Archiv der Kategorie 'Expertenforum'


Drei, zwei, eins, meins – oder wie läuft das mit dem Zweitstipendium?

Donnerstag, den 10. April 2008
Julia

Wie? Was? Das e-fellows.net-Stipendium ist euch nicht genug??? Na bloß gut, dass e-fellows.net nicht eifersüchtig ist. 564 Stipendiaten diskutierten und lasen beim Expertenforum “Der erfolgreiche Weg zum Stipendium” mit – wenn das mal nicht nach einem neuen Rekord riecht!


StuSti, KAS, FES, SMC, SDW – man fragt sich ja manchmal schon, wer die Buchstabensuppe der deutschen Stipendienlandschaft, die uns diverse politische, staatliche, kirchen- und wirtschaftsnahe Stiftungen eingebrockt haben, eigentlich auslöffeln soll. Wie praktisch, dass es Experten gibt, die das für uns erledigen.

Vom Trauma zum Aha-Erlebnis
So wie Tarek, Mathematikstudent an der FAU Erlangen-Nürnberg und mit einem halben Dutzend Stipendien dekoriert. Tarek sorgte bei mir gleich mit seinem ersten Posting für grenzenloses Erstaunen: Das (erfolglose) Auswahlgespräch bei der Studienstiftung, so schrieb er in seiner Expertenvorstellung, war “eine Erfahrung, die ich bis heute nicht missen möchte” – im Ernst? Mich selbst verfolgt bis heute der ehrlich entsetze Blick der StuSti-Interviewerin, die auf ihre Frage, was das Hauptanliegen des Films “The Aviator” sei, von mir die - zugegeben: nicht sehr intelligente - Antwort “Unterhaltung?” erhielt. Womit das Gespräch gelaufen war.

Spione unter sich
Tja. “Vielleicht hätten Sie jemanden fragen sollen, der sich damit auskennt” würden jetzt schadenfroh die Werbeleute der gelben Seiten sagen. Jemanden wie Christoph zum Beispiel, der nicht nur selbst Stipendiat der Studienstiftung war, sondern nach dem Studium als Mitglied des Auswahlkomitees auf die dunkle Seite der Macht … äh, die andere Seite wechselte. Was wohl die StuSti dazu sagen würde, dass er jetzt im Expertenforum sein Insiderwissen unter die Leute bringt?

Und fröhlich brodelt die Gerüchteküche
Aber irgendjemand muss schließlich Klarheit schaffen, wenn die heftig brodelnde Gerüchteküche den Durchblick zu vernebeln droht. Kleiner Test: Welche dieser drei Aussagen ist richtig? a) Die Studienstiftung nimmt nur Abiturienten mit 1,0-Schnitt. b) Wer Helmut Kohl nicht gut findet, braucht sich bei der Konrad-Adenauer-Stiftung gar nicht erst zu bewerben. c) Die FES braucht ein halbes Jahr, um die Bewerbungsunterlagen zu prüfen. d) Ohne freiwilliges soziales Jahr in Ouagadougou geht gar nichts. Na? Keine schlechte Sache, so ein Expertenjoker, oder? Doch auch das Publikum mischte kräftig mit, schließlich haben 40% der e-fellows noch ein zweites Stipendium und sind somit irgendwie doch wieder Experten.

Brachland im Dschungel
Die mit Abstand interessanteste Frage aber lautete: Wo finde ich ein Stipendium für ein Vollzeitstudium im Ausland? Unvorstellbar, aber wahr: Im Dickicht der deutschen Stipendienlandschaft gibt es hier offenbar eine echte Brache zu verzeichnen. Weiter als ins “grenznahe Ausland” wollen die meisten Stiftungen ihre Schützlinge nicht ziehen lassen – sie sind eben doch eifersüchtig!

Alles Master oder was?

Donnerstag, den 28. Februar 2008
Theresa

Jeder MBA ist ein Master – aber nicht jeder Master ein MBA. Das wusstet ihr vielleicht auch schon vor den beiden Expertenforen. Aber wer kennt sich denn bitte bei den ganzen Abkürzungen noch aus? M.A., M.Sc. und MBA - wo genau ist da der Unterschied?

Die Experten konnten das aufklären - genauso wie die vielen anderen Fragen à la “Muss man den Bachelor überdurchschnittlich gut abschließen, um überhaupt einen Master-Platz zu bekommen?” oder “Welcher Master bietet sich nach dem Psychologie-Studium an?” und “Können auch Kulturwirte einen M.A. in Finance machen?” Gefehlt hat natürlich auch nicht die Frage zum Vorurteil schlechthin: Kuschelnoten bei Master und MBA. Oder ist es gar kein Vorurteil?

Führung durch den Studiengang-Dschungel: Expertenforum Master
Die Führung durch den unübersichtlichen Master-Wust übernahmen Detlev Kran und Nicolaus Heinen – und diskutierten in dem einen oder anderen der fast 100 Postings auch mal untereinander. Aber bei den wichtigsten Punkten, die angehende Master-Studenten beachten sollten, waren sie sich einig: Besser ein akkreditiertes Programm, das Wissen vertieft und ein Jahr dauert, denn “Nichts ist teurer als ein zweijähriger Master.” Und was nach dem Expertenforum auch jedem klar war: Deutschland sucht Spezialisten, aber Auslandserfahrung ist ein großes Plus.

Für Berufserfahrene: Expertenforum MBA
Auch wenn der MBA für die meisten Studenten noch weit weg ist: Die MBA-Experten Torsten Mielke und Thomas Graf hatten viele Fragezeichen aus dem Weg zu räumen. Klar, die e-fellows planen schließlich voraus. Dank der Experten wissen sie jetzt, dass Berufserfahrung Voraussetzung für den MBA ist - und sinnvoll, weil die Teilnehmer auch voneinander lernen. Deshalb gilt auch: Der “allgemeine Master” lebt vom Renommee der Hochschule, dort tummeln sich die qualifiziertesten Teilnehmer. Also lieber Finger weg von No-Name-Programmen.

Eins nach dem anderen
Zuerst kommt der Bachelor, dann schließt ihr den Master an, arbeitet ein paar Jahre und setzt vielleicht noch den MBA drauf - als Karriere-Beschleuniger. Wenn man einen Schritt nach dem anderen macht, scheint das gar nicht mehr so schwer. Oder liebäugeln die e-fellows eher mit einer wissenschaftlichen Laufbahn? Auch kein Problem: Alle, die sich für den Doktortitel interessieren, verarzten die Spezialisten im nächsten Expertenforum.

Aber sischer dat…

Freitag, den 15. Februar 2008
Carolin

Lust auf ein paar Klischees? Die Deutschen sind ordnungsliebend und haben ein großes Bedürfnis nach Sicherheit. Keine Sorge, ihr müsst demnächst nicht ein Foto eures aufgeräumten Zimmers bei der Stipendiumsbewerbung mitschicken. Aber dass ihr sicherheitsbewusst seid, ist spätestens nach den letzten zwei Wochen klar.

Die e-fellows sind gerne auf der sicheren Seite - das hat das große Interesse an den beiden Expertenforen zum Thema Sicherheit gezeigt. Wobei einige offenbar besorgter um ihren Computer sind als um die Rente. Gute Tipps zur Absicherung gab es für beide.

Versicherungen für Haus und Hof
Aber der Reihe nach: Im Expertenforum “Vertrauen ist gut, versichern besser?” ging es um Fragen nach Berufsunfähigkeit, Rente und all die anderen unangenehmen Dinge, für die man sich absichern kann. Bei denen man sich immer denkt: “Ja, da müsste ich mich auch mal genauer informieren.” Experte Thomas Bettin gab nicht nur Tipps zu Versicherungen nach der Hochzeit. Mellus Refferinus fand zum Beispiel heraus, dass sie auch weiterhin getrost auf eine Hausratsversicherung verzichten kann. Bei ihr gibt es eh nix zu holen.

Diagnose ohne Wunderkugel
Aber auch der Computer will versichert, äh gesichert werden, vor Viren zum Beispiel. Yangling kann ein Lied davon singen: Sie hatte ein paar verdächtige Dateien auf ihrem Rechner gefunden und setzte gleich einen Notruf im Expertenforum ab. IT-Sicherheitsspezialist Stefan Esser bemühte sich sehr, ihr die böse Nachricht schonend beizubringen “Es sieht nicht gut aus!” Glücklicherweise stellten sich die Killerviren nach näherer Betrachtung doch als harmlos heraus. Daher war es nicht schlimm, dass der Experte seine Kristallkugel gerade verlegt hatte.

Sicher war sicher
Wie räumt man das Internet auf und entfernt unerwünschten Inhalt über sich selbst? Wie versichert man sich als Jurist? Was passiert mit der Krankenversicherung, wenn man vor dem Studium ein Praktikum macht? Kann der Router mein Internet sicher machen? Der Vorhang ist zu, und alle Fragen sind geklärt – hoffentlich. Falls nicht, gibt es bei streikenden Rechnern eine Anlaufstelle: Die neue Gruppe “Computerprobleme“. Und Finanzexperten tummeln sich im Forum “Finanzen und Versicherungen“. Im Zweifelsfall: Das nächste “sichere” Expertenforum kommt bestimmt.

Pekuniäres Prekariat? Da sei Fonds vor!

Montag, den 3. Dezember 2007
Kay

Man sollte meinen, student freut sich, wenn er irgendwie über die Runden kommt finanziell. Schließlich wollen Miete, Mensa und Studiengebühren bezahlt werden. Aber offenbar sind die Trinkgelder beim Taxifahren oder Kellnern üppig genug, dass es sich lohnt, über die finanzielle Zukunft nachzudenken. Und doch war das Expertenforum zum Thema Finanzen ein Reißer. Oder siegte einfach die Angst vor der ach so “sischren” Rente?

Bei “Richtig investiert ist halb gewachsen” mit dem unabhängigen Finanzprofi Torsten Normann ging es jedenfalls richtig zur Sache. Rekord! Und mit was für Themen… unsere Eltern wären entsetzt, aber: Vernunft ist geil!

Ohne Fuchs zum Eigenheim
Bausparen. Eigentlich ein Killerthema. Mir erschien es erst ein wenig eigentümlich, aber Eigentum ist schon eine gute Sache. Eins wurde jedoch klargestellt: Schwäbisch Hall war gestern, der Fuchs kann gehen, die Zukunft gehört dem Sparplan. Da gibt’s nämlich mehr Rendite. Und überhaupt: Wer, ganz Unternehmer, gleich ein Eigenheim statt der Eigenwohnung anvisiert, kommt mit den Steinen, auf denen er bauen kann, nicht weit.

REICHhaltige Antifaltencreme
Gut investiert ist halb gewachsen und gut vorgesorgt ist halb in Rente. Alt wird man sicher, berufsunfähig unter Umständen auch – warum nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen? Torsten Normann riet zu zwei Fliegenklappen. Das rechnet sich besser. Muss man nur seine Ambidextrie ein wenig trainieren. Allerdings klang selbst nach dem Rat des Experten noch durch, dass die e-fellows sehr unterschiedlicher Meinung waren, was die Absicherung bei Berufsunfähigkeit angeht.

Schiffe versenken vs. Schiffe kaufen
Lag’s vielleicht nur an den Begriffen? Ich persönlich habe beim Lesen manchmal mit den Augen geschlackert. Put-Optionen? Stop-Loss-Orders? Ich habe offenbar viel nachzuholen… Oder ich mache es mir einfach und kaufe mir ein Containerschiff. Na ja, einen Poller wenigstens - Schiffsbeteiligungen sind schließlich eines von Herrn Normanns “Lieblings-Asset-Klassen”.

Das liebe Geld
Stinken tut’s nicht, glücklich macht es vielleicht, beschäftigen tut es euch auf jeden Fall. Kann ich verstehen. Und nach diesem Expertenforum werde ich sehen, ob ich nicht doch noch den einen oder anderen Cent zurücklegen kann. Nicht unbedingt für ein Haus. Aber vielleicht für eine Eigentumskoppel für mein Pferd – das wird nämlich auch langsam alt.

Richtig anziehend

Montag, den 8. Oktober 2007
Sabine

Eine Strumpfhose im Sommer mit Kopftuch und tiefem Ausschnitt bei großen Frauen? Beerdigungsoutfit mit blauen Schuhen – oder doch lieber braunen? Aber dann die Manschettenknöpfe bitte nicht vergessen! Welcher Hemdkragen am Casual Friday und zum Golfen durchscheinende Blusen?

So in etwa lässt sich das Expertenforum “Dress for Success” mit Stefanie Saga von Peek & Cloppenburg zusammenfassen, das in den letzten zwei Wochen stattgefunden hat. Über 300 e-fellows verfolgten die Diskussion und stellten derart viele Fragen rund um den korrekten Dresscode im Job und beim Vorstellungsgespräch. So viele, dass Frau Saga gar nicht alle beantworten konnte. Ein kleiner Tipp: Unsere e-fellows-Knigge-Gruppe ist der richtige Ort, um diese Diskussion fortzuführen.

Den richtigen Riecher entwickeln
Auswahl bietet die Business-Bekleidungsindustrie heutzutage reichlich. Verschiedene Trends, unterschiedliche Farben, zahlreiche Schnitte und jede Menge Accessoires eröffnen einem schier unendliche Kombinationsmöglichkeiten und hinterlassen fragende e-fellows. Frau Saga gab uns folgende Grundregeln mit auf den Weg:

  • Das Wichtigste ist, dass Sie sich in Ihrem Outfit wohl fühlen und sicher und selbstbewusst auftreten können.
  • Achten Sie darauf, welche Farben (und Muster) einem persönlich stehen.
  • Bei konservativen/klassischen Unternehmen bieten sich eher gedeckte Farben an.
  • Hilfreich ist es immer, sich vorher zu informieren, was die Mitarbeiter tragen. Dies können Sie, wenn möglich, vor Ort tun (z.B. in einer Bank), sonst kann man sich auf der Unternehmenswebsite ansehen, welche Kleidung die Menschen auf den Bildern tragen.
  • Machen Sie sich bewusst, dass man als Mitarbeiter ein Unternehmen nach außen repräsentiert. Welche Kunden, Mitarbeiter, Interessensgruppen, etc. treffe ich in meinem Job? Was erwarten sie von mir? Was möchte ich durch mein Outfit aussagen?

Dem Anlass und der Position entsprechend
Ein Rock kann auch mal sommerlicher sein und ohne Strumpfhose getragen werden, wenn weder Kundenpräsentationen noch Vorstandssitzungen anstehen. Bei einem Golfevent benötigt man keineswegs das karierte Profi-Outfit. Auch in einer Baumwollhose mit einem Poloshirt sowie einem Pullover mit V-Ausschnitt macht man eine gute Figur – selbst, wenn es mit dem Putten noch nicht so gut klappt.

“Grundsätzlich würde ich mich immer nach oben orientieren, um zu verdeutlichen, dass ich auch in höheren Positionen die (Kleidungs-)Spielregeln beherrsche und das Unternehmen adäquat vertreten kann,” fasste Frau Saga die Frage nach Manschettenknöpfen zusammen. Allerdings warnte sie die e-fellows dabei, Vorgesetzte durch Kleidung übertreffen zu wollen, damit das Argument “der verdient ja wohl zuviel, wenn er sich das in der Position schon leisten kann” am Arbeitsplatz gar nicht erst aufkommen kann. Dasselbe gilt übrigens für Frauen. “Sie” soll außerdem die Manschettenknöpfe, laut Frau Saga, auf ihren Schmuck abstimmen.

Die richtige Kragenweite?
Kent-, Haifisch- oder Button-down-Kragen - das hängt immer von der Figur und der Gesichtsform eines Mannes ab. Mit Krawatte getragen, sollte man den obersten Hemdknopf niemals auflassen. Und Tipps, wie man die richtige Kragenweite ermitteln kann, gab es von Frau Saga schließlich auch noch.

Wessen Kragenweite solche Fragen nicht sind oder wer sich neben schicken Klamotten noch für schicke Autos interessiert, dem sei das nächste Expertenforum vom 08. bis 12. Oktober ans Herz gelegt: Denn da steht der Automobilsektor der Zukunft im Mittelpunkt der Diskussion zwischen e-fellows.net Stipendiaten und Alumni sowie Rainer Münch von Oliver Wyman.