Archiv der Kategorie 'Gründer'

Die Power des Schwarms

Dienstag, den 10. April 2012
Felix

Apps: 50.000 Neue davon spuckt allein Apples App Store pro Monat aus. Aus diesem Meer gilt es herauszustechen. Mittelmaß gewinnt nicht. Da hilft nur Streben nach Perfektion. Philipp und Georg von Testbirds.de nutzen die Power des Schwarms, um den Durchschnitt zu entlarven.


Was macht euer Unternehmen?
Testbirds.de testet Apps für mobile Endgeräte, also Smartphones (Apple iOS, Google Android, Windows Mobile, Blackberry OS) und Webanwendungen (Onlineshops, CRM-Systeme).

Der Clou: Wir haben einen großen Pool an Testern. Unseren Kunden stehen mögliche Endnutzer als Softwaretester zur Verfügung und damit sämtliche Geräte, Browser und Zielgruppen. Die Tester finden Fehler ("Bugs") und geben Feedback, um die Nutzbarkeit ("Usability") der Software zu verbessern.

Wir verbinden das "Crowdsourcing" mit dem "Testing". Also die Intelligenz und Arbeitskraft einer Masse mit dem Testen von Software-Produkten: "Crowdtesting".

Wie seid ihr auf die Idee zur Gründung gekommen?
Wir haben uns schon länger mit verschiedenen Geschäftsideen auseinandergesetzt. Erst haben wir ein Konzept für mobile Bezahlungssysteme verfolgt, uns aber schließlich dagegen entschieden. Georg hatte schließlich die Idee des Crowdtestings.

Immer wieder scheitern Softwareprojekte an der schlechten Umsetzung, sind fehlerhaft. Die Entwickler sind sich einig: Testing ist wichtig. Die Wenigsten nehmen sich aber wirklich Zeit dafür. Deshalb bieten wir genau das als externer Dienstleister an.

Wie seid ihr beim Gründen vorgegangen?
Die  Idee schien erfolgversprechend und umsetzbar. Der App-Markt wächst sehr stark, die Webanwendungen bergen ohnehin schon großes Potenzial fürs Testing, da war der Schritt naheliegend. Zuerst haben wir ein Büro gemietet und mit der Entwicklung unserer Webplattform begonnen.

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Fakten zu Testbirds GmbH

Branche: IT-Dienstleister
Produkt: Testen von Apps und Webanwendungen
gegründet: 2012
Anzahl Beschäftigte: 6
Website: www.testbirds.de
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Die Vögel von Testbirds.de
Die Vögel von Testbirds.de

Philipp über sich und sein Unternehmen:

Mein Unternehmen habe ich gegründet, weil …
… ich schon immer selbstständig sein wollte. Es reizt mich, ein Unternehmen von Null auf aufzubauen. Dieser Herausforderung wollte ich mich seit Langem stellen.

Mein Unternehmen ist profitabel, weil …
… es allein im App Store 50.000 neue Apps pro Monat gibt. Wer aus dieser Masse herausstechen will, braucht eine fehlerfreie und intuitive App. Da kommen wir ins Spiel.

Unternehmer sein liegt mir, denn …
… ich bin ein guter Teamplayer. Mir macht die viele Arbeit nichts aus, denn ich kann mich mit Testbirds.de identifizieren.

Startkapital habe ich erhalten über …
… unsere privaten Ersparnisse. Wie es weiter geht, werden wir sehen.

Wenn ich nicht mein Unternehmen leite, dann …
… findet man mich in den Bergen um München oder in Österreich beim Snowboarden.

In fünf Jahren …
… wird Testbirds.de stark gewachsen sein. Es hat neben dem europäischen Raum auch Asien und den amerikanischen Markt erobert. Wir sind natürlich auf dem Boden geblieben und haben viel Spaß bei der Arbeit. Wir haben Büros in München, San Francisco und Shanghai.

Mein Tipp für andere Unternehmensgründer:
Geht aufmerksam durchs Leben, aber bleibt geduldig. Zwingt euch nicht, zu einem bestimmen Zeitpunkt zu gründen. Wartet auf die richtige Idee. Setzt euch Deadlines, an denen ihr eure bisherigen Erfolge bewertet und entscheidet danach, ob es weitergeht. Zu guter Letzt: Pflegt eure Netzwerke.

Konrad e-fellows.net-Stipendiat Philipp (25) und e-fellows.net-Alumnus Georg (26) haben "Finance and Information Management" an der TU München studiert. Beiden waren heiß darauf, sich selbstständig zu machen. Nun haben die Vögel von Testbirds.de ihre Nische gefunden: "Crowdtesting".

Georg über sich und sein Unternehmen:

Mein Unternehmen habe ich gegründet, weil …
… ich mein eigenes Ding machen wollte. Freiheit ist für mich ein hohes Gut. Das Leben ist mir sonst zu vorherbestimmt. Man weiß nie, ob man morgen noch die Möglichkeit hat, etwas Anderes, Verrücktes zu tun.

Mein Unternehmen ist profitabel, weil …
… wir echten Mehrwert für unsere Kunden bieten.

Unternehmer sein liegt mir, denn …
… verrückte Sachen sind mein Ding: etwas ausprobieren, Aufgaben unkonventionell angehen.

Startkapital habe ich erhalten über …
… meine Arbeit als Freiberufler und Projekte für die studentischen Unternehmensberatungen. Das waren wertvolle Erfahrungen. Sie haben mich geprägt.

Wenn ich nicht mein Unternehmen leite, dann …
… fahre ich ans Meer oder bei gutem Wetter in die Berge.

Mein Tipp für andere Unternehmensgründer:
Mach das, worauf du Lust hast, das was dir Spaß macht. Und nicht das, was andere sagen. Jeder Versuch beschert dir wenigstens eine neue Erfahrung. Morgen kann alles zu Ende sein, deshalb packst du die wichtigen Dinge besser heute noch an.

masterwiki: Bewerbungskriterien für Master-Studiengänge austauschen

Mittwoch, den 28. September 2011
Melanie

"Ich hatte mich für einen Master-Studiengang beworben und wurde abgelehnt. Wieso, wusste ich nicht." Diese Erfahrung bescherte Matthias eine freies Semester, das er nutze um sein eigenes Unternehmen zu gründen. masterwiki ist eine Plattform, auf der Studenten sich über ihre Master-Bewerbungen austauschen können.

MatthiasMatthias (24) hat seinen Bachelor in European Studies an der Uni Magdeburg gemacht. Im Herbst 2011 fängt er seinen Master an der Uni Maastricht in International Business an. Er ist Stipendiat der Stiftung der Deutschen Wirtschaft. Bei seiner Gründung hat er von seinen dort gesammelten Erfahrungen profitiert.

Was macht deine Website?
masterwiki ist ein Informationsangebot für Master-Bewerber, bei dem jeder mitmachen kann. Studenten tragen die Ergebnisse ihrer Bewerbungen auf der Seite ein. Diese Informationen werden sofort bereit gestellt und helfen anderen dabei, einen geeigneten Master-Studienplatz zu finden.

Wie bist du dazu gekommen, die Website ins Leben zu rufen?
Ich hatte mich mit einem sehr guten Abschluss in Frankfurt/Oder beworben und wurde abgelehnt. Tatsächlich bin ich nicht an den Noten gescheitert, sondern an für mich nicht nachvollziehbaren Kriterien. Ich habe dann persönlich nachgefragt, warum ich abgelehnt wurde. Die Quintessenz aus diesem Gespräch war, dass die Uni einfach keine Absolventen von interdisziplinären Studiengängen wollte. Dieses Wissen wäre VOR der Bewerbung für mich sehr hilfreich gewesen. Ich bin sicher, dass andere Studenten von solchen Informationen profitieren können. Daher habe ich eine Plattform geschaffen, auf der man seine Erfahrungen teilen kann.

Wie bist du bei der Gründung vorgegangen?
Da ich mich nur für diesen einen Master-Studiengang beworben hatte, hatte ich nach der Absage ein Semester Zeit für etwas anderes. Zuerst habe ich Freunden, Bekannten und meiner Familie von der Idee erzählt. Ihre positiven Rückmeldungen haben mich darin bestärkt, die Unternehmensgründung zu probieren. Da ich nicht nur die Welt verbessern, sondern selbst auch etwas lernen wollte, habe ich ein paar kleinere Projekte gestartet. Ich wollte verstehen, wie Internet, Facebook-Like-Button, Wikis und Co. funktionieren. Irgendwann kam ich an den Punkt, wo ich eine klarere Vorstellung davon hatte, was die Seite können soll und habe einen Programmierer gesucht.

Welche Schwierigkeiten hat es dabei gegeben?
Die Absprachen mit dem Programmierer waren abenteuerlich. Meine Freundin kommt aus Polen und ich hatte mein Auslandssemester dort verbracht. Es lag also nahe, dass ich das "freie" Semester bei ihr in Breslau wohne. Da ich inzwischen ganz gut Polnisch sprach, habe ich an der Uni nach Informatikstudenten gesucht – und auch gefunden. Am Anfang lief alles prima und wir kamen gut voran. Dann hatte er an der Uni aber mehr zu tun und er fing plötzlich an, nebenbei zu arbeiten. Nach vier Monaten und einigen geänderten Zeitplänen gab er auf. Ich glaube, es tat ihm wirklich leid, dass er sich übernommen hatte. Da ich das Projekt retten wollte, habe ich es dann selbst fertig programmiert.

Wie kann man als Nutzer von deiner Plattform profitieren?
Der Nutzer kann sich mit dieser strukturierten Informationssammlung zwei Fragen beantworten: Erstens, für welchen Master kann ich mich mit meinem Bachelor-Abschluss bewerben? Zweitens, welchen Bachelor-Abschluss brauche ich für den gewünschten Master? Außerdem haben die Nutzer die Möglichkeit, sich über Ablehnungsgründe auszutauschen. Damit wird für den Bewerber die Master-Bewerbung um ein Vielfaches transparenter. Außerdem: Wenn viele Studenten mitmachen und ihre Ergebnisse darstellen, helfen wir den Hochschulen, willkürlich anmutende Entscheidungen zu vermeiden. Das ist gut für die Studenten und gut für die Unis.

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masterwiki Logo (Quelle: masterwiki)Fakten zu masterwiki.de

Branche: Studium / Bildung
Produkt: Plattform zum Austausch von bewerbungsrelevanten Informationen
Gegründet: 2011
Anzahl Beschäftigte: 2
Website: www.masterwiki.de

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Ökonomie für Nicht-Ökonomen

Freitag, den 9. Juli 2010
Fiona

"agora42" ist ein Ökonomie-Magazin für Nicht-Ökonomen. Nicht Zahlen stehen im Mittelpunkt, sondern der Mensch und die Philosophie. Dabei reichen die Themen von "Der Faktor Zeit" bis "Ich – Ausgeburt des Marktes?". Die Gründer: e-fellow Wolfram und zwei Freunde. Was sie zu dem Magazin inspirierte? Die Erkenntnis, dass Großbritannien mit "The Economist" etwas hat, das in Deutschland noch fehlt.

e-fellow Stefan e-fellow Wolfram (27) hat "International Business Administration" an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt studiert. Seinen Master in "Corporate Management and Economics" machte er an der Zeppelin Universität am Bodensee. 2009 gründete er gemeinsam mit zwei Freunden "agora42" – ein Magazin für Ökonomie, Philosophie und Leben.

Wie alles begann
Eigentlich arbeitet Wolfram als Unternehmensberater bei der Kürn Cetin Capital AG. Er und Nazim Cetin, sein Chef und Vorstand der Kürn Cetin Capital AG, beschäftigen sich aber auch gerne mit anderen Themen, wie zum Beispiel der Wirtschaftskrise und wie sie die Gesellschaft beeinflusst. "Uns fiel auf, dass es in Deutschland kein Magazin gibt, das sich mit volkswirtschaftlichen Themen auseinandersetzt und in einfachen Worten erklärt. Daraus entstand die Idee, ein Magazin wie 'The Economist' herauszubringen."

Ich - Ausgeburt des Marktes? [Bildquelle: agora42]
Ich – Ausgeburt des Marktes?
[Bildquelle: agora42]

Was hat Ökonomie eigentlich mit Philosophie zu tun?
Frank Augustin, ehemals stellvertretender Chefredakteur eines Philosophie-Magazins und Mitgründer der "agora42", brachte Wolfram und Nazim dann auf eine weitere Idee: "In der Ökonomie geht es nicht nur um bloße Zahlen, sondern auch um Philosophie. Gerade die Wirtschaftskrise hat gezeigt, dass Theorie-Modelle an ihre Grenzen geraten können. Denn der Mensch handelt nicht immer klug und rational. Es ist wichtig, umzudenken, und auch ein neues Menschenbild zu entwickeln." Für alle war klar: "Wenn die Philosophie der Versuch ist, die Welt und die menschliche Existenz zu deuten, dann sollten wir uns ebenfalls näher damit beschäftigen."

Anfängliche Stolpersteine
Wolfram, Nazim und Frank merkten schnell, dass die Herausgabe eines Magazins viel komplexer ist, als sie eigentlich dachten. Schritt für Schritt mussten sie sich zunächst voranarbeiten: Sie suchten eine Druckerei, erste Interviewpartner, einen Grafiker, schrieben eigene Artikel und bauten Vertriebsstrukturen auf. Zwischendurch kam es auch zu Verzögerungen: Da Wolfram und seine Mitgründer mit den Layout-Ergebnissen der ersten Agentur unzufrieden waren, suchten sie kurzerhand eine neue.

"agora42" – Ein Titel mit einer Geschichte
Auf den ersten Teil des Titels einigten sie sich schnell: "'agora' ist altgriechisch und bedeutet 'Versammlungsplatz' oder 'Markt' und war auch der Ort des intellektuellen Diskurses. 'agora' steht somit für die unvergängliche Weisheit der alten Philosophen", so Wolfram.

Auf der Suche nach Antworten
"Weitaus schwieriger war es, eine Verbindung zur Moderne herzustellen. Die Zahl '42' ergab sich eher aus Zufall. Sie stammt aus dem Buch 'The Hitchhiker's Guide to the Galaxy' von Douglas Adams und ist die Antwort eines Supercomputers, der von den Menschen gebaut wurde, um die Frage nach 'life, the universe and everything' zu beantworten. Nach 7,5 Millionen Jahren errechnete der Supercomputer die Antwort: '42'. Die Erkenntnis: Die Frage muss wohl präziser gestellt werden." Der Titel und das Magazin selbst sind somit eine Mischung aus Alt und Neu: Einerseits geht es um alte philosophische Weisheiten, andererseits um die Suche nach den Themen der Zukunft, wie zum Beispiel in der aktuellen Ausgabe "Ich – Ausgeburt des Marktes?".

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Wolframs Unternehmen:

  • Unternehmensname: agora42, Magazin für Ökonomie, Philosophie und Leben
  • Branche: Print/Media/Verlag
  • Produkt: zweimonatlich erscheinendes Magazin
  • Gegründet: 2009
  • Beschäftigte: sechs
  • Website: www.agora42.de

Wolfram über sich und sein Unternehmen:

Mein Unternehmen habe ich mit zwei Freunden gegründet, weil…
… es in Deutschland keine Magazine oder sonstige Medien gab, die makroökonomische Themen erklären und philosophisch reflektieren.

Mein Unternehmen ist profitabel, weil…
… wir in einer Zeit der Orientierungslosigkeit leben, in der diese Fragen immer wichtiger werden und auch jeden persönlich betreffen.

Unternehmer sein liegt mir, denn…
… so habe ich die Dinge selbst in der Hand – sowohl bei Erfolg als auch Misserfolg.

Startkapital habe ich erhalten über…
… meinen Mitgründer und Partner Nazim Cetin und einen Förderkredit.

Wenn ich nicht mein Unternehmen leite, dann…
… arbeite ich noch für die Kürn Cetin Capital AG, eine Corporate Finance Advisory für den Mittelstand. Beim Bouldern (Klettern ohne Seil und Gurt) versuche ich dann, abzuschalten.

In fünf Jahren…
… wird "agora42" weiterhin kontroverse Meinungen und überraschende Perspektiven präsentieren und aktiv an der öffentlichen Meinungsbildung teilnehmen.

Mein Tipp für andere Unternehmensgründer:
Kreativ und hartnäckig bleiben. Wenn man zudem zu hundert Prozent hinter seiner Gründungsidee steht, einen Sinn darin sieht und die Verwirklichung der Idee über bloßes Geldverdienen hinausgeht, fällt die "Durststrecke" zu Beginn wesentlich kürzer aus.

Community & Blog Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Gründer-Porträts?
Porträts aus den Vorjahren findest du auf der Website in der Rubrik Community & Blog.

Laufsteg für Fashion-Blogger

Freitag, den 4. Juni 2010
Christoph

Vor ein paar Tagen ist [blog ’S‚] gestartet. Hier tauschen sich Fashion-Blogger und junge Modeschöpfer aus und präsentieren ihre Ideen einem modebegeisterten Publikum. Unter den Gründern: die e-fellows Stefan, Dominik, Marie-Sophie und Samuel. Was sie zu dem Projekt inspirierte? Eine Casting-Show.

Der schicke neue Pulli. Man freut sich diebisch, zieht ihn stolz gleich am nächsten Tag an – um dann im Hörsaal drei Kommilitonen zu entdecken, die den gleichen tragen. H&M-Individualität 2010. Es geht auch anders. Das zeigen die vielen Fashion-Blogs im Netz. Hier werden Trends entdeckt, weiterentwickelt und um die Welt gejagt. Ein junges Mädchen erzählt ihren Followern von ihrem letzten Shopping-Trip. Anderswo dreht sich alles um Accessoires. Was in Köln oder Berlin der letzte Schrei ist, diskutieren City-Blogger. Und wer auf Fair-Trade-Mode umsteigen will, findet sogar dazu eine Anleitung im Netz.

Akzeptanz für kreative Freiräume
In Fashion-Blogs steckt eine Menge Kreativität. Dumm nur, dass sie diffus im Netz verteilt schlummert. Das wollen Stefan und sein Team mit ihrem Start-up schaulaufen.net ändern. Vor ein paar Tagen sind sie deshalb mit [blog ’S‚] an den Start gegangen, einem "Laufsteg für alle Fashion-Blogger und Platz in der ersten Reihe für alle Modeliebhaber". [blog ’S‚] bietet einen Ort, wo sich Blogger austauschen und ihre Ideen einem modebegeisterten Publikum präsentieren können.

Inspiration für Modeschöpfer
Mitmachen kann jeder Blogger, der keine rein kommerziellen Zwecke verfolgt. Praktisch: Der Blogger kann sich ganz auf sein eigenes Blog konzentrieren, Inhalte werden automatisch in seinen virtuellen Ausstellungsraum im [blog ’S‚] übertragen. "Wir wollen nicht noch eine Community sein", betont Stefan, sondern eine "Bühne für das Schaulaufen neuer Visionen", wie es auf der Website heißt. Langfristig will schaulaufen.net auch jungen Modeschöpfern eine Plattform bieten, wo sie sich inspirieren lassen und ihre eigenen Klamotten verkaufen können. "Made in Germany" war gestern, "Designed in Germany" gehört die Zukunft.

Mode-fellows ergattern Gründerpreis
e-fellows.net, schaulaufen.net, Mode, Gründer, Herausforderung Unternehmertum (Quelle: Stiftung der Deutschen Wirtschaft 12/20009; Autor: Marek Kruszewski)An das Potenzial von schaulaufen.net glauben auch andere: Beim Gründer-Wettbewerb "Herausforderung Unternehmertum" setzte sich das Projekt gegen die Konkurrenz durch. Der Wettbewerb selbst ist einer von 365 ausgewählten Orten in der Initiative "Deutschland – Land der Ideen", Schirmherr war Bundespräsident Horst Köhler. Neben einer finanziellen Unterstützung durch die Stiftung der Deutschen Wirtschaft und die Heinz-Nixdorf-Stiftung nehmen die Gründer an einem einjährigen Seminar- und Workshop-Programm teil. Dabei lernen sie, wie man ein Team zusammenhält, Verhandlungen führt, einen Businessplan erstellt und Marketing und Öffentlichkeitsarbeit clever einsetzt. Zwei externe Berater stehen als Coaches mit Tipps zum Projektmanagement zur Seite.

Geboren in Casting-Show und City Group
Die Idee kam Stefan und Dominik übrigens vor dem Fernseher. Gerade in Casting-Shows waren die Moderatoren immer so schick und gleichzeitig extravagant gekleidet. Wo hatten die bloß ihr Outfit her? Wo kann man sich inspirieren lassen und junge Modeschöpfer treffen, die individuelle Klamotten entwerfen? In der Frankfurter City Group lernte Stefan dann e-fellow Marie-Sophie kennen. Heute mischt sie das Team von schaulaufen.net als einzige Frau auf.

[blog ’S‚] ist nur der Anfang
Wer von seiner Idee überzeugt ist, sollte Prioritäten setzen und sich früh um eine Förderung kümmern, rät Stefan anderen Gründern. Im Team ist klare und ehrliche Kommunikation entscheidend, die auch mal zwischen "Freund" und "Kollege" unterscheidet. Für die Gründer von schaulaufen.net ist [blog ’S‚] nur ein Anfang, weitere Projekte werden bald folgen. Mehr wollen die Jungunternehmer noch nicht verraten.