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Erfahrungsbericht (Clifford Chance): Mieten, kaufen, wohnen – Real Estate Workshop bei Clifford Chance

Mittwoch, den 22. Mai 2013
Erfahrungs- bericht

Als einer der ersten durfte e-fellow Robert das neue Luxus-Einkaufszentrum "One Goethe Plaza" in Frankfurt besichtigen. In Verkaufsverhandlungen mit anderen e-fellows.net-Stipendiaten lernte er dann wie Immobilientransaktionen im juristischen Alltag ablaufen  und wie komplex und vielseitig eine solche Verhandlung sein kann.

 

Titel und Thema der Veranstaltung
Workshop Immobilienrecht "Transactions in Real Estate" mit Clifford Chance

Zeit und Ort der Veranstaltung
15. November 2012 in Frankfurt am Main

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
Es haben 15 e-fellows.net-Stipendiaten teilgenommen. Die Unternehmensvertreter waren Partner Dr. Christian Keilich, die Counsel Dr. Gerold Jaeger und Thomas Reischauer, Senior Associate Henning Aufderhaar, Counsel Ulrich Flege und zwei weitere Associates aus Düsseldorf.

e-fellow XYe-fellows.net-Stipendiat Robert (27) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und promoviert zum "Wettbewerb der Rechtsordnungen" an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Neben der Möglichkeit die Kanzlei Clifford Chance näher kennenzulernen, erhoffte ich mir von der Teilnahme am Workshop einen kurzen aber praxisnahen Einblick in das Immobilienrecht zu erhalten. Insbesondere reizte es mich "am eigenen Leib" mitzuerleben, wie eine solche Immobilien-Transaktion in der Praxis abläuft und was man als beratender Anwalt alles beachten muss. Auch das Angebot, eine der prominentesten Projektentwicklungen im Herzen Frankfurts zu besichtigen, klang verlockend.

Die Veranstaltung
Alle Teilnehmer und eine Riege von Anwälten versammelten sich im Konferenzraum des Clifford Chance-Büros in Frankfurt am Main. Wir starrten voller Erwartungen und mit fragendem Blick auf die vor uns platzierten Bauhelme: Was würde uns heute hier erwarten?

Nachdem Dr. Christian Keilich (Partner der Kanzlei) und seine Kollegen uns herzlich begrüßt und eine kurze Kennenlernrunde eingeleitet hatten, erhielten wir einen Einblick in die Geschichte, die Sektoren bzw. Tätigkeitsschwerpunkte der Sozietät.

Anschließend war es dann soweit und das Geheimnis der Bauhelme wurde gelüftet: Wir sollten tatsächlich die Gelegenheit bekommen, das sich im Entstehen befindliche "One Goethe Plaza" – eine der prominentesten Projektentwicklungen im Herzen Frankfurts – zu besichtigen. Neben einer Vorstellung des Projekts erfuhren wir von der Projektleitung Details über die immensen Kosten, den momentanen Baufortschritt und potenzielle Mieter für das Luxus-Einkaufszentrum.

Zurück im Clifford Chance Büro und durch einen kleinen Snack am Buffet gestärkt, ging es in die zweite Runde des Workshops. Realitätsgetreu sollte eine Immobilientransaktion Namens "Projekt Bruchweg" anhand eines Fallbeispiels nachempfunden werden. Zunächst wurden wir in jeweils zwei Verkäufer- und Käuferteams aufgeteilt. Ich selbst fand mich auf der Verkäuferseite wieder. Die Teams zogen sich in ihre Zimmer zurück, um die anstehende Transaktion vorzubereiten. Jeweils zwei Kanzleivertreter führten uns kurz in den Fall ein und berichteten von Ihren Erfahrungen bzw. gaben uns letzte Tipps.

Neben Aspekten wie Fälligkeitsvoraussetzungen, dem Kaufpreis und dem Kaufgegenstand, der unter Ausschluss der Sach- und Rechtsmängelhaftung verkauft werden sollte, ging es auch um Gewährleistungsansprüche und zeitliche Rahmenbedingungen bei der Transaktion. Nach einem kurzen und intensiven Coaching durch unsere Kanzleivertreter wagten wir uns in die Schlacht.

Wie auch wir waren die Käufer nicht bereit, auf die jeweiligen Forderungen einzugehen. Außerdem galt es die Problematik einer angefochtenen Teilbaugenehmigung und der ausstehenden Abnahme des Brandschutzkonzeptes zu verhandeln. Hierbei wurden die unterschiedlichsten Konzepte diskutiert. Auch die Sach- und Mängelgewährleistungsrechte waren nicht leicht zu verhandeln.

Letztlich zogen wir uns noch einmal zurück, um die weitere Vorgehensweise zu beraten. Insbesondere bastelten wir an einem Kompromiss, der beide Seiten befriedigen sollte. Voller Selbstbewusstsein und Zuversicht die Sache ein für allemal zu erledigen, gingen wir in die zweite Runde. Jedoch wurde unser Übermut sofort getrübt. Wir hatten plötzlich einen völlig anderen Käufer vor uns sitzen. Die zuvor festgestellten Punkte wurden neu verhandelt und so kam es auch zu neuen strittigen Punkten, die schier unlösbar zu sein schienen. Um nicht unsere erste gemeinsame Nacht im Bürogebäude der Kanzlei verbringen zu müssen, einigten wir uns zumindest auf den Kaufpreis und "called it a day".

Zur Abrundung des Tages ging es in das Hotel "Goldman 25hours", welches in seinen Zimmern die Geschichten von berühmten Frankfurter Persönlichkeiten wiedergibt. Mit einem gemeinsamen Abendessen im hauseigenen Restaurant ließen wir dann den Abend ausklingen. Auch hier waren sowohl Associates als auch Partner anwesend. Das Essen war über jeden Zweifel erhaben und es bestand erneut die Möglichkeit sowohl persönliche, als auch kanzleibezogene Fragen zu stellen. Mein Abend endete mit einem sehr angenehmen Gespräch mit Dr. Christian Keilich, der etwas aus dem “Nähkästchen” plauderte und das Bild der Kanzlei als eine Truppe von sehr angenehmen Persönlichkeiten abrundete.

Wem ich diese Veranstaltung empfehle
Eine Veranstaltung wie diese kann man uneingeschränkt sowohl jedem Studenten als auch jedem bereits "fertigen" Juristen empfehlen. Zum einen war es ohne weiteres möglich, die Kanzlei und ihre Anwälte kennenzulernen. Des Weiteren war auch der kurze Einblick ins Immobilienrecht und das Bewältigen von komplexen rechtlichen Problemen im Team äußerst interessant. Insbesondere war es für uns "Außenstehende" möglich zu sehen, wie kollegial die einzelnen Anwälte miteinander umgingen. Letztlich sorgten die Zugänglichkeit und die Lockerheit der Anwälte für einen tollen Tag in Frankfurt.

Erfahrungsbericht (Clifford Chance): Mooten auf hohem internationalem Niveau

Dienstag, den 21. Mai 2013
Erfahrungs- bericht

Als Vorbereitung auf den Moot Court spielte Greetje in Düsseldorf anhand eines fiktiven Falls die Phasen eines internationalen Schiedsverfahrens durch. Dabei lernte sie Studenten aus 17 Ländern und die Welt der Großkanzleien kennen. Besonders gefiel ihr die persönliche Betreuung – und die Clifford Chance "Litigation Band".

 

Titel und  Thema der Veranstaltung
CEAC Arbitration Pre-Moot Court

Zeit, Ort und Dauer der Veranstaltung
26. und 27. Februar 2013 in Düsseldorf

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
300 Teilnehmer und Unternehmensvertreter von Clifford Chance, Bird&Bird und Graf von Westfalen

Übung für den Ernstfall
In einem Pre-Moot übt man für den Ernstfall. So hatte ich in Düsseldorf die Gelegenheit, anhand eines fiktiven Falls die verschiedenen Phasen eines internationalen Schiedsverfahrens durchzuspielen. Die Veranstaltung wurde vom Chinese-European Arbitration Center (CEAC) ausgerichtet. Wir sollten eine Gelegenheit erhalten, uns auf den 20. Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot in Wien und den 10. Willem C. Vis East International Commercial Arbitration Moot in Hong Kong vorzubereiten. Diese Veranstaltungen werden auch gerne als "the Olympics of International Trade Law" bezeichnet.

MichaelGreetje (22) studiert Jura im fünften Semester an der Universität Hannover.

Teilnehmer aus 17 Ländern
Die fast 300 Teilnehmer von 38 Universitäten aus 17 verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Rechtssystemen lieferten sich in 60 Verhandlungen mit über 60 Schiedsrichtern spannende Anhörungen und Wettkämpfe.

Besondere Regeln
Eine der vielen Besonderheiten am CEAC PreMoot in diesem Jahr war, dass die hauseigenen CEAC-Regeln benutzt wurden. Erst im letzten Jahr entschied sich das Vis-Moot-Organisationskomitee dazu, einen Fall zu erstellen, der die 2008 erschaffenen und 2012 überarbeiteten CEAC-Regeln in die Riege der Moot Court-Schiedsregeln einführen sollte.

"Wer ist gerade der Co-Counsel?"
Tatkräftig unterstützt wurden sie dabei von drei aktiv involvierten und in Düsseldorf ansässigen Kanzleien: Clifford Chance, Bird&Bird und Graf von Westphalen.
Insgesamt fanden in 6 Verhandlungsrunden 10 "Pleadings" gleichzeitig statt. Dies führte zu einem sehr engen Zeitplan sowie zu einem regen Wechsel zwischen den Kanzleien.. Bei den 60 Anhörungen passierte es dann schon einmal, dass wir bei der Vorstellung der Teammitglieder erst einmal überlegen mussten, wer denn jetzt gerade der aktuelle "Co-Counsel" ist.

Ein reger Austausch
Eine weitere Besonderheit der Veranstaltung war die Möglichkeit, von Angesicht zu Angesicht mit den "Draftern" und führenden Mitgliedern von CEAC zu diskutieren. Viele der führenden CEAC-Mitglieder agierten als Schiedsrichter während der Verhandlungen. So gab Professor Dr. Eckart Brödermann, Geschäftsführender Partner bei CEAC, den gegeneinander antretenden Teams die Möglichkeit, direkt auf die Argumente der Gegenseite einzugehen. Damit förderte er einen regen Austausch über die Anwendbarkeit von Regeln und Gesetzen. Bei den "Pleadings" war die Generalsekretärin der CEAC, Christine Heeg, Vorsitzende Schiedsrichterin. Sie fragte, was die Intention für die einschlägigen Artikel der CEAC-Regeln war.  Dabei konnten die "Mooties" zeigen, wie sehr sie sich mit den CEAC-Regeln und deren Sinn beschäftigt hatten.

Auch nach Jahren noch Spaß
Auch während der Kaffee-Pausen  haben wir ausgiebige Gespräche über die Fälle geführt. Dabei standen neben dem Präsidenten des CEAC-Beirats, Thomas Weimann, und dem Vize-Präsidenten, Dominik Ziegenhahn, auch weitere Mitglieder des CEAC-Beirats, wie zum Beispiel Professor Dr. Irene Welser, bereit. Es war ein tolles Gefühl, zu merken, dass die Diskussionspartner auch nach jahrelanger Beschäftigung mit den CEAC-Schiedsregeln noch Spaß daran hatten, sich mit den Interpretationen und Anwendungsweisen der CEAC-Regeln durch "Mooties" und Coaches auseinanderzusetzten.

Persönliche Betreuung
Besonders gut gefallen hat mir die persönliche Betreuung durch die Angestellten, Anwälte, Associates, Partner und Schiedsrichter. Alle waren für ein Gespräch über ihre Tätigkeiten neben dem Moot-Court offen und diskutierten mit den "Mooties" auch lebhaft über den diesjährigen Fall und persönliche Moot-Court-Erfahrungen.

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In der Clifford Chance-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Clifford Chance kontaktieren.

Die Clifford Chance "Litigation Band"
Die angekündigte "biggest moot party outside Vienna" erfüllte alle Erwartungen. Der gesellige Höhepunkt des CEAC PreMoots lag dann auch außerhalb der eigentlichen Verhandlungen. Am Dienstagabend luden die Veranstalter alle Teilnehmer in die Brauerei "Zum Schlüssel" in der Düsseldorfer Altstadt ein. Gutes Essen, Getränke und Musik führten zu einer unvergesslichen Stimmung. Die freie Platzwahl förderte das Kennenlernen und den Austausch unter den Teams. So war es nicht selten, dass Teilnehmer von drei bis vier Universitäten aus verschiedenen Ländern an einem Tisch saßen und sich über ihre bisherigen Erfahrungen austauschten und begeistere Berichte über Moot-Erlebnisse zum Besten gaben. In bleibender Erinnerung blieb auch der Auftritt der Clifford Chance "Litigation Band", welche die Anwesenden stundenlang unterhielt.

Fazit
Das Fazit nach den zwei Tagen ist ganz klar: Der CEAC PreMoot war ein voller Erfolg.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Clifford Chance): "Alles ist möglich"

Dienstag, den 15. Januar 2013
Erfahrungs- bericht

Drei Stunden lang standen die Anwältinnen der Großkanzlei Clifford Chance den angehenden Juristinnen Rede und Antwort. Sie teilten mit ihnen ihre Leidenschaft für Jura und ihre Begeisterung für Clifford Chance. Nach dem Power Breakfast ist e-fellows.net-Stipendiatin Theresa davon überzeugt, dass auch mit Kind eine Karriere in der Großkanzlei möglich ist.

Titel des Events
e-fellows.net Power Breakfast bei Clifford Chance

Datum und Ort der Veranstaltung
23. November 2012, München

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
Es haben 27 e-fellows.net-Stipendiatinnen teilgenommen. Referentinnen waren Dr. Stefanie Tetz, Partnerin bei Clifford Chance, weitere Anwältinnen von Clifford Chance, und Dr. Anke Sessler, Chief Counsel Litigation bei der Siemens AG.

Clifford Chance Powerbreakfaste-fellow Theresa (24) studiert Jura an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

"Wir hatten uns nicht zu viel versprochen"
Das Power Breakfast versprach eine interessante Veranstaltung zu werden. Ich wollte mich darüber informieren, wie es ist, als Frau in einer Wirtschaftskanzlei zu arbeiten, und auch über Clifford Chance als Arbeitgeber mehr erfahren. Uns erwartete ein Brunch in dem schicken Büro von Clifford Chance, und wir wurden herzlich begrüßt. Nach einer kurzen Vorstellung der Referentinnen wussten wir schon, dass wir uns nicht zu viel versprochen hatten. Beide haben einen eindrucksvollen Lebenslauf und man kann sie ohne weiteres als "Business-Women" bezeichnen.

Ich war in guter Gesellschaft, da einige andere Teilnehmerinnen auch gerade in der Examensphase standen. Es waren auch einige Referendarinnen und Promotionsstudentinnen unter uns. Schon in der Vorstellungsrunde wurden die drei Hauptthemen klar, die uns alle beschäftigen: Karriere und Familie, Promotion oder LL.M., und Clifford Chance als Arbeitgeber.

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Wir hatten die verschiedensten Fragen zum Thema Kind und Karriere: Ist es möglich, Kinder zu bekommen, ohne die Karriere aufgeben zu müssen? Wie offen sind Großkanzleien, im besonderen Clifford Chance, für Teilzeitmodelle? Müssen Frauen noch immer härter arbeiten als Männer, um dieselbe Anerkennung zu erhalten? Die Anwältinnen hatten dazu ganz verschiedene Meinungen. Ich erfuhr, dass es bei Clifford Chance zahlreiche Modelle für die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie gibt. Barbara Mayer-Trautmann, eine weitere Partnerin bei Clifford Chance, erzählte uns aber auch offen, dass die Kombination aus Familie und Karriere viel Anstrengung kostet und berichtete uns von ihren Alltagsproblemen.

Promotion und LL.M.
Auch ich hatte die Möglichkeit, meine Fragen zu stellen. Ich wollte wissen, ob man die Promotion mit einer Anstellung als wissenschaftliche Mitarbeiterin kombinieren kann. Außerdem interessierten mich die Erfahrungen der Referentinnen zu Promotion und gleichzeitigem Arbeiten. Die Anwältinnen sagten uns, dass es oft besser sei, erst die Promotion abzuschließen und danach in den Beruf einzusteigen. Außerdem erfuhren wir, dass die Promotion immer noch einen hohen Wert besitzt, jedoch nicht vorausgesetzt wird. Ebenso erklärten uns die Juristinnen, warum ein LL.M. ebenso angesehen ist wie eine Promotion und welchen Mehrwert sich für eine Kanzlei daraus ergibt.

Möglichkeiten für Referendariate
Ich habe schon ein zweimonatiges Praktikum bei Clifford Chance im Bereich "Corporate" absolviert und hatte aufgrund dieser interessanten Erfahrung auch Fragen zu Einstiegsmöglichkeiten als Referendarin. Man kann an allen drei deutschen Standorten die Anwalts- und Wahlstation absolvieren. Dabei kann man vom umfangreichen ReferendarAcademy-Programm profitieren. Neben fachlichen Workshops und der Vorbereitung auf das zweite Staatsexamen werden auch Kurse in Soft Skills angeboten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Wahlstation in einem ausländischen Büro der Sozietät zu verbringen, sofern man vorher bei Clifford Chance in Deutschland tätig war.

Das Power Breakfast bot mir mehr als erwartet. Ich war begeistert und überrascht, dass sich so viele Juristinnen von Clifford Chance Zeit für uns nahmen und unsere Fragen offen beantworteten. Alle Referentinnen standen mit Überzeugung dahinter, dass auch als Frau mit Familie "alles möglich ist", und auch in einer großen Kanzlei Wert darauf gelegt wird, dass die persönlichen Bedürfnisse der Mitarbeiter erfüllt werden.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Law Students Day (e-fellows.net): Mitgerissen von der Begeisterung der Anwälte

Dienstag, den 27. November 2012
Erfahrungs- bericht

Wer als Jurastudent Fragen zur Karriere hat, kann diese beim e-fellows.net Law Students Day klären. Dieses Mal waren nicht nur Vertreter von sechs Großkanzleien anwesend, sondern auch ein Richter, der Einblicke in den Staatsdienst verschaffte. e-fellows.net-Stipendiatin Flavia erfuhr alles über die Voraussetzungen für einen Job in der Großkanzlei und über die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit.

Titel des Events
e-fellows.net Law Students Day

Datum und Ort der Veranstaltung
16. November 2012 im Marriott Hotel in Köln

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
Es beteiligten sich 34 e-fellows.net-Stipendiaten sowie 18 Unternehmensvertreter der Kanzleien Hengeler Mueller, Clifford Chance, CMS Hasche Sigle, Gleiss Lutz, Noerr und Freshfields Bruckhaus Deringer.

Außerdem hielt Tobias Oelsner, Richter am Landgericht Berlin, einen Vortrag mit anschließender Fragerunde ab.

Jede Menge Fragen
Als Jurastudentin im sechsten Semester rückt für mich das Examen immer näher und damit auch die Frage, welchen Weg ich danach einschlagen möchte. Vor allem die folgenden Fragen wollte ich auf dem e-fellows.net Law Students Day klären: Wie lässt sich die Familienplanung mit der Tätigkeit in einer Großkanzlei vereinbaren? Was ist wichtiger: LL.M. oder Promotion? Wann ist der beste Zeitpunkt für einen Auslandsaufenthalt und wo bietet sich ein solcher an? Welche Kanzleien bieten Praktika an? Wie wichtig ist die Wahl des Schwerpunktes und welcher empfiehlt sich besonders?

Law Students Day 2012

Speed-Dating mit den einzelnen Kanzleien
Um 13.30 Uhr waren sämtliche Stipendiaten und Unternehmensvertreter im Marriott Hotel Köln eingetroffen und bei einem kleinen Buffet knüpften wir erste Kontakte. Eine halbe Stunde später begann die erste von insgesamt sechs Gesprächsrunden. Die Runden bestanden aus jeweils sechs Stipendiaten und den Vertretern der Großkanzleien.

e-fellow Flavia war beim Law Student's Day [Quelle: e-fellows.net]e-fellows.net-Stipendiatin Flavia (23) studiert Rechtswissenschaft an der Goethe Universität in Frankfurt.

Pro Kanzlei hatte jede Gruppe 20 Minuten Zeit, um Fragen zu stellen. Leider verstrich die Zeit jedes Mal viel zu schnell. In einer kleinen Pause konnten wir noch einmal etwas persönlicher mit den Anwälten ins Gespräch kommen. Am Abend hielt der Berliner Richter Tobias Oelsner einen Vortrag über die unterschiedlichen Perspektiven sowie die Vor- und Nachteile einer juristischen Tätigkeit im Staatsdienst.

Law Students Day Vortrag

Mein Résumé der Gespräche
Die Vorstellung, die ich vorher von Großkanzleien hatte, bestätigte sich nur bedingt. Zwar gaben alle Vertreter der Kanzleien an, dass mindestens vollbefriedigende Noten erwünscht seien. Im Einzelfall können aber auch andere Kriterien eine Einstellung ermöglichen. Zum Beispiel, wenn man während der Anwaltsstation im Referendariat in der jeweiligen Kanzlei überzeugen kann.

Was mich überrascht hat, war die Tatsache, dass es für Mütter und Väter kein Problem ist, in Teilzeit in einer Großkanzlei zu arbeiten. Sogar eine Partnerschaft ist unter Umständen in Teilzeitarbeit möglich. Zudem erfuhr ich, dass die meisten der anwesenden Kanzleien vier- oder sechswöchige Praktika anbieten, für die ich mich auf jeden Fall bewerben werde.

Interessant war auch, dass manche der Kanzleien (insbesondere Clifford Chance und Freshfields) einen LL.M. für sehr wichtig erachten, bei anderen Kanzleien wie Noerr eine Promotion hingegen deutlich mehr bedeutet. Wer schon nach dem ersten Examen weiß, in welche Kanzleien er am liebsten gehen möchte, kann also seine Planung danach ausrichten.

Eine inspirierende Veranstaltung
Meine anfängliche Aufregung erwies sich als völlig unnötig: Die Anwälte waren allesamt unglaublich freundlich und berichteten mit einer solchen Begeisterung von ihrer Tätigkeit, dass ich total mitgerissen wurde und am liebsten sofort eine Stelle antreten wollte. Aber auch der Vortrag über den Staatsdienst war sehr inspirierend und macht Lust auf ein Praktikum bei einem Richter oder Staatsanwalt. Insgesamt war der Tag für mich ein aufregendes Erlebnis, das ich jedem fortgeschrittenen Jurastudenten uneingeschränkt empfehlen kann.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Perspektive Wirtschafts- kanzlei): Welche Kanzlei passt zu dir?

Mittwoch, den 24. Oktober 2012
Erfahrungs- bericht

Allen Vorurteilen zum Trotz wollte sich Jan-Philipp ein Bild von den großen Wirtschaftskanzleien machen. Dazu hatte er bei der Veranstaltung e-fellows.net Perspektive Wirtschaftskanzlei Gelegenheit. Der 27-Jährige lernte Anwälte kennen, die Team-Player sind und Partnerinnen, die eine Familie managen. Vollgepackt mit neuen Eindrücken fuhr Jan-Philipp nach Hause, wo für ihn die "Perspektive Wirtschaftskanzlei" erst beginnt.

Titel der Veranstaltung
e-fellows.net Perspektive Wirtschaftskanzlei

Datum und Ort
21. und 22. September auf Schloss Montabaur bei Frankfurt am Main

Teilnehmende Kanzleien
Cleary Gottlieb, Clifford Chance, CMS Hasche Sigle, Freshfields Bruckhaus Deringer, Gleiss Lutz, Hengeler Mueller, Hogan Lovells, Linklaters, Shearman & Sterling

Tag 1: Vorurteile sind eben doch nur Vorurteile
"Zwei Tage, neun Top-Wirtschaftskanzleien und du." Der Slogan der Veranstaltung schoss vielen e-fellows durch den Kopf, als sie durch das Tor von Schloss Montabaur fuhren. Wirtschaftskanzleien – die großen Namen sind jedem Jura-Studenten spätestens seit dem fünften Semester geläufig. Ebenso wie die Vorurteile, die mit ihnen verbunden sind: lange Arbeitstage, Einzelkämpfer-Mentalität, wenig Aufstiegschancen – und die Freizeit wird samt Familie an der Eingangstür zurückgelassen. Kann man sich in diesem Umfeld die eigene Zukunft vorstellen? Ist das eine interessante Perspektive?

e-fellows.net Jan-Philipp (27)  promoviert zum Thema internationales Insolvenzrecht an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Außerdem arbeitet er bei Linklaters in Düsseldorf.

Endlich hatte ich die Möglichkeit, alledem auf den Grund zu gehen. An diesem Wochenende traf ich 130 Wirtschaftsanwälte aus neun namhaften Kanzleien. Die einmalige Chance also, um zu vergleichen, Fragen zu stellen und Eindrücke zu sammeln.

Besonders interessant  fand ich, dass die Kanzleivertreter auch über Themen sprachen, die vorher von den Teilnehmern vorgeschlagen worden waren. So hörten wir neben Kurzvorträgen über die Ausgestaltung des Referendariats und den Berufseinstieg auch etwas über den Arbeitsalltag einer Partnerin in einer Großkanzlei. Beeindruckend: Trotz des Fulltime-Jobs schafft sie es, als Mutter dreier Kinder gleichzeitig das Familienleben zu managen.

Kontakt zu den Kanzleien aufnehmen?
In den Inside-Gruppe der Kanzleien Fragen stellen.

Beim "Smartphone War" zählen die äußeren Werte

In den Workshops der Kanzleien standen Themen wie Verhandlungsführung,  Insolvenzrecht oder die  juristische Aufarbeitung der Finanzkrise im Vordergrund. Im Workshop "Smartphone War" lernten wir bei einer Fallstudie zu Tablet-PCs vieles über Geschmacksmuster, Patente und ihre internationale Durchsetzung. Dabei diskutierten wir über spiegelnde Oberflächen, gestrichelte Linien und abgerundete Ecken. Auf diese Weise bekamen wir nicht nur einen praktischen Einblick in den Arbeitsalltag eines Wirtschaftsanwalts, sondern auch ein Gespür für die Tragweite der entwickelten Strategie.

Auch Anwälte dürfen mal abschalten
Beim Abendessen und dem anschließende Get-together in der Schlossbar ließen wir den ersten Tag Revue passieren und führten interessante Gespräche mit anderen e-fellows und Vertretern der Kanzleien. Überraschend dabei: Keines der vielen Vorurteile über Wirtschaftskanzleien scheint zuzutreffen. Auch Wirtschaftsanwälte haben Familie, sind Team-Player und dürfen ihr Handy abends und im Urlaub ausschalten.

Tag 2: Perspektiven ausloten
Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der Einzelgespräche.  Wir unterhielten uns mit den Juristen über die Zukunftsperspektiven in einer Wirtschaftskanzlei, unsere Pläne und Ziele. Auch über den eigenen Werdegang, persönliche Interessen und Hobbys wurde gesprochen. Hier ging es darum  herauszufinden, ob neben der fachlichen Qualifikation auch die persönlichen Vorstellungen übereinstimmen.

"Perspektive Wirtschaftskanzlei" 2013

60 Teilnehmer, 120 Partner und Associates und mehr als 400 Einzelgespräche. Sei dabei und lerne am 19. und 20. April 2013 Anwälte aller Rechtsgebiete und andere e-fellows kennen. Bewerbungsschluss ist der 28. Februar 2013.

Mein Fazit
Nachdem ich  bereits das zweite  Mal an  "Perspektive Wirtschaftskanzlei" teilgenommen habe,  kann ich sagen, dass die Veranstaltung eine optimale Möglichkeit ist,  Einblick in die Welt der Wirtschaftssozietäten zu gewinnen. Diejenigen, die  an "Perspektive Wirtschaftskanzlei" promotionsbegleitend oder in Vorbereitung auf das Referendariat teilnehmen, profitieren ebenfalls von der Möglichkeit, Kontakte zu Juristen aus den Top-Kanzleien zu knüpfen. Besonders toll ist es,  neun Wirtschaftskanzleien in kürzester Zeit kennenzulernen sie direkt zu vergleichen. Nicht selten folgen auf die Einzelgespräche  Einladungen in die Büros der teilnehmenden Sozietäten.  Die  "Perspektive Wirtschaftskanzlei" geht also nach der Veranstaltung erst richtig los.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Clifford Chance): Nur mal Akten durchforsten war gestern

Mittwoch, den 25. Juli 2012
Erfahrungs- bericht

"Das wird doch nur anstrengend!", "Vor neun kommt man da nicht raus!" oder "Da hast du gar keinen richtigen Mandantenbezug!" – das waren die Reaktionen meiner Kommilitonen, als ich ihnen davon berichtete, ein Praktikum in einer Großkanzlei absolvieren zu wollen. Meine Antwort heute: "Falsch!"

Ungeachtet vieler Vorurteile über Großgroßkanzleien bewarb ich mich bei Clifford Chance in der Hoffnung, endlich  einmal ein Praktikum zu erleben, welches auch der Bedeutung dieses Wortes (lateinisch: "practicare"= ausüben) gerecht wird. Bloß in Akten blättern oder einmal in einer Verhandlung dabei sein konnte ich bereits in verschiedenen Schülerpraktika. Jetzt bin ich Student und wollte mehr erleben.

e-fellow Raphaele-fellows.net-Member Raphael (23) studiert Jura an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

Herzlicher Empfang und "Open-Door-Policy"
Meine Aufregung am ersten Tag verflog schnell, da die anderen Praktikanten und ich sehr herzlich empfangen wurden. Bei der Einführungsveranstaltung wurden wir mit Snacks und Getränken versorgt – besonders cool fand ich das hauseigene Clifford-Chance-Wasser. Anschließend wurde ich in meine Abteilung, Banking & Capital Markets, begleitet und allen Kolleginnen und Kollegen dort vorgestellt. Was mir sofort auffiel: Hier arbeitet keiner hinter verschlossenen Türen; hier herrscht eine "Open-Door-Policy"! Das bedeutet, dass ich jederzeit ohne Scheu in die Büros gehen konnte, um nachzufragen, wenn mir etwas unklar war, mich etwas besonders interessierte oder um einfach nur ein gemeinsames Mittagessen oder eine Kaffeepause zu vereinbaren.

Networking und eigenverantwortlich arbeiten
Jeder der Anwälte hat sich trotz des enormen Arbeitsdrucks stets Zeit genommen, sodass ich in den vier Wochen meines Praktikums äußerst viele Kontakte knüpfen konnte. Die Atmosphäre im Team war freundschaftlich und ich war sofort integriert: Siezen? Nein, das gab es von Anfang an nicht. Ich hatte das Gefühl, zum Banking-Team dazuzugehören – im starken Gegensatz zu dem, was mir so mancher Kommilitone über seine Praktika berichtete, wo er in ein Nebenzimmer verfrachtet wurde und sich als der klassische, lästige Praktikant fühlte. Aber nicht bei Clifford Chance und nicht in meiner Abteilung: Hier war ich für vier Wochen "Banking-Lawyer"!

Hintergrundinformationen und Fachvorträge
Umgehend wurde ich in die aktuellen Fälle eingeführt, erhielt zahlreiche Hintergrundinformationen und durfte mitarbeiten. Ein kleiner Auszug meiner Tätigkeiten: Überarbeitung von Verträgen auf Englisch, Verfassen eines Memorandums oder Erstellen von Präsentationsfolien. Das Spektrum war breit gefächert, ich war rundum versorgt.

Zwischendurch wurden wir Praktikanten immer wieder "entführt" und zu diversen Fachvorträgen in die einzelnen Abteilungen (Banking, Tax, Litigation etc.) eingeladen, außerdem zu einem English – und auch Verhandlungsmanagement-Kurs. Hier konnten wir uns kennenlernen und auch aktiv mitarbeiten; zum Beispiel konnte jeder eine Präsentation auf Englisch vor der Gruppe halten oder eine Vertragsverhandlung simulieren. Die Referenten und Kursleiter waren alle sehr engagiert, was mein Interesse auch an den anderen Abteilungen weckte.

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Mitten drin im Geschehen
Speziell für uns Praktikanten wurden After-Work-Drinks organisiert, bei denen wir den Tag entspannt ausklingen lassen und uns austauschen konnten. Auch der monatliche Stammtisch-Abend in einem nahegelegenen Lokal bleibt mir in guter Erinnerung, denn hier durfte ich andere Referendare und wissenschaftliche Mitarbeiter besser kennenlernen. All dies gehörte zum Praktikantenprogramm, sodass über die vier Wochen insgesamt ein ausgesprochen angenehmer Mix aus Theorie und Praxis zustande kam – Theorie in den Vorträgen, Praxis im Büro.

Mein mit anderen Referendaren geteiltes Büro erlaubte nicht nur einen faszinierenden Ausblick über Frankfurt am Main, sondern ermöglichte auch ideale Arbeitsbedingungen. Es befand sich mitten in der Abteilung – und genau so habe ich mich auch gefühlt: mitten drin!

Fazit: wertvolle Praxiserfahrung
Vieles war anfangs neu. Wertpapierhandelsgesetz? Ad-hoc-Publizität nach § 15 WpHG? Ist unter diese Norm auch ein "breach of covenant" subsumierbar? Dies war Neuland für mich, aber genau das war die Herausforderung – ein Praktikum, bei dem ich sehr viel lernen konnte; Dinge, die man im Jura-Studium nicht im 20. Semester hören würde. Das theorielastige Universitäts-Jurastudium erlaubte ich mir für vier Wochen auf Eis zu legen, um mich den Rechtswissenschaften in der Praxis zu widmen – dank des Praktikums bei Clifford Chance wurde mir genau das ermöglicht.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (e-fellows.net Law Students' Day): Auf Tuchfühlung mit großen Kanzleien

Dienstag, den 17. Juli 2012
Erfahrungs- bericht

Welche Kanzlei ist die richtige für mein Praktikum oder den Einstieg? Die Frage beschäftigt wahrscheinlich alle angehenden Juristen früher oder später. Um ihr auf den Grund zu gehen, waren die beiden e-fellows.net-Stipendiatinnen Claudia und Alexandra beim "Law Students' Day". Besonders ein Vortrag brachte sie dort auf eine interessante Perspektive.

Titel der Veranstaltung
e-fellows.net Law Students' Day

Sozietäten
Clifford Chance, Freshfields Bruckhaus Deringer, Hengeler Mueller, Linklaters, Milbank und Noerr

Datum und Ort
1. Juni 2012, Holiday Inn, München

In entspannter Atmosphäre potenzielle Arbeitgeber kennenlernen? Der "Law Students' Day" schien uns eine passende Gelegenheit dafür. Wir wollten persönlich erfahren, was die einzelnen Kanzleien auszeichnet. Wir, das sind Claudia und Alexandra, zwei Jurastudentinnen im sechsten Fachsemester an der Universität Passau.

Begrüßung mit ganz großen Namen
Mit den Associates der teilnehmenden Kanzleien kamen wir sofort bei einem Begrüßungssnack ins Gespräch. Die Sozietäten Clifford Chance, Freshfields Bruckhaus Deringer, Hengeler Mueller, Linklaters, Milbank und Noerr waren vor Ort, jeweils vertreten durch zwei Anwälte und einen Personalverantwortlichen. Die Betreuung war sehr gut, sowohl fachlich, als auch organisatorisch.

Individuelle Fragerunde
Im Konferenzraum konnten wir unsere individuellen Anliegen besprechen. Acht Teilnehmer hatten an den runden Tischen jeweils 30 Minuten Zeit, um die Kanzleivertreter mit Fragen zu löchern. Besonders positiv fiel auf, dass die Kanzleivertreter intensiv auf uns eingingen und sehr offen und persönlich antworteten. Das Gesprächsklima war entspannt und die Runden waren sehr kurzweilig. So bekam jeder der etwa 42 Teilnehmer die Möglichkeit, drei der sechs Kanzleien näher kennenzulernen. Wir bekamen eine Vorstellung vom typischen Tagesablauf in einer Kanzlei und detaillierte Informationen zum LL.M., der von Freshfields Bruckhaus Deringer unterstützt wird.

e-fellow AlexandraDie e-fellows.net-Stipendiatinnen Alexandra (23) und Claudia (23) studieren Jura an der Uni Passau. Während der letzten Semesterferien sammelten die beiden bereits erste Erfahrungen in großen Wirtschaftskanzleien.

Unkompliziert netzwerken am Buffet
Wir wollten natürlich auch mit den anderen Kanzleien in Kontakt treten. Die Chance dazu bot sich am anschließenden Buffet. Hier mischten sich die Associates unter die Stipendiaten, und so wurden die letzten offenen Fragen besprochen. Dabei ging es um Möglichkeiten, sein Referendariat bestmöglich zu gestalten und auch um die Nachwuchsförderung bei Clifford Chance. Zudem bekamen wir auch ehrliche Antworten, was die Arbeitsbelastung in einer großen Kanzlei angeht.

In der Justiz arbeiten?
Zum Abschluss galt unser Interesse dem Vortrag der ehemaligen e-fellows.net-Stipendiatin Christine Dieterle. Sie berichtete über ihre Arbeit bei der Staatsanwaltschaft München. Besonders spannend fanden wir ihre detailreichen Beschreibungen von Hausdurchsuchungen. Ihre Begeisterung war in ihrem Vortrag spürbar und machte Lust auf eine berufliche Zukunft bei der Justiz. Ihre Arbeit fanden wir sehr interessant, insbesondere wegen des Bezugs zum Wirtschaftsstrafrecht.

Fazit: gute Orientierung
Für einen ersten Einblick in den Arbeitsalltag war der Rahmen optimal – ebenso für einen Überblick über die Großkanzleien. Zum Schluss ist der Tag in entspannter Atmosphäre ausgeklungen. Die Erlebnisse, die ein Praktikum mit sich bringt ersetzt ein solches Event nicht. Dafür eröffnet es Studenten die Chance, herauszufinden, ob eine Kanzlei das passende Umfeld für spätere Praxiserfahrungen bietet, und falls ja: welche Kanzlei in Frage kommt. Alles in allem eine sehr gut geplante, aufschlussreiche Veranstaltung, die wir insbesondere höheren Semestern empfehlen würden.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht: Die eine, die große, die einzige Frage

Freitag, den 18. Mai 2012
Erfahrungs- bericht

"Latham & Watkins? Schon mal irgendwo gehört …" Wirklich gut vorbereitet war e-fellows.net-Stipendiat Christian nicht. Gute Eindrücke konnte er trotzdem mitnehmen. Aber eigentlich hat er das Event "Perspektive Wirtschaftskanzlei" besucht, um die potenziellen Arbeitgeber kennen zulernen, sich einen Eindruck von seinen zukünftigen Kollegen zu verschaffen – und natürlich, um diese eine Frage zu klären.

Titel der Veranstaltung
Perspektive Wirtschaftskanzlei

Datum und Ort
20. und 21. April 2012, Collegium Glashütten (Taunus)

Vertretene Kanzleien
Allen & Overy, Baker & McKenzie, Clifford Chance, Freshfields Bruckhaus Deringer, Hengeler Mueller, Heuking Kühn Lüer Wojtek, Latham & Watkins, Noerr, Shearman & Sterling

Große Namen – wer kennt sie nicht?
Ich stehe am Stehtisch mit Orangensaft und einem Eibrötchen in der Hand: "Und Sie sind von – welcher Kanzlei?" (Ich kann das Namensschild des Mannes nicht lesen.) "Latham & Watkins.", antwortet er. Ah ja, ok. Hm. "Kenn ich" wäre wohl glatt gelogen. Sagt mir nämlich gar nichts. Und das sieht man mir auch an. Peinlich? Vielleicht, denn ich hätte mich mit den vertretenen Großkanzleien besser vertraut machen können. In diesem Moment wünsche ich mir, ich hätte Standorte, Jahresumsätze, Fachgebiete, Einstiegsgehälter und die "Azur-Rankings" der letzten fünf Jahre auswendig gelernt. Dann hätte ich ein bisschen dicker auftragen können. Aber hätte ich auch einen besseren Eindruck hinterlassen?

Mein Wissen über Latham & Watkins ist keine Ausnahme: Gehört hab ich die großen Namen zwar alle schon einmal und von manchen habe ich sogar ein Bild im Kopf. Aber meine eigenen Erfahrungen sind doch sehr überschaubar. Genau das ist auch der Grund, warum ich hier bin: Persönliche Begegnungen hinterlassen einen besseren Eindruck als Broschüren oder Webseiten.

Mein Gegenüber von Latham & Watkins nimmt es mir auch nicht übel. Das finde ich sportlich und bin erst mal positiv überrascht. Ein bisschen mehr Verkrampftheit hätte ich schon erwartet. Er erzählt mir, in welchem Bereich er arbeitet: Restrukturierung. Das sagt mir zwar auch nicht viel, aber diesmal bin ich vorbereitet und kann es besser verbergen.

e-fellows.net-Stipendiatin Jessicae-fellows.net-Stipendiat Christian (28) studiert Jura an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. Er war bei der Veranstaltung "Perspektive Wirtschaftskanzlei" im Collegium Glashütten. Er hat dort erfahren, wann der beste Zeitpunkt ist, um die Arbeit in einer Wirtschaftskanzlei einmal auszuprobieren.

Wir haben eine eigene Lounge
Übrigens: Ich war nicht der Einzige, der seine Hausaufgaben nicht gemacht hatte. Meine Sitznachbarin jedenfalls wusste in der Vorstellungsrunde der Kanzleien auch nicht genau, wie man "Heuking Kühn Lüer Wojtek" schreibt. Die Kanzleien werben schließlich um uns – oder?

Die Vorstellung der Vertreter machte auf jeden Fall den Eindruck. Final überzeugen konnte mich nach ein paar Minuten natürlich noch keiner: Weder die  Kanzlei mit der eigenen Lounge. Oder die, die versicherten, bei ihnen arbeiteten ausschließlich nette Leute. Noch die, die beteuerten, bei ihnen sei die "open door policy" kein bloßes Lippenbekenntnis.

Karriereentscheidungen werden so nicht getroffen. Zumindest nicht bei mir. Ich hoffte trotzdem, ich wäre von der Lounge nicht doch so beeindruckt, dass ich blindlings Verträge unterschreiben würde.

Kluge Fragen beim Abendessen
Es soll ja Leute geben, die nur wegen des Essens und der offenen Bar gekommen waren. Hat man mir erzählt. Ich wohne allerdings nicht in der Nähe von Frankfurt. Ich hätte also sicher leichter an kaltes Bier kommen können. Allerdings gab es beim Abendessen und an der Bar gute Antworten auf die ganz große Frage: Wie verträgt sich die Arbeit in einer Großkanzlei mit dem Privatleben?

Wir konnten uns einen Kanzleitisch aussuchen und die Vorspeise dafür nutzen, die Anwälte mit klugen Fragen zu beeindrucken. Je persönlicher die Gespräche wurden, desto interessanter war es und erhellender: Jeder der Anwälte hielt sein Berufsleben mit seinem Privatleben für kompatibel - irgendwie.

Lektüre auf dem Ergometer
Geht es nun, oder geht es nicht? Gibt es diesen Job nur ohne oder auch mit Privatleben? Drei Anwälte, vier Meinungen: Da ist zum Beispiel ein Partner, der seit Jahren Ironman-Triathlons bestreitet und dafür zehn Stunden aufwärts pro Woche trainiert. Grinsend verriet er, dass es für ihn selbstverständlich ist, sich in aktuelle Rechtsprechung auf dem Ergometer einzulesen. Ganz im Gegensatz dazu eröffnete mir ein anderer Anwalt, dass zeitaufwändige Hobbies sich wohl nur schwer mit dem Job vereinbaren ließen. Ein erfahrender Partner berichtete von ihm und seiner Frau, die auch Anwältin ist: Sie seien es eben gewohnt, auch am Wochenende zu arbeiten.

Häufig wird darauf hingewiesen, dass niemand gezwungen sei, die Nächte im Büro zu verbringen. Es geht darum, die Arbeit zu erledigen. Wer schnell ist, hat eben früher frei.

Ein Fuß in der Tür
Am Ende des Wochenendes steht fest: Man sollte die Arbeit in einer Großkanzlei einmal ausprobieren. Dafür scheint sich die Anwaltsstation im Referendariat besonders zu eignen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Veranstaltung "Perspektive Wirtschaftskanzlei" interessante Einblicke in das Leben einiger Anwälte ermöglicht hat. Und wir haben die Kontakte geknüpft, die uns den Einstieg womöglich erleichtern. Mit etwas Glück landet man dann in einer Abteilung mit "netten Leuten", "offenen Türen" und in Nähe der kanzleieigenen Lounge.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Clifford Chance): Chemie, Reaktionen? Gesellschaftsrecht – eine Wissenschaft für sich

Donnerstag, den 3. Mai 2012
Erfahrungs- bericht

Gender Diversity und Work-Life-Balance – die Themen des Workshops "Next Generation – Juristinnen in den Großkanzleien" sind in aller Munde. e-fellows.net-Stipendiatin Ute fragte nach: Wie steht's bei Clifford um die "Gläserne Decke"? Neben den Karriereperspektiven für Frauen stand aber auch Fachliches auf der Agenda: M&A-Deals, Rollenspiele und Verhandlungsstrategien.

Titel und Thema des Events
"Next Generation – Juristinnen in der Großkanzlei"

Datum und Ort
10. Februar 2012, Düsseldorf

Teilnehmerinnen und Referenten
19 Studentinnen, Doktorandinnen und Referendarinnen; von Clifford Chance: Dr.Claudia Milbradt (Partnerin im Bereich Litigation & Dispute Resolution), Dr. Christoph Witte (Partner im Bereich Corporate), Dr. Christian Vogel (Counsel im Bereich Corporate), Dr. Gunnar Sachs (Counsel im Bereich Corporate)Bianca Willms (Human Resource). Sowie Monika Schulz-Strelow, Präsidentin FidAR e.V. (Frauen in die Aufsichtsräte).

e-fellows.net-Stipendiatin Janae-fellows.net-Stipendiatin Ute (26) promoviert in Jura an der Uni Düsseldorf. Beim Workshop "Next Generation" von Clifford Chance erpobte sie sich als Juristin für Unternehmensrecht ("Corporate Lawyer").

Nach der Begrüßung der Teilnehmer bei Kaffee und Croissants und einer kurzen Kanzleivorstellung durch die Partner Dr. Claudia Milbradt und Dr. Christoph Witte ging es los.

Regel Nummer Eins: Teamwork
Es ist das Kerngeschäft internationaler Kanzleien: die M&A-Transaktion (Beratung bei Unternehmensübernahmen). Eine spannende Aufgabe, die der erste Workshop unter der Leitung von Dr. Christian Vogel und Dr. Gunnar Sachs da zum Thema hatte.

Der Ablauf und das Verfahren eines M&A-Deals dürften den meisten Teilnehmerinnen bekannt gewesen sein. Deshalb lag der Schwerpunkt auf der Zusammenarbeit des Teams. "Professionelles Auftreten setze eine solide Teamarbeit voraus.", so Dr. Sachs.

Zufriedenheitsgarantie?
Wie aber gewährleistet die Kanzlei ein angemessenes Ergebnis, wo doch so viele Rechtsbereiche an ein und derselben Transaktion beteiligt sind? Wie dafür sorgen, dass ein Dokument nicht mehrfach bewertet wird?  Oder unentdeckte Risiken birgt? Es geht schließlich um riesige Datenmengen …

Damm gegen die Flut: der Gesellschaftsrechtler
Über solche organisatorischen Fragen hatte wohl keine der Teilnehmerinnen nachgedacht. Es ist der Jurist für Unternehmensrecht beziehungsweise der Gesellschaftsrechtler, bei dem die Fäden der Transaktion zusammenlaufen. Während die Anwälte der Sektoren mit ihrem Spezialwissen konkrete Analysen zu Einzelfragen zuliefern, muss er den Deal insgesamt im Blick halten: Aufgaben verteilen und koordinieren, und aus den Einzelergebnissen ein Ergebnis machen. Hier liegt der besondere Reiz dieser Aufgabe.

Meine erste Erkenntnis des Tages: Wer neben der Juristerei Organisation auf hohem Niveau liebt, sollte sich mit dem Berufsbild "Gesellschaftsrechtler" auseinandersetzen.

Beim Mittagsbuffet hatten die Teilnehmer Gelegenheit, die vorangegangene Diskussion zu vertiefen und die anwesenden Anwälte und Partner über ihr Arbeitsleben zu löchern.

Aktion, Reaktion – Augen auf im Rollenspiel-Workshop
Nach der Mittagspause waren wir aufgefordert, in einem Rollenspiel unsere Verhandlungstaktik zu erproben und zu schulen. Dabei schaute uns Dr. Christian Vogel  über die Schulter.

Uns wurden besonders zurückhaltende oder übermäßig zielstrebige Charaktere zugewiesen. In Zweiergruppen galt es, Karten aufzudecken, deren Vorderseite mit einem X und deren Rückseite mit einem Y markiert war. Abhängig von der Kombination der offenen Karten konnte einer der Mitspieler oder das Team zusammen mehr oder weniger Punkte erzielen. Gewinnen konnte nur, wer genau aufpasste, sich gut absprach und die Schritte des Gegners analysierte.

Chemie? Reaktionen? Sitze ich im richtigen Saal?
Nach drei Spielrunden diskutierten wir die Ergebnisse. Bravuröse Strategen waren wir jedenfalls nicht. Dafür ist deutlich geworden: M&A-Deals sind präzise vorzubereiten. Die Strategie des Gegenübers ist wesentlich für die eigene Position. "In einer Transaktion kommt es nämlich auch auf die Reaktion und Chemie zwischen den Parteien an.", so Dr. Vogel. Wer hätte gedacht, dass ein Deal am Ende der Verhandlungen nur deshalb platzt, weil Investor und Veräußerer der Zielgesellschaft sich nicht leiden können?

Gute Unternehmensrechtler sind Menschenkenner
Eine zweite Erkenntnis dieses Tages: Neben fachlichen Fähigkeiten und Organisationsvermögen sind Menschenkenntnis und Strategie zwingende Fertigkeiten für einen erfolgreichen M&A-Dealer.

Frauen gegen die gläserne Decke
Am späten Nachmittags referierte die  Präsidentin von FidAR e.V. (Frauen in die Aufsichtsräte) über die sogenannte "Gläserne Decke", die es Frauen in vielen großen Unternehmen verwehrt, in Führungspositionen aufzusteigen.

Die unverbindlich geregelte Frauenquote wertete sie als ersten Schritt in die richtige Richtung. Damit sei es jedoch längst nicht getan: Aufsichtsräte dürften nicht mit weiblichen Marionetten besetzt werden, um der Quote gerecht zu werden. Frauen bereichern die Gremien.

Quoten bei Clifford Chance
Was folgte, war eine lebhafte Diskussion zu Themen wie Gender Diversity und Work-Life-Balance. Dabei fanden wir heraus, dass sich Clifford Chance mit einem Frauenanteil unter den Associates von rund 40% und in der deutschen Partnerschaft von 18% durchaus sehen lassen kann. Mittelfristig soll der Frauenanteil in der deutschen Partnerschaft sogar auf 30% erhöht werden.

Hilfe bei der Karriere
Durch ein spezielles Mentorinnenprogramm sollen Partnerinnen dabei weibliche Associates und Counsel auf ihrem Karriereweg unterstützen. Und auch der Familienförderung wird bei Clifford Chance Rechnung getragen: eine Kindertagesstätte  im Frankfurter Büro und Betreuungsplätze in Düsseldorf helfen den Mitarbeitern, den Spagat zwischen Familie und Beruf zu meistern.

Abendprogramm
Das inhaltsreiche Tagesprogramm  wurde durch ein geselliges Abendessen mit zahlreichen Kanzleivertretern abgerundet. Sie lieferten Antworten zu allen Fragen rund um die Kanzlei und ihre Arbeit.

Für wen eignet sich der Workshop?
Der Workshop hat viele neue Facetten der Tätigkeit in einer Großkanzlei aufgezeigt. Die Referenten bedienten ein breites Spektrum und durchleuchteten besonders die Anforderungen einer Beratung.

Allen, die sich vorstellen können, in einer internationalen Kanzlei zu arbeiten, bietet der Workshop eine gute Möglichkeit, einen Einblick in die Arbeit von Clifford Chance und einen Eindruck vom Profil der Kanzlei zu gewinnen.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Clifford Chance): Deals und Dinner am Main

Freitag, den 23. März 2012
Erfahrungs- bericht

e-fellows.net-Stipendiatin Sarah setzt sich mit gehetzten Notaren auseinander und macht eine Unternehmensübernahme klar – wenigstens fiktiv. Denn beim Clifford-Chance-Workshop im Herzen der Finanzmetropole Frankfurt konnte sie mehrere Rollen ausprobieren. Dabei hat sie gelernt, für wen "Asset Deal" und für wen "Share Deal" das Wunschziel ist.

Titel und Thema des Events
Clifford-Chance-Workshop zum Steuerrecht: "Steueroptimierung im Rahmen von M&A"

Datum und Ort
19. 1.2012, Frankfurt am Main

Teilnehmer
e-fellows und Jura-Studenten

e-fellows.net-Stipendiatin Sarahe-fellows.net-Stipendiatin Sarah (21) studiert Jura an der Universität Passau.

Meine Schwerpunkte im Studium haben mir Steuer- und Gesellschaftsrecht näher gebracht. Der Workshop war ideal, um beides in der Praxis kennenzulernen und mir einen Eindruck von der Sozietät Clifford Chance zu verschaffen.

Mitten im Bankenviertel
Wir trafen uns im Frankfurter Büro zu einem Frühstück. Das bot die Gelegenheit, Kontakt zu den anderen Teilnehmern aufzunehmen.

Die  Veranstaltung begann mit einer Begrüßung und einer Unternehmenspräsentation durch Prof. Dr. Thomas Gasteyer Of-Counsel im Bereich Corporate. Im Anschluss ging es "in medias res"- mitten rein ins Geschehen: Diverse Vorträge bereiteten uns auf eine Verkaufsgespräch-Simulation für den Workshop am Nachmittag vor.

Der erste Vortrag beleuchtete die gesellschaftsrechtliche Seite eines Unternehmenkaufs: Der "Share Deal" (Übertragung durch Gesellschaftsanteile) ist beispielsweise für den Verkäufer günstiger, der "Asset Deal" (Übertragung durch Wirtschaftsgüter) für den Käufer, so die Referenten Christine Koziczinski, Partnerin Corporate, und Thorsten Sauerhering, Partner Tax.

In dem zweiten Vortrag ging es um das Thema Steuerrecht:  Die Anwälte berichteten uns aus ihrer Praxis. So bekamen wir einen Eindruck vom beruflichen Alltag des Steuer- und Gesellschaftsrechtlers, auch wenn man im Studium noch nicht mit diesen Rechtsgebieten in Berührung gekommen war.

Rein ins Geschehen
Nach dem "Crashkurs" ging es ans Eingemachte: Wir bildeten zwei Teams, die je von einem Anwalt der Kanzlei unterstützt wurden. Käufer gegen Verkäufer – beide Teams bereiteten sich auf den Deal vor: die Übernahme eines Abfüllmaschinen-Herstellers.

Der beste Deal
Natürlich wollten alle das beste Ergebnis für ihren Mandanten aushandeln. Wir machten uns an die Unterlagen: das "Memorandum of Understanding", Bilanzen, Steuerklauseln und die Wünsche des Mandanten. Eine Strategie für das Gespräch wollte ausgeheckt werden: Gibt es beim Preis noch Verhandlungsspielraum? Je nach Team versuchten wir auf "Asset -" oder "Share Deal" hinzuwirken.

Ein Anwalt spielte einen gehetzten Notar. Der Vertrag sollte in möglichst kurzer Zeit vorgelegt werden. Nach erfolgreicher Einigung verglichen und bewerteten wir in großer Runde, und die Moderatoren stellten ihre Ideallösung vor.

Dinner am Main
Der Tag endete behaglich: Wir hatten beim Abendessen in einem Restaurant die Gelegenheit, mit den Anwälten ins persönliche Gespräch zu kommen. Eine Anregung war, sich als Steuerrechtler Richtung Frankfurt zu orientieren. Der Workshop hat meine Erwartungen übertroffen. Der Tag war super organisiert und die Mitarbeiter haben uns einen guten Einblick in ihren Beruf vermittelt.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".