutplättchen, aneinander, um einen sogenannten Thrombus zu bilden, der zum Beispiel eine Wunde nach einer Verletzung schließen und damit eine weitere Blutung verhindern soll. Dafür müssen zunächst eine Reihe von Bluteiweißstoffen, sogenannte Gerinnungsfaktoren, in einer bestimmten Reihenfolge aktiviert werden, um am Ende die Vernetzung der Blutplättchen untereinander möglich zu machen. Nach der Wundheilung vermitteln andere Bluteiweißstoffe auf reguliertem Wege die Auflösung dieses Zellklumpens.

Ist bei einem Menschen die Funktionstüchtigkeit eines Gerinnungsfaktors vermindert oder vermehrt, kann es bei diesem Patienten zu einer verstärkten Blutung oder Blutgerinnung kommen. Deshalb spielt der Gerinnungsstatus eines Patienten bei einer Vielzahl von klinischen Situationen eine wichtige Rolle. Man untersucht die Blutgerinnung zum Beispiel zur Vorbereitung auf eine Operation, zur Kontrolle von Thrombose-Prophylaxe bei längerer Bettlägrigkeit oder genetischer Veranlagung und regelmäßig bei sogenannten "künstlichen Bluter-Patienten".

Zu diesem Zweck wird dem Patienten Blut abgenommen und die Blutgerinnung durch die Zugabe bestimmter Eiweißstoffe künstlich in Gang gesetzt, während kontinuierlich in einem sogenanntem Photometer ein Lichtstrahl durch die Blutprobe geschickt wird. Je nachdem, wie schnell sich ein "Gerinnsel" bildet, kommt es zu einer Trübung der Probe, welche anhand des abnehmenden Durchlichts gemessen wird. Um den Gerinnungsstatus eines Patienten genau zu untersuchen, gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Tests, mit denen die Funktionstüchtigkeit der verschiedenen Gerinnungsfaktoren einzeln überprüft werden kann.

Wie laufen solche Entwicklungsprojekte eigentlich ab?
Einen solchen Test zu entwickeln, zu evaluieren und am Ende beim Kunden zum Einsatz zu bringen, bedeutet für uns ein mehrjähriges Projekt, für das Vertreter verschiedener Abteilungen als ein interdisziplinäres Projektteam zusammenarbeiten. Da die Einheit "Marketing & Vertrieb" direkten Kontakt zu unseren Kunden hat, können diese Kollegen am besten einschätzen, was ein Test von Roche in der klinischen Praxis leisten muss. Die Marketingabteilung formuliert also zunächst Produktanforderungen.

Gelingt es uns als Forschungs- und Entwicklungsabteilung (R&D), die Machbarkeit dieser Anforderungen mit Entwicklungs- und Evaluierungsarbeit zu zeigen, werden daraufhin verbindliche Produktspezifikationen definiert. Dazu zählen zum Beispiel Kriterien, wie genau ein Test messen muss, oder wie lang die Reagenzien eines Tests haltbar sein müssen. R&D erhebt die Prüfdaten dazu in enger Abstimmung mit der Qualitätskontrollabteilung. Auch für die Dokumentation ist oberste Sorgfalt geboten, um nachzuweisen, dass für die Entwicklung eines klinischen Tests auch nach definierten Qualitätsstandards gearbeitet wurde.

Damit der Test zum klinischen Einsatz kommen kann, steht danach die Zusammenarbeit mit der klinischen Prüfabteilung und der Zulassungsabteilung auf dem Programm. Und ist dies geschafft, ist zur Einführung des Tests beim Kunden wiederum die Marketingabteilung gefragt, wobei wir als R&D-Abteilung auch nach der Einführung für die Produktpflege des entwickelten Tests verantwortlich bleiben.

Im ersten Teil ihres Tagebuchs berichtet Franziska, wie sie in das Mentorenprogramm von Roche aufgenommen wurde.

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