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Tagebuch (Deutsche Bank): Innovationen auf der "Unconference" (3. Teil)

Freitag, den 20. Januar 2012
Tagebuch

Vorträge ganz ohne Folien und Powerpoint, bei denen das Publikum bestimmt, was es hören möchte. Nein, das ist nicht Uni 2.0, sondern die Unconference bei der Deutschen Bank. Die Veranstaltung ist Teil der zahlreichen Innovationen, die Eduard bei der Deutschen Bank begegnen – und auch er selbst plant eigene Neuerungen an seinem Arbeitsplatz.

Nach meiner ersten Rotation im Traineeprogramm von Group Technology & Operations (GTO) als "Application Owner" für eine laufende Anwendung der Deutschen Bank ging es für mich im September nach London. Hier startete offiziell das Traineeprogramm, bei dem ich meine Trainee-Kollegen aus aller Welt traf. In London, wie auch in meiner aktuellen zweiten Rotation als Mitarbeiter des Project Management Office (PMO) habe ich festgestellt, dass mir ein Wort immerzu über den Weg läuft. Es ist das Wort "Innovation", das in der IT-Abteilung der Deutschen Bank zurzeit in aller Munde ist.

Innovation Lecture Series – Vorstellung der brandneuen Innovationen

Tatsächlich werden viele neue und innovative Technologien, Ansätze und Prozesse ausprobiert und im Falle des Erfolgs ausgebaut. Diese Innovationen werden bei den "Innovation Lecture Series" vorgestellt.

Eduard bauere-fellows.net-Alumnus Eduard (25) hat in Paderborn Informatik studiert und ist anschließend bei der Deutschen Bank als Trainee in die Abteilung Group Technology & Operations (GTO) eingestiegen.

Diese Vorträge finden im sogenannten "db Lab" statt – einem Seminarraum, der einem "Innovationslabor" gleicht. Schon die Einrichtung ist einzigartig, mit beschreib- und beklebbaren Wänden, viel Hightech, um Ideen an die Wand zu projizieren und genügend Platz, um die Innovationen einem breiten Publikum vorzustellen.

Der Sturm der Gedanken
Die Themen der "Innovation Lecture Series" haben die Mitarbeiter in einer Befragung vorgeschlagen. Das führte zum Beispiel zu der Applikation "Mindstorm", die kürzlich bei einem Vortrag vorgestellt wurde. "Mindstorm" ist eine Plattform, auf der ein Projekt-Team oder eine Abteilung ein konkretes Problem schildert und jeder Mitarbeiter die Möglichkeit hat, Vorschläge zu der Lösung des Problems zu machen. Dabei gibt es – wie in einem Sturm von Gedanken – verschiedenste Ansätze, um das Problem zu lösen.

Unconference – die neue Art des Ideenaustauschs
Ein paar Tage nach diesem Vortrag wurde ein Workshop für die GTO-Trainees veranstaltet, der sich "Unconference" nannte und einen innovativen Ansatz für den Ideenaustausch darstellt. Der Workshop selbst war in die sogenannte "GradForum-Initiative" eingebettet. Das ist eine Initiative, die von GTO-Trainees organisiert wird und sich speziell an andere GTO-Trainees wendet. Beim GradForum stellt das Senior Management dem Unternehmensnachwuchs größere Projekte und Neuigkeiten vor.

Bei der "Unconference" handelte es sich nicht um gewöhnliche Vorträge per Powerpoint, bei denen die Senior Manager das Thema vorgaben. Stattdessen sprachen wir über das, was sich das Publikum (also wir Trainees) gewünscht hatte.

Die Unconference fing damit an, dass Wolfgang Gärtner (CIO GT Retail, Managing Director) zwar einen Vortrag vorbereitet hatte, jedoch direkt zu Anfang seine Redekarten ablegte und vom Publikum neue Karten verlangte mit Themen, über die er sprechen sollte.

Beamer und Folien sind tabu
Für die anschließenden Vorträge gab es die folgenden Vorgaben: Es wurde im Stehen in kleinen Kreisen referiert und zugehört. Beamer und Folien waren tabu, die Redner durften nur Redekarten benutzen. Es fanden immer drei unterschiedliche Vorträge gleichzeitig statt, zwischen denen man als Zuhörer beliebig wechseln konnte. Außerdem wurde der Vortrag der Senior Manager immer wieder durch Zwischenfragen und Denkanstöße aus dem Publikum gelenkt. Dadurch kam es auch durchaus vor, dass Manager über sich selbst, persönliche Erfahrungen und über Strategien in den kommenden Jahren gesprochen haben. Ein meiner Meinung nach ziemlich innovativer Ansatz, der deutlich mehr Spaß macht als die typischen Powerpoint-Vorträge.

Meine eigene Innovation

Neben derartigen Veranstaltungen zum Thema Innovation werde auch ich zu Innovationen und Verbesserung meiner eigenen Arbeit angehalten. Am Anfang meiner zweiten Rotation im Project Management Office (PMO) für das Programm "Tax Program 2011/2012" riet mir der Programmleiter Jörn Rudolph, alle meine Arbeitsprozesse zu überprüfen – Neuerungen und Verbesserungen seien immer willkommen. Das zeigte mir die offene Kultur in GTO, wo selbst von einem Trainee, der gerade erst in der Deutschen Bank angefangen hat, Neuerungen kommen können. In dem Sinne erarbeite ich zum Beispiel zurzeit einen neuen Ansatz, um die monatliche Budget-Vorhersage für die verschiedenen Projekte innerhalb des Programms zu erleichtern und zu vereinheitlichen.

Im ersten Teil seines Tagebuchs berichtete Eduard von seinen ersten beiden Projekte im Trainee-Programm. Im zweiten Teil klärt er über die "Mythen des Bankings" auf.

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Tagebuch (Deutsche Bank): Mythos und Realität in der Bank (Teil 2)

Donnerstag, den 8. Dezember 2011
Tagebuch

Banker sitzen in Wolkenkratzern, reden eine komische Sprache und sind ein wenig eingebildet – zumindest eines dieser drei Vorurteile hat sich für Alumnus Eduard bewahrheitet. In seinem zweiten Tagebuch-Eintrag räumt er mit den Mythen des Bankings auf – und verrät, ob er mit seinem Uni-Wissen gut für den Arbeitsalltag gerüstet war.

Ein paar Tage vor meinem Arbeitsbeginn bei der Deutschen Bank überlegte ich mir, was mich in den kommenden Tagen wohl erwartet und wie der Start bei der Bank sein wird. Rückblickend würde ich sagen, dass sich einige meiner Erwartungen erfüllt haben – bei manchen Vorurteilen war ich aber ganz schön auf dem falschen Dampfer.

Mythen und Realität in der Bank
Der erste "Bruch" zwischen Erwartung und Realität betraf die Wolkenkratzer der Banken. Nach meinem Bewerbungsgespräch im Messeturm in Frankfurt hatte ich angenommen, dass alle Banker in großen Wolkenkratzern arbeiten und immer eine schöne Aussicht genießen. Das hat sich für mich bis heute noch nicht so ganz erfüllt. Seit meinem Start bei der Deutschen Bank arbeite ich in einem kleineren fünf-stöckigen Gebäude – und habe leider nur andere größere Gebäude vor meinem Fenster.

Eduard bauere-fellows.net-Alumnus Eduard (25) hat in Paderborn Informatik studiert und ist anschließend bei der Deutschen Bank als Trainee eingestiegen.

Menschen
An meinem ersten Arbeitstag habe ich dann auch gemerkt, dass das Vorurteil, dass Bankangestellte immer eine Spur arrogant und eingebildet wirken, selten zutrifft – zumindest in der IT-Abteilung, in der ich eingestiegen bin. Das zeigt sich zum Beispiel schon daran, dass nicht jeder mit Anzug und Krawatte herumläuft. Viele Kollegen kommen ganz leger gekleidet zur Arbeit– und das nicht nur an "Casual Fridays". Meine Kollegen sind auch deutlich aufgeschlossener und zuvorkommender, als ich erwartet hatte. In meinem ersten Projekt, bei dem ich Application Owner für eine Applikation der Bank war, wurde ich direkt ins Projektteam aufgenommen und konnte bei Fragen eigentlich jeden zu jeder Zeit kontaktieren.

Sprachstil
Eine Veränderung für mich war der Sprachstil, den die meisten Mitarbeiter an den Tag legen. Neben vielen Anglizismen und Redewendungen hört man kaum einen Satz ohne Abkürzungen. Ein Satz von meinem Chef aus dem ersten Projekt ist mir bis heute im Gedächtnis geblieben. Er sagte flott: "Du managest das RTB-Release von MoVe IT-ICM, front to end, also inklusive Verhandlungen mit dem Business und den Projekt-Membern der CTB-Seite, und bringst das Release in Produktion."

Dieser kurze Satz bedeutet Folgendes: Ich habe ein Run-the-Bank-(RTB-) Release verwaltet. Dabei handelt es sich um ein Release, bei dem Fehler und kleinere Verbesserungen an der Applikation durchgeführt werden. Da die Applikation für den Mobilen Vertrieb (MoVe IT) als "Incentive and Commision Management Lösung" (ICM) eingesetzt wird, wird die Applikation kurz MoVe IT-ICM genannt. Neben dem RTB-Betrieb gab es damals ein Projekt zum Ausbau der Funktionalität der Applikation – dies wird dann Change-the-Bank (CTB)-Projektgenannt. Deswegen musste ich meine Planungen und mein Vorgehen mit der CTB-Seite abstimmen. Außerdem musste ich über den Umfang des Projekts mit dem Business verhandeln – also mit der Fachseite, die die Applikation benutzt. Zu guter Letzt bedeutet bei der Deutschen Bank "etwas in Produktion bringen", dass wir die Applikation in die laufende Umgebung einfügen, die von der Fachseite genutzt wird.

Bis ich die geläufigen Begriffe und Abkürzungen erlernt hatte, verging durchaus der ein oder andere Monat. Und bis heute kommt es nicht selten vor, dass ich Begriffe höre, mit denen ich nichts anfangen kann. Um ehrlich zu sein, habe ich vom ersten Tag an eine Liste mit Abkürzungen und deren Bedeutung geführt. Leider kommt es auch vor, dass eine Abkürzung gleich mehrere Bedeutungen hat. Ein Beispiel ist das letzte Woche erwähnte "PMO" – was bei der Deutschen Bank neben "Project Management Office" auch für "Program Management Office", "Performance Management Online" oder "Performance Management Offline" stehen kann.

Wissen und Komplexität
Die vielen Abkürzungen sind auch ein Beispiel für die Komplexität im Arbeitsalltag, die ich so nicht wirklich erwartet hatte. Ausgestattet mit viel Uni-Wissen und einem guten Informatik-Abschluss dachte ich, dass ich für den Arbeitsalltag gewappnet wäre. Ich hatte eigentlich erwartet, dass ich mein Wissen direkt einsetzen kann. Da wurde ich jedoch eines Besseren belehrt.

Neben unglaublich vielen Applikationen in der Bank und mir unbekannten Technologien (SAP, Mainframes, ETL, SAS, Oracle-Produkte) hatte ich deutlich Nachholbedarf in allen Themen rund um das Finanzwesen. Dabei habe ich festgestellt, dass man in einer so großen Bank wirklich niemals aufhört, dazuzulernen. Eine weitere Herausforderung ist übrigens, sich die vielen Namen der Personen in der Bank, mit denen man Kontakt hat, zu merken und im richtigen Moment parat zu haben.

Hektik, Vielfalt und Arbeitsalltag
Bei einem Bewerbungsgespräch bei einer anderen Bank sagte der Interviewer zu mir: "Herr Bauer, bei einer Bank gibt es nicht nur spannende und herausfordernde Aufgaben, es schleicht sich auch der Arbeitsalltag ein". Dem würde ich jetzt, nach knapp neun Monaten bei der Deutschen Bank, komplett widersprechen. Bis jetzt stellt sich bei mir noch kaum Langeweile und Alltag ein. Viel eher hat man bei der Arbeit eine gewisse Grundhektik, da mehr Aufgaben auf einen warten als Zeit zur Verfügung steht. Außerdem sind die Aufgaben jeden Tag anders.

Ein beispielhafter Tag in meinem ersten Projekt bestand aus mehreren Meetings und Telefonkonferenzen, in denen wir den Status des Projekts besprochen und den weiteren Vorgang geplant haben. Außerdem erstellte ich Präsentationen und Kalkulationen und berichtete meinem Chef täglich von meinem Fortschritt. Es kamen auch viele kurzfristige Aufgaben auf mich zu. Zwischendrin war ich mit unterschiedlichen Kollegen beim Mittagessen und Kaffeetrinken. Durch diese abwechslungsreichen Aktivitäten wird’s nie langweilig – genau das, was ich brauche.

Im ersten Teil seines Tagebuchs berichtete Eduard von seinen ersten beiden Projekte im Trainee-Programm.

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Tagebuch (Deutsche Bank): Einstieg im Trainee-Programm – mehr als kaltes Wasser (Teil 1)

Montag, den 28. November 2011
Tagebuch

Alumnus Eduard Bauer ist nach der Uni ganz strukturiert an seine Jobsuche herangegangen. So entdeckte er schnell das GTO-Trainee-Programm der Deutschen Bank. Als Früheinsteiger hatte er seine erste Rotations-Station schon hinter sich, bevor er die anderen Trainees in London kennenlernte.

Eduard bauere-fellows.net-Alumnus Eduard (25) hat in Paderborn Informatik studiert und ist anschließend bei der Deutschen Bank als Trainee eingestiegen.

Nach meinem Abi, das wie für einen Jungen typisch durch die Leistungskurse Mathe und Physik geprägt war, ging es für mich nach Paderborn zum Informatik-Studium. Diesen Plan hatte ich schon seit der 8. Klasse durch die ersten Kontakte mit der Programmiersprache Java in einer AG. Der Gedanke, bei einer Bank zu arbeiten war damals noch lange nicht gedacht. Im Studium hab ich mich dann vor allem für die Software-Entwicklung interessiert – und durch mein Nebenfach auch ein wenig über BWL erfahren.

Herausforderung im Entwicklungsprojekt
Im Studium wurde es immer dann herausfordernd, wenn mehrere Studenten an dem gleichen Entwicklungsprojekt gearbeitet haben. Schließlich ist es schwerer, aber auch unterhaltsamer, zusammen mit anderen ein Ziel zu formulieren und zu verfolgen, als alleine im stillen Kämmerlein für eine theoretische Informatikklausur zu lernen. Ich selbst habe während des Studiums an zwei großen Projekten teilgenommen: an einem mit einer Dauer von einem halben Jahr und sieben weiteren Studenten und an einem anderen mit einer Dauer von einem Jahr, an dem neben mir zwölf Mitstreiter arbeiteten.

Das Ergebnis war zum einen eine Modellierungsumgebung für den Automotive-Bereich und zum anderen ein Prototyp des künftigen Internets, das einen informationszentrischen Ansatz verfolgt (netinf.org). Mein Studium schloss ich dann mit einer Master-Arbeit bei der IBM Research Zurich ab.

Wohin nach dem Studium?
Nach dem Studium stellte sich für mich die Frage, wie es nun weitergeht. Bei IBM Research hatte ich festgestellt, dass eine Promotion für mich zu wenig Interaktion mit anderen zur Folge hätte. Daher entschied ich mich, die Uni zu verlassen und in die freie Marktwirtschaft zu wechseln. Ich habe vor allem nach Einstiegs- oder Trainee-Programmen gesucht, um das breite Uniwissen rund um Software-Entwicklung innerhalb eines Unternehmens zu vertiefen und strukturiert in die Arbeitswelt zu starten.

Blieb also noch die Frage, welcher Industriezweig und welches Unternehmen? Weil ich zuvor ein Praktikum bei einem Softwarehersteller für Finanzdienstleistungen gemacht hatte, richtete ich mein Augenmerk auf die Finanzindustrie. An diesem Punkt kam ich an der Deutschen Bank und ihrem Trainee-Programm nicht mehr vorbei.

Das GTO-Trainee-Programm
Geworben wurde bei der Deutschen Bank mit dem Group Technology & Operations (GTO) Trainee-Programm. GTO ist bei der Deutschen Bank eine Abteilung, die verschiedene Infrastrukturfunktionen in der Bank umfasst – unter anderem die IT. Das Programm sollte aus mehreren Rotationen bestehen, in denen man verschiedene Abteilungen und Aufgaben rund um die IT in der Bank kennenlernt. Außerdem wurde ein sechswöchiger Aufenthalt in London versprochen, bei dem wir in den Konzern eingeführt werden und die anderen Trainees kennenlernen.

Frühstart ins Trainee-Programm
Nach einer Bewerbung und zwei Auswahlrunden, bestehend aus drei Vorstellungsgesprächen, wurde mir ein Platz im GTO-Trainee-Programm angeboten. Die Chance ließ ich mir nicht entgehen. Nun war ich also an Bord der Deutschen Bank in der GTO-Abteilung, die neben mir weltweit 30.000 andere Mitarbeiter umfasst. Da das offizielle GTO-Trainee-Programm mit dem London-Aufenthalt im September startet, ich jedoch im April anfangen wollte, wurde ich zum Early Starter. Dadurch habe ich bereits vor dem offiziellen Start eine Rotation hinter mir.

Rotation – die Erste!
In der ersten Rotation wurde ich vom ersten Tag an in das Tagesgeschäft eingebunden und mit spannenden und verantwortungsvollen Aufgaben konfrontiert. Ein älterer Trainee sagte über meinen damaligen Chef: "Er schmeißt die Leute nicht in kaltes Wasser, sondern auf gefrorenes Eis." Doch diese Herausforderungen und die kleinen Erfolge waren mehr als befriedigend.

Ganz konkret war ich "Application Owner" und musste eine laufende Anwendung betreuen. Meine erste Aufgabe war, ein Release dieser Anwendung zu managen, inklusive Absprache des Scopes mit unseren internen Kunden, der Beauftragung der Analysten, Programmierer und Tester. Dieser Kickstart hat mich ein ganzes Stück weitergebracht. Und das Gute dabei war, dass man nie allein war, sondern sich immer in einem größeren Team befand.

Globale Einführung in London
Nach fünf Monaten in der ersten Rotation ging es Anfang September nach London zum eigentlichen Start des Trainee-Programms: Sechs Wochen bestehend aus Business Speaker Series, Class Room Training, Networking-Veranstaltungen und einer Menge abwechslungsreicher Wochenenden mit den anderen Trainees.

Eröffnet wurde das Programm im London Hilton on Park Lane mit einer Rede des Vorstandsmitglieds Dr. Hugo Bänziger (Chief Risk Officer). Ich hatte das Glück, an einem Tisch in der ersten Reihe zu sitzen und ihn hautnah zu erleben – eine erstaunliche Persönlichkeit! Neben Hugo Bänziger war auch Vorstandsmitglied Hermann-Josef Lamberti (Chief Operating Officer) ein absolutes Business Speaker Highlight in London. Als Verantwortlicher unter anderem für den GTO-Bereich war Hermann-Josef Lamberti sehr aufgeschlossen und ehrlich und motivierte uns, für die Deutsche Bank zu arbeiten.

Beim Class Room Training haben wir die Finanzprodukte der Deutschen Bank kennengelernt (für mich als Informatiker mit dem Nebenfach BWL übrigens sehr hilfreich). Außerdem ging es um Projekt-Management-Techniken und Soft Skills. Nebenbei haben wir uns in den Aufbau der Deutschen Bank hineingefuchst – eines der komplexeren Gebiete.

250 Trainees aus aller Welt
In den Pausen hatte ich dann Gelegenheit, die knapp über 250 anderen Trainees aus aller Welt kennenzulernen. Zwei zusätzliche Networking Events, veranstaltet von der Deutschen Bank, rundeten das Kennenlernen ab: Einmal waren wir in einer Bar mit einem professionellen Networking-Trainer, der auf unterhaltsame Art und Weise das Netzwerken erklärte. Das andere Mal ging es in die Namco Station in London – eine Halle bestückt mit Billard- und Airhockey-Tischen, Dart-Scheiben, Bowling-Bahnen und vielem mehr. Ein Highlight hier war der Autoscooter, bei dem man seine Kollegen auf eine etwas andere Art kennenlernte. An den Wochenenden unternahmen wir Ausflüge zusammen – ganz casual und ohne Anzug und Krawatte.

Die Unterkünfte ließen sich übrigens auch durchaus sehen – mitten in London an der London Bridge waren die meisten Sehenswürdigkeiten fußläufig erreichbar.

Rotation – die Zweite!
Zurück aus London – ausgestattet mit theoretischem Wissen zur Bank und zur Projektabwicklung – habe ich vor drei Wochen meine neue Rotation in der Professional Service Unit begonnen. Dies ist eine Abteilung in GTO, die viele Projektleiter, funktionale Analysten und technischen Spezialisten umfasst und diesen die laufenden Projekten zuweist. Ich bin gleich am ersten Tag im Project Management Office (PMO) für das Projekt "Tax Program 2011/2012" eingesetzt worden.

Das PMO für ein Projekt ist ein Team, das den Projekt- oder Programmleiter unterstützt und entlastet. Für mich hieß dies in den ersten drei Wochen vor allem administrative Tätigkeiten ausführen (Statusreports erstellen, Projektplan aktualisieren, Budgetzahlen abgleichen, Zeitnachweise kontrollieren, und so weiter), aber auch die Jahresplanung 2012 aktiv zu begleiten.

Im Projekt selbst geht es um die Weiterentwicklung eines Systems zur Berechnung und Abführung der Kapitalertragsteuer, die in Deutschland 2009 eingeführt wurde. Hier hat sich der Gesetzgeber in puncto Steuern meiner Meinung nach wieder mal selbst übertroffen. Obwohl es im groben relativ einfach klingt, gibt es viele Details, Sonderregelungen und Ausnahmen, die das Thema und die Einarbeitung mehr als kompliziert machen.

Was folgt:
In den nächsten Wochen werde ich meine Eindrücke aus der ersten Rotation in der Bank näher beschreiben und dabei speziell auf meine Erwartungen an das Trainee-Programm und den Mythos Bank eingehen, wie sich die Realität darstellte und wo es Brüche zwischen Erwartung und Erfahrung gab. In einem weiteren Tagebuch-Beitrag beschreibe ich dann meine zweite Rotation ein wenig näher. Da zurzeit fast die ganze Bank über Innovationen spricht, werde ich auch ein wenig auf Innovation in der IT-Abteilung der Deutschen Bank eingehen.

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Erfahrungsbericht (Deutsche Bank): Banking mit der Gießkanne

Freitag, den 7. Oktober 2011
Erfahrungs- bericht

Florian wurde mit 18 Jahren Kunde bei der Deutschen Bank und ist dort Ende August als Trainee eingestiegen. Letztes Jahr machte er mit beim Sommerpraktikum und durfte das Finanz- und Investmentcenter in Köln kräftig unterstützen. Neben Portfolioanalysen und Telefonkonferenzen blieb noch genug Zeit, auf "Welcome Parties" Praktikanten aus aller Welt kennenzulernen – und um 250 Bäume zu pflanzen.

Unternehmen und Ort:
Deutsche Bank Privat & Geschäftskunden AG in Köln / Frankfurt

Zeitraum des Praktikums:
Juli bis Oktober 2010

Position und Abteilung:
Summer Internship Program (SIP) in Private & Business Clients (PBC)

Während meines Studiums im Medienmanagement interessierten mich besonders betriebswirtschaftliche Aspekte, sodass ich dort meine Schwerpunkte legte. Mit der Deutschen Bank kam ich das erste Mal in direkten Kontakt, als ich dort mit 18 Jahren Kunde wurde. Mir fielen die sehr gute Beratung und die freundlichen Mitarbeiter auf. Fortan verfolgte ich mit immer größer werdendem Interesse die medialen Ereignisse um und über die Deutsche Bank.

Was ist das "SIP"?
Für mein Bachelor-Praktikum habe ich mich dann für das Summer Internship Program (SIP) in "Private & Business Clients" (PBC) bei der Deutschen Bank beworben. Dieses Programm findet im Gegensatz zu den restlichen Praktika nur einmal im Jahr statt und die Plätze sind rar. Es richtet sich an Bachelor-, Master- und Diplom-Studenten kurz vor Studienende, die bereits relevante Berufserfahrung wie Praktika, Nebenjobs oder eine Ausbildung haben.

Florian Offner (25) studierte Media Management mit BWL-Schwerpunkten in "Interkulturelles Management" und "Marketing Management" an der Hochschule Fresenius in Köln. Das Praktikum bei der Deutschen Bank gefiel ihm so gut, dass er gleich noch seine Bachelorarbeit dort schrieb und anschließend als Trainee einstieg.

Zusage schon am nächsten Tag
Zum Auswahlverfahren wurde ich nach Frankfurt eingeladen. Ich reiste bereits am Vorabend an, die Kosten für das Hotel und die Anreise wurden von der Bank übernommen. Der Interviewtag bestand aus zwei Runden mit drei Interviews. Diese führten Top-Manager der Bank. Die Gespräche verliefen sehr freundlich und angenehm. Bereits am nächsten Tag erhielt ich die Zusage für das Programm.

Auf Fallstudien und Brainteaser vorbereitet sein
Das Wichtigste ist, einfach man selbst zu sein. So finden beide Seiten heraus, ob man zueinander passt. Grundsätzlich sollte man auf kleine Fallstudien, Brainteaser und Fragen zum Lebenslauf vorbereitet sein. Interessierte Studenten können auch frühzeitig Berufserfahrung in Praktika sammeln, die von der Deutschen Bank das ganze Jahr über angeboten werden. Teilnehmer des Summer Internship Program (SIP) können dagegen in der Regel das Auswahlverfahren für ein Trainee Program verkürzen.

Von vermögenden Privatkunden bis Firmenbetreuung
Das Sommer-Praktikum kann bundesweit absolviert werden. Zusätzlich finden verschiedene Events in Frankfurt statt. Mein Praktikum war in einem Finanz- und Investmentcenter in Köln. Dabei lernte ich die Abteilungen "Private Banking", "Business Banking" und "Personal Banking" kennen. Im "Private Banking" werden vermögende Privatkunden mit einem erhöhten Beratungsanspruch betreut, während das "Personal Banking" das klassische "Retail Banking" ist. Im "Business Banking" werden ausschließlich die Firmenkunden betreut.

TNG-Grillen

"Welcome Day" mit Russland und USA
Der "Welcome Day" in Frankfurt war die erste offizielle Veranstaltung für alle Praktikanten des SIP. Beim Buffet kam man schnell ins Gespräch mit den anderen Teilnehmern. Mich beeindruckte deren unterschiedliche Herkunft. Ich sprach mit einer Teilnehmerin aus Russland und einem Teilnehmer aus Massachusetts, USA. Auf der Veranstaltung stellten sich die Recruiter der einzelnen Divisionen vor und wir hörten Vorträge zum Aufbau und der Ausrichtung der Bank. Später ging es mit der "Welcome Party" in der Bar "Mantis Roofgarden" weiter.

Portfolios analysieren und Teammeetings organisieren
Das Betriebsklima empfand ich als sehr positiv. Ich wurde als vollwertiges Teammitglied aufgenommen und durfte verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen. Beispielsweise bereitete ich die Begleitung von Anlage- und Vorsorgegesprächen durch Portfolioanalysen und die Auswertung von Mitbewerberangeboten vor.

Außerdem nahm ich an Telefonkonferenzen zu Anlage- und Vorsorgegesprächen teil und führte Investment-Teammeetings zu aktuellen Themen durch. Ich konzipierte eine Besprechungsvorlage zur strategischen Portfolioberatung im Auftrag des Filialleiters und arbeitete an einem Konzept zur Steigerung der Vertriebsleistung zur Vorstellung für die regionale Geschäftsleitung mit.

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"Business Speaker Series"
Das Recruiting Team der Deutschen Bank organisierte für jede der 13 Divisionen die Veranstaltung "Business Speaker Series". Top-Manager hielten Präsentationen über ihre Geschäftsbereiche und standen im Anschluss für Gespräche oder Fragen zur Verfügung. Hier wurde deutlich, wie viel Wert die Deutsche Bank auf "cross-divisionale" Kooperationen legt, das heißt auf die übergreifende Zusammenarbeit der verschiedenen Geschäftsbereiche.

250 Bäume beim Social Day pflanzen
Der Social Day ist eine von vielen Möglichkeiten, bei der sich die Mitarbeiter der Deutschen Bank ehrenamtlich engagieren konnten. Ziel des Projekts war es, Nachhaltigkeit zu fördern. In Kooperation mit Trinkwasserwald e.V. pflanzten wir an einem Tag 250 Bäume, die die Bank zur Verfügung stellte. Ziel war es, die Wald-Monokultur in einen Mischwald umzuwandeln und somit die Wasserqualität zu verbessern und die Wassermenge, die im Boden gespeichert wird, zu erhöhen.

Leistung aus Leidenschaft
Das Summer Internship Program war eine interessante Erfahrung und gleichzeitig eine gute Möglichkeit, die Deutsche Bank näher kennenzulernen. Durch das "training on the job" hatte ich eine hohe Lernkurve und wurde intensiv gefordert und gefördert. Die Mitarbeiter scheinen den Slogan "Leistung aus Leidenschaft" wirklich verinnerlicht zu haben. Mir hat die Zeit insgesamt so gut gefallen, dass ich im Anschluss meine Abschlussarbeit dort geschrieben habe und im August mein Traineeprogramm bei der Deutschen Bank begonnen habe.

Hier gibt es mehr Infos zum Einstieg in Private & Business Clients: www.db.com/careers/pbc

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Deutsche Bank): Mit Kinderwagen auf die Karriereleiter

Donnerstag, den 1. September 2011
Erfahrungs- bericht

Das leidige Problem: Wie bekommt man als Frau Familie und Karriere unter einen Hut? Katharina lernte beim Face-to-Face mit der Deutschen Bank echte Powerfrauen kennen und schaute sich einiges ab. Drei Frauen in Führungspostitionen erzählten von ihrem Werdegang und räumten mit Vorurteilen auf. Nicht nur Familienmanagerin, sondern auch im Büro der Boss.

Titel und Thema der Veranstaltung:
Face-to-Face Women mit der Deutschen Bank – "Steigende Aktienmärkte bieten Karrierechancen"

Zeit, Ort und Dauer:
10. Juni 2011 in Frankfurt am Main, 13 bis 17 Uhr

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter:

etwa 15 Teilnehmer

  • Britta Weidenbach, DWS, Portfoliomanagerin Europäische Aktien
  • Nicole Behrens, DWS, Global Chief Operating Officer Fixed Income
  • Julia Ollig, ehemalige Trainee im Bereich Währungen
  • Alina Ting, Deutsche Bank, Recruiting Spezialist für den Bereich Asset Managemen
  • Stephanie Laue, Recruiting Spezialistin für den Bereich Private Wealth Managament, Finance, Legal Risk and Compliance (LRC)

Ich nahm am Face-to-Face mit der Deutschen Bank aus mehreren Gründen teil. Zum einen wollte ich einen Einblick in die Vermögensverwaltung der Deutschen Bank insgesamt gewinnen, aber auch in die einzelnen Abteilungen.  Man hat zwar immer gewisse Vorstellungen, was die Arbeit beinhalten könnte, ich wollte es jedoch genau herausfinden. Wie unterscheiden sich die einzelnen Tätigkeitsbereiche? Wo laufen sie zusammen? Und wie sieht der konkrete Tagesablauf aus?

Von Frauenpower und Familie
Auf der anderen Seite war mir die weibliche Sicht besonders wichtig. Wie schaffen die Mitarbeiterinnen es, die Ansprüche, die an einen Fondsmanager gestellt werden mit der Familienplanung zu vereinbaren? Wie setzen sie sich durch? Es war mir wichtig, mit den Unternehmensvertreterinnen, sowohl vom Asset- als auch vom Personalmanagement, persönlich in Kontakt zu treten und mich mit ihnen auszutauschen.

Infos aus erster Hand
Über den Bewerbungsprozess und die Anforderungen kann man sich ja über die Homepage gut informieren, aber was gibt den entscheidenden Ausschlag für eine Zusage? Kann man ein kürzeres oder längeres Praktikum absolvieren? Wie wird Leistung gemessen? Über die Veranstaltung konnte ich alle meine Frage stellen.

e-fellows.net-Stipendiatin Katharina (23) studiert an der Hamburg School of Business im letzten Semester Business Administration mit der Spezialisierung "Finanzmanagement". Beim Face-to-Face mit der Deutschen Bank informierte sie sich über Einstiegsmöglichkeiten und Trainee-Programme.

Nicht nur BWLer am Start
Nachdem sich alle gegen 13 Uhr in einem der Konferenzräume der DWS,  der Vermögensverwaltung und Tochter der Deutschen Bank, eingefunden hatten, begannen wir mit einer kurzen Vorstellungsrunde. Dabei wurde deutlich, dass die Deutsche Bank nicht nur BWLerinnen eingeladen hatte. Ganz im Gegenteil, in unserer Gruppe waren neben Volkswirtinnen auch Mathematikerinnen und Physikerinnen.

Kinder und 1,1 Milliarden Euro betreuen
Anschließend übernahm Britta Weidenbach, Portfoliomanagerin Europäischer Aktien, das Wort. Sie verwaltet insgesamt 1,1 Milliarden Euro für DWS. Sie beschrieb ihren Werdegang und wie sie es schafft, Berufliches und Privates zu verbinden. Sie gab uns konkrete Beispiele, sodass wir ein klares Bild von ihrer Arbeit bekamen. Außerdem beantwortete sie alle Fragen, wie "Wie sieht ein typischer Tag bei Ihnen aus?" oder "Wie viel Kontakt haben Sie mit Kunden?"

Klare Bilder von klaren Positionen
Daraufhin stellten sich Nicole Behrens, Global Chief Operating Officer Fixed Income, und Julia Ollig vor. Julia Ollig arbeitet zurzeit im Währungsteam der DWS und durchlief vor einiger Zeit selbst das Trainee-Programm. Die Möglichkeit, drei Frauen in unterschiedlichen Positionen kennenzulernen, war spannend. Denn so bekamen wir ein klares Bild davon, was uns im Trainee-Programm erwartet oder wie die Arbeit eines Fondsmanagers aussieht.

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Kaffee und Kuchen mit den Kolleginnen
Schließlich erzählte Alina Ting, Recruiting Spezialist für Asset Management, noch ausführlich von den Abteilungen in der DWS. Sie beschrieb Einstiegsmöglichkeiten wie Trainee und Praktikum, deren Inhalte,  Struktur und Weiterbildungsmöglichkeiten.
Gegen 15:30 Uhr begann der informelle Teil und wir konnten uns bei Kaffee und Kuchen mit den Unternehmensvertreterinnen austauschen und gezielt Fragen stellen.

Fazit vom Frauenaustausch
Mir hat die Veranstaltung sehr gut gefallen, denn sie gab mir einen guten Überblick über das Asset Management und die Einstiegsmöglichkeiten bei der Deutschen Bank.  Ich habe gelernt, dass sich Karriere und Familie sehr wohl miteinander verbinden lassen, denn ich konnte Frauen kennenlernen, die es tatsächlich geschafft haben.

Eine Portion Motivation
Diese Veranstaltung empfehle ich Stipendiatinnen, die sich für einen bestimmten Bereich in der Bank interessieren und mehr darüber aus erster Hand erfahren möchten. Durch die Veranstaltung bekommt man einen persönlichen Einblick in die verschiedenen Abteilungen. Wer bestätigt haben möchte, dass Karriere und Familie sich nicht unbedingt ausschließen müssen und für die Umsetzung eine kräftige Portion Motivation von erfolgreichen Frauen benötigt, ist hier genau richtig.

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Deutsche Bank): Mit der Bank unter vier Augen

Montag, den 17. Januar 2011
Erfahrungs- bericht

IT-Services waren für e-fellow Jens nichts Neues. Doch was sind "Information Enterprise Services"? Das fand er beim Event "Face-to-Face" heraus – im kleinen Kreis mit Vertretern der Deutschen Bank. Zuerst wollte er nur Informationen für seine Diplomarbeit sammeln. Als er aber bemerkte, dass er als ITler überall seine Finger im Spiel haben darf, wollte er mehr über die Einstiegs-
möglichkeiten wissen.

Titel der Veranstaltung
Welcome to Information Enterprise Services – Face-to-Face mit der Deutschen Bank

Datum und Ort
25. Oktober 2010, Deutsche Bank, Frankfurt am Main

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
Der Managing Director von Information Enterprise Services; eine Vertreterin der Personalabteilung und drei Trainees

e-fellow Jens (23) studiert Wirtschaftsingenieurwesen in Hamburg und konnte sich unter "Information Enterprise Services" nur wenig vorstellen. Erst als ihm ein entsprechendes Diplomarbeitsthema in die Hände fiel, bewarb er sich für die Face-to-Face-Veranstaltung – und bekam ein völlig neues Bild vom Bankgeschäft.

Nach einjähriger Erfahrung im IT-Consulting war der Begriff "Service" für mich nicht neu. Aber was sollte "Information" und "Enterprise" damit zu tun haben? Fragen, die meine Neugier weckten. Also wanderte ziemlich schnell der Punkt "für Face-to-Face-Event anmelden" auf meine To-Do-Liste.

Die Zeit verstrich und scheinbar wichtigere Dinge, wie die Suche nach einem Diplomarbeitsthema, rückten in den Vordergrund. Außerdem fragte ich mich, was ich als Wirtschaftsingenieur bei einer Bank sollte.

Das Event im Hinterkopf
Durch einen Zufall wurde mir ein Diplomarbeitsthema bei einem großen Softwarehaus angeboten. Der Titel enthielt unter anderem den Teil "Global IT Services". Da erinnerte ich mich wieder an das Event. Kurzerhand bewarb ich mich also doch – in der Hoffnung, Informationen für meine Diplomarbeit zu sammeln, gleiche Fragestellungen in unterschiedlichen Branchen zu erkennen und Synergien zu schaffen. So viel vorweg: Es hat sich gelohnt!

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Als Startzeitpunkt war 16:30 Uhr festgelegt. Einige e-fellows nutzten die Zeit, um sich vorher noch Frankfurt anzuschauen. Schließlich fanden sich alle im obersten Stock der Deutsche-Bank-Türme ein. Der Blick über fast ganz Frankfurt war beeindruckend.

Neugierige aus allen Fächern
Nachdem alle ihre Welcome Packages entgegengenommen hatten, hatten wir Zeit uns kennenzulernen. Ich war überrascht, wie viele unterschiedliche Studienrichtungen vertreten waren. Erwartet hatte ich Informatiker und Wirtschaftsinformatiker, jedoch waren auch reine BWLer, Wirtschaftsingenieure und Ingenieure anwesend. Auch hinsichtlich Alter und Studienort war die ganze Bandbreite vertreten. Dadurch waren Erwartung und Kenntnisse sehr verschieden. Schon im Vorfeld entbrannte daher eine rege Diskussion, was uns bei dem Event erwartete; aber auch die Bachelor- und Master-Problematik wurde diskutiert.

Nach einer kurzen Einführung der Personalerin ergriff der Managing Director das Wort. Er gab uns einen allgemeinen Überblick über die Tätigkeiten der Deutschen Bank und klärte uns auf über die IT-Komponenten, die bei der Deutschen Bank eingesetzt werden und die Aufgaben seines Teams. Der Vortrag war ähnlich beeindruckend wie der Blick aus dem obersten Stockwerk!

Neues Bild vom Bankgeschäft
Der Managing Director erzählte Fakten sowohl aus offizieller als auch seiner persönlichen Sicht und erweckte bald reges Interesse bei seinen Zuhörern. Er vermittelte echte und spannende Einblicke in einen weltweit agierenden Konzern. Gerade die Herausforderungen bei unterschiedlichen Gesetzgebungen in den einzelnen Ländern wurden sehr deutlich. Das Bild, welches ich bis dahin von Banken hatte, wurde dadurch völlig neu gemalt.

Außerdem wurden interessante IT-Ansätze vorgestellt: So könnten zum Beispiel alle Systeme virtualisiert werden und die Mitarbeiter sich mit ihrer Ausweiskarte an jedem Arbeitsplatz anmelden. In der anschließenden Fragerunde wollten die Teilnehmer mehr wissen. Die Fragen reichten von ITIL-Konformität bis hin zu Marktentwicklung und Eurokursentwicklung in Frankreich und wurden alle sehr ausführlich beantwortet. Die Vielfalt schien ihm regelrecht Spaß zu machen.

Die IT-Krake in der Bank
Im Vorfeld war ich mir nicht sicher, was "Information" und "Enterprise" in diesem Zusammenhang bedeuten sollten. Mit meinem jetzigen Wissen würde ich es beschreiben als unterstützendes Informationssystem, das global Anwendung findet. Hierbei wurde deutlich, dass sich IT durch das ganze Unternehmen zieht und Schnittstellen zu jedem Bereich bildet. Sozusagen die Krake, die überall ihre Tentakel im Spiel hat. Aus diesem Grund hat die Veranstaltung nicht nur einen guten Überblick über die Technik innerhalb der Bank gegeben, sondern auch gezeigt, wie viele unterschiedliche Tätigkeiten und Einstiegsmöglichkeiten es in einer Bank gibt.

Wem ich die Veranstaltung empfehlen kann
Das Event war nicht nur geeignet für Technikfreaks, sondern für alle, die die Komplexität von großen Firmen begreifen wollen und ein Interesse daran haben, in einem weltweit agierenden Unternehmen zu arbeiten. Natürlich ist hierbei die Technik der Fokus. Jedoch wurde deutlich, dass hauptsächlich Leute gesucht werden, die global Teams koordinieren und Projekte planen und leiten können. Somit empfehle ich dieses Event für jeden, der Interesse an IT hat und die entsprechenden Soft Skills mitbringt.

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Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Deutsche Bank):
Teamplayer erwünscht

Dienstag, den 27. Juli 2010
Erfahrungs- bericht

Im Global Banking der Deutschen Bank lernte Anne-Kathrin als Praktikantin im Relationship Management in German MidCaps in Berlin-Brandenburg den Wertpapierhandel mittelständischer Unternehmen kennen. Zu der spannenden Stelle kam sie über einen Workshop. In ihrem Praktikum hat sie gelernt, dass man als Relationship Manager nicht nur sehr gut informiert, sondern auch absolut teamfähig sein sollte.

Anne-Kathrin Anne-Kathrin macht ihren Master in Management Sciences an der HTW im Saarland. Über einen Workshop bei der Deutschen Bank kam sie zu einem Praktikum im "Relationship Management" und konnte sich dabei vor allem für die gute Teamarbeit begeistern.

Relationship Management: Nichts für Einzelgänger
Eines der ersten Dinge, die ich im Praktikum gelernt habe ist, dass im Relationship Management Teamplayer gefragt sind. Denn jeder Erfolg basiert auf einer reibungslosen Zusammenarbeit zwischen Kunde, Relationship Manager und den verbundenen Abteilungen. Deshalb war es für mich wichtig, mich schnell und gut ins Team einzufügen. Durch mein tolles Umfeld und die starke Unterstützung, die ich von Anfang an erfahren habe, war die rasche Integration für mich sehr einfach.

Kommunikationstalent mit Know-how
Ich denke, ein erfolgreicher Relationship Manager muss nicht nur fachlich fit, sondern vor allem auch kommunikationsstark sein. Gerade bei mittelständischen Kunden in Deutschland ist es wichtig, die Wünsche und Bedürfnisse der Geschäftsführer zu erkennen und die Familienunternehmen bei ihrer Zukunftsplanung zu unterstützen.

Abwechslungsreich und lösungsorientiert
Persönlich finde ich das Relationship Management durch seine Vielfalt und die unterschiedlichen Kunden äußerst spannend. Vor allem der enge Kontakt zu den Unternehmen macht mir persönlich viel Spaß. So gesehen ist ein Praktikum hier für alle zu empfehlen, die gern im Team maßgeschneiderte Lösungen entwickeln. Die tollen Kollegen und die abwechslungsreichen Aufgaben machen mein Praktikum zu einem echten Erfolg.

Anne-Kathrin bei der Arbeit [Quelle: Deutsche Bank]

Mein Tagesablauf

8.45 Uhr: Immer bestens informiert
Mein Tag beginnt um kurz vor neun. Nachdem ich den PC hochgefahren habe, werfe ich erst einmal einen Blick in die Zeitung, um mich über die neuesten Ereignisse zu informieren. Schließlich könnten diese auch unsere Kunden betreffen.

9.15 Uhr: Neue Kunden für die Bank
Wenn neue Unternehmen an uns herantreten, wird zunächst ein Konto für sie eröffnet. Dafür müssen wir alle notwendigen Unterlagen und Informationen zusammentragen. Diese leite ich dann an die Abteilungen weiter, die sich um die Kontoeröffnung kümmern.

11.00 Uhr: Telefonkonferenz
Bei einer Telefonkonferenz tauschen wir uns mit unseren Kollegen in Frankfurt am Main über die neuesten Entwicklungen und Veränderungen im Relationship Management aus.

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12.30 Uhr: Mittagspause
Mit den Kollegen geht es in unsere Kantine, in der man einen wunderschönen Blick über Berlin hat.

13.00 Uhr: Kundengespräche vorbereiten
Um meine Kollegen zu unterstützen, bereite ich für ihre Kundengespräche neueste Informationen über die Unternehmen auf. Dazu analysieren wir die Bilanzen des Unternehmens, erstellen möglichen Kreditkonditionen und befassen uns mit der Darstellung der Unternehmensstruktur. Eine wichtige Rolle spielen auch die aktuellen Branchenentwicklungen. So kann der Firmenkundenbetreuer gut vorbereitet in das bevorstehende Gespräch gehen.

15.30 Uhr: Persönliches Feedback
Für eine kurze Beurteilung stelle ich meine Ergebnisse dem Kundenbetreuer vor. Von ihm erfahre ich im direkten Gespräch, wo meine Stärken und Schwächen liegen.

16.15 Uhr: Projektmanagement
Eine neue Kundenveranstaltung steht ins Haus, an deren Vorbereitung ich mitarbeite. Wir verfassen gemeinsam Einladungen und kümmern uns um einen reibungslosen Ablauf und zufriedene Kunden.

17.30 Uhr: Feierabend
Ein aufregender Tag im Team geht zu Ende.

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Erfahrungsbericht (Deutsche Bank): Wie man Windenergie-Projekte realisiert

Mittwoch, den 21. Juli 2010
Erfahrungs- bericht

Als Praktikantin bei der Deutschen Bank unterstützt Sandra das Team "Sustainable Investments" dabei, Windenergie-Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern finanziell zu strukturieren und zu realisieren. Am Ende ihres Praktikums fühlte sie sich wie eine Ingenieurin, interkulturelle Kommunikationsmanagerin, Projektmanagerin – und manchmal auch wie eine Bankerin.

Sandra Sandra studiert BWL an der Uni Mannheim mit den Schwerpunkten Banking and Finance und Marketing. In ihrem Studium befindet sie sich bereits auf der Zielgeraden: Vor ihr liegen nur noch eine Klausur und ihre Diplomarbeit zum Thema "Asset Management". Vor ihrem Praktikum bei der Deutschen Bank war Sandra Praktikantin bei der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien und sammelte dort Erfahrungen im Bereich "Internationale Finanzierungen – Corporates".

Wie ich zur Deutschen Bank kam
Vor Ende meines Studiums wollte ich noch ein längeres Praktikum machen. Durch einen Workshop der Deutschen Bank an meiner Uni bin ich dann auf "Asset Finance and Leasing" (AFL) aufmerksam geworden. Beim Workshop stellten die Unternehmensvertreter diesen Bereich vor und wir lösten Fallstudien zum Thema "Projektfinanzierung". Außerdem erfuhren wir mehr über die verschiedenen Ein- und Aufstiegsmöglichkeiten in AFL.

Von "Geistigem Eigentum" bis "Luftfahrt"
AFL gehört zur Division "Global Banking" und bietet strukturierte Produkte sowie umfassende Beratungs- und Arrangierungsdienstleistungen für langlebige und hochwertige Investitionsgüter. Die Division untergliedert sich in verschiedene Anlageklassen: Alternative Assets (Sustainable Investments, Intellectual Property), Renewable Energy, Infrastructure, Aviation, Shipping und Real Estate. AFL ist weltweit vertreten durch Teams in Frankfurt, Düsseldorf, London, New York, Dubai, Tokio und Singapur.

Den Zugang zu Finanzierungen ermöglichen
In meinem Praktikum unterstütze ich das Team "Sustainable Investments". Aufgabe des Teams ist es, wirtschaftlich tragfähigen Projekten in Entwicklungs- und Schwellenländern den Zugang zu Finanzierungen zu ermöglichen. Um diese Projekte zu realisieren, arbeitet das Team eng zusammen mit Partnern des öffentlichen Sektors. Auf diese Weise werden für die Kunden der Deutschen Bank sozial verantwortliche und nachhaltige Anlageprodukte entwickelt, die dazu noch eine attraktive risikoadjustierte Rendite bieten. Die Anlageklassen von Sustainable Investments umfassen unter anderem "Mikrofinanz", "Erneuerbare Energien" und "Energieeffizienz".

Was man mitbringen sollte
Man sollte gute Team- und Kommunikationsfähigkeiten, analytisches Denken sowie eine selbständige Arbeitsweise mitbringen. Besonders wichtig ist außerdem die Fähigkeit, sich schnell in neue Themengebiete einzuarbeiten, da die Projekte sehr komplex und vielseitig sein können. Offenheit gegenüber Neuem und Spaß an fremden Kulturen gehören auch dazu.

Wie man Windenergie-Projekte realisiert
Im Praktikum bei der Deutschen Bank arbeite ich hauptsächlich an einem Projekt aus dem Bereich "Erneuerbare Energien". Ziel dieser Transaktion ist es, Windenergie-Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern zu realisieren. Wir stellen ein Portfolio aus Windparks zusammen und strukturieren die Finanzierung. Nebenbei unterstütze ich das "Sustainable Investments"-Team auch bei anderen Transaktionen aus den Bereichen "Erneuerbare Energien" und "Energieeffizienz". Außerdem konnte ich einen Blick in die Arbeit des "Real Estate"-Teams werfen, als ich bei der Vorbereitung eines Immobilienprojekts für studentisches Wohnen geholfen habe.

Windenergieprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern [Bildquelle: Deutsche Bank]
Windenergieprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern [Bildquelle: Deutsche Bank]

Unterstützung von allen Seiten
Ich habe viele verschiedene Aufgaben: Ich bereite Kundentermine vor und nehme an ihnen teil, überwache und steuere den Projektablauf, erstelle Präsentationen und Financial Models und unterstütze bei Verhandlungen mit externen Partnern. Zudem arbeiten wir häufig mit anderen Abteilungen innerhalb der Deutschen Bank zusammen wie dem "FX Hedging"-Team von Global Markets, den Relationship Managern, unserer Rechtsabteilung und dem Private Wealth Management. Sie unterstützen uns bei spezifischen Themen und Fragen, die bei unserem Projekt aufkommen.

Mein Fazit – von Anfang an mittendrin statt nur dabei
Sehr positiv finde ich, dass mein Team mich von Anfang an als vollwertiges Mitglied integriert hat und ich mit meiner Arbeit zum Projektfortschritt beitrage. Das liegt vor allem daran, dass unser Projektteam sehr klein ist und somit die Beiträge der einzelnen Mitglieder umso bedeutender sind. Vom ersten Tag an war es wichtig, selbständig zu arbeiten. Dadurch lerne ich in den viereinhalb Monaten sehr schnell und viel. Toll ist auch, dass ich hauptsächlich an einem Projekt mitwirke und mich dadurch tief in das Thema einarbeiten und ein breites Verständnis für alle Einzelaspekte entwickeln kann. Ich fühle mich als Ingenieurin, interkulturelle Kommunikationsmanagerin, Projektmanagerin – und manchmal auch als Bankerin.

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Mein Arbeitsalltag bei der Deutschen Bank

9 Uhr – Start in den Tag
Nach meiner Ankunft am Arbeitsplatz checke ich zuerst meine E-Mails und verschaffe mit einen Überblick über die heutigen To Dos. Alle zwei Wochen findet ein "Update Call" statt. Das Projektteam informiert dabei die an der Transaktion beteiligten Kollegen über den aktuellen Stand und die neuesten Entwicklungen.

10 Uhr – Conference Call
Häufig finden Telefonkonferenzen mit externen Partnern statt, um über konkrete Projekte für unser Windpark-Portfolio zu diskutieren. Wir erklären, wie unsere Transaktion funktioniert und wie unsere Zusammenarbeit aussehen könnte. Gegebenenfalls stellen uns die Partner Wind-Projekte aus ihrer Pipeline vor, die in unser Portfolio passen könnten.

Sandra bei der Arbeit [Bildquelle: Deutsche Bank]
Sandra bei der Arbeit
[Bildquelle: Deutsche Bank]

11 Uhr – Vorbereitung des Nachmittagsmeetings
Nun bereite ich das Nachmittagsmeeting mit unseren Konsortialpartnern vor, die mit uns gemeinsam das Gesamtprojekt planen. Ich erstelle zum Beispiel Präsentationen oder Unterlagen, die unserer Diskussion als Leitfaden dienen. Außerdem koordiniere ich weitere Termine und überwache die Planung der nächsten Schritte.

13 Uhr – Mittagspause
Meine Mittagspause verbringe ich meistens mit anderen Praktikanten aus meinem Bereich oder anderen Abteilungen, oder mit Kollegen aus meinem Team. Wir gehen oft in der Kantine essen und ab und zu verbringen wir eine ausgedehnte Pause in der Stadt – vor allem bei schönem Wetter.

14 Uhr – Meeting mit Konsortialpartnern
Wir besprechen mit unseren Konsortialpartnern den aktuellen Stand des Projekts und planen die nächsten Schritte. Danach diskutieren wir über unsere Projekt-Pipeline, die weitere Entwicklung sowie daraus resultierende To Dos für alle Beteiligten. Außerdem arbeiten wir die Konditionen aus für die Zusammenarbeit in unserem neu gebildeten Konsortium.

16.30 Uhr – Aufbereitung der Ergebnisse
Ich trage die Ergebnisse der Calls und Meetings des heutigen Tages zusammen und verschaffe mir einen Überblick über die neuesten Entwicklungen. Dabei überprüfe ich die Unterlagen für einzelne Wind-Projekte, die von unseren Partnern geliefert wurden und hole fehlende Informationen ein. Anschließend bereite ich die Unterlagen auf und bespreche sie mit den Kollegen aus dem Projektteam.

18 Uhr – Research
Kurz vor Feierabend habe ich noch Zeit, andere Themen genauer unter die Lupe zu nehmen und Informationen zu sammeln – zum Beispiel "Investitionsgarantien" oder "Währungs-Hedging". Das bildet dann die Grundlage für künftige Verhandlungen mit externen Partnern.

19 Uhr – Feierabend
Ein weiterer Arbeitstag geht zu Ende und ich trete die Heimreise an. In 40 Minuten bringt mich der ICE von Frankfurt nach Mannheim. Die Zeit nutze ich, um zu lesen und mehr über das Thema "Management von Windprojekten" zu lernen.

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Erfahrungsbericht (Deutsche Bank):
In Indien geht die Arbeit weiter

Montag, den 5. Juli 2010
Erfahrungs- bericht

Als Praktikant in der "Mergers & Acquisitions"-Abteilung der Deutschen Bank arbeitete Raphael im "Analyst Pool" und unterstützte das Team bei Marktstrukturübersichten und Unternehmens- bewertungen. Dabei musste er die Präsentation seiner Analyse-Ergebnisse zeitlich gut koordinieren, denn den Rest der Nacht arbeitete das Team in Indien mit seinem Input weiter.

Raphael Raphael studiert Corporate Finance an der ESB Business School in Reutlingen und an der Edinburgh Napier University. Raphael arbeitete während seines Studiums bei der Dresdner Kleinwort in "Debt Capital Markets" und "Equity Capital Markets/Mergers & Acquisitions" und verbrachte anschließend ein Jahr in Schottland für seinen Doppelabschluss.

Was die M&A-Abteilung so macht
Die M&A (Mergers & Acquisitions)-Abteilung der Deutschen Bank gehört zur Division "Global Banking: Corporate Finance" und berät bei Fusionen und Übernahmen. Außerdem bietet die Abteilung Finanzierungsleistungen in Zusammenarbeit mit anderen Funktionsbereichen der Bank. Die Teams betreuen Expansionspläne und Spin-offs von DAX- und MDAX-Unternehmen, schützen sie vor feindlichen Übernahmen und sind regelmäßig an medienwirksamen Transaktionen beteiligt.

Was man mitbringen sollte
Für die Tätigkeit in der M&A-Abteilung braucht man ein breites Fachwissen. Man muss Bilanzen und Finanzdaten analysieren können und ein gutes Verständnis der Marktstrukturen verschiedener Unternehmen und Länder haben. So ist es möglich, wertschaffende Transaktionsszenarien oder komplexe Transaktionsstrukturen zu entwerfen und zu verwirklichen. Da die Arbeitszeiten lang sein können und man oft unter hohem Druck arbeitet, muss man belastbar sein. Eine schnelle Auffassungsgabe und Expertenwissen in Bewertungs- und Bilanzthemen gehören ebenfalls zu den Voraussetzungen, die man mitbringen sollte.

Der "Analyst Pool" – jederzeit einsatzbereit
Als Praktikant im Team "M&A" habe ich viele verschiedene Aufgaben: Ich recherchiere und aktualisiere Präsentationen und Unternehmens-Updates, entwickle und erstelle Teile von Präsentationen, Firmen- und Marktstrukturübersichten und wirke auch an Unternehmens- bewertungen mit. Als Teil des "Analyst Pools" bin ich keiner spezifischen Branche zugeordnet und arbeite an mehreren Projekten gleichzeitig. Nebenbei erstelle ich regelmäßig anfallende Updates zu Firmen und Industrien. Daher bin ich immer ausgelastet und muss viele Anfragen und Aufträge termingerecht koordinieren.

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Mein Fazit – Man kann nie genug dazulernen
Es ist zwar nicht mein erstes Praktikum in "M&A", aber der Bereich umfasst so viel Wissen, dass ich immer etwas dazulernen kann. Durch das Praktikum kann ich die Deutsche Bank als Arbeitgeber besser kennenlernen und einen Einblick in ein neues Team erhalten. Es ist eine tolle Gelegenheit herauszufinden, ob die Zusammenarbeit mit den neuen Kollegen Spaß macht und ob ich mir das auch für die Zukunft vorstellen kann. Mein Fazit ist durchweg positiv. Ich kann mir darüber klar werden, ob die Arbeit in M&A das ist, was ich wirklich will. Immerhin muss man schon mit einigen Einschnitten im Privatleben und in der Freizeit rechnen.

Raphael bei der Arbeit [Quelle: Deutsche Bank]

Mein Arbeitsalltag bei der Deutschen Bank

9 Uhr – Start in den Tag
Nach meiner Ankunft in der Zentrale erstelle ich zuerst ein Trading-Update des vorigen Tages für ein Unternehmen, das auf Marktdaten und Sektor-Neuigkeiten abzielt.

10 Uhr – Kein Vormittag ist wie der andere
Nun stehen die ersten Projekte an. Entweder setze ich meine Arbeit an einer Transaktion fort oder ich helfe Kollegen, die Unterstützung bei anderen Themen benötigen. Oft muss der Verbesserungsvorschlag der letzten Nacht mit dem neuen Stand der Präsentation verglichen werden. So kann man sehen, ob alle Ideen richtig umgesetzt wurden. Kein Vormittag ist wie der andere – abgesehen von regelmäßigen Updates.

12.30 Uhr – Mittagspause
Normalerweise gehe ich mit Kollegen in die Kantine oder hole mir in der Stadt etwas zu essen. Bei dringenden Aufgaben kann es aber schon einmal vorkommen, dass sich die Mittagspause auf unbestimmte Zeit nach hinten verschiebt.

13.15 Uhr – Verschiedene Projekte und neue Aufgaben
Nach dem Essen arbeite ich entweder an weiteren Projekten oder ich diskutiere meinen Input mit den Kollegen und wir besprechen die nächsten Aufgaben. Üblicherweise startet man in einem Projekt erst mit einer kleinen Aufgabe und beschäftigt sich dann über längere Zeit mit einem Thema. Am frühen Abend kommt dann die Bestellliste für das Abendessen.

18 Uhr – Closing Update
Nachdem die Börsen geschlossen haben, erstelle ich ein weiteres Unternehmensupdate für ein Projekt. Diese Aufgabe muss ich häufig zwischen allen anderen Tätigkeiten erledigen, um dem Kunden termingerecht Ergebnisse liefern zu können.

19.30 Uhr – Abendessen
In der Küche wartet mittlerweile das Abendessen inklusive Cola. Wir essen gemeinsam und gehen dann zurück an die Arbeit.

Open End – Der letzte Schliff
Am Ende des Tages geben wir den Präsentationen und Analysen den letzten Schliff. Oft mache ich meinen Input so weit fertig, dass das Präsentations-Team in Frankfurt oder Indien den Rest der Nacht damit verbringen kann, die Szenarien, Fakten und Ideen in eine brauchbare Präsentationsform zu bringen. Am nächsten Morgen um 9 Uhr arbeite ich mit den Ergebnissen des Präsentations-Teams weiter. Ein neuer Tag beginnt.

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Erfahrungsbericht (Deutsche Bank):
Von Korrelationsanalysen bis zur Schweinegrippe

Dienstag, den 1. Juni 2010
Erfahrungs- bericht

Mathematikerin Diane tauchte im Summer Internship Program bei der Deutschen Bank tief ins Fondsgeschäft ein. Als Praktikantin im Portfolio Management verstärkte sie das Team "Global Equities" und betreute globale Aktienfonds. Dabei war auch die Schweinegrippe ein wichtiges Thema.

Beim Asset Management-Workshop der Deutschen-Bank-Tochter DWS habe ich einen Platz im "Summer Internship Program" ergattert. Ich verstärke als Praktikantin im Portfolio Management das Team "Global Equities". Mein Team betreut 18 globale Aktienfonds mit einem Einzelvolumen von bis zu 4,8 Milliarden Euro. Jeder Kollege steuert dabei bis zu vier Fonds. Sein Ziel: Das ihm anvertraute Vermögen so rentabel wie möglich anzulegen und den jeweiligen Vergleichsindex zu schlagen.

Diane Diane studiert Mathematik mit stochastischer Finanzmathematik als Schwerpunkt an der Humboldt-Universität in Berlin. Im Praktikum bei der Deutschen Bank stellte sie sich der Herausforderung, sich innerhalb kurzer Zeit in die Kapitalmärkte einzuarbeiten.

Geballtes Wissen innerhalb kürzester Zeit
Ich bin für die Aktualisierung von Präsentationen und Tools zum Reporting der Fonds zuständig. Zusätzlich unterstütze ich die Kollegen mit Analyse- und Rechercheprojekten, die ich aufarbeite und im wöchentlichen Team-Meeting vorstelle. Die Themen reichen dabei von aktuellen Fragen wie der Impfstoffherstellung gegen Schweinegrippe, bis hin zu Volatilitäts- und Korrelationsanalysen für Schwellenmärkte im weltweiten und historischen Vergleich. Ich kann hier selbstständig arbeiten und eigene Investitionsideen durch "Bottom-Up"-Analysen vorstellen. Meine Ideen werden vom Team schnell aufgenommen und weiterverfolgt.

Die Zeit im Portfolio Management ermöglicht mir vielseitige Einblicke in das Asset Management. Es ist eine Herausforderung, sich innerhalb dieser kurzen Zeit in die Kapitalmärkte einzuarbeiten. Durch die Hilfe meines Teams wird meine Mühe jedoch mit einer steilen Lernkurve belohnt. Kurz gesagt: Mein Praktikum ist ein voller Erfolg!


Lust auf ein Sommerpraktikum im Inhouse Consulting? Die Deutsche Bank freut sich auf deine Bewerbung.

Mein Arbeitsalltag bei der Deutschen Bank
08.30 Uhr – Start in den Tag
Nach einem kurzen Blick in meine eingegangenen E-Mails geht es los. Ich muss monatlich die Präsentation der DWS Convertibles (Wandelanleihen) für das Sales Team aktualisieren, da von Kundenseite viele Fragen zu Performancedaten einzelner Sektoren und Regionen gestellt werden.

Diane im Meeting
Diane im Meeting [Bildquelle: Deutsche Bank]

10.30 Uhr – Morning Meeting
Im täglichen "Morning Meeting" gibt es wichtige Informationen, die Auswirkungen auf die Einzelkurse haben können: Sektorspezialisten berichten von relevanten Meldungen, Portfoliomanager verschiedener Teams können sich austauschen und ein Vertreter des Trading-Teams verkündet die aktuellen Flows. Jetzt darf es erst einmal ein Kaffee sein.

11 Uhr – Meeting mit Brokern
Regelmäßig kommen Broker großer Investmentbanken ins Haus, die meine Kollegen als Kunden betreuen. Heute präsentieren die Broker von Goldman Sachs aktuelle Recherchen und Marktbeobachtungen. Wir nutzen das Meeting, um mögliche Marktentwicklungen zu diskutieren.

12.15 Uhr – Mittagspause
Es geht zur Mittagspause in die Kantine und anschließend auf einen Kaffee an die frischen Luft.

13.30 Uhr – Update Fondspräsentation
Jetzt steht die Aktualisierung der Präsentation an. Ich pflege die aktuelle Portfolioaufstellung im entsprechenden Reporting-Tool ein und werte sie aus. Dann bereite ich Daten aus unterschiedlichen Quellen auf und erweitere diese. Zur Bestimmung von Performancedaten nutze ich FIS XP. Das Investment-Management-System SCD erleichtert meine Arbeit an den Analysen.

16 Uhr – Kaffeepause
Ein kurzes Kaffeepäuschen darf sein.

16.15 Uhr – Eigene Recherche
Nun bleibt wieder Zeit für eigene Recherchen. Mit meinem Kollegen diskutiere ich über aktuelle Nachrichten. Anschließend bewerte ich ein Unternehmen: Anhand der derzeitigen Daten erstelle ich verschiedene Szenarien, um den Zielpreis für die Aktie zu bestimmen.

18 Uhr – Feierabend
Und wieder geht ein arbeitsreicher Tag zu Ende. Für heute heißt es Feierabend.

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