Archiv der Kategorie '* McKinsey & Company'

Erfahrungsbericht (McKinsey): Wie überzeuge ich den chinesischen Firmenchef?

Dienstag, den 13. Dezember 2011
Erfahrungs- bericht

ITler sollten auch wirtschaftlich denken. Das stellte e-fellow Julia fest, als sie beim McKinsey-Event das "Business Technology Office" kennenlernte, das an der Schnittstelle zwischen IT und Strategie arbeitet. Sie lernte, wie man bei einer deutsch-chinesischen Zusammenarbeit kulturelle Missverständnisse vermeiden kann. Und sie entdeckte, wie überzeugend die McKinsey-Berater chinesische Firmenchefs darstellen können.

Titel und Thema des Events
"Business Technology Office Inside 2011" von McKinsey

Zeit, Ort und Dauer des Events
17. bis 19. November 2011 in Frankfurt am Main

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
11 Teilnehmer und 7 Unternehmensvertreter

e-fellow-Julia e-fellows.net-Stipendiat Julia (23) macht gerade ihren Master in Finance & Information Management an der Universität Augsburg und der TU München. Sie hat bereits mehrere Praktika gemacht, unter anderem in Shanghai. Das machte das deutsch-chinesische Rollenspiel besonders interessant für sie.

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Strategieberatung und IT – wie passt das zusammen? Das Event "BTO Inside 2011" bot die ideale Gelegenheit, diese Frage zu beantworten. Da diese Kombination gut zu meinem Masterstudium in Finance & Information Management passt, zögerte ich nicht, als ich das Angebot für die Teilnahme an der Veranstaltung bekam.

Dass Wert auf eine entspannte Atmosphäre gelegt wird, wurde schon im Vorfeld der Veranstaltung deutlich. "Tragen Sie Kleidung, in der Sie sich wohl fühlen" lautete der Tipp. Und so trafen wir uns am Donnerstag mit den Beratern von McKinsey im Frankfurter Büro und starteten mit einer Vorstellung des "Business Technology Office" (BTO) und anschließender Einführung in die Fallstudie.

Eine Fallstudie über interkulturelle Zusammenarbeit
Die Fallstudie war sehr praxisnah und handelte von einem chinesischen Software-Unternehmen. Dessen Geschäftsleiter möchten durch den Zusammenschluss mit einem deutschen Anbieter auf dem europäischen Markt Fuß fassen. Zum Einstieg bekamen wir umfangreiches Informationsmaterial. Darüber hinaus konnten wir durch Interviews mit den Chefs beider Unternehmen, gespielt von den Beratern, an weitere Infos gelangen. Es wurde schnell deutlich, welche kulturellen Herausforderungen bei einer interkulturellen Unternehmensfusion auftreten können.

Kontakt zu McKinsey aufnehmen?
In der McKinsey-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei McKinsey kontaktieren.

Je ein Berater betreute jedes Team und die Arbeit in den Teams machte sehr viel Spaß. Unser Konzept umfasste neben einer neuen Produktstrategie auch Empfehlungen für die Strukturierung der Organisation. So sollte die Fusion der beiden kulturell  ehr verschiedenen Unternehmen gelingen.

Dialog im Dunkeln
Bevor wir am Ende des ersten Tages zum Hotel fuhren, gab es noch einen Zwischenstopp in einem Museum der besonderen Art. Dort angekommen erfuhren wir nämlich, dass es eigentlich nichts zu sehen gab. Denn im "DialogMuseum" sind die Besucher ganz auf ihren Tast- und Gehörsinn angewiesen. Geführt von einem Guide erkundeten wir also blind verschiedene Räume, in denen alltägliche Umgebungen dargestellt waren.

Das Hotel, in dem wir übernachteten, bot ebenfalls einiges zu erkunden, denn jedes Zimmer hatte einen Designer als Paten, der es auf individuelle Weise und unter einem bestimmten Motto gestaltet hatte.

Kulturelle Unterschiede
Am Freitag stand die Fallstudie "Asian Dragon" im Vordergrund. Außerdem lernten wir im Training "Interkulturelle Kompetenz", worauf wir achten müssen, wenn wir mit Menschen aus verschiedenen Kulturen zusammenarbeiten. So gehen beispielsweise Asiaten anders mit Kritik und Emotionen um als Lateinamerikaner, und in den USA wird mehr gelobt als in Europa. Darüber hinaus diskutierten wir über unsere eigenen Erfahrungen im Ausland, wie zum Beispiel mit telefonierenden Kollegen im Meeting, Taxifahrern, die Stadtpläne nicht lesen können oder Kollegen, die Termine eher als grobe Richtlinie denn als klare Vorgabe verstehen.

Präsentation vor dem "Geschäftsführer"
Nachmittags präsentierten wir dann unsere Ergebnisse vor dem Geschäftsführer des chinesischen Unternehmens. Das stellte alle Gruppen auf eine harte Probe. Die Berater nutzten dabei ihre schauspielerischen Fähigkeiten, um die Teilnehmer aufs Glatteis zu führen. Dennoch war die Stimmung gut, und so hatten wir auch am zweiten Abend die Gelegenheit, beim Abendessen ungezwungen mit den Beratern ins Gespräch zu kommen und anschließend in einem Frankfurter Club gemeinsam zu feiern.

Am letzten Tag gab es zunächst ausführliches Feedback für alle Teilnehmer. Im Anschluss bekamen wir dann einen Eindruck davon, wie ein Praktikum oder Festeinstieg beim BTO von McKinsey aussieht und wie ein Auswahltag abläuft. Dabei hatten wir unter anderem die Möglichkeit, ein Case-Interview durchzuspielen.

Wem ich die Veranstaltung weiterempfehle
Den Workshop kann ich jedem empfehlen, der sich für die Beratung an der Schnittstelle zwischen IT und Strategie interessiert,  in entspannter Atmosphäre die Arbeit des BTO kennenlernen und nebenbei viel Spaß haben möchte.

Mein persönliches Fazit und sonstige Anmerkungen
Für mich persönlich war "BTO Inside 2011" ein absolut gelungenes Event, bei dem ich nicht zuletzt viele nette Leute kennengelernt habe. Durch die Fallstudie konnte ich mich außerdem an typischen Aufgaben eines Beraters ausprobieren. Insbesondere die Gespräche mit den Beratern haben mich in der Planung eines Praktikums beim BTO bestärkt und mir einen guten Eindruck davon vermittelt, was mich dabei erwartet.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Live-Case mit McKinseys Recruiting-Chef: Ein Fall zum Haare-Raufen?

Donnerstag, den 1. Dezember 2011
Julia

Warum ist das Shampoo so teuer? Beim Live-Case mit McKinseys Recruiting-Chef Dr. Thomas Fritz drehte sich alles um die Körperpflege – und wie sich deren Produktion optimieren lässt. Eine haarige Angelegenheit, aber die e-fellows bewahrten einen kühlen Kopf.

Der dritte Live-Case mit Dr. Thomas Fritz war eine saubere Sache: Im Zentrum stand ein Hersteller für Körperpflegeprodukte. Shampoo, Duschgel und Badezusatz sollen an den Mann und an die Frau. Europaweit wurden die Produktionskosten verschiedener Werke verglichen. Dabei schnitt das süddeutsche Werk besonders schlecht ab – mit zehn Cent für jede produzierte Flasche. Den geringsten Preis pro Flasche hatte ein Werk in Polen. Die Frage lautete also: Was kann dieses Werk gegen diese hohen Kosten tun?

Thomas Fritz und die Löcherer
Eine haarige Angeleigenheit? Nicht für die e-fellows. Kaum war der Case gestellt, löcherten die e-fellows Thomas Fritz mit Fragen: Wie hoch sind die Kosten beim besten Werk? Wie viele Flaschen produziert die Firma in einem Jahr? Gibt es mehrere Produktionslinien? Und welche Risiken bestehen im Umfeld des Unternehmen?

Thomas Fritz gab bereitwillig Auskunft über technische Kapazitäten, Kernkompetenzen oder Aufbau des Unternehmen. So werden zum Beispiel in fünf Produktionslinien je 200 Flaschen pro Minute gefertigt – also 150 Millionen Flaschen im Jahr. Produziert wird im Zweischichtbetrieb, 16 Stunden am Tag. Das Grübeln ging weiter. Lohnt es sich, eine Produktionslinie abzuschalten? Sollte das Sortiment erweitert oder diversifiziert werden? Wie kann man die Fixkosten reduzieren?

Interessanterweise machte niemand den Vorschlag, die Produktion einfach in das anscheinend billigere Werk in Polen zu verlagern – die e-fellows verstanden, dass die Produktivität pro Mitarbeiter im süddeutschen Werk die beste war und man das einfach besser ausnutzen sollte.

Die Auslastung war der Schlüssel
Damit war man dem Schlüssel nähergekommen: Die Auslastung der Produktionslinien! Die lag gerade mal bei 42 bis 50 Prozent. Die Frage war also: Wie kann man diese mangelhafte Auslastung beheben? Kann man Nachfrage-Hypes ausgleichen? Welche Chancen und Risiken böte es, neue Märkte zu erschließen oder für Wettbewerber zu produzieren?

ALDI ruft an
Schließlich ging die Problemlösung hin zur Produktion für Dritte, zum Beispiel Handelsmarken. Thomas Fritz berichtete nun, dem Unternehmen liege ein Angebot von ALDI vor: 50 Millionen Flaschen pro Jahr soll das Unternehmen für den Discounter produzieren. ALDI ist bereit, dafür acht Cent pro Flasche zu zahlen. Ist das ein attraktives Angebot? Und vor allem: Lohnt es sich finanziell?

Nun waren die Zahlenjongleure gefragt. Das Ergebnis: Das Angebot von ALDI würde sich wirtschaftlich lohnen. Risiken für das Image oder der Verlust von Flexibilität seien aber bei der genauen Vertragsgestaltung zu berücksichtigen, zum Beispiel über eine Ausstiegsklausel. Andere Strategien wie Internationalisierung sollte man allerdings im Hinterkopf behalten.

Danach: Expertenforum "Bewerben bei McKinsey"
Im Anschluss wartete das Expertenforum "Bewerben bei McKinsey", wo Nicole Kerschl und Thomas Fritz auf Fragen antworteten wie:

Teilnehmerrekord
Mit einem Rekord von fast 1.200 Gruppenmitgliedern schlug das Community-Angebot noch besser ein als die Jahre zuvor. 2012 geht es dann hoffentlich in die nächste Runde – damit es beim echten Case-Interview kein Haaresträuben gibt.

Erfahrungsbericht (McKinsey): Auf einen Kirschlikör nach Lissabon

Dienstag, den 22. November 2011
Erfahrungs- bericht

Vier Tage mit McKinsey nach Lissabon – wer kann dazu schon Nein sagen. Jens jedenfalls ergriff seine Chance und bewarb sich für den Workshop "Eintauchen" in Lissabon. Dort lernt er in Fallstudien die Arbeit von McKinsey und bei verschiedenen Ausflügen die Berater persönlich kennen – und plant mittlerweile ein Praktikum im Business Technology Office.

Titel und Thema der Veranstaltung
Eintauchen 2011 – Triff McKinsey in Lissabon

Datum und Ort der Veranstaltung
13. – 16. Oktober in Lissabon

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
25 Teilnehmer, 12 Unternehmensvertreter

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Der Titel des Events mit den Schlagwörtern "McKinsey" und "Lissabon" war kaum zu übersehen. Zwar hatte ich zuvor überhaupt nicht an die Teilnahme an einem Event von McKinsey gedacht, aber Lissabon hörte sich so gut an, dass ich mir das Event genauer ansah. So erfuhr ich, dass das Business Technology Office (BTO) von McKinsey an der Schnittstelle zwischen Business und IT arbeitet. Ich studiere Wirtschaftsingenieurwesen, das am KIT sehr starken Bezug zur Informatik hat – also schien das BTO gut zu mir zu passen. Da ich nichts zu verlieren hatte, bewarb ich mich.

e-fellow Jens e-fellows.net-Stipendiat Jens (23) studiert im 5. Fachsemester Wirtschaftsingenieurwesen am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

In Freizeitkleidung nach Lissabon
Treffpunkt war der Münchener Flughafen, dort startete unser Flug nach Lissabon. Ein Berater von McKinsey empfing uns und verteilte an alle Teilnehmer Reiseführer von Lissabon. Ich hatte eher das Gefühl, in einer Reisegruppe und nicht bei einem Karriere-Event gelandet zu sein. Und auch in den nächsten Tagen sollte die angenehme Atmosphäre nicht nachlassen – trotz gut gefülltem Zeitplan.

Arbeiten vor Traumkulisse
Untergebracht waren wir in einem tollen Hotel direkt am Atlantik im Ort Cascais. Ein super Ort, um an einer Fallstudie zu arbeiten und Freizeitaktivitäten zu unternehmen. Ungefähr die Hälfte der Zeit stand die Fallstudie im Vordergrund. Darin ging es um die Beratung einer Krankenkasse, für die wir eine nachhaltige IT-Architektur entwickeln sollten.

Das Arbeiten im Team mit den Teilnehmern und Beratern machte besonders Spaß. Die Lösungsfindung war sehr interaktiv gestaltet. Neben den ausgehändigten Materialien bekamen wir unsere Informationen durch Gespräche mit dem CIO und CEO der Krankenkasse, sowie einem McKinsey-Partner – die alle von den Beratern gespielt wurden.

Wie praxisnah unser Fall war, erfuhren wir, als der reale Fall inklusive Lösung und Implementierung in einem Video präsentiert wurde. Schließlich bekamen wir Feedback innerhalb des Teams und auch im Zweiergespräch mit unseren Teamleitern. Das half mir sehr dabei einzuschätzen, ob ich für die Beratung geeignet bin.

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Aber auch die Freizeit kam nicht zu kurz. Wir schlenderten durch die Straßen von Lissabon und genossen zum Abschluss einen Kirschlikör. Am nächsten Tag konnten wir zwischen einem Strandnachmittag und einer Fahrradtour entlang der Küste wählen. Ich entschied mich für letzteres und genoss eine Fahrt mit atemberaubendem Blick aufs Meer.

Training für den Ernstfall
Auch ein Besuch im McKinsey-Büro in Lissabon stand auf dem Programm. Dort bekamen wir ein Interviewtraining: Uns wurde erklärt, wie ein Bewerbungsgespräch bei McKinsey abläuft und wie man sich darauf vorbereiten kann. Es war außerdem sehr hilfreich, dass wir dazu auch gleich ein "echtes" Interview durchspielten. Natürlich stellte McKinsey auch das BTO genauer vor und informierte uns über die Einstiegsmöglichkeiten.

Auch abends war genug Zeit, um sich beim Essen oder an der Hotelbar mit den Beratern in Gespräche zu vertiefen. Einige Berater hatten wie ich in Karlsruhe studiert und erzählten von ihrer Studienzeit und den Erfahrungen, die sie gemacht haben. Das Event "Eintauchen" endete mit einem Club-Besuch in Lissabon und einem gemeinsamen Rückflug nach Frankfurt.

Wem ich die Veranstaltung weiterempfehle
Die Veranstaltung kann ich jedem weiterempfehlen, der Interesse an unternehmerischen Fragen hat, McKinsey in lockerer Atmosphäre kennenlernen und gerne mal nach Lissabon fliegen möchte.

Mein persönliches Fazit
Die Veranstaltung ermöglichte es mir, McKinsey kennenzulernen und mir ein gutes Bild vom Unternehmen zu machen. Davor hatte ich einige Vorurteile gegenüber Unternehmensberatungen, die nun nicht mehr existieren. Vor allem der persönliche Kontakt zu den Beratern und die intensive Betreuung fand ich toll. Ein Praktikum im BTO ist schon in Planung.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (McKinsey): Stärken gestärkt und Lust auf mehr gemacht

Donnerstag, den 3. November 2011
Erfahrungs- bericht

Beim Women's Day von McKinsey zeigten Teilnehmerinnen vollen Einsatz – Ob beim Lösen einer typischen Case Study oder beim Kochen eines Sechs-Gänge-Menüs – Langweile kam bestimmt nicht auf. Und wer am Ende noch nicht genug hatte, durfte einen eigenen kleinen Vortrag vorbereiten und am eigenen Leib erfahren, mit welchen Problemen sich Frauen in Führungspositionen herumschlagen müssen.

Titel der Veranstaltung
McKinsey Women's Day

Datum und Ort
14.-15. Oktober 2011 im Intercontinental Hotel, Düsseldorf

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
30 Doktorandinnen und Studentinnen, 170 teilnehmende Beraterinnen

Viele Fragen im Gepäck
McKinsey – wer steht eigentlich hinter diesem Namen? Wer sind die Menschen, die McKinsey zur weltweit umsatzstärksten und bekanntesten Unternehmensberatung machen? Was leisten sie wirklich in ihrem Job? All diese Fragen habe ich mir auch gestellt und mich deshalb für den McKinsey Women’s Day beworben.

e-fellow Liesae-fellows.net-Stipendiatin Liesa (19) studiert im 3. Semester BWL an der Universität Mannheim.

Alles außer langweilig
Am Freitagvormittag fanden wir uns zusammen mit zehn Beraterinnen im Intercontinental Hotel in Düsseldorf ein. Das kleine Bisschen Aufregung, das sich auf der Fahrt nach Düsseldorf bei mir breit gemacht hatte, verschwand noch in den ersten zehn Minuten, denn die Beraterinnen waren sehr offen und zugänglich. Sie gaben uns sofort das Gefühl, dass wir uns hier in wirklich entspannter Atmosphäre kennenlernen können und zwei spannende Tage verbringen werden. Nach der ersten Vorstellungsrunde war ich beeindruckt von der Vielfalt der Teilnehmerinnen: Neben einigen Wirtschaftswissenschaftlerinnen gab es Promotionsstudentinnen der Philosophie, Chemie und Biologie. Auch eine Studentin der Veterinärmedizin war unter den Teilnehmerinnen. Die Vorfreude auf die nächsten zwei Tage wuchs stetig und mir war recht schnell klar, dass es nicht langweilig wird.

Flexibilität ist der Schlüssel
Beim anschließenden Mittagessen hatten wir viel Zeit, unsere Fragen loszuwerden. Aber natürlich nutzten wir Teilnehmer die freie Zeit auch, um uns gegenseitig näher kennenzulernen. Nach dem Mittagessen ging es dann mit dem Programm weiter. Die zehn Beraterinneren stellten sich ausführlich vor und gingen besonders auf ihre Projekte und ihre Spezialisierung ein. Da zwei der Beraterinnen schwanger waren, erfuhren wir außerdem einiges über die Vereinbarkeit von Familie und hektischem Berater-Alltag. Besonders deutlich wurde, dass McKinsey eine nicht gerade übliche Flexibilität bietet. Mit dem sogenannten "Leave" hat man die Möglichkeit, sich nach zwei Jahren eine Auszeit zu nehmen, um bei vollem Lohnausgleich zu promovieren oder den MBA zu machen. Später kann man die "Personal Time" in Anspruch nehmen, das sind bis zu drei freie Monate pro Jahr, um privaten Interessen oder freiwilligem Engagement nachzugehen. Und auch verschiedene Teilzeitmodelle für Eltern gibt es.

Teamarbeit beim Cases-Knacken und Kochen
Danach wurden wir in Gruppen eingeteilt und mit einem Teil des Bewerbungsprozesses bei McKinsey bekannt gemacht: den Case Studies. Solche Fallstudien werden Bewerbern in den Interviews vorgelegt und sie müssen dazu strukturierte Lösungsansätze entwickeln. In den Kleingruppen haben wir uns unter Anleitung einer Beraterin mit einem Case auseinandergesetzt. Leider war die Zeit etwas knapp bemessen, einen Einblick gewinnen konnten wir trotzdem.

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Nachtschwärmer mit Kochkünsten
Nach einer kurzen "Frischmach-Pause" sind wir alle in eine Düsseldorfer Kochschule gefahren. Der Koch hatte ein Sechs-Gänge-Menü geplant, zubereiten sollten wir es allerdings selbst. Unter seiner Anleitung schnibbelten und rührten wir in professioneller Kochmontur. Nebenbei wurde natürlich viel gequatscht – wie soll es auch sonst sein, wenn 40 Frauen auf einem Haufen zusammen sind. Es war toll, in so persönlicher und ungezwungener Atmosphäre mit den Beraterinnern von McKinsey ins Gespräch zu kommen. Serviert wurde das Essen dann vom Koch und seinem Team. Alles schmeckte toll und die Gespräche wurden immer besser. Nach dem Kochen verabschiedete sich ein Teil der Truppe ins Hotel, die anderen zogen noch in eine hotelnahe Bar um. Nach einer weiteren Stunde mit guten Gesprächen fanden dann auch die letzten den Weg ins Bett.

Lieber Networken als Zicken
Am nächsten Morgen lernten wir nach dem Frühstück Marion Knaths, Gründerin der Firma sheboss, kennen. Marion Knaths hat ein Trainingsprogramm extra für Frauen entwickelt, das alle Beraterinnen bei McKinsey zu Beginn ihrer Karriere durchlaufen. Die Coachings sollen Antworten auf spezifischen Fragen und Erlebnisse von Frauen in einem noch männlich dominierten Umfeld geben. "Stärken stärken" heißt das Training, das wir an diesem Tag mitgemacht haben. Im Job nicht ernst genommen werden oder als "Zicke" abgestempelt zu werden, passiert Frauen immer wieder, wenn sie versuchen den Weg in die Führungsetage zu erklimmen. Frau Knaths zeigte uns anhand vieler Beispiele, was wir bisher falsch machen und wie wir es besser machen können.

Wir haben ein Stimmentraining gemacht, um Aufforderungen und Arbeitsaufträge auch als solche zu kommunizieren und zu vermeiden, dass unsere Stimme hysterisch klingt. Einzelne Teilnehmerinnen hielten kurze Präsentationen und bekamen anschließend Feedback zu ihrem Auftreten. Wir haben gelernt, welche Haltung man am besten einnimmt, wie man Gestik und Mimik kontrolliert und was es sonst noch für Tricks gibt, um professioneller zu wirken. Das Training war insgesamt sehr hilfreich, alle waren begeistert und haben etwas daraus mitgenommen. Für mich persönlich – als Person mit kleiner Körpergröße – war es besonders hilfreich zu lernen, wie man sich durch einen festen und sicheren Stand sichtbarer macht und die eigene Präsentation an Wirksamkeit gewinnt.

Nach einer Verabschiedung und Feedbackrunde zum gesamten Wochenende mit den Beraterinnen war der Women’s Day dann auch schon vorbei und alle traten ihre Heimreise an. Natürlich wurden Kontaktdaten ausgetauscht und eine Facebook-Gruppe aller Teilnehmer gibt es auch schon. Denn wir wollen in Kontakt bleiben, bis wir uns vielleicht früher oder später mal bei McKinsey wiedersehen. Denn Lust auf mehr hat dieser Workshop definitiv gemacht.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (McKinsey): Potenzial auf dem Weingut entfalten

Montag, den 26. September 2011
Erfahrungs- bericht

Workshops sind doch irgendwie alle gleich? Nicht bei McKinsey – Chris Nadine verbrachte vier Tage auf einem Weingut und weiß jetzt, wie der Spitzenwein den Weg in die Flasche findet. Auf dem Programm stand aber nicht nur eine Fallstudie, sondern auch etwa Ausgefalleneres: Zum Beispiel ein Foto mit allen Nicht-Mikrowellen-Besitzern oder das Lotsen per Funk durch die Weinberge.


Titel der Veranstaltung
"Potenzial entfalten" bei McKinsey & Company

Datum und Ort
18.-21. September auf dem Schlossgut Diel an der Nahe, bei Mainz

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
30 Studenten, Doktoranden und Young Professionals und 13 Unternehmensvertreter

Abendessen mit Unternehmensvertretern, Fallstudien und Workshops  – wenn Firmen zu Kennenlern-Events einladen, dann läuft das oft ähnlich ab. Dass man sich aber auch einmal mit der Arbeit eines Weinguts beschäftigen sollte, fand ich so ungewöhnlich, dass ich mich direkt für das Event "Potenzial entfalten" von McKinsey bewarb – mit Erfolg.

Von Erstsemester zum Young Professional
Faszinierend fand ich die Vielfalt der Teilnehmer: Angefangen bei Medizin und Physik über Önologie (das ist die Lehre rund um Weinbau und -herstellung) bis hin zu Maschinenbau und den klassischen Wirtschaftswissenschaften war fast jede Studienrichtung vertreten. Und alle Studienabschnitte vom Erstsemester über den Doktoranden bis hin zur Young Professional. Inhaltlich stand eine Fallstudie zum Weinbau im Mittelpunkt. Doch fachspezifische Kenntnisse waren dabei keine Voraussetzung.

Winzer-Vorkenntnisse? Nicht nötig
Wir begannen mit einer Führung durch das Schlossgut Diel und erfuhren viel über die Arbeit mit Wein. In Gesprächen mit McKinsey-Experten und mit der Geschäftsführung des Schlossguts erfuhren wir mehr zum Thema. Auch für die Teilnehmer ohne wirtschaftswissenschaftliche Vorkenntnisse war die Fallstudie dank präziser Kurzeinführungen kein Problem.

Einen Berater pro Team
Wir arbeiteten in Kleingruppen, die jeweils von einem Berater betreut wurden. Dabei entwickelte sich eine tolle Dynamik, die kreative Lösungswege an den Tag brachte, mit denen wir vorher selbst nicht gerechnet hatten. Und so war es bei der Abschlusspräsentation aller sechs Teams faszinierend zu sehen, in welche Richtungen jeder gedacht hatte und wo die Gruppe jeweils Schwerpunkte gesetzt hatte.

Chris Nadinee-fellows.net-Stipendiatin Chris Nadine (23) studiert im fünften Semester Wirtschaftsingenieurwesen auf Bachelor am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Praxistest vor versammelter Mannschaft
Abgesehen von der Herausforderung, in knapper Zeit Probleme anzugehen und zu lösen, standen wir zum Abschluss des Events noch vor einer besonderen Aufgabe: Unsere Vorschläge wurden auf Praxistauglichkeit und Umsetzbarkeit überprüft. Die Abschlusspräsentation hielten wir nämlich vor der versammelten Leitung des Schlossguts, Familie Diel.

Keine Chance, Ungenauigkeiten zu verbergen
Besonders spannend war, dass einige der Vorschläge der Teams zu den Überlegungen der Familie Diel passten und nochmals genauer geprüft werden. Da wir vor einem Fachpublikum präsentierten, blieben auch kleine Ungenauigkeiten nicht lange verborge. In kürzester Zeit wurden wir mit Detailfragen zum eigenen Gedankenkonstrukt konfrontiert. Dennoch war die gesamte Familie Diel begeistert von der Kreativität, Vielfältigkeit und vor allem der Qualität der Vorschläge.

Wer hat hier alles eine Mirkowelle?
Die Abende auf dem Schlossgut verbrachten wir in entspannter Atmosphäre – beim Kennenlernen der anderen Teilnehmer und der Berater kam auch der Spaß nicht zu kurz. Kreativität war allerdings auch gefragt:  Es waren Aufgaben zu bewältigen wie: "Fotografiere Dich mit allen Personen, die keine Mikrowelle besitzen". Ein anderes Mal lotsen wir uns per Funk gegenseitig durch die Weinberge an der Nahe, um gemeinsam das Ziel zu erreichen.

Die Gesichter hinter dem Unternehmen
In den Gesprächen mit den Beratern bot sich die Chance, McKinsey auf eine Art kennenzulernen, die in einem Bewerbungsgespräch nicht möglich ist. Es war spannend zu hören, was die Arbeit bei McKinsey für die einzelnen Berater bedeutet und was genau ihnen daran soviel Freude bereitet – aber auch, was sie manchmal vermissen. Ich hatte den Eindruck, McKinsey in diesen vier Tagen nicht nur als Unternehmen kennenzulernen, sondern auch seine Mitarbeiter. Ich bekam einen Eindruck, welche Persönlichkeiten hinter dem Namen McKinsey stehen.

Fallstudienbücher durchackern? Fehlanzeige!
Ich kann ein Event wie "Potenzial entfalten" Studenten jeder Fachrichtung empfehlen. Ihr braucht keine wirtschaftswissenschaftlichen Vorkenntnisse und ihr müsst keine Fallstudienbücher durchgearbeitet haben. Das Einzige, was ihr mitbringen solltet, sind Neugier, Begeisterungsfähigkeit und Interesse – sowohl an Herausforderungen als auch an hochinteressanten Menschen.

Mut zu neuen Kompositionen
Nach diesem Einblick in die Weinherstellung bin ich davon überzeugt, dass es für die Herstellung eines Spitzenweins eine Grundvoraussetzung ist, über ein ausgereiftes technisches Verständnis sowie sehr gute Lagen zu verfügen. Aber erst die Leidenschaft und Freude des Winzers und der Mut zu neuen Kompositionen unterscheiden ein gutes von einem erstklassigen Weingut.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (McKinsey): Scheint die Sonne auch für Wolken?

Dienstag, den 20. September 2011
Erfahrungs- bericht

Schifffahrt über den Zürichsee, tanzen bis zum Sonnenaufgang – so sah der BTO Workshop mit McKinsey aus. Natürlich lernte e-fellows.net Alumnus Jörg auch etwas, nämlich über die Zukunft des "Cloud Computing". Und wie sich Wissenschaft und Beratung verbinden lassen – nämlich nicht nur beim Motto "work hard, play hard".


Titel der Veranstaltung

McKinsey Technology Lab: "Globale Vernetzung von Gegenständen und Diensten"

Datum und Ort
7. – 10. Juli 2011 am Zürichsee, Schweiz

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
25 Doktoranden und Studenten, elf Unternehmensvertreter, drei Professoren, eine Forscherin aus der Industrie

Da ich gerade in Wirtschaftsinformatik promoviere, hat mich der Workshop im Business Technology Office von McKinsey sofort neugierig gemacht. Ich wollte die Abteilung kennenlernen, die strategisch Sinnvolles und technisch Machbares verbindet. Mich hat aber auch interessiert, welche Charaktere sich hinter dem Namen BTO verbergen: Wie arbeiten die? Und wie kann ich als Vertreter der Wissenschaft in die Welt der Beratung einsteigen?

Vorbereitung ist das halbe Leben
Alle 25 Teilnehmer wurden gebeten, einen wissenschaftlichen Aufsatz zu lesen und zur Präsentation vorzubereiten. Also keine Diskussion im luftleeren Raum? Schon mal sehr sympathisch. Der eigentliche Workshop begann an einem Donnerstagnachmittag. Nach einer kurzen Vorstellung und Besprechung der Organisation ging es zum Abendessen. Hier hatte man nicht nur die Gelegenheit, die anderen Teilnehmer kennenzulernen, sondern auch die erste Chance, die BTO Mitarbeiter zu beschnuppern und sie mit Fragen zu löchern.

Analytisch, aber keine Haarspalter
Anfangs war ich noch zögerlich, merkte aber schnell, dass man auch Fragen stellen konnte, die man in einem Bewerbungsgespräch nicht stellen würde. Wie viel Einfluss hat man denn zum Beispiel nun wirklich auf die Projektauswahl? Und ich merkte: Das sind alles ganz interessante Persönlichkeiten. Keiner gleicht dem anderen, aber doch sind alle irgendwie von einem Schlag: analytisch, aber keine Haarspalter, und trotz der teils umfassenden Erfahrungen und Leistungen nicht überheblich, sondern vielmehr offen für Neues. Da hat das Recruiting eine gute Balance zwischen ähnlich denkenden Mitarbeitern und Vielfalt hinbekommen.

Jörge-fellows.net-Almunus Jörg (30) hat 2005 sein Technology-Management-Studium und 2006 sein Informatikstudium in München abgeschlossen. Jetzt ist er gerade in den letzten Zügen seiner Promotion in Wirtschaftsinformatik an der TU München.

Was ist denn hier das Problem?
Der zweite Tag startete mit einer kurzen Vorstellung von Problemlösungstechniken. Damit gewappnet ging es dann in die drei Projektgruppen. Hier sollten wir uns mit jeweils einem zukunftsträchtigen Technologietrend auseinandersetzen. Wir stellten uns zunächst gegenseitig die vorbereiteten Paper vor. In meiner Gruppe beschäftigten wir uns mit "Cloud Computing Angeboten" – einmal aus Anbieter- und einmal aus Nachfragersicht.

Forschung und Beratung treffen aufeinander
Der zweite Abend startete mit einer Schifffahrt über den Zürichsee und anschließendem Dinner. Natürlich wieder mit viel Gelegenheit zum informellen Austausch. Zum Beispiel mit einem früheren BTO-Mitarbeiter, der jetzt als Professor an das Massachusetts Institute of Technology berufen wird. Es liegen also keine unüberwindlichen Hürden zwischen dem "praktischen" Beraten und dem "theoretischen" Forschen, vielmehr geht es Hand-in-Hand. Das zeigten auch die vielen Berater, die gerade auf "Leave" sind, um zu promovieren.

Tanzen bis zum Sonnenaufgang
Den Start in den dritten Tag bildeten Vorträge von Wissenschaftlern – hauptsächlich Professoren – zu den jeweiligen Themengebieten. Die Vorträge waren interessant, spannender fand ich aber, dass sich die Gäste aus der Wissenschaft dann den Rest des Tages als Sparringspartner für die Diskussion in den Gruppen anboten. Das hat noch mal guten Input für unseren Vortrag am nächsten Tag gegeben. Am Abend konnte man das oft gehörte "Work hard – play hard" live erleben. Nach Stadtführung und Abendessen tanzten wir in einem Züricher Club – mancher bis zum Sonnenaufgang, und das galt nicht nur für die Teilnehmer.

The stage is yours
Am letzten Tag stand die Abschlusspräsentation der Gruppenarbeit auf der Agenda mit anschließender Diskussion. Da war es schon spannend, die Eindrücke von Zuhörern, wie dem ersten Ebay-Deutschland-Chef zu hören, der jetzt als Partner von McKinsey im Business Technology Office arbeitet. Zudem wurden noch Details des BTO vorgestellt, zum Beispiel das interne Wissensmanagement. Und man konnte in einem Interviewtraining erfahren, auf was beim Recruiting geachtet wird. Wie sich schon gezeigt hatte: Expertise alleine ist es nicht, die Persönlichkeit muss zum BTO passen. Dann ging’s auch schon zum Flughafen. Das Ende eines langen, aber aus meiner Sicht lohnenden Wochenendes.

Nicht nur auf Hochglanzpapier
Wer also keine Scheu vor "der Technik" hat, ohne notwendigerweise bereits Spezialist zu sein, der konnte bei dieser Veranstaltung sicher ein paar interessante Tage erleben. Außerdem war die Veranstaltungen auch geeignet, strategische Beratung im Allgemeinen und bezogen auf IT im Speziellen zu erleben. Wer McKinsey und das BTO kennenlernen wollte – in Fleisch und Blut und nicht nur auf Hochglanzpapier – der hatte hier eine wunderbare Möglichkeit dazu.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Bosch und McKinsey): Croissants und Karrieretipps

Mittwoch, den 13. Juli 2011
Erfahrungs- bericht

Gleich zwei Fliegen schlug Anna Lisa mit einer Veranstaltung. Sie traf Bosch und McKinsey beim Power Breakfast und erhielt Karrieretipps von Frau zu Frau. Funktioniert das Prinzip Powerfrau und Kind? Wie präsentieren sich Frauen im Vergleich zu Männern beim Bewerbungsgespräch? Infos aus dem Nähkästchen zwischen Kaffee und Croissants.

Titel der Veranstaltung

Power Breakfast mit Bosch und McKinsey

Datum und Ort
1. Juli 2011 im Ratskeller in München, 10-13Uhr

Unternehmensvertreter

  • Dr. Ruth Heuss: Ingenieurin und Associate Principal mit Schwerpunkt "Automotive & Assembly" bei McKinsey & Company in Berlin
  • Dr. Katharina Bachfischer: Senior Associate McKinsey & Company
  • Barbara Bertges: Senior Recruiter McKinsey & Company
  • Jasmin Busemann: Teilnehmerin des Junior Manager Program (Einkauf) bei Bosch
  • Franziska Nick: Leiterin Personalentwicklung Bosch Thermotechnik
  • Janine Buder: Referentin Personalentwicklung Bosch Thermotechnik

Vertreter von e-fellows.net:
Milena Cornely und Stephanie Müller

Zu Beginn der Veranstaltung wurden wir alle freundlich von den Fachreferentinnen, Personalmitarbeiterinnen sowie  Mitarbeiterinnen von e-fellows.net begrüßt. Wir konnten uns am Buffet bedienen und hatten hier bereits die Gelegenheit, die anderen Teilnehmerinnen und die Unternehmensvertreterinnen kennenzulernen.

Teilnehmerinnen der Veranstaltung Power Breakfast mit Bosch und McKinsey

Dies lockerte die gesamte Veranstaltung auf und schuf eine gemütliche Atmosphäre beim gemeinsamen Frühstück.

Arbeit bei Bosch und McKinsey
Der offizielle Teil des Power Breakfast wurde dann von Milena Cornely eröffnet, die uns begrüßte und den Ablauf erklärte. Anschließend erzählten die beiden Fachreferentinnen ausführlich über ihren Lebensweg und ihre jetzige Arbeit bei Bosch beziehungsweise McKinsey. Beide beschrieben, weshalb sie ihren jetzigen Arbeitgeber gewählt haben, warum sie diesen empfehlen können und was ihre konkreten Aufgaben sind.

e-fellows.net-Stipendiatin Anna Lisa (27) studiert Volkswirtschaftslehre an der LMU München.

Berufserfahrung und Karrierestart
Mir persönlich hat es gefallen, zwei so verschiedene Berufswege kennenzulernen. Die beiden Fachreferentinnen befinden sich beruflich in zwei völlig unterschiedlichen Abschnitten: Frau Dr. Heuss hat als Associate Principal bei McKinsey mehrjährige Berufserfahrung. Frau Busemann arbeitet als Trainee bei Bosch und steht noch am Beginn ihrer Karriere.

Teilnehmerinnen der Veranstaltung Power Breakfast mit Bosch und McKinsey

Gespräch per Telefonkonferenz nachholen
Die eigentliche Fachreferentin war kurzfristig verhindert, daher sprang Frau Busemann ein. Ich war begeistert, wie sehr Bosch sich bemühte, noch einen für uns interessanten Ersatz zu organisieren. Zudem hatten wir die Möglichkeit, per Telefonkonferenz einige Tage später mit der ursprünglichen Fachreferentin zu sprechen und ihr unsere Fragen zu stellen.

Berufschancen von Frauen
Die anschließende Diskussionsrunde war offen und informativ, so dass jeder Fragen stellen konnte. Es ging zum Beispiel um die Vereinbarkeit von Kind und Beruf in beiden Firmen sowie allgemein um die Berufschancen von Frauen.

Bewerbungstipps der Geschlechter
Ich fand es sehr gut, dass viele Personalmitarbeiterinnen dabei waren, die sich rege an der Diskussion beteiligten und Tipps gaben, was man in Bewerbungsgesprächen beachten muss. Zudem sind sie auf die unterschiedliche Präsentation von Frauen und Männern in Bewerbungssituationen und im Berufsleben eingegangen.

Kontakt zu Bosch und McKinsey aufnehmen?
In der Bosch-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Bosch kontaktieren.
Über Inside McKinsey mit Unternehmensvertretern ins Gespräch kommen oder gleich als Berater durchstarten.

Einzelgespräche für die Teilnehmer
Die Diskussionsrunde musste schließlich um 12.30 Uhr abgebrochen werden, damit noch Zeit für Einzelgespräche blieb. Hier konnten wir in kleinen Runden unsere restlichen Fragen mit den Fachreferentinnen und den Vertretern aus dem Personalbereich besprechen.

Mehr Offenheit und Mut
Die Veranstaltung hat mir sehr gut gefallen und ich kann jedem nur empfehlen, an einem Power Breakfast teilzunehmen. Der informelle Rahmen mit kleinem Teilnehmerkreis schafft eine angenehme Atmosphäre, in der sowohl die Fachreferentinnen offener erzählen, als auch die Teilnehmerinnen sich trauen, allerlei Fragen zu stellen. Die Veranstaltung empfiehlt sich besonders für Stipendiatinnen, die sich am Ende ihres Studiums befinden und sich gerade konkret überlegen, in welche Richtung sie beruflich gehen wollen.

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (McKinsey): Zwischen Green-IT-Fallstudie und Skipiste

Montag, den 9. Mai 2011
Erfahrungs- bericht

Beim Workshop "Wechselwirkungen" hat Richard gelernt, wie Technik und Wirtschaft zusammenspielen. In einer Fallstudie hat er Software-Lösungen entwickelt, die CO2-Emissionen reduzieren sollen. Außerdem hat er gelernt, dass es in Sachen Tischfußball bei den McKinsey-Beratern noch Nachholbedarf gibt und dass es keine Frage des Alters ist, ob man auf der Skipiste eine gute Figur macht.

Titel der Veranstaltung
"Wechselwirkungen" des Business Technology Office von McKinsey & Company

Datum und Ort
10. bis 13. Mai, McKinsey Alpine University, Kitzbühel

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
23

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Mit "Wechselwirkungen" könnte ich vor allem meine aktuelle Lebenssituation gut beschreiben – vor allem mit "Wechsel". Denn am Ende der Promotionszeit angelangt, kommt ständig die selbe Frage: "Und? Was machst du danach?" Tatsächlich würde ich nach drei Jahren am Entrepreneurship Center der LMU München auch weiterhin gerne die Wechselwirkungen zwischen Technologie und Wirtschaft erleben. Deshalb sprach mich der Titel des Workshops des Business Technology Office (BTO) von McKinsey gleich an. Laut Website sollte dort genau dieses Spannungsfeld vorherrschen.

Nach der Zusage musste die Skiausrüstung besorgt werden
Unter "Green IT" – darüber sollte die Fallstudie gehen – konnte ich mir zwar noch nicht unbedingt etwas vorstellen. Und Skifahren – damit sollten wir unsere Freizeit verbringen – war ich schon 15 Jahre nicht mehr. Trotzdem bewarb ich mich für den Workshop in Kitzbühel. Und nach der Zusage konnte ich auch die benötigte Skiausrüstung bei Kollegen und Freunden auftreiben.

e-fellow XYe-fellows.net-Stipendiat Richard (28) promoviert an der LMU in Betriebswirtschaftslehre. Beim McKinsey-Workshop "Wechselwirkungen" hat er in einer Fallstudie die Arbeit der McKinsey-Berater kennengelernt und selbst die größte Herausforderung gemeistert.

Vorstellung der Lieblingsprojekte
Nach der Ankunft in der Alpine University, dem Grand Hotel in Kitzbühel, begann das dreitägige Programm mit einer Vorstellung der Teilnehmer und des BTO. Aus dem Frontalvortrag wurde schnell ein offenes Gespräch, in dem wir auch unsere Fragen loswerden konnten: Von der Möglichkeit, im Rahmen des "Fellow Programms" zu promovieren bis hin zu einer beispielhaften Arbeitswoche im BTO. Eine gute Idee war die Vorstellung des jeweiligen "Lieblingsprojekts" der anwesenden McKinsey-Berater. So bekamen wir schnell einen Überblick, womit sich das BTO beschäftigt.

Mit Software die CO2-Emission reduzieren
Wie der Alltag eines Beraters bei einem Projekt aussieht, sollten wir in einer Fallstudie selbst erleben. Als McKinsey-Berater sollten wir einem IT-Dienstleister Maßnahmen vorschlagen, wie er durch Softwarelösungen den CO2-Ausstoß seiner Rechenzentren reduzieren kann. Gleichzeitig wollte unser Kunde zum führenden Anbieter von Emissionen reduzierenden Software-Lösungen (also Green IT) werden. Der Vorschlag für das passende Produkt-Portfolio sollte auch von uns kommen. Wir merkten schnell, dass sich unser fünfköpfiges Team sehr gut ergänzte. Die IT-Cracks kümmerten sich um die technischen Lösungen, ich beschäftigte mich mit der Entwicklung der neuen Produkte und der Markteintrittstrategie.

Der Vorstandsvorsitzende stört die Pause
Wirklich durchgehend arbeiten konnten wir aber trotzdem nie. So mischten sich zum Beispiel plötzlich der Chief Information Officer des Kunden und ein "McKinsey-Experte" ein. Am Ende kam auch noch der Vorstandsvorsitzende des Klienten höchstpersönlich – natürlich genau während unserer Kaffeepause.

Die größte Herausforderung: Alle überzeugen
Trotz des permanenten Zeitdrucks konnten wir schließlich doch vor das "Steering Committee" (ja, es wird schon viel "Denglisch" gesprochen) treten. Dieses bestand aus dem CIO, dem Finanzvorstand und dem Vorstandsvorsitzenden. In diesem Rollenspiel erlebten wir die wohl größte Herausforderung für Unternehmensberater: den Klienten zu überzeugen und dabei alle ins Boot zu holen. Während der CIO bei den technologiebezogenen Vorschlägen große Augen bekam, fürchteten die anderen beiden, dabei zu viel Geld zu verlieren. Präsentierten wir allerdings die Abschätzungen zu Einsparpotenzialen, war der Finanzvorstand begeistert, weil er dem CIO das Budget kürzen konnte – was dem wiederum gar nicht gefiel.

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Das Ziel: Eine umsetzbare Strategie
Die Workshop-Organisatoren haben also ein sehr gutes "Spielfeld" geschaffen, auf dem wir den Alltag der McKinsey-Berater selbst erleben konnten. Auf der einen Seite das ständige Arbeiten unter Zeitdruck und das Sichten großer Datenmengen, das irgendwann zu einer umsetzbaren Strategie führen soll. Auf der anderen Seite die Arbeit in einem motivierten Team, das sich den Herausforderungen stellt, sich sehr stark mit dem Projekt identifiziert und die zeitliche Belastung gerne auf sich nimmt. Am Ende hatten wir das Gefühl, den hohen Ansprüchen gerecht geworden zu sein und wirklich etwas geschafft zu haben.

Vom Berater zum Gründer
Abgrundet wurde der inhaltliche Teil von dem Vortrag "Wirtschaft und Finanzen für Einsteiger" und dem Vortrag von McKinsey-Alumnus Matthias Hoene. Er gründete die Firma ZebraMobil, ein Car-Sharing Angebot in München. In seinem Vortrag zeichnete er ein lebendiges Bild von seinem Werdegang vom Berater zum Gründer.

Tischfußball und Skifahren
Natürlich bot das Programm auch viele Möglichkeiten, die anwesenden McKinsey-Berater und die anderen Teilnehmer näher kennenzulernen: Egal ob bei der Ortsführung mit dem Kitzbüheler Original "Beppi", beim Tischfußball (da könnten sie bei McKinsey noch zulegen) oder beim Playstation-Spiel "Singstar" (was mit fortschreitendem Abend allerdings nicht mehr viel mit Singen zu tun hatte). Schließlich stand dann auch noch das Skifahren an. Wir in der Anfängergruppe wurden dazu an einen "gemütlichen Sonnenhang" gebeten, an dem uns dreijährige Kinder regelmäßig alt aussehen ließen. Dafür hatten wir aber Ausrüstung mitgebracht, die jedem Extremsportler zur Ehre gereicht hätte.

Von Kegel-Präsidenten und Ork-Jägern
Besonders spannend fand ich auch, etwas über die Hintergründe der anderen Teilnehmer zu erfahren. Da waren zum Beispiel der Präsident eines Kegelclubs und ein "Live-Action-Roleplayer", der am Wochenende in Wäldern auch mal gerne Orks jagt und deswegen von einer älteren Frau okkulter Handlungen verdächtigt wurde. Da bei der Auswahl der Teilnehmer dieselben Maßstäbe angelegt wurden wie bei den Einladungen zu Vorstellungssgesprächen, kann man davon ausgehen, dass bei McKinsey einige interessante Leute anzutreffen sind.

Erwartungen erfüllt!
Für mich war dieser Workshop wirklich eine lohnende Erfahrung. Es war interessant, zu sehen, wie die Berater sich tatsächlich im Spannungsfeld zwischen Technologie und Wirtschaft bewegen. Wenn sie daran arbeiten, bestehende Abläufe durch IT zu verbessern oder dadurch neue Geschäftsfelder erschließen. Alle, die aus der Naturwissenschaft, Technik oder Informatik kommen und hinter den neuen Technologien auch wirtschaftliches Potenzial sehen, sind bei diesem Workshop und beim BTO richtig.

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Erfahrungsbericht (McKinsey): Im Ballsaal die Grundlagen der Wirtschaft lernen

Donnerstag, den 28. April 2011
Erfahrungs- bericht

Rentabilität, Bilanz, "Income Statement" und Risikoanalyse – den juristischen Alltag prägen diese Begriffe nicht gerade. Und auch Physiker, Philosophen und Mediziner kämen in ihrem Fach wohl gut ohne sie aus. Jura-Student Gerrit wollte trotzdem wissen, was sich dahinter verbirgt und hat es beim "McKinsey Campus 2011" in Kitzbühel herausgefunden. Und abends verriet der ehemalige Deutschlandchef von McKinsey, was heute die größten Herausforderungen für Unternehmensberatungen sind.

Titel der Veranstaltung
McKinsey Campus 2011

Datum und Ort
16. bis 20. März in Kitzbühel

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
30 Studenten nicht-wirtschaftswissenschaftlicher Disziplinen und zehn Unternehmensvertreter (acht Berater, zwei HR-Mitarbeiter)

Ähnlich wie beim Mini-MBA, den die Neueinsteiger ohne wirtschaftswissenschaftlichen Hintergrund bei McKinsey durchlaufen, sollten bei diesem Event vor allem Studenten und Promovierende mit anderem akademischen Schwerpunkt die Grundzüge der Ökonomie erleben. Mitte März tauschte ich also für fünf Tage Steuerrecht gegen Microeconomics und Strafprozessrecht gegen Strategy und Operations.

Vorlesung im Ballsaal
Mit dreißig anderen wartete ich gespannt auf die erste Vorlesung und fühlte mich wie die meisten zurückversetzt ins erste Semester. Zugegeben: Die Ledersessel waren bequemer als die harte Bank im Hörsaal und die Aussicht im edlen Ballsaal der Alpine University, dem exklusiv von McKinsey als Trainingszentrum genutzten Grand Hotel Kitzbühel, war deutlich besser. Denn obwohl sich der Himmel nicht von seiner freundlichsten Seite zeigte, ließen sich die steilen Kurven der Streif, jener legendären Abfahrtspiste, immerhin erahnen. Und so rasant wie die Hasardeure der Piste beim jährlichen Hahnenkammrennen den Berg hinunter jagen, begann auch unser Ausflug in die Wirtschaft.

e-fellow Gerrit Tönningsene-fellows.net-Stipendiat Gerrit (22) studiert Rechtswissenschaften an der Universität Passau. Doch auch für wirtschaftswissenschaftliche Fragen kann er sich als Jurastudent begeistern. Deshalb hat er sich beim "McKinsey Campus 2011" in einem edlen Ballsaal die Grundlagen der Ökonomie erklären lassen.

Bilanzen und Soft-Drinks
Anders als die unerbittliche Streif ließ uns der Lehrplan Zeit, die neuesten Erkenntnisse zu verarbeiten und umzusetzen. In kleinen Gruppen, die jeweils von einem McKinsey-Berater begleitet wurden, verglichen wir die Rentabilität von Softdrink-Herstellern, indem wir uns Bilanz und "Income Statement" ansahen. Außerdem erstellten wir Risikoanalysen für Logistikkonzerne und versuchten uns daran, den Aufbau von Lagerbeständen entlang der Lieferkette zu minimieren.

Lebensentwürfe zwischen Äthiopien und Entstehung des Universums
Gute Zusammenarbeit war auch beim Klettern und Curling am Samstagmorgen gefragt. Trotz der vielen Aktivitäten ergab sich beim Essen und in den Pausen dann auch immer wieder die Gelegenheit, intensiver mit anderen Teilnehmern zu sprechen und aus dem eigenen Elfenbeinturm auszubrechen. Dabei traf ich auf eine Vielfalt an Lebensentwürfen: vom Aufbau einer Berufsschule für Waisenmädchen in Äthiopien bis zur physikalischen Forschung an der Entstehung des Universums. Eines aber war allen Teilnehmern gemeinsam: das Interesse am Anderen, seinen Überzeugungen und Motiven.

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Plaudern im Kaminzimmer
Auch Herbert Henzler, ehemaliger Deutschland- und Europachef von McKinsey und Gründungsvater der Alpine University, hat sich seine Neugier für die Fragen junger Menschen bewahrt. Im Kaminzimmer ließ er uns an seinen Anfängen bei McKinsey teilhaben und erzählte vom starken Wachstum der deutschen Büros. Während Henzler bei seinem Einstieg 1970 noch einer von wenigen Dutzend war, arbeiten heute mehr als 1.000 Berater für McKinsey in Deutschland und Österreich. Im Wettbewerb mit Banken, Industrie und Wissenschaft die Besten für sich zu gewinnen, ist für ihn eine der größten Herausforderungen, vor denen Top-Management-Beratungen heute stehen.

Ein buntes Bild der Wirtschaft
Auch die Praxisberichte der anderen Berater bereicherten die Vorlesungen und Gruppenarbeiten. Daraus entstand am Ende der fünf Tage ein Bild der Wirtschaft, das so plastisch war wie die Bilder des Kitzbüheler Expressionisten Alfons Walde von seiner Tiroler Heimat. Er gebrauchte seine Farben derart intensiv, dass seine Werke fast greifbar werden.

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Erfahrungsbericht (McKinsey): Erfolge zwischen Glatteis und Buckelpiste

Freitag, den 18. Februar 2011
Erfahrungs- bericht

Nicht nur seinen Schwung auf der Skipiste konnte e-fellow Jochen bei der Veranstaltung "Spuren hinterlassen" von McKinsey  verbessern. Er lernte auch, beim Bearbeiten von Fallstudien nicht mehr ins Schliddern zu geraten. Getreu dem Motto "Wer feiern kann, kann auch arbeiten" erlebte er drei spannende Tage in Kitzbühel.

Titel der Veranstaltung
"Spuren hinterlassen" mit McKinsey

Datum und Ort
13. bis 16. Januar 2011 in Kitzbühel, Österreich

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
30 Teilnehmer und 10 Unternehmensvertreter

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Da sich meine Promotionszeit dem Ende zuneigt und ich bisher noch kein Praktikum in einer Strategieberatung absolviert habe, wollte ich bei der Veranstaltung erste Eindrücke gewinnen. Nachdem ich bei leo.org auf "Spuren hinterlassen" aufmerksam wurde, war mir klar, dass es keine bessere Gelegenheit geben kann, um dieses Bedürfnis zu stillen: Ich bin begeisterter Skifahrer, Kitzbühel ist eine Reise wert und McKinsey die Strategieberatung schlechthin.

Jochene-fellows.net-Alumnus Jochen (29) hat 2006 sein BWL-Studium abgeschlossen und arbeitet seitdem als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotionsstudent an der Uni Saarbrücken. Da er noch unentschlossen ist, welche berufliche Richtung er einschlagen wird, kam ihm die Veranstaltung "Spuren hinterlassen" gerade recht.

Was machst du eigentlich hier?
"Spuren hinterlassen" dauerte drei volle Tage: Donnerstagmittag bis Sonntagmittag. Dazwischen lag ein pickepackevolles, aber dennoch ausgewogenes Programm: Der Donnerstag begann mit einer Vorstellungsrunde und einem Kennenlernspiel. Außerdem standen "McKinsey stellt sich vor", die Einführung in die Fallstudie und ein abendliches Kamingespräch mit Herbert Henzler, dem langjährigen Deutschland-Chef, auf dem Plan. Vom Donnerstag ist mir die Vorstellungsrunde am lebhaftesten in Erinnerung geblieben. Bereits zu diesem Zeitpunkt war klar: Das können nur spannende Tage werden. Es waren Wirtschaftswissenschaftler, Juristen, Mediziner, Biologen, Chemiker, Mathematiker, Ingenieure, Politikwissenschaftler und ein Musiker vertreten. Jeder der Teilnehmer hatte einen spannenden Lebenslauf. Mich, und wie sich später herausstellte, auch andere, beschlich dabei das ein oder andere Mal der Gedanke: "Was machst du eigentlich hier?"

Highlight Hüttenabend
Der Freitag stand ganz im Zeichen des Skifahrens. Hier zeigte sich die sportliche Seite der Truppe. In meiner Sechsergruppe mit Skilehrer habe ich definitiv meinen Schwung verbessert. Der folgende Hüttenabend war mein Highlight der Veranstaltung. In ungezwungener Atmosphäre konnte ich mit Beratern die Möglichkeiten besprechen, bei McKinsey einen Schwerpunkt auf Corporate Finance zu legen, mich informieren, wie sie Karriere und Familie verbinden und über die Fußball-Bundesliga fachsimpeln.

Wie soll Kitzbühel 2030 aussehen?
Der Samstag war Fallstudienzeit. In Vierergruppen haben wir uns zunächst Gedanken über den Winterferienort Kitzbühel gemacht. Ziel war es, sich ein Konzept für das Jahr 2030 zu überlegen, das auch die möglichen Auswirkungen des Klimawandels berücksichtigt. Anschließend sollte die Sommer-Fallstudie die Frage beantworten, ob ein hochdotiertes Golfturnier Kitzbühel als Sommerurlaubsort stärker profiliert. Ein Hotelbesitzer und der Direktor des Tourismusverbands standen uns Rede und Antwort. Für mich als Promovenden war es eine willkommene Erfahrung, statt mit Literatur wieder einmal mit Menschen zusammenzuarbeiten.

Glatteis am Morgen, Party am Abend
Bei der morgendlichen Winter-Fallstudie war unser Team noch wie auf Glatteis ins Schliddern geraten. Das Feedback unseres Betreuers half uns aber, die folgende Fallstudie für den Sommer zu meistern: Wir haben unsere Herangehensweise, Projektplanung, Interviewtechnik und Präsentation spürbar verbessert. Die Lernkurve zeigte an diesem Tag steil nach oben. Nach getaner Arbeit war Partytime angesagt. Und ja, McKinsey kann auch feiern! Im "Take Five" hat sich für mich noch einmal bestätigt, dass die Chemie in der gesamten Gruppe stimmte. Der für Sonntag anberaumten Präsentation unserer Fallstudien-Ergebnisse hat die kurze Schlafenszeit dennoch nicht geschadet. Wer feiern kann, kann schließlich auch arbeiten.

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Mein Fazit zu "Spuren hinterlassen"
Die Veranstaltung ist für jeden empfehlenswert, der einen Berufseinstieg bei einer Strategieberatung in Erwägung zieht. Diejenigen, die bisher noch keinen Kontakt zu einer Beratung hatten, können von dem Event sicher am meisten mitnehmen. Die Betreuer beantworten alle Fragen zum Beraterdasein – auch die unangenehmen. Die Fallstudie gibt einen Einblick in die tägliche Arbeit.

Mein persönliches Fazit ist positiv. Meine Erwartungen haben sich erfüllt: Ich habe einen Einblick in die Arbeitsweise einer führenden Strategieberatung erhalten, bin Ski gefahren und habe Kitzbühel entdeckt. Die Menschen, die ich bei dieser Veranstaltung kennenlernen durfte, haben bei mir Spuren hinterlassen.

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