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Erfahrungsbericht (Freshfields): Im Kampf gegen die Räuberbande

Montag, den 21. November 2011
Erfahrungs- bericht

Früher war es Pflichtstoff im Ersten Staatsexamen, heute kommen angehende Juristen mit Steuerrecht erst "on the job" in Berührung. Zu wenig Systematik, nicht juristisch und viel zu viele Zahlen – mit diesen Vorurteilen hat das Rechtsgebiet zu kämpfen. Georg wollte sich selbst davon überzeugen und erfuhr beim Workshop mit Freshfields das Gegenteil: Steueranwälte arbeiten international, vielfältig – und sind begehrt.

Titel und Thema der Veranstaltung
Workshop Steuerrecht mit Freshfields Bruckhaus Deringer

Zeit und Ort der Veranstaltung
6. Oktober 2011, in Frankfurt am Main

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
Rund 20 e-fellows.net-Stipendiaten, Referendare und Doktoranden sowie Partner und Associates von Freshfields Bruckhaus Deringer. Darunter Dr. Jan Brinkmann (Partner), Dr. Ulf Johannemann (Partner), Dr. Konstantin Mettenheimer (Partner) und Sandra Auer (Associate).

Jura, BWL und Gerechtigkeit
Da ich Jura und BWL studiere, interessiere ich mich schon lange für wirtschaftsrechtliche Fragen. Das Steuerrecht hat dabei einen ganz besonderen Reiz: Es geht um gerechte Besteuerung, Gerechtigkeit, und somit um den Kern juristischen Denkens. Und in Zeiten eines starken Finanzstaats (im Gegensatz zum Polizeistaat) sind Steuern fast das einzige und schärfste Mittel, mit dem der Staat regelmäßig in die Grundrechte seiner Bürger eingreift. Staaten lassen sich immer häufiger neue Steuern einfallen. Und im daraus entstehenden Spannungsfeld zwischen Staat und Unternehmen bewegt sich der Steueranwalt. Der Einladung von Freshfields Bruckhaus Deringer nach Frankfurt am Main bin ich daher gerne gefolgt.

Mehr als private Steuererklärungen
In einer internationalen Wirtschaftskanzlei werden im Steuerrecht natürlich keine Steuererklärungen für Privatpersonen und Unternehmen ausgefüllt. Eine Kanzlei tritt im Steuerrecht immer dann auf, wenn es um schwierige steuerrechtliche Probleme geht. Dies kann zum Beispiel bei transaktionsbegleitender Steuerberatung (Public M&A, Private Equity, LBOs, MBOs, IPOs) der Fall sein: Dabei geht es um die möglichst steuerneutrale oder steuereffiziente Gestaltung eines Unternehmenskaufes, einer Umwandlung oder einer neuen Konzernstruktur.

Vom Konzern bis zur vermögenden Familie
Dabei stehen Fragen des Unternehmensteuerrechts, des Internationalen Steuerrechts, des Körperschaft- und Einkommensteuerrechts sowie des Umwandlungssteuerrechts im Raum: Werden stille Reserven gehoben? Fällt Grunderwerbsteuer an? Wo könnte sich Doppelbesteuerung ergeben? Dr. Ulf Johannemann hielt in diesem Zusammenhang einen anschaulichen Vortrag über die "Welt der Finanzprodukte". In der Finanzmetropole Frankfurt am Main ist der Beratungsbedarf im Finanzproduktsteuerrecht hoch. Die Anwälte aus dem Frankfurter Steuerrechtsteam decken daher sämtliche praxisnahen Beratungsfelder ab – von der internationalen Strukturierung eines Konzerns bis zur steuerrechtlichen Beratung vermögender Familien.

Steuer und Europarecht vereinbar?
Abseits solch eher alltäglicher Probleme stellen sich Steueranwälte auch die Frage: Ist die erhobene Steuer überhaupt verfassungsmäßig und mit Europarecht zu vereinen? Auf diese Frage ging einer der prominentesten deutschen Vertreter von Freshfields Bruckhaus Deringer ein: Dr. Konstantin Mettenheimer, von 2000 bis 2010 an der Spitze der renommierten Kanzlei – von 2004 bis 2010 sogar als Senior Partner. Konstantin Mettenheimer erklärte uns drei "neue" Steuern, von denen bereits zwei in Kraft getreten sind und eine im Kommen ist: die Brennelementesteuer, die Luftverkehrsteuer sowie die mögliche deutsche Finanztransaktionsteuer. Mettenheimer beschrieb, warum der deutsche Gesetzgeber mit diesen Steuern seinen verfassungsmäßigen Spielraum überschreitet.

Der Staat als "große Räuberbande"
Und seine Meinung bekam offiziellen Rückhalt: Die Finanzgerichte Hamburg und München haben sich bei der Brennelementesteuer bereits "hinter" den deutschen Partner gestellt – sie hatten erhebliche Zweifel an deren Vereinbarkeit mit der Finanzverfassung. Mettenheimer bewies: Ein Steueranwalt ist nicht nur ein "schlichter Jurist" und Interessenvertreter seiner Mandanten. Er ist zugleich auch Organ der Rechtspflege, indem er dem Steuergesetzgeber seine Grenzen aufzeigt und damit die Rechte der Steuerpflichtigen schützt. "Nimm das Recht weg – was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande.", zitierte Dr. Konstantin Mettenheimer den Heiligen Augustinus aus dem Mund von Papst Benedikt XVI.

Larse-fellows.net-Stipendiat Georg (19) studiert Jura und BWL an der Universität zu Köln. Er ist Gründer von "Student Litigators", der ersten selbständigen studentischen Rechtsberatung in Deutschland.

Nicht ohne Grund auf den besten Plätzen
Freshfields landet nicht ohne Grund stets auf den besten Plätzen deutscher Steuerrecht-Rankings: Dank der Vielfältigkeit und Professionalität der Anwälte, sowie der wirtschaftlichen Bedeutung der Mandate, kann sich das Unternehmen behaupten. Steuerrecht wird bei Freshfields als zentraler Beratungsbestandteil verstanden – sei es transaktionsbegleitend oder bei rein steuerrechtlichen Beratungen, etwa von Familienunternehmern. Dementsprechend werden, so berichtete Jan Brinkmann, junge Rechtsanwälte auch freigestellt, um die Steuerberaterprüfung abzulegen.

Begabung zum Berater? Werde Anwalt!
Beim Abendessen mit Blick über die Stadt konnten wir mit den acht Partnern und den Associates des Frankfurter Steuerrechts-Teams noch einmal persönlich reden. Dabei machte sich Konstantin Mettenheimer für den Anwaltsberuf in einer internationalen Großkanzlei stark: Wer die Begabung zum Berater hat, dem wird der Anwaltsberuf gerade hier Spaß machen. Und wer sich vertieft mit steuerrechtlichen Fragen beschäftigen möchte, der wird hier auf interessante Mandanten stoßen.

Authentischer Einblick in der Alltag
Ich kann jedem fortgeschrittenen Jura-Studenten empfehlen, sich für einen Workshop von Freshfields zu bewerben. Ohne steuerrechtliche "Vorprägung" konnte man Einblicke in den Alltag eines Steueranwalts gewinnen – und sich davon begeistern lassen. Auch das Arbeiten in einer Großkanzlei lernten wir besser kennen. Der Workshop hat mich in meiner Entscheidung jedenfalls gestärkt, einen steuerrechtlichen Schwerpunkt zu wählen.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Freshfields): "Wie beim Handtaschen-Kauf"

Mittwoch, den 16. November 2011
Erfahrungs- bericht

"Wir kämpfen für Sie" sagte Dr. Britta Zierau und verglich den Berufseinstieg bei einer Großkanzlei mit einem Handtaschen-Kauf. Beim Power Breakfast mit Freshfields Bruckhaus Deringer konnte e-fellow Andrea mit führenden Anwältinnen diskutierten: über Promotion versus LL.M., die Bedeutung eines Doktortitels und über den Werdegang, der nicht immer glatt verlaufen muss.

Titel der Veranstaltung
Power Breakfast bei Freshfields Bruckhaus Deringer (FBD)

Datum
28. Oktober 2011

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
Referentinnen: Dr. Tina Sandmann, Rechtsabteilung Merck sowie Dr. Ulrike Schweibert und Dr. Britta Zierau von Freshfields Bruckhaus Deringer, 24 Stipendiatinnen von e-fellows.net

Ungewöhnliche Frauen-Dichte
"Ich freue mich, endlich mal so viele Frauen in diesem Raum zu sehen! Sonst sitzen hier meistens nur Männer." So begrüßte uns Dr. Britta Zierau, Partnerin im Bereich Gesellschaftsrecht im Frankfurter Büro von Freshfields Bruckhaus Deringer zum Power Breakfast. Dabei blickte sie in 24 weibliche Gesichter, denn die Veranstaltung richtet sich nur an Stipendiatinnen. Fast alle deutschen Universitäten waren vertreten. Studentinnen ab dem dritten Semester bis hin zu Doktorandinnen und Referendarinnen waren anwesend.

e-fellow-Andrea Powerbreakfast Freshfields Bruckhaus Deringere-fellow Andrea (24) studiert Internationales Wirtschaftsrecht an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Außerdem ist sie studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für internationales Privat- und Wirtschaftsrecht.

Die Referentinnen Dr. Tina Sandmann, Dr. Ulrike Schweibert und Dr. Britta Zierau stellten sich zunächst vor und beschrieben ihren Werdegang. Dabei war spannend zu hören, dass der Karriereweg der drei Anwältinnen nicht immer "glatt" verlaufen war. Nichtsdestotrotz schafften es zwei von ihnen "bis ganz nach oben" zur Partnerin. Tina Sandmann begann ihre berufliche Karriere als Associate bei Freshfields Bruckhaus Deringer. Da sie merkte, dass ihr Gesellschaftsrecht liegt und sie erfüllt, arbeitet sie jetzt als Senior Legal Counsel bei Merck.

Ulrike Schweibert holte die eine oder andere Teilnehmerin vielleicht etwas in die Realität zurück. Sie meinte, dass Kind und Job ein großer Spagat sei, und selbst mit gut organisiertem sozialem Umfeld oft anstrengend ist. "Manchmal wird es eng, aber es ist machbar. Und die Situation für junge Mütter wird immer besser."

Auf die Frage, wie sie zu FBD gekommen ist, antwortete Britta Zierau: "Das ist wie beim Handtaschen-Kauf. Man muss sofort denken: Das ist’s. Und das Gefühl hatte ich hier."

Warum der Doktortitel für Frauen wichtiger ist
Anschließend sprachen wir über Themen wie Promotion versus LL.M., Ausbildungsprogramme für Referendare oder Auslandsstation im Studium oder Referendariat. Alles natürlich aus der Frauenperspektive. Was ich bei der Entscheidung LL.M. versus Promotion (oder vielleicht beides?) noch nicht bedacht hatte: "Für Frauen ist der Doktortitel noch wichtiger als für Männer, denn mit diesem Titel wird man immerhin nicht mit der Sekretärin verwechselt."

Powerbreakfast FBD

Warum gibt es in Frankfurt nur zwei Partnerinnen? Legen die Männer vielleicht die Zugangsregeln für eine Welt fest, die sie beherrschen? Und wird die Zeit das Problem regeln, dass viele Männer die Frauen immer noch am liebsten am Herd sehen? Zumindest bei der letzten Frage waren wir uns einig: wahrscheinlich. Aber diese Zeit haben FBD und andere Kanzleien nicht. Nicht alle Frauen streben die Partnerschaft an. Aber die, die dieses Ziel haben, erreichen es häufig nicht. "Das muss sich ändern", meinte Britta Zierau. "Und zwar schnell. Wir kämpfen für Sie und ich glaube, wir sind auf einem guten Weg." Die Referentinnen gehen auf jeden Fall mit gutem Beispiel voraus, denn alle drei haben Kinder.

Unsere kleinen oder großen Anliegen konnten wir anschließend in Gesprächen in kleineren Gruppen loswerden. Neben den Referentinnen kamen noch einige Associates dazu, die uns geduldig unsere Fragen beantworteten – und vielleicht auch kleinere Sorgen nahmen.

Mein persönliches Fazit und wem ich die Veranstaltung empfehle
Das Power Breakfast ist die ideale Gelegenheit, um einen Einblick in die Tätigkeit in einer Großkanzlei zu bekommen. Wer also Lust hat, eine Großkanzlei mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, seine Fragen loszuwerden und dabei in lockerer Runde über "Frauenthemen" diskutieren will, für den ist die Veranstaltung genau das Richtige. Und nur unter Frauen zu sein ist ja auch mal schön. "Wobei wir unsere männlichen Kollegen natürlich nicht missen wollen", bemerkte eine der Referentinnen von Freshfields, "auch wenn sie sich manchmal benehmen wie Gorillas oder Erdmännchen."

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Freshfields): Das Geschäft mit der Pleite

Montag, den 7. November 2011
Erfahrungs- bericht

Erst die Banken, jetzt auch noch die Eurokrise. Wenn es für Staat und Unternehmen bergab geht, gibt es für Juristen einiges zu tun. Beim Workshop für Restrukturierungs- und Insolvenzrecht erfuhr Lars, wie das Geschäft mit der Pleite funktioniert: Wie kann der Bankrott rechtlich abgewendet werden? Welche Rechte haben die Gläubiger? Und was passiert, wenn ein Unternehmens-Riese wie Karstadt plötzlich Insolvenz anmeldet?

Titel und Thema der Veranstaltung
Workshop Restrukturierungs- und Insolvenzrecht

Zeit und Ort der Veranstaltung
28. Oktober 2011 im Hamburger Büro von Freshfields Bruckhaus Deringer

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
32 e-fellows, betreut von fünf Referenten (Dr. Lars Westpfahl, Riaz Janjuah, Sebastian Siepmann, Dr. Marvin Knapp, Simone Schönen)

Ein Blick hinter die Machtspielchen
Verfolgt man große Restrukturierungsverfahren in der Tagespresse, bekommt man oft den Eindruck, dass es nur um ein Macht-Ringen geht, das vom politischen Druck noch verstärkt wird. Ich wollte sehen, wie es dabei wirklich hinter den Kulissen abläuft. Welche Interessen fließen in einen Restrukturierungsprozess ein? Welche rechtlichen Auswege und Alternativen gibt es in jedem Prozess? Und wie greifen die verschiedenen Rechtsgebiete (Arbeitsrecht, Gesellschaftsrecht, Steuerrecht, Kartellrecht, Litigation) ineinander?

Karstadt – die Rettung des Unternehmens-Riesen
Der Workshop begann mit einer kurzen Einführung von Dr. Lars Westpfahl. Er brachte uns die Geschichte, Grundsätze und Werte der Sozietät näher. Außerdem stellte er uns die Arbeit seiner Praxisgruppe und sein Team vor. Riaz Janjuah und Dr. Marvin Knapp berichteten im Anschluss ausführlich über die Insolvenz der Karstadt Warenhaus GmbH und den Kauf durch Investor Nicolas Berggruen. In ihren Ausführungen und unseren Fragen zeigte sich die ganze Breite der rechtlichen Fragen: von beantragbarer Staatshilfe über die Feinheiten der Insolvenzplanverfahrens bis zum Gewerberaummietrecht war alles dabei.

Larse-fellows.net-Stipendiat Lars (27) promoviert gerade in Rechtswissenschaften an der Ruprecht-Karls Universität Heidelberg. Bei Freshfields Bruckhaus Deringer erfuhr er in Hamburg mehr über das Restrukturierungs- und Insolvenzrecht.

Panoramablick und Rollenspiele
Nach der anschließenden Kaffeepause und Büroführung (mit tollem Hamburg-Panorama!) bildeten wir Teams, um nun selbst in die rechtliche Beratung einzusteigen. Dazu schlüpften wir in die Rollen der Beteiligten, die an einem vom Hamburger Team in der Vergangenheit betreuten Mandat mitgearbeitet hatten. Wir wurden aufgeteilt in Anteilseigner, erstrangige und nachrangige Gläubiger und Management. Unter Anleitung der Anwälte berieten wir in einer Fallstudie über die Restrukturierung einer Unternehmensgruppe. Dabei kamen wir bei manchen Fragen zu kontroversen Ergebnissen: Wer sollte in unserem Fall zum Beispiel auf welche Forderungen verzichten und welche Anteile werden auf wen übertragen?

Von der Insolvenz in die "Bank"
Den Ausklang des Workshop bildeten, thematisch passend, ein Sektempfang und Abendessen im Restaurant "Bank". Dabei hatten wir die Gelegenheit, Fragen zum Referendariat, Berufseinstieg und –alltag zu stellen. Egal ob es um Arbeitszeiten, Secondment oder Frauenquote ging – unsere Begleiter beantworteten sie ausführlich.

Durchblick mit Vorwissen
Ich habe durch die Veranstaltung einen realistischen Eindruck in das Restrukturierungsrecht bekommen. Um die Fallstudie zu bearbeiten, brauchte man allerdings ein gewisses Vorwissen. Daher empfehle ich den Workshop allen Studenten ab dem 6. Fachsemester, Referendaren und Doktoranden, die sich für dieses Thema interessieren.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Lars Dittrich, 27, Promotionsstudent der Rechtswissenschaften an der Ruprecht-Karls Universität Heidelberg

Erfahrungsbericht (Freshfields): Große Chancen in großer Kanzlei

Dienstag, den 14. Juni 2011
Erfahrungs- bericht

Männerdomäne Anwaltsberuf? Von wegen! Beim Power Breakfast mit Freshfields erfuhr e-fellow Katharina nicht nur, wie vielversprechend die Einstiegschancen für junge Frauen in Großkanzleien sind. Sie lernte auch die Vorzüge einer Großkanzlei kennen: Dank einer eigenen IT-Abteilung und blitzschneller Hilfe durch Bibliotheksmitarbeiter kann man sich bei Freshfields nämlich ganz auf seine juristische Arbeit konzentrieren.

Titel der Veranstaltung
Power Breakfast mit Freshfields Bruckhaus Deringer

Datum und Ort
20. Mai 2011 von 10 bis 13 Uhr im Düsseldorfer Büro von Freshfields Bruckhaus Deringer

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
24 Teilnehmerinnen, zwei Partnerinnen von Freshfields,  Dr. Hildegard Bison (Gesellschaftsrecht/M&A) und Dr. Andrea Lensing-Kramer (IP/IT) sowie die Notarin Dr. Carolin Opgenhoff und außerdem vier Anwältinnen, die als Associate bei Freshfields tätig sind: Iris Wagenmann, Stefanie Sieger, Celine Meißner und Dr. Laura Dierking.

Die Location
Die Düsseldorfer Niederlassung von Freshfields Bruckhaus Deringer, einer international tätigen Wirtschaftskanzlei, liegt zentral in der Nähe der Altstadt und des Rheins. Nachdem uns die Personalchefin Hedi Ruth Osenberg persönlich begrüßt hatte, konnten wir im Besprechungsraum in der sechsten Etage die wundervolle Aussicht über Düsseldorf genießen. Auf den Tischen standen leckere Joghurts, Früchte und Bagels.

e-fellows.net-Stipendiatin Katharina (23) ist Studentin der Rechtswissenschaften an der Universität Osnabrück. Dazu absolviert sie eine wirtschaftswissenschaftliche Zusatzausbildung und eine Fremdsprachausbildung in Spanisch.

Ich war mit hohen Erwartungen und einer gewissen Unsicherheit angereist. Nach der Vorstellungsrunde aller Teilnehmerinnen stellte ich aber beruhigt fest, dass ich nicht die Einzige war, die noch nicht promovierte. Auch andere Teilnehmerinnen steckten wie ich mitten in der Examensvorbereitung. Schon während der Vorstellungsrunde war jeder dazu aufgefordert, besondere Erwartungen an die Veranstaltung sowie konkrete Interessen zu nennen.

Vieldiskutierte Frauenquote
Nachdem sich alle Teilnehmerinnen vorgestellt hatten, berichteten die Referentinnen der Reihe nach über ihren beruflichen Werdegang, ihre Aufgabengebiete und den Ablauf eines Arbeitstags bei Freshfields. Dabei wurde deutlich, dass es heutzutage wesentlich mehr hochqualifizierte und begabte Anwältinnen in der "Männerdomäne Anwaltsberuf" gibt als noch vor einigen Jahren. Nicht nur wegen der heiß diskutierten "Frauenquote" sind die Einstiegschancen für junge Frauen in Großkanzleien vielversprechend.

Wenn man Anwältin bei Freshfields werden will, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass man keinen üblichen "Nine-to-Five-Job" haben wird. Dass die Regelarbeitszeit bei ungefähr 60 Stunden in der Woche liegt, hat mich nicht überrascht. Ich war jedoch erstaunt, mit welcher Selbstverständlichkeit die anwesenden Associates die Arbeitsbelastung hinnahmen. Sie empfanden es keineswegs als Nachteil, ihre Freizeitaktivitäten in die Mittagspause zu legen und abends auch mal bis 22 Uhr am Schreibtisch zu sitzen.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf war ein großes Thema. Laut den Unternehmensvertreterinnen sei es möglich, eine Familie zu gründen und weiter bei Freshfields zu arbeiten. Dies erfordere jedoch einen sehr hohen Grad an Organisation und Flexibilität. Freshfields bietet generell für Mütter und Väter die Möglichkeit, die Elternzeit zu nutzen und in Absprache mit dem jeweiligen Team in Teilzeit zu arbeiten.

Einstiegsmöglichkeiten bei Freshfields
Viele fragten nach den Einstiegsmöglichkeiten und –voraussetzungen bei Freshfields. Nach Meinung der Referentinnen ist es für beide Seiten sinnvoll, schon im Referendariat eine Station bei Freshfields zu machen. Der Einstieg als Praktikant ist etwa ab dem 5. Semester sinnvoll, da vorher der Wissensstand noch nicht ausreicht, um sinnvoll mitarbeiten zu können.

Kontakt zu Freshfields Bruckhaus Deringer aufnehmen?
In der Community-Gruppe "Inside Freshfields" kannst du deine Fragen direkt an Unternehmensvertreter stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Freshfields kontaktieren.

Welchen Stellenwert hat ein Doktortitel?
Für einen Referendariatsplatz oder eine Festanstellung ist ein Prädikatsexamen unerlässliche Einstellungsvoraussetzung. Interessant zu hören war, dass ein Doktortitel zwar in Deutschland immer noch einen hohen Stellenwert hat, bei Auslandskontakten dagegen meist gar nicht erwähnt wird. Englisch ist bei Freshfields "Amtssprache". Um seine Englischkenntnisse zu verbessern, kann man bei Jobantritt während der ersten acht Wochen seines Arbeitslebens einen Intensiv-Sprachkurs in London absolvieren.

Konzentration auf das Wesentliche
Beeindruckend fand ich auch die professionelle Ausstattung der Kanzlei mit eigener IT-Abteilung und einer Bibliothek, deren Mitarbeiter die angeforderten Urteile blitzschnell liefern. Hier wurde erneut der Unterschied zu einer "Wald- und Wiesenkanzlei" deutlich: Bei Freshfields kann man sich auf die reine juristische Tätigkeit konzentrieren und wirtschaftlich und inhaltlich höchst interessante Fälle bearbeiten.

Fazit
Die Ansichten darüber, ob man in einer Großkanzlei wie Freshfields arbeiten will, gehen weit auseinander. Ich kann jedem nur empfehlen: Guckt es euch selbst an und ihr werdet überrascht sein, dass viele eurer Vorurteile gegen Großkanzleien nicht zutreffen. Dort arbeiten keine Roboter, sondern nette, offene Menschen!

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Erfahrungsbericht (Perspektive Wirtschaftskanzlei): Öffentliche Übernahme am Buffet

Mittwoch, den 4. Mai 2011
Erfahrungs- bericht

Zusammen mit 63 anderen Juristen verbrachte e-fellow Benny zwei spannende Tage beim e-fellows.net-Event "Perspektive Wirtschaftskanzlei" in Glashütten. Dabei lernte er von den Top-Juristen der Kanzleien, was bei einer öffentlichen Übernahme passiert und wie ein Buffet die Stimmung beeinflussen kann. Beim lockeren Abendessen und in Einzelgesprächen konnte er mit den Anwälten auf Tuchfühlung gehen.

Titel der Veranstaltung
e-fellows.net Perspektive Wirtschaftskanzlei (Workshops zu M&A)

Datum und Ort
Am 8. und 9. April im Collegium Glashütten in der Nähe von Frankfurt/Main

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
64 Stipendiaten von e-fellows.net und eine Vielzahl von Anwälten und Partnern aus neun renommierten Wirtschaftskanzleien

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Da mein Berufseinstieg immer näher rückt, war die Veranstaltung für mich von besonderem Interesse. Hier hatte ich die Möglichkeit, in kurzer Zeit mit einer ganzen Reihe von Top-Anwälten und -Kanzleien in Kontakt zu treten.

Eröffnet wurde das Event mit einem Vortrag über alternative Karrierewege für Juristen im wirtschaftsrechtlichen Umfeld. Dr. Heiko Carrie, Leiter der Rechtsabteilung der Robert Bosch GmbH, berichtete anhand seiner eigenen Erfahrung, welche Unterschiede und auch Gemeinsamkeiten es zwischen der Arbeit als Anwalt und als Unternehmensjurist gibt. Zusätzlich informierte er uns über die Wechselmöglichkeiten zwischen beiden Berufsfeldern.

Öffentliche Übernahme im Workshop
Nach dem Vortrag gab es erstmal eine kurze Stärkung am Buffet. Danach verteilten wir uns auf die verschiedenen Workshops, die von den Kanzleien angeboten wurden. Ich besuchte den Workshop von Freshfields Bruckhaus Deringer. Dort spielten wir den Ablauf einer öffentlichen Übernahme einer börsennotierten Aktiengesellschaft theoretisch durch. Anhand eines tagesaktuellen Beispiels erörterten wir die wirtschaftsrechtlichen Fragestellungen, die bei einer solchen Übernahme aufkommen.

"Get-Together" mit den Kanzleien
Zum Abendessen kamen dann alle Teilnehmer wieder zusammen. In ungezwungener Atmosphäre unterhielten wir uns mit den Anwälten der Kanzleien. Pro Tisch kamen drei bis vier Teilnehmer und zwei Anwälte zusammen. Besonders angenehm fand ich das Essen in Buffet-Form – das hat die lockere Atmosphäre noch unterstrichen. Bei einem anschließenden "Get-Together" mit den Vertretern aller Kanzleien haben wir den Abend dann ausklingen lassen.

Individuelle Gespräche schaffen den Spagat
Am nächsten Morgen fanden die Einzelgespräche statt. Dort hatten wir die Möglichkeit, noch einmal in Ruhe und ausführlich mit den Vertretern der Kanzleien zu sprechen und konnten unsere ganz individuellen Fragen loswerden. Ein gemütliches Mittagessen mit den anderen Teilnehmern auf der sonnigen Terrasse rundete den Tag ab.

Für mich war "Perspektive Wirtschaftskanzlei" ein gelungener Spagat zwischen ungezwungenem Networking und ganz konkreten Bewerbungsgesprächen. Ich kann die Veranstaltung allen empfehlen, die sich über die verschiedenen Kanzleien nicht nur allgemein informieren wollen, sondern ganz konkret die Einstiegsmöglichkeiten als wissenschaftlicher Mitarbeiter, Referendar oder Berufseinsteiger sondieren wollen. "Perspektive Wirtschaftskanzlei" ist für mich eine gute Alternative zum üblichen Bewerbungsverfahren.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Tagebuch (Freshfields): Kartellrecht und Kölsch in Brüssel

Dienstag, den 18. Januar 2011
Tagebuch

Juristen kommen ja nicht ganz so leicht ins Ausland. Aber im Referendariat funktioniert das: Merit zum Beispiel arbeitet als Referendarin im Brüsseler Büro von Freshfields Bruckhaus Deringer mit. Dort geht es vor allem um Kartell- und Wettbewerbsrecht – denn Institutionen wie die Europäische Kommission oder das Europäische Parlament sind nahe. Trotzdem kommt die Heimat nicht zu kurz: Gefeiert wird in der Kanzlei mit Original Kölsch.

Seit gut einem Monat arbeite ich als Referendarin auf Wahlstation im Brüsseler Büro von Freshfields Bruckhaus Deringer LLP. Den größten Teil der Brüsseler Praxis macht die sogenannte ACT-Praxisgruppe (Antitrust, Competition und Trade) aus. Grund dafür ist die geographische Nähe zu den maßgeblichen europäischen Institutionen, insbesondere der Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament. Dabei agieren die Anwälte des Brüsseler Büros in wettbewerbs- und kartellrechtlichen Fällen jeweils als Koordinator für alle multinationalen Fragen, die im Zusammenhang mit Unternehmensfusionen oder anderen Vereinbarungen auftreten.

Merit ist Referendarin bei Freshfields [Bildquelle: e-fellows.net]Merit (28) studierte in Hamburg Jura. Seit Dezember 2010 ist sie Referendarin bei Freshfields Bruckhaus Deringer in Brüssel. Nachdem sie in der Wettbewerbsdirektion der EU-Kommission gearbeitet hatte, wollte sie unbedingt auch die andere Seite kennenlernen.

Internationales Arbeitsklima in Brüssel
Meine Entscheidung für Brüssel und für Freshfields habe ich ganz bewusst getroffen. Zunächst zu Brüssel – entweder man liebt die Stadt oder man hasst sie. Das wurde mir zumindest vor meiner Ankunft prophezeit. Lieben tut man Brüssel für das köstliche Essen, die internationale Atmosphäre, das internationale Arbeitsklima und die Herausforderungen, die damit verbunden sind. Hassen kann man Brüssel für die chaotischen Straßenverkehrsverhältnisse, die ungeräumten Gehwege im Winter und die hohe Kriminalitätsrate. Insgesamt überwiegen jedoch mit Abstand die positiven Seiten der Stadt. Brüssel ist in Europa neben London und Paris eine der wenigen Städte mit internationalem Arbeitsumfeld, in der man auch als deutscher Jurist mit offenen Armen aufgenommen wird. Aufgrund der ansässigen europäischen Institutionen ist zudem für die nötige Verbindung zu Politik und Gesellschaft gesorgt, deren Einfluss man auch als Jurist nie unterschätzen darf.

Auf der anderen Seite des Tisches
Nun zu Freshfields – eine der führenden Kanzleien im Wettbewerbs- und Kartellrecht in Europa. Nachdem ich meine Verwaltungsstation bei der Wettbewerbsdirektion der EU-Kommission absolviert hatte, wollte ich unbedingt auch auf der anderen Seite des Tisches Erfahrung sammeln. Vom Brüsseler Freshfields-Büro hatte ich im Vorfeld viel Positives gehört und mich deshalb dort für die Wahlstation beworben. Besonders gereizt haben mich das internationale Team und die Zusammenarbeit mit jungen Anwälten aus ganz Europa.

Dürfen Wettbewerber Informationen austauschen?
Neben kleineren Recherchearbeiten habe ich mich in den ersten Wochen hauptsächlich mit Fragen zur Zulässigkeit von Informationsaustauschen zwischen Wettbewerbern befasst. Dabei wurde mir ein kleiner Sachverhalt geschildert, den ich dann in Form eines Vermerks unter wettbewerbsrechtlichen Aspekten begutachten sollte. Dafür bekam ich ausreichend Zeit und konnte mich mit Kollegen und anderen Referendaren austauschen. Zudem ist man bei allen Aufgaben, die man erledigen muss, aufgrund der gut ausgestatteten, hauseigenen Bibliothek bestens gerüstet. Arbeitssprache ist sowohl Englisch als auch Deutsch.

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Hollywood-Weihnachtsfeier mit Kölsch
Gut eine Woche nach meinem Start stand die jährliche Weihnachtsfeier des Brüsseler Freshfields-Büros an. Die Kollegen haben mich freundlich aufgenommen und das ganze Büro hat ausgelassen gefeiert. Thema der Weihnachtsfeier war "Hollywood" und der Abend war professionell organisiert. Doch bei einer Weihnachtsfeier blieb es nicht. Kurz darauf folgte dann eine weitere weihnachtliche Zusammenkunft, bei der traditionell in einem der Stockwerke des Büros mit Kölsch Bier und Kartoffelsalat – eigens aus Köln angeliefert – gefeiert wird. So konnte ich mich wunderbar bei einem Glas Kölsch mit den vielen neuen Kollegen bekannt machen.

Lust aufs Kartellrecht und auf Brüssel bekommen?
Aktuell sucht Freshfields Referendare und Anwälte für Kartellrecht und Außenhandel in Brüssel.

Erfahrungsbericht (Freshfields): Steuerrecht im Kaminzimmer

Mittwoch, den 5. Januar 2011
Erfahrungs- bericht

Gemütlich bei einem Apero im Kaminzimmer steuerrechtliche Fragen diskutieren  – so lässt es sich als Jurist doch leben! e-fellow Maximilian entdeckte beim Workshop der Wirtschaftskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer viele neue Aspekte des Steuerrechts.

Titel der Veranstaltung
Workshop Steuerrecht

Zeit und Ort
Donnerstag, 25. November 2010 in den Räumen von Freshfields in Frankfurt am Main

MaximilianWas macht eigentlich ein Steuerrechtler in einer Großkanzlei? e-fellows.net-Stipendiat Maximilian (28), Student der Rechtswissenschaften an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, wollte es genau wissen und nahm am Workshop Steuerrecht von Freshfields Bruckhaus Deringer teil.

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
Insgesamt waren 15 Juristinnen und Juristen zu dem Workshop eingeladen. Von Seiten der Kanzlei nahmen als Organisatoren und Ansprechpartner im Vorfeld der Veranstaltung Dr. Jan Brinkmann (Partner), Silvia Wenzel (HR Coordinator Recruitment) und Andre Happel (Associate) teil. Die beiden Workshops wurden von Dr. Ulf Johannemann (Partner) und Wilfried Schäfer (Partner) geleitet. Beim Abendessen und dem anschließenden Get-together war die gesamte Frankfurter Praxisgruppe Steuerrecht der Kanzlei anwesend, soweit an diesem Tag im Hause.

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Bereits im Studium hatte ich im Rahmen des Schwerpunktbereichs ersten Kontakt mit dem Steuerrecht. Doch ich konnte mir aus diesen Erfahrungen heraus nicht recht vorstellen, was ein Steuerrechtler in einer Großkanzlei wie Freshfields Bruckhaus Deringer genau macht. Als ich von der Veranstaltung las, war ich deshalb zunächst einmal gespannt, um was es denn konkret inhaltlich gehen würde. Darüber hinaus wollte ich die Kanzlei, von der ich bis dato immer nur gehört hatte, auch einmal selbst kennenlernen, da ich mir durchaus vorstellen kann, einmal bei einer solchen Großkanzlei zu arbeiten.

Die ersten 100 Tage bei Freshfields
Um 15 Uhr begrüßte Dr. Jan Brinkmann die Teilnehmer und stellte uns kurz die Praxisgruppe Steuerrecht vor. Im Anschluss daran erfuhren wir aus Sicht eines Berufsanfängers viel über das Arbeitsleben in der Kanzlei. Den Vortrag über "Die ersten 100 Tage" hielt Andre Happel, der erst seit kurzer Zeit als Associate zum Team der Steuerrechtler gehört. Die nachfolgende Diskussions- und Fragerunde verlief so interessant, dass alle zunächst gerne auf die geplante Kanzleiführung verzichtet haben.

Die Welt der Finanzprodukte
Nach der Kaffeepause ging es mit dem ersten Fachworkshop weiter: Dr. Ulf Johannemann gab uns mit seinem sehr unterhaltsamen und kurzweiligen Vortrag eine Einführung in die Welt der Finanzprodukte. Im Anschluss daran erörterte er deren steuerrechtliche Aspekte und Möglichkeiten, womit die Veranstaltung bei einem der Arbeitsschwerpunkte der Praxisgruppe Steuerrecht angekommen war. Hieraus ergaben sich einige Diskussionen, die für mich die größte Bereicherung waren. Sie machten mir nämlich die enge Verzahnung zwischen den betriebs- und finanzwirtschaftlichen Motivationen bewusst, die hinter der Kreation einzelner Finanzprodukte stecken, und ihrer steuerlichen Konsequenzen gerade für institutionelle Anleger.

Herausforderung "integrierter Konzern"
Nach einer weiteren kurzen Pause begann der zweite Fachworkshop zum Thema "Steuerliche Konsequenzen der Schaffung eines integrierten Konzerns zwischen Porsche und VW" von Wilfried Schaefer. Dieses Thema stellte einen weiteren Arbeitsschwerpunkt der Praxisgruppe dar. Ende des Jahres 2008 scheiterte Porsche mit dem Versuch, die Volkswagen AG zu übernehmen (Stichwort: "neues" VW-Gesetz). Daher soll nun ein "integrierter Konzern" zwischen Porsche und VW geschaffen werden. Herr Schaefer zeigte, welche steuerrechtlichen Konsequenzen die Schaffung eines integrierten Konzerns auslösen kann und welche Herausforderungen sich daraus für die beteiligten Anwälte ergeben. Ins Zentrum der Betrachtungen rückte er dabei insbesondere die Folgen der Übertragung von "steuerverhafteten Anteilen" an Kapitalgesellschaften.

Kontakt zu Freshfields aufnehmen?
In der Freshfields-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Freshfields kontaktieren.

Mit einer Zusammenfassung durch Dr. Jan Brinkmann und einer letzten gemeinsamen Fragerunde endeten die Fachworkshops gegen 19 Uhr. Danach kamen wir doch noch in den Genuss einer Führung durch die Bibliothek, die Büros und die repräsentativen Räume der Kanzlei.

Gemütlicher Ausklang im Kaminzimmer
Ab 19.30 Uhr traf man sich im "Kaminzimmer" der Kanzlei wieder, um mit einem kleinen Apero das gemeinsame Abendessen einzuläuten und die Veranstaltung selbst ausklingen zu lassen. Dabei entstanden mit den Anwälten der Praxisgruppe Steuerrecht teils intensive Diskussions- und Gesprächsrunden. Da viele Teilnehmer des Workshops noch einen weiten Heimweg vor sich hatten, verabschiedeten sich die ersten bereits gegen 21 Uhr. Insgesamt war es dennoch ein sehr gemütlicher Ausklang der Veranstaltung.

Fazit
Die Teilnahme am Workshop Steuerrecht bei Freshfields Bruckhaus Deringer in Frankfurt hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt. Zum einen fand ich die Einführung in die Arbeitsbereiche der Steuerrechts-Praxisgruppe der Kanzlei sehr interessant; auch weil Aspekte des Steuerrechts im Fokus standen, die mir bisher unbekannt waren. Zum anderen empfand ich die Atmosphäre während des Workshops als sehr entspannt und offen. Und nicht zuletzt fand ich sehr schön, dass es so viele Möglichkeiten gab, mit den Anwälten zu reden und zu diskutieren. Zu allen aufkommenden Fragen wurden authentische Antworten gegeben.

Daher kann ich jedem, der sich vorstellen kann, einmal bei einer Großkanzlei anzufangen, nur empfehlen, sich diesen oder einen ähnlichen Workshop einmal anzusehen. Es lohnt sich.

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Freshfields): Großkanzlei der offenen Türen

Dienstag, den 21. Dezember 2010
Erfahrungs- bericht

Auch in einer Großkanzlei wird nicht so heiß gegessen wie gekocht. Gehetzte Anwälte,
die ihr eigenes Süppchen kochen, suchte e-fellow Alexander beim Workshop "Gesellschaftsrecht"
von Freshfields jedenfalls vergeblich. Dafür
fand er unter den potenziellen Kollegen interessante Persönlichkeiten, die lieber mit juristischem Erfindergeist als nach Rezept
arbeiten.

Nach seinem Jura-Studium an der Uni Köln und der Duquesne University in Pittsburgh hat e-fellow Alexander (25) sein erstes Staatsexamen abgelegt. Im Januar beginnt er sein Referendariat. Beim Freshfields-Workshop "Gesellschaftsrecht" konnte er testen, ob seine bisherige Meinung über Großkanzleien der Realität entsprach.

Titel der Veranstaltung
Workshop "Gesellschaftsrecht" bei Freshfields Bruckhaus Deringer

Zeit und Ort
28. Oktober 2010 in Frankfurt am Main

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
20 Teilnehmer; Vertreter von Freshfields Bruckhaus Deringer: die Partner Dr. Thomas Bücker, Dr. Christian Decher, Dr. Andreas König, Dr. Markus Paul und Dr. Matthias-Gabriel Kremer sowie die Associates Dr. Sabrina Kulenkamp, Dr. Sabastian Füg, Dr. Ulrich Korth und Silvia Wenzel (Human Resources)

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
"Großkanzlei" – wenn dieses Stichwort fällt, kommen den meisten Jurastudenten ganz bestimmte Assoziationen: positive – fantastische Einstiegsgehälter, Mandate, über die in den Medien gesprochen wird und Arbeit in einem weltweiten Netzwerk, aber auch weniger positive – endlose Arbeitszeiten, unüberschaubare Größe und hoher Erfolgsdruck. Dabei gibt es in den üblichen Gesprächen an der Universität nur "die" Großkanzlei – die Unterschiede zwischen den mittlerweile zahlreichen Vertretern am deutschen Markt kennen die wenigsten Studenten.

Kontakt zu Freshfields aufnehmen?
In der Freshfields-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Freshfields kontaktieren.

Auch sind die Arbeitsfelder dieser Kanzleien für die meisten Studenten kaum mehr als Schlagworte. Was sich tatsächlich hinter Begriffen wie "M&A", "Core Corporate" oder "Transaktionsbegleitung" im Arbeitsalltag verbirgt, dürfte wohl den wenigsten Absolventen bekannt sein.

Nach meinem ersten Staatsexamen suchte ich nach einer Möglichkeit, eine solche Großkanzlei und ihre Arbeit einmal unverbindlich kennenzulernen. Freshfields Bruckhaus Deringer kannte ich von Veranstaltungen an meiner Heimatuniversität Köln. Als ich dann noch über mein e-fellows.net-Stipendium auf den Workshop "Gesellschaftsrecht" in Frankfurt aufmerksam wurde, stand mein Entschluss fest, diese Chance zu nutzen.

Vielfältige Einstiegsmöglichkeiten
In der Empfangshalle des Frankfurter Büros begrüßte uns Frau Wenzel und begleitete uns in den 20. Stock des Gebäudes. Dort erwartete uns bereits ein Frühstücksbuffet, an dem wir uns stärken und die anderen Teilnehmer kennenlernen konnten, bevor das offizielle Programm startete.

Das begann mit einer Vorstellung der Sozietät und der Praxisgruppe "Gesellschaftsrecht / M&A" durch die Partner Dr. Andreas König und Dr. Markus Paul. Im Anschluss standen beide den Teilnehmern bei ihren zahlreichen Nachfragen Rede und Antwort. Dabei wurde deutlich, dass es nicht "die eine" Karriere als Wirtschaftsanwalt gibt, sondern viele verschiedene Karrieremöglichkeiten: über den Einstieg als wissenschaftlicher Mitarbeiter neben der Promotion, als Referendar oder "fertiger Anwalt" bis hin zu Teilzeit-Modellen oder der Position "Counsel" als Alternative zum klassischen Partner-Track. Die Karrierewege sind so vielfältig wie die Persönlichkeiten, die für Freshfields arbeiten.

Soziale Events statt Leistungsdruck
Besonders interessant war der Vortrag über "die ersten 100 Tage als Freshfields-Anwältin" von Dr. Sabrina Kulenkamp. Spätestens da musste ich meine Vorurteile über Großkanzleien überdenken: Stand da doch eine junge Anwältin, die nicht vom großen Geld, sondern vom guten Teamwork schwärmte, deren Wochenenden üblicherweise frei sind und die von "offenen Bürotüren" und diversen Social Events von Freshfields berichtete. Frau Kulenkamp wurde fast "als eine von uns" wahrgenommen – lag doch ihr eigenes Studium noch nicht allzu lange zurück.

Büro der offenen Türen
Nach einer kurzen Kaffeepause führte uns Dr. Ulrich Korth durch das Frankfurter Büro. Neben dem Ausblick auf die Frankfurter Skyline und der gut ausgestatteten Bibliothek (die sich manch ein Student an seiner Uni ebenfalls gewünscht hätte) fielen in der Tat die meist offenen Türen der Büros auf. Die Suche nach den "typischen" übernächtigen und gestressten Großkanzlei-Anwälten blieb erfolglos.

Die Büroführung endete in der Mitarbeiterlounge im 27. Stock. Hier konnten wir beim MIttagessen in lockerer Atmosphäre zusammen mit diversen Partnern und Associates von Freshfields weitere Fragen bezüglich Karriere, Kanzleikultur & Co. diskutieren.

Erfindergeist statt Fleißarbeit
Am Nachmittag folgten dann die Workshops. Zuerst erläuterte uns Partner Dr. Christian Decher den Begriff "Business Combination Agreement", den wohl maximal zwei bis drei Teilnehmer zuvor jemals gehört hatten. Danach wurden wir in zwei Teams aufgeteilt – also zwei Parteien eines fiktiven Falls. Dabei sollten wir ein eben solches Business Combination Agreement aushandeln, das im Vorfeld einer Unternehmensübernahme geschlossenen wurde. So lernten wir die praktische Bedeutung dieser Vereinbarungen aus Sicht der beratenden Anwälte kennen.

Nach einer Kaffeepause stellte uns Partner Dr. Matthias-Gabriel Kremer dann die nächste Aufgabe: Eine Bank will ihr Privatkundengeschäft verkaufen: Wie soll dieser Vertrag vollzogen werden? Die Vorschläge von uns Teilnehmern erwiesen sich allesamt als nicht empfehlenswert. Die Lösung des Falls bestand schließlich in einer Kombination aus Umwandlungsrecht und M&A. Spätestens hier wurde mir klar, wie interessant die Arbeit als Wirtschaftsanwalt bei Freshfields ist, da sie sich keineswegs in bloßer Fleißarbeit erschöpft, sondern täglich neuen "juristischen Erfindergeist" fordert.

Eine Hauptversammlung aus Anwaltssicht
Schließlich erlebten wir im letzten Workshop des Tages die Vorbereitung und Begleitung der Hauptversammlung einer börsennotierten Gesellschaft. Was ich bisher aus Sicht eines Kleinaktionärs erlebt hatte als ein Event, bei dem es freie Verpflegung und diverse Geschenke gab, stellte sich aus Sicht eines Anwalts als sehr anspruchsvoll dar. So erfuhren wir zum Beispiel von den Methoden sogenannter "professioneller Aktionäre", die bewusst fehlerhafte Beschlüsse provozieren und dann versuchen, Hauptversammlungsbeschlüsse mittels Anfechtungsklagen zu blockieren.

Nach der Großkanzlei in die Genussakademie
Im Anschluss daran wurden wir mit einem Bus in unser Hotel gebracht, um uns "frisch zu machen" für den gemütlichen Teil des Abends, der in der Genussakademie stattfand, einer Kochschule in der Frankfurter Innenstadt.

Dort bereiteten wir, gemeinsam mit diversen Anwälten von Freshfields, selbst unser Drei-Gänge-Menü zu. Nachdem Krawatten und Sakkos abgelegt und die Ärmel hochgekrempelt waren, entstand schnell eine lockere Atmosphäre, und bei Rindergeschnetzeltem und Rotwein diskutierten wir letzte Fragen zu Referendariat, Karriereperspektiven, Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder der vielzitierten Work-Life-Balance.

Mein persönliches Fazit
Auch bei Großkanzleien wird nichts so heiß gegessen wie gekocht: Die Anwälte dort sind auch "nur" Menschen, die ein Privatleben und Interessen jenseits der Arbeit haben. Ein Berufseinsteiger wird dort grundsätzlich nicht alleingelassen und den klassischen Einzelkämpfer, der nur mit Ellenbogen im Haifischbecken Großkanzlei überlebt, wird man vergeblich suchen.

Wem ich die Veranstaltung weiterempfehle
Empfehlenswert ist die Teilnahme sicherlich für all jene, die mit den gängigen Vorurteilen über Großkanzleien aufräumen und sich lieber selbst ein Bild machen wollen. Zudem ist der Workshop eine wertvolle Orientierungshilfe hinsichtlich des Referendariats oder des Berufseinstiegs, da man viele potenzielle Kollegen kennenlernt.

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (e-fellows.net Law Students' Day): Recht verbindet

Mittwoch, den 8. Dezember 2010
Erfahrungs- bericht

Was will ich nach dem Ersten Staatsexamen machen? – Viele Jura-Studenten lassen diese Frage während ihres Studiums lange Zeit offen. Dabei lohnt es sich, frühzeitig Einblicke in die Berufswelt zu gewinnen. e-fellows.net-Stipendiat Georg war auf dem e-fellows.net Law Students' Day in Köln. Im persönlichen Gespräch mit einem Vertreter von Freshfields Bruckhaus Deringer wurde er für das Kartellrecht begeistert.

Georg e-fellows.net-Stipendiat Georg (18) studiert seit Oktober 2010 Rechtswissenschaften und Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln. Davor studierte er bereits zwei Jahre parallel zur Schule Jura. Er nutzte den e-fellows.net Law Students' Day, um Vertreter aus drei möglichen späteren Arbeitsfeldern an nur einem Nachmittag kennenzulernen: Kanzlei, Staat und Unternehmen.

Titel der Veranstaltung
e-fellows.net Law Students' Day

Datum und Ort
19. November 2010 im Park Inn Hotel, Köln

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
34 Teilnehmer, Unternehmensvertreter von Clifford Chance, Freshfields Bruckhaus Deringer und Hengeler Mueller, Vertreter des Bundesministeriums der Justiz (BMJ) sowie der Bertelsmann AG

Warum ich teilgenommen habe
Selbstverständlich kennt ein Jura-Student die vielfältigen Berufsmöglichkeiten der Rechtswissenschaften – und natürlich hat er auch die Namen der führenden Londoner Kanzleien, des sogenannten "Magic Circle", schon einmal gehört. In der Regel fehlt aber der direkte Draht zur Berufswelt, um Fragen zu stellen und sich an fachspezifischer "Konjunktur" zu orientieren. Der Law Students' Day von e-fellows.net bot mir die Gelegenheit, diese Lücke zu schließen.

Kontakt zu den Wirtschaftskanzleien aufnehmen?
In den Gruppen von Clifford Chance, Freshfields Bruckhaus Deringer und Hengeler Mueller Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Clifford Chance, Freshfields Bruckhaus Deringer oder Hengeler Mueller kontaktieren.

Das Erste Staatsexamen – was kommt danach?
Das Programm des Law Students' Day bestand aus vier Teilen: 1. Vorträge zu Referendariat, Promotion und LL.M., 2. Vorstellungsrunden der drei Wirtschaftskanzleien, 3. Vortrag zum "Arbeitgeber Staat" und 4. Vortrag eines nichtjuristischen Unternehmens. Dazwischen fanden halbstündige Einzelgespräche zwischen den Stipendiaten und den Unternehmensvertretern statt.

Den Auftakt machten Vertreter von Clifford Chance, Freshfields Bruckhaus Deringer und Hengeler Mueller. Aus eigener Erfahrung berichteten sie über den Weg nach dem Ersten Staatsexamen. Mein persönliches Resultat der Vorträge war, dass der beste Zeitpunkt für eine Promotion nach dem Ersten Staatsexamen ist. Von Vorteil ist, wenn man parallel den Bezug erhält zum praktischen Rechtsleben durch die wissenschaftliche Mitarbeit in einer Sozietät. Gut vorstellen könnte ich mir auch, einen Master Legum (LL.M.) im anglo-amerikanischen Raum zu absolvieren.

Juristische Betätigungsfelder
Im zweiten Teil der Veranstaltung wurden verschiedene juristische Betätigungsfelder vorgestellt. Vertreter der oben genannten Kanzleien berichteten über ihren Berufseinstieg, ihren Arbeitsalltag sowie Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten in einer Großkanzlei. Dabei wurde mein Eindruck bestätigt, dass Kanzleien aufgrund ihrer "client orientation" auch intern der sozialen Komponente großen Wert beimessen.

Es folgten Vorträge zur juristischen Betätigung in den klassischen Berufen Staatsanwalt, Richter und Notar sowie zur Arbeit in einem Unternehmen.

Persönliches Gespräch
Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete für mich ein persönliches Beratungsgespräch mit Dr. Fabian Dietrich, Principal Associate bei Freshfields Bruckhaus Deringer. Schon in Vorbereitung auf die Veranstaltung hatte ich gehofft, einen Termin mit dieser Kanzlei zu erhalten, die mich bei e-fellows.net mit einem Mentor unterstützt.

Dr. Dietrich hatte bereits meinen e-fellows.net-Lebenslauf vorliegen und konnte mich gezielt beraten. Mein Plan, im nächsten Jahr ein Praktikum bei Freshfields Bruckhaus Deringer in Köln zu absolvieren, wurde durch das Gespräch nur noch gefestigt. Das sympathische und interessierte Auftreten des Associates erlaubte mir Rückschlüsse auf das Arbeitsklima in einer Wirtschaftskanzlei und Dr. Dietrich konnte mich für das Kartellrecht begeistern.

Fazit
Der Law Students' Day fand in sehr angenehmer und persönlicher Atmosphäre in einem geschmackvollen Hotel statt. Gespräche mit den anderen e-fellows.net-Stipendiaten in den Pausen und beim Stehempfang bereicherten die Veranstaltung. Die Referenten standen auch nach den Vorträgen für Fragen zur Verfügung und konnten stets individuelle und praktische Tipps geben.

Ich würde den e-fellows.net Law Students' Day jederzeit wieder besuchen und kann jedem fortgeschrittenen Jura-Studenten nur empfehlen, sich für diese Veranstaltung zu bewerben – möglichst frühzeitig. Von den gewonnenen Erkenntnissen werde ich nicht nur während meines Studiums, sondern ein Leben lang profitieren.

Herzlichen Dank an das Team von e-fellows.net für die Organisation!

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Freshfields): Sommerpraktikum und Vitamine

Mittwoch, den 13. Oktober 2010
Erfahrungs- bericht

Sind Anwälte karrierefixiert und arbeiten rund um die Uhr? Das Sommerpraktikum bei Freshfields zeigt ein ganz anderes Bild: Familiäre Atmosphäre, offene Türen und hilfsbereite Anwälte änderten Kathrins Meinung über Großkanzleien schlagartig. In der Praxisgruppe ImmobilienWirtschaftsrecht hat sie sich sechs Wochen lang mit Verkaufsverträgen und Transaktionen befasst. Ein eigenes Büro, Äpfel und Bananen sowie eine Lichterfahrt in Hamburg rundeten das Ganze ab.

Ich war sehr gespannt darauf, eine Großkanzlei einmal von innen kennenzulernen und zu sehen, ob die Vorurteile, die über Großkanzleien kursieren (karrierebesessene Menschen, die Tag und Nacht arbeiten und mit der Zeit sozial verkümmern) wahr sind. Um es direkt zu sagen: Die Vorurteile stimmen nicht, ganz im Gegenteil! Bereits am ersten Tag lernte ich eine Reihe äußerst sympathischer junger Anwälte kennen, und bis zum Schluss suchte ich vergebens nach einem Anwalt, der mein Vorurteil bestätigen konnte.

e-fellow Kathrin (21) studiert Jura in Konstanz. Das letzte Jahr studierte sie in Frankreich – und pünktlich nach ihrer Rückkehr fing sie als Praktikantin bei Freshfields an. Besonders gefallen hat ihr dort die freundschaftliche Atmosphäre und Hilfsbereitschaft der Anwälte.

Titel und Thema der Veranstaltung
Sommerpraktikum bei Freshfields Bruckhaus Deringer

Zeit, Ort und Dauer der Veranstaltung
23. August bis 1. Oktober in Hamburg

Warum ich teilgenommen habe
Eine Freundin von mir entdeckte über e-fellows.net die Möglichkeit, ein Praktikum bei Freshfields zu absolvieren. Sie nahm am Frühjahrspraktikum teil und war total begeistert. Nachdem sie mir so positiv davon erzählt hatte, bewarb ich mich – ebenfalls über e-fellows.net.

Ein Gläschen Wein zum ersten eigenen Vertrag
Das Sommerpraktikum begann mit einer dreitägigen Einführungsveranstaltung in Hamburg, an der alle 25 Sommerpraktikanten von allen Freshfields-Standorten teilnahmen. Während dieser Veranstaltung erfuhren wir viel darüber, wie eine Großkanzlei funktioniert und was das Anwaltsleben mit sich bringt. Nach der Einweisung durch einen Partner durften wir selbst eine Vertragsverhandlung nachspielen, was ganz schön knifflig war. Die Anwälte führten uns in die Vertragsgestaltung ein und wir bekamen die Möglichkeit, selbst einen Vertrag zu entwerfen. Am ersten Abend gab es ein gemeinsames Essen mit jungen Anwälten der Kanzlei, das richtig Spaß gemacht hat. Die Anwälte haben viel von sich erzählt und bereitwillig auf alle unsere Fragen geantwortet. Es war ein sehr gelungener Abend, bei dem natürlich auch das ein oder andere Gläschen Wein nicht fehlte.

Von wegen Appel und Ei – Appel und Banane!
Nach der Einführung fing meine Arbeit in der Praxisgruppe ImmobilienWirtschaftsrecht an. Auch als Praktikantin hatte ich mein eigenes Büro, in dem jeden Morgen ein Apfel und eine Banane auf mich warteten. Außerdem wurde mir ein Mentor zugeteilt, der sich um mich kümmerte, weiterhalf, wenn es Fragen gab und mit Arbeit versorgte. Ich konnte natürlich auch andere Anwälte nach Aufgaben fragen. Das Arbeitsklima war freundschaftlich, man duzte sich und arbeitete mit offenen Türen. So hatte ich auch als Neuling keine Hemmungen, einfach in ein Büro einzutreten und meine Fragen loszuwerden, die immer gerne und sehr ausführlich beantwortet wurden.

Meine Tätigkeit bestand größtenteils aus Rechercheaufgaben zu Rechtsfragen, über die ich Aktenvermerke schrieb. So zum Beispiel einmal über die Frage, inwieweit ein mündlicher Gesellschafterbeschluss, der eigentlich verschriftlicht hätte werden müssen, bestätigt werden kann. Ich habe zudem Teile französischer Verträge ins Deutsche übersetzt, Korrektur gelesen und verschiedene Vertragsversionen verglichen.

And the winner is… Verkäufer
Ich habe auch öfter Akten zur Durchsicht bekommen, um besser verstehen zu können, was bei einer Transaktion passiert, wie der Schriftverkehr abläuft und um zu sehen, wie meine Arbeit verwendet wurde. So konnte ich zum Beispiel mitverfolgen, wie zuerst der Käufer einen Kaufvertragsentwurf für eine Immobilie vorlegte. Dieser Vertrag wurde dann vom Verkäufer in seinem Sinne verändert, womit nun der Käufer natürlich nicht mehr zufrieden war. Dies ist sehr spannend – vor allem, wenn man anhand des endgültigen Vertrags sieht, wer sich durchgesetzt hat.

Lichterfahrt in Hamburg
Freshfields bot uns ein interessantes Rahmenprogramm zu unserem Praktikum. So wurde beispielsweise eine Lichterfahrt im Hamburger Hafen organisiert. Außerdem durften wir am Referendarabend teilnehmen, bei dem eine Praxisgruppe der Sozietät vorgestellt wurde und es danach ein gemeinsames Abendessen mit Praktikanten, Referendaren und Anwälten gab. Bei diesen Veranstaltungen konnte man die Anwälte von ihrer privaten Seite kennenlernen und gemütlich mit ihnen plaudern.

Büro hüten bis Mitternacht?
Besonders überrascht hat mich die lockere, freundliche Atmosphäre, die bei Freshfields herrscht. Damit hätte ich nie gerechnet. Hier wird zwar wirklich sehr viel gearbeitet – allerdings trifft es definitiv nicht zu, dass vor Mitternacht niemand das Büro verlässt! Die Anwälte hatten immer Zeit für ein kurzes privates Gespräch oder um bei Problemen zu helfen – und bei einem Kaffee oder abends bei einem Bierchen kann man auch sehr viel Spaß mit ihnen haben!

Wem ich das Praktikum weiterempfehle
Ich kann das Praktikum wirklich jedem empfehlen – auch denjenigen, die sich eine Arbeit in einer Großkanzlei bislang nicht vorstellen können. Denn man lernt sehr viel, verliert Vorurteile, bekommt einen guten Einblick in die Tätigkeit und lernt darüber hinaus nette Leute kennen – von Praktikanten über Referendare bis zu Anwälten. Und wenn man später als Referendar oder Anwalt bei Freshfields arbeiten möchte, so ist es sicherlich hilfreich, wenn man durch das Praktikum bereits den einen oder anderen Kontakt knüpfen konnte.

Community & Blog Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
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