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Erfahrungsbericht (Bosch Rexroth): Techniktrends im Ökostromwunderland

Freitag, den 22. Juni 2012
Erfahrungs- bericht

Ein Besuch der Hannover Messe mit Bosch Rexroth – eine Kaffeefahrt mit lebenslangem Bosch-Vertrag? Nein, so sah der Messetag für Doktorand Markus nicht aus. Dafür war der Tag zwar ziemlich lang, aber gleichzeitig ziemlich beeindruckend.

Titel der Veranstaltung
Go for Hightech 2012

Datum und Ort
27. April 2012, Hannover Messe

Mit der Veranstaltung "Go for Hightech" besuchte ich zum ersten Mal die Hannover Messe. Der Besuch brachte gleich mehrere Vorteile mit sich: Bosch Rexroth organisierte sowohl die Anfahrt und den Besuch zur Hannover Messe sowie auch verschiedene "Special Events".

Auf dem Programm: Standführung und "Special Events"
Mein Tag beginnt also bereits um zwei Uhr morgens. Auf unserem Campus der TU Dresden werde ich zusammen mit über 70 anderen Studenten von den freundlichen und in rote Corporate-Design-Jacken gehüllten Bosch-Rexroth-Mitarbeitern begrüßt. Nach einigen Stunden Fahrt und wenig Schlaf gibt es eine kurze Kaffeepause. Anschließend geht es an die Planung: Wir bekommen Messepläne, und die Betreuer erklären uns den Tagesablauf. Auf dem Programm stehen unter anderem eine Führung am Bosch-Rexroth-Stand und sogenannte "Special Events" wie der Bewerbungsmappencheck oder ein Workshop zum Thema "Frauen in Führungspositionen".

MarkusDiplomingenieur Markus (25) promoviert gerade in Mechatronik an der TU Dresden. Beim Messetag "Go for Hightech" mit Bosch Rexroth konnte er den neuesten Technik-Trends auf den Grund gehen.

Pünktlich wie die Maurer
Nachdem wir überpünktlich ein halbe Stunde vor Messebeginn auf dem Parkplatz in Hannover angekommen sind, geht unser Messetag nach kurzem Anstehen auch schon los. In größeren und kleineren Grüppchen erkunden wir die Forschungs- und Entwicklungshalle. Bereits hier werden unheimlich abgefahrene Projekte vorgestellt: Da geht es beispielsweise um neueste Schiffsbauentwicklungen, Luft- und Raumfahrtlösungen, Formgedächtnislegierungen und Meeresstromüberwachung.

Lang genug stehen bleiben für den Kaffeesegen
Gegen zehn Uhr erkunde ich die Messe auf eigene Faust. Besonders die Prozessautomatisierung und -überwachung weckt mein Interesse – vor allem wegen der beeindruckenden Ausstellungsstücke. Was auch beeindruckend ist: Bleibt man an einem Stand zu lange stehen, wird man schnell von der Personalabteilung auf einen Kaffee eingeladen. So trinke ich ziemlich viel Kaffee und sammle zahlreiche Visitenkarten und Informationsmaterial – das nennt sich Bewerbermarkt, lerne ich.

Energiestädte der Zukunft
Weiter geht es mit Energie und Energieversorgung. Wie zu erwarten war, geht es dort nicht um Kohle und Kernenergie, sondern fast ausschließlich um regenerative Energieträger. Ich komme mir vor wie im Ökostromwunderland bei all den Visualisierungen von Smart Grids und den Modellen von Städten der Zukunft, in denen jeder mit jedem Energie aus seinem eigenen dezentralen Kraftwerk tauschen kann, wann immer er auch wie viel benötigt. Klingt ziemlich gut – hoffen wir, dass es so weit kommt.

Auch die TU Dresden ist vertreten
Draußen auf der Freifläche kann man Wasserstoff- und Elektroautos Probe fahren, was leider zeitlich nicht so ganz in den Eintagesplan passt. Stattdessen schaue ich mir die neuesten Leichtbaulösungen an. Was auffällt, ist, dass auch die TU Dresden mit zahlreichen Lösungen präsent ist. Schön sind aber auch die Ideen im Snowboard- und Fahrradbau. Die Zeit vergeht mal wieder schnell, und wir machen uns daher schon auf den Weg zur Unternehmenspräsentation von Bosch Rexroth.

Bagels, Brötchen und Bosch-Präsentation
15:30 Uhr: Bosch Rexroth stellt sich vor. Während wir zu Beginn unsere Bagels und belegten Brötchen verspeisen, laufen Bilder, die ein Fotograf den ganzen Tag über gemacht hat, über die Leinwand. Anschließend beginnt eine sehr informative Unternehmensvorstellung. Jetzt wissen wir über alle Einstiegsprogramme bei Bosch Rexroth Bescheid und auch, warum die Bosch-Gruppe stolz ist, keine Aktiengesellschaft zu sein.

Rettung für den Rotwein
Nach der Unternehmenspräsentation haben wir noch eine Stunde Zeit bis zur Abfahrt. Wir sind uns schnell einig, dass unsere Füße genug getan haben und entschließen uns zusammen mit drei Coffee to go auf einer Freitreppe Platz zu nehmen. Die Rückfahrt ist dann zwar geprägt von Staus, aber da der Busfahrer einen Korkenzieher an seinem Taschenmesser hat, bekommen wir auch die Flasche Rotwein von der Raststätte auf und haben eine angenehme Rückfahrt.

Keine Kaffeefahrt mit lebenslangem Vertrag
23:30 Uhr: Nach einem anstrengendem 20-Stunden-Tag erreichen wir den Campus der TU Dresden und nehmen viele interessante Eindrücke, Perspektiven und neue Bekanntschaften mit nach Hause und können allen Interessenten nur raten, mitzumachen. Und keine Angst, es ist keine Kaffeefahrt, an deren Ende ihr mit einem lebenslangen Vertrag mit Bosch nach Hause geht. Ich empfand die Veranstaltung als sehr gelungen und empfehlenswert. Meine Erwartungen wurden mehr als übertroffen. Ich werde, soweit mir dies zeitlich möglich ist, wieder an "Go for Hightech" teilnehmen und kann das auch allen technikinteressierten Studenten empfehlen.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Bosch Rexroth): Erst forschen, dann über die Teststrecke sausen

Mittwoch, den 20. Juli 2011
Erfahrungs- bericht

Hydraulik, Simulation und Fahrzeugtechnik – damit beschäftigt sich e-fellows.net-Stipendiatin Verena am liebsten. Beim Workshop mit Bosch Rexroth konnte sie ihr Uni-Wissen endlich in der Praxis anwenden. Sie entwickelte Hybrid-Konzepte, berechnete hydraulische Speicher oder dimensionierte hydrostatisch regenerative Bremssysteme -  die dann zum Beispiel in Müllfahrzeugen eingesetzt werden.

Titel und Thema der Veranstaltung:
Workshop zur Entwicklung hydraulischer Hybridantriebe

Zeit, Ort und Dauer der Veranstaltung:
19. und 20. Mai 2011, Bosch-Rexroth-Niederlassung, Elchingen bei Ulm

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter:

  • 15 Studenten des Maschinenbaus, der Mechatronik und der Fahrzeugtechnik
  • Neun Unternehmensvertreter vom gesamtverantwortlichen "Entwicklungsleiter für Mobil-Elektronik und Systeme" über weitere Abteilungsleiter sowie Projektleiter und Entwicklungsingenieure bis hin zur Vertreterin der Personalabteilung

Eingeladen hatte die Entwicklungsabteilung "Mobile Funktionen und Software" der Business Unit "Mobile Applications", die das hydrostatisch-regenerative Bremssystem (HRB) mitentwickelt. Das ist ein hydraulisches Hybridsystem, das zum Beispiel in Müllfahrzeugen eingesetzt werden kann. Diese Fahrzeuge bremsen und beschleunigen in kurzen Zeitabständen. Anstatt die Bremsenergie in konventionellen Bremsen zu verbrennen, wird sie genutzt, um Druck in einem hydraulischen Speicher aufzubauen. Anschließend nutzt das Fahrzeug diesen Druck für den Beschleunigungsvorgang.

Begeistert von Hydraulik und Fahrzeugtechnik
Im Workshop kam eine Gruppe von technikbegeisterten Studenten zusammen. Viele von uns hatten sich schon während des Studiums mit Hydraulik, Simulation und Fahrzeugtechnik beschäftigt, so dass im Verlauf des Workshops viele interessante Fragen aufkamen, die wir angeregt diskutiert haben.

e-fellows.net-Stipendiatin Verena (26) studiert im 10. Semester Maschinenbau mit Hauptfach Fluidtechnik am Karlsruhe Institut für Technologie (KIT). Dank des Doppeldiplomstudiengangs verbrachte sie ein Teil ihres Studiums in Frankreich. Privat singt sie im Uni-Chor oder spielt Wasserball.

Wir durften gleich selbst ran
Am ersten Tag durften wir nach der Begrüßung durch Dr.-Ing. Markus G. Kliffken, "Entwicklungsleitung Mobil-Elektronik und Systeme", und der Vorstellung des Unternehmens Bosch Rexroth und der Abteilung Entwicklung Systeme und Hybride direkt selbst aktiv werden. Wir kamen in Gruppen zusammen, um Konzepte für einen hydraulischen Hybrid zu entwickeln. Diese Konzepte haben wir anschließend gemeinsam mit Matthias Müller, Entwicklungsingenieur der Abteilung Funktionsentwicklung, diskutiert und bewertet. "Wie man’s richtig macht", zeigte uns dann Christian Grabe aus dem technischen Produktmanagement und stellte die Lösung vor, die Bosch Rexroth entwickelt hat.

Mal ganz locker den Chef löchern
Nach dem Abendessen hatten wir dann Gelegenheit zu einem "Kamingespräch" mit Dr. Reinhard Vonnoe, Abteilungsleiter Entwicklung Mobile Funktionen und Software. Er stand Rede und Antwort zu Fragen über seine Karriere, seine Führungsphilosophie, die Arbeitszeit und –belastung für Führungskräfte und Mitarbeiter in der Entwicklung und Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

"Alles und nichts"-Könner
Besonders interessant fand ich die Frage, wie lange es dauert, bis ein Uni-Absolvent richtig produktiv ist. Da man nach einem Studium an der Uni "alles und nichts" kann, vergeht laut Dr. Reinhard Vonnoe ein gutes Jahr, bis der frische Ingenieur komplett eingearbeitet ist.

Wie kann ich anfangen? – Einstiegsmöglichkeiten bei Bosch Rexroth
Der zweite Workshoptag startete mit einer Vorstellung der Einstiegsmöglichkeiten für Hochschulabsolventen bei Bosch Rexroth. Jede Einstiegsvariante wurde von einem Mitarbeiter vorgestellt, der sie selbst durchlaufen hat. Dr. Steffen Mutschler hat seine Doktorarbeit bei Bosch Rexroth geschrieben. Özcan Ögüt hat das Junior Managers Programm der Bosch-Gruppe, also das Traineeprogramm, durchlaufen und alle seine Stationen bei Rexroth absolviert. Dr.-Ing. Ulrich Ahrholdt hat nach einer Promotion an der Uni den Direkteinstieg gewählt.

Direkteinstieg oder doch erst Promotion?
Viele von uns stehen kurz vor der Entscheidung über Berufseinstieg beziehungsweise eine mögliche Promotion. Also hatten wir viele Fragen zum Sinn und Zweck einer Promotion, dem Unterschied zwischen einer Promotion an der Uni, oder in der Industrie und der Bedeutung eines Traineeprogramms oder eines Direkteinstiegs für die Karriere. Unabhängig vom Einstieg, den die Ingenieure gewählt hatten, haben sie mit viel Begeisterung von ihrer Arbeit und den vielfältigen Aufgaben und Entwicklungsmöglichkeiten bei Bosch Rexroth erzählt.

Dann zeigt mal, was ihr in der Uni gelernt habt
Und dann waren wir wieder gefordert. An einem Zahlenbeispiel dimensionierten wir in Gruppen ein hydrostatisch-regeneratives Bremssystem und wandten dabei Erkenntnisse aus der Hydraulik und Mechanik an. Dabei fanden wir heraus, wie groß der hydraulische Speicher sein muss, der die Bremsenergie aufnimmt. Anschließend stellte Dr. Steffen Mutschler die Simulation des Bremssystems vor und verglich die Simulationsergebnisse mit Messergebnissen.

Technik an der frischen Luft erleben
Nachdem wir soviel über das hydrostatisch-regenerative Bremssystem gelernt hatten, konnten wir es nach dem Mittagessen auf der Teststrecke endlich in Aktion sehen. Und während das Versuchsfahrzeug Nummer 1 ständig an uns vorbei über die Teststrecke sauste, nahmen wir an Nummer 2 alle Komponenten des HRB in Augenschein. Ein Versuchsingenieur und zwei Entwicklungsingenieure zeigten uns das hydrostatisch-regenerative Bremssystem und weitere Versuchsträger und -stände.

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Das Gelernte in der Industrie anwenden
Ich kann den Workshop zu hundert Prozent weiterempfehlen. Während man häufig Gelegenheit bekommt, sich die Produktion eines Unternehmens anzusehen, erhält man selten so einen guten Einblick in eine Entwicklungsabteilung. Im gesamten Zeitraum stand eine Reihe von Ingenieuren und Führungskräften jederzeit für Fragen zur Verfügung und hat uns mit viel Begeisterung ihre Tätigkeiten vermittelt. Der Workshop war eine tolle Gelegenheit, das, was ich in der Uni lerne, in der Industrie anzuwenden. Ich bin mit sehr vielen neuen Ideen für den Rest meines Studiums, meine Diplomarbeit und meinen Berufseinstieg nach Hause gefahren.

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
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Wer sind eigentlich die Unternehmensvertreter in der Community? Folge 14: Dirk Nitsche, Bosch Rexroth

Dienstag, den 29. September 2009
Sabine

Dirk Nitsche ist für Nachwuchsprogramme zuständig. So lässt sich seine Tochter gerne von ihm im Fahrrad-Anhänger durch den Spessart kutschieren. Später erwartet er von seinen Enkeln, dass sie mit ihm den Atlantik überqueren. Bis dahin kümmert sich Dirk Nitsche aber auch um den Führungs- und Fachkräftenachwuchs von Bosch Rexroth.

br_un-vertreter_blogWie sind Sie eigentlich zu Bosch Rexroth gekommen?
In der Bosch-Gruppe hat das Thema Querdurchlässigkeit einen hohen Stellenwert. So ergab sich für mich Mitte 2009 die Möglichkeit, konzernintern von Bosch zu Bosch Rexroth zu wechseln.

Was machen Sie bei Bosch Rexroth?
Ich arbeite in der Abteilung "Personalmarketing und Führungskräfte Deutschland" und bin unter anderem zuständig für Nachwuchsprogramme wie das Junior Managers Program (der neue Name für unser Trainee-Programm) und das Graduate Specialist Program, ein relativ neues Programm für angehende Fachexperten.

Was haben Sie vor Ihrer Zeit bei Bosch Rexroth gemacht?
Ich habe BWL an der Uni Augsburg studiert und anschließend ein Jahr lang bei einem kleinen Start-up in Augsburg gearbeitet.

Von Mitte 1998 bis Mitte 2009 war ich in verschiedenen Funktionen (Seminarleiter, Bildungsreferent, Personalreferent) an den Standorten Reutlingen und Leonberg für die Robert Bosch GmbH tätig.

Hobbys? Was machen Sie, wenn Sie nicht arbeiten?
Ausflüge mit der Familie oder Freunden. In diesem Sommer haben wir unsere neue Heimat, den Spessart, ausgiebig erkundet. Dabei waren wir meist mit dem Fahrrad unterwegs – unsere kleine Tochter im Anhänger hintendran. Im Winter steht Skifahren, im Frühjahr Snowboarden auf dem Programm.

Welche (lebende oder historische) Person würden Sie gerne treffen?
JFK

Was möchten Sie in Ihrem Leben unbedingt noch machen?
Eines Tages mit meinen Enkeln auf der Queen Mary nach New York schippern.

Welchen Insider-Tipp haben Sie für e-fellows, die bei Bosch Rexroth zum Vorstellungsgespräch eingeladen sind?
Geben Sie sich so, wie Sie sind. Wir suchen guten Fach- und Führungsnachwuchs und keine Schauspieler.