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Erfahrungsbericht (Mentorenprogramm bei Bertelsmann): Unternehmergeist inklusive

Mittwoch, den 10. November 2010
Erfahrungs- bericht

Mein BWL-Studium soll nicht nur  trockene Theorie bleiben, dachte sich e-fellow Frederik. Mit einem Mentor von Bertelsmann an seiner Seite konnte er schon während seines Masterstudiums einige Schritte im Berufsleben wagen. So erfuhr er nicht nur, wie Film-DVDs hergestellt werden, sondern ergatterte auch ein Praktikum in den USA.

"Volltreffer im Mentorenprogramm"
Mit einer E-Mail, die diese Worte in der Betreffzeile hatte, begann vor einem Jahr meine Zeit als Mentee bei der Bertelsmann AG. Nachdem ich auf der e-fellows-Website erfahren hatte, dass Bertelsmann als neuer Partner des Mentorenprogramms zur Verfügung steht, zögerte ich nicht mit meiner Bewerbung als Mentee bei Tim Fudickar. Nach einigen Tagen erhielt ich die Bestätigung, dass meine Bewerbung erfolgreich war und für Anfang November ein Kick-Off-Treffen geplant war.

Frederik Frederik (25) konzentriert sich in seinem BWL-Studium auf Marketing und strategisches Management. Wie sich das in die Praxis umsetzen lässt, erfährt er von seinem Bertelsmann-Mentor. Auch in seinem derzeitigen Auslandssemester in Washington sammelt er handfeste Berufserfahrung – in einem Praktikum bei der Bertelsmann Foundation.

Mehr als der Club
Das Kick-Off-Treffen fand in der Konzernzentrale von Bertelsmann in Gütersloh statt. Dort wurde ich von Jacqueline Albers, der Betreuerin des Mentorenprogramms, empfangen. Zu Beginn der Veranstaltung erfolgte eine kurze Vorstellungsrunde. Sarah Frimmel, Nico Wegmann und Petra Netta waren neben Tim Fudickar die weiteren Mentoren und hatten ebenfalls je einen Mentee.

Wie vielfältig der Bertelsmann-Konzerns ist, wurde in der anschließenden Unternehmensvorstellung klar. Mit einem Portfolio, das die RTL Group, Random House, Gruner + Jahr und die Direct Group umfasst, deckt der Konzern das gesamte Medienspektrum ab. Arvato ergänzt dieses Portfolio als 360°-Dienstleister, der Lösungen aus einer Hand für jegliche Branche anbietet.

Neuland für beide Seiten
Sowohl für Bertelsmann als auch für uns Mentees stellte das Mentorenprogramm eine neue Erfahrung dar. Deshalb diskutierten wir unsere Erwartungen und Ziele gemeinsam mit unserem Mentor während des Kick-Off-Treffens und hielten diese schriftlich fest. Da mein Mentor und ich während des einjährigen Mentorenprogramms in Münster wohnten, verständigten wir uns auf ein Treffen pro Quartal. Wichtig war mir vor allem, den Bertelsmann-Konzern näher kennenzulernen und Ratschläge und Erfahrungen zu erhalten zum weiteren Studienverlauf und zum Berufseinstieg.

Die Umsetzung
Die Treffen mit meinem Mentor verliefen in entspannter Atmosphäre. Doch auch zwischen den Treffen hielten wir Kontakt durch Telefonate oder E-Mails. Hierbei tauschten wir unsere Erfahrungen aus dem Arbeits- beziehungsweise Studentenleben aus und diskutierten über zukünftige Pläne, wie zum Beispiel mein derzeitiges Auslandssemester.

Einblicke in den Bertelsmann-Konzern konnte ich bei einer Führung durch die Produktion von Sonopress (arvato digital services) gewinnen, für die mich mein Mentor angemeldet hatte. Auf dieser Tour konnte ich die Entstehung von CDs, DVDs und Blu-ray-Discs bis zur verkaufsfertigen, eingeschweißten Film-DVD erleben.

Ein tieferes Verständnis von der Unternehmenskultur bekam ich in meinem Praktikum bei arvato direct services im Kundenbeziehungsmanagement. Entrepreneurship wird hierbei ganz im Sinne Reinhard Mohns, dem Nachkriegsgründer des Bertelsmann-Konzerns von jedem einzelnen Mitarbeiter gelebt. Das heißt, es wird viel Wert auf Eigenständigkeit und Eigeninitiative gelegt. Diese Arbeitseinstellung erlebe ich zurzeit auch bei der Bertelsmann Foundation, bei der ich ein Praktikum während meines Auslandssemesters in Washington absolviere.

Die gesammelten Erfahrungen: unbezahlbar
Mein Fazit des Mentorenprogramms ist äußerst positiv. Hinter jedes Ziel kann ich einen Haken setzen, das ich mit meinem Mentor während des Kick-off-Treffens festgelegt habe. Meine Praktika ermöglichten mir sehr interessante Einblicke in ein spannendes Unternehmen. Darüber hinaus war mir die unabhängige, kritische und erfahrene Meinung meines Mentors immer sehr hilfreich.

Jedoch erfordert es auch Eigeninitiative, um die Vorzüge dieses Programms zu erleben. Man sollte zu Beginn eine genaue Vorstellung davon haben, was man sich von dem Programm erhofft. Bei der Umsetzung kann dann der Mentor oft Hilfestellung leisten. Meine Praktika waren nicht Teil des Programms, ich musste mich regulär dafür bewerben. Jedoch hatte ich in meinem Mentor und Frau Albers Ansprechpartner, an die ich meine Bewerbung richten konnte.

Ich blicke somit sehr zufrieden auf das Jahr meiner Menteezeit zurück und betrachte die Bertelsmann AG als äußerst attraktiven potenziellen Arbeitgeber.

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Bertelsmann): Medientrends und Café Moskau

Donnerstag, den 12. August 2010
Erfahrungs- bericht

Am zweiten Tag von Talent meets Bertelsmann wurde es spannend: Anna und ihr Team präsentierten ihre Idee einer E-Book-Flatrate für den französischen Markt vor dem Bertelsmann-Vorstand. Würden sie mit ihrem Konzept den ersten Platz machen und eine Reise nach New York gewinnen?



Titel und Thema
"Talent Meets Bertelsmann" 2010, 175 Jahre Bertelsmann – Eine Zukunftsgeschichte

Zeit und Ort
14.-16. Juli 2010, Hauptstadt-Repräsentanz von Bertelsmann in Berlin

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
53 Teilnehmer sowie drei Mitglieder des Bertelsmann-Vorstands und über 50 Führungskräfte aus den verschiedenen Unternehmensbereichen

Annae-fellow Anna (25), macht ihren Master in internationaler Betriebswirtschaft an der ESCP Europe und durfte zwei Tage lang hinter die Kulissen des Bertelsmann-Konzerns gucken. Dort tüftelte sie nicht nur mit anderen Studenten an Medienkonzepten für die Zukunft, sondern bekam auch einen Einblick in die Philosophie von Bertelsmann.

Den Giganten von innen sehen
Da ich im Herbst mein Studium beenden werde und mich für die Medienbranche interessiere, wollte ich mehr über die Bertelsmann AG als potenziellen Arbeitgeber erfahren. Durch meine Teilnahme an Talent Meets Bertelsmann wollte ich einen Einblick in die Tätigkeitsfelder und die Organisation des Mediengiganten gewinnen.

Zusammen an Konzepten tüfteln
Durch persönliche Gespräche mit Bertelsmann-Mitarbeitern wollte ich die Unternehmenskultur und die Menschen hinter dem Unternehmen kennen lernen. Außerdem hat mich das Thema des Workshops gereizt: die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle für die Medienbranche. Ich hatte mich im Rahmen meiner Masterarbeit schon mit dem "First-Mover Advantage" von Web 2.0.-Geschäftsideen befasst. Darüber wollte ich mich mit anderen interessierten Studenten austauschen.

Talent Meets Bertelsmann Workshop [Quelle: Bertelsmann]
Knobeln bei der Kreativaufgabe
[Quelle: Bertelsmann]

Was bedeutet "Karriere" für mich?
Gleich am ersten Tag von Talent Meets Bertelsmann war nach einer kurzen Begrüßung in der Bertelsmann-Repräsentanz unsere Kreativität gefragt: In sechs Workshopgruppen galt es, einen kurzen Film zum Bertelsmann-Slogan "Create Your Own Career" zu drehen. Auf diese Weise konnten wir nicht nur unsere Gruppe kennenlernen, sondern uns auch gemeinsam Gedanken darüber machen, was Karriere für uns eigentlich bedeutet.

Entspannter Austausch
Beim anschließenden Abendessen auf der Dachterrasse hatten wir in entspannter Atmosphäre die Gelegenheit, uns mit den anderen Teilnehmern sowie den Bertelsmann-Mitarbeitern zu unterhalten. So erfuhr ich von Gero Hesse, Senior Vice President der HR Services, dass Unternehmergeist einer der Kernwerte der Bertelsmann AG ist. Das zeigt sich unter anderem in ihrer dezentralen Organisation, die viel Eigenverantwortung und –initiative von Mitarbeitern und Führungskräften verlangt.

Talent meets Bertelsmann Ostrowski [Quelle: Bertelsmann]
Hartmut Ostrowski
[Quelle: Bertelsmann]

Talent-Management ist Chefsache
Der zweite Tag von Talent Meets Bertelsmann begann mit einer Ansprache von Hartmut Ostrowski, dem Vorstandsvorsitzenden der Bertelsmann AG, der es sich nicht nehmen ließ, persönlich den Startschuss zu den Workshops zu geben. Talent Management ist offenbar Chefsache bei Bertelsmann.


Mehr als nur Bücher
Anschließend begann der Wettbewerb zwischen den sechs Teams um die beste Geschäftsidee. Ich war im Team "Direct Group", das sich mit der Zukunft des Lesens auseinandersetzte. Wir entwarfen eine E-Book-Flatrate für den französischen Markt. Anschließend mussten wir unser Konzept vor den anderen Teilnehmern und den drei Mitgliedern des Bertelsmann-Vorstands präsentieren.

Talent meets Bertelsmann Cafe Moskau [Quelle: Bertelsmann]
Abschlussparty im Café Moskau
[Quelle: Bertelsmann]

Joy Denalane im Café Moskau
Die Preisverleihung fand im Café Moskau statt und wurde von RTL-Moderator Daniel Hartwich geleitet. Den ersten Platz belegte das "RTL"-Team, das sich nun auf eine Reise nach New York freuen darf. Den restlichen Abend konnten wir dann mit weiteren Gesprächen und einem Live-Konzert von Joy Denalane ausklingen lassen. Besonders interessant fand ich, dass Bertelsmann nicht nur ein sehr heterogenes Unternehmen ist, sondern sich die einzelnen Unternehmensbereiche auch durch ihre eigene Unternehmens-Subkultur voneinander unterscheiden.

Fazit: Insider-Wissen und wertvolle Kontakte
Talent Meets Bertelsmann hat meine Erwartungen voll und ganz erfüllt: Ich habe mit Bertelsmann-Mitarbeitern aus allen Unternehmenssparten sprechen können und einiges über aktuelle Medienthemen gelernt. Darüber hinaus hatte ich jede Menge Spaß und werde sicherlich mit vielen Mitarbeitern und Teilnehmern, die ich bei dem Workshop getroffen habe, in Kontakt bleiben. Empfehlen kann ich die Veranstaltung allen, die sich für die Medienbranche interessieren und in einem dynamischen Umfeld arbeiten möchten.

Neugierig?
Hier findest du weitere Infos und die Videos zum Event!

Community & Blog Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Berichte aus den Vorjahren findest du auf der Website in der Rubrik Community & Blog.

Aktiv im Web 2.0: Die Unternehmen öffnen ihre Türen für deine Fragen

Donnerstag, den 5. August 2010
Melanie

"Wir sind da, wo auch unsere Zielgruppe ist." Deswegen tummeln sich viele Unternehmen in Social Networks, twittern und veröffentlichen Videos bei Youtube. Aber was versprechen sie sich davon, und wie soll man sich eigentlich als Student verhalten? Kritische Fragen kannst du stellen – aber viele Studenten und Bewerber stellen gar keine. Dabei ist das Web 2.0 eine Chance für dich, dir genau die Infos zu besorgen, die du brauchst.

Direkt mit den Mitarbeitern und Personalern eines Unternehmens in Verbindung stehen – das war früher nicht leicht. Glück hatte, wer jemanden kannte, der jemanden kannte, den man fragen konnte. Dank interaktivem Netz tummeln sich nun aber einige Unternehmen in der e-fellows.net community, bei Facebook & Co. Sie können so mit der Zielgruppe direkt in Kontakt treten.

Für dich sehr wertvoll: Du bekommst Informationen über das Unternehmen direkt von der Quelle – wie ist die Unternehmenskultur, welches Gehalt kannst du erwarten, welche Aufgaben haben die Mitarbeiter, gibt es Weiterbildung? Das ist ganz klar auch ein Vorteil für Unternehmen, die in der Beliebtheitsskala nicht immer ganz oben auftauchen, wie Sven Kollmenter von der Telekom sagt: "Wir wissen, dass die Telekom noch nicht in allen Zielgruppen ein Top-Image hat. Wir wissen aber auch: Sobald Menschen mit uns in Kontakt treten und uns kennenlernen, finden sie uns richtig gut."

Und was treiben Unternehmen im Internet?
Die Allianz hat beispielsweise "Kai", einen Avatar, der in mehreren Social Networks die Allianz "vertritt". Ihn kannst du direkt zum Unternehmen fragen, zum Beispiel was man dort im Vertrieb macht. Außerdem führt Kai die User auf dem Videoportal www.spannende-jobs.de durch die Allianz-Welt. Bertelsmann pflegt unter anderem seinen eigenen Youtube-Kanal. In diesen Videos berichten auch schon mal Praktikanten, was sie im Konzern machen. Die Telekom twitterte kürzlich live von ihrer Campus-Tour; täglich konnte man mitlesen, an welcher Uni der Bus Halt machte und was vor Ort passierte. Accenture hat bei Xing ein Unternehmensprofil und veröffentlicht dort regelmäßig Updates über Studien, offene Stellen oder Beratungsprojekte. Und wenn du schon immer mal wissen wolltest, wie ein IT-Berater Innovationen auf den Weg bringt, fragst du direkt in der e-fellows.net community nach.

Es gibt keine irrelevanten Fragen
Die Unternehmen sind aktiv, aber wie verhalte ich mich als Student oder Bewerber? Wenn ich zu locker / zu kritisch / zu seriös rüberkomme, bin ich dann disqualifiziert? Nein, sagen unisono die Unternehmen. Die Allianz fordert sogar gezielt kritisches Feedback. "Solche Rückmeldungen von der 'Basis' sind für unsere Arbeit ja ganz entscheidend", sagt Dominik Hahn aus dem Personalmarketing der Allianz. "Im Endeffekt ist das kein großer Unterschied zum Berufsleben. Auch da befindet man sich in einem steten, fachlichen Austausch.

Dass dabei jeder Gesprächspartner freundlich bleibt, ist auch klar. Judith Charles von Bertelsmann ermuntert e-fellows und Facebook-Friends ebenfalls: "Irrelevante Fragen gibt es für uns nicht. Und kritische Fragen legen wir auch nicht negativ aus. Konkrete Fragen zeigen schlussendlich ja, dass sich die Person auch intensiv mit einem Unternehmen befasst."

Dialog, Dialog, Dialog und Offenheit
Kritische Fragen kannst du stellen – aber viele Studenten und Bewerber stellen gar keine. Dabei ist das Web 2.0 eine Chance für dich, dir genau die Infos zu besorgen, die du brauchst. Leider werden viele bei Unternehmen zu passiven Mitlesern. Dabei ist das gar nicht nötig, denn die Unternehmen wünschen sich Kommunikation in beide Richtungen. "Für uns sind Offenheit und ein konstruktiver Dialog sehr wichtig", sagt Sven Kollmenter. "Wir freuen uns über jedes Feedback." Auch Accenture ermuntert dich, deine Interessen offen anzusprechen. Dass du dabei nicht beleidigend wirst, ist ja klar.

Die Allianz hat ebenfalls Erfahrungen mit negativen Fragen: "Es gab ja schon die ein oder andere Situation in der Community, in der wir uns den eher negativen Bewertungen einzelner User gestellt haben", sagt Dominik Hahn. "Wir versuchen immer, objektiv zu bleiben und dazu beizutragen, die Sachlage aufzuklären." Auch Sven Kollmenter von der Telekom ist "froh darüber, wenn kritische Themen mit uns statt über uns diskutiert werden. Denn nur so haben wir eine Chance, einen konstruktiven Dialog zu führen und möglichst eine gute Lösung zu finden."

Dialog ja, aber wo?
Zum Beispiel im Fragen- &Antworten-Tool in der Community oder in den Inside-Gruppen der Unternehmen

Keinen Bock auf Unternehmenspräsenz in Social Networks
Immer wieder regt sich Kritik an der Omnipräsenz der Unternehmen in Social Networks. Das Schöne ist aber: Wenn du keine Lust hast, musst du dich nicht mit den Unternehmen auseinandersetzen. "Wir kontaktieren nicht wahllos irgendwelche User, sondern aktiv nur diejenigen, die auch an einem Event von uns teilgenommen haben", sagt Judith Charles. "Wer aber kein "Fan" von uns werden will, muss nicht. Wir sehen unsere Social-Media-Aktivität als ein Angebot und nicht als ein Instrument, dass wir in der Zielgruppe verkaufen wollen."

Auch die Telekom beweist "Fingerspitzengefühl und versucht, als Unternehmen Grenzen zu finden und sich nur auf Plattformen zu bewegen, wo dies auch erwünscht ist." Accenture betont: "Wer sich genervt fühlt, kann uns unbeachtet lassen. Wir haben offene Türen, klingeln allerdings selten an Türen der weniger Interessierten.

Die Facebook-Seiten der e-fellows.net-Partnerunternehmen:

Allianz, Accenture, Bertelsmann, Telekom

Expertenforum – der Straßenfeger in der e-fellows.net community
Eine ganz besondere Form der Kommunikation ermöglichen die Expertenforen. Das zeigen die rege Beteiligung der Stipendiaten und Alumni – und die Aussagen der Unternehmen: Die Telekom und Bertelsmann heben beide die Foren besonders hervor. In den Expertenforen verdichtet sich, was die Community insgesamt auszeichnet: Stipendiaten können mögliche Arbeitgeber kennenlernen, mit ihnen in Kontakt treten und sich über die Einstiegsprogramme informieren. Außerdem bekommst du Informationen, die genau auf dich abgestimmt sind, dein "Fall" wird diskutiert.

"75 Prozent der Mitglieder sind für uns interessant"
75 Prozent – eine beachtliche Zahl. Diese nennt Judith Charles von Bertelsmann, wenn sie die Stipendiaten in der Community beschreibt. Denn "e-fellows.net ist etwas Besonderes. Drei Viertel der Stipendiaten sind für uns als Zielgruppe interessant, das ist bei Facebook nicht so."

Auch Sven Kollmenter ist überzeugt, über die Community "mit hochqualifizierten und ehrgeizigen Menschen in den Dialog" kommen zu können. Nicole Büchner von Accenture hebt hervor, dass auch sie als Unternehmensvertreter eine Beitrag leisten will zum regen Austausch: "Wir freuen uns, wenn Studenten mit uns kommunizieren."


Wer sind eigentlich die Unternehmensvertreter in der Community? Folge 11: Judith Charles, Bertelsmann

Dienstag, den 28. April 2009
Nikolaus

Judith Charles liebt ihren Job bei Bertelsmann. Nach vier Jahren Projektmanagement in der Bertelsmann Stiftung betreut sie bei der Bertelsmann AG als Managerin im Employer Branding die Initiative "Create Your Own Career". In ihrer Freizeit möchte sich die begeisterte Sportlerin endlich mal ans Paragliding wagen und mit Shaquille O'Neal die richtige Freiwurftechnik üben.

>>Teil 11 der Serie: Wer sind eigentlich die Unternehmensvertreter in der Community?<<

judith-250x3003Wie sind Sie eigentlich zu Ihrem Unternehmen gekommen?
Ich wurde in Ostwestfalen geboren und hatte schon immer großes Interesse an der Medienbranche. Da war schnell klar, dass Bertelsmann der Arbeitgeber meiner Wahl ist. Erste Erfahrungen habe ich dort schon während meines Medienwirtschaft-Studiums durch Praktika gesammelt. Um vor dem endgültigen Einstieg in die Welt der Medien noch etwas anderes zu probieren, zog es mich nach Hongkong in die Textilindustrie. Die Faszination für die Stadt war schnell da. Aber die Textilbranche interessiert mich doch mehr als Konsument; nicht aus der Management-Perspektive. Also bin ich zurück zu Bertelsmann gegangen, allerdings nicht wie ursprünglich geplant in den Konzern, sondern in den Bereich "Unternehmenskultur" der Bertelsmann Stiftung. Meine Erfahrungen aus Hongkong haben mir dabei sehr geholfen.

Was machen Sie in Ihrem Unternehmen?
Als Managerin im Employer Branding betreue ich die Initiative "Create Your Own Career": Image- und Recruiting-Events, die Karrierewebsite www.createyourowncareer.de, Online-Communities, Studenten-Netzwerke sowie die interne Positionierung der Initiative. Dabei arbeite ich eng zusammen mit den Abteilungen Öffentlichkeitsarbeit, Managemententwicklung und Recruiting Services und stehe außerdem im stetigen Austausch mit potentiellen Bewerbern. Der Kontakt zu Mitarbeitern und Externen ist für mich ein wichtiger Bestandteil des Employer Brandings.

Was haben Sie vor Ihrer Zeit in Ihrem jetzigen Unternehmen gemacht?
Vor meinem Wechsel zum Employer Branding habe ich vier Jahre lang als Projektmanagerin in der Bertelsmann Stiftung gearbeitet. Dort habe ich eine Weiterbildungs- und Netzwerk-Plattform für Führungskräfte deutscher Großkonzerne sowie mittelständischer Unternehmen aufgebaut. Thema im weitesten Sinne: Unternehmenskultur als Führungsinstrument der Zukunft.

Welche Hobbys haben Sie? Was machen Sie, wenn Sie nicht arbeiten?
Wie oben schon angedeutet, interessiere ich mich zum einen für Mode und zum anderen für Sport! Beides sind tolle Möglichkeiten, den Kopf frei zu bekommen – sei es beim Basketball, Skifahren, Fitness oder auch gerne beim Shoppen oder Zeitschriftenstöbern.

Welche lebende oder historische Person würden Sie gerne treffen?
Ich möchte gerne einmal neben Shaquille O'Neal stehen und mit ihm Freiwürfe trainieren! ;o)

Was möchten Sie in Ihrem Leben unbedingt noch machen?
Paragliding reizt mich schon immer!

Welchen Insider-Tipp haben Sie für e-fellows, die bei Ihrem Unternehmen zum Vorstellungsgespräch eingeladen sind?
Überlegen Sie sich, was "Create Your Own Career" für Sie persönlich heißt und prüfen Sie im Gespräch, ob Bertelsmann diese Erwartungen erfüllen kann. Denn schließlich prüfen nicht nur wir Sie, sondern auch Sie uns. Das richtige Verhältnis von Leistungen, die wir anbieten und die wir einfordern, ist für uns sehr wichtig. Im Gespräch sollten Sie neben Ihren fachlichen Fähigkeiten auch Ihre persönlichen Eigenschaften authentisch präsentieren. Wer sich verstellt, um vermutete Muster zu erfüllen, wirkt meist verkrampft und kann seinen Gesprächspartner nicht für sich gewinnen.