Archiv der Kategorie '* McKinsey & Company'

Erfahrungsbericht (McKinsey): Erfolge zwischen Glatteis und Buckelpiste

Freitag, den 18. Februar 2011
Erfahrungs- bericht

Nicht nur seinen Schwung auf der Skipiste konnte e-fellow Jochen bei der Veranstaltung "Spuren hinterlassen" von McKinsey  verbessern. Er lernte auch, beim Bearbeiten von Fallstudien nicht mehr ins Schliddern zu geraten. Getreu dem Motto "Wer feiern kann, kann auch arbeiten" erlebte er drei spannende Tage in Kitzbühel.

Titel der Veranstaltung
"Spuren hinterlassen" mit McKinsey

Datum und Ort
13. bis 16. Januar 2011 in Kitzbühel, Österreich

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
30 Teilnehmer und 10 Unternehmensvertreter

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Da sich meine Promotionszeit dem Ende zuneigt und ich bisher noch kein Praktikum in einer Strategieberatung absolviert habe, wollte ich bei der Veranstaltung erste Eindrücke gewinnen. Nachdem ich bei leo.org auf "Spuren hinterlassen" aufmerksam wurde, war mir klar, dass es keine bessere Gelegenheit geben kann, um dieses Bedürfnis zu stillen: Ich bin begeisterter Skifahrer, Kitzbühel ist eine Reise wert und McKinsey die Strategieberatung schlechthin.

Jochene-fellows.net-Alumnus Jochen (29) hat 2006 sein BWL-Studium abgeschlossen und arbeitet seitdem als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotionsstudent an der Uni Saarbrücken. Da er noch unentschlossen ist, welche berufliche Richtung er einschlagen wird, kam ihm die Veranstaltung "Spuren hinterlassen" gerade recht.

Was machst du eigentlich hier?
"Spuren hinterlassen" dauerte drei volle Tage: Donnerstagmittag bis Sonntagmittag. Dazwischen lag ein pickepackevolles, aber dennoch ausgewogenes Programm: Der Donnerstag begann mit einer Vorstellungsrunde und einem Kennenlernspiel. Außerdem standen "McKinsey stellt sich vor", die Einführung in die Fallstudie und ein abendliches Kamingespräch mit Herbert Henzler, dem langjährigen Deutschland-Chef, auf dem Plan. Vom Donnerstag ist mir die Vorstellungsrunde am lebhaftesten in Erinnerung geblieben. Bereits zu diesem Zeitpunkt war klar: Das können nur spannende Tage werden. Es waren Wirtschaftswissenschaftler, Juristen, Mediziner, Biologen, Chemiker, Mathematiker, Ingenieure, Politikwissenschaftler und ein Musiker vertreten. Jeder der Teilnehmer hatte einen spannenden Lebenslauf. Mich, und wie sich später herausstellte, auch andere, beschlich dabei das ein oder andere Mal der Gedanke: "Was machst du eigentlich hier?"

Highlight Hüttenabend
Der Freitag stand ganz im Zeichen des Skifahrens. Hier zeigte sich die sportliche Seite der Truppe. In meiner Sechsergruppe mit Skilehrer habe ich definitiv meinen Schwung verbessert. Der folgende Hüttenabend war mein Highlight der Veranstaltung. In ungezwungener Atmosphäre konnte ich mit Beratern die Möglichkeiten besprechen, bei McKinsey einen Schwerpunkt auf Corporate Finance zu legen, mich informieren, wie sie Karriere und Familie verbinden und über die Fußball-Bundesliga fachsimpeln.

Wie soll Kitzbühel 2030 aussehen?
Der Samstag war Fallstudienzeit. In Vierergruppen haben wir uns zunächst Gedanken über den Winterferienort Kitzbühel gemacht. Ziel war es, sich ein Konzept für das Jahr 2030 zu überlegen, das auch die möglichen Auswirkungen des Klimawandels berücksichtigt. Anschließend sollte die Sommer-Fallstudie die Frage beantworten, ob ein hochdotiertes Golfturnier Kitzbühel als Sommerurlaubsort stärker profiliert. Ein Hotelbesitzer und der Direktor des Tourismusverbands standen uns Rede und Antwort. Für mich als Promovenden war es eine willkommene Erfahrung, statt mit Literatur wieder einmal mit Menschen zusammenzuarbeiten.

Glatteis am Morgen, Party am Abend
Bei der morgendlichen Winter-Fallstudie war unser Team noch wie auf Glatteis ins Schliddern geraten. Das Feedback unseres Betreuers half uns aber, die folgende Fallstudie für den Sommer zu meistern: Wir haben unsere Herangehensweise, Projektplanung, Interviewtechnik und Präsentation spürbar verbessert. Die Lernkurve zeigte an diesem Tag steil nach oben. Nach getaner Arbeit war Partytime angesagt. Und ja, McKinsey kann auch feiern! Im "Take Five" hat sich für mich noch einmal bestätigt, dass die Chemie in der gesamten Gruppe stimmte. Der für Sonntag anberaumten Präsentation unserer Fallstudien-Ergebnisse hat die kurze Schlafenszeit dennoch nicht geschadet. Wer feiern kann, kann schließlich auch arbeiten.

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In der McKinsey-Gruppe kannst du Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei McKinsey kontaktieren.

Mein Fazit zu "Spuren hinterlassen"
Die Veranstaltung ist für jeden empfehlenswert, der einen Berufseinstieg bei einer Strategieberatung in Erwägung zieht. Diejenigen, die bisher noch keinen Kontakt zu einer Beratung hatten, können von dem Event sicher am meisten mitnehmen. Die Betreuer beantworten alle Fragen zum Beraterdasein – auch die unangenehmen. Die Fallstudie gibt einen Einblick in die tägliche Arbeit.

Mein persönliches Fazit ist positiv. Meine Erwartungen haben sich erfüllt: Ich habe einen Einblick in die Arbeitsweise einer führenden Strategieberatung erhalten, bin Ski gefahren und habe Kitzbühel entdeckt. Die Menschen, die ich bei dieser Veranstaltung kennenlernen durfte, haben bei mir Spuren hinterlassen.

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Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (McKinsey): Der Produktion auf die Finger schauen

Mittwoch, den 19. Januar 2011
Erfahrungs- bericht

Mit Wärmebildkameras nach austretender Hitze suchen oder Leitungen auf ihre Dichtigkeit prüfen – auch so kann die Arbeit eines Beraters aussehen. Wie Firmen ihre Energiekosten durch Prozessoptimierung senken können, zeigt die Lernfabrik für Energieproduktivität von McKinsey in der Praxis. e-fellow Martin erlebte beim Workshop effiziente Produktion und erkannte, dass weniger Schrauben manchmal mehr sind.

Titel der Veranstaltung
Go Green – McKinseys Green Model Factory 2010

Datum und Ort
25. und 26. November 2010 in München

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
19 Studenten und Young Professionals aus England, Italien, Dänemark und Deutschland sowie 10 Unternehmensvertreter

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Die Produktion ist mein Steckenpferd. Sowohl mein Schwerpunkt im Studium als auch meine Praktika lagen in diesem Bereich. McKinsey betreibt seit 2009 gemeinsam mit der TU München eine "Lernfabrik für Energieproduktivität", also eine Modell-Fabrik, die beispielhaft eine effiziente Produktion darstellt und im Kleinen zu zeigt, was man im Großen verändern kann. Sowohl diese Fabrik als auch McKinsey wollte ich kennenlernen.

Martine-fellows.net-Stipendiat Martin (25) studiert Wirtschaftsingenieurwesen an der RWTH Aachen. Für die Produktion hat er sich schon immer interessiert. Grund genug, McKinseys Green Model Factory an der TU München zu besuchen.

Kulinarischer Einstieg
Um erstmal miteinander warm zu werden, haben wir am ersten Abend gemeinsam gekocht: Vier Gruppen zauberten je einen Gang eines Vier-Gänge-Menüs. Da wir nicht sofort am Tisch saßen, kam ich mit vielen Leuten ins Gespräch. Alle Teilnehmer waren vielfältig engagiert, so konnte man mit jedem eine Gemeinsamkeit finden. Meist drehten sich die Gesprächsthemen natürlich um das Leben und Arbeiten als Berater. Die Unternehmensvertreter gaben uns zu allen Fragen gerne Auskunft.

Finde die Fehler
Der zweite Tag bestand aus zwei Einheiten: dem Besuch der Lernfabrik und eines Workshops zum Produktdesign. In der Lernfabrik wird ein echtes Produkt gefertigt: ein kleines Getriebe, das zum Beispiel in Schiebetüren zum Einsatz kommen kann. Der Produktions- und Fertigungsprozess ist so aufgebaut, dass er einige versteckte Schwächen hat. Unsere Aufgabe war es, diese zu suchen und zu beheben. Beispielsweise haben wir mit Wärmebildkameras nach austretender Hitze gesucht oder Leitungen auf ihre Dichtigkeit geprüft. Anhand der ermittelten Daten konnten wir unsere Verbesserungsideen priorisieren und Veränderungen empfehlen. McKinsey nutzt die Lernfabrik, um Klienten beispielhaft zu zeigen, welche Methoden bei der Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten angewendet werden. Mich hat überrascht, dass McKinsey in Beratungsprojekten so detailliert und praxisbezogen arbeitet und Produktionsprozesse auf – im wahrsten Sinn des Wortes – zupackende Weise umgestaltet.

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An Schrauben lässt sich sparen
Obwohl ich kein Produktentwickler bin, hat mich der Workshop zum Produktdesign begeistert. Dort haben wir zwei Kaffeemaschinen getestet auf wahrgenommene Wertigkeit, Geschmack des Kaffees und andere Aspekte. Aber insbesondere haben wir die Produzentenbrille aufgesetzt, das heißt die Kaffeemaschinen in ihre Einzelteile zerlegt und verglichen. Kopfschüttelnd haben wir einige Einsparpotentiale erkannt. Beispielsweise wurde in einer Kaffeemaschine eine einzige Schraube verbaut, während in der anderen 23 Schrauben verbaut wurden – offensichtlich Verschwendung. Auch hier hat mich verblüfft, dass die Berater so nah an der Produktentwicklung arbeiten.

Insgesamt hat mich überrascht, wie sehr McKinsey bei technischen Prozessen ins Detail geht und dass dies als Kernkompetenz verstanden wird. PowerPoint ist also nicht das einzige Werkzeug, das Berater benutzen.

Wem ich die Veranstaltung weiterempfehle
Jedem, der ein Interesse an industrieller Produktion und Produktentwicklung hat. Umso mehr, wenn dazu noch ein Interesse an der Beratung kommt. Die Tage in München werden mir im Gedächtnis bleiben. Ich werde versuchen, die Impulse aufzunehmen und das Gelernte in echten Fabriken umzusetzen, zum Beispiel indem ich konsequent mit Wärmebildkameras nach Energieverschwendung suche.

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Erfahrungsbericht (McKinsey): Das Berater-Einmaleins bei der Weinprobe lernen

Mittwoch, den 29. Dezember 2010
Erfahrungs- bericht

"Machen Sie die Probe!" Mit dem Titel des McKinsey-Events war nicht nur die Weinprobe gemeint, die den Rahmen der Veranstaltung bildete. Proben konnte e-fellow Harald vor allem, ob er und die Beraterbranche zusammenpassen. Die entspannte Atmosphäre hielt ihn nicht davon ab, die Berater mit konkreten Fragen zu löchern: Was muss ich für die Bewerbung bei McKinsey wissen? Und was heißt "obligation to dissent"?

Haralde-fellow Harald (20) studiert im ersten Semester Wirtschaftsingenieurwesen in Erlangen und liebäugelt bereits mit der Beraterbranche. So frönte er beim Event "Machen Sie die Probe!" nicht nur Wein und gutem Essen, sondern unterhielt sich vor allem mit potenziellen Kollegen.

Titel der Veranstaltung
"Machen Sie die Probe!"

Datum und Ort
9. Dezember 2010, 9 bis 22:30 Uhr

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
Neun Teilnehmer aus den Fächern BWL, Ingenieurwissenschaften und Jura; drei Vertreter von McKinsey

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Unternehmensberatungen verfügen zweifellos über eine hohe Anziehungskraft. Versprochen werden Karrierechancen, abwechslungsreiche Aufgaben und interessante Kollegen – doch was ist dran an diesen vermeintlichen Floskeln? Beim Dinner-Event "Machen Sie die Probe!" konnte ich mit Beratern von McKinsey dazu ungezwungen ins Gespräch kommen.

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein …
… sondern auch von Rindercarpaccio, Schmorbraten mit Kartoffelfächer, Dorade und Mascarpone. Treffpunkt war die "Vineria", ein italienisches Restaurant in Nürnberg. Während einer Weinprobe unterhielten wir uns mit den Beratern und erhielten ausführliche und offene Antworten auf unsere Fragen. Hier die, die mir am wichtigsten waren:

Wie sehen Arbeitszeiten und Arbeitsalltag aus?
Die Berater schilderten ihren Alltag so: Montag bis Donnerstag wird der Job beim Klienten vor Ort erledigt, am Freitag kehren sie in ihr "Home Office" zurück. Morgens beginnt die Arbeit etwa um 9 Uhr, eine feste Feierabend-Uhrzeit gibt es nicht, hier gilt, soweit erforderlich:  "open end".

Wie vielfältig ist der Job?
Die Aufgaben reichen von internen Studien über die Beratung von Behörden bis hin zu Aufträgen großer Firmenklienten aus den verschiedensten Branchen und Industrien. So ist Vielfalt garantiert, bekräftigten die Berater. Auch gibt es immer mehr internationale Projekte, vor allem in Asien. Alle Berater waren offensichtlich begeistert von ihrem Job. Neben der genannten Vielfalt liegt das vor allem an der steilen Lernkurve und dem Kennenlernen vieler Unternehmen und deren Strukturen.

Wie läuft die Bewerbung ab?
Das Bewerbungsgespräch besteht für Praktika aus drei, für eine Festanstellung aus fünf Einzelgesprächen und umfasst neben Case Studies auch einen mathematischen Test. Die Berater empfehlen ausdrücklich, solche Case Studies zu üben.

Welche Angebote hat McKinsey für Bachelor- und Master-Studenten?
Bachelor-Absolventen wechseln nach einem Jahr in das so genannte Fellowship-Programm. Davon werden sie nach zwei Jahren – bei Lohnfortzahlung für zwölf Monate – freigestellt, um zu promovieren oder einen MBA zu erwerben. Mit Master steigt man direkt als Fellow ein.

Recht des Klügeren
Noch weitere interessante Informationen habe ich mitgenommen. Im Arbeitsalltag gilt: "Obligation to dissent" – die faktisch richtige Meinung zählt, nicht zwangsläufig die des hierarchisch höher Stehenden. Und: Es gibt Einsparprojekte, doch Entlassungen sind dabei das letzte Mittel. Und: In der Tat arbeitet ein studierter Opernsänger bei McKinsey!

Fazit
Das Treffen hinterließ bei mir einen durchweg positiven Eindruck, wozu natürlich die angenehme Atmosphäre und das gute Essen beitrugen, vor allem jedoch die Offenheit und Freundlichkeit der Berater. Alle Fragen – auch kritische – wurden kompetent beantwortet und auch der Smalltalk kam nicht zu kurz. Eine empfehlenswerte Veranstaltung für alle, die sich gern selbst ein erstes Bild von Beratern, deren Beruf und natürlich auch dem Unternehmen McKinsey machen wollen.

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Erfahrungsbericht (McKinsey): Weibliche Stärken stärken

Donnerstag, den 16. Dezember 2010
Erfahrungs- bericht

Der Mythos, dass Frauen und Führungspositionen nicht zusammenpassen, wird bei McKinsey
offenbar Lügen gestraft. Denn beim "Women's Day" lernte e-fellow Katharina fast 200 erfolgreiche McKinsey-Beraterinnen kennen. Welche Karrierewege sie gegangen sind und wie
Katharina es ihnen gleichtun kann, erfuhr sie in praktischen Übungen – und hatte auch noch viel Spaß dabei.

Titel der Veranstaltung
McKinsey Women's Day

Datum und Ort
5. bis 6. November 2010, Frankfurt am Main

Katharinae-fellow Katharina (25) studierte in Passau European Studies und International Cultural and Business Studies auf Bachelor und macht nun den Master in International Business Administration an der Universität Hamburg. Während ihres Studiums war sie schon in Spanien und Südkorea – und zuletzt in Frankfurt beim "McKinsey Women's Day". Dort lernte sie von erfahrenen Beraterinnen, unter anderem wie sie typisch weibliche Stolperfallen umgehen kann.

Es war ein Zufall, durch den ich über eine Anzeige des McKinsey Women's Day stolperte. Auf dem Portal leo.org waren mir Banner zu dem Workshop aufgefallen. Nachdem auch e-fellows.net Informationen dazu veröffentlichte, siegte die Neugier und ich wollte mir über den "Mythos McKinsey" eine eigene Meinung bilden.

An einem Freitagmorgen im November ging es los. Der Workshop begann ganz entspannt im Hotel Radisson Blu in Frankfurt. Vor der offiziellen Vorstellungsrunde hatte ich Zeit, die anderen Teilnehmerinnen kennenzulernen.

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Die Vorstellungsposter mit Bild und Kurzporträt, die McKinsey für jede einzelne von uns erstellt hatte, boten dabei viel Gesprächsstoff. Die unterschiedlichsten Studiengänge waren vertreten – von Psychologie über Politikwissenschaften bis hin zu Molekularbiologie. Außerdem hatten viele Teilnehmerinnen spannende Auslandserfahrung unter anderem in Asien, Südamerika, den USA, Spanien und Frankreich. So kamen wir schnell ins Gespräch und stellten bald Gemeinsamkeiten fest: Zum Beispiel hatten einige der Teilnehmerinnen an derselben Uni studiert und ähnliche Praktika absolviert.

Anekdoten aus dem Berater-Alltag
Auch die sympathische Offenheit der Beraterinnen begeisterte mich. Jede Frage, wie zum Beispiel zur Work-Life-Balance oder der tatsächlichen Anzahl von Arbeitsstunden, wurde geduldig beantwortet. Bei zwei Case Studies innerhalb von Kleingruppen bot sich auch genügend Gelegenheit, von den Beraterinnen zu lernen. Gemeinsam mit ihnen analysierten wir die beste Herangehensweise für einen Fall, den die jeweilige Betreuerin auch tatsächlich erlebt hatte.

Spannend war dabei zum einen, Einblick in die täglichen Arbeitsabläufe und in konkrete Fälle zu bekommen, zum anderen aber auch, die kleinen Anekdoten zu hören zu der Interaktion mit Kollegen und Kunden. Wir konnten jederzeit Zwischenfragen stellen und besprachen auch hilfreiche Tools, wie die sogenannte Funnel-Analyse, mit der man Probleme strukturierter angehen kann.

Karriere-Plausch in der Küche
Das Highlight der Veranstaltung war, dass wir am selben Tag noch am offiziellen deutschlandweiten "Women's Day" von McKinsey teilnahmen. Die Beraterinnen von McKinsey treffen sich einmal jährlich zum Austausch und Networking. Gemeinsam mit rund 170 Beraterinnen hörten wir uns die beeindruckende Rede von Sandrine Devillard-Hoellinger an, einer Partnerin des Pariser Büros. Die dreifache Mutter berichtete, wie sie erfolgreich ihre Kinder und ihren Beruf unter einen Hut bringt und nebenbei das globale Forschungsprojekt "Women Matter" leitet.

Anschließend konnten wir in ungezwungener Atmosphäre Karrierewege zu diskutieren und ehrliche Meinungen über den Beraterberuf einholen. Die Gespräche gingen auch beim gemeinsamen Kochabend weiter, bei dem ein sehr leckeres Vier-Gänge-Menü entstand.

"Stärken stärken"
Unter diesem Motto ging es am nächsten Morgen weiter. Anhand der Leitfrage "Wie kann ich als Frau die kleinen und großen Herausforderungen des Berufsalltags erfolgreich meistern?" besprachen wir frauenspezifische Stärken und auch Schwächen. Sehr amüsant wurde es, als wir typische Arbeitsalltagssituationen nachstellten, die viele schon genau so erlebt hatten, beispielsweise wenn wir erfolglos versucht hatten, in einer Besprechung Gehör zu finden. Um für solche Situationen gewappnet zu sein, trainierten wir gezielt Körpersprache, Stimme und Selbstbewusstsein.

Fazit
Das Event war ein gelungener Mix aus Lehrreichem, Einblicken in die Arbeit von McKinsey und netten Gesprächen mit den Beraterinnen sowie mit Studentinnen und Doktorandinnen verschiedenster Fachrichtungen. Zugegebenermaßen war es zu Beginn der Veranstaltung etwas ungewohnt, nur unter Frauen zu sein, aber es hat dem Klima des Workshops nicht geschadet. Im Gegenteil, so konnte ich ungezwungener Fragen stellen und genauer erfahren, wie es ist, Unternehmensberaterin zu sein. Mit praktischen Übungen und Tipps bestens versorgt wird mir der Workshop sicherlich sehr für die Berufswahl und auch für den Berufsalltag helfen.

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Erfahrungsbericht (e-fellows.net working): Fünf auf einen Streich

Donnerstag, den 2. Dezember 2010
Erfahrungs- bericht

Tauge ich zum Unternehmensberater? Das fand e-fellows.net-Alumna Regina im persönlichen Gespräch mit erfahrenen Beratern von Accenture, McKinsey und anderen heraus. Beim Event "e-fellows.net working – Einblicke ins Consulting" lernte sie gleich fünf Beratungen kennen. Eigentlich wollte sie nur "allgemein" mehr über die Branche erfahren. Aber schon schreibt sie an ihrer Bewerbung als Consultant.

Regina e-fellows.net-Alumna Regina (26) macht ihren MBA an der Mannheim Business School. Sie steht schon in den Startlöchern für ihr Auslandssemester am Indian Institute of Management in Bangalore. Dennoch fühlte sie schon mal vor für ihre berufliche Zukunft: Beim Event "Einblicke ins Consulting" konnte sie im lockeren Plausch Kontakte in die Berater-Branche knüpfen.

Titel der Veranstaltung
e-fellows.net working – Einblicke ins Consulting

Datum und Ort
13. November 2010 von 10.30 Uhr bis 16 Uhr im Marriott Hotel, München

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
30 bis 40 Stipendiaten und Alumni, Mitarbeiter von McKinsey, KPMG, Detecon, Accenture und Allianz Interne Unternehmensberatung

Warum ich teilgenommen habe
Consulting kannte ich bisher nur von Mitstudenten, die vor dem MBA bei einem Consulting-Unternehmen gearbeitet hatten: regelmäßig neue Projekte, viele Reisen und eine steile Lernkurve – das hörte sich spannend an. Da ich bis dato noch nicht wusste, was ich nach meinem MBA machen möchte, wollte ich unbedingt mehr wissen über die Consulting-Branche und einzelne Unternehmen kennenlernen.

Kontakt zu den Unternehmensberatungen aufnehmen?
In den Gruppen von Accenture, McKinsey, KPMG, Detecon oder Allianz Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Accenture, McKinsey, KPMG, Detecon oder Allianz kontaktieren.

5 in 1
Auf der Suche nach Karriere-Events stieß ich auf "e-fellows.net working – Einblicke ins Consulting". Perfekt: gleich fünf Consulting-Unternehmen in einer Veranstaltung! Ich wollte einerseits mehr über die Branche allgemein erfahren und andererseits die Mitarbeiter der fünf Unternehmen gezielt nach deren Aufgaben, der Unternehmenskultur und den Einstiegschancen fragen.

Ich bewarb mich also, obwohl München über vier Stunden von meinem Wohnort entfernt ist. Zwei Wochen später erhielt ich die Nachricht, dass drei der fünf Unternehmen meinen Lebenslauf interessant fanden – Allianz Interne Unternehmensberatung, Detecon und KPMG.

Den typischen Berater gibt es nicht
Die Veranstaltung war in zwei Blöcke eingeteilt. Am Vormittag stellten sich die Consulting-Firmen vor: Wer sind wir? Was machen wir? Wen suchen wir? Am Nachmittag konnten wir die Gelegenheit nutzen, mit den Unternehmensvertretern in Kontakt zu kommen – in lockerer Runde mit anderen Teilnehmern oder in Einzelgesprächen in einem separaten Raum.

In den kurzen Vorträgen am Vormittag hoben alle Unternehmen zwei Statements besonders hervor:
1. Es gibt nicht den typischen Berater oder die typische Beraterin, und keinen vordefinierten Karriereweg.
2. High Potentials jeglicher Studienrichtung können sich im Consulting bewerben.

Nach den Vorträgen interessierten mich insbesondere das Management-Consulting bei Accenture und der Advisory-Bereich bei KPMG. Doch zunächst wollte ich die anderen Teilnehmer näher kennenlernen. Es waren alle Fächer und Studienabschlüsse vertreten: von Jura über Ingenieurwesen bis hin zu BWL und Physik, und vom Bachelor bis zum Doktoranden. Auch sie interessierten an der Beratertätigkeit die vielen unterschiedlichen Aufgaben sowie die steile Lernkurve.

Hohe Ansprüche und hohe Bezahlung
Wie die anderen Teilnehmer nutzte ich dann die Möglichkeit, mich persönlich mit den Unternehmensvertretern zu unterhalten. Von Fachfragen über Energieprojekte bis hin zu Überstunden im Consulting: Ich konnte die Berater wirklich alles fragen. Die Antworten waren offen und ehrlich: Wer nicht bereit sei, überdurchschnittlich viel zu arbeiten, der solle sich in einer anderen Branche umschauen. Das überdurchschnittliche Engagement werde aber auch mit einer überdurchschnittlichen Bezahlung ausgeglichen.

Als Berater ins Ausland
Besonders interessierte mich auch, wie wahrscheinlich es ist, Projekte im Ausland zu begleiten und wie lange eine solcher Auslandseinsatz durchschnittlich dauert. Bei Accenture und KPMG seien solche Einsätze grundsätzlich möglich, jedoch jeweils individuell abzustimmen. Hier komme es vor allem auf die jeweilige Leistung und natürlich auf die Eigeninitiative an, den Auslandseinsatz anzustoßen.

Ich habe mein Erststudium im Finanzbereich gemacht und danach drei Jahre in einer Großbank gearbeitet. "Wie sind meine Einstiegschancen in der Strategie- beziehungsweise Managementberatung, wenn ich aus der Finanzindustrie komme?", war also meine nächste Frage. Ich bekam die Empfehlung, zunächst in einen finanznahen Bereich in die Consulting-Branche einzusteigen und meine Expertise auszubauen. Nach zwei bis drei Jahren könne ich dann auch in einen anderen Bereich wechseln.

Für mich persönlich habe ich den folgenden Dreiklang aus den Gesprächen mit den Unternehmensvertretern mitgenommen: "Als Consultant wirst du gefordert und gefördert – und der Kunde steht dabei immer im Mittelpunkt."

Fazit
Die Anreise zu "Einblicke ins Consulting" hat sich für mich gelohnt, und ich kann jedem empfehlen, eine e-fellows.net-working-Veranstaltung zu besuchen. Nicht nur, um mit den Unternehmen in Kontakt zu treten, sondern auch, um sich mit anderen Teilnehmern, also potenziellen Mitbewerbern, zu unterhalten.

Ich konnte mich persönlich bei den Unternehmensvertretern vorstellen und im persönlichen Gespräch alle meine Fragen klären. Auch im Nachgang stehe ich noch mit meinem Wunschunternehmen in Kontakt. Aktuell schreibe ich sogar an meiner Bewerbung als Consultant. Jetzt heißt es Daumen drücken!

Vielen Dank auch an das e-fellows.net-Team für die Organisation. Beim nächsten Mal bin ich gerne wieder dabei!

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Erfahrungsbericht (McKinsey): Klimaschutz in Kitzbühel

Montag, den 15. November 2010
Erfahrungs- bericht

Business Technology Office? Davon hatte e-fellows.net-Alumnus Sönke noch nie gehört. Was dahintersteckt, fand der Elektrotechniker beim McKinsey-Event "Wechselwirkungen" in Kitzbühel heraus. Dort grübelte er darüber nach, wie eine Software-Schmiede ihre CO2-Emissionen senken kann. Dabei konnte er sich außerdem als Theaterschauspieler neu entdecken und sich sportlich beim Raften und Klettern versuchen.

Sönke e-fellows.net-Alumnus Sönke (26) hat Mathematical Engineering an der Universität der Bundeswehr in Neubiberg bei München studiert und promoviert dort gerade am Institut für Hoch- und Höchstfrequenztechnik. Beim Seminar in Kitzbühel war er mit den Beratern von McKinsey per Du, dem CIO durfte er trotzdem nicht ins Wort fallen.

Titel der Veranstaltung
Wechselwirkungen – Business Technology Seminar von McKinsey

Datum und Ort
7. bis 10. Oktober an der McKinsey AlpineUniversity in Kitzbühel, Österreich

Teilnehmer
28 Studenten und Doktoranden aus Naturwissenschaften, Mathematik, Informatik und Ingenieurwesen

Warum ich teilgenommen habe
Durch e-fellows.net und andere Quellen ist mir das Unternehmen McKinsey zwar bekannt, aber mehr als eine vage Vorstellung von der Tätigkeit eines Unternehmensberaters hatte ich trotzdem nicht. Völlig neu war mir der Begriff "BTO" – Business Technology Office – eine Abteilung, die zu McKinsey gehört und zu großen Teilen Naturwissenschaftler und Ingenieure beschäftigt. Da ich einfach neugierig war, was sich dahinter verbarg, bewarb ich mich und zählte zu den 28 glücklichen Studenten und Doktoranden, die an "Wechselwirkungen" in der McKinsey AlpineUniversity in Kitzbühel teilnahmen.

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"Theatralischer" Einstieg
Dass die Veranstaltung nicht allzu förmlich und steif werden würde, konnte ich schon am Flughafen erahnen: Dort wurden wir nicht im Anzug, sondern im Freizeitdress begrüßt und hielten den Fellow Associate Florian wegen seiner unkomplizierten Art zunächst für einen weiteren Teilnehmer.

Der endgültige Eisbrecher war das Teambuilding: Die Aufgabe war die Aufführung eines fünfminütigen Theaterstücks in den späteren Kleingruppen. Meine fünfköpfige Gruppe hatte Florian zur Unterstützung, der uns im Anschluss auch durch die Case Study begleitete. Dabei wurde aus "dem Berater von McKinsey" spätestens dann "der Florian", als er sich von uns ohne mit der Wimper zu zucken als Pferd in das Stück einspannen ließ – im wahrsten Sinne des Wortes!

Der CIO sagt Hallo
So ging es dann gut gelaunt an den Kernpunkt der Veranstaltung: eine Case Study zum Thema "Green IT", welche zudem als Planspiel vorbereitet war. Unser Ziel war es, für das IT-Unternehmen "Your Software" die CO2-Emissionen in der IT um mindestens 20% zu senken und zudem mögliche Strategien für ein Marktwachstum zu erarbeiten. Trotz Zeitdruck war die Gruppe mit viel Spaß bei der Sache.

Damit es für unser Team auch nicht zu einfach werden würde, versagte unserem Betreuer bereits am zweiten Tag die Stimme. So musste bei Fragen von da an halt geflüstert werden. Zudem platzte spontan der CEO in unseren Teamraum und wollte Zwischenergebnisse gezeigt bekommen. Es sollten noch mehrere Treffen mit unterschiedlichen Funktionsträgern wie dem CIO oder dem CEO folgen. Nach jedem dieser Meetings gab es in der Gruppe ein nettes und offenes Feedback, durch das ich eine wichtige Lektion gelernt habe: Unterbrich niemals eine Führungskraft und höre erst einmal gut zu! Was selbstverständlich klingt, ist im Eifer der Besprechung manchmal schwer einzuhalten, da jeder möglichst viele Dinge in kurzer Zeit ansprechen möchte.

Rafting zum Wachwerden
Abschluss für die Case Study bildete ein Zwischenbericht vor dem Vorstand von "Your Software". Die meisten Emissionen konnten wir einsparen, indem wir kleinere, ineffiziente Rechenzentren zu einem großen, modernen Rechenzentrum zusammenlegten. Dort sollten nach unserer Strategie die Server außerdem virtualisiert werden, um noch weniger CO2 zu emittieren.

Zuhörer war eine andere Gruppe, bei deren Präsentation wir zuvor beisitzen durften. Abschließend grübelten wir im strahlenden Sonnenschein auf der Terrasse noch ein bisschen weiter, schließlich hätte jeder doch noch gerne die Druckkosten gesenkt oder noch eine weitere Marktstrategie entworfen. Für die fast unzähligen Möglichkeiten hätten wir gerne noch einen Tag mehr gehabt.

Apropos gutes Wetter: Um am Samstagmorgen wirklich wach zu werden, spendierte McKinsey eine Runde Rafting. Bei österreichischem Prachtwetter konnten wir uns gemeinsam mit unseren Betreuern in die doch recht frischen Fluten stürzen. Freizeit und Case Study standen in einem angenehmen Verhältnis, sodass unsere rauchenden Köpfe nicht überhitzten. Sei es an der Kletterwand, bei der Stadtführung oder beim Abendessen auf einer Hütte hoch über Kitzbühel: gelacht, gegessen und geplaudert wurde viel!

Fazit
Für jeden, der aus dem technischen oder naturwissenschaftlichen Bereich kommt, war diese Veranstaltung aus drei Gründen sehr interessant: Einen solch umfangreichen Einblick in die Arbeit beim BTO von McKinsey bekommt man in so kurzer Zeit wohl kaum ein zweites Mal. Viel wichtiger fand ich aber: Ich konnte jeden der McKinsey-Mitarbeiter fragen und noch mal fragen bis ich fraglos glücklich war. Gerade dafür nahmen sich unsere Betreuer viel Zeit. Mir kam es  manchmal vor, als würde ich ein Verhör sowohl über das Berufsleben als auch über die Konsequenzen für das Privatleben führen. Und drittens bekommt man selten einen Kurzurlaub im Fünf-Sterne-Hotel mit exzellentem Essen, Raften und Klettern spendiert.

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
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2002: Die 10.000. Stipendiatin wird gefeiert

Donnerstag, den 29. Juli 2010
Lukas

Frühjahr 2002. e-fellows.net-Mitarbeiterin Margret Steinle drückt auf "Bewerber aufnehmen". Maria wird e-fellows.net-Stipendiatin. Aber nicht irgendeine: die zehntausendste! Kurze Zeit später frühstückt sie mit dem Personalvorstand der Telekom und plaudert bei der großen Feier mit dem damaligen McKinsey-Chef Jürgen Kluge.

Zehn Jahre e-fellows.net!
Wir blicken zurück auf ganz besondere Momente.
10 Jahre e-fellows.net

Hallo Maria, kannst du dich noch erinnern, wann, wie und warum du dich damals für das e-fellows.net-Stipendium beworben hast?
Ja, ich habe damals VWL in Regensburg studiert und war gerade aus meinem Auslandssemester in den USA zurückgekommen. Ich hatte einen Tipp von einem Kommilitonen bekommen, der sich bei e-fellows.net erfolgreich beworben und mir begeistert von dem kostenlosen Internetzugang erzählt hatte. Ein Internetanschluss war damals für Studenten ja noch relativ teuer. Ich habe mir dann Eure Website angesehen und mich beworben  Anschließend habe ich das auch gleich einer Freundin von e-fellows.net erzählt. Die ist später sogar City Group-Leiterin in Regensburg geworden.

Wie hast du davon erfahren, dass du die 10.000. Stipendiatin bist?
Eine Mitarbeiterin von euch hat mich angerufen und meinte, dass ich die 10.000. Stipendiatin sei und dass das groß gefeiert werden sollte. Der Freund, der mir den Tipp gegeben hatte, meinte dann etwas säuerlich, er hätte selbst wohl noch ein wenig länger mit seiner Bewerbung warten sollen.

Maria-die-zehntausendste-StipendiatinMaria Lehner (Jahrgang 1977) wurde 2002 als zehntausendste e-fellows.net-Stipendiatin aufgenommen. Sie war aktiv in der City Group Regensburg. Heute arbeitet sie in der Projektfinanzierung für Erneuerbare Energien.

Eine Feier! Wie muss ich mir die vorstellen?
In München gab es ein Frühstück mit Dr. Rolf Grisebeck, einem Vorstand von Holtzbrinck, und dem e-fellows.net-Geschäftsführer Michael Hies. Danach war ich in Bonn bei der Telekom zu Gast und habe mit dem Personalvorstand Herrn Klinkhammer zu Mittag gegessen. Abends ging es zurück nach München zur großen Feier. Jürgen Kluge, damals McKinsey-Geschäftsführer, war auch dabei.

Gab's denn auch einen Preis?
Ja, ich habe eine Digitalkamera und eine Urkunde bekommen.

Maria und McKinsey-Geschäftsführer Jürgen Kluge [Quelle: e-fellows.net-Archiv]
Michael Hies (e-fellows.net-Geschäftsführer), Stipendiat Thomas Steins, Maria und Jürgen Kluge [Quelle: e-fellows.net-Archiv]

Was hat dir deine Bewerbung bei e-fellows.net gebracht, also abgesehen von Digitalkamera und großer Feier?
Toll waren das Netzwerk und die vielen City Group-Treffen. Dort konnte man viele Leute aus anderen Fächern kennenlernen, was einige interessante Diskussionen mit sich brachte. Ich glaube, durch das e-fellows.net-Stipendium und den Austausch mit anderen Stipendiaten werden viele Studenten dazu angeregt, ein bisschen mehr zu machen als das, was sie eigentlich erreichen wollten. Im Nachhinein finde ich es nur sehr schade, dass ich das Mentoring-Programm von e-fellows.net nicht genutzt habe.

Und wieso würdest du das Mentoring-Programm heute nutzen?
Während meiner Promotion in München betreute ich viele Studenten bei Seminar- und Diplomarbeiten. Damals ist mir aufgefallen, dass viele Studenten oft ein wenig "vor sich hinstudieren" und sich nicht wirklich überlegen, wie genau ihr späteres Berufsleben aussehen wird. In diesem Zusammenhang ist es sehr wertvoll, sich mit möglichst vielen Personen zu unterhalten, die schon im Berufsleben stehen. Praktika nützen hierbei natürlich auch, aber allein durch Gespräche mit Leuten, die bereits berufstätig sind, kann man mit sehr geringem Aufwand schon sehr viel über bestimmte Berufsbilder in Erfahrung bringen. Mentoren können bei der beruflichen Orientierung und Zielsetzung enorm helfen.

Und was machst du jetzt?
Ich habe vor einem Jahr meine Promotion in München abgeschlossen und bin dann bei der Commerzbank im "Center of Competence Renewable Energies" eingestiegen. Dort kümmere ich mich um internationale Projektfinanzierungen, zum Beispiel für Wind- oder Solarparks in Europa und den USA. Das ist genau das, was ich machen wollte.

Gibt es etwas, das du e-fellows.net zum zehnten Geburtstag wünschen möchtest?
Herzlichen Glückwunsch! Bleibt weiter so erfolgreich und engagiert wie bisher! Ich finde eure Förderung der Stipendiaten, eure Ideen und das, was ihr bisher auf die Beine gestellt habt, einfach toll! Weiter so!

Zeitmaschine: Im Archiv der WELT gibt es bis heute noch den Artikel von Stipendiat Thomas Steins über Maria und die Feier.

Erfahrungsbericht (McKinsey): Eintauchen in Lissabon

Montag, den 5. Juli 2010
Erfahrungs- bericht

Ziehen Sie sich locker an, hatte ihm ein Berater mit auf den Weg gegeben. e-fellows.net-Stipendiat Konstantin hielt sich dran und packte Freizeitkleidung für das Event "Eintauchen" in Lissabon ein. Aufgeregt und mit einem Rucksack bepackt, kommt er am Flughafen an – und sieht andere Teilnehmer in Anzug und mit Hartschalenkoffer. Doch bevor ihm das Herz in die Hose rutschen konnte, tauchte der erste McKinsey-Berater auf. In kurzer Hose und Polo-Shirt.

e-fellow Konstantine-fellows.net-Stipendiat Konstantin (24) ist Diplom-Humanbiologe und promoviert derzeit an der Philipps-Universität in Marburg zum Thema "Arrhythmien des Herzens". Weil er sich aber auch Alternativen zur Forscherkarriere anschauen wollte, studiert er nun an der Fernuni Hagen Wirtschaftswissenschaften und arbeitet bei einer studentischen Unternehmensberatung.

Titel und Thema der Veranstaltung
Business Technology Seminar "Eintauchen 2010" von McKinsey mit Workshop zum Thema "Green IT"

Zeit, Ort und Dauer der Veranstaltung
10. bis 13. Juni 2010 in Lissabon

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
23 Studierende und elf Mitarbeiter von McKinsey.

Alternativen zur Forscherkarriere
Die wissenschaftliche Forschung ist ein sehr idealistisches Feld, in dem es große Konkurrenz um Gelder und Veröffentlichungen gibt. Zudem spezialisiert man sich im Laufe seiner Ausbildung mehr und mehr. Gegen Ende meines Studiums habe ich daher begonnen, Alternativen zur Forscherkarriere zu erkunden. Wirtschaftswissenschaftliche Fragen haben mich seit jeher interessiert. So habe ich den Weg in die studentische Unternehmensberatung Phlink e.V. in Marburg gefunden. Die Arbeit an den Projekten hat mir sehr viel Spaß gemacht, daher wollte ich mal einen Blick in die Welt der großen Beratungen werfen. Das BTO-Seminar war allein schon von der Programmankündigung hochinteressant. Deshalb war der Weg zur Bewerbung extrem kurz.

Dresscodes sind Kittelträgern fremd
Schon zwei Wochen vor dem Abflug nach Lissabon war ich etwas nervös. Als Naturwissenschaftler beschäftigt man sich zwar mit Codes, aber die sind dann eher genetischer Natur. Dresscodes sind uns Kittelträgern meist fremd. Als es dann in der Ankündigung zum Event hieß, es gäbe keinen Dresscode, musste ich erst noch mal nachhaken: "Brauche ich wirklich keinen Anzug?" Die Antwort war relativ eindeutig: "Tragen Sie Kleidung, in der Sie sich wohlfühlen, und vergessen Sie Badesachen und Kleidung für die Disco nicht."

Kein Platz mehr für den Anzug
Ich war etwas unsicher, ob ich nicht doch einen Anzug einpacken sollte, aber der Rucksack war schon voll genug. Im Zug nach München zum Flughafen traf ich auf eine Kommilitonin. Die war etwas erstaunt, dass ich mit einem Reiserucksack zu einem Beratungsworkshop fahre. Die hätten doch alle diese hochmodernen Hartschalenkoffer. Der Rucksack würde mich da direkt disqualifizieren. Na danke! Ich war ja ohnehin schon nervös. Am Flughafen eingetroffen (ich war natürlich zwei Stunden zu früh da), war ich sehr gespannt auf die anderen Teilnehmer. Für uns alle war der Flug von München aus gebucht worden, damit wir gemeinsam anreisen konnten. Und tatsächlich war ich nicht der Einzige, der dem Dresscode-Braten nicht getraut hatte. Da erschienen die ersten in Hemd und Anzughose. Bis dann der erste Unternehmensvertreter eintraf: kurze Hose und Polo-Shirt. Da ging allen auf, McKinsey meint es ernst: Zieht an, worin ihr euch wohlfühlt.

Auf dem Weg nach Lissabon
Nach einem interessanten Flug mit Unterhaltungsprogramm durch portugiesische Heimreisende landeten wir in Lissabon bei 10 Grad und Regen. In Deutschland hatte es derweil über 20 Grad und strahlende Sonne. Das Wetter sollte sich zum Glück im Laufe des Tages noch deutlich steigern. Im Bus zum Hotel wurden die ersten Kontakte geknüpft. Im Hotel, das von innen sehr an ein futuristisches Raumschiff erinnerte, fanden wir uns dann zu zweit zusammen, um das Gepäck im Doppelzimmer abzuladen. Dann ging es auch direkt in das McKinsey-Büro in Lissabon. Dieser Tag und das kommende Wochenende waren Feiertage, aber die Küche des Büros hatte sich dennoch eingefunden, um Snacks für uns vorzubereiten. Essen sollte es in den kommenden Tagen übrigens reichlich und hochwertig geben.

1. Aufgabe: Eine 5-Meter-Brücke bauen
Nach einer Vorstellungsrunde aller anwesenden Teilnehmer und Unternehmensvertreter wurden wir in Gruppen eingeteilt und mussten zunächst aus Papier eine möglichst lange Brücke bauen, die ein rohes Ei tragen konnte. Die Teams sollten in dieser Zusammensetzung auch die Fallstudie bearbeiten, so dass man hier schon Hinweise auf die Gruppendynamik ziehen konnte. Meine Gruppe war durchaus zufrieden, auch wenn wir mit einer 5-Meter-Brücke im Stile des Channel-Tunnel nur den dritten Platz belegten. Nach einer umfassenden Einführung in die Unternehmensphilosophie durch einen Partner von McKinsey ging es zum Abendessen ins Hotel. Zwischen den Gängen rotierten die Unternehmensvertreter an den Tischen, so dass man zum Ende des ersten Abends mit nahezu jedem gesprochen hatte.

Fallstudie und Stadtrallye
Am nächsten Morgen ging es dann an die Fallstudie, die alle mit Spannung erwartet hatten. Schnell war die Arbeit verteilt, die Zeit bis zur Stadtrallye am Nachmittag verging wie im Flug. Für die Rallye wurden die Teams neu verteilt mit jeweils zwei Unternehmensvertretern. Mit U-Bahn, Straßenbahn und zu Fuß erkundeten wir Lissabon. Wir hatten alle nicht erwartet, so viel von der Stadt zu sehen während einer Rallye. Lissabon ist wirklich traumhaft und sehr abwechslungsreich. Da es wie erwähnt auf ein langes Wochenende zuging, war die Stadt schon für die Feierlichkeiten dekoriert. Die Konkurrenz war sehr hart, und man traf immer wieder auf andere Gruppen, denen man natürlich immer eine Nase voraus sein wollte. Alles mit einer gehörigen Menge Spaß an der Sache.

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Was ist besser – South Park oder Family Guy?
Abends stellte ein portugiesischer Partner die Möglichkeiten vor, bei McKinsey die Welt kennenzulernen. Außerdem berichtete er, wie Berater ihre Wochenenden nutzen und welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den weltweiten Büros von McKinsey gibt. Anschließend wurden wir auf den Bewerbungsprozess bei McKinsey vorbereitet und exerzierten in Gruppen eine Fallstudie durch. Ich glaube, das hat allen etwas die Angst vor einer Bewerbung genommen. Im Anschluss ging es in den alten Teil der Stadt, Alfama. Hier bekamen wir in einem traditionellen Restaurant wunderbaren Fisch serviert und anschließend ging es raus in die Straßen.

Gegen Mitternacht machten wir uns auf den Weg zurück ins Hotel, aber noch lange nicht ins Bett. Ich erinnere mich gerne an eine Diskussion zwischen einem Kommilitonen, einem Berater und mir, ob nun South Park oder Family Guy besser sei. Wir haben sehr gelacht, aber auch dieser Abend musste irgendwann enden, denn es wartete immer noch eine Fallstudie auf uns. Und da wurde es echt knapp, denn für den nächsten Tag war ein umfangreicher Strandbesuch eingeplant.

Zeitdruck und Surfen
Die letzten Seiten unserer Flipchart-Präsentation wurden gerade so fertig, dass wir vom Case in den Bus springen konnten. Das Wetter erinnerte mich wieder an den Tag unserer Ankunft, aber wir trotzten den Wolken in Badeshorts und T-Shirt. Neben Beachvolleyball und einem kleinen Beach-Fußballspiel gab es auch die Möglichkeit, einen Surfkurs zu machen. Die Wellen waren toll, und einmal hab ich es sogar aufs Board geschafft. Auf der Habenseite standen zudem ein leichter Sonnenbrand, etwas Muskelkater, eineinhalb Liter geschluckter Atlantik und eine Menge Spaß (mal wieder). Viele nutzten aber auch die Möglichkeit, am Strand die Augen zuzumachen, denn die Tage waren lang, und es stand noch die Präsentation an. Diese verlief allerdings ganz anders als erwartet.

In der Präsentation werden die "Klienten" persönlich
Drei "McKinseys" mimten für uns die Klienten. Wir hatten uns im Team abgesprochen, wer welchen Teil der Präsentation übernimmt. Das war aber nach 30 Sekunden hinfällig. Der C.E.O. interessierte sich nur für zwei konkrete Zahlen, der Chef der Informatikabteilung riss unvermittelt unsere Präsentation vom Flipchart und bemalte die Rückseite, und dann wurden sie untereinander persönlich. Eine solche Präsentation in den Griff zu bekommen, war die echte Herausforderung des Wochenendes. Aber auch diese Aufgabe haben wir gemeistert, und sie wurde noch belohnt: mit einem Dinner in einem der schönsten Restaurants der Stadt, mit einem wunderbaren Ausblick über ganz Lissabon und genialer Küche.

Beeindruckende Ehrlichkeit
Und dann folgte einer der beeindruckendsten, weil ehrlichsten Momente des Wochenendes: Ein ehemaliger Junior Partner, der das Talent zum Comedian hat, berichtete in lockeren Worten von seiner Zeit im Unternehmen und sprach in aller Deutlichkeit auch an, was er schlecht fand und warum er nicht mehr im Unternehmen ist. Dass er dafür eine Stunde gebraucht hat und alle auf den Nachtisch warten mussten, war niemandem aufgefallen, denn es war wunderbare Unterhaltung. Zum Abschluss des Events ging es in einen Club, der zu einer Seite zum Meer hin geöffnet war. Auch hier waren natürlich die Getränke inklusive. Trotz der drei intensiven Tage haben wir bis in die Nacht gefeiert und gingen erst im Morgengrauen nach Hause.

Ein bisschen Ruhe
Der Sonntag verlief sehr ruhig. Jeder hatte noch einmal die Möglichkeit, mit einem Vertreter des Unternehmens ein Einzelgespräch zu führen. Die Chance habe ich genutzt und mit einem McKinsey-Kollegen zu sprechen, der als promovierter Biochemiker einen ähnlichen Hintergrund hat wie ich. Man merkte jedoch allen an, dass an diesem Wochenende eine Sache zu kurz gekommen war, wenn es auch die einzige war: Schlaf. Im Flugzeug regte sich niemand mehr und wie von McKinsey garantiert, waren alle pünktlich zurück zum Deutschlandspiel gegen Australien. Nach dem Abpfiff gingen bei mir aber die Lichter aus. Ich muss noch mal meinen Hut ziehen vor den Beratern, die am nächsten Tag schon wieder beim Klienten saßen. Ich hoffe, ihnen sind nicht, wie mir, das ein oder andere Mal die Augen zugefallen. Aber dieses Wochenende war es definitiv wert.

Mein Fazit
Der Workshop "Eintauchen 2010" war in allen Belangen Spitzenklasse. Neben den ausführlichen Einblicken in die Unternehmenswelt von McKinsey, speziell des BTO, konnten wir jederzeit die Berater mit Fragen ansprechen. Da diese sehr unterschiedliche Charaktere hatten und vom jungen Berater bis hin zum Partner Vertreter fast aller Karrierestufen anwesend waren, erhielt man einen umfassenden Eindruck. Dabei hatte ich nie das Gefühl, dass ich der unwissende Student bin, sondern die Berater haben einem das Gefühl vermittelt, auf Augenhöhe zu sein. Die unerwartet lockere Atmosphäre trug ihren Teil dazu bei, dass der Spaß nicht zu kurz kam. Auch die Fallstudie, die zwar anspruchsvoll war, aber dennoch sehr gut zu bearbeiten, wurde durch die unerwartete Präsentationssituation eine der eindrucksvollsten Erinnerungen. Das Ambiente, das Essen und die Ausflüge haben das Ganze perfekt abgerundet. Und zudem hatte man die Möglichkeit, interessierte Studenten der unterschiedlichsten Fächer kennenzulernen.

Wem ich die Veranstaltung weiterempfehle
Ich kann den Workshop jedem empfehlen, der einen Einblick in die Welt der Strategieberatung haben möchte, und dies in angenehmer Atmosphäre. Gerade im BTO ist die Zusammensetzung sehr gemischt und nicht so BWL-lastig, so dass man auf eine Menge interessante Persönlichkeiten trifft. Alle Aspekte des Berufs (Bewerbung, Einstieg, Karrieremöglichkeiten, Projekte) haben wir beleuchtet. Es wurde mit alten Vorurteilen aufgeräumt, aber stets auch deutlich gemacht, dass es sich um einen anspruchsvollen Job handelt. Man hatte nie das Gefühl, dass das Unternehmen sich in höchsten Tönen lobt, sondern stets alle Aspekte ehrlich anspricht. In Kombination mit dem gebotenen Programm eine wertvolle Erfahrung, die ich jedem nur wünschen kann.

Community & Blog Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
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Erfahrungsbericht (McKinsey): Lernen bei der Probe-Präsentation

Freitag, den 21. Mai 2010
Erfahrungs- bericht

Welche Karrierechancen gibt es außerhalb der Forschung? Dieser Frage wollte e-fellows.net-Stipendiat Malek nachgehen, als er sich für das "Horizon"-Event von McKinsey bewarb. Dort traf er auf Teilnehmer aus ganz Europa – und löste eine Fallstudie zum chinesischen Versicherungsmarkt. Bei der Probe-Präsentation wurde seine Gruppe ganz schön auseinandergenommen.

Weiß ich, was Consulting ist?
Ich kenne einige Kommilitonen, die in die Unternehmensberatung gegangen sind oder gehen wollen. Außerdem sind die großen Beratungsunternehmen stets auf den Berufsmessen der Unis vertreten. Man weiß also eigentlich schon mehr oder weniger, was Consulting ist, aber was bedeutet das ganz konkret? Was genau macht man als Unternehmensberater? Was sind die Aufgaben? Wie steige ich ein? Und stimmt es, dass man so viel reisen kann? Das alles waren Fragen, auf die ich bislang noch keine konkrete Antwort hatte. Aber auch zu anderen Dingen, die einem durch den Kopf gehen, hätte ich gern Antworten gehabt, bevor ich den großen Schritt ins Consultant-Dasein wagen würde. Und auf alle diese Fragen sollte mir die Veranstaltung die passende Antwort geben.

e-fellow XYe-fellows.net-Stipendiat Malek (27) hat in Warwick promoviert und forscht dort auch seit drei Jahren. Mittlerweile ist er sich nicht mehr wirklich sicher, ob er in der Forschung seine Zukunft sieht oder ob er doch lieber etwas Neues ausprobieren sollte. Projekte zu organisieren, Probleme zu lösen und Dinge zu planen – das hat ihm schon immer viel Spaß gemacht. Gute Voraussetzungen also, um McKinsey kennenzulernen.

Alles, was das Studentenherz begehrt
McKinsey lud für "Horizon" drei Tage lang Studierende nach Berlin ein und bot ein Programm mit allem, was das interessierte Studentenherz begehrte: interessante Workshops, ein komfortables Hotel, verschiedene Freizeitaktivitäten, Essen in tollen Restaurants (und das nicht zu knapp) und jede Menge Möglichkeiten, den Beratern Fragen zu stellen.

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Wie erobert man als Versicherung den chinesischen Markt?
Die Veranstaltung bestand im Prinzip aus einer Reihe von Höhepunkten, aber zwei ganz besondere möchte ich gerne herausheben: den eigentlichen Workshop und die Menschen (Teilnehmer wie Berater).

In dem Workshop haben wir eine Fallstudie bearbeitet, in der es darum ging, für ein europäisches Versicherungsunternehmen eine Markteinstiegs-Strategie in China zu erarbeiten. In kleinen Gruppen haben wir realistische Materialien bekommen und mussten unter simulierten Realbedigungen wie "echte" Unternehmensberater unsere Aufgabe lösen. Über zwei Tage hinweg haben wir Informationen zusammengetragen und diskutiert, Experten befragt sowie Lösungsvorschläge beraten, um schließlich dem Vorstand (unserem Auftraggeber) unsere Ergebnisse vorzustellen. Die Berater übernahmen die Rolle der Experten und Vorstände.

Wir wurden auseinandergenommen
Selbst für diejenigen, die schon mal Fallstudien gelöst haben, sei gesagt, dass dieses Konzept sich durchaus von den anderen unterscheidet. Vor allem wird man vom simulierten Umfeld so behandelt, als wäre man bereits Unternehmensberater. Die Betreuer sind selbst alle Berater und wissen genau, worauf die Auftraggeber achten und wie sie sich verhalten. Daher wurden wir bei der ersten, internen Präsentation "auseinandergenommen", um uns für die Präsentation vor unseren strengen "Auftraggebern" zu rüsten – und entsprechend viel lernt man dabei.

Drei internationale Tage
Ohne die internationalen Teilnehmer wäre dieser Workshop sicherlich nicht so klasse gewesen. Eine solche Ansammlung von kreativen und interessanten Menschen aus den verschiedensten Ländern ist selten: Deutsche, Franzosen, Belgier, Polen, Tschechen, Schweizer, Italiener, Spanier, Portugiesen und Engländer. Mit ihnen drei Tage zwischen Arbeit und Freizeit zu verbringen, das macht ein solches Event einfach spannend.

Mein Fazit
Mir jedenfalls hat "Horizon 2010" eine Menge gebracht. Ich habe viel gelernt, Spaß gehabt, tolle Leute getroffen, und nebenbei meine Zukunftsperspektiven neu geordnet. Es war ein schönes Erlebnis, und ich kann es wärmstens empfehlen. Und auf die Frage, ob es stimmt, dass man so viel reisen kann – die Antwort lautet ja. Für alles Weitere hört euch doch mal bei McKinsey um, vielleicht ist es ja genau das, wonach ihr sucht.

Community & Blog Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
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Erfahrungsbericht (McKinsey):
Fallstudie im Tiefschnee

Donnerstag, den 11. Februar 2010
Erfahrungs- bericht

Vom 30. Januar bis 2. Februar hinterließ e-fellow Christian Fußstapfen auf dem Gelände der AlpineUniversity in Kitzbühel. Beim Event "Spuren hinterlassen" lernte er McKinsey kennen, zusammen mit 28 Studenten und Doktoranden aller Fächer. 10 Unternehmensvertreter erzählten vorm Kamin von ihrer Karriere und führten die Teilnehmer durch eine Fallstudie. Am letzten Tag zogen sie zusammen in den Schnee.

e-fellow Christiane-fellows.net-Stipendiat Christian (27) hat Jura in Passau und London studiert. Jetzt promoviert er im Gesellschaftsrecht und interessiert sich für den Einstieg in einer Unternehmensberatung. Was liegt da näher, als ein paar Tage mit Markus Wasmeier auf der Piste zu verbringen?

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Ich kann mir zum einen gut vorstellen, nach meiner Promotion anstelle des Referendariats einen Direkteinstieg in die Beratung zu wählen. Daher wollte ich einmal den "Berater-Alltag" bei McKinsey, das Unternehmen als solches und natürlich dessen Berater kennenlernen. Zum anderen bot die Veranstaltung die einmalige Gelegenheit, mit Markus Wasmeier die legendäre Kitbzbüheler Streif zu bewältigen – und damit sowohl Leistungsport als auch Unternehmensberatung hautnah mitzuerleben.

Vertrautheit im Tiefschnee
Nachdem wir alle im traumhaften Grand Hotel inmitten des tief verschneiten Kitzbühels angekommen waren, konnten wir uns zuerst gegenseitig etwas kennenlernen. Danach stellten drei Berater ausführlich McKinsey als Unternehmen vor und gaben uns Einblicke in ihren persönlichen Werdegang. Dabei beantworteten sie sämtliche, teils auch kritische Fragen, zum Beispiel zum Arbeitsalltag und zur Unternehmenskultur, offen und ehrlich. Geendet hat der Tag mit einem Gespräch mit Martin Huber, Senior Partner bei McKinsey, der uns an zahlreichen seiner persönlichen Erfahrungen teilhaben ließ.

Ein Skiverband in der Erfolgsspur
Der folgende Tag stand dann ganz im Zeichen der Fallstudie. Wir sollten einen Skiverband sowohl sportlich als auch wirtschaftlich wieder auf Erfolgsspur bringen. Dafür wurden wir in Kleingruppen aufgeteilt, in denen wir – unterstützt durch einen Berater – die Probleme mit vorgegebenen Werkzeugen aus dem Berateralltag zu bewältigen versuchten. Dazu zählten beispielsweise Problemdefinition, Hypothesengenerierung und Interviewleitfäden. Die Ergebnisse haben wir regelmäßig dem Plenum präsentiert. Vor dem Abendessen hatte dann jeder ausreichend Zeit, sich entweder bei einem Saunagang, ein paar Bahnen im hauseigenen Schwimmbad oder einem Stadtbummel durch Kitzbühel von dem anstrengenden Tag zu erholen.

Am Kamin mit dem McKinsey-Deutschlandchef
Geendet hat auch dieser Tag wieder mit einem "Kamingespräch", diesmal mit Herbert Henzler, dem ehemaligen Deutschland-Chef von McKinsey. Er gab uns faszinierende Einblicke in den von ihm mitverantworteten FC Bayern, das Gipfeltreffen von Davos und seine jahrzehntelange Erfahrung bei McKinsey.

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Ab auf die Piste
Am dritten Tag ging es dann auf die Piste. Ob Ski, Telemark, Snowboard oder Schneeschuhwanderung – für jeden war etwas dabei. Absolutes Highlight war dann aber natürlich der Gang mit Markus Wasmeier zum Starthaus der legendären Kitzbüheler Streif, wo er uns die verrücktesten Stories seiner persönlichen Erlebnisse im Skizirkus erzählte. McKinsey: Spuren im Schnee Quelle:sxc.hu Autor:HamathitoNach dem Skifahren kamen wir alle noch zu einer gemeinsamen Unterhaltung mit "Wasi" zusammen, in der er uns weitere für unsere Fallstudie nützliche Insider-Informationen mitteilte. Abends ging es dann in die sagenumwobene Kitzbüheler Rosi-Hütte, wo wir fantastisch gegessen und gefeiert haben.

Nochmal ran an die Arbeit
Am letzten Tag standen nach nur wenigen Stunden Schlaf die Abschlusspräsentationen zur Fallstudie an, in denen wir die erarbeiteten Lösungsvorschläge dem "Vorstand des Skiverbandes" vorstellten. Und schließlich war es auch schon wieder an der Zeit, wehmütig Abschied von den Bergen zu nehmen.

Wem ich die Veranstaltung weiterempfehle
Empfehlen würde ich die Veranstaltung allen Studierenden oder Doktoranden, die entweder schon fest davon überzeugt sind, dass sie gerne einmal in der Beratung arbeiten wollen, und nun einfach eine der renommiertesten Beratungen überhaupt hautnah erleben wollen. Bewerben sollten sich aber auch diejenigen Neugierigen, die sich lediglich einmal informieren möchten, wie eine Beratung wie McKinsey tickt und wie eigentlich ein möglicher Arbeitsalltag eines Beraters aussehen könnte. Letztlich ist das Event all jenen ans Herz zu legen, die Lust auf ein intensives, lehrreiches und ereignisreiches Wochenende mit zahlreichen Highlights aus Wirtschaft, Sport und Gesellschaft haben.

Mein persönliches Fazit
Alles in allem habe ich die vier gemeinsamen Tage besonders in der Beratungsarbeit als äußerst intensiv, hoch interessant und sehr lehrreich empfunden. Ein vertrautes Gespräch mit Herbert Henzler in persönlicher Atmosphäre, Wedeln im Tiefschnee oder das Bezwingen der Streif mit Markus Wasmeier sowie Relaxen am Pool mit Blick auf die verschneiten Berge – das gibt es wohl nur bei McKinsey in Kitzbühel. Insgesamt also ein wirklich unvergessliches Event, dass ich jedem nur wärmstens weiterempfehlen kann.

Community & Blog Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
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