Archiv der Kategorie 'F&A'

Mobil fragen und antworten 2.0: Die neue Community-App ist da!

Dienstag, den 14. Mai 2013
Eva

Das Daumenmobil schaltet einen Gang höher: Ab sofort ist das Herzstück der Community in der App-Version 2.0 verfügbar – fürs iPhone sowie für Android. Wer auf qualifizierte Antworten zu Studium, Stipendien und Karriere auch unterwegs nicht verzichten will, kann das jetzt (noch) schneller und bequemer tun.

"Fragen & Antworten" ist die meistgenutzte Funktion der e-fellows.net community. 74 Prozent aller Fragen sind nach einer Stunde beantwortet, 97 Prozent nach drei Tagen – und das auf nachweislich hohem Niveau. Über die App kannst du auch mobil auf das geballte Wissen der e-fellows zugreifen. Selbst wenn du in der Vorlesung Zusatzerklärungen suchst, bereits im Zug zum Vorstellungsgespräch sitzt oder dir jemand Nettes in der Uni-Bib auffällt und du dringend Tipps zum Ansprechen brauchst.

Die neue Version der App kannst du jetzt im App Store von Apple oder im Google Play Store herunterladen.

Was ist anders an Version 2.0?

e-fellows.net Android-AppAuf den ersten Blick sehen sowohl Apple-Fans als auch Androiden: Die App sieht anders aus. Wir haben ihr ein moderneres Aussehen verpasst und ihre Geschwindigkeit optimiert. Außerdem ist neu:

  • Fragetitel werden in der Fragenübersicht verkürzt dargestellt.
  • Beim Nach-unten-scrollen werden ältere Fragen automatisch nachgeladen.
  • Beim Herunterziehen wird die Frageliste neu geladen
  • Beiträge, die du nicht abschickst, werden als Entwürfe für später gespeichert.
  • Du kannst Beiträge einfacher zitieren und verlinken.
  • Der Wechseln zwischen verschiedenen Fragelisten, wie "Neue Fragen" und "Tag-Abo" geht jetzt schneller.

Neu im iOS

Einige Funktionen, die es in der Browserversion der Community und auch auf Android schon länger gibt, können jetzt endlich auch die "iFellows" genießen:

  • Eigene anonyme Postings erkennst du daran, dass dein Avatar ein blaues Hemd trägt.
  • Du kannst Beiträge per E-Mail teilen.
  • Außerdem kannst du die App zentral in deinen Handy- oder Tablet-Einstellungen verwalten.

Wir hoffen, dass dir die Community in ihrer neuen App-Version unterwegs noch mehr nützt – und natürlich Spaß macht. Daumen geben nicht vergessen!

So findest du deine Lieblinge in der Community wieder

Dienstag, den 15. Januar 2013
Eva

Daniel Eiler hat eine Frage – und du weißt, wie ihm zu helfen ist. Deine Antwort würde aber etwas länger ausfallen und du hast gerade keine Zeit. Später denkst du bestimmt nicht mehr daran, oder findest die Frage nicht mehr… So war es einmal: Ab sofort kannst du Beiträge vormerken und sie später wieder aufrufen.

Mit dem neuen Feature hast du es leichter, Inhalte in der Community wieder zu finden. Jemand listet Podcasts zum Spanisch-Lernen auf, du hast aber erst am Wochenende Zeit, sie dir anzusehen? Anonym W stellt eine Frage zu LaTeX – deinem Spezialgebiet – du kannst jetzt in der Vorlesung aber gerade nicht antworten? Dann speichere dir die Postings einfach: Ob Frage, Antwort, Kommentar oder Gruppenbeitrag – per Klick auf das Sprechblasen-Icon kannst du dir jeden Beitrag für später vormerken.

Du findest das Icon dafür rechts neben dem Brief-Icon in Fragen, Antworten und Kommentaren, und in der rechten oberen Ecke in Gruppenbeiträgen.

Wer speichert, der findet
Wenn du deine gespeicherten Beiträge später wiederfinden möchtest, klickst du einfach oben in der Navigation auf "gespeicherte Beiträge". Das geht in Fragen & Antworten, in Gruppen – und sogar in deinem Profil.

Dort findest du die gespeicherten Beiträge nach Fragen, Antworten, Kommentaren und Gruppenbeiträgen sortiert.

Ob besonders wertvolle Karrieretipps, Links zu lustigen Webseiten oder Perlen aus der Dr.-Sommer-Gruppe – du kannst das Speichern-Feature ganz ungeniert nutzen: Andere e-fellows sehen nicht, welche Beiträge du dir speicherst.

Das ist Kunst – aber jetzt kann es weg
Damit deine Liste mit der Zeit nicht viel zu lang wird, kannst du deine gespeicherten Beiträge auch wieder löschen. Dazu klickst du im Beitrag noch einmal auf das Sprechblasen-Icon und hebst so das Speichern wieder auf. Wie du einem Beitrag ansehen kannst, ob du ihn schon gespeichert hast oder nicht? Das erkennst du am Icon selbst: Ist die Sprechblase grau, ist der Beitrag nicht gespeichert. Ist sie orange und hat einen Pin in der Mitte, befindet sich der Post schon in deinen gespeicherten Beiträgen.

Wir hoffen, dass du die Community durch das neue Feature noch besser für dich nutzen kannst. Frohes Speichern!

Neu: Community-Beiträge direkt per E-Mail posten

Donnerstag, den 19. Juli 2012
Lukas

Nicht erst seit Ausbruch des mobilen Zeitalters muss alles noch schneller und bequemer gehen. Wie praktisch wäre es da, wenn man auf eine E-Mail zu einer neuen Frage zu seinem Tag-Abo einfach antworten könnte, indem man die Benachrichtigungs-E-Mail beantwortet? Und wenn das auch noch anonym ginge!

Der e-fellow ist ein geschäftiger Mensch. Ist er mit dem Studium fertig, wird er oft noch geschäftiger. Viele e-fellows werden Unternehmensberater, hochbezahlte Anwälte in internationalen Wirtschaftskanzleien oder ergreifen andere Berufe, in denen man nicht mehr viel Zeit hat, dem e-fellows.net-Netzwerk etwas zurückzugeben. Gerne würde man vielleicht hin und wieder studierenden e-fellows bei ihren Karrierefragen helfen. Aber dazu muss man ja erst mal auf einen Link klicken und sich einloggen – und wo war noch mal dieses komplizierte e-fellows.net-Passwort? Und wenn man oft unterwegs ist, kann man ja eigentlich die iPhone- und Android-Apps nutzen, aber wenn man kein oder nur schlechtes Netz hat, bringen einem die auch nichts.

Die E-Mail funktioniert immer
Was aber normalerweise immer funktioniert, ist die gute alte E-Mail. Sie ist auch nach vielen Jahren immer noch eines der schnellsten Kommunikationsmittel. Und auf dem Smartphone wird die Mail normalerweise einfach dann abgeschickt, wenn wieder Netz verfügbar ist. Einer von vielen Gründen, warum wir jetzt die Möglichkeit anbieten, auf E-Mail-Benachrichtigungen aus der Community direkt per E-Mail zu antworten (derzeit nur bei Benachrichtigungen zu Fragen, Antworten oder Kommentaren). Wenige Minuten später erscheint eure E-Mail dann als Posting an der richtigen Stelle in der Community.

Per E-Mail posten: So geht's
1. Du antwortest einfach auf die E-Mail-Benachrichtigung und schreibst in diese Antwort-Mail den Text für dein Posting.
2. Unser System empfängt die Mail und kann sie anhand eines Codes in der E-Mail-Adresse dem richtigen Frage-Thread zuordnen.
3. Unser System löscht deine Signatur raus und schneidet den Inhalt der Benachrichtigungs-Mail darunter aus – also die Mail, auf die du antwortest. Du kannst den Inhalt der Benachrichtigungsmail beim Antworten auch selbst rauslöschen, musst das aber nicht.
4. Unser System veröffentlicht den Text deiner E-Mail als Posting an der passenden Stelle. Im Normalfall dauert es vom Erhalt deiner Mail bis zur Veröffentlichung des Postings nicht länger als fünf Minuten, normalerweise sogar deutlich schneller.

Antwort oder Kommentar – als was erscheint mein Posting?

Ob dein Posting per E-Mail als Antwort oder Kommentar erscheint, ist eigentlich sehr logisch. Es hängt von der Art der E-Mail-Benachrichtigung ab:

  • neue Frage zu meinem Tag-Abo: Posting erscheint als Antwort, denn es bezieht sich auf eine Frage.
  • neue Antwort oder Kommentar zu einer abonnierten Frage: Posting erscheint als Kommentar zu der Antwort oder als weiterer Kommentar unter dem Kommentar aus der Mail.

(Fragen kannst du übrigens abonnieren, indem du unter der Frage auf "Frage abonnieren" klickst.)

Derzeit funktioniert das Posten per E-Mail nur bei E-Mails zu Postings aus "Fragen & Antworten". Wir ziehen es aber demnächst für Gruppenforen nach. Ob du per E-Mail posten kannst, steht groß und deutlich in der E-Mail.

Kann ich auch anonym per E-Mail posten?

Ja. Standardmäßig sind Postings per Mail unter Klarnamen. Setzt du in deinen Einstellungen das Häkchen "Beim Posten per E-Mail anonym bleiben", dann bleibst du anonym. So wie der hier:

Funktioniert das bei allen E-Mail-Anbietern?
Nein. Aber nach einem umfassenden Beta-Test mit vielen e-fellows glauben wir nun, dass mindestens 90 Prozent aller E-Mail-Anbieter und E-Mail-Programme funktionieren müssten. Eine Auswahl der üblichen E-Mail-Clients, die funktionieren müssten:

Gmail im Browser und Gmail mobile Apps (Android, iPhone), web.de, GMX, die native iPhone- und iPad-E-Mail-App, native Android-E-Mail-App, Sparrow, Outlook,  YahooMail, natives Blackberry-E-Mail-Programm, Hotmail, Natives Mac-E-Mail-Programm "Mail", Thunderbird. Das ist keine vollständige Liste!

Falls es Probleme mit deinem System gibt, sag uns gerne Bescheid. Es ist nur schwer möglich, hier die Eigenarten aller E-Mail-Anbieter abzudecken, aber wir versuchen unser Bestes.

Für Notfälle: Posten per E-Mail deaktivieren
In ganz, ganz seltenen Fällen gibt es Probleme, zum Beispiel wenn der Abwesenheitsassistent nicht, wie er das standardmäßig tun sollte, an die Absender-Adresse schreibt, sondern an die Antwortadresse. Dann käme die Abwesenheitsnachricht als Posting in einem Thread raus.

Und jetzt? Tag-Abo aktualisieren!
Wenn Posten per E-Mail es auch für dich leichter macht, das Netzwerk mit deinem Wissen zu stärken, dann solltest du jetzt gleich dein Tag-Abo aktualisieren und ein Häkchen bei "E-Mails zu Fragen zu meinem Tag-Abo" setzen. Vielen Dank, dass du anderen Stipendiaten hilfst!

Top-10-Fragen zu Hochbegabung & Co.: Sind Intelligente abtörnend?

Montag, den 16. Juli 2012
Christine

Finden Männer intelligente Frauen unsexy? Sind Studenten bestimmter Studiengänge intelligenter? Intelligenz und Hochbegabung beschäftigen die e-fellows: Wie viele e-fellows halten sich für besonders schlau? Was ist ihre Erfahrung mit IQ-Tests? Wir haben die zehn beliebtesten Fragen zu Intelligenz und Hochbegabung für euch zusammengestellt:

1. Wie anziehend oder abtörnend findet ihr intelligente Frauen?

2. Haben es intelligente Leute bei der Partnersuche schwerer?

3. Macht den e-fellows ihre Intelligenz zu schaffen?

4. Sind die Mitarbeiter von McKinsey und anderen Top-Beratungen hochbegabt?

5. Ist die politische Ausrichtung eine Frage der Intelligenz?

6. Glaubt ihr, dass ihr hochbegabt seid?

7. Welche Erfahrungen habt ihr mit IQ-Tests?

8. Warum sind mehr Männer in den schlauesten und den dümmsten Bevölkerungsschichten?

9. Hochbegabung – wie geht man damit um?

10. Sind Studenten bestimmter Studiengänge intelligenter?

Mit schlauen e-fellows in der Community diskutieren
Weitere Diskussionen zum Thema findest du auch im Expertenforum "Intelligenz und Hochbegabung". Deine eigenen Fragen kannst du in "Fragen & Antworten" stellen. Andere schlaue e-fellows aus deiner Stadt findest du in den City Groups.

Zwei Moderatoren treten ins Licht: Evelyn und Christopher

Mittwoch, den 13. Juni 2012
Eva

Evelyn werden die meisten von euch bereits kennen. Seit Februar unterstützt sie das Moderatorenteam von e-fellows.net. Christopher dagegen ist meist anonym unterwegs, leistet damit aber nicht weniger. Im Streit um Harmonie und Niveau in der Community verleiht er den Anonymen ein Gesicht.

Evelyn programmiert nicht nur gerne, sondern ist auch begeisterte Basketballerin – und das trotz ihrer 1,62 Meter.

In Siegen aufgewachsen, zog Evelyn zum BWL-Studium nach Lübeck, wo sie auch jetzt noch wohnt. Da sie mittlerweile in Hamburg studiert, pendelt sie jeden Tag – und hat so viel Zeit, an einer Idee zu feilen, mit der sie sich nach Studienende selbstständig machen und enorm erfolgreich werden kann. Noch hat sie die perfekte Eingebung nicht gehabt – und daher ein offenes Ohr für Vorschläge.

Fragen zu allem und jedem
Wenn sie nicht gerade mit dem Studium beschäftigt ist, lernt sie in Eigenregie Programmieren, spielt Fußball oder Basketball und liest, liest und liest – nicht nur in der Community. Auf die ist sie auf klassischem Weg aufmerksam geworden: Nach dem Besuch von Startschuss Abi, unserer Veranstaltung für angehende Studenten, erinnerte sie sich an das e-fellows.net-Stipendium, bewarb sich und war wenig später begeisterte Nutzerin der Community.

Evelyn schätzt dort besonders, dass man wirklich zu allem eine Frage stellen kann und qualifzierte Antworten bekommt. Sie freut sich über das hohe Diskussionsniveau – und dass die Community so aktiv ist wie kaum ein anderes Forum. Das hören wir natürlich gerne!

Mit Eigeninitiative zur Moderatorin
Auch Moderatorin wurde Evelyn aus eigenem Antrieb – indem sie sich einfach beworben hat. Anfang Februar wurde sie im Moderationsteam willkommen geheißen und kann jetzt mehr tun, als ab und zu ihren "Senf dazuzugeben".

Ihre Hauptaufgabe sieht sie jedoch gerade darin, sich nicht zu viel einzumischen – und eher aus dem Hintergrund über die Atmosphäre in "Fragen & Antworten" zu wachen. Dabei würde sie sich manchmal wünschen, dass die Mitglieder doch ein bisschen mehr Rücksicht aufeinander nehmen. Sie freut sich über alle, die Kontakt zu ihr aufnehmen und offen und sachlich mit ihr diskutieren.

Christopher ist vielbeschäftigt: Er ist Referendar, Übersetzer und Firmengründer. Trotzdem hat er noch Zeit, in der Community über das Diskussionsniveau zu wachen.

Wie Evelyn lebt auch der Deutsch-Amerikaner im hohen Norden. Er macht gerade sein Referendariat in einer e-fellows.net-Partnerkanzlei, die er über die Veranstaltung Perspektive Wirtschaftskanzlei kennen gelernt hat. Hier wartet er auf das Ergebnis seiner Dissertation – passenderweise zum Internetstrafrecht. Als hätte er neben Kanzlei und Community nicht schon genug zu tun, arbeitet er nebenher als Deutsch-Englisch-Übersetzer. Letztes Jahr hat er noch dazu mit seiner Frau ein Exportunternehmen gegründet – Respekt vor so viel Einsatz!

Schwer zu glauben, dass Christopher da noch Zeit bleibt, etwas anderes zu genießen als die Aussicht aus dem Büro oder der juristischen Bibliothek. Wenn er doch einmal die Gelegenheit zum Entspannen hat, findet man ihn auf dem Golfplatz oder bei Starbucks. Und da er nun auch einen Flughafen in unmittelbarer Nähe hat, erkundet er nicht mehr nur das Hamburger Umland – sondern Europa gleich mit.

Über Beck-Online und Juris zu e-fellows.net
Zu e-fellows.net ist Christopher gekommen, weil er den kostenlosen Zugriff auf Beck-Online und Juris "absolut genial" fand. Von Anfang an war er in der Community stark vertreten und war schnell in den Top 10 der Hall of Fame – allerdings zu hundert Prozent anonym. Wie auch Evelyn schätzt er das Niveau der Antworten, die man in der Community bekommt, und freut sich auch über den ganz eigenen Humor der e-fellows.

Als es im Herbst 2011 heftige Diskussionen um die Anonymfunktion gab, hat Community-Leiter Lukas ihn als "Anonym-Lobbyisten" persönlich angeschrieben und zum Moderator berufen.

Mit Christopher bekommen die Anonymen ein Gesicht
Christopher ist auch heute noch meist anonym unterwegs – außer wenn er als Moderator eingreift und dann natürlich Gesicht zeigt. Fast wie der archetypische Superheld, der aus den Schatten heraus über die Community wacht und über das harmonische Miteinander von Anonymen und Nicht-Anonymen.

Bei so viel Einsatz für das Recht, im Internet anonym bleiben zu können, rechnen wir es ihm hoch an, dass er sich den e-fellows vorstellt und uns hier seinen Namen verewigen lässt. :-)

Fünf Jahre Community – das Daumenkino feiert Geburtstag

Montag, den 4. Juni 2012
Lukas

Am 4. Juni 2007 launchte die e-fellows.net community. Bei uns im Büro knallten die Sektkorken – kurz darauf war große Launch-Party. Ob das Ding jemals etwas werden würde, war aber völlig offen. Damals starteten soziale Netzwerke in Scharen – in Scharen gingen sie auch wieder baden. Die e-fellows.net community hat nun immerhin ihr fünftes Lebensjahr erreicht. Wir freuen uns darüber und nutzen dieses Jubiläum für einen Rückblick auf die Highlights.

Welche Momente sind euch besonders im Gedächtnis geblieben? Für eure Erinnerung könnt ihr einen 50-Euro-Gutschein gewinnen.

Ende September 2006, ich war seit einem halben Jahr Online-Redakteur bei e-fellows.net, holte mich unser Geschäftsführer in sein Büro. Die Gesellschafter seien davon überzeugt, dass e-fellows.net ein "Social Network" brauche, und sie seien bereit, hier groß zu investieren. Zusammen mit ein paar McKinsey-Beratern und sporadischer fachlicher Hilfe von unserem damaligen Gesellschafter holtzbrinck ventures sollte ein "intensives" Projekt starten, und ich sollte das mitgestalten. Ich hatte keinen Plan, was da auf mich zukommen würde, sagte aber trotzdem zu. Die 40-Stunden-Woche wurde ad acta gelegt, dafür begann eine tolle wie nervenaufreibende Reise, in der die e-fellows.net community entstand, das "Social Network", ohne das man sich e-fellows.net mittlerweile wohl nicht mehr vorstellen kann.

Martina Klebb macht sich unsterblich
Den Anfang machte ein unscheinbares Blog-Posting im April 2007 im damals neu eingerichteten "Community-Blog" (mittlerweile einfach "e-fellows.net blog"). Ende Mai ging es dann in Riesenschritten und mit einigen Spätschichten auf den Launch zu. Kaum hatten wir die etwa 50 Beta-Tester gesammelt und eingewiesen, da stellte Caro mit unserem Test-Account Martina Klebb aus "Salstadt" gleich dreimal die intern seither legendäre Frage "Soll ich in München studieren?". Durch einen Bug ging diese Frage versehentlich prompt per E-Mail raus – und gleich mal an ein paar Tausend e-fellows, die zuvor noch nie etwas von der Community gehört hatten. Auf einen Schlag hatten wir unfreiwillig ein paar Hundert "Beta-Tester" mehr.

Der erste Newsletter erwähnt die Community
Am Montag, den 4.6., war es dann so weit: Trotz unzähliger Bugs und einiger Performance-Probleme (die "DIE ANDEREN"-Rubrik brauchte 43 Sekunden zum Laden!) ging gegen 17 Uhr der Stipendiaten-Newsletter raus, der das Netzwerk als "community" ankündigte. Dort könne man "Gruppen gründen, Termine eintragen" und "Fragen stellen, auf die die e-fellows antworten":

Zwei Tage später stieg dann eine wilde Launch-Party im Münchner Café Cord mit 60 Stipendiaten und Alumni. Für die Party ließen wir uns alle T-Shirts mit der Martina-Klebb-Frage drucken (siehe Bilder).

Erst mal ging's auf Talfahrt
Dann wurde es ernst. Die ersten Wochen waren bombig, danach fiel die Community erst mal in ein tiefes Sommerloch: In den ersten drei Monaten ging es mit den täglichen Besuchen immer weiter bergab. Im September 2007 war mit 656 Besuchen am Tag die Talsohle aber endlich erreicht (und unsere Nerven aufgeweicht), ab dann ging es eigentlich nur noch bergauf (mittlerweile sind es über 4.500 Besuche täglich):

Das erste Expertenforum – ein totaler Reinfall
Die Community sollte nicht der nächste StudiVZ-Klon werden. Sie sollte über das Herzstück "Fragen & Antworten" (mit der Anonym-Funktion, für die ich ziemlich kämpfen musste, weshalb man ursprünglich nur Fragen und Antworten, nicht aber Kommentare oder Forenpostings anonym posten konnte) und über die Expertenforen vor allem ein Ort sein, wo man sich über Studiums- und Karrierethemen in sicherer Umgebung Insider-Infos und Fachwissen holen und darüber diskutieren kann. Im Vordergrund stand und steht nicht das Kontakte-Sammeln, sondern der Inhalt. Das erste Expertenforum "Frauen in die Technik" war aber gleich mal ein ziemlicher Reinfall und bleibt bis heute das schlechteste Forum aller Zeiten. Zum Glück kamen danach etliche Knaller. Platz 1 hält in puncto Traffic der "Gehaltsratgeber" von 2011.

Das Daumenkino beginnt
Ein heute zentrales Element, die Daumen, gab es am Anfang gar nicht. Als wir sie im Oktober 2007 einführten, war die Reaktion bescheiden: Kaum jemand wollte Daumen vergeben, der Sinn erschloss sich vielen erst nach und nach, die "Hall of F&AME" bewegte sich nur mäßig. Die "Abzeichen" (auch als "Daumenränge" bekannt) für Daumensammler hörten damals bei 500 Daumen auf. Nie hätten wir gedacht, dass irgendwann einmal jemand über längere Zeit hinweg 3.000 und schließlich sogar 4.000 Daumen einheimsen würde – pro Monat wohlgemerkt!

Die Begabtenförderungswerke kommen
Nachdem sich im März 2008 dann der zehntausendste e-fellow registriert hatte, wir die Unternehmensvertreter, Unternehmensgruppen ("Inside-Gruppen") und Mentoren in der neuen "KARRIERE"-Rubrik integriert hatten und es immer mehr danach aussah, als würde die Community ein Dauerbrenner, startete auch ein weiteres Highlight: Das erste Expertenforum zu Stipendien, damals noch ausschließlich mit e-fellows als Experten. Im Herbst darauf folgte dann das erste Forum mit offiziellen Vertretern von zehn Begabtenförderungswerken. Seither ist es eines der jährlichen Highlights.

Aus Community-Posts entstanden: eine Staffel quer durch Deutschland
Auch wenn das Kontaktesammeln nicht im Vordergrund steht, so soll die Community natürlich auch dabei helfen, dass sich e-fellows im realen Leben kennenlernen. Neben unzähligen City-Group-Stammtischen fanden einige bemerkenswerte Ereignisse in der Offline-Welt ihren Ursprung in der Community: So organisierten sich im Oktober 2008 zum ersten Mal die Abiturienten über die Community zu einem Abi-Treffen – auch daraus wurde ein jährliches Event. Das größte Event war allerdings zweifellos die "Charity-Staffel" im Mai 2009, bei der 300 Läufer fast 2.500 Kilometer durch Deutschland radelten, liefen, ruderten, ritten und skateten – komplett eigenständig organisiert von einer Handvoll e-fellows, die dafür zum Teil ihr Studium um ein Semester nach hinten schieben mussten. Zu Recht wurden sie die ersten und letzten "Stipendiaten des Jahres". Auch wir von e-fellows.net hatten ein unvergessliches Himmelfahrtswochenende – und das nicht nur wegen des blauen Auges, das ich mir von unserem Praktikanten holte.

Der erste Live-Case mit McKinsey: Zu komplex für unsere Server
Im Herbst 2009 feierte dann ein weiteres Highlight seine Premiere: Der erste Live-Case mit McKinsey-Recruiting-Chef Thomas Fritz zur Golden Gate Bridge zwang unsere Server in die Knie. Mit etwas Verspätung lief es letztlich aber doch ganz rund. Bei den Fortsetzungen 2010 und 2011 waren wir dann besser vorbereitet.

Wo kommen die ganzen Anonymen her?
Derweil wurden wir von einem ebenso unaufhaltsam scheinenden Trend erfasst: Die e-fellows, anfangs fast schon zu brav, entdeckten immer stärker die Anonym-Funktion. Der Anteil der anonymen zu Klarnamen-Postings drehte sich von 20/80 zu mittlerweile 75/25. Hier mal eine Grafik von 2010 für die Verteilung bei den Fragen:

Aber die Community erlebte nicht nur Höhepunkte. Da die Anonym-Funktion auch immer häufiger ausgenutzt wurde, um Anderen etwas allzu deutlich die Meinung zu geigen, sahen wir uns Anfang 2010 nach endlosen Debatten schließlich gezwungen, Community-Regeln und ein Verwarnsystem einzuführen und unser Team durch Stipendiaten-Moderatoren zu verstärken. Den richtigen Zugang zu einer großteils anonymen Masse zu finden -das ist bis heute ein herausforderndes Unterfangen.

Die graue Zelle serviert Wissens-Tests
2010 folgte das bis dato letzte wirklich große Community-Feature, die Wissens-Tests. Die virale Kampagne "Graue Zelle", die sich unsere beiden Praktikanten Tinka und Christoph damals zur Bekanntmachung ausdachten, zählt glaube ich zum Kreativsten, was wir in Sachen Community-Marketing bisher geschafft haben.

iPhone und Android bekommen eine Fragen&Antworten-App
Ende 2010 dann brach auch in der Community das mobile Zeitalter an. Mit leider viel zu vielen Bugs startete die iPhone-App für "Fragen & Antworten", e-fellow Florian baute uns Anfang 2011 dann die analoge Android-App dazu. Seit Ende 2011 gibt es auch zumindest ein mobil optimiertes Layout für die, die lieber mit ihrem mobilen Browser surfen oder die anderen Community-Rubriken nutzen wollen.

Vielen Dank!
Und jetzt? Erst einmal stoßen wir an. Es gibt aber noch immer viel zu viel zu tun und zu verbessern. Das klingt jetzt anbiedernd, aber es ist wahr: Eure Tipps und Anregungen sind dabei unsere Hauptinspirationsquelle gewesen und werden das auch bleiben. Sei das für neue Funktionen oder für bessere Moderation (gerade in den letzten Tagen wurde das ja heftig diskutiert). Sagt uns eure Meinung (wenn's geht, in einem netten Ton), dadurch können wir nur besser werden!

Allen e-fellows, die die mittlerweile 600 Postings pro Tag schreiben, allen Moderatoren, die ihre Freizeit für einen guten Umgangston opfern sowie allen Kollegen und Ex-Kollegen, die dazu beigetragen haben, dass die Community tatsächlich fünf Jahre überlebt hat, einen ganz herzlichen Dank!

Jetzt interessiert uns nur noch: Welche Momente aus fünf Jahren Community sind euch besonders im Gedächtnis geblieben?
Als kleinen Anreiz bekommt die Antwort mit den meisten Daumen einen 50-Euro-Gutschein von buecher.de!

Jetzt moderiert ihr mit

Dienstag, den 13. März 2012
Lukas

Das Community-Update von heute hat auch einige Verbesserungen in puncto Moderation gebracht. Damit wollen wir das Bewusstsein dessen stärken, was erlaubt ist und was nicht, die Moderation erleichtern und transparenter machen – und euch in die Moderation miteinbeziehen.

Um dem Missbrauch der Anonymität einzudämmen, hatten wir Anfang Februar "drei Wege zu mehr Respekt" angekündigt.

  1. Bewusstsein dessen stärken, was erlaubt ist und was nicht.
  2. Moderation verbessern (siehe neue Moderationsregeln)
  3. Features (die die Moderation erleichtern sollen und euch miteinbeziehen)

Mit den neuen Moderationsregeln hatten wir zwei Wochen später den ersten Schritt gemacht. Die Regeln haben mehrheitlich Zustimmung erhalten, das hat uns gefreut. Nun fehlten noch Schritt 1 und 3. Mit dem heutigen großen Community-Update ist es nun so weit. Da Punkt 3 wichtiger ist, fange ich damit an:

3. Features, die die Moderation erleichtern sollen und euch miteinbeziehen:

a) "Moderator rufen"-Button in Fragen

Damit könnt ihr eine anonyme E-Mail an unsere Moderatoren mit einem Link zum Thread schicken. Das erleichtert uns die Arbeit. Wir verpassen weniger, und es hilft dabei, dass Threads gar nicht erst eskalieren. Es zeigt auch den anderen Nutzern, dass die Moderatoren nicht aus Spaß an der Freud eingreifen, sondern weil es andere e-fellows gefordert haben.

b) Thread schließen
Manchmal eskalieren Threads so stark, dass es keinen Sinn mehr hat, weiterzudiskutieren. Bislang haben wir in zwei Extremfällen in diesen Threads die Anonym-Funktion deaktiviert. Das ist von manchen als unrecht empfunden worden. Jetzt können Moderatoren einen Thread komplett schließen. Man kann die Diskussion dann zwar noch anschauen, aber nicht mehr antworten oder kommentieren – egal ob anonym oder nicht.

c) Verwarnten eine automatische Nachricht schicken
Bis dato konnten wir auf eine Verwarnung nur im Thread selbst hinweisen und mussten darauf hoffen, dass der verwarnte Nutzer über eine E-Mail- oder Startseiten-Benachrichtigung wieder in den Thread schaut. Jetzt geht bei einer Verwarnung eine E-Mail an den Verwarnten raus. Das macht das Verwarnen transparenter, und es kann praktisch nicht mehr vorkommen, dass ein Verwarnter von seiner Verwarnung nichts erfährt.

1. Funktionen, die das Bewusstsein dessen stärken, was erlaubt ist und was nicht

a) Popup mit Hinweis darauf, wozu die Anonym-Funktion gedacht ist
Beim ersten Login und alle drei Monate bekommt jeder ein Popup mit Infos zur Netiquette und dem Sinn und Zweck der Anonym-Funktion zu sehen. Man muss bestätigen, dass man diese Informationen zur Kenntnis genommen hat. Das ist zwar vielleicht etwas oberlehrerhaft, aber so gehen wir sicher, dass sich jeder zumindest einmal mit den wichtigsten Benimmregeln beschäftigt, bevor er zum ersten Mal postet. Wir haben uns auch um einen freundlichen Ton bemüht.

b) Hinweis auf Anonym-Missbrauch erscheint auch in iPhone- und Android-App
Viele der verwarnten Postings kommen – leider – über die Apps. Aber auch verständlich: Man ist unterwegs und hat wenig Zeit, etwas Elaborierteres zu tippen oder das Geschriebene mal kurz zu reflektieren. Trotzdem kein Freifahrtschein für Beleidigungen oder Bloßstellungen. Daher wird Nutzern, die anonym über die App posten möchten, ab dem nächsten Update ein Hinweis angezeigt ähnlich dem, den man erhält, wenn man in der "Browser-Community" auf das "Anonym"-Häkchen klickt.(Android-App-Update ist gestern rausgekommen, iPhone-App wartet wie immer noch auf Apple-Freigabe).

Warum das Ganze?
Es ist uns nicht leichtgefallen, diese Funktionen in Auftrag zu geben, aber die Entwicklung  im letzten Jahr hat das wirklich nötig gemacht. Wir haben das Thema immer wieder vertagt und gedacht, das wird sich schon wieder legen. Doch es schlug immer wieder und immer heftiger aus. Wer genauere Gründe für unser Vorgehen will, kann sich den Post "Drei Wege zu mehr Respekt" durchlesen. Wir hoffen, dass diese Funktionen euer Verständnis finden. Wir werden niemanden zensieren, wollen niemanden übertrieben oberlehrerhaft maßregeln, noch eine "Kuschelatmosphäre" oder Ähnliches schaffen. Wir wollen lediglich den gegenseitigen Respekt für die Diskussionspartner erhalten, so wie man das auch in einer normalen Diskussion in der Öffentlichkeit erwarten kann.

Die Community soll weiter wachsen –  ohne Beigeschmack
Die Insider-Antworten und tiefgehenden Diskussionen machen den Hauptnutzen der Community aus. Sie sind der wichtigste Grund dafür, dass die Community seit Jahren weiterwächst und im Februar sogar erstmals 5.000 Besuche pro Tag verzeichnete. Die neuen Moderationsmöglichkeiten sollen dafür sorgen, dass dieser Hauptnutzen der Community ohne Beigeschmack weiterleben kann.

Was haltet ihr davon?
Euer Feedback nehmen wir gerne in dieser Frage oder hier im Blog als Kommentar auf.

Moderationsregeln (alt): Die Verkleinerung der ungerechten Grauzone

Mittwoch, den 22. Februar 2012
Lukas

Im letzten Post zum Thema "Mehr Respekt in der Community" haben wir angekündigt, dass wir an drei Punkten ansetzen wollen. Heute fangen wir an, die manchmal inkonsequente Moderation zu verbessern: mit neuen Moderationsregeln. Sie verringern die ungerechte Grauzone zwischen "eindeutig verwarnenswert" und "unproblematisch". Moderatoren dürfen jetzt wie Fußball-Schiedsrichter auch einfach ein Foul pfeifen, ohne gleich die gelbe Karte zu zücken.

||| Update (25.6.2012): Dieser Artikel ist ggf. veraltet. Hier findet ihr die neue Übersicht über die Sanktionsmethoden der Moderatoren. |||

Wir Moderatoren – dazu gehöre ich selbst – verwarnen zwar fast immer nachvollziehbar (eine Liste mit Beispielen in meiner Antwort auf diese Frage oder den Community-Regeln). Wir verwarnen aber nicht konsequent genug. Das bezieht sich vor allem darauf, dass "gleichschwere" Fälle hin und wieder ungleich behandelt werden: Manchmal erntet ein Nutzer für ein Posting eine Verwarnung, für das ein anderer nur eine Ermahnung oder gar nichts kassiert.

Der Tiger ohne Zähne
Wenn man als Nutzer aber sieht, dass e-fellows.net zwar "anständige" Postings fordert, "unanständige" allerdings nicht sanktioniert werden, dann setzt das die falschen Signale. e-fellows.net wirkt damit wie der Tiger, der zwar faucht, aber keine Zähne hat.

Der Schiri ist auch nicht objektiv
Objektiv oder zu 100% konsequent kann die Moderation natürlich nie sein. Sie hängt wie beim Fußball-Schiedsrichter ein bisschen von persönlichen Faktoren ab: Findet der Moderator eine bestimmte Äußerung aufgrund seiner persönlichen Vorgeschichte besonders anstößig? Ist er einer, der lieber einen sehr toleranten Stil pflegt oder eher nicht? Und selbst der beste Schiri kann nicht alles sehen.

Aber die Hauptgründe für inkonsequentes Verwarnen sind zwei andere:

a) Verwarnen ist per se unangenehm für den Moderator.
Nur Sadisten bestrafen gerne. Dazu kommt, dass der Moderator sich mit einer Verwarnung quasi selbst an den Pranger stellt: Wie dem Schiri kommt auch dem Moderator bei fast jeder härteren Entscheidung ein Schwall Kritik entgegengeschlagen – er muss sich (oft mehrfach) erklären und rechtfertigen. Das kostet Zeit. Da überlegt man sich zweimal, ob man jetzt konsequent durchgreift oder nicht.

b) Die Grauzone zwischen "objektiv verwarnenswert" und "anstandslos" ist groß.
Dazwischen gibt es "leicht anstößig", "ziemlich provozierend" und noch viele andere "leichte Fouls". Für den einen ist "Wetten, du bist ein Mann?" auf eine Frage zu Orgasmusproblemen einer anonymen Frau eine Aussage, die plump stört, dem Fragesteller (vermutlich) ungerechtfertigt etwas unterstellt und ihm damit indirekt die Berechtigung an der Frage abspricht oder ihn sogar beleidigt. Andere empfinden das vielleicht als leicht unpassend, aber irgendwie sogar witzig und harmlos.

Die Grauzone der Ungerechtigkeit
Weil diese Grauzone der Ungerechtigkeit so groß ist, und weil die Moderatoren großen Respekt vorm Verwarnen haben, bleiben viele Verstöße ungeahndet. Die Grauzone existiert einerseits bei den (leichten) Verstößen, die ungeahndet bleiben (ungerecht für den Geschädigten), andererseits bei den Verstößen, bei denen die Verwarnung grenzwertig war. Derzeit gibt es schließlich nur Verwarnen oder nichts tun (ok, selten noch ermahnen):

Abbildung: Die Grauzone zwischen "eindeutig verwarnenswert" und "unproblematisch"

Der Schiri muss ja nicht gleich Gelb zeigen

Nun hat der Fußball-Schiedsrichter aber natürlich nicht nur die gelbe und rote Karte (entsprechend zu Verwarnen und Rausschmeißen). Er kann auch einfache Fouls mit einem simplen Pfiff ahnden, das Spiel kurz unterbrechen und dann weiterspielen lassen. Ein Spieler hat einen anderen vielleicht unbeabsichtigt ein bisschen angerempelt. Das ist nicht ok, denn der andere Spieler wurde dadurch beeinträchtigt. Es ist aber auch nichts, was gleich eine gelbe Karte rechtfertigt. Und selbst wenn der Pfiff objektiv gesehen nicht berechtigt war: Solange der Spieler keine gelbe Karte bekommen hat, wird er den Fehlpfiff leichter akzeptieren.

Die Pfeife der Moderatoren: Löschen
Die Pfeife der Moderatoren ist in dem Fall, dass wir fortan grenzwertige Postings auch einfach löschen, aber nicht mehr alles, was wir löschen, auch verwarnen. Dadurch wird die Grauzone der Ungerechtigkeit kleiner. Es wird mehr Ahndenswertes auch in einer gewissen Form geahndet, aber mit weniger drastischen Folgen für den Verstoßenden:

Abbildung: Durch Löschen wird die Grauzone kleiner

Löschen als Deeskalationsmittel
Löschen ist außerdem ein gutes Mittel, um eine Diskussion vor der Eskalation zu bewahren. So wie der Schiedsrichter manchmal gleich zu Anfang ein paar "Signalpfiffe" setzt, um klar zu machen, wo die Grenzen sind. Manchmal führt zum Beispiel ein grenzwertiges Posting dazu, dass sich ein anderer darüber echauffiert, der wiederum Paroli geboten bekommt vom Verursacher, bis das Ganze in einer Beleidigungsschlacht endet. Wenn man solche Postings frühzeitig entfernt, eskaliert die Debatte erst gar nicht, und niemand fühlt sich allzu ungerecht behandelt, weil er gleich eine Verwarnung kassiert hat.

Löschen wird nicht zwangsläufig kommentiert
Aus diesem Grund (Deeskalation) behalten wir uns auch vor, eine Löschung nicht immer mit einem Beitrag des Moderators zu kommentieren. Das würde der Deeskalation entgegenstehen, da sich die Diskussion sonst an der Löschung des Moderators entzündet. Auf Nachfrage bringen wir natürlich gerne eine Erklärung vor.

Verwarnen: Ab der zweiten Verwarnung wird die Identität aufgedeckt
Das wird zwangsläufig auch dazu führen, dass wir weniger verwarnen (es ist jetzt schon sehr wenig: etwa ein bis zwei von über 3.000 Postings pro Woche werden verwarnt). Verwarnungen sind für schwere Verstöße reserviert. Daher müssen wir die Folgen von Verwarnungen härter gestalten: Wer zweimal verwarnt wird, den wird ein e-fellows.net-Mitarbeiter (kein Stipendiaten-Moderator) über eine Datenbankabfrage identifizieren und anschreiben.

Das hat auch den Grund, dass wir Fälle hatten, wo sich der Nutzer angeblich seiner zwei bereits vorhandenen Verwarnungen nicht bewusst war. So kann künftig niemand sagen, er hätte von nichts gewusst.

Verwarnungen verfallen wie bisher nach einem Jahr.

Mehr in den nächsten Wochen
In den nächsten Wochen werden wir dann Weg 1 und 3 "zu mehr Respekt" vorstellen: Funktionen, die uns einerseits die Moderation erleichtern, sie transparenter machen und die euch die Möglichkeit geben, selbst mitzumoderieren.

Anonymitäts-Missbrauch: Drei Wege zu mehr Respekt

Donnerstag, den 9. Februar 2012
Lukas

Im Internet der Flame Wars und Shitstorms ist die e-fellows.net community ein vergleichsweise zivilisiertes Pflaster. Doch auch hier gibt es mehr und mehr Diskussionen mit übertriebenen Provokationen, Bloßstellungen und Diskussionen, die in dieser Gehässigkeit und gegenseitigen Verachtung nicht geführt würden – würde es die Anonym-Funktion nicht geben.

Wir haben in der Vergangenheit viele Dinge unternommen, um dem Missbrauch der Anonymität entgegenzuwirken: Ein deutlicher Hinweis auf die Folgen des Missbrauchs beim Anklicken des Anonym-Häkchens war eine Maßnahme, unser Verwarnsystem und die Community-Regeln (Update: hier die neuen Community-Regeln) zwei weitere. Trotzdem wird die Anonymität weiter zu oft missbraucht, und das erzeugt eine manchmal ziemlich aggressive Stimmung. Immer wieder kommt es auch zu Kämpfen zwischen Anonymen- und Klarnamen-Fraktion. Dabei zerstören auch manche "Klarnamen-Poster" die Diskussion durch Postings wie "Warum postest du das anonym?".

Anonymität ist in Ordnung – Respektlosigkeit nicht
Wir finden: Ob jemand etwas anonym postet oder nicht, ist egal. Es geht nicht darum, was jemand sagt (mal abgesehen von Homosexuellen-Hetze oder anderen Diffamierungen). Entscheidend ist, wie er es sagt: sachlich und respektvoll (respektvoller Humor eingeschlossen) oder eben beleidigend, provozierend oder plump störend. Der gegenseitige Respekt vorm Diskussionspartner ist entscheidend, dafür will die Community stehen. Schließlich sind wir ein Netzwerk der schlausten jungen Köpfe, die eigentlich wissen, wie man sich benimmt.

Aber: Auch wenn ein anonymes Posting per se begrüßenswert ist – Anonymität ist ein Hauptnutzen der Community –, so gibt es verständlicherweise mehr Verstöße bei anonymen Postings. Fast alle unsere wenigen Verwarnungen (einstellige Zahl/Monat bei 14.000 Postings/Monat) wurden gegen anonym Postende ausgesprochen.

Anonym-Missbrauch: Woran liegt's?
Wir haben uns gefragt, woran es liegt, dass die Anonym-Funktion vermehrt missbraucht wird. Wir sind dabei in den vielen Diskussionen mit euch auf drei Eckpunkte gekommen, an denen wir nun ansetzen:

  1. Bewusstsein dessen stärken, was erlaubt ist und was nicht (Update: neue Funktionen)
  2. Moderation verbessern (Update: neue Moderationsregeln)
  3. Features (Update: neue Funktionen)

1. Bewusstsein dessen stärken, was erlaubt ist und was nicht.
Es ist ein selbstverstärkender Effekt: Man sieht, was andere sich so erlauben und spielt dann mit. Allen Nutzern wird daher demnächst häufiger in Erinnerung gerufen, dass die Anonym-Funktion für bestimmte Dinge eben nicht benutzt werden soll – und welche Folgen es hat, wenn das doch getan wird. Das könnte zum Beispiel ein prominentes Popup bei der Freischaltung für die Community sein, das man erst bestätigen muss, und das dann in regelmäßigen Abständen wiederkehrt.

2. Moderation verbessern
Wir Moderatoren – und da zähle ich mich selbst dazu – verwarnen zwar fast immer nachvollziehbar (eine Liste mit Beispielen in meiner Antwort auf diese Frage), aber nicht konsequent genug. Das bezieht sich vor allem darauf, dass "gleichschwere" Fälle hin und wieder ungleich behandelt werden: Manchmal erntet ein Nutzer für ein Posting eine Verwarnung, für das ein anderer nur eine Ermahnung oder gar nichts kassiert. Moderation kann natürlich nie 100% objektiv sein, aber wir wollen hier konsequenter werden und die "Grauzone der Ungerechtigkeit" verkleinern: Die Postings, die ungerechtfertigterweise nicht geahndet wurden (ungerecht für  den Geschädigten) und die Postings, die vielleicht zu hart geahndet wurden (ungerecht für den "Täter").

Hier wollen wir nun mit neuen Moderationsregeln ansetzen, die wir in den nächsten Wochen vorstellen werden. (Update: Neue Moderationsregeln sind nun da.)

3. Features
Der vielleicht wichtigste Grund, warum die Moderation zum Teil inkonsequent ist: Wir sehen viele Verstöße einfach nicht. Das ist bei manchmal über 1.000 Postings an einem Tag nicht zu leisten, selbst mit einem mittlerweile etwa achtköpfigen Moderatoren-Team nicht: Sechs Moderatoren "arbeiten" jeweils bis zu fünf Stunden pro Monat, zwei davon sind Christine und ich von e-fellows.net, die wir viele andere Aufgaben haben.

Daher werden wir in den nächsten Monaten Funktionen schaffen, die einerseits uns die Moderation erleichtern und die andererseits euch die Chance geben, uns leichter auf Threads hinzuweisen, wo die Diskussion zu eskalieren scheint. Dazu dann mehr, wenn die Features fertig sind. Sie basieren aber alle auf euren Vorschlägen (vielen Dank dafür!).

Die Top-10-Fragen zum MBA: Das Gehalt danach und mehr

Mittwoch, den 8. Februar 2012
Eva

Der Master of Business Administration ist eine Option für alle, die einen Führungsposten anstreben. Doch ist ein höheres Gehalt danach wirklich garantiert? Wann ist ein MBA sinnvoller als ein Doktortitel? Braucht man dafür unbedingt Berufserfahrung? Wir haben die zehn beliebtesten Diskussionen zum Thema MBA in der e-fellows.net community gesammelt.

1. MBA oder Promotion: Was ist besser? 

2. Kleckern statt Klotzen: Haben MBA-Absolventen zu hohe Erwartungen an ihr künftiges Gehalt?

3. MBA-Programme als Kaderschmiede: Entstehen dort wirklich Führungspersönlichkeiten?

4. Auch andere Wege führen nach Rom: Alternativen zum MBA

5. MBA noch nach der Promotion: Karriere-Booster oder Zeitverschwendung?

6. Kommt der MBA auch für Juristen in Frage?

7. Promotion führt in die Forschung, der MBA ins Management?

8. Noch keine Berufserfahrung: trotzdem MBA?

9. Die Qual der Wahl: MBA in einem oder zwei Jahren, im Inland oder Ausland?

10. Werde ich trotz schlechtem Bachelor-Abschluss zum MBA im Ausland zugelassen?

Der MBA-Ratgeber von e-fellows.net
Was unterscheidet den Doktoranden vom MBA-Anwärter, und wie sieht der Weg zum Titel jeweils aus? Welche MBA-Programme gibt es? e-fellows.net stellt ausgewählte Studiengänge vor.

MBA Day und MBA-Stipendien
In der Regel ist ein MBA mit hohen Kosten verbunden. Jedoch vergeben elf renommierte Business Schools Stipendien in Höhe von über 200.000 Euro an Stipendiaten und Alumni von e-fellows.net. Bewerben können sich auch Teilnehmer am MBA Day, unserer Veranstaltung mit ausgewählten Business Schools aus der ganzen Welt. Einige Partnerunternehmen unterstützen ihre Mitarbeiter bei der Weiterbildung, indem sie sie von der Arbeit freistellen, Studiengebühren übernehmen oder sogar selbst ein Programm in Zusammenarbeit mit einer Business School anbieten.

Rankings, GMAT und Expertenforum
Bei e-fellows.net findest du eine eigene Rubrik zum MBA mit Business School Rankings, Informationen zu den Eignungstests GMAT und TOEFL und einiges mehr. Wer seine Fragen im MBA-Expertenforum von 2011 nicht beantwortet findet, kann sich auch in der MBA-Gruppe mit anderen e-fellows austauschen.