Archiv der Kategorie 'Partnerunternehmen'

Erfahrungsbericht (Bertelsmann): Neue Talente über den Dächern New Yorks

Freitag, den 22. Februar 2013
Erfahrungs- bericht

Erika hat sich mit ihrem Team und mit Kreativität gegen harte Konkurrenz bei "Talent meets Bertelsmann" durchgesetzt und eine Reise nach New York gewonnen. Vier ereignisreiche Tage verbrachte sie in der Stadt, die niemals schläft. Bei Bertelsmanns Random House bekam sie einen Überblick  übers Verlagswesen – und über ganz Manhattan.

Titel und Thema der Veranstaltung
"Team arvato" goes New York: Das Gewinnerteam des diesjährigen "Talent meets Bertelsmann" besucht Random House in New York

Zeit, Ort und Dauer der Veranstaltung
19. bis 22. Oktober in New York

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
Neun deutsche "Talents",  Johanna Scheffer (Projektmanager Employer Branding) und Führungskräfte von Random House und Bertelsmann

Mit Kreativität und Software Distribution punkten
Im Juli hatte ich an der Veranstaltung "Talent meets Bertelsmann" in Berlin teilgenommen und drei spannende Tage mit Workshops, Karriere-Coaching und einem Privatkonzert von "Ich&Ich" verbracht. Im Mittelpunkt stand jedoch ein Team-Wettbewerb: Sechs bunt zusammengewürfelte Teams sollten jeweils ein Produkt für einen der vier Geschäftsbereiche von Bertelsmann entwickeln und es der Jury um Bertelsmann-Chef Thomas Rabe auf kreative Weise vorstellen.

Am Ende gewannen wir, das "Team arvato", mit einer Cloud-basierten Lösung zur digitalen Distribution von Software. Der unglaubliche Preis: eine viertägige Reise nach New York zu der Bertelsmann-Tochter Random House!

ErikaErika (25) hat Japanologie, VWL und Kommunikationswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München studiert.

Vom Hudson auf die höchsten Wolkenkratzer
Am Freitag, den 19. Oktober, lösten wir unseren Preis ein und stiegen in den Flieger nach New York! Kaum angekommen in der "Stadt, die niemals schläft", nahm uns Johanna Scheffer von Bertelsmann mit auf eine Entdeckungstour durch Manhattan. Wir umrundeten die Insel per Schiff auf dem  Hudson River und sahen das Broadway-Musical "Chicago". Bei herrlichem Wetter genossen wir den Ausblick von der Aussichtsplattform "Top of the Rock" auf die Skyline New Yorks.

Shopping, Drinks und Steaks
In unserer freien Zeit schlenderten wir über die Highline, einer zu einer Parkanlage umgebauten Hochbahntrasse, und eroberten beim Shopping den Broadway. Am letzten Abend ließen wir es uns bei einem saftigen Steak noch einmal richtig gut gehen und beendeten den Tag mit Drinks in einer Bar über den Dächern New Yorks.

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Durch Mundpropaganda zum Erfolg
Der Höhepunkt der Reise war für uns der Besuch bei Random House am Broadway, wo wir gleich morgens mit einem Frühstück empfangen wurden. Bei Vorträgen, zum Beispiel zu "Publishing/Traditional Publishing", "Digital Marketing" oder "Digital Applications", lernten wir die Tätigkeitsfelder des Verlagshauses näher kennen.

Daran knüpften ausführliche Fragerunden mit Bertelsmanns Experten an. Wir diskutierten beispielsweise über den Überraschungserfolg des Erotikromans "Fifty Shades of Grey". Zunächst von der Autorin selbst verlegt, wurde das Buch über Mundpropaganda bekannt, bevor Random House sich Anfang 2012 die Rechte daran sicherte. Die Trilogie bescherte dem Verlag Rekordgewinne. Heute haben Autoren viele Möglichkeiten, eigene Werke selbst zu veröffentlichen, wenn kein Verlang sie annehmen will, zum Beispiel über Amazon. Eines der Hauptthemen unserer Diskussionsrunde war also die Digitalisierung der Medien – und wie sie traditionelle Verlagshäuser durchaus positiv verändert.

Unvergesslich und inspirierend
Diese vier Tage in New York waren für mich ein einmaliges Erlebnis. Ich habe nicht nur viele Anregungen bekommen und unvergessliche Erinnerungen an gutes Essen und Manhattan im Sonnenschein gewonnen – sondern auch viel Spaß mit meinen Teamkollegen gehabt. Vielen Dank!

Möchtest du auch bei "Talent Meets Bertelsmann" dabei sein? Demnächst startet die Bewerbungsphase – ab Ende März findest du alle Infos zum Event bei e-fellows.net.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Clifford Chance): "Alles ist möglich"

Dienstag, den 15. Januar 2013
Erfahrungs- bericht

Drei Stunden lang standen die Anwältinnen der Großkanzlei Clifford Chance den angehenden Juristinnen Rede und Antwort. Sie teilten mit ihnen ihre Leidenschaft für Jura und ihre Begeisterung für Clifford Chance. Nach dem Power Breakfast ist e-fellows.net-Stipendiatin Theresa davon überzeugt, dass auch mit Kind eine Karriere in der Großkanzlei möglich ist.

Titel des Events
e-fellows.net Power Breakfast bei Clifford Chance

Datum und Ort der Veranstaltung
23. November 2012, München

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
Es haben 27 e-fellows.net-Stipendiatinnen teilgenommen. Referentinnen waren Dr. Stefanie Tetz, Partnerin bei Clifford Chance, weitere Anwältinnen von Clifford Chance, und Dr. Anke Sessler, Chief Counsel Litigation bei der Siemens AG.

Clifford Chance Powerbreakfaste-fellow Theresa (24) studiert Jura an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

"Wir hatten uns nicht zu viel versprochen"
Das Power Breakfast versprach eine interessante Veranstaltung zu werden. Ich wollte mich darüber informieren, wie es ist, als Frau in einer Wirtschaftskanzlei zu arbeiten, und auch über Clifford Chance als Arbeitgeber mehr erfahren. Uns erwartete ein Brunch in dem schicken Büro von Clifford Chance, und wir wurden herzlich begrüßt. Nach einer kurzen Vorstellung der Referentinnen wussten wir schon, dass wir uns nicht zu viel versprochen hatten. Beide haben einen eindrucksvollen Lebenslauf und man kann sie ohne weiteres als "Business-Women" bezeichnen.

Ich war in guter Gesellschaft, da einige andere Teilnehmerinnen auch gerade in der Examensphase standen. Es waren auch einige Referendarinnen und Promotionsstudentinnen unter uns. Schon in der Vorstellungsrunde wurden die drei Hauptthemen klar, die uns alle beschäftigen: Karriere und Familie, Promotion oder LL.M., und Clifford Chance als Arbeitgeber.

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In der Clifford Chance-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Clifford Chance kontaktieren.

Wir hatten die verschiedensten Fragen zum Thema Kind und Karriere: Ist es möglich, Kinder zu bekommen, ohne die Karriere aufgeben zu müssen? Wie offen sind Großkanzleien, im besonderen Clifford Chance, für Teilzeitmodelle? Müssen Frauen noch immer härter arbeiten als Männer, um dieselbe Anerkennung zu erhalten? Die Anwältinnen hatten dazu ganz verschiedene Meinungen. Ich erfuhr, dass es bei Clifford Chance zahlreiche Modelle für die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie gibt. Barbara Mayer-Trautmann, eine weitere Partnerin bei Clifford Chance, erzählte uns aber auch offen, dass die Kombination aus Familie und Karriere viel Anstrengung kostet und berichtete uns von ihren Alltagsproblemen.

Promotion und LL.M.
Auch ich hatte die Möglichkeit, meine Fragen zu stellen. Ich wollte wissen, ob man die Promotion mit einer Anstellung als wissenschaftliche Mitarbeiterin kombinieren kann. Außerdem interessierten mich die Erfahrungen der Referentinnen zu Promotion und gleichzeitigem Arbeiten. Die Anwältinnen sagten uns, dass es oft besser sei, erst die Promotion abzuschließen und danach in den Beruf einzusteigen. Außerdem erfuhren wir, dass die Promotion immer noch einen hohen Wert besitzt, jedoch nicht vorausgesetzt wird. Ebenso erklärten uns die Juristinnen, warum ein LL.M. ebenso angesehen ist wie eine Promotion und welchen Mehrwert sich für eine Kanzlei daraus ergibt.

Möglichkeiten für Referendariate
Ich habe schon ein zweimonatiges Praktikum bei Clifford Chance im Bereich "Corporate" absolviert und hatte aufgrund dieser interessanten Erfahrung auch Fragen zu Einstiegsmöglichkeiten als Referendarin. Man kann an allen drei deutschen Standorten die Anwalts- und Wahlstation absolvieren. Dabei kann man vom umfangreichen ReferendarAcademy-Programm profitieren. Neben fachlichen Workshops und der Vorbereitung auf das zweite Staatsexamen werden auch Kurse in Soft Skills angeboten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Wahlstation in einem ausländischen Büro der Sozietät zu verbringen, sofern man vorher bei Clifford Chance in Deutschland tätig war.

Das Power Breakfast bot mir mehr als erwartet. Ich war begeistert und überrascht, dass sich so viele Juristinnen von Clifford Chance Zeit für uns nahmen und unsere Fragen offen beantworteten. Alle Referentinnen standen mit Überzeugung dahinter, dass auch als Frau mit Familie "alles möglich ist", und auch in einer großen Kanzlei Wert darauf gelegt wird, dass die persönlichen Bedürfnisse der Mitarbeiter erfüllt werden.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Live-Case mit McKinseys Recruiting-Chef: Ein Fall zum Haare-Raufen?

Donnerstag, den 1. Dezember 2011
Julia

Warum ist das Shampoo so teuer? Beim Live-Case mit McKinseys Recruiting-Chef Dr. Thomas Fritz drehte sich alles um die Körperpflege – und wie sich deren Produktion optimieren lässt. Eine haarige Angelegenheit, aber die e-fellows bewahrten einen kühlen Kopf.

Der dritte Live-Case mit Dr. Thomas Fritz war eine saubere Sache: Im Zentrum stand ein Hersteller für Körperpflegeprodukte. Shampoo, Duschgel und Badezusatz sollen an den Mann und an die Frau. Europaweit wurden die Produktionskosten verschiedener Werke verglichen. Dabei schnitt das süddeutsche Werk besonders schlecht ab – mit zehn Cent für jede produzierte Flasche. Den geringsten Preis pro Flasche hatte ein Werk in Polen. Die Frage lautete also: Was kann dieses Werk gegen diese hohen Kosten tun?

Thomas Fritz und die Löcherer
Eine haarige Angeleigenheit? Nicht für die e-fellows. Kaum war der Case gestellt, löcherten die e-fellows Thomas Fritz mit Fragen: Wie hoch sind die Kosten beim besten Werk? Wie viele Flaschen produziert die Firma in einem Jahr? Gibt es mehrere Produktionslinien? Und welche Risiken bestehen im Umfeld des Unternehmen?

Thomas Fritz gab bereitwillig Auskunft über technische Kapazitäten, Kernkompetenzen oder Aufbau des Unternehmen. So werden zum Beispiel in fünf Produktionslinien je 200 Flaschen pro Minute gefertigt – also 150 Millionen Flaschen im Jahr. Produziert wird im Zweischichtbetrieb, 16 Stunden am Tag. Das Grübeln ging weiter. Lohnt es sich, eine Produktionslinie abzuschalten? Sollte das Sortiment erweitert oder diversifiziert werden? Wie kann man die Fixkosten reduzieren?

Interessanterweise machte niemand den Vorschlag, die Produktion einfach in das anscheinend billigere Werk in Polen zu verlagern – die e-fellows verstanden, dass die Produktivität pro Mitarbeiter im süddeutschen Werk die beste war und man das einfach besser ausnutzen sollte.

Die Auslastung war der Schlüssel
Damit war man dem Schlüssel nähergekommen: Die Auslastung der Produktionslinien! Die lag gerade mal bei 42 bis 50 Prozent. Die Frage war also: Wie kann man diese mangelhafte Auslastung beheben? Kann man Nachfrage-Hypes ausgleichen? Welche Chancen und Risiken böte es, neue Märkte zu erschließen oder für Wettbewerber zu produzieren?

ALDI ruft an
Schließlich ging die Problemlösung hin zur Produktion für Dritte, zum Beispiel Handelsmarken. Thomas Fritz berichtete nun, dem Unternehmen liege ein Angebot von ALDI vor: 50 Millionen Flaschen pro Jahr soll das Unternehmen für den Discounter produzieren. ALDI ist bereit, dafür acht Cent pro Flasche zu zahlen. Ist das ein attraktives Angebot? Und vor allem: Lohnt es sich finanziell?

Nun waren die Zahlenjongleure gefragt. Das Ergebnis: Das Angebot von ALDI würde sich wirtschaftlich lohnen. Risiken für das Image oder der Verlust von Flexibilität seien aber bei der genauen Vertragsgestaltung zu berücksichtigen, zum Beispiel über eine Ausstiegsklausel. Andere Strategien wie Internationalisierung sollte man allerdings im Hinterkopf behalten.

Danach: Expertenforum "Bewerben bei McKinsey"
Im Anschluss wartete das Expertenforum "Bewerben bei McKinsey", wo Nicole Kerschl und Thomas Fritz auf Fragen antworteten wie:

Teilnehmerrekord
Mit einem Rekord von fast 1.200 Gruppenmitgliedern schlug das Community-Angebot noch besser ein als die Jahre zuvor. 2012 geht es dann hoffentlich in die nächste Runde – damit es beim echten Case-Interview kein Haaresträuben gibt.

Praktikumsbericht (Bosch): Controlling inmitten mexikanischer Lebensfreude

Mittwoch, den 20. April 2011
Erfahrungs- bericht

Hat dich schon mal ein Praktikumsbetreuer als seinen Sohn bezeichnet? e-fellows.net-Stipendiat Patrick erlebte während seines sechsmonatigen Praktikums bei Bosch in Mexiko, wie familiär es in einer Controlling-Abteilung zugehen kann und was man unter mexikanischer Lebensfreude versteht.

Durch die Stellenbörse von e-fellows.net wurde ich auf ein Praktikum im Controlling bei der Robert Bosch GmbH in Mexiko aufmerksam. Nachdem ich meine vollständigen Bewerbungsunterlagen per E-Mail direkt an den Verantwortlichen geschickt hatte, folgte ein Telefoninterview, in dem ich unter anderem meine Sprachkenntnisse unter Beweis stellen musste.

Patricke-fellow Patrick (22) studiert Wirtschaftsingenieur- wesen (Bachelor of Science) am Karlsruhe Institute of Technology (KIT). Sechs Monate lang machte er ein Praktikum in der Controllingabteilung bei Robert Bosch Sistemas Automotrices S.A. de C.V. in Ciudad Juárez, Mexiko.

Mein großer Vorteil war, dass ich während meiner Kindheit bereits in Lateinamerika gelebt hatte und daher mit Kultur und Sprache vertraut war. Und so hieß es bald: Von 1. Oktober 2010 bis 31. März 2011 mache ich ein Praktikum als Mini-Factory-Controller bei Bosch in Ciudad Juárez!

In zwei Ländern zuhause: Der Standort in Ciudad Juárez
Mit 283.507 Mitarbeitern und 47,3 Milliarden Euro Umsatz ist Bosch der weltweit größte Automobilzulieferer und zudem führend in Industrie-, Gebäude- und Konsumgütertechnologie. Der Standort in Ciudad Juárez ist ein Produktionsstandort der Elektroniksparte des Unternehmens im Bereich Kraftfahrzeugtechnik. Hier arbeiten ungefähr 1.100 Angestellte in der Produktion und ungefähr 400 in der Verwaltung, die jährlich einen Umsatz von rund 500 Millionen US-Dollar erwirtschaften. Die Bosch-Werke in Juarez haben eine der breitgefächertsten Produktpaletten in der Automobilsparte. Zu den Produkten zählen zum Beispiel die elektronischen Steuereinheiten für Parkpiloten, Airbags, Sonnendächer und Scheibenheber.

Der Bosch-Standort in Mexiko

Das Besondere am Standort Juarez ist das sogenannte "Maquiladora-Konzept", das im Rahmen des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA) entstanden ist. Durch das Konzept können Firmen im Grenzgebiet zwischen Mexiko und USA die Vorteile beider Standorte kombinieren, ohne Zölle für den Warentransit zahlen zu müssen. Mexikanische Arbeitskräfte sind weniger kostenintensiv und die amerikanischen Automobilkonzerne können lokal beliefert werden.

Das Bosch-Warenlager befindet sich in den USA, die Produktion findet in Mexiko statt, auf der anderen Seite des Rio Grande. Nahezu das gesamte (Anlage-)Vermögen ist im Besitz der amerikanischen Unternehmensform LLC, wohingegen Arbeiter von der mexikanischen S.A. de C.V. eingestellt und bezahlt werden. Regulatorische Instanzen fordern zudem, dass der gesamte Warenexport aus der Freihandelszone hinaus über die USA abgewickelt wird.

Abweichungen analysieren
Als Praktikant habe ich im Controlling der Produktionslinie Airbag ECU gearbeitet. Nach einer zweimonatigen Einarbeitungsphase übernahm ich die Vertretung einer Kollegin und somit einen Großteil ihrer Aufgaben. Dazu gehörte eine monatliche Abweichungsanalyse: Da nur einmal jährlich im Rahmen des Businessplans der Verrechnungspreis der Produkte kalkuliert wird, kommt es im Laufe des Geschäftsjahrs zu Abweichungen bei der Produktion und beim Einkauf der Komponenten. Diese sind meist auf Vertragsverhandlungen des Einkaufs sowie technische Konzessionen zurückzuführen.

e-felloe Patrick in Guadalupe

Koordinationsfunktion und Rationalitätssicherung
Außerdem war ich zuständig für die Berechnung der Transferpreise für Komponenten und Fertigprodukte. Jeder Controller muss dafür die Kostenstruktur seines Produktes genau kennen, um diese zum Vorteil des Unternehmens beeinflussen zu können. Insbesondere zur Fixkostenallokation ist eine gute Zusammenarbeit mit dem technischen Gegenüber notwendig. Bei der Fixkostenallokation werden Aufwendungen, die an einer Kostenstelle entstehen, auf die einzelnen Produktlinien verrechnet. Diese ergeben dann einen Teil der Planherstellungskosten, bei der es sich um eine entscheidende Kennzahl im Controlling handelt.

Zudem habe ich meine Arbeitskollegen bei den Erstberechnungen von neuen Produktionsaufträgen unterstützt. Auf Grundlage dieser Berechnungen werden unter anderem Entscheidungen über das Produktionsprogramm getroffen. Als Verantwortlicher für die Kostenstruktur der Airbag-Produktionslinie war es ebenso Teil meiner Aufgaben, die finanziellen Auswirkungen von technischen Änderungen an Produkten zu analysieren und schließlich freizugeben.

Ausgerüstet mit Excel und SAP
Die Handwerkszeuge eines Finanzanalysten in einem Industrieunternehmen sind Microsoft Excel und SAP. Um die wichtigsten Kennzahlen – wie zum Beispiel Factory Output, Produktivität, Mitarbeiterfluktuation, Gesamtausgaben, und so weiter – monatlich zu überprüfen, erstellen die Controller sogenannte Cockpit-Charts. Mit diesen analysieren sie die Zahlen und definieren weitere Schritte. Die Cockpit-Charts werden an die Werksführung weitergeleitet, um diese über die aktuelle Unternehmenslage zu informieren.

e-fellow Patrick USAZwischen zwei Welten
Während meines Praktikums habe ich zwar in Ciudad Juárez (Mexiko) gearbeitet, aber in El Paso (USA) gewohnt, weil es dort sicherer ist. Somit habe ich täglich die Grenze überquert. An der Grenze treffen zwei Kulturen aufeinander und doch scheinen El Paso und Juarez nicht nur wirtschaftlich Hand in Hand zu gehen: Familiäre Verflechtungen, Einbürgerungen, Arbeitsverhältnisse oder Schulbesuche auf der jeweils anderen Seite der Grenze verflechten beide Städte auch kulturell. Nur die Gewalt hat ihren Weg über die Grenze nicht gefunden, besagt zumindest die amerikanische Statistik. Bei Wochenendausflügen nach Norden und in den Süden habe ich das "Borderland" verlassen und authentische amerikanische und mexikanische Eindrücke sammeln können. Vergleiche ich beispielsweise San Francisco mit Mexico City, so verblassen alle Gemeinsamkeiten, welche zwischen beiden Staaten im Grenzgebiet herrschen.

Mexikanische Lebensfreude und familiäre Atmosphäre
Beruflich war es ein besonderes Erlebnis, in die Rolle eines Controllers zu schlüpfen. Auf diese Weise konnte ich den Arbeitsalltag aus erster Hand miterleben und Verantwortung übernehmen. Neben der Arbeit im Büro war es für mich jedes Mal aufs Neue eine Freude, die unglaubliche Vielfalt der mexikanischen Küche zu genießen: Burritos, Tacos, Enchiladas, Quesadillas, Totopos, Tostadas, Flautas und nicht zuletzt der echte Tequila werden mir fehlen. Ein weiteres Highlight war eine Hochzeit, auf der die mexikanische Lebensfreude vollends zur Geltung kam.

Die familiäre Atmosphäre am Arbeitsplatz werde ich wahrscheinlich nicht an jedem Standort wiederfinden. Beispielsweise hat mein Teamleiter, als er von meinem geplanten Wochenendausflug nach Mexiko City erfuhr, kurzerhand seine dort lebende Nichte angerufen, die mich daraufhin herzlich in der Hauptstadt empfing. Und dass meine Betreuerin mich gegen Ende meiner Praktikumszeit nur noch als ihren Sohn bezeichnete, spricht für sich.

e-felloe Patrick in GuadalupeFazit
Nach meiner Zeit bei Bosch bin ich mit der Tätigkeit und der Verantwortung der Controllingabteilung eines Industrieunternehmens vertraut. Ich habe Einblicke in die Wertschöpfungskette bei der Herstellung von elektronischen Komponenten in einer globalisierten Welt erhalten. Dazu gehört auch ein Gespür für die Kontroll- und Organisationsmechanismen, die einen Produktionsstandort erfolgreich in die Konzernstruktur eingliedern.

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Roche Diagnostics): Viel mehr Antworten als gedacht

Dienstag, den 8. Februar 2011
Erfahrungs- bericht

Wie sieht der Arbeitsalltag einer Managerin bei Roche Diagnostics aus? Wie kann ich als Frau erfolgreich Beruf und Familie vereinbaren? Beim Power Breakfast mit Roche Diagnostics wurde der enorme Wissenshunger von e-fellow Julia mehr als gestillt – sie bekam sogar Antworten auf Fragen, die sich ihr bis dahin noch gar nicht gestellt hatten.

Titel der Veranstaltung
Power Breakfast mit Roche Diagnostics

Datum und Ort
20. Januar 2011 in Mannheim

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
15 Teilnehmerinnen, die Referentinnen Elke Schüler (Leiterin der Hauptabteilung "Supply Chain Management Spare Parts" im Bereich Global Logistics) und Ulrike von Faber (Expert Personalmarketing) von Roche Diagnostics und Claudia Liebethal, Leiterin des Teams Key Account Management & Karriereservice von e-fellows.net.

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Es ist mir immer sehr wichtig, theoretischen Background mit praktischen Erfahrungen zu festigen und aus den Erfahrungen anderer zu lernen.  Seminare geben generell die Möglichkeit, dies zu tun. Mit der Teilnahme am Power Breakfast wollte ich mich über das Unternehmen Roche Diagnostics informieren und mein Netzwerk erweitern.

Juliae-fellows.net-Stipendiatin Julia (25) studiert International Marketing Management an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin. Sie ist ein sehr neugieriger Mensch und immer daran interessiert, ihren Horizont zu erweitern. Keine Frage, dass sie sich das e-fellows.net Power Breakfast mit Roche Diagnostics nicht entgehen ließ.

Leckerer Einstieg zum produktiven Austausch
Zu Beginn gab es eine allgemeine Vorstellungsrunde. Bei einem reichhaltigen und leckeren Frühstück lauschte ich den Erfahrungsberichten der anderen und konnte auch eigene Erfahrungen an die Teilnehmerinnen und Referentinnen weitergeben.

Anschließend begann die Fragerunde. Frau von Faber und Frau Schüler waren uns gegenüber sehr offen und machten deutlich, dass es in dieser Runde keine richtigen, falschen oder gar unangemessenen Fragen gab. So konnten wir jede unserer Fragen ohne Scheu stellen. Diese wurden äußerst fachkundig von den sympathischen Referentinnen beantwortet. Auch ganz konkrete Fragen zu Einstiegs- und Karrieremöglichkeiten wurden explizit beantwortet.

Elke Schüler ist Leiterin der Hauptabteilung "Supply Chain Management Spare Parts" im Bereich Global Logistics bei Roche Diagnostics. Sie ist dort für die Prozesse Planning, Warehousing, Order Management und Distribution innerhalb der logistische Kette verantwortlich. Die Entwicklung globaler Strategien sowie die weltweite Service-, Bestands-, Kosten und Prozessoptimierung gehören zu den Herausforderungen in ihrem Bereich. Ulrike von Faber, Expert Personalmarketing bei Roche Diagnostics, arbeitet in Teilzeit und Telearbeit und vereinbart so seit Jahren erfolgreich Beruf und Familie.

Neue Ideen und alternative Ansätze
Mir wurden sogar Fragen beantwortet, die sich mir bis dato noch überhaupt nicht bewusst gestellt hatten. Denn durch die anderen Teilnehmerinnen kamen interessante Themen auf, über die ich selbst bisher noch gar nicht nachgedacht hatte. In dieser unkomplizierten Atmosphäre entstanden neue Ideen, wir gaben uns gegenseitig Tipps und diskutierten. Am Ende der Veranstaltung konnte sich jede Teilnehmerin noch mit ihren Einzelfragen an die Referentinnen wenden.

Ich konnte viel Neues mitnehmen zu den Karrierechancen für Frauen im Allgemeinen und bei Roche im Speziellen sowie zu unterschiedlichen Herangehensweisen bei der Karriereplanung. Somit konnte ich auf allen Ebenen von dem Treffen profitieren.

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In der Roche-Gruppe kannst du Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Roche kontaktieren.

Fazit
Ich empfehle diese Veranstaltung allen Frauen, die herausfinden möchten, welchen Weg sie in Zukunft gehen wollen oder ob der Weg, den sie bereits eingeschlagen haben, der richtige ist. Denn hier bekommt man neue Denkanstöße und Erfahrungen vermittelt, die die Suche nach Informationen erheblich erleichtern.

Selbstverständlich ersetzt ein Power Breakfast kein individuelles Coaching, denn Ziel der Veranstaltung ist nicht, den Karriereweg des Einzelnen herauszufinden. Doch die Teilnahme ist eine unbezahlbare Möglichkeit, um in entspannter Atmosphäre viel über andere, aber auch über sich selbst zu lernen. Aber bewerbt euch einfach selbst, denn:

"Sag es mir, und ich werde es vergessen.
Zeige es mir, und ich werde mich daran erinnern.
Beteilige mich, und ich werde es verstehen."

Lao Tse

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
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Erfahrungsbericht (Allianz): Personalmarketing 2.0

Donnerstag, den 19. August 2010
Erfahrungs- bericht

Social Media als Stellenmarkt und chatten mit "Allianz Kai": Über Recruiting im Web 2.0 diskutieren und in kreativer Atmosphäre verschiedene Strategien fürs Hochschulmarketing durchspielen – darum ging es im Innovationsworkshop bei der Allianz in München.



DanielaDaniela (30) promoviert an der TU Darmstadt. Die Soziologin untersucht, wie Web 2.0 die Unternehmenskommunikation verändert. Zwei Tage lang konnte sie mit anderen e-fellows hinter die Kulissen des interaktiven Personalmarketings schauen.

Titel und Thema der Veranstaltung
Innovationsworkshop: Entwickle eine neue Web-2.0-Strategie für die Allianz

Zeit, Ort und Dauer der Veranstaltung
27.- 28. Juli in München

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
Zehn e-fellows.net-Stipendiaten genossen beim Workshop ein perfekt zusammengestelltes Programm – inklusive Kunstführung durch das Allianz-Gebäude und der wahrscheinlich größten Pizza Münchens. Dafür sorgten die beiden Personalmarketing-Referenten der Allianz, Ralf Hilscher und Dominik Hahn. Den Workshop moderierte der Innovationscoach und e-fellows.net-Alumnus Florian Rustler von creaffective.

An der Schnittstelle
Der Workshop hat mich aus beruflicher und wissenschaftlicher Sicht gereizt: Als Kommunikationsmanagerin interessieren mich die Schnittstellen zwischen Konzernkommunikation und Personalmarketing. Insbesondere wenn es darum geht, wie sich ein Unternehmen nach außen präsentiert. Als Soziologin frage ich, wie die Kommunikation zwischen dem sozialen System "Konzern" und den Usern von Social Media funktioniert.

Innovationsworkshop Allianz
Ideen sammeln
[Quelle: Allianz]

Recruiting übers World Wide Web
Ziel des Innovations-Workshops war es, bereits bestehende und künftige Social Media Aktivitäten der Allianz in einer Strategie zu bündeln. Eine Strategie, die exakt auf die Allianz zugeschnitten sein sollte und den Bewerbern die Chance gibt, ihren potenziellen Arbeitgeber ganz persönlich kennenzulernen.

Auf der Suche nach geeignetem Nachwuchs haben inzwischen nahezu alle großen Unternehmen Einzug in das Social Web gehalten. Zu Beginn des Workshops haben wir erfahren, wie Ralf Hilscher und sein Kollege Dominik Hahn im Jahr 2008 erstmals in Sachen Hochschulmarketing im Web 2.0 aktiv geworden sind.

Individuell und immer auf dem neuesten Stand
Hilscher und Hahn erklärten, wie sie die offizielle Karriereseite Stück für Stück um Kanäle im "Mitmachweb" erweitert haben und welche Herausforderungen sie für ihre Arbeit sehen: authentisch muss man sein und jederzeit erreichbar. Freunde, Fans und Follower erwarten, dass ihre Posts zeitnah und vor allem individuell behandelt werden. "Wir wollen unserer Zielgruppe einen Einblick in unser Unternehmen geben," erklärt Hilscher.

Die digitale Stellenanzeige
Doch wie kommt das bei der Zielgruppe an? Was wollen Absolventen – quasi die Kollegen von morgen – von einem potenziellen Arbeitgeber wissen? Inwieweit ziehen Studierende soziale Netzwerke bei der Jobsuche eigentlich in Betracht? Die beiden Personalmarketingexperten haben jede Menge Fragen an uns vorbereitet. Dafür erhalten wir einen Blick hinter die Kulissen eines Großkonzerns.

Wir, das sind zehn e-fellows aus verschiedenen Fachrichtungen und in unterschiedlichen Phasen des Studiums. "Diese Mischung ist für uns ganz wichtig," erläutert Hilscher, "denn ein Studienanfänger interessiert sich vielleicht eher für generelle Praktikumsmöglichkeiten, ein Young Professional dagegen hat konkrete Fragen zur Karriereplanung".

Wie viel Kommerz verträgt die Community?
"Versicherungen sind nun mal unser Kerngeschäft," sagt Dominik Hahn, "davon verstehen wir was. Aber wenn wir zum Beispiel in der e-fellows.net community auf eine Frage zu Reiseversicherungen antworten, kann das schnell negativ als plumpe Verkaufsschau ankommen". Doch sind User so naiv zu glauben, sie seien tatsächlich unbeobachtet von Marketingabteilungen? Und wie viel Kommerz verträgt eine Community? Fragen wie diese haben uns während des Workshops beschäftigt.

So weiß jeder, der Teil einer Community ist, dass die Pflege eines solchen Netzwerks einiges an Zeit erfordert. Hat ein Unternehmen hier nur standardisierte Templates zu bieten oder reagiert gar nicht, wird es für die User schnell uninteressant. Bei der Allianz setzt man auf einen quirligen Avatar: Als "Allianz Kai" twittert das Personalmarketing-Team, betreibt einen eigenen Kanal auf YouTube und hat Profile in mehreren sozialen Netzwerken.

Innovationsworkshop Allianz
Strategien aufzeichnen
[Quelle: Allianz]

Der "Allianz Kai" im Social Web
Welche Rolle der "Allianz Kai" als Teil einer künftigen Web-2.0-Strategie spielen wird und wie der Austausch zu "echten" Allianz-Mitarbeitern aussehen könnte, sind konkrete Arbeitsfragen unseres Workshops. Für eine kreative Atmosphäre sorgt Innovationscoach Florian Rustler von creaffective. Der Moderator macht uns zu wahren Brainstorming-Meistern: Mit einer rasanten Geschwindigkeit von etwa 200 Ideen pro Stunde steht am Ende eine umfangreiche Ideensammlung für künftige Personalmarketing-Aktivitäten der Allianz.

…und dann heißt es: mitfiebern
Während wir nach zwei Tagen unser Soll an Kreativität erfüllt haben, geht es für das Personalmarketing-Team erst richtig los. Nach diesem intensiven Auftakt ist es natürlich schade, nicht weiterverfolgen zu können, wie sich die Web-2.0-Strategien entwickeln. Aber zumindest scheinen die anderen e-fellows genauso neugierig zu sein wie ich – und sind Fan der Allianz-Karriereseite bei Facebook und Freunde von "Allianz Kai" geworden.

Ergiebiges Brainstorming
Aus meiner Sicht war der Workshop rundum gelungen. Die beiden Allianz-Mitarbeiter haben ihre Social-Media-Aktivitäten offen präsentiert und sich auch auf kritische Diskussionen eingelassen. Inhaltlich hat der Workshop durch die souveräne Moderation von Florian Rustler überzeugt. Trotz seiner langjährigen Erfahrung schien er genauso begeistert vom Thema zu sein wie wir und hat die Gruppe zu immer mehr Ideen angestachelt.

Auch für Soziologen spannend
Anders als ein Gespräch auf einer Jobmesse, eine Case-Study oder ein Recruiting-Workshop habe ich bei diesem Praxis-Workshop einen sehr persönlichen Einblick in den Alltag eines Großkonzerns erhalten. Man hatte Gelegenheit, Strukturen und Arbeitsweisen einer komplexen Organisation kennenzulernen. Und für mich als Nicht-Mathematikerin, als Nicht-BWLerin und Nicht-Informatikerin war es natürlich sehr spannend zu erfahren, was bei einer Versicherung im Innendienst passiert.

Community & Blog Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Berichte aus den Vorjahren findest du auf der Website in der Rubrik Community & Blog.

Erfahrungsbericht (TNG Technology Consulting): Technik + Liebe = TNG

Mittwoch, den 18. August 2010
Erfahrungs- bericht

Die IT-Beratung TNG Technology Consulting öffnet ihre Türen: Einmal im Monat laden die Münchner zum Info-Tag zu aktuellen IT-Trends. Ob Vorträge über Cloud Computing, Plausch mit den Mitarbeitern oder mal eben eine neue Programmiersprache lernen: e-fellow Karsten machte das volle Programm mit und berichtet von TNGs großer Liebe.


Titel und Thema
Info-Veranstaltung "Open Techday" von TNG Technology Consulting

Zeit und Ort
6. August in München

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
Sieben e-fellows und etwa 60 Mitarbeiter von TNG


e-fellow Karsten (23) studiert Physik in Karlsruhe. Beim Open Techday bei TNG Technology Consulting wurde er nicht enttäuscht: Besonders begeistert war er vom humorvollen Gespräch mit den beiden Geschäftsführern, die von ihrem eigenen Werdegang bei TNG erzählten.

TNGs große Liebe
Durch die Community hatte ich bereits einen Eindruck von TNG Technology Consulting und deren Unternehmenskultur, die ich erkunden wollte. Ich wurde nicht enttäuscht: Das Image der Mitarbeiter als technik- und detailverliebte IT-Spezialisten verspricht nicht zu viel und deckt sich hundertprozentig mit der Praxis. Hier sitzen Menschen, die mit Leidenschaft für Technik ihre Arbeit tun und auch zu den Schattenseiten der IT-Branche stehen.

Metamorphose: Der Techday öffnet sich
TNG Technology Consulting veranstaltet regelmäßig für ihre Mitarbeiter einen Techday im Münchener Büro. Dort können sich die Kollegen in entspannter Atmosphäre austauschen und bekommen Fachvorträge und technische Aktivitäten geboten, wie zum Beispiel das Erlernen einer Programmiersprache in einem Mini-Workshop. Seit August öffnen die TNGler den Techday einmal im Monat für eine Gruppe e-fellows, und die Veranstaltung wird zum Open Techday. Dort kann man als Teilnehmer dem Veranstaltungsprogramm folgen, die Mitarbeiter kennenlernen und mehr über ihre Arbeit erfahren.

Auch für Langschläfer und Weit-Fahrer
Auch wenn eine Agenda das Rahmenprogramm vorgibt, kann man sich seinen Tagesplan selbst zusammenstellen: Entweder man nimmt an den Veranstaltungen teil oder man besucht die Büros und stellt den Mitarbeitern seine Fragen. So ist auch eine spätere Anreise oder frühere Abreise problemlos möglich, was besonders für die e-fellows wichtig ist, die von weiter weg anreisen.

Kontakt zu TNG Technology Consulting aufnehmen?
In der TNG-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei TNG kontaktieren.

Mobile Technik und Cloud Computing
Prof. Rainer Leupers von der RWTH Aachen hielt einen Vortrag über "Design Technologies for Mobile Multimedia Terminals". Dr. Peter Katko, Director & Head of IP/IT Law bei Ernst & Young, klärte über rechtliche Aspekte von Cloud Computing auf. Mein persönliches Highlight waren die absolut offenen und humorvollen Gespräche mit den Geschäftsführern Henrik Klagges und Gerhard Müller, die tiefe Einblicke in das Unternehmen gewährten und ihren Werdegang mit vielen Anekdoten preisgaben.

Mein persönliches Fazit
Der Open Techday bietet eine einmalige Gelegenheit für IT- und technikaffine e-fellows, eine Firmenkultur der anderen Art und die dazugehörigen Mitarbeiter und Geschäftsführer kennenzulernen. Sie nehmen sich gerne Zeit für ein ausführliches Gespräch, so gewinnt man einen guten Überblick über TNG Technology Consulting und die Branche.

Community & Blog Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Berichte aus den Vorjahren findest du auf der Website in der Rubrik Community & Blog.

Aktiv im Web 2.0: Die Unternehmen öffnen ihre Türen für deine Fragen

Donnerstag, den 5. August 2010
Melanie

"Wir sind da, wo auch unsere Zielgruppe ist." Deswegen tummeln sich viele Unternehmen in Social Networks, twittern und veröffentlichen Videos bei Youtube. Aber was versprechen sie sich davon, und wie soll man sich eigentlich als Student verhalten? Kritische Fragen kannst du stellen – aber viele Studenten und Bewerber stellen gar keine. Dabei ist das Web 2.0 eine Chance für dich, dir genau die Infos zu besorgen, die du brauchst.

Direkt mit den Mitarbeitern und Personalern eines Unternehmens in Verbindung stehen – das war früher nicht leicht. Glück hatte, wer jemanden kannte, der jemanden kannte, den man fragen konnte. Dank interaktivem Netz tummeln sich nun aber einige Unternehmen in der e-fellows.net community, bei Facebook & Co. Sie können so mit der Zielgruppe direkt in Kontakt treten.

Für dich sehr wertvoll: Du bekommst Informationen über das Unternehmen direkt von der Quelle – wie ist die Unternehmenskultur, welches Gehalt kannst du erwarten, welche Aufgaben haben die Mitarbeiter, gibt es Weiterbildung? Das ist ganz klar auch ein Vorteil für Unternehmen, die in der Beliebtheitsskala nicht immer ganz oben auftauchen, wie Sven Kollmenter von der Telekom sagt: "Wir wissen, dass die Telekom noch nicht in allen Zielgruppen ein Top-Image hat. Wir wissen aber auch: Sobald Menschen mit uns in Kontakt treten und uns kennenlernen, finden sie uns richtig gut."

Und was treiben Unternehmen im Internet?
Die Allianz hat beispielsweise "Kai", einen Avatar, der in mehreren Social Networks die Allianz "vertritt". Ihn kannst du direkt zum Unternehmen fragen, zum Beispiel was man dort im Vertrieb macht. Außerdem führt Kai die User auf dem Videoportal www.spannende-jobs.de durch die Allianz-Welt. Bertelsmann pflegt unter anderem seinen eigenen Youtube-Kanal. In diesen Videos berichten auch schon mal Praktikanten, was sie im Konzern machen. Die Telekom twitterte kürzlich live von ihrer Campus-Tour; täglich konnte man mitlesen, an welcher Uni der Bus Halt machte und was vor Ort passierte. Accenture hat bei Xing ein Unternehmensprofil und veröffentlicht dort regelmäßig Updates über Studien, offene Stellen oder Beratungsprojekte. Und wenn du schon immer mal wissen wolltest, wie ein IT-Berater Innovationen auf den Weg bringt, fragst du direkt in der e-fellows.net community nach.

Es gibt keine irrelevanten Fragen
Die Unternehmen sind aktiv, aber wie verhalte ich mich als Student oder Bewerber? Wenn ich zu locker / zu kritisch / zu seriös rüberkomme, bin ich dann disqualifiziert? Nein, sagen unisono die Unternehmen. Die Allianz fordert sogar gezielt kritisches Feedback. "Solche Rückmeldungen von der 'Basis' sind für unsere Arbeit ja ganz entscheidend", sagt Dominik Hahn aus dem Personalmarketing der Allianz. "Im Endeffekt ist das kein großer Unterschied zum Berufsleben. Auch da befindet man sich in einem steten, fachlichen Austausch.

Dass dabei jeder Gesprächspartner freundlich bleibt, ist auch klar. Judith Charles von Bertelsmann ermuntert e-fellows und Facebook-Friends ebenfalls: "Irrelevante Fragen gibt es für uns nicht. Und kritische Fragen legen wir auch nicht negativ aus. Konkrete Fragen zeigen schlussendlich ja, dass sich die Person auch intensiv mit einem Unternehmen befasst."

Dialog, Dialog, Dialog und Offenheit
Kritische Fragen kannst du stellen – aber viele Studenten und Bewerber stellen gar keine. Dabei ist das Web 2.0 eine Chance für dich, dir genau die Infos zu besorgen, die du brauchst. Leider werden viele bei Unternehmen zu passiven Mitlesern. Dabei ist das gar nicht nötig, denn die Unternehmen wünschen sich Kommunikation in beide Richtungen. "Für uns sind Offenheit und ein konstruktiver Dialog sehr wichtig", sagt Sven Kollmenter. "Wir freuen uns über jedes Feedback." Auch Accenture ermuntert dich, deine Interessen offen anzusprechen. Dass du dabei nicht beleidigend wirst, ist ja klar.

Die Allianz hat ebenfalls Erfahrungen mit negativen Fragen: "Es gab ja schon die ein oder andere Situation in der Community, in der wir uns den eher negativen Bewertungen einzelner User gestellt haben", sagt Dominik Hahn. "Wir versuchen immer, objektiv zu bleiben und dazu beizutragen, die Sachlage aufzuklären." Auch Sven Kollmenter von der Telekom ist "froh darüber, wenn kritische Themen mit uns statt über uns diskutiert werden. Denn nur so haben wir eine Chance, einen konstruktiven Dialog zu führen und möglichst eine gute Lösung zu finden."

Dialog ja, aber wo?
Zum Beispiel im Fragen- &Antworten-Tool in der Community oder in den Inside-Gruppen der Unternehmen

Keinen Bock auf Unternehmenspräsenz in Social Networks
Immer wieder regt sich Kritik an der Omnipräsenz der Unternehmen in Social Networks. Das Schöne ist aber: Wenn du keine Lust hast, musst du dich nicht mit den Unternehmen auseinandersetzen. "Wir kontaktieren nicht wahllos irgendwelche User, sondern aktiv nur diejenigen, die auch an einem Event von uns teilgenommen haben", sagt Judith Charles. "Wer aber kein "Fan" von uns werden will, muss nicht. Wir sehen unsere Social-Media-Aktivität als ein Angebot und nicht als ein Instrument, dass wir in der Zielgruppe verkaufen wollen."

Auch die Telekom beweist "Fingerspitzengefühl und versucht, als Unternehmen Grenzen zu finden und sich nur auf Plattformen zu bewegen, wo dies auch erwünscht ist." Accenture betont: "Wer sich genervt fühlt, kann uns unbeachtet lassen. Wir haben offene Türen, klingeln allerdings selten an Türen der weniger Interessierten.

Die Facebook-Seiten der e-fellows.net-Partnerunternehmen:

Allianz, Accenture, Bertelsmann, Telekom

Expertenforum – der Straßenfeger in der e-fellows.net community
Eine ganz besondere Form der Kommunikation ermöglichen die Expertenforen. Das zeigen die rege Beteiligung der Stipendiaten und Alumni – und die Aussagen der Unternehmen: Die Telekom und Bertelsmann heben beide die Foren besonders hervor. In den Expertenforen verdichtet sich, was die Community insgesamt auszeichnet: Stipendiaten können mögliche Arbeitgeber kennenlernen, mit ihnen in Kontakt treten und sich über die Einstiegsprogramme informieren. Außerdem bekommst du Informationen, die genau auf dich abgestimmt sind, dein "Fall" wird diskutiert.

"75 Prozent der Mitglieder sind für uns interessant"
75 Prozent – eine beachtliche Zahl. Diese nennt Judith Charles von Bertelsmann, wenn sie die Stipendiaten in der Community beschreibt. Denn "e-fellows.net ist etwas Besonderes. Drei Viertel der Stipendiaten sind für uns als Zielgruppe interessant, das ist bei Facebook nicht so."

Auch Sven Kollmenter ist überzeugt, über die Community "mit hochqualifizierten und ehrgeizigen Menschen in den Dialog" kommen zu können. Nicole Büchner von Accenture hebt hervor, dass auch sie als Unternehmensvertreter eine Beitrag leisten will zum regen Austausch: "Wir freuen uns, wenn Studenten mit uns kommunizieren."

Tagebuch (Telekom): Flüchtende Giraffen und Cloud Computing

Freitag, den 30. Juli 2010
Tagebuch

Seit Anfang Mai ist Jost Löhnenbach in Südafrika. Bei T-Systems in Johannesburg macht er ein Praktikum in der Marketing- und Kommunikations- abteilung. In den letzten Wochen hatte er genug Zeit für Besuche bei flüchtenden Giraffen. Kurz- fristig erfährt Jost noch von einer Konferenz über Cloud Computing und führt dort interessante Diskussionen: Werden im Jahr 2012 Firmen noch eigene IT-Systeme besitzen?

e-fellow XYJost Löhnenbach hat einen Volltreffer gelandet. Bei der Telekom-Campus-Tour gewann er ein Praktikum in Südafrika – und verbringt nun drei Monate dort.

Den wilden Tieren auf der Spur – oder auch umgekehrt (16. Juli)
Kürzlich war ich im Tierpark und habe Löwen und Giraffen bestaunt. Shakira hat vielleicht schon das ein oder andere wilde Video gedreht. Aber als die Giraffe wild wurde, ist auch ihre Namensvetterin lieber im Käfig geblieben – bei den Löwen wohlgemerkt.

Wie die Situation weiterging? Ich muss sagen, dass mein Besuch im Tierpark zu Beginn echt herrlich war. Leider muss ich hier einem Klischee zustimmen, denn ausnahmslos alle asiatischen Touristen packten ihre 12-Megapixel-Kameras aus und rannten der flüchtenden Giraffe hinterher. Das dauerte aber auch nicht lange, denn prompt holte unser Drei-Meter-Freund aus und trat um sich. Schaut euch das Video der flüchtenden Giraffe an.

Ein sicherer Platz auf der Fütterungsplattform
Mir wurde schon ganz anders. Glücklicherweise beobachtete ich das Szenario aber von der Fütterungsplattform für die Giraffenherde, sprich ich hatte noch den sichersten Platz im Vergleich zu den Zuschauern in der ersten Reihe. Nachdem das Team um die Tierwärter nun deutlich angespannter wurde, machten sich die 60 Parkbesucher und ich auf den Weg hinter die Absperrungen und verfolgten die Jagd aus angemessener Entfernung.

Jedenfalls zogen die Giraffenfänger bestimmt 15 Minuten mit zu Trommeln umfunktionierten Mülltonnen und Rasseln durch das Areal, bis ihre Fang-Aktion endlich von Erfolg gekrönt wurde. Dann konnte sich die männliche Giraffe zu seiner – wie sich später rausstellte – schwangeren Freundin gesellen. Ansonsten muss ich sagen, dass diese Giraffen ziemlich zutrauliche Tiere sind. Sie fressen einem aus der Hand.

Ein umgekehrter Zoo
Die sogenannten Game Reserves (= Tierpark) in Südafrika haben mich bisher jedes Mal begeister. Eigentlich sollte jeder Zoo der Welt so sein. Als Mensch wird man von den ab und zu neugierigen, meistens aber unbeeindruckten Tieren angestarrt, und nicht umgekehrt. Ich finde es absolut genial, die Zebras, Springböcke, Elefanten, Büffel und Affen in freier Natur zu beobachten und wünsche jedem, diese Erfahrung irgendwann auch noch zu machen. Wobei ich zugeben muss, dass die Raubtiere dann doch gerne unter sich bleiben können.

T-Systems als Sponsor auf IT-Konferenz. Wie verändert Cloud Computing das Internet? (22. Juli)
Nicht nur Gipfelstürmer gesucht, sondern auch Frühaufsteher. Heute morgen ging es noch vor Sonnenaufgang nach Bryanston in das Event-Zentrum "The Forum". Hier findet eine zweitägige Zukunftskonferenz zum Thema Cloud Computing statt. Als "Thought Leader" sponsert die T-Systems South Africa das Event. Meine Hauptaufgabe: prüfen, ob die Marke T-Systems gemäß den vereinbarten Bedingungen dargestellt wird. Außerdem empfange ich unseren Referenten Ryan Skipp, stelle ihn seinem Betreuer vom Veranstalter ITweb vor und zeige ihm das Auditorium sowie den Networking-Bereich.

Leider habe ich erst im Team-Meeting am Dienstag davon erfahren, dass dieses Event vor der Tür steht. Also Initiative zeigen und nachhaken! Worum geht es bei dieser Konferenz? Welche Rolle spielt unser Marketingteam? Wie kann ich noch helfen? Als ehemaliger Vorstand der Kölner Studenteninitiative OFW (Organisationsforum Wirtschaftskongress), Veranstalter des weltweit größten studentischen Wirtschaftsforums an der Universität zu Köln, begeistert mich Event-Management natürlich immer noch. Und die Chance, eine Konferenz aus Sponsorensicht zu erleben, umso mehr.

Die Sorgen eines Geschäftsmanns
Trotz des knappen Zeitplans konnte ich zumindest die letzten Vorbereitungstreffen noch mitmachen. Als wir damals den World Business Dialogue 2007 organisierten, habe ich die Referenten eingeladen und die Konferenz aus der Beobachter-Perspektive erlebt. Es ist ziemlich spannend, nun auf der anderen Seite zu sitzen und auch einmal die "Sorgen" eines erfahrenen Geschäftsmanns (Was werde ich gefragt? Wie kann ich mein Produkt dann doch noch auf indirektem Weg vermarkten?) zu erleben. Der Vortrag lief dann hervorragend.

Wie auch im Cloud-Blog zu lesen ist, spielt das Thema Cloud Computing aus Sicht der T-Systems-Verkaufsstrategie eine bedeutende Rolle. Vor allem, weil dieser Wachstumsmarkt in Afrika eine Menge Potenzial hat. Im letzten Semester habe ich an der Uni im Strategy&Innovation-Kurs noch die Theorie diskutiert. Genial, jetzt auf Anbieterseite zu sein und die Perspektive der T-Systems kennenzulernen.

Wie ist die Situation am Markt aus Anbieter- und Nachfragersicht? Welche Risiken fürchtet der Kunde? Was leisten wir im Vergleich zum Wettbewerb? Welche "Key Messages" wollen wir auf der Konferenz vermitteln? Dazu gehört sicherlich die Positionierung als ein Anbieter, der im Wettbewerbsvergleich einen hohen Sicherheitsstandard aufweist und darüber hinaus sogenannte Service Level Agreements unterzeichnet, also eine Qualitätsgarantie gibt.

Diskussionen zu Cloud Computing
Im Abschlussmeeting habe ich also noch einen Praxis-Crash-Kurs bekommen und mein Interesse wurde noch weiter gesteigert. Seitdem habe ich mit vielen Kollegen die Frage diskutiert: Wann ist es soweit, dass Cloud Computing der Durchbruch gelingt? Die Unternehmensberatung Gartner prognostiziert, dass im Jahr 2012 20 Prozent der Firmen keine eigenen IT-Systeme mehr besitzen werden. In Europa geht es schon los, Südafrika ist auf dem Sprung. Aber viel interessanter ist meiner Meinung nach, wie Cloud Computing das Internet verändern wird.

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Erfahrungsbericht (McKinsey): Eintauchen in Lissabon

Montag, den 5. Juli 2010
Erfahrungs- bericht

Ziehen Sie sich locker an, hatte ihm ein Berater mit auf den Weg gegeben. e-fellows.net-Stipendiat Konstantin hielt sich dran und packte Freizeitkleidung für das Event "Eintauchen" in Lissabon ein. Aufgeregt und mit einem Rucksack bepackt, kommt er am Flughafen an – und sieht andere Teilnehmer in Anzug und mit Hartschalenkoffer. Doch bevor ihm das Herz in die Hose rutschen konnte, tauchte der erste McKinsey-Berater auf. In kurzer Hose und Polo-Shirt.

e-fellow Konstantine-fellows.net-Stipendiat Konstantin (24) ist Diplom-Humanbiologe und promoviert derzeit an der Philipps-Universität in Marburg zum Thema "Arrhythmien des Herzens". Weil er sich aber auch Alternativen zur Forscherkarriere anschauen wollte, studiert er nun an der Fernuni Hagen Wirtschaftswissenschaften und arbeitet bei einer studentischen Unternehmensberatung.

Titel und Thema der Veranstaltung
Business Technology Seminar "Eintauchen 2010" von McKinsey mit Workshop zum Thema "Green IT"

Zeit, Ort und Dauer der Veranstaltung
10. bis 13. Juni 2010 in Lissabon

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
23 Studierende und elf Mitarbeiter von McKinsey.

Alternativen zur Forscherkarriere
Die wissenschaftliche Forschung ist ein sehr idealistisches Feld, in dem es große Konkurrenz um Gelder und Veröffentlichungen gibt. Zudem spezialisiert man sich im Laufe seiner Ausbildung mehr und mehr. Gegen Ende meines Studiums habe ich daher begonnen, Alternativen zur Forscherkarriere zu erkunden. Wirtschaftswissenschaftliche Fragen haben mich seit jeher interessiert. So habe ich den Weg in die studentische Unternehmensberatung Phlink e.V. in Marburg gefunden. Die Arbeit an den Projekten hat mir sehr viel Spaß gemacht, daher wollte ich mal einen Blick in die Welt der großen Beratungen werfen. Das BTO-Seminar war allein schon von der Programmankündigung hochinteressant. Deshalb war der Weg zur Bewerbung extrem kurz.

Dresscodes sind Kittelträgern fremd
Schon zwei Wochen vor dem Abflug nach Lissabon war ich etwas nervös. Als Naturwissenschaftler beschäftigt man sich zwar mit Codes, aber die sind dann eher genetischer Natur. Dresscodes sind uns Kittelträgern meist fremd. Als es dann in der Ankündigung zum Event hieß, es gäbe keinen Dresscode, musste ich erst noch mal nachhaken: "Brauche ich wirklich keinen Anzug?" Die Antwort war relativ eindeutig: "Tragen Sie Kleidung, in der Sie sich wohlfühlen, und vergessen Sie Badesachen und Kleidung für die Disco nicht."

Kein Platz mehr für den Anzug
Ich war etwas unsicher, ob ich nicht doch einen Anzug einpacken sollte, aber der Rucksack war schon voll genug. Im Zug nach München zum Flughafen traf ich auf eine Kommilitonin. Die war etwas erstaunt, dass ich mit einem Reiserucksack zu einem Beratungsworkshop fahre. Die hätten doch alle diese hochmodernen Hartschalenkoffer. Der Rucksack würde mich da direkt disqualifizieren. Na danke! Ich war ja ohnehin schon nervös. Am Flughafen eingetroffen (ich war natürlich zwei Stunden zu früh da), war ich sehr gespannt auf die anderen Teilnehmer. Für uns alle war der Flug von München aus gebucht worden, damit wir gemeinsam anreisen konnten. Und tatsächlich war ich nicht der Einzige, der dem Dresscode-Braten nicht getraut hatte. Da erschienen die ersten in Hemd und Anzughose. Bis dann der erste Unternehmensvertreter eintraf: kurze Hose und Polo-Shirt. Da ging allen auf, McKinsey meint es ernst: Zieht an, worin ihr euch wohlfühlt.

Auf dem Weg nach Lissabon
Nach einem interessanten Flug mit Unterhaltungsprogramm durch portugiesische Heimreisende landeten wir in Lissabon bei 10 Grad und Regen. In Deutschland hatte es derweil über 20 Grad und strahlende Sonne. Das Wetter sollte sich zum Glück im Laufe des Tages noch deutlich steigern. Im Bus zum Hotel wurden die ersten Kontakte geknüpft. Im Hotel, das von innen sehr an ein futuristisches Raumschiff erinnerte, fanden wir uns dann zu zweit zusammen, um das Gepäck im Doppelzimmer abzuladen. Dann ging es auch direkt in das McKinsey-Büro in Lissabon. Dieser Tag und das kommende Wochenende waren Feiertage, aber die Küche des Büros hatte sich dennoch eingefunden, um Snacks für uns vorzubereiten. Essen sollte es in den kommenden Tagen übrigens reichlich und hochwertig geben.

1. Aufgabe: Eine 5-Meter-Brücke bauen
Nach einer Vorstellungsrunde aller anwesenden Teilnehmer und Unternehmensvertreter wurden wir in Gruppen eingeteilt und mussten zunächst aus Papier eine möglichst lange Brücke bauen, die ein rohes Ei tragen konnte. Die Teams sollten in dieser Zusammensetzung auch die Fallstudie bearbeiten, so dass man hier schon Hinweise auf die Gruppendynamik ziehen konnte. Meine Gruppe war durchaus zufrieden, auch wenn wir mit einer 5-Meter-Brücke im Stile des Channel-Tunnel nur den dritten Platz belegten. Nach einer umfassenden Einführung in die Unternehmensphilosophie durch einen Partner von McKinsey ging es zum Abendessen ins Hotel. Zwischen den Gängen rotierten die Unternehmensvertreter an den Tischen, so dass man zum Ende des ersten Abends mit nahezu jedem gesprochen hatte.

Fallstudie und Stadtrallye
Am nächsten Morgen ging es dann an die Fallstudie, die alle mit Spannung erwartet hatten. Schnell war die Arbeit verteilt, die Zeit bis zur Stadtrallye am Nachmittag verging wie im Flug. Für die Rallye wurden die Teams neu verteilt mit jeweils zwei Unternehmensvertretern. Mit U-Bahn, Straßenbahn und zu Fuß erkundeten wir Lissabon. Wir hatten alle nicht erwartet, so viel von der Stadt zu sehen während einer Rallye. Lissabon ist wirklich traumhaft und sehr abwechslungsreich. Da es wie erwähnt auf ein langes Wochenende zuging, war die Stadt schon für die Feierlichkeiten dekoriert. Die Konkurrenz war sehr hart, und man traf immer wieder auf andere Gruppen, denen man natürlich immer eine Nase voraus sein wollte. Alles mit einer gehörigen Menge Spaß an der Sache.

Kontakt zu McKinsey aufnehmen?
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Was ist besser – South Park oder Family Guy?
Abends stellte ein portugiesischer Partner die Möglichkeiten vor, bei McKinsey die Welt kennenzulernen. Außerdem berichtete er, wie Berater ihre Wochenenden nutzen und welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den weltweiten Büros von McKinsey gibt. Anschließend wurden wir auf den Bewerbungsprozess bei McKinsey vorbereitet und exerzierten in Gruppen eine Fallstudie durch. Ich glaube, das hat allen etwas die Angst vor einer Bewerbung genommen. Im Anschluss ging es in den alten Teil der Stadt, Alfama. Hier bekamen wir in einem traditionellen Restaurant wunderbaren Fisch serviert und anschließend ging es raus in die Straßen.

Gegen Mitternacht machten wir uns auf den Weg zurück ins Hotel, aber noch lange nicht ins Bett. Ich erinnere mich gerne an eine Diskussion zwischen einem Kommilitonen, einem Berater und mir, ob nun South Park oder Family Guy besser sei. Wir haben sehr gelacht, aber auch dieser Abend musste irgendwann enden, denn es wartete immer noch eine Fallstudie auf uns. Und da wurde es echt knapp, denn für den nächsten Tag war ein umfangreicher Strandbesuch eingeplant.

Zeitdruck und Surfen
Die letzten Seiten unserer Flipchart-Präsentation wurden gerade so fertig, dass wir vom Case in den Bus springen konnten. Das Wetter erinnerte mich wieder an den Tag unserer Ankunft, aber wir trotzten den Wolken in Badeshorts und T-Shirt. Neben Beachvolleyball und einem kleinen Beach-Fußballspiel gab es auch die Möglichkeit, einen Surfkurs zu machen. Die Wellen waren toll, und einmal hab ich es sogar aufs Board geschafft. Auf der Habenseite standen zudem ein leichter Sonnenbrand, etwas Muskelkater, eineinhalb Liter geschluckter Atlantik und eine Menge Spaß (mal wieder). Viele nutzten aber auch die Möglichkeit, am Strand die Augen zuzumachen, denn die Tage waren lang, und es stand noch die Präsentation an. Diese verlief allerdings ganz anders als erwartet.

In der Präsentation werden die "Klienten" persönlich
Drei "McKinseys" mimten für uns die Klienten. Wir hatten uns im Team abgesprochen, wer welchen Teil der Präsentation übernimmt. Das war aber nach 30 Sekunden hinfällig. Der C.E.O. interessierte sich nur für zwei konkrete Zahlen, der Chef der Informatikabteilung riss unvermittelt unsere Präsentation vom Flipchart und bemalte die Rückseite, und dann wurden sie untereinander persönlich. Eine solche Präsentation in den Griff zu bekommen, war die echte Herausforderung des Wochenendes. Aber auch diese Aufgabe haben wir gemeistert, und sie wurde noch belohnt: mit einem Dinner in einem der schönsten Restaurants der Stadt, mit einem wunderbaren Ausblick über ganz Lissabon und genialer Küche.

Beeindruckende Ehrlichkeit
Und dann folgte einer der beeindruckendsten, weil ehrlichsten Momente des Wochenendes: Ein ehemaliger Junior Partner, der das Talent zum Comedian hat, berichtete in lockeren Worten von seiner Zeit im Unternehmen und sprach in aller Deutlichkeit auch an, was er schlecht fand und warum er nicht mehr im Unternehmen ist. Dass er dafür eine Stunde gebraucht hat und alle auf den Nachtisch warten mussten, war niemandem aufgefallen, denn es war wunderbare Unterhaltung. Zum Abschluss des Events ging es in einen Club, der zu einer Seite zum Meer hin geöffnet war. Auch hier waren natürlich die Getränke inklusive. Trotz der drei intensiven Tage haben wir bis in die Nacht gefeiert und gingen erst im Morgengrauen nach Hause.

Ein bisschen Ruhe
Der Sonntag verlief sehr ruhig. Jeder hatte noch einmal die Möglichkeit, mit einem Vertreter des Unternehmens ein Einzelgespräch zu führen. Die Chance habe ich genutzt und mit einem McKinsey-Kollegen zu sprechen, der als promovierter Biochemiker einen ähnlichen Hintergrund hat wie ich. Man merkte jedoch allen an, dass an diesem Wochenende eine Sache zu kurz gekommen war, wenn es auch die einzige war: Schlaf. Im Flugzeug regte sich niemand mehr und wie von McKinsey garantiert, waren alle pünktlich zurück zum Deutschlandspiel gegen Australien. Nach dem Abpfiff gingen bei mir aber die Lichter aus. Ich muss noch mal meinen Hut ziehen vor den Beratern, die am nächsten Tag schon wieder beim Klienten saßen. Ich hoffe, ihnen sind nicht, wie mir, das ein oder andere Mal die Augen zugefallen. Aber dieses Wochenende war es definitiv wert.

Mein Fazit
Der Workshop "Eintauchen 2010" war in allen Belangen Spitzenklasse. Neben den ausführlichen Einblicken in die Unternehmenswelt von McKinsey, speziell des BTO, konnten wir jederzeit die Berater mit Fragen ansprechen. Da diese sehr unterschiedliche Charaktere hatten und vom jungen Berater bis hin zum Partner Vertreter fast aller Karrierestufen anwesend waren, erhielt man einen umfassenden Eindruck. Dabei hatte ich nie das Gefühl, dass ich der unwissende Student bin, sondern die Berater haben einem das Gefühl vermittelt, auf Augenhöhe zu sein. Die unerwartet lockere Atmosphäre trug ihren Teil dazu bei, dass der Spaß nicht zu kurz kam. Auch die Fallstudie, die zwar anspruchsvoll war, aber dennoch sehr gut zu bearbeiten, wurde durch die unerwartete Präsentationssituation eine der eindrucksvollsten Erinnerungen. Das Ambiente, das Essen und die Ausflüge haben das Ganze perfekt abgerundet. Und zudem hatte man die Möglichkeit, interessierte Studenten der unterschiedlichsten Fächer kennenzulernen.

Wem ich die Veranstaltung weiterempfehle
Ich kann den Workshop jedem empfehlen, der einen Einblick in die Welt der Strategieberatung haben möchte, und dies in angenehmer Atmosphäre. Gerade im BTO ist die Zusammensetzung sehr gemischt und nicht so BWL-lastig, so dass man auf eine Menge interessante Persönlichkeiten trifft. Alle Aspekte des Berufs (Bewerbung, Einstieg, Karrieremöglichkeiten, Projekte) haben wir beleuchtet. Es wurde mit alten Vorurteilen aufgeräumt, aber stets auch deutlich gemacht, dass es sich um einen anspruchsvollen Job handelt. Man hatte nie das Gefühl, dass das Unternehmen sich in höchsten Tönen lobt, sondern stets alle Aspekte ehrlich anspricht. In Kombination mit dem gebotenen Programm eine wertvolle Erfahrung, die ich jedem nur wünschen kann.

Community & Blog Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
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