Archiv der Kategorie 'Expertenforum'

Live-Case mit McKinseys Recruiting-Chef: Ein Fall zum Haare-Raufen?

Donnerstag, den 1. Dezember 2011
Julia

Warum ist das Shampoo so teuer? Beim Live-Case mit McKinseys Recruiting-Chef Dr. Thomas Fritz drehte sich alles um die Körperpflege – und wie sich deren Produktion optimieren lässt. Eine haarige Angelegenheit, aber die e-fellows bewahrten einen kühlen Kopf.

Der dritte Live-Case mit Dr. Thomas Fritz war eine saubere Sache: Im Zentrum stand ein Hersteller für Körperpflegeprodukte. Shampoo, Duschgel und Badezusatz sollen an den Mann und an die Frau. Europaweit wurden die Produktionskosten verschiedener Werke verglichen. Dabei schnitt das süddeutsche Werk besonders schlecht ab – mit zehn Cent für jede produzierte Flasche. Den geringsten Preis pro Flasche hatte ein Werk in Polen. Die Frage lautete also: Was kann dieses Werk gegen diese hohen Kosten tun?

Thomas Fritz und die Löcherer
Eine haarige Angeleigenheit? Nicht für die e-fellows. Kaum war der Case gestellt, löcherten die e-fellows Thomas Fritz mit Fragen: Wie hoch sind die Kosten beim besten Werk? Wie viele Flaschen produziert die Firma in einem Jahr? Gibt es mehrere Produktionslinien? Und welche Risiken bestehen im Umfeld des Unternehmen?

Thomas Fritz gab bereitwillig Auskunft über technische Kapazitäten, Kernkompetenzen oder Aufbau des Unternehmen. So werden zum Beispiel in fünf Produktionslinien je 200 Flaschen pro Minute gefertigt – also 150 Millionen Flaschen im Jahr. Produziert wird im Zweischichtbetrieb, 16 Stunden am Tag. Das Grübeln ging weiter. Lohnt es sich, eine Produktionslinie abzuschalten? Sollte das Sortiment erweitert oder diversifiziert werden? Wie kann man die Fixkosten reduzieren?

Interessanterweise machte niemand den Vorschlag, die Produktion einfach in das anscheinend billigere Werk in Polen zu verlagern – die e-fellows verstanden, dass die Produktivität pro Mitarbeiter im süddeutschen Werk die beste war und man das einfach besser ausnutzen sollte.

Die Auslastung war der Schlüssel
Damit war man dem Schlüssel nähergekommen: Die Auslastung der Produktionslinien! Die lag gerade mal bei 42 bis 50 Prozent. Die Frage war also: Wie kann man diese mangelhafte Auslastung beheben? Kann man Nachfrage-Hypes ausgleichen? Welche Chancen und Risiken böte es, neue Märkte zu erschließen oder für Wettbewerber zu produzieren?

ALDI ruft an
Schließlich ging die Problemlösung hin zur Produktion für Dritte, zum Beispiel Handelsmarken. Thomas Fritz berichtete nun, dem Unternehmen liege ein Angebot von ALDI vor: 50 Millionen Flaschen pro Jahr soll das Unternehmen für den Discounter produzieren. ALDI ist bereit, dafür acht Cent pro Flasche zu zahlen. Ist das ein attraktives Angebot? Und vor allem: Lohnt es sich finanziell?

Nun waren die Zahlenjongleure gefragt. Das Ergebnis: Das Angebot von ALDI würde sich wirtschaftlich lohnen. Risiken für das Image oder der Verlust von Flexibilität seien aber bei der genauen Vertragsgestaltung zu berücksichtigen, zum Beispiel über eine Ausstiegsklausel. Andere Strategien wie Internationalisierung sollte man allerdings im Hinterkopf behalten.

Danach: Expertenforum "Bewerben bei McKinsey"
Im Anschluss wartete das Expertenforum "Bewerben bei McKinsey", wo Nicole Kerschl und Thomas Fritz auf Fragen antworteten wie:

Teilnehmerrekord
Mit einem Rekord von fast 1.200 Gruppenmitgliedern schlug das Community-Angebot noch besser ein als die Jahre zuvor. 2012 geht es dann hoffentlich in die nächste Runde – damit es beim echten Case-Interview kein Haaresträuben gibt.

Live-Case mit McKinseys Recruiting-Chef: Der Ball ist rund, und der Case dauert 150 Minuten

Freitag, den 5. November 2010
Maximilian

Wie viele Schals in den Vereinsfarben braucht ein Fußballfan? Wo kauft er das Trikot? Beim Bummel durch die Innenstadt, vor dem Spiel am Stadion oder lieber vom heimischen PC aus? Beim zweiten Live-Case in der e-fellows.net community mit McKinseys Recruiting-Chef Dr. Thomas Fritz mussten die e-fellows tief in die Psyche des Fußballfans einsteigen.

Dass Bundesligavereine auch veritable Wirtschaftsunternehmen sind, ist bekannt. Dabei geht es aber nicht nur um Sponsorengelder oder Ticket-Verkauf. Auch die Fans sollen mit dem Kauf von Fan-Artikeln das Geschäft am Laufen halten.

Thomas Fritz stellte den e-fellows den fiktiven Bundesliga-Verein FC Beuel 75 vor, der in der letzten Saison mit einem Gewinneinbruch beim Merchandising zu kämpfen hatte. Im Live-Case sollten die e-fellows zuerst die Gründe für den monetären Abstieg analysieren und in einem zweiten Schritt Vorschläge machen, wie der Club finanziell wieder in der ersten Liga spielen könnte.

"Wo liegt das Stadion"?
Im Minutentakt wurde McKinseys Recruiting Director zunächst mit Fragen gelöchert: Sind die Produktionskosten gestiegen? Wo werden die Fan-Artikel verkauft? Gibt es einen Online-Shop?

Fußball-Fans [Quelle: sxc.hu, Autor: duduhp]

Doch nicht nur betriebswirtschaftliche Fragen interessierten die Case-Teilnehmer, auch die Gesamtsituation des Vereins sollte in den Blick rücken: Konnte der FC Beuel in letzter Zeit sportliche Erfolge verbuchen? Hat er eine lange Fußballtradition? Haben wichtige Spieler zu anderen Clubs gewechselt? Wie weit liegen Stadion und Trainingsgelände voneinander entfernt?

Trikot vs. Flaschenöffner
Allmählich gelang es den e-fellows, den Kern des Problems herauszuschälen und daraufhin Lösungsstrategien zu entwickeln. Offenbar haben die Fans eher Produkte mit niedriger Marge gekauft und die Artikel mit hoher Gewinnspanne links liegen lassen.

Eine Strategie wäre also, künftig mehr auf T-Shirts und Flaschenöffner statt auf Trikots zu setzen. Auch Paket-Angebote wurden vorgeschlagen: Man könnte Trikot-Käufern Rabatt auf Artikel mit höherer Marge gewähren. Schließlich brachte Thomas Fritz die Idee ins Gespräch, einen Fan-Shop in der Beueler Innenstadt zu eröffnen. Dieser würde sich bei einer Kannibalisierung von 25% tatsächlich lohnen, stellten die Case-Löser schließlich fest.

Nach dem Case ist vor dem Case
Thomas Fritz war jedenfalls beeindruckt, wie schnell die e-fellows auf die richtigen Lösungswege kamen und resümierte: "Crowd-case-solving ist offensichtlich möglich!" Darüber hinaus war das Forum ein gutes Trainingslager für alle, die sich auf Case-Interviews vorbereiten wollen. Denn nach dem Case ist vor dem Case.

Kontakt zu McKinsey aufnehmen?
In der McKinsey-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei McKinsey kontaktieren.

Case lösen live mit McKinsey: Ist die Brücke ihr Gold wert?

Freitag, den 6. November 2009
Katharina

10.000 Prozent hat unser Server gegeben, und es hat trotzdem nicht gereicht. Der Ansturm auf die Community war riesig am Donnerstag Abend. Warum? Zum ersten Mal konnten die e-fellows live einen Case lösen – und das mit McKinseys Recruiting-Chef Dr. Thomas Fritz. Wie geht es unserem Server? Und konnten die e-fellows rausfinden, was die Golden Gate Bridge kostet?

Pünktlich um 18 Uhr postete Thomas Fritz den allerersten e-fellows.net Live-Case. Na ja, fast pünktlich, denn bis 18:15 Uhr war das Forum erst einmal nicht zu erreichen. Hunderte e-fellows drückten gleichzeitig F5 und überwältigten unseren Server. Erst als unser IT-Chef Michael eine Reihe anderer Community-Funktionen abschaltete, konnte die Diskussion starten:

Golden Gate Bridge Quelle:sxc.hu Autor:sioul

"San Francisco will die Golden Gate Bridge verkaufen. Sind 800 Millionen US-Dollar der richtige Preis?"

Pretty in pink?
Was für eine Vorstellung – die berühmteste Brücke der Welt in privater Hand. Darf der Investor die Brücke pink streichen? Kann er 50 Dollar Maut erheben? Was kostet es, die Brücke instandzuhalten? Wie viele Autos überqueren sie am Tag? Die e-fellows hatten "eine Menge sehr guter Fragen", fand Thomas Fritz und lieferte die Antworten im Forum. Er betonte: Die Anzahl der Autos zu schätzen, ist Aufgabe der e-fellows.

Die Autos sind der Schlüssel
Wie also kann man herausfinden, wie viele Autos am Tag über die Golden Gate Bridge fahren? Die e-fellows stürzten sich auf die Rechnung und kamen schnell auf zwei Lösungswege: Schätzung über Bevölkerungszahl oder über Auslastung der Brücke. Fast sofort aber wurde klar: nur über die Auslastung können die e-fellows errechnen, wie viel Maut der Investor am Tag verdienen kann.

Die Erkenntnis kam genau richtig. Zwei Stunden waren vorbei und die e-fellows gingen vom Fragen zum Diskutieren über. Nach 45 Minuten zeichnete sich eine Zwischenlösung ab, die Thomas Fritz bestätigte. Ist dieser jährliche Gewinn durch Mautgebühren genug, um den Kaufpreis von 800 Millionen Dollar zu rechtfertigen? Und wie könnte der Investor noch mehr Geld mit der Brücke machen?

Kaffee für 800 Millionen?Kaffee für 800 Millionen Quelle:sxc.hu Autor:jaylopez
Die Brücke als Werbefläche vermieten oder den Namen verkaufen. Kaffee ausschenken. Vollsperrung für exklusive Veranstaltungen. Eine Golden-Gate-Lotterie. Die e-fellows wurden kreativ. Sind diese Ideen umzusetzen? Und wie viel Geld bringen sie dem Investor? Jetzt kam es auf darauf an, die richtige Empfehlung auszusprechen. Wie hoch sollte der Kaufpreis sein?

Die Antwort der e-fellows war deutlich: 800 Millionen Dollar für die Golden Gate Bridge? Völlig unrealistisch. Thomas Fritz stimmte zu und war beeindruckt: "Ich war fasziniert, wie außerordentlich gut die Lösungen waren, die ihr in den Diskussionen entwickelt habt."

Auch wir finden: Der erste Live-Case der e-fellows.net community war ein voller Erfolg. Wir hoffen, ihr hattet Spaß – und vielleicht gibt es ja ein nächstes Mal. Wir schicken bis dahin unseren Server zum Krafttraining. ;)


Welches Stipendium passt zu mir?
Stiftungen beraten im Expertenforum

Mittwoch, den 19. November 2008
Carolin

Die Community wird zum Rekordmeister, und das ganz ohne Fußball: Die Rekorde prasselten nur so beim Expertenforum "Dein Weg zum Stipendium – Vertreter von zehn Stiftungen beantworten deine Fragen". Fast 900 Mitglieder hat die Gruppe inzwischen. Und auch die Anzahl der Fragen und Antworten war rekordverdächtig.

Kein Wunder – zum ersten Mal standen Vertreter von zehn Begabtenförderungswerken als Ansprechpartner im Expertenforum zur Verfügung. Die e-fellows nutzten ihre Chance und schrieben sich die Finger wund – so kamen am Ende innerhalb einer Woche sage und schreibe 600 Postings zusammen.

Mit offiziellen Vertretern waren dabei:

Außerdem antworteten sechs kompetente e-fellows.net-Stipendiaten auf Fragen zur Studienstiftung.

Einzelberatung im Expertenforum
Was für ein Luxus: Die e-fellows posteten einfach, was sie studieren und wie sie sich engagieren, und schon erfuhren sie, welche Stiftung zu ihnen passen würde. Wie zum Beispiel e-fellow Robert, der sich nach Unterstützung für Naturwissenschaftler im ersten Semester erkundigte. Gute Nachrichten: Seine Chancen auf Förderung stehen eigentlich bei jeder Stiftung gut.

Wie sieht es mit Promotionsförderung aus?
Markus ist da schon ein bisschen weiter und macht sich andere Sorgen: Wie sieht es mit einer Promotionsförderung aus, wenn der erste Abschluss schon länger als ein Jahr zurückliegt? Die Experten konnten ihn größtenteils beruhigen – die Abstand zwischen erstem Abschluss und Promotion ist bei den meisten Stipendiengebern nicht so wichtig, solange man das Höchstalter von 32 Jahren nicht überschreitet. Andere Regeln gelten leider für ein Zweitstudium, das im Normalfall nicht gefördert werden kann. Ein Fachwechsel ist dagegen selten ein Problem, fand ein besorgter e-fellow heraus – wenn man seinen Wechsel gut begründen kann und die Stiftung rechtzeitig informiert.

Wie sozial bin ich eigentlich?
Großes Rätselraten gab es um das "soziale Engagement", das von allen Stiftungen gefordert wird. Das Expertenforum offenbarte für viele des Rätsels Lösung: Mitarbeit im Sportverein, in der Fachschaft, bei Asta, in einer Partei und ähnliches kann man auf jeden Fall in seiner Bewerbung anbringen. Aber auch die Pflege eines Angehörigen und kostenlose Nachhilfe fallen darunter. Was die Stiftungen eher nicht beeindruckt, sind bezahlte Nachhilfe und Pflichtpraktika. Folgende Faustregel nannte ein Experte: Soziales Engagement ist die Mitarbeit bei etwas, das nicht Pflicht ist, das man nicht für sich selbst macht und was einem guten Zweck dient. Und was einen sicher auch persönlich voran bringt!

Nicht nur finanzielle Förderung, sondern viel mehr
Persönlich voran bringt die Mitglieder von KAS, FES und Co. auch die vielseitige ideelle Förderung, die die Stiftungen anbieten. Die Stipendiaten-Experten schwärmten im Forum von den Seminarwochenenden – und warben dafür, sich gerade auch wegen dieser ideellen Förderung um ein Stipendium zu bemühen: "Ich hätte nicht gedacht, dass ich nach fast fünf Jahren Diplomstudiengang noch so viel Neues lernen kann, wenn ich zum Beispiel eine Woche mit 80 Stipendiaten in einer Sommerakademie zusammenarbeite", erzählte e-fellow Christopher.

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an alle beteiligten Experten! Über Feedback, Lob und Kritik freuen wir uns wie immer: entweder hier im Blog oder in der Gruppe.

Daumen für Tante Prusselise

Mittwoch, den 1. Oktober 2008
Sabine

Tante Prusselise war wirklich eine penetrante Zeitgenössin: Unerbittlich versuchte sie, Pippi Langstrumpf ins Kinderheim zu bringen. Das nervt, bringt Ephraims Tochter aber nicht aus der Ruhe. Auch das neue Community-Release hat uns im Vorfeld Nerven gekostet. Aber weil e-fellows.net ohnehin manchmal an die Villa Kunterbunt erinnert, haben wir's geschafft – und dem Kinde den passenden Namen gegeben.

Release "Tante Prusselise" bringt folgende neue Features, die euch hoffentlich keine Nerven kosten, sondern viel Spaß und Nutzen bieten:

  • Nicht nur bei Fragen & Antworten, auch in Gruppen könnt ihr jetzt anonym posten. Das ist vor allem praktisch für heikle oder persönliche Themen wie zum Beispiel beim Expertenforum "Prüfungsangst" nächste Woche. Einfach beim Erstellen des Beitrags ein Häkchen setzen (siehe Screenshot).

  • Ob anonym oder nicht – gute Beiträge haben auch in Gruppenforen Daumen verdient (siehe Screenshot). Was gefällt oder hilft, könnt ihr nun bedaumen – und natürlich selbst Daumen für gute Beiträge kassieren.

  • Damit die Diskussionen bei Fragen & Antworten noch plastischer werden, könnt ihr nun Bilder bei Fragen hochladen. Der optimale Aufbau von Lebensläufen oder die abstürzenden Börsenkurse lassen sich damit gleich viel besser beurteilen.
  • Das e-fellows.net-Passwort regelmäßig zu ändern ist nicht nur sicher, sondern von jetzt an auch bequemer: Geht nun ebenfalls in der Community unter "Einstellungen".

Tante Prusselise hat euch gefallen? Dann schlagt doch Features für das nächste Release vor – das wird bestimmt Pippi Langstrumpf heißen.


Drei, zwei, eins, meins – oder wie läuft das mit dem Zweitstipendium?

Donnerstag, den 10. April 2008
Julia

Wie? Was? Das e-fellows.net-Stipendium ist euch nicht genug??? Na bloß gut, dass e-fellows.net nicht eifersüchtig ist. 564 Stipendiaten diskutierten und lasen beim Expertenforum "Der erfolgreiche Weg zum Stipendium" mit – wenn das mal nicht nach einem neuen Rekord riecht!


StuSti, KAS, FES, SMC, SDW – man fragt sich ja manchmal schon, wer die Buchstabensuppe der deutschen Stipendienlandschaft, die uns diverse politische, staatliche, kirchen- und wirtschaftsnahe Stiftungen eingebrockt haben, eigentlich auslöffeln soll. Wie praktisch, dass es Experten gibt, die das für uns erledigen.

Vom Trauma zum Aha-Erlebnis
So wie Tarek, Mathematikstudent an der FAU Erlangen-Nürnberg und mit einem halben Dutzend Stipendien dekoriert. Tarek sorgte bei mir gleich mit seinem ersten Posting für grenzenloses Erstaunen: Das (erfolglose) Auswahlgespräch bei der Studienstiftung, so schrieb er in seiner Expertenvorstellung, war "eine Erfahrung, die ich bis heute nicht missen möchte" – im Ernst? Mich selbst verfolgt bis heute der ehrlich entsetze Blick der StuSti-Interviewerin, die auf ihre Frage, was das Hauptanliegen des Films "The Aviator" sei, von mir die – zugegeben: nicht sehr intelligente – Antwort "Unterhaltung?" erhielt. Womit das Gespräch gelaufen war.

Spione unter sich
Tja. "Vielleicht hätten Sie jemanden fragen sollen, der sich damit auskennt" würden jetzt schadenfroh die Werbeleute der gelben Seiten sagen. Jemanden wie Christoph zum Beispiel, der nicht nur selbst Stipendiat der Studienstiftung war, sondern nach dem Studium als Mitglied des Auswahlkomitees auf die dunkle Seite der Macht … äh, die andere Seite wechselte. Was wohl die StuSti dazu sagen würde, dass er jetzt im Expertenforum sein Insiderwissen unter die Leute bringt?

Und fröhlich brodelt die Gerüchteküche
Aber irgendjemand muss schließlich Klarheit schaffen, wenn die heftig brodelnde Gerüchteküche den Durchblick zu vernebeln droht. Kleiner Test: Welche dieser drei Aussagen ist richtig? a) Die Studienstiftung nimmt nur Abiturienten mit 1,0-Schnitt. b) Wer Helmut Kohl nicht gut findet, braucht sich bei der Konrad-Adenauer-Stiftung gar nicht erst zu bewerben. c) Die FES braucht ein halbes Jahr, um die Bewerbungsunterlagen zu prüfen. d) Ohne freiwilliges soziales Jahr in Ouagadougou geht gar nichts. Na? Keine schlechte Sache, so ein Expertenjoker, oder? Doch auch das Publikum mischte kräftig mit, schließlich haben 40% der e-fellows noch ein zweites Stipendium und sind somit irgendwie doch wieder Experten.

Brachland im Dschungel
Die mit Abstand interessanteste Frage aber lautete: Wo finde ich ein Stipendium für ein Vollzeitstudium im Ausland? Unvorstellbar, aber wahr: Im Dickicht der deutschen Stipendienlandschaft gibt es hier offenbar eine echte Brache zu verzeichnen. Weiter als ins "grenznahe Ausland" wollen die meisten Stiftungen ihre Schützlinge nicht ziehen lassen – sie sind eben doch eifersüchtig!

Alles Master oder was?

Donnerstag, den 28. Februar 2008
Theresa

Jeder MBA ist ein Master – aber nicht jeder Master ein MBA. Das wusstet ihr vielleicht auch schon vor den beiden Expertenforen. Aber wer kennt sich denn bitte bei den ganzen Abkürzungen noch aus? M.A., M.Sc. und MBA – wo genau ist da der Unterschied?

Die Experten konnten das aufklären – genauso wie die vielen anderen Fragen à la "Muss man den Bachelor überdurchschnittlich gut abschließen, um überhaupt einen Master-Platz zu bekommen?" oder "Welcher Master bietet sich nach dem Psychologie-Studium an?" und "Können auch Kulturwirte einen M.A. in Finance machen?" Gefehlt hat natürlich auch nicht die Frage zum Vorurteil schlechthin: Kuschelnoten bei Master und MBA. Oder ist es gar kein Vorurteil?

Führung durch den Studiengang-Dschungel: Expertenforum Master
Die Führung durch den unübersichtlichen Master-Wust übernahmen Detlev Kran und Nicolaus Heinen – und diskutierten in dem einen oder anderen der fast 100 Postings auch mal untereinander. Aber bei den wichtigsten Punkten, die angehende Master-Studenten beachten sollten, waren sie sich einig: Besser ein akkreditiertes Programm, das Wissen vertieft und ein Jahr dauert, denn "Nichts ist teurer als ein zweijähriger Master." Und was nach dem Expertenforum auch jedem klar war: Deutschland sucht Spezialisten, aber Auslandserfahrung ist ein großes Plus.

Für Berufserfahrene: Expertenforum MBA
Auch wenn der MBA für die meisten Studenten noch weit weg ist: Die MBA-Experten Torsten Mielke und Thomas Graf hatten viele Fragezeichen aus dem Weg zu räumen. Klar, die e-fellows planen schließlich voraus. Dank der Experten wissen sie jetzt, dass Berufserfahrung Voraussetzung für den MBA ist – und sinnvoll, weil die Teilnehmer auch voneinander lernen. Deshalb gilt auch: Der "allgemeine Master" lebt vom Renommee der Hochschule, dort tummeln sich die qualifiziertesten Teilnehmer. Also lieber Finger weg von No-Name-Programmen.

Eins nach dem anderen
Zuerst kommt der Bachelor, dann schließt ihr den Master an, arbeitet ein paar Jahre und setzt vielleicht noch den MBA drauf – als Karriere-Beschleuniger. Wenn man einen Schritt nach dem anderen macht, scheint das gar nicht mehr so schwer. Oder liebäugeln die e-fellows eher mit einer wissenschaftlichen Laufbahn? Auch kein Problem: Alle, die sich für den Doktortitel interessieren, verarzten die Spezialisten im nächsten Expertenforum.

Aber sischer dat…

Freitag, den 15. Februar 2008
Carolin

Lust auf ein paar Klischees? Die Deutschen sind ordnungsliebend und haben ein großes Bedürfnis nach Sicherheit. Keine Sorge, ihr müsst demnächst nicht ein Foto eures aufgeräumten Zimmers bei der Stipendiumsbewerbung mitschicken. Aber dass ihr sicherheitsbewusst seid, ist spätestens nach den letzten zwei Wochen klar.

Die e-fellows sind gerne auf der sicheren Seite – das hat das große Interesse an den beiden Expertenforen zum Thema Sicherheit gezeigt. Wobei einige offenbar besorgter um ihren Computer sind als um die Rente. Gute Tipps zur Absicherung gab es für beide.

Versicherungen für Haus und Hof
Aber der Reihe nach: Im Expertenforum "Vertrauen ist gut, versichern besser?" ging es um Fragen nach Berufsunfähigkeit, Rente und all die anderen unangenehmen Dinge, für die man sich absichern kann. Bei denen man sich immer denkt: "Ja, da müsste ich mich auch mal genauer informieren." Experte Thomas Bettin gab nicht nur Tipps zu Versicherungen nach der Hochzeit. Mellus Refferinus fand zum Beispiel heraus, dass sie auch weiterhin getrost auf eine Hausratsversicherung verzichten kann. Bei ihr gibt es eh nix zu holen.

Diagnose ohne Wunderkugel
Aber auch der Computer will versichert, äh gesichert werden, vor Viren zum Beispiel. Yangling kann ein Lied davon singen: Sie hatte ein paar verdächtige Dateien auf ihrem Rechner gefunden und setzte gleich einen Notruf im Expertenforum ab. IT-Sicherheitsspezialist Stefan Esser bemühte sich sehr, ihr die böse Nachricht schonend beizubringen "Es sieht nicht gut aus!" Glücklicherweise stellten sich die Killerviren nach näherer Betrachtung doch als harmlos heraus. Daher war es nicht schlimm, dass der Experte seine Kristallkugel gerade verlegt hatte.

Sicher war sicher
Wie räumt man das Internet auf und entfernt unerwünschten Inhalt über sich selbst? Wie versichert man sich als Jurist? Was passiert mit der Krankenversicherung, wenn man vor dem Studium ein Praktikum macht? Kann der Router mein Internet sicher machen? Der Vorhang ist zu, und alle Fragen sind geklärt – hoffentlich. Falls nicht, gibt es bei streikenden Rechnern eine Anlaufstelle: Die neue Gruppe "Computerprobleme". Und Finanzexperten tummeln sich im Forum "Finanzen und Versicherungen". Im Zweifelsfall: Das nächste "sichere" Expertenforum kommt bestimmt.

Pekuniäres Prekariat? Da sei Fonds vor!

Montag, den 3. Dezember 2007
Kay

Man sollte meinen, student freut sich, wenn er irgendwie über die Runden kommt finanziell. Schließlich wollen Miete, Mensa und Studiengebühren bezahlt werden. Aber offenbar sind die Trinkgelder beim Taxifahren oder Kellnern üppig genug, dass es sich lohnt, über die finanzielle Zukunft nachzudenken. Und doch war das Expertenforum zum Thema Finanzen ein Reißer. Oder siegte einfach die Angst vor der ach so "sischren" Rente?

Bei "Richtig investiert ist halb gewachsen" mit dem unabhängigen Finanzprofi Torsten Normann ging es jedenfalls richtig zur Sache. Rekord! Und mit was für Themen… unsere Eltern wären entsetzt, aber: Vernunft ist geil!

Ohne Fuchs zum Eigenheim
Bausparen. Eigentlich ein Killerthema. Mir erschien es erst ein wenig eigentümlich, aber Eigentum ist schon eine gute Sache. Eins wurde jedoch klargestellt: Schwäbisch Hall war gestern, der Fuchs kann gehen, die Zukunft gehört dem Sparplan. Da gibt's nämlich mehr Rendite. Und überhaupt: Wer, ganz Unternehmer, gleich ein Eigenheim statt der Eigenwohnung anvisiert, kommt mit den Steinen, auf denen er bauen kann, nicht weit.

REICHhaltige Antifaltencreme
Gut investiert ist halb gewachsen und gut vorgesorgt ist halb in Rente. Alt wird man sicher, berufsunfähig unter Umständen auch – warum nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen? Torsten Normann riet zu zwei Fliegenklappen. Das rechnet sich besser. Muss man nur seine Ambidextrie ein wenig trainieren. Allerdings klang selbst nach dem Rat des Experten noch durch, dass die e-fellows sehr unterschiedlicher Meinung waren, was die Absicherung bei Berufsunfähigkeit angeht.

Schiffe versenken vs. Schiffe kaufen
Lag's vielleicht nur an den Begriffen? Ich persönlich habe beim Lesen manchmal mit den Augen geschlackert. Put-Optionen? Stop-Loss-Orders? Ich habe offenbar viel nachzuholen… Oder ich mache es mir einfach und kaufe mir ein Containerschiff. Na ja, einen Poller wenigstens – Schiffsbeteiligungen sind schließlich eines von Herrn Normanns "Lieblings-Asset-Klassen".

Das liebe Geld
Stinken tut's nicht, glücklich macht es vielleicht, beschäftigen tut es euch auf jeden Fall. Kann ich verstehen. Und nach diesem Expertenforum werde ich sehen, ob ich nicht doch noch den einen oder anderen Cent zurücklegen kann. Nicht unbedingt für ein Haus. Aber vielleicht für eine Eigentumskoppel für mein Pferd – das wird nämlich auch langsam alt.

Richtig anziehend

Montag, den 8. Oktober 2007
Sabine

Eine Strumpfhose im Sommer mit Kopftuch und tiefem Ausschnitt bei großen Frauen? Beerdigungsoutfit mit blauen Schuhen – oder doch lieber braunen? Aber dann die Manschettenknöpfe bitte nicht vergessen! Welcher Hemdkragen am Casual Friday und zum Golfen durchscheinende Blusen?

So in etwa lässt sich das Expertenforum "Dress for Success" mit Stefanie Saga von Peek & Cloppenburg zusammenfassen, das in den letzten zwei Wochen stattgefunden hat. Über 300 e-fellows verfolgten die Diskussion und stellten derart viele Fragen rund um den korrekten Dresscode im Job und beim Vorstellungsgespräch. So viele, dass Frau Saga gar nicht alle beantworten konnte. Ein kleiner Tipp: Unsere e-fellows-Knigge-Gruppe ist der richtige Ort, um diese Diskussion fortzuführen.

Den richtigen Riecher entwickeln
Auswahl bietet die Business-Bekleidungsindustrie heutzutage reichlich. Verschiedene Trends, unterschiedliche Farben, zahlreiche Schnitte und jede Menge Accessoires eröffnen einem schier unendliche Kombinationsmöglichkeiten und hinterlassen fragende e-fellows. Frau Saga gab uns folgende Grundregeln mit auf den Weg:

  • Das Wichtigste ist, dass Sie sich in Ihrem Outfit wohl fühlen und sicher und selbstbewusst auftreten können.
  • Achten Sie darauf, welche Farben (und Muster) einem persönlich stehen.
  • Bei konservativen/klassischen Unternehmen bieten sich eher gedeckte Farben an.
  • Hilfreich ist es immer, sich vorher zu informieren, was die Mitarbeiter tragen. Dies können Sie, wenn möglich, vor Ort tun (z.B. in einer Bank), sonst kann man sich auf der Unternehmenswebsite ansehen, welche Kleidung die Menschen auf den Bildern tragen.
  • Machen Sie sich bewusst, dass man als Mitarbeiter ein Unternehmen nach außen repräsentiert. Welche Kunden, Mitarbeiter, Interessensgruppen, etc. treffe ich in meinem Job? Was erwarten sie von mir? Was möchte ich durch mein Outfit aussagen?

Dem Anlass und der Position entsprechend
Ein Rock kann auch mal sommerlicher sein und ohne Strumpfhose getragen werden, wenn weder Kundenpräsentationen noch Vorstandssitzungen anstehen. Bei einem Golfevent benötigt man keineswegs das karierte Profi-Outfit. Auch in einer Baumwollhose mit einem Poloshirt sowie einem Pullover mit V-Ausschnitt macht man eine gute Figur – selbst, wenn es mit dem Putten noch nicht so gut klappt.

"Grundsätzlich würde ich mich immer nach oben orientieren, um zu verdeutlichen, dass ich auch in höheren Positionen die (Kleidungs-)Spielregeln beherrsche und das Unternehmen adäquat vertreten kann," fasste Frau Saga die Frage nach Manschettenknöpfen zusammen. Allerdings warnte sie die e-fellows dabei, Vorgesetzte durch Kleidung übertreffen zu wollen, damit das Argument "der verdient ja wohl zuviel, wenn er sich das in der Position schon leisten kann" am Arbeitsplatz gar nicht erst aufkommen kann. Dasselbe gilt übrigens für Frauen. "Sie" soll außerdem die Manschettenknöpfe, laut Frau Saga, auf ihren Schmuck abstimmen.

Die richtige Kragenweite?
Kent-, Haifisch- oder Button-down-Kragen – das hängt immer von der Figur und der Gesichtsform eines Mannes ab. Mit Krawatte getragen, sollte man den obersten Hemdknopf niemals auflassen. Und Tipps, wie man die richtige Kragenweite ermitteln kann, gab es von Frau Saga schließlich auch noch.

Wessen Kragenweite solche Fragen nicht sind oder wer sich neben schicken Klamotten noch für schicke Autos interessiert, dem sei das nächste Expertenforum vom 08. bis 12. Oktober ans Herz gelegt: Denn da steht der Automobilsektor der Zukunft im Mittelpunkt der Diskussion zwischen e-fellows.net Stipendiaten und Alumni sowie Rainer Münch von Oliver Wyman.