Archiv der Kategorie 'Karriere'

Dein neues Ich – im neuen CV

Freitag, den 12. März 2010
Sabine

Happy Birthday, e-fellows.net! Wir werden 10 Jahre alt. Davon sollen alle was haben: Ihr bekommt einen neuen Online-Lebenslauf geschenkt. Eure Wunscharbeitgeber werden euch damit ganz anders wahrnehmen, nämlich übersichtlicher und dennoch detaillierter. Ihre könnt euren Werdegang leichter verwalten – denn jetzt passt das Formular auch besser auf Bachelor- und Masterstudiengänge und vieles mehr.

Jahre – das kann man wohl so sagen – haben wir daran gearbeitet. Schweiß und Tränen sind geflossen – hitzige Diskussionen wurden geführt. Jetzt ist er fertig, und wir freuen uns, ihn euch endlich präsentieren zu können: der neue Online-Lebenslauf von e-fellows.net.

What’s new?

  • Den Abschnitt "Studium" haben wir an die neuen Abschlüsse angepasst, damit ihr eure Bachelor- und Master-Studiengänge leichter unterbringen könnt. Mehr Notensysteme sind auswählbar (z.B. Punktesystem der Juristen). Auch die Hochschul- und Fächerauswahl haben wir verbessert.
  • Juristen können ihr Referendariat inklusive Zweitem Staatsexamen nun in einem eigenen Abschnitt anlegen. Wahlstationen könnt ihr einzeln hinzufügen, um euren Werdegang transparenter und detaillierter darzustellen.

Referendariat

  • Die Niveaus bei Sprachen haben wir an die gängigen Bewerbungsstandards angepasst.
  • Alle Lebenslauf-Abschnitte könnt ihr einzeln bearbeiten und abspeichern. Das sorgt für Übersichtlichkeit.
  • Der PDF-Lebenslauf hat ein neues Layout und zeigt den Personalern dadurch übersichtlicher, aber dennoch detaillierter, was euch ausmacht und ihr bisher geleistet habt.

  • Aktiv in Community oder City Group? Helfer bei Startschuss Abi oder Autor von Artikeln auf Website, Wiki oder unseren Büchern? Das soll belohnt werden. Bei der jährlichen Datenaktualisierung könnt ihr uns euer Engagement bei e-fellows.net (unter Schritt 3: "Bewerbung abschließen") nun noch mal deutlich zeigen.

efn-Engagement

  • Wie ihr euch eure "Berufliche Zukunft" (unter Schritt 3: "Bewerbung abschließen") vorstellt, könnt ihr uns nun auch detaillierter mitteilen. Das ermöglicht uns, euch Angebote passgenauer zukommen zu lassen.

berufl_Zukunft

  • Übrigens: Im nächsten Jahr werden wir auch die Community-Profile umgestalten und an den neuen CV anpassen. Dann müsst ihr nicht mehr Community-Profil und CV doppelt pflegen. Denn alle Felder, die mit diesem Icon markiert sind, werden beim Bearbeiten mit dem Community-Profil synchronisiert – und umgekehrt.Syncho-Icon

What to do now?
Im neuen Lebenslauf gibt es andere Strukturen, neue Auswahl-Menüs und Zusatzfelder. Daher mussten wir all eure Daten aus dem alten Online-Lebenslauf in die neue Struktur bringen. Dabei kann es bei dem ein oder anderen e-fellow vorkommen, dass nicht alles hundertprozentig korrekt ist. Und generell hat nun jeder die Möglichkeit, seinen Lebenslauf zu verbessern, da wir euch nun mehr Lebenslaufdetails anbieten.

So bitten wir euch, euren Lebenslauf zu checken und gegebenenfalls zu korrigieren bzw. optimieren. Keine Panik: Ihr müsst keine neue Stipendiumsbewerbung abschicken, sondern einfach bei Gelegenheit über eure Daten schauen.

Help!? Feedback, Kritik – und gerne auch Lob
Weil vieles neu ist, gibt's sicher viele Fragen. Antworten findet ihr in den zugehörigen FAQ. Falls nicht, könnt ihr uns natürlich eure Fragen stellen. Ebenso freuen wir uns auf euer Feedback. Das werdet ihr los in der "Fragen und Anregungen zu e-fellows.net"-Gruppe oder per E-Mail: stipendium[at]e-fellows.net. Und telefonisch unter: 089 – 23232-315.

Wir sagen Danke!
Wir sind gespannt, wie euch der neue Lebenslauf gefällt und bedanken uns an dieser Stelle noch mal herzlich bei allen Beta-Testern und allen anderen schon mal fürs Checken eurer Daten. Viel Spaß mit dem neuen CV – und vor allem viel Erfolg damit bei künftigen Bewerbungen.

Nutellabrötchen im Web 2.0

Montag, den 22. Februar 2010
Katharina

Web 2.0: Die Revolution der Datenverbreitung oder nervige Mikroblogging-Mania? Wir alle lieben unsere Netzwerke, doch wollen wir dort auch noch von Unternehmen zugetextet werden?

Recruiter tummeln sich in der e-fellows.net community oder auf Xing. Klar – das ist nichts Neues, sind ja auch Karrierenetzwerke.

Inzwischen entdecken aber immer mehr auch Twitter und Facebook für sich. Jetzt kann ich also Fan von meinem Lieblingsarbeitgeber "Fischers Konservendosen" werden. Und was passiert dann? Sieht dann deren Personaler, an den ich kürzlich meine Bewerbung verschickt habe, die Einträge auf meiner Pinnwand? "Ey Tinka, hast du noch nach Hause gefunden oder musstest du wieder im Garten pennen?" Okay, da schau ich doch lieber nach. Uff, nein – mein Profil kann man über die Fanpage nicht einsehen. Yuppieh.

Die Freuden des Fantums
Was also bringt mir mein neues Fantum? Fischers Konservendosen hat gerade einen tollen Artikel gefunden. "Wie man Konserven am besten stapelt und verschickt." Das ist ja genial! Wenn sie mich jetzt im Bewerbungsgespräch danach fragen, hab ich die perfekte Antwort zur Hand.

Da schau ich doch gleich noch mal, ob nicht Konrads Fischerhosen – der zweite Arbeitgeber auf meinerbrötchen Quelle:sxc.hu Autor:funny-p Liste – auch eine Fanseite hat. Und tatsächlich: Bald erscheint der erste Post in meinem Facebook-Feed: "Guten Morgen. Bei uns gibts es heute Brötchen im Büro."

"Ähm", denke ich mir etwas verwirrt. "Na ja, eigentlich ist es ja ganz nett, auch mal etwas Persönliches vom Unternehmen mitzubekommen."

Da kommt schon der zweite Eintrag: "Brötchen waren lecker. Jetzt ab an die Arbeit."

"Na dann mal los!", freue ich mich.

10 Minuten später drücke ich F5 und bekomme: "Heute arbeiten alle besonders schnell – das wird ein produktiver Tag." Dann: "Jetzt ist der Chef gerade auf Toilette – Meeting verschoben." Und kurz darauf: "Ging schnell, jetzt im Meeting."

"Endlich Ruhe!", denke ich.

Doch weit gefehlt: "Ich liebe Smartphones. facebook im Meeting."

"AHHHHHHHHHHHHHHHHH!"

Heute schon gezwitschert?
schatz Quelle:sxc.hu Autor:krilm
Dummerweise habe ich vergessen, dass Konrads Fischerhosen sich auch auf meiner Twitter-Zeitleiste austoben. Verdammt! Entnervt scrolle ich durch die 500 neuen Einträge. Oha, gestern hat Fischers Konservendosen eine Seminar-Einladung gepostet. Die ersten 50 Retweets durften kostenlos mit. Verdammt, das ist vor lauter Brötchen-Gewäsch untergegangen. So ein Mist!

Etwas angesäuert suche ich nach weiteren Twitter-Juwelen. Ein Hinweis von Konrad auf den neuen Unternehmensblog. Soll ich den Fischerhosen noch eine Chance geben? Ich bin skeptisch, aber die Neugier siegt. Klick.

"Erlebe Konrads Fischerhosen hautnah. Einblicke in unser Innenleben. Exklusive Informationen aus den Chef-Etage, nur hier im Blog." Na, tinka mit explodiertem kopfdas klingt doch nach was. Mit diesen Insider-Infos kann ich sicher auch im Bewerbungsgespräch punkten. Klick.

Der erste Eintrag:
"Heute ist mein erster Tag im Büro. Ich freue mich total, dass ich hier jetzt für drei Monate Praktikant sein darf. Heute Morgen gab es leckere Brötchen. Das war toll. Die Kollegen haben mir Nutella gegeben …"

Die berüchtigten Tippfehler in der Bewerbung…

Donnerstag, den 28. Januar 2010
Lukas

"Mehr als einen Tippfehler darf sich kein Jobkandidat erlauben, sonst landet seine Bewerbung bei rund einem Drittel der Personaler sofort auf dem Absage-Stapel. Ab drei Fehlern sortieren bereits 70 Prozent die Bewerbungsunterlagen aus."

Ein Fehler, und zack ist die Bewerbung im Mülleimer - von wegen! [Bildquelle: sxc.hu, Autor: nkzs]
Ein Fehler, und die Bewerbung ist im Mülleimer – von wegen! [Bildquelle: sxc.hu, Autor: nkzs]

So beginnt eine Pressemitteilung zur kürzlich durchgeführten "Bewerbungsstudie 2010" von alma mater und karrierebibel.de [Nachtrag: Oder vielleicht doch nur von karrierebibel.de? Die beiden diskutieren hier (siehe Kommentare) um die Urheberschaft.]

Fehlerfrei? Von wegen!
Es ist nicht das erste Mal, dass wir lesen, Tipp-, Formatierungs- oder gar Rechtschreibfehler seien ein absolutes No-Go für Personaler. Daher mal ganz im Ernst: Ich kann nur für die Bewerbungen sprechen, die wir bei e-fellows.net auf unsere Stellenausschreibungen erhalten. Aber in meinen drei Jahren hier ist uns wahrscheinlich kein einziges Mal eine Bewerbung ohne Formfehler (Tipp-, Rechtschreib- oder Formatierungsfehler) untergekommen – und das selbst bei Redakteursbewerbungen. Am Anfang fand ich das jedes Mal extrem schlampig, mittlerweile sehe ich es gelassener und schaue auch gar nicht mehr so genau hin. Man hat ja auch keine Wahl…

Der Personaler, ein wandelnder Duden?
Es ist einfach extrem schwer, ein Anschreiben und einen komplex formatierten Lebenslauf wirklich hundertprozentig fehlerfrei einzureichen. Würden die Personaler wirklich so radikal aussortieren, wie sie es behaupten, könnten sie fast niemanden mehr einladen. Denn selbst ein Personaler ist kein wandelnder Duden, der genau weiß, wo die Bindestriche hingehören, wo welches Komma zu stehen hat und wann Groß- oder Kleinschreibung gefordert ist. Oder der immer erkennt, dass jemand nicht mit Tabulatoren umgehen kann oder ob alle Zeilenabstände konsistent sind. Meine Erfahrung ist: Viele halten sich für (fast) perfekte Rechtschreiber, Keiner aber ist perfekt (ich schon gar nicht!), und jeder sieht einfach andere Fehler.

Job bekommen – trotz Todsünde
Wir bei e-fellows.net haben jedenfalls viele eingeladen, die (wenige) Rechtschreib- und Tippfehler in ihrer Bewerbung hatten. Manche sind heute sogar Kollegen. Und ja, auch ich habe meine erfolgreiche Bewerbung später noch mal durchgeschaut und einen ganz gravierenden Fehler gefunden (verrate ich jetzt nicht, aber laut der genannten Studie ist es eine "Todsünde"). Peinlich, peinlich – aber trotzdem wurde ich eingeladen.

Das ist keine Ermutigung zum Schlampern
Das heißt jetzt nicht, dass man bei der Bewerbung jetzt ruhig etwas nachlässiger sein kann. Im Gegenteil: Es zeigt, dass man sich mit einer wirklich anstandslosen Bewerbung tatsächlich vom Rest abhebt. Wichtiger als der eine Tippfehler sind aber die Formalia – was steht im Anschreiben, wie gliedere ich den Lebenslauf, was gehört in den CV und was nicht. Meiner Meinung nach sind Patzer hierbei viel gravierender, leider aber auch nicht viel seltener. Dabei kann man sich zum Beispiel bei e-fellows.net eine Menge praktischer Tipps holen. Zum Beispiel über die Ergebnisse unseres CV-Checks, in der "Bewerben"-Rubrik oder in der Community-Gruppe "Bewerbung".

Was halten andere e-fellows von eurer Bewerbung?
Ganz wichtig: Lasst die Bewerbung von jemandem Korrektur lesen, der Ahnung davon hat. Stellt euer Anschreiben doch mal als anonyme Frage in die Community und fragt nach der Meinung der anderen karriereerfahrenen e-fellows. Eine bessere Feedback-Gruppe kann man nicht kriegen. Und vielleicht schaut ja sogar einer der Unternehmensvertreter drauf und gibt einen guten Tipp.