Erfahrungsbericht (LL.M. Day): Top Law Schools persönlich treffen
Donnerstag, den 10. November 2011Die besten Law Schools der Welt traf e-fellow Michael beim LL.M. Day in Frankfurt. Auch wenn er sich noch nicht konkret für eine Uni entschieden hatte, half ihm die Info-Veranstaltung zum Master of Laws weiter. Es gab einen Vortrag zur Auswahl und Finanzierung des LL.M. und persönliche Gespräche mit Alumni sowie Law School- und Kanzleivertretern.
Auch wenn mein geplanter LL.M.-Aufenthalt noch etwas in der Zukunft liegt, habe ich mich für den e-fellows.net LL.M. Day am 20. Oktober 2011 in Frankfurt am Main beworben. Ich wollte mich in erster Linie allgemein informieren, Gleichgesinnte treffen und mir schon einmal die eine oder andere Law School genauer ansehen.
Die Bewerbung funktioniert denkbar einfach, wenn man bereits ein Stipendium bei e-fellows.net hat. Dann genügt ein Klick und man bewirbt sich mit dem hinterlegten Lebenslauf. Ich bewarb mich also und kurze Zeit später bekam ich die Zusage. Bei der Bewerbung konnte ich meine favorisierten Law Schools angeben, um in deren Info Panel eingeteilt zu werden.
Für jeden Anspruch was dabei
Der LL.M. Day begann mit einer großen Kaffeerunde und leckerem Buffet. Hier konnte man bereits die anderen Teilnehmer kennenlernen. Ich traf auf eine bunte Mischung von Studenten: vom Siebtsemester bis hin zum Volljuristen war alles vertreten. Auch die Erwartungen waren durchaus unterschiedlich. Während sich einige – wie ich – erst einmal allgemein orientieren und informieren wollten, waren andere speziell auf eine oder mehrere der anwesenden Universitäten fokussiert und erhofften sich möglichst detaillierte Informationen. Soweit ich es mitbekommen habe, wurde keine der Erwartungen enttäuscht.
Offiziell eröffnet wurde das Event mit einer kurzen Begrüßung durch die e-fellows.net-Mita
rbeiter, gefolgt von einem Kurzvortrag von Dr. Daniel Voigt, Autor des LL.M.-Buchs. Diese Einführung war sehr lebhaft und äußerst amüsant und rückte aus meiner Sicht den LL.M. genau in das richtige Licht: Man sollte nicht nur das Fachliche in den Vordergrund stellen, sondern das Programm auch als Gelegenheit sehen, um interessante Erfahrungen in einem anderen Land zu sammeln und eine fremde Kultur zu entdecken. Nach dem einführenden Vortrag waren die einzelnen Vertreter der Universitäten und der Kanzleien an der Reihe und stellten sich jeweils mit ein paar Sätzen vor.
Die Info Panels
Nach einer kurzen Kaffeepause begannen die Info Panels, zu denen man je nach seinen Präferenzen eingeteilt wurde. Erst kamen weitere kurze Vorstellungen und dann konnten die Teilnehmer allgemeine Fragen zur Planung eines LL.M. stellen.

Gefragt wurde zum Beispiel nach den Anforderungen an Zulassung und Stipendien, nach dem idealen Zeitpunkt für den LL.M., dem Vorteil für eine spätere Karriere in einer Großkanzlei und nach welchen Kriterien die Universität ausgewählt werden sollte.
Diese Fragen wurden sehr ausführlich und lebhaft diskutiert, sodass in der Zeit nur etwa fünf bis sechs Fragen besprochen werden konnten. Das war aber auch ausreichend – aus meiner Sicht wurden die wichtigsten Punkte angesprochen. Zum Beispiel bestätigte man uns, dass die Wahl des Zeitpunkts und der Universität eine ganz persönliche ist, denn eine Generallösung gibt es nicht. Die Entscheidung ist abhängig von der eigenen Lebensplanung und den persönlichen Vorlieben hinsichtlich Ort und Art des LL.M.
Mehr konnte man an den Ständen erfahren
Nach den Info Panels
waren die Universitäten und Kanzleien an einzelnen Ständen vertreten. Dort gab es neben ausführlichen Informationen auch die Möglichkeit, einzeln mit den Vertretern zu sprechen. Oftmals waren sie ehemalige LL.M.-Absolventen der jeweiligen Universität, sodass man auch deren persönliche Eindrücke hören konnte.
Mein persönliches Fazit und wem ich die Veranstaltung empfehle
Alles in allem kann ich die Teilnahme am LL.M. Day jedem uneingeschränkt weiterempfehlen, der auch nur mit dem Gedanken spielt, später einen LL.M. zu machen. Dabei ist es auch nicht von großer Bedeutung, wenn man sich noch nicht auf eine Universität festgelegt hat oder die Universität seiner Wahl nicht teilnimmt.
Doch auch Juristen, die sich schon für eine Law School entschieden hatten und konkrete Fragen zum Programm und der Bewerbung hatten, kamen voll auf ihre Kosten.
Für mich war vor allem der Erfahrungsaustausch mit ehemaligen LL.M.-Absolventen wichtig sowie Informationen über Kosten, Voraussetzungen an die Noten und die Schwierigkeit, in einem anderen Land zu lernen und Tests zu meistern.


e-fellow ![Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]](http://www.e-fellows.net/community-blog/wp-content/uploads/2010/02/network_sxc.hu_clix1.jpg)


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