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Erfahrungsbericht (Clifford Chance): Von der Schulbank in die Großkanzlei

Donnerstag, den 2. Februar 2012
Erfahrungs- bericht

Gerade drückte sie noch die Schulbank und schon sitzt sie in ihrem eigenen Büro bei Clifford Chance. Bei ihrem Schülerpraktikum erfuhr e-fellow Daniela, wie eine Großkanzlei funktioniert und begleitete dabei nicht nur Juristen – auch die Poststelle war ein Besuch wert.


Mein Plan stand schon vor dem Abitur fest: Ich wollte später einmal Jura studieren. Bei der e-fellows.net-Messe "Startschuss Abi" in Hanau bei Frankfurt am Main konnte ich mich im November 2010 über mein künftiges Studienfach informieren. Dort stellte Christine Koziczinski Clifford Chance vor. Sie ist dort Corporate-Partnerin im Frankfurter Büro. Am Ende ihres Vortrags erwähnte sie, dass ausnahmsweise auch für Schüler die Möglichkeit besteht, ein einwöchiges Praktikum zu machen. Nach einem Schülerpraktikum 2009 in einer kleineren Stuttgarter Anwaltskanzlei wollte ich noch einmal Kanzleiluft schnuppern. Also bewarb ich mich für das Schülerpraktikum in Frankfurt und konnte im Juli 2011 den Alltag in einer Großkanzlei hautnah miterleben.

Wie funktioniert das Projekt Großkanzlei überhaupt?
Während meines Praktikums lernte ich Clifford Chance nicht nur von der rein juristischen Seite kennen. Ich konnte auch erleben, wie so ein Unternehmen überhaupt aufgebaut ist und wie es funktioniert. Einerseits bekam ich Einblicke in den Bereich Corporate, für den ich mich beworben hatte. So gab es zum Beispiel eine Bereichspräsentation für alle Praktikanten, also sowohl für Schüler als auch für Studenten. Ich konnte aber auch schon ein wenig mithelfen, indem ich eine Liste von beglaubigten Dokumenten zusammenstellte.

Was ist eine Marke und wann herrscht unlauterer Wettbewerb?
Zudem erhielt ich Materialien der kanzleieigenen "Referendar Academy". Diese bietet Kurse für die Examensvorbereitung an oder auch Veranstaltungen zu Themen wie Präsentationstechnik oder Verhandlungsführung. Mein Thema "Unternehmenskauf und Due Diligence" war zwar komplex, verschaffte mir aber einen guten Überblick. Darüber hinaus verbrachte ich einen ganzen Tag bei der IP-Abteilung. Hier erfuhr ich mehr über die Markenverwaltung: Was ist eigentlich genau eine Marke? Welche verschiedenen Arten von Marken wie zum Beispiel Hör- oder Farbmarken gibt es? Und welche Probleme umfasst der unlautere Wettbewerb? Zu guter Letzt nahm ich an einer Präsentation zu Litigation teil, die dank verschiedener Beispielfälle sehr anschaulich war.

Erinnerungsmails für vergessliche Anwälte
Neben den juristischen Einblicken habe ich auch erfahren, dass eine Großkanzlei aus weitaus mehr als nur Anwälten und Partnern besteht. Auch die Fristenkontrolle für die Mandanten ist sehr professionell. So werden die Anwälte nicht nur von ihren eigenen Kalendern und Sekretariaten, sondern auch noch einmal zentral vom Bürovorsteher oder seinen Mitarbeitern an wichtige Fristabläufe undTermine erinnert. Die Poststelle beispielsweise, bei der ich einen Vormittag verbrachte, erleichtert die Arbeit der Juristen ungemein. Hier half ich den Auszubildenden beim Sortieren der Post und erfuhr so, nach welchen Punkten die Post geordnet wird. Außerdem erklärten mir die Mitarbeiter einiges zu Fristen, Terminen und Gerichtspost.

DanielaDaniela (18) studiert Rechtswissenschaft im ersten Semester an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg. Schon als Schülerin konnte sie bei einem Praktikum bei Clifford Chance Großkanzlei-Luft schnuppern.

Übersetzung? Not my favorite…
Außerdem hatte ich einen Nachmittag lang die Gelegenheit, in den Bereich Business Development hineinzuschnuppern. Hier gab es eigentlich auch für mich als Schülerin ohne juristische Kenntnisse immer etwas zu tun. Meine Hauptaufgabe war, ein Portfolio zu den wichtigsten Mandanten von Clifford Chance zusammenzustellen – inklusive Geschäftsbericht und weiteren key facts. Ebenfalls interessant war die Arbeit in der Übersetzung. Wir Schülerpraktikanten wurden jedoch nicht mit der Übersetzung schwieriger juristischer Fachtexte betraut, sondern bekamen verschiedene Texte aus dem Internet, die auf unsere Interessen zugeschnitten waren. Und schon da gab es die eine oder andere Formulierungsschwierigkeit.

Mein PC, mein Telefon, mein Büro
Den Charme des Praktikums bei Clifford Chance machten jedoch nicht nur das Inhaltliche, sondern auch die Räumlichkeiten und die Menschen aus. Zunächst war ich beeindruckt von der Höhe und Modernität des Clifford-Chance-Gebäudes. Von den Büros hat man einen fantastischen Ausblick auf die Frankfurter Innenstadt. Apropos Büros: Selbst als Schülerpraktikant erhält man seinen eigenen Arbeitsplatz mit Computer, Telefon und Co. Ich hatte sogar das Glück, mir mit einer anderen Praktikantin ein Zimmer zu teilen, sodass wir unser richtig eigenes Büro hatten – da bekam man beinahe das Gefühl, schon selbst Anwältin zu sein.

Frisches Obst und Kaffee für alle
Abgesehen davon war auch für das leibliche Wohl stets gesorgt: Neben hauseigener Kantine, die kostenlos frisches Obst für die Mitarbeiter zur Verfügung stellt, sowie einer Cafeteria mit Lounge, befindet sich in jedem Stockwerk eine Küche. In der werden unter anderem Kaffeemaschinen und Getränke zur freien Verfügung gestellt. Außerdem gibt es eine sehr gut ausgestattete Bibliothek, die zum Schmökern in diversen Fachzeitschriften einlädt. Nicht zu vergessen das Intranet von Clifford Chance, durch das ich mir einen guten Überblick über das Unternehmen verschaffen und zum Beispiel meinen Englischkenntnisse aufpolieren konnte.

Die Chance ergreifen
Besonders positiv überrascht war ich von der guten Atmosphäre bei Clifford Chance. Ich wurde ausnahmslos sehr freundlich aufgenommen und möchte mich an dieser Stelle beim gesamten Corporate-Team bedanken – und bei allen anderen Mitarbeitern, die sich in dieser Woche Zeit für mich genommen haben. Ich habe eine tolle Zeit bei Clifford Chance verbracht und bin mit vielen Eindrücken im Gepäck wieder nach Hause gefahren. Ich kann euch daher nur empfehlen, die Chance (wie der Name Clifford Chance es schon andeutet) zu ergreifen und ebenfalls ein Praktikum dort zu absolvieren.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (KPMG): Face-to-Face mit KPMG in der "New Work City"

Montag, den 23. Januar 2012
Erfahrungs- bericht

Im Frankfurter "Squaire", auch  "New Work City" genannt, traf e-fellows.net-Stipendiatin Sabine KPMG. Hier erfuhr sie, dass nicht nur ihr ein gutes Arbeitsklima und die Herausforderung im Job wichtig sind. Unter den bunt gemischten Teilnehmern traf sie sogar ein bekanntes Gesicht. Und die Berater von KPMG klärten sie über Mythen der Unternehmensberatung auf.

Titel und Thema des Events
Face-to-Face-Workshop "KPMG Management Consulting"

Zeit und Ort des Events
14. Dezember 2011, Frankfurt am Main

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
17 e-fellows.net-Stipendiaten

Unternehmensvertreter: Partner Dr. Andreas Ries, Senior Manager Christian Neubert, Assistant Manager Thomas Heinrich, Associate Daniela Wicker und Magdalena Statnik aus der Personalabteilung.

Da ich in meinem Bachelor-Studium schon relativ weit bin, mache ich mir Gedanken über einen möglichen Jobeinstieg. Deshalb wollte ich an einem Karriereevent teilnehmen, das nur einen Tag dauert, jedoch präzise über Einstiegschancen und den Joballtag informiert.

Sabine Face-to-Face KPMGe-fellows.net-Stipendiatin Sabine (22) studiert International Business Administration an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen. Außerdem verbrachte sie einen Auslandsaufenthalt am Trinity College in Dublin.

Ich hatte schon ein Praktikum bei Detecon gemacht, in dem ich einen Einblick in ICT (Information and Communications Technology) bekam. Nun wollte ich mir ein zweites Bild von der Unternehmensberatung machen und einen Bereich erleben, der sich vor allem auf die Prozess- und Organisationsberatung konzentriert.

Mit dem Aktenköfferchen durch schicke Bürogebäude
Wie stellt man sich den Berateralltag vor? Schnieke und beschäftigt mit dem Köfferchen durch schnittige Bauten laufen. Kaum in Frankfurt angekommen, bekam man im "Squaire" – einem Bürogebäude am Frankfurter Flughafen – den Berateralltag zu Gesicht. Ein Büro direkt am Flughafen mit beeindruckender Ausstattung – der Traum jedes Beraters.

In einer Begrüßungsrunde mit Getränken und Snacks konnte man mit den anderen Teilnehmern reden und neue Gesichter und Namen abspeichern. Ich traf auch ein bekanntes Gesicht: Ein Freund aus Tübingen war zufällig auch da. Das war eine positive Überraschung.

Kontakt zu KPMG aufnehmen?
In der KPMG-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei KPMG kontaktieren.

Im Meetingraum begrüßten uns die KPMG-Mitarbeiter herzlich. Wir hatten einen wundervollen Blick auf startende und landende Flugzeuge. Sowohl Dr. Andreas Ries als auch die anderen Berater stellten sich, ihren Karriereweg und ihre Arbeit bei KPMG vor. Das waren nicht nur Aufzählungen der wichtigsten Lebenslauf-Stationen oder der bekanntesten Klienten, sondern ein informeller Einblick in den bisherigen Werdegang.

Klassisch BWL studieren ist kein Muss
Die Berater machten klar, dass man nicht unbedingt BWL studiert haben muss, um Berater zu werden. Gut zu wissen war außerdem, dass man sich nicht zwingend mit Arbeit zuschütten und auf ein Sozialleben verzichten muss. Anschließend stellten wir Teilnehmer uns vor. Daraus ergaben sich interessante Gespräche zwischen den Beratern und den Teilnehmern.

Anschließend bekamen wir eine Führung durch den "Squaire" – die "New Work City". Was vorher nur als bunter Wirbel von Eindrücken an mir vorbeigezogen war, konnte ich nun detaillierter betrachten.

Was sollte ein Job mit sich bringen?
Zurück in unserem Meetingraum kam nun der tatsächliche Workshop auf uns zu. In Gruppen von vier oder fünf Personen hatten wir eine halbe Stunde Zeit, uns kritisch mit Fragen aus dem Berateralltag auseinanderzusetzen – zum Beispiel mit den Erwartungen an den Einstieg oder die Eigenschaften eines erfolgreichen Beraters. Wir stimmten überein, dass die Erwartung an einen Einstieg sich nicht nur auf das Hier und Jetzt konzentrieren sollte, sondern auch auf die Zukunft (zum Beispiel Weiterbildungsmaßnahmen). Und dass nicht nur finanzielle Vorzüge wichtig sind, sondern auch das Arbeitsklima, die Work-Life-Balance und die Herausforderung im Job.

Die Mitarbeiter von KPMG gaben uns dazu Feedback aus der Praxis und klärten uns über einige Mythen aus der Beratung auf. "Ich habe bislang nach mehreren Jahren bei KMPG genau zwei Mal am Wochenende gearbeitet. Und das nur für ein, zwei Stunden um eine Präsentation in Form zu bringen", sagte einer der Berater.

Berater "grillen"
Wir ließen den Abend ruhig mit Häppchen und Snacks ausklingen. Dabei konnten wir die KPMG-Mitarbeiter mit unseren Fragen  "grillen". Immer wieder betonten sie, dass man alle Fragen, die einem auf der Zunge brennen, auch loswerden soll. Wer da nicht nachfragt, ist selbst schuld.

Die netten Teilnehmer und Berater, die ohne Zeitdruck und ohne sich um Antworten zu winden Rede und Antwort standen, hätten es doch tatsächlich fast geschafft, dass ich den Zug verpasst hätte. Einen besseren Ritterschlag für ein Karriere-Event gibt es für mich kaum.

Mein Fazit und wem ich die Veranstaltung empfehle
Ich wollte einen realistischen Einblick in den Unternehmensalltag gewinnen, ohne monatelang Praktika zu machen. Ich fand es interessant, die tatsächlichen Gesichter hinter dem Firmennamen kennenzulernen. Überraschend fand ich ihre Aufgeschlossenheit und ihre Entschlossenheit, wirklich keine Frage unbeantwortet zu lassen. Wer jedoch ein Recruiting-Event erwartet hatte, wurde enttäuscht.

In den letzten Zügen meines Studiums war es mir wichtiger, das Unternehmen KPMG kennenzulernen und herauszufinden, ob ich dort hineinpasse. Weniger wichtig war mir dabei, dass ich mit wichtigen Kontaktdaten nach Hause fahre. Und einen Tag ohne schlechtes Gewissen vom Semester frei zu haben, ist doch auch eine nette Abwechslung.

Erfahrungsbericht (KPMG): Financial Fairplay im Hörsaal

Donnerstag, den 12. Januar 2012
Erfahrungs- bericht

In Vorlesungen sitzt Martin ja eigentlich oft genug. Doch als leidenschaftlicher Sportler und nebenberuflicher Private-Banking-Berater konnte er dem Thema "Financial Fairplay" nicht widerstehen und ging zu KPMG's Lecture in München. Zu seiner Freude fand er dort auch keinen gelangweilten Professor vor, sondern einen promovierten Fairplayer.

Titel der Veranstaltung
KPMG's Lecture: "Financial Fairplay – How KPMG cuts through the complexity in the sports industry"

Ort und Datum
München, 16. November 2011

Referenten
Johann Schnabel, Dr. Mario Hamm

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Ich hatte bisher noch nie eine derartige Veranstaltung besucht. Daher war ich zum einen neugierig, was mich dort erwartet. Zum anderen bin ich sehr sportinteressiert, weshalb das Thema perfekt gepasst hat.

e-fellow Martine-fellows.net-Member Martin (22) macht einen "Master of Finance" an der Frankfurt School of Business. Nebenbei arbeitet er als Private-Banking-Berater.

Promovierter Fairplayer
Eine HR-Mitarbeiterin und ein Partner von KPMG eröffneten die Veranstaltung. Anschließend ging es drei Stunden um das Thema "Financial Fairplay". Das ist eine neue Regel im Profi-Fußball für die Klublizensierung der UEFA. Hauptinhalt sind neue finanzielle Regelungen, nach denen ein Club nicht mehr ausgeben darf, als er einnimmt. Dadurch soll eine steigende Verschuldung aufgehalten werden. In der Vorlesung ging es um die Einführung dieser Regel und die Auswirkungen auf die Fußballvereine. KPMG selbst berät große Vereine in Deutschland, England und Spanien zu diesem Thema und zeigt Lösungsvorschläge.

Dr. Mario Hamm, der diesen Vortrag präsentierte, war sowohl fachlich als auch rhetorisch klasse. Er hat selbst über dieses Thema promoviert und konnte den Sachverhalt verständlich und interessant vermitteln. Auch alle Zwischenfragen hat er immer gut beantwortet.

Am Buffet Praktika abstauben
Nach der "Vorlesung" kamen alle am Buffet zusammen – Referenten, Zuhörer und auch Mitarbeiter aus anderen Abteilungen von KPMG. Sie haben uns von ihrem jeweiligen Aufgabengebiet erzählt und alle unsere Karrierefragen beantwortet. Und auch das ein oder andere Praktikum ist an diesem Abend noch vergeben worden.

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Fußball und Karrierefragen
Ich fand diese Veranstaltung sehr gelungen. Der Referent war ein Experte auf seinem Gebiet und beim anschließenden Buffet konnte ich auch ganz persönliche Fragen an den Partner und die HR-Mitarbeiterin loswerden.

Wem ich die Veranstaltung weiterempfehle
Ich kann die Veranstaltung jedem empfehlen, der etwas über Financial Fairplay und damit über die finanzielle Situation in- und ausländischer Fußballvereine erfahren möchte. Auch für allgemeinere Informationen über KPMG und Einblicke in die Arbeitsweise des Unternehmens ist diese Veranstaltung durchaus zu empfehlen.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Clifford Chance): Ein Frühstück über den Dächern Frankfurts

Mittwoch, den 11. Januar 2012
Erfahrungs- bericht

e-fellow Laura hatte hohe Erwartungen an das Power Breakfast mit Clifford Chance. Hoch über den Dächern Frankfurts redete sie mit den Anwältinnen über die Einstiegsmöglichkeiten und den Arbeitsalltag bei der Großkanzlei. Sie erfuhr, wie offen die Unternehmensvertreterinnen alle Fragen beantworten. Und, dass es eine Kinderkrippe und Yogakurse in der Mittagspause inklusive gibt.

Titel und Thema der Veranstaltung
Power Breakfast bei Clifford Chance

Zeit, Ort und Dauer der Veranstaltung
9. Dezember 2011 in Frankfurt am Main

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
22 e-fellows.net-Stipendiatinnen

Referentinnen: Christine Koziczinski, Partnerin im Bereich Corporate und Alexandra Hagelüken, Partnerin im Bereich Banking & Capital Markets

Weitere Unternehmensvertreterinnen waren Associate Elif Hoffmann-Remy und Counsel Nele Gorny aus dem Bereich Corporate, die Associates Miriam Nabinger und Beatrix Elsner aus dem Bereich Litigation & Dispute Resolution, Ute Brunner-Reumann, Counsel im Bereich Banking & Capital Markets und Bianca Willms aus der Personalabteilung.

Laura Powerbreakfast Clifford ChanceLaura (24) ist Bankkauffrau und studiert Jura an der Universität zu Köln mit abgeschlossenem Schwerpunkt im "Unternehmensrecht". Eines ihrer Hobbys ist Yoga – da müsste ihr der Mittagspausen-Yogakurs bei Clifford Chance besonders gefallen.

Der 9. Dezember begann für mich und 21 weitere e-fellows.net-Stipendiatinnen mit einer Fahrt nach Frankfurt, der Metropole am Main. Schon auf dem Weg bot sich ein beeindruckender Blick auf die Stadt und ihre "Tower". Noch wusste ich nicht, dass mich mein Weg genau zu einem dieser Wolkenkratzer, nicht weit von der "alten Oper", führen würde. Mit dem Aufzug ging es hoch in die 22. Etage.

Meine ersten Schritte bei Clifford Chance waren umhüllt von Kaffeeduft. Mein Blick fiel gleich auf die große Tischrunde und das Frühstücksbuffet. Nachdem wir uns dort mit Kaffee und Tee bedient hatten, eröffnete e-fellows.net-Mitarbeiterin Stephanie Müller unser gemeinsames "Power Breakfast".

Hoffnungen, Erwartungen und geballte Frauen-Power
Nachdem ich bereits an einem "Power Breakfast" teilgenommen hatte, hatte ich dieses Mal hohe Erwartungen. Erhofft habe ich mir einen Einblick in die Kanzlei und spannende Infos für die künftige Studien- und Berufsplanung. Zudem hoffte ich auf neue Kontakte und nette Gespräche mit den Referentinnen.

Ob diese Erwartungen von einer Großkanzlei wie Clifford Chance erfüllt werden und ob sich die Referentinnen wirklich Zeit für uns nehmen, das hieß es herauszufinden.

Wir starteten zunächst mit einer kurzen Vorstellungsrunde. Danach übernahm Christine Koziczinski das Wort. Sie hieß uns willkommen und startete ihre Vorstellung mit ihrem Werdegang. Sie berichtete von ihrer Zeit in Florenz, wo sie ihren LL.M. gemacht hat. Als zweifache Mutter erzählte sie uns aus erster Hand, wie sie Beruf mit Familienleben vereinbart.

Kontakt zu Clifford Chance aufnehmen?
In der Clifford Chance-Gruppe kannst du Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Clifford Chance kontaktieren.

Anschließend gab sie das Wort an Alexandra Hagelüken. Sie begann ebenfalls mit ihrem Werdegang und ihren Aufenthalten in Moskau und Montreal, wo sie ihren LL.M erworben hatte.

Sie berichtete lebhaft von ihrer ersten beruflichen Station in einem Ministerium und ihrem anschließenden Wechsel zu Clifford Chance. Hier arbeitet sie seit zwölf Jahren als zufriedene Anwältin und zweifache Mutter. Sie sagte uns, wie sie ihr Privatleben mit Tagesmutter und Babysitter organisiert. Den Kuchen backt sie samstags zwar nicht selbst, aber dafür kann sie die Freizeit und Familie genießen.

Ute Brunner-Reumann berichtete außerdem von der Möglichkeit als Counsel bei Clifford Chance zu arbeiten. Dies ist neben der Ernennung zum Partner ein alternativer Karrierweg bei Clifford Chance.

Lernen, Lob anzunehmen
Die Diskussionsrunde drehte sich um Themen wie Einstiegsmöglichkeiten, Arbeitsalltag, Familienplanung sowie Promotion und LL.M. Die Referentinnen beschrieben die Arbeit bei Clifford Chance anschaulich, hoben den Mandantenkontakt vom ersten Tag an hervor und erzählten vom Adrenalin nach einer abgeschlossenen Transaktion.

Christine Koziczinski machte uns bewusst, dass wir Frauen nicht so bescheiden sein sollten. Es sei wichtig, unsere Stärken aufzeigen und Lob anzunehmen – darin seien uns die Männer überlegen. Abschließend wiesen beide Referentinnen auf die "verpflichtenden" 30 Urlaubs-Tage hin. Für eine Großkanzlei sicherlich nicht selbstverständlich, aber bei Clifford Chance gewünscht.

Finance, Banking und Yoga
Noch offene Fragen stellten wir anschließend in kleineren Gruppen ganz persönlich an die Referentinnen. Sie nahmen sich viel Zeit für uns. So erfuhr ich, dass ein Auslandsaufenthalt kein Muss ist, Bewerbungsgespräche aber auch gerne teilweise auf Englisch geführt werden. Außerdem, dass Clifford Chance mehr zu bieten hat als Corporate M&A und Banking & Capital Markets. Es gibt Ausblick-Clifford-Chanceauch eine Krippe für die Kleinen und einen Yogakurs in der Mittagspause.

Als nachmittags unser "Power Breakfast" langsam ausklang, machten sich 22 e-fellows.net-Stipendiatinnen zurück auf dem Heimweg – gewappnet mit bunten Taschen, bedruckt mit dem Slogan "Career starts with C". Bevor es auch für mich zurück nach Köln ging, hielt ich noch schnell den Ausblick aus dem 22. Stock des "Towers" fest.

Mein persönliches Fazit und wem ich die Veranstaltung weiterempfehle
Das "Power Breakfast" war ein sehr gelungener Einblick in die Großkanzlei Clifford Chance und das Berufsleben erfolgreicher Frauen. Wir knüpften Kontakte, die Referentinnen beantworteten alle Fragen und wir schlossen neue Freundschaften unter den Stipendiatinnen.

Die Chance an einem "Power Breakfast" teilzunehmen, sollte jede Studentin nutzen, um einen Einblick in die Praxis zu bekommen. Und was nehme ich persönlich mit auf den Weg? "Mädels, traut euch mehr zu!"

Erfahrungsbericht: Praktikum in Indien beim "Traum"-Start-up

Donnerstag, den 22. Dezember 2011
Erfahrungs- bericht

Hupen, Drängeln und volle Straßen – so stellt man sich Indien normalerweise vor. Marie erlebte bei ihrem Praktikum in einem IT-Start-up ein ganz anderes Indien – ein Indien als Ruhepool und "Traumwelt". Ein Indien in dem sich die Chai- und Kaffee-Verfechter gegenüberstehen und in dem beim Mittagessen jeder von jedem probieren muss – sonst gibt es enttäuschte Blicke.

Seit einem halben Jahr mache ich ein Praktikum in der Sales-Abteilung des jungen IT-Unternehmens SapnaSolutions in Indien. In diesem faszinierenden Land, wo alles etwas ruhiger zugeht. Indien und ruhig? Bei den vielen Menschen? Das ist richtig! Denke ich an meine täglichen Einkaufstouren, den Weg zur Arbeit und vor allem den enormen Verkehr mit Hupen und Drängeln, denke ich an ein hektisches Indien. Betrete ich dann aber meinen Arbeitsplatz, verfalle ich in die Welt der Ideen und Träume.

Arbeiten und Träumen gleichzeitig
Ich sehe meine Kollegen bei der täglichen Tasse Chai – dem typischen süßen indischen Milchtee. Und unsere kreativen Damen aus der Personalabteilung, die in Ruhe den künstlichen Plastik-Weihnachtsbaum in unserem "Wohnzimmer-Office" dekorieren. Arbeiten und Träumen gleichzeitig ist in Deutschland meist nicht möglich. Hier bei SapnaSolutions bekomme ich diese interessante Mischung täglich mit.

Affen-Maskottchen und pinke Sparschweine
SapnaSolutions ist ein kulturell äußerst vielfältiges Unternehmen. Und das wird schon beim ersten Schritt durch die Tür deutlich. Blickt man nach rechts, sieht man unsere deutsch-italienische Sales-Ecke – hier wird neben dem guten Chai auch gerne mal ein hochkonzentrierter Kaffee getrunken, um die Produktivität gewohnt hoch zu halten. Die Aufgabe dieses Teams ist es, den europäischen Markt und die anspruchsvollen Kunden zu betreuen. Ein durchaus lustiges Team, das mit einem Affen-Maskottchen und einem quietschpinken Sparschwein die Arbeitsatmosphäre auflockert.

Alles Schlechte einfach ausgetauscht
In der sogenannten "Golden Time" kümmert sich jeder um seine Kunden in Deutschland und Italien, wobei der komplette Kontakt in der jeweiligen Muttersprache stattfindet – dabei kommt sogar ein wenig Heimatgefühl auf. Sapna hat sich auf die Entwicklung von Mobile- und Web-Applikationen für den europäischen Markt spezialisiert. "Offshore-Entwicklung" ist hier das Stichwort. Der Gedanke hinter dem ganzen Prozess ist durchaus komplex. So sage ich immer gerne: "Wir haben Offshoring einmal auseinandergenommen, genau untersucht und im Anschluss die positiven Aspekte beibehalten und die schlechten einfach ausgetauscht."

Mariee-fellows.net-Stipendiatin Marie (22) studiert International Business an der ESB Business School in Reutlingen. Von ihrem sechsmonatigen Aufenthalt in Indien nimmt sie mehr mit als nur bunte Souvenirs.

Bunt gemischte Teams
Führt man nun seinen Gang durch das Unternehmen fort, trifft man als Nächstes auf das Human-Ressources-Team. Neben zwei Inderinnen hat sich hier auch eine israelische Kanadierin unter das Team gemischt. Gegenüber sitzen die iPhone-Entwickler, nebenan das Web-Team und ein paar Meter weiter die Projektmanager und Business-Analysten. Letztere zählen die meisten Nationalitäten innerhalb eines Teams. Von britisch, italienisch, über deutsch bis indisch sind sie bunt zusammengewürfelt. Irgendwo zwischen Meeting, Telefonat und Kundentermin springen dann noch die beiden Gründer umher – ein Deutscher mit chinesischen Wurzeln und ein Franzose  – beide sind übrigens noch nicht mal in ihren 30ern.

Jeder probiert von jedem
Insgesamt arbeiten bei Sapna also täglich sechs verschiedene Nationen zusammen. Und alle lernen eine Menge voneinander. Viele Eindrücke und Erfahrungen haben mich intensiv geprägt. So ist die Arbeitsmoral beispielsweise sehr viel gelassener, zur gleichen Zeit aber höchst effektiv. Das Zusammengehörigkeitsgefühl ist ein weiterer Punkt, den ich sehr schätze. Beim Mittagessen bringt jeder sein Mitgebrachtes auf den Tisch und wehe es wird nicht von allem einmal probiert, dann gibt es enttäuschte Blicke.

Roti, Chai und Kaffee
Die herrlich schmeckenden Roti (Teigfladen, die es zu jedem Essen gibt) haben es mir besonders angetan und bilden quasi das Pendant zu den deutschen Kartoffeln. Vielfältige Gewürze, eine Menge Gemüse und reichlich Öl – das sind wichtige Bestandteile der indischen Küche. Zum Nachtisch dann Lassi oder etwas später ein Chai. Die Chai- und Kaffee-Kultur lässt ebenfalls die unterschiedlichen Geschmäcker deutlich werden, wenn sich zur Morgens- und Mittagszeit beide Gerüche mischen. Der eine versteht nicht, wie man seinen Tee mit so viel süßer Milch trinken kann – der andere wird schon beim Geruch des italienischen Espressos ganz hibbelig.

Mit Sapna Traumlösungen finden
Weg vom Kaffeegeruch und zu guter Letzt noch hin zur Lüftung des Geheimnisses um die Traumwelt, in der ich sechs Monate arbeiten durfte. Das Wort "Sapna" ist Hindi und bedeutet übersetzt so viel wie Traum. So wurde dieses außergewöhnliche Arbeitsklima dem Unternehmen schon direkt in die Wiege gelegt. Als Anthony und Yann das Unternehmen 2009 gründeten war ihre Idee den Kunden technologische "Traumlösungen" zu bieten. Angefangen auf zwei Quadratmetern und einem Kernteam aus vier schlauen Köpfen zählt Sapna Solutions mittlerweile gut 40 Mitarbeiter. Die Start-Up-Phase ist nun sicher vorbei und der Schritt zum aufstrebenden IT-Unternehmen gesetzt. Gleichzeitig bleibt viel Spielraum für eigene Ideen und Vorschläge, welches die Arbeit bei SapnaSolution so unglaublich interessant und außergewöhnlich macht. Momentan suchen wir im Sales nach einem geeigneten Praktikanten, der diese Herausforderung in der Traumwelt annehmen und teilen will. Und das schon ganz bald – im Januar 2012 kann also schon das nächste Abenteuer starten!

Wenn ich meine Heimreise antrete, werde ich mehr als farbenprächtige Souvenirs, seidige Stoffe und exotische Gewürze mitnehmen. Vor allem habe ich wertvolle Erfahrung und neue Eindrücke gesammelt, die mir keiner mehr nehmen kann. Ich bin sehr froh, diese Zeit in Pune, Indien verbracht zu haben und kann jedem nur empfehlen, es mir gleichzutun.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Hengeler Mueller): Eine Schachfigur als Vorbild für sicheres Auftreten

Donnerstag, den 15. Dezember 2011
Erfahrungs- bericht

Ladies first – das war das Motto beim Karriereworkshop von Hengeler Mueller. Eine Kommunikationstrainerin erklärte den Nachwuchs-Juristinnen, wie erfolgreiche Männer kommunizieren und was sie selbst tun können, um als Frau in einer internationalen Wirtschaftskanzlei erfolgreich zu sein.

Am 8./9. Juli 2011 fand die Veranstaltung "Ladies First – Karriereworkshop für Juristinnen" in Düsseldorf statt, zu der die Kanzlei Hengeler Mueller ca. 30 Nachwuchsjuristinnen eingeladen hatte.

Trotz hoher Zahl sehr gut qualifizierter Absolventinnen sehen immer noch weniger Frauen als Männer ihre berufliche Zukunft in einer Wirtschaftskanzlei. Gerade in den Führungspositionen besteht noch Nachholbedarf: Bei Hengeler Mueller liegt der Frauenanteil unter den angestellten Anwälten zwar mittlerweile bei rund 37 Prozent; aktuell gibt es aber nur 3 Partnerinnen (von rund 90). Anlass genug also zu einem "Karriereworkshop" speziell für Absolventinnen.

Katharina (26) hat Jura studiert und ist nun Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der juristischen Fakultät der Ruhr-Universität in Bochum. Außerdem hat sie einen Bachelor in Jura in Frankreich gemacht und absolvierte einige Praktika in Kanzleien.

Neben der Herausforderung Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren, erweist es sich gerade für Frauen häufig als schwierig, ihre Kompetenz wirksam darzustellen und entsprechend wahrgenommen zu werden. Ziel des Workshops war es, unter der Regie der Kommunikationstrainerin und Gründerin der Firma SheBoss, Marion Knaths, die "Spielregeln" männlicher Kommunikation zu (er)kennen und diese Kenntnisse auf dem eigenen Karriereweg zu nutzen. Zugleich sollte die Veranstaltung die Möglichkeit bieten, einen ersten Eindruck der international tätigen Wirtschaftskanzlei Hengeler Mueller zu bekommen.

Der Workshop fand im Düsseldorfer Büro der Sozietät statt und begann mit Kaffee und einer Begrüßungsrunde. Dr. Daniela Favoccia, Partnerin bei Hengeler Mueller, stellte die Kanzlei vor und berichtete von ihrem beruflichen Werdegang. Es folgte eine kurze Vorstellungsrunde der anwesenden Anwältinnen und der Teilnehmerinnen.

Das Schachspiel als Vorbild
Dann übernahm Marion Knaths das Wort. Sie führte die Teilnehmerinnen in die Welt "genderspezifischer Kommunikation" ein. Eindrucksvoll erläuterte sie mit Wort und Tat, wie "Frau" ihre Aufstiegschancen durch die Nutzung dieser Kenntnisse verbessern kann und wie sie es vermeidet, sich wieder und wieder an der "gläsernen Decke" den Kopf zu stoßen. Als Vorbild diente zunächst die Damefigur des Schachspiels, die selbstbewusst und zielsicher den Regeln folgend ans Ziel gelangt.

Der Vormittag stand sodann ganz im Zeichen der besagten "Spielregeln männlicher Kommunikation", die  nach der Erfahrung unserer Trainerin einer streng hierarchischen Ausrichtung unterliegen. Ganz im Gegensatz zu dem Netzwerkmodell, mit dem Frauen eher vertraut sind. Nach einer Mittagspause in der Kanzlei folgte der zweite, stärker interaktive Teil des Workshops. Einige Teilnehmerinnen "bewarben" sich mit einer kurzen Selbstpräsentation auf eine fiktive Stelle und erhielten individuelles Feedback zu ihrem Auftreten.

Mit Sprechübungen ans Ziel
Es folgten Stimm- und Sprechübungen. In einem gespielten Meeting ergriff eine Gruppe von Teilnehmerinnen schließlich noch die Möglichkeit, die morgens erörterten Kommunikationsweisen praktisch zu erproben.

Insgesamt verlief der Tag in lockerer Atmosphäre. Vor allem der bewusste Blick auf stereotype Verhaltensweisen, und deren gezielte Nutzung gaben regelmäßig Anlass zur Erheiterung. So führte Frau Knaths unter anderem anhand von Videos und Bildern vor, wie Staatschefs die unbewussten Zeichen hierarchischer Kommunikation (für uns nun überdeutlich) einsetzen. Um ca. 18 Uhr endete der aufschlussreiche Workshop.

Nach einer kurzen Erholungspause im Hotel trafen wir uns zum gemeinsamen Abendessen mit Anwältinnen und Personalverantwortlichen von Hengeler Mueller.

Ein gemütlicher Ausklang
Hier hatten wir ausgiebig Gelegenheit, Fragen zu stellen und auch über nicht karrierebezogene Themen miteinander ins Gespräch zu kommen. Nach dem auf typisch männliches Verhalten konzentrierten Tag ging es nunmehr in entspannter (Frauen-)Runde um Karriere, Kinder, Frauenfußball und den Hengeler Mueller Firmenlauf.
Insbesondere dieser Teil der Veranstaltung gewährte individuelle und nachhaltige Eindrücke, da die anwesenden Anwältinnen sehr offen und interessiert waren. Schließlich endete der Abend gesellig, mit Cocktails an der Bar.

Mein Fazit und wem ich diese Veranstaltung empfehle
Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Wirtschaftskanzlei Hengeler Mueller einen offenen und flexiblen Eindruck machte. Mehrfach hervorgehoben wurden die Möglichkeiten, die Arbeitszeiten individuell anzupassen. Die Atmosphäre war locker und die Anwältinnen vermittelten Begeisterung für ihre Arbeit in dieser Sozietät. Es war eine erkenntnisreiche Veranstaltung, die vor allem auch viel Spaß bereitet hat.

Erfahrungsbericht (Hengeler Mueller): Die wahren Gesichter von A und B

Mittwoch, den 14. Dezember 2011
Erfahrungs- bericht

Welchen Anspruch erhebt A gegen B? Und kann auch C von B Schadensersatz verlangen? Mit solch theoretischen Konstrukten beschäftigte sich Paul bisher in der Uni. Beim Sommerpraktikum bei Hengeler Mueller konnte er sein Wissen in die Praxis umsetzten – und A, B und C ein Gesicht geben. Dabei wollten er und die anderen Praktikanten hoch hinaus – zum Beispiel auf den "Magic Mountain".

Eine international ausgerichtete Wirtschaftskanzlei, die für juristische Arbeit auf höchstem Niveau steht – die wollte ich kennenlernen. So ging es nicht nur mir, sondern noch sechs weiteren Praktikanten des Sommerpraktikums 2011 bei Hengeler Mueller in Berlin. Bei unserem ersten Aufeinandertreffen wurde schnell klar, dass wir eine gemischte Gruppe aus ganz Deutschland sind, die den Weg nach Berlin gefunden hat.

Vom Humboldt Carré in die Kreuzberger Szenekneipe
An unserem ersten Arbeitstag wurden wir sehr herzlich von den Organisatoren des Sommerpraktikums empfangen. Die Kanzlei befindet sich in den obersten drei Etagen des Humboldt Carrés – unmittelbar in der Nähe von Friedrichstraße, Gendarmenmarkt und Unter den Linden. Nach einer kurzen Begrüßung wurden wir bei einem Rundgang sämtlichen Mitarbeitern und etwa 40 Associates und Partnern der Sozietät vorgestellt.

Hierbei lernten wir gleichzeitig unsere Tutoren – jeweils zwei Associates – kennen. Sie waren für die kommenden sechs Wochen unsere ersten Ansprechpartner. Bei einem anschließenden Mittagessen sowie einem gemeinsamen Umtrunk am Abend in einer Kreuzberger Szenekneipe gab es dann auch gleich Gelegenheit, sich besser kennenzulernen. Damit hinterließ schon der erste Tag bleibende Eindrücke.

Klageschriften, PowerPoint-Präsentationen und Memos
Ich war zwei Associates zugeteilt, die sich vor allem mit Mergers & Acquisitions (M&A) und Gewerblichem Rechtsschutz befassen. Sowohl von ihnen als auch den übrigen Anwältinnen und Anwälten wurde ich mit viel Engagement betreut. Insbesondere meine Tutoren nahmen sich stets Zeit für ausführliche Erklärungen und die Beantwortung all meiner Fragen.

Meine Aufgaben reichten von der Überarbeitung von Klageschriften über die Erstellung von PowerPoint-Präsentationen bis hin zur Beantwortung komplexer Fragestellungen und dem Verfassen von Memos. Thematisch beschäftigte ich mich unter anderem mit dem Ausschluss von Minderheitsaktionären (Squeeze-Out), Gewinnabführungsverträgen, Fusionskontrollen und der Übertragung von Rechten.

Eigene Meinung und Vorschläge einbringen
Durch meine zwei Tutoren, die sich mit unterschiedlichen Schwerpunkten auseinandersetzten, konnte ich mich mit vielen Rechtsgebieten beschäftigen. Außerdem lernte ich dadurch juristische Themengebiete kennen, die an der Uni vermutlich nur eine untergeordnete Rolle spielen. Dabei wurde mir und meiner Tätigkeit immer ein – wie ich finde – keineswegs selbstverständliches Vertrauen entgegengebracht. So konnte ich mich stets mit eigener Meinung und Vorschlägen in die Bearbeitung von Mandaten einbringen.

PaulPaul (23) studiert Jura an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Beim Sommerpraktikum bei Hengeler Mueller erhielt er erste Einblicke in die Arbeit einer Großkanzlei.

Sich selbst als Wirtschaftsanwalt beweisen
Neben unseren mandatsbezogenen Aufgaben beschäftigten wir uns mit einer Fallstudie zum Thema M&A. Hier wurden uns anhand eines Beispiels die einzelnen Schritte eines Unternehmenskaufs veranschaulicht. Gleichzeitig bekamen wir die Gelegenheit, uns als Wirtschaftsanwälte zu beweisen. Es galt, eine eigene "Due Diligence-Prüfung" durchzuführen und anschließend einen entsprechenden Kaufvertrag (SPA) zu verfassen. Dazu arbeiteten wir Praktikanten gemeinschaftlich zusammen und präsentierten anschließend zwei Associates unsere Ergebnisse.

A und B werden zu Realität
Zusätzlich wurde uns bei Hengeler Mueller ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm geboten. Zum Beispiel Veranstaltungen wie das wöchentliche Corporate Breakfast oder der Berliner Erfahrungsaustausch. Hier brachten uns Partner der Kanzlei bei einem üppigen Frühstücksbuffet ihre Tätigkeiten bei Hengeler Mueller nahe – anhand von aktuellen Fällen.

Dies ermöglichte uns einen detaillierten Einblick in ihre Arbeit und zeigte uns, mit welchen doch sehr unterschiedlichen Rechtsgebieten man sich bei Hengeler Mueller befasst. Besonders spannend fand ich, von Mandaten mit Unternehmen zu erfahren, die einem sonst nur in den Medien begegnen. Dies ermöglichte mir einen Bezug zur Realität, den man so aus der Uni nicht kennt, wo meistens doch nur A und B irgendetwas gegen C haben.

Hoch hinaus zum Magic Mountain
Aber auch für die sportliche Betätigung wurde gesorgt. Unter anderem erklommen wir gemeinsam als Seilschaft die spektakulären Kletterwände des Berliner "Magic Mountain" – um dann anschließend unseren Aufstieg gebührend zu feiern. Zum Abschluss des Praktikums gab es dann noch ein großes Abschiedsessen. Somit ergaben sich – unter anderem auch bei Einladungen zu diversen Mittagessen mit Partnern oder Associates – ausreichend Gelegenheiten zu persönlichen Gesprächen in entspannter Atmosphäre.

Immer willkommen bei Hengeler Mueller
Schließlich möchte ich noch die uns in der Kanzlei entgegengebrachte Offenheit und das ausgesprochen freundliche Betriebsklima betonen. Wir hatten stets das Gefühl, auch über das Praktikum hinaus, bei Hengeler Mueller willkommen zu sein. Rückblickend betrachte ich das Praktikum als eine Zeit, die mir sowohl in fachlicher als auch in persönlicher Hinsicht viel gebracht hat.

So konnte ich nicht nur mein juristisches Wissen erweitern, sondern auch interessante Menschen mit ihren unterschiedlichen Werdegängen bei den zahlreichen Freizeitaktivitäten kennenlernen. Insgesamt bot das Praktikum mit seinem perfekt organisierten Rahmenprogramm einen fundierten Einblick in die Arbeitsabläufe einer Großkanzlei. Allen Interessenten kann ich daher eine Bewerbung nur empfehlen.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (McKinsey): Wie überzeuge ich den chinesischen Firmenchef?

Dienstag, den 13. Dezember 2011
Erfahrungs- bericht

ITler sollten auch wirtschaftlich denken. Das stellte e-fellow Julia fest, als sie beim McKinsey-Event das "Business Technology Office" kennenlernte, das an der Schnittstelle zwischen IT und Strategie arbeitet. Sie lernte, wie man bei einer deutsch-chinesischen Zusammenarbeit kulturelle Missverständnisse vermeiden kann. Und sie entdeckte, wie überzeugend die McKinsey-Berater chinesische Firmenchefs darstellen können.

Titel und Thema des Events
"Business Technology Office Inside 2011" von McKinsey

Zeit, Ort und Dauer des Events
17. bis 19. November 2011 in Frankfurt am Main

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
11 Teilnehmer und 7 Unternehmensvertreter

e-fellow-Julia e-fellows.net-Stipendiat Julia (23) macht gerade ihren Master in Finance & Information Management an der Universität Augsburg und der TU München. Sie hat bereits mehrere Praktika gemacht, unter anderem in Shanghai. Das machte das deutsch-chinesische Rollenspiel besonders interessant für sie.

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Strategieberatung und IT – wie passt das zusammen? Das Event "BTO Inside 2011" bot die ideale Gelegenheit, diese Frage zu beantworten. Da diese Kombination gut zu meinem Masterstudium in Finance & Information Management passt, zögerte ich nicht, als ich das Angebot für die Teilnahme an der Veranstaltung bekam.

Dass Wert auf eine entspannte Atmosphäre gelegt wird, wurde schon im Vorfeld der Veranstaltung deutlich. "Tragen Sie Kleidung, in der Sie sich wohl fühlen" lautete der Tipp. Und so trafen wir uns am Donnerstag mit den Beratern von McKinsey im Frankfurter Büro und starteten mit einer Vorstellung des "Business Technology Office" (BTO) und anschließender Einführung in die Fallstudie.

Eine Fallstudie über interkulturelle Zusammenarbeit
Die Fallstudie war sehr praxisnah und handelte von einem chinesischen Software-Unternehmen. Dessen Geschäftsleiter möchten durch den Zusammenschluss mit einem deutschen Anbieter auf dem europäischen Markt Fuß fassen. Zum Einstieg bekamen wir umfangreiches Informationsmaterial. Darüber hinaus konnten wir durch Interviews mit den Chefs beider Unternehmen, gespielt von den Beratern, an weitere Infos gelangen. Es wurde schnell deutlich, welche kulturellen Herausforderungen bei einer interkulturellen Unternehmensfusion auftreten können.

Kontakt zu McKinsey aufnehmen?
In der McKinsey-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei McKinsey kontaktieren.

Je ein Berater betreute jedes Team und die Arbeit in den Teams machte sehr viel Spaß. Unser Konzept umfasste neben einer neuen Produktstrategie auch Empfehlungen für die Strukturierung der Organisation. So sollte die Fusion der beiden kulturell  ehr verschiedenen Unternehmen gelingen.

Dialog im Dunkeln
Bevor wir am Ende des ersten Tages zum Hotel fuhren, gab es noch einen Zwischenstopp in einem Museum der besonderen Art. Dort angekommen erfuhren wir nämlich, dass es eigentlich nichts zu sehen gab. Denn im "DialogMuseum" sind die Besucher ganz auf ihren Tast- und Gehörsinn angewiesen. Geführt von einem Guide erkundeten wir also blind verschiedene Räume, in denen alltägliche Umgebungen dargestellt waren.

Das Hotel, in dem wir übernachteten, bot ebenfalls einiges zu erkunden, denn jedes Zimmer hatte einen Designer als Paten, der es auf individuelle Weise und unter einem bestimmten Motto gestaltet hatte.

Kulturelle Unterschiede
Am Freitag stand die Fallstudie "Asian Dragon" im Vordergrund. Außerdem lernten wir im Training "Interkulturelle Kompetenz", worauf wir achten müssen, wenn wir mit Menschen aus verschiedenen Kulturen zusammenarbeiten. So gehen beispielsweise Asiaten anders mit Kritik und Emotionen um als Lateinamerikaner, und in den USA wird mehr gelobt als in Europa. Darüber hinaus diskutierten wir über unsere eigenen Erfahrungen im Ausland, wie zum Beispiel mit telefonierenden Kollegen im Meeting, Taxifahrern, die Stadtpläne nicht lesen können oder Kollegen, die Termine eher als grobe Richtlinie denn als klare Vorgabe verstehen.

Präsentation vor dem "Geschäftsführer"
Nachmittags präsentierten wir dann unsere Ergebnisse vor dem Geschäftsführer des chinesischen Unternehmens. Das stellte alle Gruppen auf eine harte Probe. Die Berater nutzten dabei ihre schauspielerischen Fähigkeiten, um die Teilnehmer aufs Glatteis zu führen. Dennoch war die Stimmung gut, und so hatten wir auch am zweiten Abend die Gelegenheit, beim Abendessen ungezwungen mit den Beratern ins Gespräch zu kommen und anschließend in einem Frankfurter Club gemeinsam zu feiern.

Am letzten Tag gab es zunächst ausführliches Feedback für alle Teilnehmer. Im Anschluss bekamen wir dann einen Eindruck davon, wie ein Praktikum oder Festeinstieg beim BTO von McKinsey aussieht und wie ein Auswahltag abläuft. Dabei hatten wir unter anderem die Möglichkeit, ein Case-Interview durchzuspielen.

Wem ich die Veranstaltung weiterempfehle
Den Workshop kann ich jedem empfehlen, der sich für die Beratung an der Schnittstelle zwischen IT und Strategie interessiert,  in entspannter Atmosphäre die Arbeit des BTO kennenlernen und nebenbei viel Spaß haben möchte.

Mein persönliches Fazit und sonstige Anmerkungen
Für mich persönlich war "BTO Inside 2011" ein absolut gelungenes Event, bei dem ich nicht zuletzt viele nette Leute kennengelernt habe. Durch die Fallstudie konnte ich mich außerdem an typischen Aufgaben eines Beraters ausprobieren. Insbesondere die Gespräche mit den Beratern haben mich in der Planung eines Praktikums beim BTO bestärkt und mir einen guten Eindruck davon vermittelt, was mich dabei erwartet.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Telekom und KPMG): SIFE World Cup – Gutes tun und damit siegen

Montag, den 5. Dezember 2011
Erfahrungs- bericht

"SIFE Germany, you may now start your presentation." Noch einmal tief durchatmen, dann tritt das fünfköpfige Präsentationsteam von SIFE Regensburg auf die Bühne des "Kuala Lumpur Convention Center", dem diesjährigen Gastgeber des SIFE World Cups. Auf diesen Moment haben die 50 Mitglieder von SIFE Regensburg hingefiebert, seit sie den nationalen Wettbewerb in Bonn für sich entschieden haben.

2.000 Studenten und 1.000 Unternehmensvertreter aus 37 Ländern verfolgen gebannt die showreife Präsentation von Josef, Hans-Georg, Julia, Andriana und Yvonne. 24 Minuten hat das deutsche Team Zeit, erst sein Land, dann das Team und schließlich drei unternehmerische Projekte vorzustellen, deren Ziel es ist, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. "Unwirklich und verrückt" seien diese 24 Minuten gewesen, sagt später Hans-Georg Mann, einer der beiden Teamleiter. Denn nach der Präsentation hält es die Zuschauer nicht mehr auf den Sitzen: Das Team bekommt Standing Ovations für seinen Auftritt. "Das war ein Riesenmoment – sogar noch besser, als den Pokal zu kriegen."

Der Auftritt vom deutschen Team beim SIFE World Cup:

Denn den durften die Regensburger schließlich nach Hause tragen – zu ihrer eigenen Überraschung, so Hans-Georg: "Uns wurde immer gesagt, der World Cup sei ein Wettbewerb der Resultate, der großen Zahlen. Die anderen SIFE-Teams hatten wirklich beeindruckende Ergebnisse – eine harte Konkurrenz. Mit unserem Projekt "Bottles for a better life" haben wir vier Jobs in Deutschland geschaffen – das klingt nach nicht viel. Aber es geht eben nicht nur um beeindruckende Zahlen: Es geht darum, ein gutes, nachhaltiges, rundes Projekt auf die Beine zu stellen."

Gutes tun mit Unterstützung von KPMG und der Telekom
Gutes tun auf eine unternehmerische Art – das ist, kurz gesagt, der Gedanke der studentischen Non-Profit-Organisation SIFE ("Students in Free Enterprises"). Ein Gedanke, mit dem sich auch die Deutsche Telekom und KPMG identifizieren. KPMG unterstützt den deutschen Ableger SIFE Germany seit dessen Gründung 2003 finanziell und mit Know-how. Auch Marc-Stefan Brodbeck, Leiter des Recruiting & Talent Service der Telekom und Board Member von SIFE, ist von diesem Konzept begeistert: "Wir unterstützen SIFE, weil wir ähnliche Werte haben und uns auf einer gemeinsamen Ebene bewegen: Nachhaltigkeit und Verantwortung sind für unser Unternehmen und SIFE gleichermaßen Schlüsselwörter. Ich finde den Schwung, mit dem SIFE an seine Projekte herangeht, richtig klasse. Das ist auch für erfahrene Kollegen sehr inspirierend."

Die Telekom richtete im Mai den SIFE National Cup 2011 in Bonn aus und ist Hauptsponsor des SIFE-Teams Regensburg.

Mit Unterstützung der Berater der Telekom und von KPMG bereitete sich das Regensburger Team in nur fünf Monaten auf Malaysia vor. Bis zur letzten Minute, verraten Dr. Sandro Urban, Manager im Bereich Steuerberatung ("Tax") und Arno Stranegger, Senior Manager in der Wirtschaftsprüfung ("Audit") von KPMG, haben sie noch mit den Studenten an der Präsentation gefeilt. Seine Rolle erklärt Arno Stranegger so: "Wir sind Ansprechpartner bei Problemen, die im Zuge der Projektarbeit auftreten. Das betrifft wirtschaftliche, steuerliche und zollrechtliche Aspekte. Es kann zum Beispiel sein, dass ein Student auf uns zukommt und fragt: Was muss ich beachten, wenn ich Maschinen als Spende nach Bulgarien bringen will?"

SIFE World Cup Kuala Lumpur [Quelle: Telekom]

Doch warum stecken Studenten und Unternehmensvertreter eigentlich so viel Zeit und Arbeit in die Projekte? "Bei SIFE nutzt man das, was man an der Uni gelernt hat, um etwas Sinnvolles zu tun. Und lernt dabei unglaublich viel: Zeit-, Konflikt- und Teammanagement zum Beispiel. Aber auch, wie man gute Ergebnisse unter Zeitdruck erzielt und wie einen die Sichtweisen anderer voranbringen", erklärt Hans-Georg.

Projekte in Bulgarien und Rumänien
Einige Mitglieder des Regensburger Teams kommen aus Osteuropa und berichteten von sozialen Problemen in Bulgarien und Rumänien. So entstand das Projekt "Microleasing", mit dem das Regensburger SIFE-Team bulgarische Kleinstunternehmer fördert, und das Projekt "Integration ON", bei dem es um die Integration von Roma in Rumänien geht.

Mit ihren Projekten und ihrer Präsentation haben die Regensburger die Messlatte hoch gelegt: "Was wir paar Studenten einer kleinen Uni uns ausgedacht haben, ist jetzt Vorbild für 1.600 Unis weltweit, die ähnliche Projekte starten werden. Dadurch können unsere Konzepte noch mehr Menschen zu Gute kommen, und das ist eigentlich das Beste an diesem Sieg." Neue Projekte in Deutschland, Osteuropa und sogar der Türkei sind schon geplant, die Mitgliederzahl von SIFE Regensburg stieg auf 100. Teilnehmer.

Und wer könnte besser diesen Weg zum Sieg beschreiben als die SIFE-Studenten selbst? Josef Plank und Hans-Georg Mann, Teamleiter von SIFE Regensburg, erzählen uns, wie sie ihr letztes SIFE-Jahr erlebt haben:

"Grelles Scheinwerferlicht, über 3.000 Studenten, hochrangige Unternehmensvertreter im Saal und einige zehntausend Menschen, die uns gerade via Livestream in aller Welt verfolgen – so erlebten wir das Finale des SIFE World Cups. Was in diesem Moment trotz weicher Knie Halt gibt, sind die geschwenkten Deutschlandfahnen im hinteren Ende des Auditoriums und ein ungefähr vierzigköpfiges Team, das uns lautstark unterstützt. So gestärkt begann also unsere alles entscheidende Präsentation in Kuala Lumpur.

SIFE World Cup Siegerteam [Quelle: Telekom]

In nur 24 Minuten und keiner Sekunde mehr musste das jeweilige SIFE-Team die Jury überzeugen. Zu den Bewertungskriterien zählen dabei die Fokussierung auf eine bestimmte Zielgruppe notleidender Menschen, der Innovationsgrad der Idee, die Nachhaltigkeit der Umsetzung und die Resultate für die notleidenden Menschen. Eine große Herausforderung, unsere Projekte, innovativen Konzepte, Resultate, kurz gesagt unser ganzes Herzblut in 24 Minuten zu verpacken.

Im Mai 2011 hatte unser SIFE-Team der Universität Regensburg zum bereits den deutschen Landesentscheid gewonnen und sich somit für die Weltmeisterschaft in Kuala Lumpur qualifiziert. Als Teamleiter waren wir unheimlich stolz auf unser Team und dankbar, dass es voller Elan für unsere Projekte einsetzt.

Nun mussten wir uns also in fünf Monaten auf die Weltmeisterschaft vorbereiten. Das hört sich im ersten Moment vielleicht lang an. Aber glaubt uns, die Zeit rast. Daher gab es in diesem Jahr für unser Team keine Semesterferien, und auch Praktika und Uni mussten hinten anstehen. Wir wollten Deutschland gut vertreten und noch mehr Menschen in Not nachhaltig helfen. Um das zu gewährleisten, expandierten wir beispielsweise mit einer unserer Regensburger Projektideen deutschlandweit, ferner bauten wir unsere Projekte in Bulgarien, Serbien, Rumänien und der Türkei weiter aus. Richtig spannende Aufgaben, bei denen man sehr interessante Kulturen und Menschen kennenlernt.

Neben der harten Projektarbeit begannen wir zwei Monate vor dem World Cup mit der Erstellung einer 24-minütigen Präsentation. In diese kurze Zeit mussten all unsere innovativen Konzepte, unsere Resultate und unser Herzblut einfließen. In Zusammenarbeit mit unserem Dachverband SIFE Germany e.V., einer professionellen Agentur und unseren Unternehmensvertretern der Deutschen Telekom und KPMG ist es uns gelungen, diese Aufgabe zu stemmen.

Ein weiteres Highlight war unser Kurzfilmdreh in Zusammenarbeit mit einer Agentur aus Köln. Dieser diente als Einleitung unserer Präsentation. Mal etwas ganz anderes, auf einmal ein Drehbuch zu entwickeln und in Tonstudios zu gehen. Aber schließlich sollte alles für Kuala Lumpur perfekt werden.

Und da standen wir nun, 10.000 km von zu Hause entfernt, auf der großen Bühne in Malaysia. Ein unbeschreibliches Gefühl. 37 SIFE-Teams aus den unterschiedlichsten Ländern der Erde in einem Saal vereint. Am ehesten ist das mit dem Zusammenleben im olympischen Dorf zu vergleichen: 37 Nationen, 37 Gebräuche, 37 Trachten und ein ganz besonderes Zusammengehörigkeitsgefühl. Da möchte man am liebsten vergessen, dass man gerade im Wettbewerb um den Titel "SIFE World Champion 2011" mit ihnen steht.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Als erstes europäisches Team gelang es uns, den Pokal nach Europa zu holen. Über ein Jahr harte Projektarbeit, intensiver Austausch mit Vertretern der Deutschen Telekom, KPMG und SIFE Germany fand sein Ende in diesem unbeschreiblichen Erfolg. Wie echte Weltmeister wurden wir in Regensburg dann auch standesgemäß mit Fahnen und Begrüßungsschildern erwartet. Ein unvergessliches SIFE-Jahr liegt hinter uns, in dem wir als Team noch enger zusammengewachsen sind. Daher gilt abschließend ein großer Dank unserem Team, der Deutschen Telekom, SIFE Germany und KPMG, die diesen Erfolg erst ermöglicht haben."

Was ist SIFE?
In der 1975 in den USA gegründeten Non-Profit-Organisation SIFE ("Students In Free Enterprise") engagieren sich weltweit rund 57.000 Studierende an 1.600 Hochschulen in 39 Ländern. Damit ist SIFE die weltweit größte Studierendenorganisation. Zentrale Veranstaltungen der politisch und konfessionell neutralen Initiative sind die jährlich stattfindenden Landeswettbewerbe und der World Cup, an dem die jeweiligen Gewinnerteams der nationalen Wettbewerbe teilnehmen. SIFE Regensburg wurde 2005 auf Initiative von Prof. Dr. Michael Dowling gegründet. Derzeit umfasst das Team ca. 100 Studierende verschiedener Fachrichtungen und Nationalitäten (www.sife-regensburg.de).

Mehr Infos:

http://www.sife.org/worldcup/
www.sife-regensburg.de

Erfahrungsbericht (Clifford Chance): Dealen mit Immobilien

Montag, den 5. Dezember 2011
Erfahrungs- bericht

Beim Workshop im Immobilienrecht bekam e-fellow Petra eine ungewöhnliche Chance: Sie, die Jurastudentin, sollte der internationalen Wirtschaftskanzlei Clifford Chance helfen – bei einer Immobilientransaktion. Das Hochhaus "KAMERUN" soll verkauft werden. Doch eine zweifelhafte Baugenehmigung macht ihr fast einen Strich durch die Rechnung.

Titel und Thema der Veranstaltung
Workshop Immobilienrecht "Transactions in Real Estate" mit Clifford Chance

Datum und Ort der Veranstaltung
27. Oktober 2011 in Frankfurt am Main

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
13 e-fellows.net-Stipendiaten; Unternehmensvertreter: Partner Dr. Christian Keilich, die Counsel Dr. Gerold M. Jaeger und Thomas Reischauer, Of Counsel Prof. Dr. Thomas Gasteyer, die Associates Dr. Kristina Jaeger und Henning Aufderhaar sowie Bianca Willms von der Personal Abteilung.

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Neben dem Wunsch, das Frankfurter Büro kennenzulernen, bewarb ich mich, um die realen Bedingungen einer Immobilientransaktion zu erleben. Ich hatte bisher nur grobe Vorstellungen von den juristischen und auch fachfremden, praktischen Fragen. Ich war neugierig, wie eine Immobilientransaktion in der Praxiswelt aussieht.

e-fellow-Petra Real Estate Workshop Clifford Chancee-fellow Petra (25) hat Jura an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz studiert. Seit diesem September absolviert sie einen LL.M. am King's College in London.

Eine Einführung in das Projekt "KAMERUN"
Wir versammelten uns im Konferenzraum, wo Prof. Gasteyer zunächst die Kanzlei präsentierte. Er beschrieb Tätigkeiten, Kanzleiphilosophie und Erwartungen an Mitarbeiter und Bewerber.

Dr. Christian Keilich schilderte uns dann den Ablauf des Workshops und gab uns eine erste Einführung in unsere Aufgabe: das Projekt "KAMERUN". Hierbei handelt es sich um ein 100 Meter hohes, 30-stöckiges Bürogebäude. Dieses Gebäude wurde vom Verkäufer kernsaniert und soll nun im Rahmen eines "Sale-and-Lease-Back-Vertrags" verkauft werden – das ist der Verkauf der Immobilie mit anschließendem Rückmietvertrag. Ein Fall, um den sich das Real-Estate-Team von Clifford Chance tatsächlich kümmert. Der Vertrag sollte am nächsten Tag unterschrieben werden. Falls wir noch Anmerkungen hätten, sollten wir diese schnellstmöglich mitteilen, sagte Dr. Keilich mit einem Augenzwinkern.

Wir teilten uns in zwei Gruppen auf, die Verkäufer und Käufer der Immobilie, und zogen uns in separate Räume zurück. Jeweils zwei Kanzleivertreter führten uns in den Fall ein und erzählten uns von ihren Erfahrungen mit Immobilientransaktionen.

Projekt "KAMERUN" aus Käufersicht
Ich gehörte der Käufergruppe an. Für uns war es besonders wichtig, dass die Sanierung ordnungsgemäß und rechtzeitig durchgeführt wurde. Außerdem wollten wir eine möglichst vorteilhafte Sach- und Rechtsmängelhaftung für die Sanierung.

Neben der Haftung besprachen wir unsere Erwartungen an den Mietvertrag. Hier ging es um die Miethöhe und die Wertsicherung der Miete durch den Verkäufer. Außerdem um die Instandhaltung des Gebäudes, ein Vorkaufsrecht für den Mieter und etwaige Mieterdienstbarkeiten.

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Zusätzlich mussten wir einige zeitliche Aspekte der Transaktion beachten. Da wir eine Real Estate Funds LLP darstellten, musste die Transaktion innerhalb der Investitionsphase von einem halben Jahr abgeschlossen sein. Den spätesten Termin um Verhandlungen abzuschließen, das "Long-Stop-Date" also, mussten wir unbedingt beachten. Das Bundesland erhöht außerdem zum 1. Januar 2012 die Grunderwerbssteuer von 3,5 auf 5 Prozent, sodass wir darauf achten mussten, dass der Kaufvertrag vor diesem Datum abgeschlossen wird.

In der ursprünglichen Baugenehmigung gab es eine Befreiung von der damals zulässigen Gebäudehöhe und Geschossfläche. Das Gebäude wäre also heute bauplanungsrechtlich zulässig. Die Genehmigung für die aktuelle Sanierung schweigt jedoch zu diesem Thema. So bestand das Risiko, dass die Baugenehmigung deswegen nicht rechtskräftig sein könnte. Die Zeit raste, das erste Treffen mit der Verkäuferseite war nach einer Stunde.

Die Käufer und Verkäufer treffen aufeinander
Die Verkäufer waren nicht bereit, auf unsere Forderung nach einer Garantie für Sach- und Rechtsmängel einzugehen. Auch das Problem der zweifelhaften Baugenehmigung war schwierig zu verhandeln, da sich die Verkäufer nicht auf die weitreichende Haftung einlassen wollten.

Bei einem Mittagssnack besprachen wir im Team die erreichten und nicht erreichten Punkte unseres Vertrags. Wir merkten schnell, dass wir unsere hoch angesetzten Forderungen schwierig durchsetzten konnten. Also bastelten wir an einem Kompromiss, der beide Seiten befriedigten sollte. Zwar einigten wir uns am Ende mit den Verkäufern über den Kaufpreis, andere Punkte blieben jedoch ungelöst.

Persönliche Eindrücke und Erkenntnisse
Aktives Mitdiskutieren ist kräftezehrend. Daher waren die Pausen gut, um Abstand zu nehmen und sich nicht in Detailfragen zu verlieren. Obwohl wir alle sehr gute Kenntnisse in Jura hatten, begegneten uns Probleme, die nur durch Erfahrung und gute Marktkenntnis gelöst werden können.

Zum Beispiel war es schwer einzuschätzen, welche Mietpreise für die Laufzeit von 30 Jahren üblicherweise vereinbart werden, welche Reparaturen vom Mieter und welche vom Vermieter getragen werden. Oder welche Freiheiten der Mieter hat, die Räume zu gestalten und inwieweit der Mieter haftet. Durch die Hilfe der Anwälte konnten wir zumindest Einschätzungen aufstellen. Somit fühlten wir uns während den Verhandlungen sicherer, dass wir nicht völlig überhöhte Anforderungen an die Gegenseite stellten.

Karriere-Infos beim Dinner
Es waren gerade die regen Diskussionen und die praxisnahe Unterstützung der Anwälte, die zu dem optimalen Einblick in die Immobilientransaktion führten. Die Zeit verging im Flug, und alle Teilnehmer freuten sich, als wir uns auf den Kaufpreis einigten.

Mit gutem Essen ließen wir den Abend in einem Frankfurter Restaurant ausklingen. Hier befragten wir die Anwälte zu aktuellen Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten bei Clifford Chance. Alle Anwälte nahmen sich viel Zeit und zeigten uns, welche Persönlichkeiten für Clifford Chance arbeiten.

Praxistest und Networking
So eine Veranstaltung kann ich jedem e-fellow empfehlen, der sich für wirtschaftliche Zusammenhänge interessiert und gerne im Team an komplexen rechtlichen Problemen arbeitet. Manche mögen durch Vorurteile von einer Großkanzlei abgeschreckt sein. Denjenigen rate ich, neugierig und offen zu sein und der Idee Großkanzlei eine Chance zu geben.

Dieser Tag gibt einem einen guten Einblick in das Teamverständnis, die Arbeitsweise und den Umgang der Anwälte miteinander – und vermag so manche Tür zu öffnen. Unabhängig vom persönlichen Resultat ist eine solche Veranstaltung sehr hilfreich, um Klarheit über die eigenen Karriereziele zu bekommen.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".