Archiv der Kategorie '* Freshfields Bruckhaus Deringer'

Erfahrungsbericht (e-fellows.net Law Students' Day): Recht verbindet

Mittwoch, den 8. Dezember 2010
Erfahrungs- bericht

Was will ich nach dem Ersten Staatsexamen machen? – Viele Jura-Studenten lassen diese Frage während ihres Studiums lange Zeit offen. Dabei lohnt es sich, frühzeitig Einblicke in die Berufswelt zu gewinnen. e-fellows.net-Stipendiat Georg war auf dem e-fellows.net Law Students' Day in Köln. Im persönlichen Gespräch mit einem Vertreter von Freshfields Bruckhaus Deringer wurde er für das Kartellrecht begeistert.

Georg e-fellows.net-Stipendiat Georg (18) studiert seit Oktober 2010 Rechtswissenschaften und Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln. Davor studierte er bereits zwei Jahre parallel zur Schule Jura. Er nutzte den e-fellows.net Law Students' Day, um Vertreter aus drei möglichen späteren Arbeitsfeldern an nur einem Nachmittag kennenzulernen: Kanzlei, Staat und Unternehmen.

Titel der Veranstaltung
e-fellows.net Law Students' Day

Datum und Ort
19. November 2010 im Park Inn Hotel, Köln

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
34 Teilnehmer, Unternehmensvertreter von Clifford Chance, Freshfields Bruckhaus Deringer und Hengeler Mueller, Vertreter des Bundesministeriums der Justiz (BMJ) sowie der Bertelsmann AG

Warum ich teilgenommen habe
Selbstverständlich kennt ein Jura-Student die vielfältigen Berufsmöglichkeiten der Rechtswissenschaften – und natürlich hat er auch die Namen der führenden Londoner Kanzleien, des sogenannten "Magic Circle", schon einmal gehört. In der Regel fehlt aber der direkte Draht zur Berufswelt, um Fragen zu stellen und sich an fachspezifischer "Konjunktur" zu orientieren. Der Law Students' Day von e-fellows.net bot mir die Gelegenheit, diese Lücke zu schließen.

Kontakt zu den Wirtschaftskanzleien aufnehmen?
In den Gruppen von Clifford Chance, Freshfields Bruckhaus Deringer und Hengeler Mueller Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Clifford Chance, Freshfields Bruckhaus Deringer oder Hengeler Mueller kontaktieren.

Das Erste Staatsexamen – was kommt danach?
Das Programm des Law Students' Day bestand aus vier Teilen: 1. Vorträge zu Referendariat, Promotion und LL.M., 2. Vorstellungsrunden der drei Wirtschaftskanzleien, 3. Vortrag zum "Arbeitgeber Staat" und 4. Vortrag eines nichtjuristischen Unternehmens. Dazwischen fanden halbstündige Einzelgespräche zwischen den Stipendiaten und den Unternehmensvertretern statt.

Den Auftakt machten Vertreter von Clifford Chance, Freshfields Bruckhaus Deringer und Hengeler Mueller. Aus eigener Erfahrung berichteten sie über den Weg nach dem Ersten Staatsexamen. Mein persönliches Resultat der Vorträge war, dass der beste Zeitpunkt für eine Promotion nach dem Ersten Staatsexamen ist. Von Vorteil ist, wenn man parallel den Bezug erhält zum praktischen Rechtsleben durch die wissenschaftliche Mitarbeit in einer Sozietät. Gut vorstellen könnte ich mir auch, einen Master Legum (LL.M.) im anglo-amerikanischen Raum zu absolvieren.

Juristische Betätigungsfelder
Im zweiten Teil der Veranstaltung wurden verschiedene juristische Betätigungsfelder vorgestellt. Vertreter der oben genannten Kanzleien berichteten über ihren Berufseinstieg, ihren Arbeitsalltag sowie Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten in einer Großkanzlei. Dabei wurde mein Eindruck bestätigt, dass Kanzleien aufgrund ihrer "client orientation" auch intern der sozialen Komponente großen Wert beimessen.

Es folgten Vorträge zur juristischen Betätigung in den klassischen Berufen Staatsanwalt, Richter und Notar sowie zur Arbeit in einem Unternehmen.

Persönliches Gespräch
Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete für mich ein persönliches Beratungsgespräch mit Dr. Fabian Dietrich, Principal Associate bei Freshfields Bruckhaus Deringer. Schon in Vorbereitung auf die Veranstaltung hatte ich gehofft, einen Termin mit dieser Kanzlei zu erhalten, die mich bei e-fellows.net mit einem Mentor unterstützt.

Dr. Dietrich hatte bereits meinen e-fellows.net-Lebenslauf vorliegen und konnte mich gezielt beraten. Mein Plan, im nächsten Jahr ein Praktikum bei Freshfields Bruckhaus Deringer in Köln zu absolvieren, wurde durch das Gespräch nur noch gefestigt. Das sympathische und interessierte Auftreten des Associates erlaubte mir Rückschlüsse auf das Arbeitsklima in einer Wirtschaftskanzlei und Dr. Dietrich konnte mich für das Kartellrecht begeistern.

Fazit
Der Law Students' Day fand in sehr angenehmer und persönlicher Atmosphäre in einem geschmackvollen Hotel statt. Gespräche mit den anderen e-fellows.net-Stipendiaten in den Pausen und beim Stehempfang bereicherten die Veranstaltung. Die Referenten standen auch nach den Vorträgen für Fragen zur Verfügung und konnten stets individuelle und praktische Tipps geben.

Ich würde den e-fellows.net Law Students' Day jederzeit wieder besuchen und kann jedem fortgeschrittenen Jura-Studenten nur empfehlen, sich für diese Veranstaltung zu bewerben – möglichst frühzeitig. Von den gewonnenen Erkenntnissen werde ich nicht nur während meines Studiums, sondern ein Leben lang profitieren.

Herzlichen Dank an das Team von e-fellows.net für die Organisation!

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Freshfields): Sommerpraktikum und Vitamine

Mittwoch, den 13. Oktober 2010
Erfahrungs- bericht

Sind Anwälte karrierefixiert und arbeiten rund um die Uhr? Das Sommerpraktikum bei Freshfields zeigt ein ganz anderes Bild: Familiäre Atmosphäre, offene Türen und hilfsbereite Anwälte änderten Kathrins Meinung über Großkanzleien schlagartig. In der Praxisgruppe ImmobilienWirtschaftsrecht hat sie sich sechs Wochen lang mit Verkaufsverträgen und Transaktionen befasst. Ein eigenes Büro, Äpfel und Bananen sowie eine Lichterfahrt in Hamburg rundeten das Ganze ab.

Ich war sehr gespannt darauf, eine Großkanzlei einmal von innen kennenzulernen und zu sehen, ob die Vorurteile, die über Großkanzleien kursieren (karrierebesessene Menschen, die Tag und Nacht arbeiten und mit der Zeit sozial verkümmern) wahr sind. Um es direkt zu sagen: Die Vorurteile stimmen nicht, ganz im Gegenteil! Bereits am ersten Tag lernte ich eine Reihe äußerst sympathischer junger Anwälte kennen, und bis zum Schluss suchte ich vergebens nach einem Anwalt, der mein Vorurteil bestätigen konnte.

e-fellow Kathrin (21) studiert Jura in Konstanz. Das letzte Jahr studierte sie in Frankreich – und pünktlich nach ihrer Rückkehr fing sie als Praktikantin bei Freshfields an. Besonders gefallen hat ihr dort die freundschaftliche Atmosphäre und Hilfsbereitschaft der Anwälte.

Titel und Thema der Veranstaltung
Sommerpraktikum bei Freshfields Bruckhaus Deringer

Zeit, Ort und Dauer der Veranstaltung
23. August bis 1. Oktober in Hamburg

Warum ich teilgenommen habe
Eine Freundin von mir entdeckte über e-fellows.net die Möglichkeit, ein Praktikum bei Freshfields zu absolvieren. Sie nahm am Frühjahrspraktikum teil und war total begeistert. Nachdem sie mir so positiv davon erzählt hatte, bewarb ich mich – ebenfalls über e-fellows.net.

Ein Gläschen Wein zum ersten eigenen Vertrag
Das Sommerpraktikum begann mit einer dreitägigen Einführungsveranstaltung in Hamburg, an der alle 25 Sommerpraktikanten von allen Freshfields-Standorten teilnahmen. Während dieser Veranstaltung erfuhren wir viel darüber, wie eine Großkanzlei funktioniert und was das Anwaltsleben mit sich bringt. Nach der Einweisung durch einen Partner durften wir selbst eine Vertragsverhandlung nachspielen, was ganz schön knifflig war. Die Anwälte führten uns in die Vertragsgestaltung ein und wir bekamen die Möglichkeit, selbst einen Vertrag zu entwerfen. Am ersten Abend gab es ein gemeinsames Essen mit jungen Anwälten der Kanzlei, das richtig Spaß gemacht hat. Die Anwälte haben viel von sich erzählt und bereitwillig auf alle unsere Fragen geantwortet. Es war ein sehr gelungener Abend, bei dem natürlich auch das ein oder andere Gläschen Wein nicht fehlte.

Von wegen Appel und Ei – Appel und Banane!
Nach der Einführung fing meine Arbeit in der Praxisgruppe ImmobilienWirtschaftsrecht an. Auch als Praktikantin hatte ich mein eigenes Büro, in dem jeden Morgen ein Apfel und eine Banane auf mich warteten. Außerdem wurde mir ein Mentor zugeteilt, der sich um mich kümmerte, weiterhalf, wenn es Fragen gab und mit Arbeit versorgte. Ich konnte natürlich auch andere Anwälte nach Aufgaben fragen. Das Arbeitsklima war freundschaftlich, man duzte sich und arbeitete mit offenen Türen. So hatte ich auch als Neuling keine Hemmungen, einfach in ein Büro einzutreten und meine Fragen loszuwerden, die immer gerne und sehr ausführlich beantwortet wurden.

Meine Tätigkeit bestand größtenteils aus Rechercheaufgaben zu Rechtsfragen, über die ich Aktenvermerke schrieb. So zum Beispiel einmal über die Frage, inwieweit ein mündlicher Gesellschafterbeschluss, der eigentlich verschriftlicht hätte werden müssen, bestätigt werden kann. Ich habe zudem Teile französischer Verträge ins Deutsche übersetzt, Korrektur gelesen und verschiedene Vertragsversionen verglichen.

And the winner is… Verkäufer
Ich habe auch öfter Akten zur Durchsicht bekommen, um besser verstehen zu können, was bei einer Transaktion passiert, wie der Schriftverkehr abläuft und um zu sehen, wie meine Arbeit verwendet wurde. So konnte ich zum Beispiel mitverfolgen, wie zuerst der Käufer einen Kaufvertragsentwurf für eine Immobilie vorlegte. Dieser Vertrag wurde dann vom Verkäufer in seinem Sinne verändert, womit nun der Käufer natürlich nicht mehr zufrieden war. Dies ist sehr spannend – vor allem, wenn man anhand des endgültigen Vertrags sieht, wer sich durchgesetzt hat.

Lichterfahrt in Hamburg
Freshfields bot uns ein interessantes Rahmenprogramm zu unserem Praktikum. So wurde beispielsweise eine Lichterfahrt im Hamburger Hafen organisiert. Außerdem durften wir am Referendarabend teilnehmen, bei dem eine Praxisgruppe der Sozietät vorgestellt wurde und es danach ein gemeinsames Abendessen mit Praktikanten, Referendaren und Anwälten gab. Bei diesen Veranstaltungen konnte man die Anwälte von ihrer privaten Seite kennenlernen und gemütlich mit ihnen plaudern.

Büro hüten bis Mitternacht?
Besonders überrascht hat mich die lockere, freundliche Atmosphäre, die bei Freshfields herrscht. Damit hätte ich nie gerechnet. Hier wird zwar wirklich sehr viel gearbeitet – allerdings trifft es definitiv nicht zu, dass vor Mitternacht niemand das Büro verlässt! Die Anwälte hatten immer Zeit für ein kurzes privates Gespräch oder um bei Problemen zu helfen – und bei einem Kaffee oder abends bei einem Bierchen kann man auch sehr viel Spaß mit ihnen haben!

Wem ich das Praktikum weiterempfehle
Ich kann das Praktikum wirklich jedem empfehlen – auch denjenigen, die sich eine Arbeit in einer Großkanzlei bislang nicht vorstellen können. Denn man lernt sehr viel, verliert Vorurteile, bekommt einen guten Einblick in die Tätigkeit und lernt darüber hinaus nette Leute kennen – von Praktikanten über Referendare bis zu Anwälten. Und wenn man später als Referendar oder Anwalt bei Freshfields arbeiten möchte, so ist es sicherlich hilfreich, wenn man durch das Praktikum bereits den einen oder anderen Kontakt knüpfen konnte.

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Erfahrungsbericht (Freshfields): Von Firmenübernahmen bis zum Airbus A380

Montag, den 19. Juli 2010
Erfahrungs- bericht

Spannende Vorträge über den Dächern Frankfurts: Beim Freshfields-Workshop reichten die Themen von "kreditfinanzierten Übernahmen" bis zur "Flugzeugfinanzierung". e-fellows.net-Stipendiat Moritz und 14 weitere e-fellows lauschten dabei gebannt den Insider-Infos zum Airbus A380.

Titel und Thema der Veranstaltung
Workshop bei Freshfields Bruckhaus Deringer zum Thema "Bank- und Finanzrecht"

Zeit, Ort und Dauer der Veranstaltung
Der Workshop fand am 20. Mai 2010 von 14.00 bis 22.00 Uhr im Büro von Freshfields in Frankfurt statt.

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
Vor Ort waren Dr. Christoph L. Gleske (Partner), Dr. Frank Laudenklos (Partner), Christian Bunsen (Partner), Dr. Jörg Hanke (Associate) und Dr. Konrad Schott (Partner). Am Workshop nahmen insgesamt 15 e-fellows.net-Stipendiaten teil – darunter hauptsächlich Doktoranden und Referendare.

e-fellow Moritze-fellows.net-Stipendiat Moritz (23) studiert Jura an der Goethe-Universität in Frankfurt und bereitet sich gerade auf das erste Staatsexamen vor. Am liebsten spielt Moritz mit seiner Mannschaft Tennis. Mit Erfolg, denn diese Saison sind sie auf Aufstiegskurs. Beim "Bank- und Finanzrecht"-Workshop blickte Moritz auf der büroeigenen Dachterrasse nicht nur auf die Frankfurter Skyline, sondern auch auf eine mögliche Zukunft bei Freshfields.

Wie sind Großkanzleien wirklich?
Hauptmotivation für meine Teilnahme an der Veranstaltung war es, die Arbeit und Atmosphäre einer Großkanzlei kennenzulernen. Im Studium bin ich immer wieder über Gerüchte gestolpert und wollte bei der Veranstaltung herausfinden, ob sie der Realität entsprechen. Außerdem haben mich die Themen sehr interessiert: Wann sonst hat man im Jura-Studium die Gelegenheit, etwas über "kreditfinanzierte Übernahmen" oder "Flugzeugfinanzierung" zu hören? Und dazu noch von Anwälten, die in ihrem Rechtsgebiet zur Spitze gehören?

Spannende Aussichten
Der Tag begann mit einem Empfang in luftiger Höhe im Zentrum Frankfurts: Das Freshfields-Büro liegt in ein einem der zahlreichen Hochhäuser mit herrlicher Aussicht über ganz Frankfurt – inklusive Blick auf die atemberaubende Skyline und auf den Taunus. Anschließend führte uns Christoph Gleske in die Arbeitsbereiche und Struktur der Kanzlei ein. Zusätzlich erfuhren wir, welche Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten es für Referendare gibt. Christoph Gleske stellte uns auch die sogenannten "Secondments" vor. Dabei können Freshfields-Anwälte ein Jahr in einem ausländischen Büro arbeiten.

Kontakt zu Freshfields aufnehmen?
In der Freshfields-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Freshfields kontaktieren.

Von kreditfinanzierten Übernahmen bis zum Airbus A380
Im ersten Vortrag ging es um "kreditfinanzierte Übernahmen". Wir lernten von Frank Laudenklos, dass dieses Thema heutzutage als "gang und gäbe" bei Firmenübernahmen gilt, obwohl es in der juristischen Praxis äußerst kompliziert ist: So werden aus Haftungsgründen zum Beispiel zwei Zwischengesellschaften zwischen dem eigentlichen Käufer und dem Kaufobjekt eingeschaltet. Dies ist ganz anders als der typische (Unternehmens-)Kaufvertrag nach dem BGB, den wir an der Uni behandeln. Das Thema war für uns daher neu. Auch der "Leverage Effect" wurde uns nähergebracht – ein BWL-Begriff, der für uns Juristen völliges Neuland war.

Anschließend führten uns Christan Bunsen und Jörg Hanke in die von ihnen betreuten Public-Private-Partnership-Projekte ein. Dabei erfuhren wir, dass Freshfields unter anderem auch Offenbacher Schulen bei der Modernisierung ihrer Infrastruktur hilft.

Airbus A380 [Bildquelle: sxc.hu/Autor: bugdog]
Airbus A380
[Bildquelle: sxc.hu/Autor: bugdog]

Konrad Schotts Vortrag zur Flugzeugfinanzierung interessierte uns alle am meisten. Vor allem, da er am Jungfernflug des neuen Airbus A380 von Hamburg nach Frankfurt teilgenommen hatte. Er hatte unsere volle Aufmerksamkeit und konnte schnell unsere Begeisterung für sein Rechtsgebiet wecken. Wir lernten, dass der Airbus viel größer ist, als man eigentlich denkt: Um uns die Größe zu verdeutlichen, zeigte uns Konrad Schott ein Foto von sich vor dem Flugzeug. Über die monatliche Leasing-Rate durfte er uns aus datenschutzrechtlichen Gründen leider keine Auskunft geben. Wir lernten aber, dass die Rate für einen normalen Airbus bereits bei 100.000 Euro im Monat liegt.

Ausklang auf der büroeigenen Dachterrasse – mein Fazit
Beim anschließenden Abendessen auf der Dachterrasse ließen wir den Tag gemütlich ausklingen. Das Abendessen ließ jedes Mensagericht alt aussehen. Wir lernten weitere Anwälte kennen, die sehr geduldig und freundlich unsere Fragen beantworteten.

Die Veranstaltung ist hervorragend dafür geeignet, einen ersten Einblick in die Kanzlei zu erhalten. Für detailliertere Einblicke müsste man sicherlich ein Praktikum machen. Der Workshop hat meine Begeisterung für Freshfields aber auf jedenfall geweckt. Ich stelle mir die Arbeit in solch einer aufgeschlossenen Atmosphäre sehr angenehm vor. Und an ein kühles Feierabend-Bier auf der büroeigenen Dachterrasse könnte ich mich schnell gewöhnen…

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Erfahrungsbericht (Freshfields): Wie man die Finanzkrise mit ihren eigenen Mitteln schlägt

Donnerstag, den 8. Juli 2010
Erfahrungs- bericht

Currywurst, Velotaxi und Wirtschaftskrise – gar nicht steif ging es bei den Karrieretagen von Freshfields Bruckhaus Deringer zu. Zwei Tage lang informierte Freshfields über die Arbeitsweise einer internationalen Wirtschaftskanzlei. Bei den Workshops lernte e-fellow Carsten nicht nur viele Anwälte persönlich kennen, sondern auch, wie man die Wirtschaftskrise mit ihren eigenen Mitteln schlagen kann. Die nächsten Karrieretage sind am 25./26. Februar 2011 in Berlin.

e-fellows.net-Stipendiat Carsten (25) promoviert in Wirtschafts- und Arbeitsrecht an der Universität Göttingen. Freshfields Anwälte erklärten ihm bei den Karrieretagen in Frankfurt die Verbriefungstechnik, M&A-Transaktionen und wie der Einstieg bei Freshfields gelingt.

Titel und Thema der Veranstaltung
Karrieretage von Freshfields Bruckhaus Deringer

Zeit, Ort und dauer der Veranstaltung
11. und 12. Juni, Frankfurt am Main

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
28 Teilnehmer und zahlreiche Vertreter von Freshfields Bruckhaus Deringer aus den unterschiedlichen Praxisgruppen

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Ich habe an der Veranstaltung teilgenommen, weil ich die Arbeitsweise einer Großkanzlei und auch Freshfields Bruckhaus Deringer kennenlernen wollte. Freshfields kannte ich zuvor nur aus den Medien. Mich interessierten vor allem die Einstiegsmöglichkeiten als Referendar. Einige der anderen Teilnehmer waren bereits konkret an einem Berufseinstieg als Anwalt interessiert. Auf dem Programm standen neben Vorträgen und Workshops auch gemeinsame Veranstaltungen, bei denen man die Anwälte von Freshfiels Bruckhaus Deringer ungezwungen ansprechen konnte.

Von langen Telefonkonferenzen und alten Zeiten
Am 11. Juni begrüßte uns Dr. Markus Paul. Nachdem wir die Geschichte der Kanzlei gehört hatten, wurden uns die neun Praxisgruppen von Freshfields vorgestellt. Es folgte ein Vortrag von Dr. Alexander Glos und Dr. Uwe Trafkowski über die Tätigkeit des Anwalts in einer internationalen Wirtschaftskanzlei. Darin ging es zum Beispiel auch um die Vor- und Nachteile langer Telefonkonferenzen. Anschließend erinnerte sich Christina Zapf an ihre ersten hundert Tage bei Freshfields – ein Thema, das viele Zuhörer besonders interessierte. Frau Zapf machte während ihres Referendariats ein Projekt bei Freshfields – und durfte dieses nach dem Berufseinstieg weiter begleiten. So hatte sie direkt die volle Verantwortung.

Kontakt zu Freshfields aufnehmen?
In der Freshfields-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Freshfields kontaktieren.

Nach einem leckeren Mittagessen folgten die ersten beiden Workshops. Hier wurden jeweils drei Praxisgruppen parallel vorgestellt. Man konnte bereits vorher seine Vorlieben für bestimmte Rechtsgebiete angeben. So konnten die Teilnehmer ihren Interessen nach auf die Workshops verteilt werden.

Wie die Verbriefungstechnik eine Bad Bank finanzieren kann
Während des ersten Workshops lernte ich die Praxisgruppe Bank- und Finanzrecht kennen. Bernhard Kaiser präsentierte uns die Verbriefungstechnik. Durch Verbriefung werden von Banken vergebene Kredite über eine komplexe Struktur und unter Einschaltung sogenannter Special Purpose Vehicles gebündelt. Danach werden sie in Form von Wertpapieren an Investoren im Kapitalmarkt weitergereicht. Diese Struktur besteht aus verschiedenen Ebenen. Die Medien stellen die Verbriefungstechnik oft als Hauptschuldige der Finanzkrise dar. Herr Kaiser milderte diesen Vorwurf ab: Durch die Bildung von Tranchen könne aus einer Masse von Subprime-Loans ein sicheres Investment entstehen, sofern man die Ausfallwahrscheinlichkeiten der zugrunde liegenden Kredite korrekt einschätze. Das Problem der Finanzkrise sei vielmehr ein massiver Vertrauensverlust in die Märkte gewesen, da viele Marktteilnehmer die Strukturen nicht mehr überblickten. Es war Herrn Kaiser besonders wichtig zu zeigen, dass die Verbriefungstechnik eine wichtige Rolle auch bei der Bewältigung der Finanzkrise spielt. Die Anwälte von Freshfields benutzen die Verbriefungstechnik zum Beispiel dazu, über die Bildung von Tranchen die Finanzierung einer Bad Bank sicherzustellen.

Mitreden erwünscht!
Im zweiten Workshop lernte ich von Dr. Timo Elsner, Dagmar Jonski und Dr. Florian Sander aus der Praxisgruppe Immobilienwirtschaftsrecht, wie ein großes Immobilienprojekt abläuft: Welche Risiken bestehen, wie erfolgt die Finanzierung? Dabei wurde auch erklärt, wie ein Grundstück beschafft wird und was beim öffentlichen Baurecht zu beachten ist, bis das fertige Objekt vermietet wird. Die Referenten gestalteten ihren Vortrag sehr lebendig und banden die Teilnehmer stark in ihren Vortrag ein – an einigen Stellen wurde auch diskutiert.

Von Currywurst bis Schneckenragout
Am Abend trafen sich alle Teilnehmer und viele Anwälte von Freshfields zum Dinner. Von Currywurst bis hin zu Rinderfilet auf Schneckenragout war für jeden etwas dabei. Auch für Fußballfans war gesorgt: Diese konnten im Kaminzimmer das WM-Spiel zwischen Frankreich und Uruguay verfolgen (welches sicherlich eher von der Spannung und weniger von der spielerischen Klasse beider Mannschaften lebte…). Danach ließen die Teilnehmer den Abend bei einem Cocktail auf der Dachterrasse ausklingen und genossen den Blick auf die nächtliche Frankfurter Skyline.

Wie funktioniert eine M&A-Transaktion?
Am nächsten Morgen fand der dritte Workshop statt. Dieses Mal lauschte ich Rick van Aerssen und Dr. Patrick Cichy aus dem Bereich Gesellschaftsrecht/M&A. Herr van Aerssen und Herr Cichy erläuterten uns den Ablauf einer M&A-Transaktion. Ein Unternehmenskauf besteht in der Regel aus sechs Phasen: Noch vor dem Letter of Intent wird dieTransaktion vorbereitet, dann kommen die Vorverhandlungen. Danach, aber noch vor dem Signing, folgen die Due Diligence und die Verhandlungsphase. Dem Signing schließt sich die Abwicklungsphase an. Nach dem Closing folgt abschließend die Integrationsphase. Nach dieser Darstellung wurde uns mit der Übernahme der Postbank durch die Deutsche Bank eine atypische Transaktion vorgestellt. Das Problem: Zwei Tage nach der Unterzeichnung des Kaufvertrags eskalierte mit der Insolvenz von Lehman Brothers die Finanzkrise. Um die Transaktion nicht zu gefährden, musste sie nachverhandelt und in wesentlichen Punkten neu strukturiert werden.

Mit den Velotaxis zum Barbecue
Nach dem Workshop hörten wir noch drei kurze Vorträge. Im ersten ging es um das Anwaltstrainee-Programm, das vor allem für potenzielle Referendare und Berufseinsteiger interessant ist. Danach ging es noch um die Weiterbildung als Anwalt bei Freshfields und die vielfältigen Pro-Bono-Aktivitäten der Kanzlei. Nach einer umweltfreundlichen Stadtrundfahrt in einer ganzen Flotte von Velotaxis ging es schließlich zurück zum Hotel, wo ein gemeinsames Barbecue bei schönstem Sonnenschein die Karrieretage abrundete.

Mein persönliches Fazit und wem ich die Veranstaltung weiterempfehle
Die Karrieretage von Freshfields empfehle ich allen (angehenden) Juristen, die sich vorstellen können, in einer Großkanzlei zu arbeiten. Man bekommt dort die Gelegenheit, die Kanzlei und viele dort beschäftigte Anwälte kennenzulernen und sich über die Einstiegsmöglichkeiten zu informieren.

Community & Blog Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
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Erfahrungsbericht (Freshfields):
Steinbrück, Leasing, Fußball

Dienstag, den 26. Januar 2010
Erfahrungs- bericht

10. Dezember 2009,  zwischen 14 Uhr und 21 Uhr: 20 e-fellows besuchten das Frankfurter Büro der Wirtschaftskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer. Dort trafen sie Dr. Eckart Schweyer (Office Managing Partner Frankfurt), Dr. Andreas König (Partner Unternehmensrecht), Dr. Thomas Wagner (Partner Bank- und Finanzrecht), Dr. Andreas Fabritius (Partner Unternehmensrecht), Dr. Konrad Schott (Partner Bank- und Finanzrecht) und Dr. Benjamin von Bodungen (Associate Bank- und Finanzrecht). Mit Blick auf die Skyline diskutierten sie Unternehmens-, Bank- und Finanzrecht.

e-fellows Ivoe-fellows.net-Stipendiat e-fellows.net-Stipendiat Ivo (32) studierte Jura in Passau, München, Frankfurt und London. Als Referendar arbeitet er am Landgericht Frankfurt. Bei Freshfields Bruckhaus Deringer lernte er, wie ein Gesetz für für Bundesregierung entsteht – und was Jura mit Fußball zu tun hat.

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Ich habe die Informationsveranstaltung besucht, um mir ein Bild des Frankfurter Büros von FBD zu machen. Die Organisation der Praxisgruppen "Unternehmensrecht" und "Bank- und Finanzrecht" bei FBD hat mich zwar auch interessiert, aber diese Informationen kann man auch auf der Website der Kanzlei nachlesen. In erster Linie wollte ich mir daher einen unmittelbaren Eindruck von der Arbeitsatmosphäre verschaffen – durch Gespräche mit Partnern und Associates und die Besichtigung der Kanzleiräume.

Praxisgruppen vor der Frankfurter Skyline
Die beiden freundlichen Damen am Empfang wiesen uns den Weg zum Fahrstuhl in die 25. Etage. Dort empfing uns Silvia Wenzel, HR Coordinator Recruitment, sehr herzlich und führte uns in einen Konferenzsaal mit beeindruckendem Blick über die Frankfurter Skyline. Eckart Schweyer, Office Managing Partner, begrüßte uns und gab uns eine lebendige und kurzweilige Einführung in die Kanzlei. Anschließend erläuterten die beiden Partner Andreas König und Thomas Wagner ihre Praxisgruppen "Unternehmensrecht" und "Bank- und Finanzrecht". Sie gaben uns einen Überblick über Rechtsgebiete und wirtschaftliche Fragestellungen. Ihre Präsentationen lockerten sie durch Beispiele aus der Praxis und Fragen an die Teilnehmer auf.

Kaffee, Kuchen, Networking
Bei Kaffee und Kuchen unterhielten wir uns danach mit den Partnern und weiteren Anwälten – ideale Gelegenheit für Fragen über die Kanzlei, die vorgestellten Praxisgruppen oder den Werdegang der Gesprächspartner. Die Pause nutzten die Teilnehmer auch, um sich gegenseitig zu "beschnuppern".

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Für Steinbrück Banken stabilisieren
Danach gab uns Andreas Fabritius, Partner der Praxisgruppe Unternehmensrecht, einen lebendigen Einblick in die Entstehung des "Finanzmarktstabilisierungsgesetzes" zur Rettung angeschlagener Banken. Von Samstagmittag bis Montagmorgen hatte er mit seinem Team einen Gesetzesentwurf für die Bundesregierung erarbeitet – auf Anweisung des damaligen Bundesfinanzministers Peer Steinbrück. Anschaulich beschrieb er den Weg von der ersten Skizze am heimischen Notebook bis zum fertigen Entwurf – hoher Zeitdruck und rechtliche Hindernisse wie EuGH-Urteile inklusive. Der Partner präsentierte sich dabei nicht nur als ausgezeichneter Jurist und Anwalt, sondern zeigte deutlich, dass er großen Spaß an Herausforderungen und allgemein an seiner Arbeit hat.

Mit dem Partner ein Flugzeug geleast
Zu Besuch bei Freshfields Quelle:sxc.hu Autor:fsc2k5Weiter ging es nach erneuter Kaffeepause ebenso engagiert mit Konrad Schott, Partner im Bank- und Finanzrecht, und Benjamin von Bodungen, Associate derselben Praxisgruppe. Gemeinsam erarbeiteten wir die wirtschaftlichen Interessen und rechtlichen Knackpunkte bei der Gestaltung eines Leasingvertrages zwischen einer Fluggesellschaft und einem Investor.

Kickern wie die Bayern
Ein Sektempfang und ein köstliches Buffet rundeten die Veranstaltung ab. Noch einmal konnten wir uns mit Partnern, Associates und den anderen Teilnehmern unterhalten und ein wenig hinter die Kulissen schauen. Höhepunkt des Abends war der Besuch der Mitarbeitercafeteria im 27. Stock, die einen atemberaubenden Blick über die nächtliche Skyline bot – und einen Tischkicker. Klar, dass es in der letzten Diskussion des Abends darum ging, ob der FC Bayern München wirklich der beste Fußballverein Deutschlands ist.

Mein Fazit
Die Veranstaltung war für mich ein Gewinn, da ich mit Partnern und Associates der Kanzlei sprechen, das Büro besuchen und mir so ein eigenes Bild von FBD machen konnte. Ich empfehle die Teilnahme vor allem Juristen, die mit dem Gedanken spielen, sich im Frankfurter Büro von FBD zu bewerben. Mitmachen lohnt sich aber auch, wenn man sich allgemein für Freshfields oder die Aufgaben und Herausforderungen eines Wirtschaftsanwalts in einer Großkanzlei interessiert. Denn einen Einblick in die Organisationsstruktur, die Fälle und – last but not least – die Menschen in einer Großkanzlei bekommt man auf jeden Fall.

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