Archiv der Kategorie 'Erfahrungsbericht'

Erfahrungsbericht (McKinsey): Nur über die Schulter schauen gibt es hier nicht

Montag, den 7. Mai 2012
Erfahrungs- bericht

Bei seinem Praktikum in der Abteilung Research & Information von McKinsey war Till von Beginn an mehr Kollege als Praktikant. Er arbeitete mit internationalen Teams an eigenen Projekten und ehe er sichs versah, führte er eine komplette Analyse der Jahresabschlüsse der DAX30-Konzerne durch.

Unternehmen und Ort
McKinsey, Düsseldorf

Position und Abteilung im Unternehmen
Praktikant in der Abteilung Research & Information (R&I)

Wie bist du an das Praktikum gekommen?
Nach meinem Bachelorabschluss in BWL wollte ich ein Praktikum machen, in dem fachliche Arbeit an betriebswirtschaftlichen Problemen, Begeisterung für die deutsche Volkswirtschaft sowie Neugier und Schnelligkeit gefragt sind. Außerdem war es für mich wichtig, schnell Verantwortung zu übernehmen und international zu arbeiten. Bei meiner Suche bin ich dann auf eine Stelle bei McKinsey im "General Research" gestoßen.

TillTill (25) hat BWL an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde studiert und macht jetzt seinen Master in Management an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Da stellte sich für mich die Frage, ob und wie ich diesen Job bekommen kann. Ich wurde mit einem angenehmen und spannenden Bewerbertag bei R&I in Düsseldorf überrascht. Meine Interviews waren echte Gespräche, in denen es nicht um das Abprüfen von Fakten, sondern um einen tatsächlichen Austausch ging. Ich hatte ausführlich Zeit, Fragen zu stellen. Außerdem besprachen meine Interviewpartner und ich interessante Probleme und diskutierten offen über mögliche Lösungsansätze. Dadurch hatte ich die Chance, einen Einblick in die Atmosphäre bei McKinsey zu bekommen, und beide Seiten konnten herausfinden, ob man zueinander passt. An diesem Tag bin ich vier künftigen Kollegen begegnet, mit denen ich später viel und sehr gut zusammengearbeitet habe.

Keine Unterschiede zwischen Praktikanten und Festangestellten
Mein unsicheres Gefühl am ersten Tag wurde mir bei einer lockeren Begrüßung aller neuen-McKinsey Mitarbeiter schnell genommen. Ein Partner berichtete uns von seinem ersten Tag und forderte uns auf, die Zeit zu genießen. Er machte uns Mut, die kommenden Herausforderungen anzunehmen und appellierte an uns, das Motto "Make your own McKinsey" ernst zu nehmen. Von der ersten Woche an haben mich meine Kollegen in ihren Reihen als vollwertiges Mitglied aufgenommen. Bei McKinsey wird in der fachlichen Diskussion kein Unterschied gemacht zwischen Praktikant und Festangestelltem. Während meines Praktikums ist es sogar mehrmals vorgekommen, dass Kollegen mich für einen Festangestellten hielten.

Kontakt zu McKinsey aufnehmen?
In der McKinsey-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei McKinsey kontaktieren.

Die Auswahl der Projekte selbst beeinflussen
Besonders die Einstellung "Make your own McKinsey" hat mich beeindruckt. Dieses Motto wird gelebt: Jeder Mitarbeiter kommt mit anderen Fähigkeiten und Interessen zu McKinsey. Oft passen normierte Jobbezeichnungen nicht zu diesen persönlichen Profilen. So hatte ich von Beginn an die Möglichkeit, auch als Praktikant Einfluss auf die Auswahl meiner Projekte zu nehmen, meinen Platz zu finden und somit "mein eigenes McKinsey zu bauen". Aufgrund meiner Fähigkeiten und Interessen konnte ich so über meine Stellenbeschreibung hinaus andere Projekte übernehmen und an der Schnittstelle zwischen zwei Research-Teams arbeiten. So konnte ich einerseits unterschiedliche Projekte zu verschiedenen volks- und betriebswirtschaftlichen Themen bearbeiten. Andererseits begleitete ich auch mehrere Monate lang einen internationalen Projekteinsatz im öffentlichen Sektor.

"Ehe ich mich versah, führte ich eine eigene Analyse durch"
Während dieses Projekteinsatzes habe ich mit Kollegen aus mehreren europäischen und außereuropäischen Ländern eng zusammengearbeitet. Der unkomplizierte Umgang in diesem internationalen Netzwerk hat mich sehr beeindruckt. Im Projekt selber habe ich mich mit internationalen Arbeitsmärkten beschäftigt – wovon ich als reiner Betriebswirt mit Schwerpunkten in Controlling und Management vorher nicht viel wusste. Genau diese Herausforderung eines ganz neuen Themas habe ich gesucht. So hatte ich die Chance, über meinen Tellerrand hinauszuschauen.

Bei einem anderen interessanten Projekt ging es um die Nachhaltigkeitsberichterstattung deutscher Großkonzerne. Zu diesem Thema gab es keine Quellen, die unsere spezielle Frage beantwortet hätten. Also schlug ich dem Partner spontan vor, eine eigene Analyse zu machen. Ehe ich mich versah, untersuchte ich eigenständig die Jahresabschlüsse der DAX30-Konzerne zur Kommunikation des Themas Nachhaltigkeit. Diese Schnelligkeit und Flexibilität der Organisation und die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, macht sehr viel Spaß. Ich konnte mich persönlich und fachlich stark weiterentwickeln.

Ich bin zu McKinsey mit viel Lust auf neue Herausforderungen gekommen. Diese Erwartungen haben sich voll erfüllt und ich würde mich immer wieder für ein Praktikum bei R&I entscheiden.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Clifford Chance): Chemie, Reaktionen? Gesellschaftsrecht – eine Wissenschaft für sich

Donnerstag, den 3. Mai 2012
Erfahrungs- bericht

Gender Diversity und Work-Life-Balance – die Themen des Workshops "Next Generation – Juristinnen in den Großkanzleien" sind in aller Munde. e-fellows.net-Stipendiatin Ute fragte nach: Wie steht's bei Clifford um die "Gläserne Decke"? Neben den Karriereperspektiven für Frauen stand aber auch Fachliches auf der Agenda: M&A-Deals, Rollenspiele und Verhandlungsstrategien.

Titel und Thema des Events
"Next Generation – Juristinnen in der Großkanzlei"

Datum und Ort
10. Februar 2012, Düsseldorf

Teilnehmerinnen und Referenten
19 Studentinnen, Doktorandinnen und Referendarinnen; von Clifford Chance: Dr.Claudia Milbradt (Partnerin im Bereich Litigation & Dispute Resolution), Dr. Christoph Witte (Partner im Bereich Corporate), Dr. Christian Vogel (Counsel im Bereich Corporate), Dr. Gunnar Sachs (Counsel im Bereich Corporate)Bianca Willms (Human Resource). Sowie Monika Schulz-Strelow, Präsidentin FidAR e.V. (Frauen in die Aufsichtsräte).

e-fellows.net-Stipendiatin Janae-fellows.net-Stipendiatin Ute (26) promoviert in Jura an der Uni Düsseldorf. Beim Workshop "Next Generation" von Clifford Chance erpobte sie sich als Juristin für Unternehmensrecht ("Corporate Lawyer").

Nach der Begrüßung der Teilnehmer bei Kaffee und Croissants und einer kurzen Kanzleivorstellung durch die Partner Dr. Claudia Milbradt und Dr. Christoph Witte ging es los.

Regel Nummer Eins: Teamwork
Es ist das Kerngeschäft internationaler Kanzleien: die M&A-Transaktion (Beratung bei Unternehmensübernahmen). Eine spannende Aufgabe, die der erste Workshop unter der Leitung von Dr. Christian Vogel und Dr. Gunnar Sachs da zum Thema hatte.

Der Ablauf und das Verfahren eines M&A-Deals dürften den meisten Teilnehmerinnen bekannt gewesen sein. Deshalb lag der Schwerpunkt auf der Zusammenarbeit des Teams. "Professionelles Auftreten setze eine solide Teamarbeit voraus.", so Dr. Sachs.

Zufriedenheitsgarantie?
Wie aber gewährleistet die Kanzlei ein angemessenes Ergebnis, wo doch so viele Rechtsbereiche an ein und derselben Transaktion beteiligt sind? Wie dafür sorgen, dass ein Dokument nicht mehrfach bewertet wird?  Oder unentdeckte Risiken birgt? Es geht schließlich um riesige Datenmengen …

Damm gegen die Flut: der Gesellschaftsrechtler
Über solche organisatorischen Fragen hatte wohl keine der Teilnehmerinnen nachgedacht. Es ist der Jurist für Unternehmensrecht beziehungsweise der Gesellschaftsrechtler, bei dem die Fäden der Transaktion zusammenlaufen. Während die Anwälte der Sektoren mit ihrem Spezialwissen konkrete Analysen zu Einzelfragen zuliefern, muss er den Deal insgesamt im Blick halten: Aufgaben verteilen und koordinieren, und aus den Einzelergebnissen ein Ergebnis machen. Hier liegt der besondere Reiz dieser Aufgabe.

Meine erste Erkenntnis des Tages: Wer neben der Juristerei Organisation auf hohem Niveau liebt, sollte sich mit dem Berufsbild "Gesellschaftsrechtler" auseinandersetzen.

Beim Mittagsbuffet hatten die Teilnehmer Gelegenheit, die vorangegangene Diskussion zu vertiefen und die anwesenden Anwälte und Partner über ihr Arbeitsleben zu löchern.

Aktion, Reaktion – Augen auf im Rollenspiel-Workshop
Nach der Mittagspause waren wir aufgefordert, in einem Rollenspiel unsere Verhandlungstaktik zu erproben und zu schulen. Dabei schaute uns Dr. Christian Vogel  über die Schulter.

Uns wurden besonders zurückhaltende oder übermäßig zielstrebige Charaktere zugewiesen. In Zweiergruppen galt es, Karten aufzudecken, deren Vorderseite mit einem X und deren Rückseite mit einem Y markiert war. Abhängig von der Kombination der offenen Karten konnte einer der Mitspieler oder das Team zusammen mehr oder weniger Punkte erzielen. Gewinnen konnte nur, wer genau aufpasste, sich gut absprach und die Schritte des Gegners analysierte.

Chemie? Reaktionen? Sitze ich im richtigen Saal?
Nach drei Spielrunden diskutierten wir die Ergebnisse. Bravuröse Strategen waren wir jedenfalls nicht. Dafür ist deutlich geworden: M&A-Deals sind präzise vorzubereiten. Die Strategie des Gegenübers ist wesentlich für die eigene Position. "In einer Transaktion kommt es nämlich auch auf die Reaktion und Chemie zwischen den Parteien an.", so Dr. Vogel. Wer hätte gedacht, dass ein Deal am Ende der Verhandlungen nur deshalb platzt, weil Investor und Veräußerer der Zielgesellschaft sich nicht leiden können?

Gute Unternehmensrechtler sind Menschenkenner
Eine zweite Erkenntnis dieses Tages: Neben fachlichen Fähigkeiten und Organisationsvermögen sind Menschenkenntnis und Strategie zwingende Fertigkeiten für einen erfolgreichen M&A-Dealer.

Frauen gegen die gläserne Decke
Am späten Nachmittags referierte die  Präsidentin von FidAR e.V. (Frauen in die Aufsichtsräte) über die sogenannte "Gläserne Decke", die es Frauen in vielen großen Unternehmen verwehrt, in Führungspositionen aufzusteigen.

Die unverbindlich geregelte Frauenquote wertete sie als ersten Schritt in die richtige Richtung. Damit sei es jedoch längst nicht getan: Aufsichtsräte dürften nicht mit weiblichen Marionetten besetzt werden, um der Quote gerecht zu werden. Frauen bereichern die Gremien.

Quoten bei Clifford Chance
Was folgte, war eine lebhafte Diskussion zu Themen wie Gender Diversity und Work-Life-Balance. Dabei fanden wir heraus, dass sich Clifford Chance mit einem Frauenanteil unter den Associates von rund 40% und in der deutschen Partnerschaft von 18% durchaus sehen lassen kann. Mittelfristig soll der Frauenanteil in der deutschen Partnerschaft sogar auf 30% erhöht werden.

Hilfe bei der Karriere
Durch ein spezielles Mentorinnenprogramm sollen Partnerinnen dabei weibliche Associates und Counsel auf ihrem Karriereweg unterstützen. Und auch der Familienförderung wird bei Clifford Chance Rechnung getragen: eine Kindertagesstätte  im Frankfurter Büro und Betreuungsplätze in Düsseldorf helfen den Mitarbeitern, den Spagat zwischen Familie und Beruf zu meistern.

Abendprogramm
Das inhaltsreiche Tagesprogramm  wurde durch ein geselliges Abendessen mit zahlreichen Kanzleivertretern abgerundet. Sie lieferten Antworten zu allen Fragen rund um die Kanzlei und ihre Arbeit.

Für wen eignet sich der Workshop?
Der Workshop hat viele neue Facetten der Tätigkeit in einer Großkanzlei aufgezeigt. Die Referenten bedienten ein breites Spektrum und durchleuchteten besonders die Anforderungen einer Beratung.

Allen, die sich vorstellen können, in einer internationalen Kanzlei zu arbeiten, bietet der Workshop eine gute Möglichkeit, einen Einblick in die Arbeit von Clifford Chance und einen Eindruck vom Profil der Kanzlei zu gewinnen.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Deutsche Bank): Kind, Kegel und Karriere

Mittwoch, den 2. Mai 2012
Erfahrungs- bericht

Kind, Kegel und Karriere – wie funktioniert diese Kombination für Frauen bei der Deutschen Bank? Davon konnte sich Susanne beim "Face-to-Face Women" mit der Deutschen Bank selbst ein Bild machen. Denn dort traf sie Powerfrauen aus der Führungsetage und erfuhr mehr über das Private Wealth Management des größten Finanzinstituts Deutschlands – und wie sie als Trainee nach New York kommt.

Titel und Thema der Veranstaltung:
"Face-to-Face Women" bei der Deutschen Bank

Thema: "Legen Sie Ihr Karrierekapital gut an! – Das Private Wealth Management der Deutschen Bank stellt sich vor"

Zeit, Ort und Dauer der Veranstaltung:
Am 23. März 2012, 10 bis 17 Uhr in Frankfurt am Main

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter:
21 e-fellows.net-Stipendiaten und folgende Unternehmensvertreter: Stephanie Laue (Graduate Recruiterin – HR Talent Acquisition), Elke Speidel-Walz (Chief Investment Strategist), Sandra Cassens (Head of Global Fund Solutions Germany), Samantha Gründler (Senior Relationship Managerin), Jennifer Pohl (Produktspezialist Investmentfonds), Sarah Sabine Schmidt (Junior Relationship Managerin und Trainee 2011)

Neben meinem Studium arbeite ich bei einer Privatbank und interessiere mich daher für das Private Wealth Management. Auch die Deutsche Bank als größtes und erfolgreichstes Finanzinstitut Deutschlands fasziniert mich. Durch "Face-to-Face Women" konnte ich beides näher kennenlernen und bekam Antworten auf offene Fragen – zum Beispiel zu möglichen Praktika oder Einstiegschancen bei der Deutschen Bank.

Gute Aussichten
Stephanie Laue aus der Personalabteilung stellte uns bei der Begrüßung den Ablauf vor. Auf uns warteten viele Programmpunkte mit unterschiedlichsten Referentinnen. Daraufhin präsentierte uns Sandra Cassens das Private Wealth Management der Deutschen Bank. Als "Head of Global Fund Solutions Germany" konnte sie uns einen umfassenden Einblick in dessen Struktur, das Konzept der Kundenbetreuung und vieles mehr geben.

e-fellows.net-Stipendiatin Susannee-fellows.net-Stipendiatin Susanne (20) studiert "Ausbildungsintegrierte Betriebswirtschaftslehre" an der Frankfurt School of Finance & Management.

Was tun, wenn Staatsanleihen nichts mehr wert sind?
Anschließend gab uns Elke Speidel-Walz einen Einblick in die Investmentstrategie des globalen "Investment Comitees", in dem sie selbst Mitglied ist. Sie erklärte zum Beispiel die aktuellen Probleme von Staatsanleihen und stellte alternative Anlagevorschläge für die Kunden vor, die das Comitee regelmäßig in einem Musterportfolio visualisiert.

Von Frau zu Frau
Beim nächsten Programmpunkt lernten wir drei sehr unterschiedliche Karrierewege im Private Wealth Management der Deutschen Bank kennen. Die drei Referentinnen Samatha Gründler, Jennifer Pohl und Sarah Sabine Schmidt erzählten zunächst von ihrer beruflichen Laufbahn. Im Anschluss standen sie bei einer ausführlichen Fragerunde Rede und Antwort: Wie sieht das Trainee-Programm der Deutschen Bank aus? Welche Rollen haben Frauen in den einzelnen Abteilungen und gegenüber Kunden? Welche Probleme gibt es dabei? Und wie findet man die Balance zwischen Beruf und Familie? Viele dieser Themen wurden während des Mittagessens mit den Referentinnen und unter den Teilnehmerinnen weiter diskutiert.

Einstieg ins Trainee-Programm in New York
Stephanie Laue stellte uns nach dem Mittagessen die Bewerbungsprozesse und Einstiegsmöglichkeiten bei der Deutschen Bank vor. Wir erfuhren, welche Praktika angeboten werden und wie das Trainee-Programm im Private Wealth Management der Deutschen Bank aufgebaut ist - zu dem zum Beispiel ein mehrwöchiges globales Einführungsprogramm in New York gehört.

Zum Schluss gibt's Kunst, Kaffee und Kuchen
Nun wartete das Highlight des Tages auf uns. In den Zwillingstürmen der Deutschen Bank wurden wir in zwei Gruppen durch die Kunstsammlung geführt. Wir waren begeistert von den außergewöhnlichen Bildern und der Anordnung der Kunstwerke. Den gelungenen und abwechslungsreichen Tag konnten wir in der 37. Etage bei Kaffee und Kuchen ausklingen lassen.

Für Entschlossene und Zögerliche
Die Veranstaltung war eine rundum informative und spannende Einführung in das Private Wealth Management der Deutschen Bank. Durch zahlreiche Referentinnen und abwechslungsreiche Programmpunkte bekamen wir einen Eindruck, wie viele verschiedene Profile und Berufsbilder das Private Wealth Management bietet – und wie global und diversifiziert die Deutsche Bank als Arbeitgeber ist. Der Tag war ein Anstoß, gerade als Frau über die Work-Life-Balance nachzudenken. Sowohl für diejenigen, die genau wissen, in welche Abteilung der Bank sie wollen, als auch für generell an der Deutschen Bank interessierten e-fellows ist diese Veranstaltung sehr zu empfehlen!

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Allianz): Bewerben nach Maß

Dienstag, den 17. April 2012
Erfahrungs- bericht

Personaler nehmen die Besten. Der Lebenslauf muss inhaltlich korrekt, das Layout übersichtlich und ansprechend sein. Anschreiben und Bewerbungsgespräch sollen überzeugen. Um sein Gap Year im Unternehmen der Wahl verbringen zu können, hat e-fellows.net-Stipendiat Bastian beim Allianz "Bewerbertraining" mitgemacht. Die Quintessenz: Das Unternehmen hat das gleiche Ziel wie du – herausfinden, ob ihr zusammenpasst.

Titel und Thema der Veranstaltung
Allianz "Bewerbertraining"

Zeit und Ort
20. und 21. März 2012 bei der Allianz in Berlin (Treptow)

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
13 Studenten, drei Allianz-Mitarbeiter (Nadja Pfeffermann, Ralf Hilscher, Maximilian Schumacher), ein professioneller Coach

e-fellows.net-Stipendiat Bastiane-fellows.net-Stipendiat Bastian (22) studiert Technologie- und Managementorientierte Betriebswirtschaftslehre an der Technischen Universität München. Beim Bewerbertraining der Allianz hat er gelernt, dass Entfaltung maßgeblich von seiner Initiative abhängt.

Gap-Year Vorbereitung
Das "Bewerbertraining" der Allianz versprach aus zweierlei Gründen spannend zu werden: Erstens stehe ich kurz vorm Abschluss meines Bachelor-Studiums. Die Zeit bis zum Master möchte ich noch durch ein Praktikum ergänzen. Die Veranstaltung war also ideal, um mich auf meine anstehenden Bewerbungsgespräche vorzubereiten. Zweitens ist die Allianz ein international erfolgreicher Versicherer und somit für mich ein möglicher Arbeitgeber.

Extra eingeflogen
Das Event startete bereits um kurz vor 10 Uhr. Für mich bedeutete das einen entsprechend frühen Start in den Tag – schließlich bin ich mit dem Flieger aus München gekommen.

13 engagierte Studenten aus ganz Deutschland trafen in Berlin auf vier hilfsbereite Mitarbeiter der Allianz (Berlin, München) sowie einer Bewerbungstrainerin aus Wien.

Warm-up: Wir mussten uns nach Größe, Anreiseentfernung und Wissen über Bewerbungsprozesse geordnet aufstellen. Das hat zu Diskussionen untereinander angeregt, und wir fühlten uns schnell wohl.

Bewerben nach Maß
Die Trainerin war eine große Hilfe. Wir konnten professionell angeleitet die Stufen einer Bewerbungsphase vom Anschreiben übers Telefoninterview bis zumVorstellungsgespräch durchlaufen. Die wichtigsten Tipps waren dabei Offenheit, Ehrlichkeit und sorgfältige Vorbereitung.

Die Unterlagen im Check
Dazu der Klassiker: die Analyse unserer Bewerbungsunterlagen. Feedback gab es erst von der Gruppe, dann von den Allianz-Mitarbeitern und der Trainerin. Es war spannend auch die Unternehmensseite im Berwerbungsprozess zu sehen. Für die ist schwierig "den" Bewerber auszuwählen. Sich zu vergegenwärtigen, dass Bewerbungsverfahren nicht nur für die Teilnehmer Stress bedeuten, kann helfen, entspannter und sicherer aufzutreten. Auch die Recruiter stehen unter Druck, den richtigen Kandidaten für Ihr Unternehmen zu finden.

Leichtere Kost beim Mittag
Leichte Kost hingegen gab's beim Mittagessen im Mitarbeitercasino und auch beim Rundgang durch das Posteingangszentrum der Allianz in Berlin konnten wir entspannen. Alle Briefe der Allianz landen dort. Allein 400 Mitarbeiter sind für diesen Bereich eingestellt.

Eindrücke aus erster Hand
Mein Höhepunkt: der Abend mit allen Teilnehmern und den Allianz-Mitarbeitern. Wir stellten unsere persönlichen Fragen an den jeweiligen Ansprechpartner und bekamen Eindrücke und Erfahrungen aus erster Hand. Neben den Kontakten zum Unternehmen, waren mir schließlich Einblicke in die Arbeitsweise und Mentalität der Mitarbeiter besonders wichtig.

Selbstentfaltung und Eigeninitiative
Ich habe mit einer Mitarbeiterin des Kompetenzzentrums "Erneuerbare Energien" gesprochen, die seit ihrem Abschluss bei der Allianz arbeitet. Sie hat verschiedene Abteilungen kennengelernt und bestätigte mir, dass ihr die Allianz eine Menge Entfaltungsspielraum lasse. Der Grad der Selbstentfaltung hänge natürlich auch von der Eigeninitiative ab.

Im Nachhinein
Die zwei Tage waren unheimlich lehrreich und spannend. Meine Ansprüche wurden auf jeden Fall erfüllt, und ich habe gute Kontakte geknüpft.

Wieder einmal viel zu schnell vorbei
Ich empfehle die Veranstaltung allen, die wenig Erfahrung mit Bewerbungen haben, kurz vor einer Bewerbung stehen oder die Allianz kennenlernen wollen.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Freshfields): Graue Großkanzlei? Von wegen!

Donnerstag, den 12. April 2012
Erfahrungs- bericht

Viel Geld, hohe Belastung, kaum Freizeit. So sieht für die meisten das Bild einer Großkanzlei aus. Aber wie ist der Arbeitsalltag dort tatsächlich? Welche verschiedenen Praxisgruppen gibt es? Und wie gelingt ein Einstieg als Referendar? All das erfuhr Diana bei den Karrieretagen von Freshfields – und was es mit panischen Chefs und redseligen Sekretärinnen auf sich hat.

Titel und Thema der Veranstaltung:
Karrieretage von Freshfields Bruckhaus Deringer

Zeit, Ort und Dauer der Veranstaltung:
Am 9. und 10. März 2012 in Frankfurt am Main

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter:
27 e-fellows.net-Stipendiaten und zahlreiche Vertreter von Freshfields Bruckhaus Deringer aus unterschiedlichen Praxisgruppen

Als junger Absolvent der Rechtswissenschaften denkt man beim Stichwort Großkanzlei meist nur an zwei Dinge: überdurchschnittlich hohes Einstiegsgehalt und überdurchschnittlich hohe Arbeitsbelastung. Wie der Arbeitsalltag in einer international tätigen Kanzlei aber wirklich aussieht, konnte ich mir bis dato nur schwer vorstellen. Die Karrieretage von Freshfields Bruckhaus Deringer waren daher eine perfekte Gelegenheit, um Vorurteile zu hinterfragen und eigene Zukunftsperspektiven zu beleuchten – sei es als Station im Referendariat oder für den späteren Berufseinstieg.

Der erste Eindruck
Nach Anreise und Fahrstuhlfahrt in den 25. Stock des Frankfurter Parktowers begrüßten uns die Partner Dr. Britta Zierau und Dr. Thomas Wagner und stellten die Kanzlei vor. Anschließend gaben uns Anwälte einen Überblick über die einzelnen Praxisgruppen der Sozietät Damit erhielten wir einen ersten Eindruck von der Bandbreite der Rechtsberatung bei Freshfields und konnten erstmals erahnen, wie viel Engagement die einzelnen Associates und Partner in ihre Arbeit stecken.

Einen oder keinen Wein?
Partner Jochen Wilkens und die Associates Dr. Sébastien Seele und Dr. Juliane Angermann festigten in ihren Vorträgen den ersten gewonnenen Eindruck: Übersteht man den Bewerbungsmarathon, überzeugt man die Mitglieder der Praxisgruppe und antwortet man auf die Frage nach einem oder keinem Wein beim Mittagessen richtig, dann wird man vorbehaltlos aufgenommen, interessiert empfangen und vom ersten Tag an fachlich und menschlich gefordert und unterstützt.

Übrigens ist die Frage des potenziellen Chefs nach dem Wein beim Mittagessen eine gefürchtete Frage in der Bewerbungssituation. Dr. Juliane Angermann versicherte uns aber, dass man sowohl "ja" als auch "nein" sagen darf, ohne negative Konsequenzen zu fürchten. ´

e-fellows.net-Stipendiatin Simonee-fellows.net-Stipendiatin Diana (24) studierte Jura in Freiburg, macht gerade ihren Master in Europäischer Rechtslinguistik an der Uni Köln und bereitet ihre Promotion im Europarecht vor.

Über Apple und Opel
Beim Mittagessen kamen wir mit den einzelnen Anwältinnen und Anwälten ins Gespräch und konnten den spektakulären Blick von der kanzleieigenen Dachterrasse genießen. Anschließend folgten die ersten beiden Workshops. Ich hatte mich vorab für den Workshop "Geistiges Eigentum und Informationstechnologie" entschieden, ohne jedoch große Vorkenntnisse mitzubringen. Dementsprechend war ich froh, als Dr. Thomas Tschentscher zunächst einmal jeden Teilnehmer nach dessen Erwartungen an die Praxisgruppe fragte. Dadurch entwickelte sich ein lockeres Gespräch über schutzwürdige Apple-Eigenheiten, die Verpfändung von IP-Rechten Opels an die amerikanische Regierung und den Ablauf von Frequenzauktionen im Telekommunikationsrecht.

Der Weg zum erfolgreichen Anwalt
Nach anderthalb Stunden wussten wir dann, dass Patentanwälte keine Juristen, aber für die Anmeldung von Patenten unverzichtbar sind, und dass man als Anwalt im IT-Bereich auch ab und zu Verfassungsbeschwerden beim BVerfG einreichen kann. Herr Dr. Tschentscher gab uns schließlich auch die Voraussetzungen eines erfolgreichen Anwalts mit auf den Weg: juristische Kompetenz, Soft Skills und unternehmerisches Denken.

Panische Chefs und redselige Sekretärinnen
In einem zweiten Workshop gab Partnerin Dr. Uta Itzen, extra aus Düsseldorf angereist, Einblicke in die Praxisgruppe "Kartellrecht und Außenhandel". Sie stellte einen aktuellen Fall der europäischen Kartellbehörde zum Schienenkartell vor. Sie berichtete von panischen Unternehmenschefs, die über das Vernichten von Beweisen nachdenken, und redseligen Sekretärinnen, die gegenüber Ermittlungsbeamten versehentlich wichtige Informationen ausplaudern. Auch ging es um die komplizierte Gratwanderung zwischen interner Sachverhaltsaufklärung, der Lösung komplexer Haftungsfragen und den Umgang mit menschlichen Schicksalen. Die sogenannte "Kronzeugen-Regelung" stellte sich so zugleich als Fluch und Segen dar. Sie versprach aber auch eine selten langweilige Tätigkeit in dieser Praxisgruppe.

Zwischen Fisch, Fleisch und Filmen
Wir beendeten den Tag schließlich mit einem gemeinsamen Dinner mit zahlreichen Anwälten im Restaurant des Hotels Roomers. Die Sitzordnung sah vor, dass immer gleich viele Teilnehmer wie Anwälte von Freshfields am Tisch saßen. So musste man nicht nur die Frage nach Dorade oder Kalbsfilet, sondern auch nach den persönlichen Zielen im Leben, den juristischen Interessen und dem letzten Kinofilm beantworten. Im Gegenzug erfuhren wir, was die Anwälte an ihrer Arbeit schätzen und dass sie die Wochenenden bis auf wenige Ausnahmen tatsächlich frei haben.

Was ist eigentlich der Frankfurter Ablasshandel?
Am nächsten Morgen ging es zu weiteren Workshops. Diesmal informierte Dr. Thomas Wagner über die Praxisgruppe "Öffentliches Wirtschaftsrecht". Sie beschäftigt sich zum Beispiel mit der Projekt- und Infrastrukturplanung. So erfuhren wir, dass bei der Erteilung von Baugenehmigungen im Frankfurter Stadtgebiet die Baubehörde regelmäßig einen Klageverzicht der Nachbarn verlangt. Da diese sich den Verzicht teuer bezahlen lassen, wird das Feilschen gerne als "Frankfurter Ablasshandel" bezeichnet.

Gemütlicher Ausklang
Bevor es zu einer Stadtrundfahrt durch Frankfurt ging, brachte uns Dr. Alexander Glos das "Anwaltstrainee-Programm" näher und Danielle Herrmann referierte über die Weiterbildungsmöglichkeiten für Associates bei Freshfields Bruckhaus Deringer. Die zahlreichen Angebote für Referendare waren für mich sehr spannend. Bei einem letzten gemeinsamen Mittagessen im Restaurant "Kubu" ließen wir die Karrieretage schließlich ausklingen.

Mein Fazit
Alles in allem haben mir die Karrieretage bei Freshfields viele spannende Einblicke in die Tätigkeit einer international tätigen Großkanzlei vermittelt – auch abseits des Gesellschaftsrechts. Allen, die sich eine solche Arbeit vorstellen können oder denen die Vorstellungskraft bisher fehlt und allen, die Informationen aus erster Hand und Ansprechpartner für mögliche Berufseinstiege suchen, kann ich die Karrieretage von Freshfields empfehlen.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Accenture): Bankdaten still und leise umziehen

Mittwoch, den 28. März 2012
Erfahrungs- bericht

Bereits nach einer Woche im neuen Job bei Accenture arbeitete Markus Schuster an einem Großprojekt, der IT-Migration zweier Großbanken. Innerhalb eines Wochenendes sollten die Datenmassen und die IT-Infrastrukturen zusammenwachsen. Und die Bankkunden sollten davon natürlich nichts mitbekommen und weiterhin den gewohnten, guten Service erhalten.

Unternehmen und Ort
Accenture, München

Position und Abteilung im Unternehmen
Analyst Technology Consulting – Infrastructure

Seit wann dabei?
Ich bin im November 2010 eingestiegen.

Mein Hintergrund und Erfahrungen in der Unternehmensberatung Ich habe an der Universität Regensburg zunächst den Bachelor und anschließend den Master in Wirtschaftinformatik gemacht – mit den Schwerpunkten Informationssysteme, IT-Sicherheit und Bankinformatik. Durch meine Mitarbeit in einer studentischen Unternehmensberatung sowie Werkstudentenjobs und Praktika war ich auf den Einstieg bei einer Unternehmensberatung gut vorbereitet.

Der Weg zum Job
Einige Monate vor Abschluss meines Studiums befasste ich mich mit meinem Berufseinstieg. Da für mich schon früh feststand, dass ich in einer internationalen Unternehmensberatung mit dem Schwerpunkt IT arbeiten möchte, hat sich Accenture schnell als mein Favorit herausgestellt.

e-fellow Markus Berufseinsteig bei AccentureMarkus (26) hat den Bachelor und Master of Science in Wirtschaftinformatik an der Uni Regensburg gemacht. Seine Arbeit in einer studentischen Unternehmensberatung ebnete den Weg zu Accenture.

Ich kannte Accenture bereits aus einigen Vorträgen an der Universität und von Job-Messen. Über die Firmen-Homepage habe ich mich dann näher das Unternehmen informiert und bin bei den Stellenausschreibungen schnell fündig geworden. Nachdem ich die Bewerbung abgeschickt hatte, rief mich die Personalabteilung an, um mich zum Auswahltag in Kronberg bei Frankfurt einzuladen.  

Das erste Projekt
Mein Start bei Accenture war sehr spannend. Er begann mit einer Orientierungswoche, in der ich wesentliche Eckdaten über das Unternehmen erhielt und mich vor allem um organisatorische Dinge für den Einstieg kümmerte.

Kontakt zu Accenture aufnehmen? In der Accenture-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Accenture kontaktieren.

Bereits in der zweiten Woche begann ich mit meinem ersten Projekt: Ich war an der Vorbereitung einer IT-Migration zweier Großbanken beteiligt. Neben der Datenmigration ging es vor allem um die Zusammenführung der IT-Infrastrukturen. In ein Team von 15 Personen kümmerten wir uns um den Ablauf der Migration. Über 10.000 verschiedene Migrationsaktivitäten strukturierten wir so, dass wir sie innerhalb eines Wochenendes durchführen konnten. Dadurch stellten wir sicher, dass die Bankkunden nicht beeinflusst wurden.

Training in Amerika
Sechs Monate nach meinem Einstieg bot sich mir die Gelegenheit, für zwei Wochen in Amerika an einem Training teilzunehmen. Hier lernte ich das grundlegende Handwerkszeug für erfolgreiches Projektmanagement – in einer internationalen Atmosphäre. An dem Training nahmen Kollegen aus aller Welt teil – unter anderem aus den USA, China und verschiedenen europäischen Ländern.  

Neue Projekte mit viel Eigenverantwortung
Inzwischen arbeite ich am nächsten großen Projekt in der Automobil-Branche. Bei diesem Projekt geht es vor allem um die Inbetriebnahme von fachlichen Applikationen. Ich übernahm bereits früh Verantwortung und betreue mittlerweile alle Phasen eines Projekts – von der Analyse bis zur Umsetzung. Täglich stehe ich engen Kontakt zu Kunden und erhalte so tiefgreifendes Branchenwissen.

Mein persönliches Fazit
Bei Accenture gefällt mir besonders der kollegiale Umgang untereinander. Bei Problemen und Fragen wird man nie alleine gelassen, sondern bekommt immer Unterstützung von den Ansprechpartnern und Teamkollegen. Ich habe mich in einer lockeren aber dennoch sehr professionellen Arbeitsumgebung wiedergefunden. Ich arbeitete mit motivierten, sympathischen und überwiegend jungen Kollegen mit den unterschiedlichsten fachlichen Hintergründen zusammen.

Der frühe Einstieg in die Projektarbeit und der direkte Kundenkontakt haben wesentlich dazu beigetragen, dass ich mich in meine neue Position schnell eingefunden habe. Dadurch konnte ich mich innerhalb kurzer Zeit auch persönlich und fachlich verbessern. Gerade wegen der ausgeprägten Internationalität, der Kollegialität und den Entwicklungsmöglichkeiten kann ich den Einstieg bei Accenture sehr empfehlen.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Telekom): Marathonlauf in High-Heels

Mittwoch, den 28. März 2012
Erfahrungs- bericht

Morgensport mit den Vorständen der Telekom und ein Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel – auf ihrer ersten CeBIT konnte Sabine Burmeister am Stand der Telekom so einiges erleben. Nur die bayerische Blaskapelle versuchte sie nach Möglichkeit zu ignorieren.

Habt ihr schon mal an einem 50-stündigen Marathonlauf teilgenommen? Und das in High-Heels? Klingt alles andere als sexy, oder? Ich nahm daran teil – meine erste CeBIT bei der Telekom.

Gewiss, auf Fußschmerzen stehe ich nun wirklich nicht. Daher verständlich die Frage: Warum dann an der CeBIT als Standpersonal der Abteilung "Human Resources" teilnehmen? Ganz einfach: Weil ich auch heute – nach einer Woche CeBIT pur – trotz Blasenpflaster, Augenringen & Co. immer noch bis über beide Ohren strahle.

Sabine von der TelekomSabine (23) macht seit November 2011 mit der Telekom ein berufsbegleitendes Masterstudium in General Management. Zu ihren Aufgaben im Recruiting & Talent Service gehört die Betreuung der Telekom-Karriereseiten, des Telekom Karriere-Blogs sowie aktuelle Kommunikationsprojekte, wie zum Beispiel die Live-Berichterstattung von der CeBIT 2012 in Hannover.

Wie mein "normaler" Tag hier auf der CeBIT ablief, möchte ich euch hier kurz schildern:

6 Uhr: "Piep-piep-piep…" – der Wecker klingelt. Schnell in das Messe-Outfit geschlüpft und dann noch den Magenta-Schal um den Hals geworfen.

8 Uhr: Unser CeBIT-Telekom-Song "On My Cloud" läutet den morgendlichen Start ein. Dabei versammeln sich alle Telekom-Kollegen und Vorstände, um gemeinsam in den Tag zu starten. Durch Motivationsspiele sind spätestens jetzt alle wach und munter.

9 Uhr: Die Eingangstore öffnen sich und die Besucher verteilen sich in Sekunden über das komplette CeBIT-Gelände. Ich bereite derweil mit meiner Kollegin Britta die Round Tables für unsere Studenten und Absolventen vor. Hier halten Experten aus verschiedenen Abteilungen wie zum Beispiel "Systems Integration" und "Center for Strategic Projects" Vorträge über ihre spannenden Aufgabengebiete. Und wir geben Tipps und Tricks für den richtigen Einstieg bei der Telekom. Es ist wirklich schön zu sehen, wie interessiert sich die Teilnehmer mit dem Konzern beschäftigen.

12 Uhr: Mittagspause mit bayrischem Flair. Die Füße haben eine Verschnaufpause und beim Essen lernt man viele weitere Kollegen kennen. Perfekte Zeit zum Netzwerken. Nur ein Manko, eine bayrische Blaskapelle, muss man hier überhören. Prosit!

12.30 Uhr: Damit auch jeder zu seiner Pause kommt, vertreten Britta und ich, ehe es zum nächsten Round Table geht, nun am Karrierestand in Halle 4. Hier bieten wir ein Team-Spiel an, bei dem zwei Teilnehmer so schnell wie möglich durch die Datenwelten der Telekom cruisen müssen. Der Clou dabei ist, dass beide Spieler sich immer parallel bewegen müssen. Also gar nicht so einfach.

Kontakt zur Telekom aufnehmen? In der Telekom-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei der Telekom kontaktieren.

Ebenso informieren wir die "Laufkundschaft" über Ausbildung, duales Studium, Praktika, Flexikum, Start up!, Jump in!, Promotion und Professional-Stellen. Hier ist wirklich für jeden ein Job dabei und es ist einfach spannend, so viele verschieden Menschen und ihre Geschichten und Wünsche kennenzulernen.

18 Uhr:
"Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät?…" ertönt über das ganze Messegelände. Und für uns ist klar: Wir haben es für heute geschafft. Das Karriere-Team versammelt sich noch mal und lässt den Tag Revue passieren. Begeistert erzählen sich die Recruiter von den neuen IT-Talenten, die sie heute kennengelernt haben. Und so froh man in diesem Moment ist, einfach einmal zu sitzen, kommt auch jeden Abend der Satz: "Ach schade, bald ist die CeBIT auch schon wieder vorbei".

Und genau dies ist jetzt der Fall. Der Paulchen-Panther-Song wurde soeben eingeläutet, die CeBIT 2012 ist nun zu Ende. Als meine erste Messe überhaupt war die CeBIT-Woche unbeschreiblich. Das absolute Highlight könnte ich gar nicht nennen, da es einfach so viele waren: Ob der Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel, das Morgensportprogramm mit den Vorständen der Telekom, das Kennenlernen toller und motivierter Bewerber sowie das After-Work-Programm mit meinen Team-Kollegen.

Ob als Fachbesucher, Jobsuchender oder einfach zum Spaß. Ich kann einen Besuch auf der CeBIT (und natürlich dem Telekom-Stand) nur empfehlen.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Clifford Chance): Deals und Dinner am Main

Freitag, den 23. März 2012
Erfahrungs- bericht

e-fellows.net-Stipendiatin Sarah setzt sich mit gehetzten Notaren auseinander und macht eine Unternehmensübernahme klar – wenigstens fiktiv. Denn beim Clifford-Chance-Workshop im Herzen der Finanzmetropole Frankfurt konnte sie mehrere Rollen ausprobieren. Dabei hat sie gelernt, für wen "Asset Deal" und für wen "Share Deal" das Wunschziel ist.

Titel und Thema des Events
Clifford-Chance-Workshop zum Steuerrecht: "Steueroptimierung im Rahmen von M&A"

Datum und Ort
19. 1.2012, Frankfurt am Main

Teilnehmer
e-fellows und Jura-Studenten

e-fellows.net-Stipendiatin Sarahe-fellows.net-Stipendiatin Sarah (21) studiert Jura an der Universität Passau.

Meine Schwerpunkte im Studium haben mir Steuer- und Gesellschaftsrecht näher gebracht. Der Workshop war ideal, um beides in der Praxis kennenzulernen und mir einen Eindruck von der Sozietät Clifford Chance zu verschaffen.

Mitten im Bankenviertel
Wir trafen uns im Frankfurter Büro zu einem Frühstück. Das bot die Gelegenheit, Kontakt zu den anderen Teilnehmern aufzunehmen.

Die  Veranstaltung begann mit einer Begrüßung und einer Unternehmenspräsentation durch Prof. Dr. Thomas Gasteyer Of-Counsel im Bereich Corporate. Im Anschluss ging es "in medias res"- mitten rein ins Geschehen: Diverse Vorträge bereiteten uns auf eine Verkaufsgespräch-Simulation für den Workshop am Nachmittag vor.

Der erste Vortrag beleuchtete die gesellschaftsrechtliche Seite eines Unternehmenkaufs: Der "Share Deal" (Übertragung durch Gesellschaftsanteile) ist beispielsweise für den Verkäufer günstiger, der "Asset Deal" (Übertragung durch Wirtschaftsgüter) für den Käufer, so die Referenten Christine Koziczinski, Partnerin Corporate, und Thorsten Sauerhering, Partner Tax.

In dem zweiten Vortrag ging es um das Thema Steuerrecht:  Die Anwälte berichteten uns aus ihrer Praxis. So bekamen wir einen Eindruck vom beruflichen Alltag des Steuer- und Gesellschaftsrechtlers, auch wenn man im Studium noch nicht mit diesen Rechtsgebieten in Berührung gekommen war.

Rein ins Geschehen
Nach dem "Crashkurs" ging es ans Eingemachte: Wir bildeten zwei Teams, die je von einem Anwalt der Kanzlei unterstützt wurden. Käufer gegen Verkäufer – beide Teams bereiteten sich auf den Deal vor: die Übernahme eines Abfüllmaschinen-Herstellers.

Der beste Deal
Natürlich wollten alle das beste Ergebnis für ihren Mandanten aushandeln. Wir machten uns an die Unterlagen: das "Memorandum of Understanding", Bilanzen, Steuerklauseln und die Wünsche des Mandanten. Eine Strategie für das Gespräch wollte ausgeheckt werden: Gibt es beim Preis noch Verhandlungsspielraum? Je nach Team versuchten wir auf "Asset -" oder "Share Deal" hinzuwirken.

Ein Anwalt spielte einen gehetzten Notar. Der Vertrag sollte in möglichst kurzer Zeit vorgelegt werden. Nach erfolgreicher Einigung verglichen und bewerteten wir in großer Runde, und die Moderatoren stellten ihre Ideallösung vor.

Dinner am Main
Der Tag endete behaglich: Wir hatten beim Abendessen in einem Restaurant die Gelegenheit, mit den Anwälten ins persönliche Gespräch zu kommen. Eine Anregung war, sich als Steuerrechtler Richtung Frankfurt zu orientieren. Der Workshop hat meine Erwartungen übertroffen. Der Tag war super organisiert und die Mitarbeiter haben uns einen guten Einblick in ihren Beruf vermittelt.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Accenture): Beratung oder Mathematik? Beides!

Donnerstag, den 22. März 2012
Erfahrungs- bericht

Von Berlin über Manchester nach München. e-fellows.net-Member Yiran hat ihren Platz gefunden: Seit April 2011 ist sie Analystin bei Accenture. Sie sorgt dafür, dass Marktrisiko-Modelle richtig umgesetzt werden und ist die Schnittstelle zwischen Mathematikern und Entwicklern. Was ihr außerdem gefällt? Das "64-Stunden-Konto".


Unternehmen und Ort
Accenture, München

Position und Abteilung im Unternehmen
Analystin im Risk Management, Management Consulting

Wie bist Du an den Job gekommen?
Ich bin auf einer Karriere-Messe auf Accenture aufmerksam geworden. Für die Stelle als Analystin im Risk Management habe ich mich über die Website beworben. Es folgten ein Telefoninterview und dann habe ich an einem Assessment-Center teilgenommen. Am Ende bekam ich die Stelle.

Ich hatte schon Erfahrungen im Finanz- und Risikomanagement, denn beides war Teil meiner Master-Studiengänge. Meine Schwerpunkte waren Marktrisiko- und Kreditrisikomodellierung. Das Studium war eher theoretisch, praktische Erfahrungen habe Ich bei einem Praktikum im Market-Risk-Team einer Bank gesammelt, wo ich Aktien-Portfolios verwaltete. In einem akademischen Projekt konnte ich in die Arbeit bei einer schweizer Bank in Zürich hineinschnuppern.

e-fellow Yirane-fellows.net-Member Yiran (27) machte 2009 ihren "Master of Economics and Management" an der Humboldt Universität zu Berlin, außerdem 2010 den "Master of Finance" an der Manchester Business School.

Zum Einstieg ein Netzwerk
Der Einstieg bei Accenture wurde mit einer Woche "Orientierungstraining" im Frankfurter Büro eingeläutet: eine Einführung in die Unternehmenskultur und die internen Abläufe. So bot sich gleich die Gelegenheit, neue Kollegen aus anderen Abteilungen zu treffen und ein Netzwerk aufzubauen.

Ein Projektplaner sorgte dafür, dass die neuen Mitarbeiter gleich eigene Projekte bekamen – schon innerhalb der ersten zwei Monate. Ich arbeite inzwischen in einem Marktrisiko-Projekt bei einem großen Deutschen Finanzinstitut. Wir unterstützen den Kunden dabei, neue Methoden anzuwenden, die eine Prognose über stark kursabhängige Handelsgüter zulassen – zum Beispiel Rohstoffe.

Kontakt zu Accenture aufnehmen? In der Accenture-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Accenture kontaktieren.

Spannend: Wie sich Theorie in der Praxis bewährt
Im Arbeitsalltag bin ich die Schnittstelle zwischen Mathematikern und Entwicklern. Einerseits beschäftige ich mich mit Marktrisiko-Modellen, andererseits arbeite ich mit Programmierern und erkläre ihnen die mathematischen Formeln. Dann entscheiden wir, wie man sie am besten anwenden sollte. Ich finde es spannend, bei meiner Arbeit zu erfahren, wie die Theorien in der industriellen Praxis umgesetzt werden können.

64 Stunden, um sich weiterzubilden
Die Arbeitsatmosphäre ist sehr angenehm. Wir haben viel Kontakt mit den Kunden und zahlreiche Möglichkeiten, uns untereinander auszutauschen, zum Beispiel während der formlosen Briefings oder des Team-Meetings. Was mir bei Accenture am besten gefällt, sind die Fortbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten: Es gibt fachliche Trainings wie "Zinsderivate-Bewertung" oder "Consulting Skills Training", "Structured Problem Solving" und "Zeitmanagement". Jeder Mitarbeiter verfügt über 64 Stunden im Jahr für die Weiterentwicklung. Accenture fördert auch externe Fortbildungen, wie zum Beispiel den CFA (Chartered Financial Analyst) oder den FRM (Financial Risk Manager). Eine Stelle als Analyst im Risikomanagement kann ich jedem empfehlen, der sich für Beratung in Kombination mit Wirtschaftsmathematik und Finanzmodellen begeistert.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Darf ich vorstellen, meine neuen Kollegen: Obama, Sarkozy und Assad

Donnerstag, den 22. März 2012
Erfahrungs- bericht

Die einen kellnern, die anderen jobben beim Steuerberater. Frederik hat dagegen einen etwas anderen Studentenjob: Diplomat. Allerdings nicht in einem Planspiel und auch nicht für Deutschland. Er arbeitet für den kleinen Inselstaat Tuvalu bei den Vereinten Nationen in New York. Dort sitzt er auch schon mal vor Obama, hört Susan Rice schimpfen und lernt mehr über 23 Stockwerke.

Freitagmorgen, acht Uhr. Ich stehe im Empfangsbereich der Deutschen Mission, schräg gegenüber vom UN-Hauptquartier und löse das Problem, wem ich die Hand zur Begrüßung geben soll, ziemlich unsouverän. Der deutsche Experte für Klimapolitik mustert mich mit fragendem Blick – von Tuvalu stamme ich offensichtlich nicht, angemeldet bin ich auch nicht. Wir steigen zu siebt in den Fahrstuhl, außer dem Klimaexperten und mir noch fünf Botschafter kleiner Inselstaaten wie Nauru, Vanuatu oder Palau.

Warum der 23. Stock eigentlich der 21. ist
Wir fahren zum Breakfast-Meeting in den 23. Stock, der eigentlich der 21. Stock ist – weil in den USA das Erdgeschoss bereits als erster Stock zählt und 13. Stockwerke nicht existieren. Das Thema "Klimawandel als Bedrohung für die internationale Sicherheit" wurde auf die Agenda des Sicherheitsrates gesetzt, nächsten Mittwoch findet die Sitzung statt, der Ausgang ist noch ungewiss. Mir wird schnell noch ein Platz neben dem deutschen Botschafter eingedeckt.

Nur nicht dumm auffallen
Ich gebe mir Mühe, dem Gespräch möglichst umfassend zu folgen, ohne dumm aufzufallen. Leider kann ich bei einem Frühstücksmeeting schlecht meinen Collegeblock rausholen und mitschreiben. Also wiederhole ich in meinem Kopf gebetsmühlenartig die aus meiner Sicht wichtigsten Informationen – schließlich muss ich im Anschluss meinen Bericht für die Botschaft und die Regierung verfassen. Mein Botschafter bevorzugt glücklicherweise kurz und knapp.

e-fellows.net-Stipendiat Frederike-fellows.net-Stipendiat Frederik (27) studierte Jura in Münster und promoviert gerade über Staaten, die infolge des Klimawandels untergehen. Den Anstoß zu seinem Thema bekam er letzten Sommer, als er drei Monate lang als Diplomat für den Inselstaat Tuvalu arbeitete.

Koffer packen einer ganzen Nation?
Um 10 Uhr ist bereits das nächste Meeting im Hauptquartier mit dem argentinischen Botschafter. Dieser empfängt uns als Vorsitzender der G77, ein Zusammenschluss aus Schwellenländern. Das heutige Thema: Klimawandel. Hier ist die Position der G77 aus unserer Sicht ernüchternd. Ganze Staaten drohen im Meer zu versinken. Kiribati plant deswegen bereits den Umzug der gesamten Nation nach Fidschi. Ban Ki-moon bezeichnete den Klimawandel als die größte Bedrohung des 21. Jahrhunderts. Eine Anzahl von 250 Millionen sogenannter Klimaflüchtlinge wird noch im Laufe dieses Jahrhunderts erwartet.

Kein Vertrauen in den Westen
In den informellen Meetings wird auch klar, warum die G77 das Thema in Wirklichkeit nicht im Sicherheitsrat haben wollen: "We do not trust them" lässt uns der argentinische Botschafter wissen. Viele kleine Staaten befürchten, dass der Westen, welcher drei von fünf ständigen Mitgliedern stellt, jede neue Kompetenz des Sicherheitsrates missbrauchen könnte – um eigene Interessen unter dem Deckmantel einer moralischen Unfehlbarkeit durchzusetzen. Wer ist der Nächste im Fadenkreuz der Mächtigen?

Wenn Susan Rice schimpft und schreit
Am folgenden Mittwoch sitze ich in der Sicherheitsratssitzung, zwei Reihen hinter dem runden Tisch, und verfolge den Schlagabtausch. Indien fällt uns in den Rücken, Russland zweifelt an hinreichenden wissenschaftlichen Belegen für den Klimawandel. Susan Rice, Botschafterin der USA, schreit ihre Kollegen beinahe an, dass sich der Sicherheitsrat seiner Verantwortung nicht entziehen dürfe. Tue er dies dennoch, könnten die USA nur wünschen: "Tough luck!"

Nur Lippenbekenntnisse
Eine schöne Gelegenheit für die USA, ein klimapolitisches Profil zu inszenieren – allen ist ohnehin klar, dass kein konkretes Ergebnis zustandekommen wird, der ideale Zeitpunkt also für Lippenbekenntnisse.

In Reihe eins vor Sarkozy und Obama
Zeitsprung: Ende September, die Generalversammlung der Vereinten Nationen ist in vollem Gange. Die Sitzverteilung erfolgt dadurch, dass der Platz vorne links einmal im Jahr ausgelost wird, ab dort geht es alphabetisch weiter. Das Los fiel auf Turkmenistan, unsere Plätze sind unmittelbar vor dem Rednerpult in Reihe eins. Obama, Sarkozy, Cameron, Ahmadinedschad, jede Menge Diktatoren und Staatsoberhäupter mir bis dato völlig unbekannter Länder haben schon das Wort ergriffen. Der Nahost-Konflikt ist nach dem Antrag Palästinas auf Vollmitgliedschaft das meistbesprochene Thema.

Standing Ovations für Assad
Eben wurde Assad mit Standing Ovations begrüßt und hat im Anschluss eine flammende Rede gehalten, die als "sein wichtigster internationaler Auftritt" kommentiert werden wird. Jetzt antwortet Netanjahu im Rededuell des Nahen Ostens: "I didn't come here to win applause. I came here to speak the truth!" Ein kleines Kapitel der Weltgeschichte wird geschrieben!

Wie werde ich Diplomat für Tuvalu?
Um eine Zeit von mindestens drei Monaten als vollwertiger Diplomat – unbezahlt – für einen Inselstaat zu arbeiten, muss man sich nur bei "Islands First" bewerben – eine NGO, die gegründet wurde, um die strukturell sehr schwachen Inselstaaten zu unterstützen – Tuvalu beispielsweise hat den Beraterstäben der großen Staaten ganze drei Mitarbeiter entgegenzusetzen: Der Botschafter, seine Frau und sein Schwiegersohn. Bewerber sollten fließend Englisch sprechen und ihre Motivation überzeugend darlegen können. Ein abgeschlossenes Studium ist schön, aber nicht zwingend erforderlich.

Mein Glück in der Hauptstadt der Welt
Eine einmalige Zeit! Dazu Manhattan, Hauptstadt der Welt – wohl der einzige Ort, an dem Menschen aus jedem Land dieser Erde wohnen. Und was auch immer man der UNO vorwerfen mag – sie wird in Zukunft gewiss nicht unbedeutender. Während meines Sommers in New York hatte ich obendrein noch das "Glück", gleich mehrere historische Ereignisse zu erleben: Das stärkste Erdbeben an der US-Ostküste seit mehr als 100 Jahren, den Beinahe-Bankrott der USA, Hurricane Irene, zu deren Ehren zum ersten Mal in der Geschichte der Stadt der New Yorker Nahverkehr komplett eingestellt wurde und die Anfänge der "Occupy-Wall Street-Bewegung".

Auf der Seite des Guten
Auch ohne den Berufswunsch "diplomatischer Dienst" rate ich jedem Interessierten, von dieser Chance Gebrauch zu machen. Neben den vielen Eindrücken bekommt man auch das Gefühl, auf Seite der Schwachen für eine gute Sache zu kämpfen – ein angenehmer Kontrast zu so manch anderem Praktikum.

Weitere Informationen gibt es unter www.islandsfirst.org.