Archiv der Kategorie '* Bertelsmann'

Erfahrungsbericht (Bertelsmann): Das Buch aus der Steckdose

Freitag, den 7. Oktober 2011
Erfahrungs- bericht

Richtige Literatur gibt es nur auf Papier? Nicht mehr – mit den E-Books startet eine Digitalisierung der anderen Art. Mit dem Buch aus der Steckdose sollen Leseratten bequemer an Informationen und ihre Lieblings-Romane kommen. Welche Chancen die digitale Literatur sonst noch bietet, erfuhr Hilke-Gesa beim E-Book Day von Bertelsmann – und lernte auch, was es mit "ausleihenden Leseratten und Regalstellern" auf sich hat.

Titel der Veranstaltung
Create Your Own Career: Bertelsmann E-Book Day

Datum und Ort
21. September 2011, Random House, München

Teilnehmer
13 Teilnehmer, fünf Unternehmensvertreter (Dr. Nico Rose, Director Corporate Management Development, Bertelsmann AG; Dr. Thomas P.J. Feinen, Geschäftsführer pubbles GmbH & Co. KG; Christian Damke, Geschäftsführer Skoobe GmbH; Matthias Aichele, Director Business Development, Verlagsgruppe Random House; Johanna Scheffer, Projektmanagerin Employer Branding, medienfabrik Gütersloh GmbH)

Was genau ist ein E-Book?
Die Beliebtheit des E-Books steigt, gleichzeitig tauchen aber auch viele Fragen auf. Was genau ist ein E-Book? Was sind die Ziele von digitalisierter Literatur? Und welche Verbesserungen müssen kommen, damit das E-Book noch mehr genutzt wird?

Literatur nicht nur auf Papier
Diese Fragen bewegten mich dazu, nach München zum E-Book Day zu fahren. Als Germanistikstudentin wollte ich mehr als nur Literatur auf Papier kennenlernen. Denn mein Studium konzentrierte sich bisher hauptsächlich auf Printbücher. Ich möchte in meinem Berufsfeld aber auch über die Innovationen des 21. Jahrhunderts informiert sein. Beim E-Book Day konnte ich genau das kennenlernen und Kontakte knüpfen. Dafür lohnte sich sogar die lange Fahrt von Frankfurt am Main nach München.

HilkeHilke-Gesa (21) studiert Germanistik in Frankfurt am Main. In ihrem Studium beschäftigte sie sich bisher hauptsächlich mit klassischer Literatur auf Papier. Beim E-Book Day lernte sie die Vorteile der digitalen Version kennen.

Digital bei Random House unterwegs
Neue Technik macht's möglich: Dank Smartphone und integriertem Navigationssystem erreichte ich am Vormittag Random House. Da ich bereits um halb sechs in der Frankfurter Kälte aufgebrochen war, freute ich mich über Sonnenschein in München. Nun konnte es losgehen: Wir waren eine angenehme, konstruktive und produktive Gruppe an einem der runden Tische, die man von wichtigen Konferenzen aus dem Fernsehen kennt. Bei der Begrüßung von Dr. Nico Rose und nach einem einleitenden Video über Bertelsmann wurde uns direkt das Du angeboten – eine sympathische Geste. Der erste Stein war ins Rollen gebracht und der E-Book Day konnte starten.

E-Books wohin das Auge reicht
Am Vormittag gab es Vorträge der Unternehmensvertreter. Wir lernten die Unternehmensstrukturen von Bertelsmann kennen, die Internetplattformen "Skoobe" und "pubbles" und schließlich Random House. Wir staunten nicht schlecht, was alles mit E-Books möglich ist und welche Konzepte die einzelnen Onlineportale verfolgen. Die Idee von pubbles, einen "E-Kiosk" zu etablieren und Lesern sowohl E-Books als auch E-Magazine anzubieten, überzeugte uns und machte neugierig. Auch Skoobe weckte unser Interesse, immerhin stehen dort Leseproben zur Verfügung, die ohne jeden Download gelesen werden können. Eine gute Möglichkeit für Leser, online in Romane hinein zu schnuppern!

Leseratten und Regalsteller
Während der Vorträge liefen uns  "ausleihende Leseratten und Regalsteller" (Formen von Buch- und Lesetypen) über den Weg und wir stellten uns schließlich die Frage: Wie muss ein E-Book aussehen, und was wollen wir mit digitaler Literatur erreichen? Besonders Christian Damke von "Skoobe" sprach die Beschaffenheit eines E-Books an: Von wechselbarer Schriftgröße über unterschiedliche Endgeräte. Gelungene Umblätter-Animationen sollen das E-Book-Lesen außerdem zum Genuss machen und dem Leser ein vertrautes Gefühl geben.

Erfahrungen statt knallhartes Studium
Während des Mittagessens hatten wir die Möglichkeit, die Unternehmensvertreter näher kennenzulernen. Bei bayrischen Köstlichkeiten ging es weiter um digitale Literatur. Wir tauschten Erfahrungen aus und waren uns schnell einig, dass das E-Book seine Anerkennung auf dem Buchmarkt erhalten wird. Die Gespräche drehten sich auch um Karriere-Einstiege bei Bertelsmann. Hier konnten uns die Unternehmensvertreter beruhigen: Nicht die Schnelligkeit eines Studenten zählt, sondern die Qualifikation. Auslandssemester und Berufserfahrungen sind mehr wert als ein knallhartes Studium in möglichst geringer Semesteranzahl. Gestärkt und motiviert kehrten wir zurück in den Konferenzraum, um am Nachmittag die gelernte Theorie in die Praxis umzusetzen.

Online und Social Web sind hoch im Kurs
Wir bekamen die Aufgabe, ein Vermarktungskonzept für zwei E-Originals des Genres "politisches Essay" zu entwickeln. E-Originals sind E-Books, die nur in digitaler Form publiziert werden. In den knappen anderthalb Stunden Bearbeitungszeit feilten alle Gruppen an ihrem perfekten Konzept. Unsere Gruppe versuchte, über die Zielgruppenanalyse ein Marketingkonzept aufzubauen. Schnell waren einige Seiten Flipchart beschrieben und in Gedanken Newsletter und soziale Netzwerke befüllt. Bei der Präsentationen der einzelnen Gruppen stellte sich schnell heraus: Social Media und Onlinemarketing stehen hoch im Kurs!

Innovative Ideen und kritische Rückfragen
Fast jede Gruppe plante interaktive Veranstaltungen, beispielsweise Livestream-Lesungen mit Diskussionsrunden auf sozialen Netzwerken, Fanpages und Websiten. Die einzelnen Strategien erschienen uns am Ende zum Greifen nah — aber natürlich nicht ohne kritische Rückfragen. Wie sollen Newsletter, Fanpages, Adwords und Lesungen mit einem geringen Budget finanziert werden? Kreative Antworten der Teilnehmer rundeten den E-Book Day ab.

Fazit: Es hat sich gelohnt!
Für mich war der E-Book Day ein gelungener Tag. Wir sahen Seiten der digitalen Literatur, die einigen Teilnehmern noch neu waren. Gerade ich als Germanistikstudentin beschäftige mich eigentlich nur nebensächlich mit Marketing und konnte viel dazulernen. Die Vertreter von Bertelsmann füllten geschickt Theorie mit interessanten Inhalten — kurz und präzise. Es wurden alle Fragen beantwortet und auch Probleme des noch jungen E-Book-Markts aufgezeigt.

Mein Fazit: Es hat sich gelohnt! Die Möglichkeiten, die wir mit digitaler Literatur haben, sind noch lange nicht ausgeschöpft. Aber wir sind uns alle einig, dass sie spannend sein und viel Neues bringen werden.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Bertelsmann): Karrieretipps zum Frühstück

Dienstag, den 3. Mai 2011
Erfahrungs- bericht

Gratis-Häppchen abgreifen und dafür Werbebroschüren in die Hand gedrückt bekommen: Dieses Szenario kennt man von vielen Unternehmensvorstellungen. Beim Power Breakfast mit Bertelsmann wurde Laura jedoch positiv überrascht. Von drei Bertelsmann-Führungskräften lernte sie, wie man als Frau ganz nach oben kommt, und dass der Lebenslauf dafür nicht immer geradlinig sein muss.

Titel der Veranstaltung
Power Breakfast mit der Bertelsmann AG

Datum und Ort
11. April in Köln

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
14 Teilnehmerinnen und drei Führungskräfte von Bertelsmann

Keine Bilderbuchkarriere erforderlich
Wie unterschiedlich Karrierewege in der Medienbranche aussehen können, demonstrierten die Bertelsmann-Referentinnen bereits eindrücklich in der Vorstellungsrunde. Mit ihren unterschiedlichen und teils ungewöhnlichen Lebenswegen zeigten die Damen, dass es bei Bertelsmann nicht den einen besten Karriere-Einstieg gibt. So erfuhren wir, dass – entgegen dem gängigen Klischee – Lebensläufe nicht immer völlig stringent sein müssen. Gerade Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen beweisen Flexibilität und Kampfgeist und gehören damit zu den Führungsqualitäten bei Bertelsmann.

e-fellow XYe-fellows.net-Stipendiatin Laura (26) arbeitet und promoviert am Lehrstuhl "Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Medienmanagement" an der Universität Siegen. Beim Power Breakfast von Bertelsmann erfuhr sie, warum gerade Erfahrung in unterschiedlichen Branchen Führungsqualität beweist.

Weiblichkeit und Karriere – ein Gegensatz?
Dann wurde die Diskussionsrunde eröffnet. Neben allgemeinen Fragen zur Karriereplanung wurden vor allem frauenspezifische Fragen gestellt: Welchen Herausforderungen müssen sich weibliche Führungskräfte in der männerdominierten Wirtschaft stellen? Wie lassen sich Mutterschaft und Karriere vereinbaren? Auch hier überzeugten die Unternehmensvertreterinnen mit Authentizität. Ohne Beschönigungen berichteten sie, was sie persönlich erreicht haben, und welche Abstriche sie machen mussten im Balanceakt zwischen Weiblichkeit und Profession.

Außerdem gaben uns die Referentinnen wertvolle Tipps für weibliche Führungskräfte mit auf den Weg: Weibliche Kernkompetenzen wie Netzwerken und Kommunizieren kann und sollte man – gewissermaßen als Wettbewerbsvorteil – auf jeden Fall für sich nutzen.

Kontakt zu Bertelsmann aufnehmen? In der Bertelsmann-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Bertelsmann kontaktieren.

Nicht nur wegen der Häppchen zu empfehlen
Mit Croissants geködert und dann mit Werbebroschüren abgespeist – dieses Szenario kennt man von vielen Unternehmensvorstellungen. Das Power Breakfast bei Bertelsmann hatte mit solchen Events nichts gemeinsam – im Gegenteil: Die Veranstaltung glänzte mit interessanten Referentinnen, die erfrischend authentisch und bodenständig geblieben sind. All jenen, die die vielseitigen Persönlichkeiten eines Medienkonzerns kennenlernen und gleichzeitig Karrieretipps aus erster Hand bekommen möchten, empfehle ich den Besuch eines Power Breakfasts bei Bertelsmann. Ich persönlich werde das Event in guter Erinnerung behalten – sowohl die Referentinnen als auch die Häppchen.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Praktikum bei Bertelsmann): Die Rückkehr zu den Bertelsmännern

Donnerstag, den 31. März 2011
Erfahrungs- bericht

Ein Praktikum war Anne nicht genug – nach ihrer Zeit als Praktikantin in der Zentralen Ausbildungsabteilung wollte sie unbedingt noch eins bei Bertelsmann machen. Dabei ist sie dem Personalwesen treu geblieben – und fühlt sich bei den Bertelsmännern und -frauen gut integriert.

Als Praktikantin im Bereich Recruiting Services würde ich euch gerne von meinen Eindrücken bei Bertelsmann erzählen. Nach Abschluss einer kaufmännischen Ausbildung und meines wirtschaftswissenschaftlichen Studiums "International Business Studies" in Paderborn habe ich mich im letzten Sommer als Praktikantin bei Bertelsmann beworben. Dadurch, dass ich bereits 2009 ein erstes Praktikum in der Zentralen Personalabteilung der Bertelsmann AG absolviert hatte, bestanden bereits erste Kontakte zu Bertelsmännern und -frauen :-) , die ich natürlich nutzte, um auch ein zweites Mal im Konzern tätig zu werden.

Anne hat zwei Praktika bei Bertelsmann absolviert [Bildquelle: Bertelsmann]Anne (25) hat International Business Studies in Paderborn studiert. Das erste Praktikum bei Bertelsmann hat ihr so gut gefallen, dass sie wiederkam für ein Praktikum im Recruiting Service.

Das erste Praktikum habe ich direkt im Hauptsitz, im Corporate Center der Bertelsmann AG und dort innerhalb der Zentralen Ausbildungsabteilung absolviert. Mit fünf weiteren Kollegen (Azubis, Bachelorstudenten und Praktikanten) war ich für das Auswahlverfahren der kaufmännischen und gewerblichen Auszubildenden für das Jahr 2010 zuständig. Das Praktikum lief ungefähr drei Monate und hat mir super gut gefallen!

Unser Team hatte eine hohe Handlungs- und Entscheidungsfreiheit. Wir haben unter anderem gemeinsam das Bewerbermanagement übernommen, die Auswahltage (Assessment-Center) für die angehenden Azubis der Bertelsmann AG organisiert und durchgeführt und haben den Auswahlprozess von Anfang bis Ende miterlebt. Das war eine super Erfahrung!

Für mich persönlich habe ich aber schon damals die Entscheidung getroffen, dass drei Monate viel zu schnell verfliegen. Daher entschloss ich mich, mein zweites Praktikum für sechs Monate anzugehen.

Unterstützung für das Bewerbermanagement
Die Arbeit im Bereich Recruiting Services ist sehr abwechslungsreich. Ich unterstütze das Team Bewerbermanagement im operativen Tagesgeschäft und übernehme unter anderem die Eingabe und Pflege von Bewerberdaten, die Vorselektion von Bewerbungen und die Koordination von telefonischen und persönlichen Interview-Gesprächen.

Die Arbeit gefällt mir sehr gut, ich habe ein tolles Team um mich herum und kann zeigen, was in mir steckt!

Mehr als "nur" Praktikantin
Das Tolle bei Bertelsmann ist meiner Meinung nach, dass man hier schon ab dem ersten Arbeitstag verantwortungsvolle und anspruchsvolle Tätigkeiten übernehmen darf, obwohl man "nur" Praktikantin ist! Ich wurde sehr nett aufgenommen und sehr schnell in das bestehende Team integriert, egal ob es die Einladung zum Geburtstags- oder Abschiedskuchen war oder auch zur Weihnachtsfeier: Teamarbeit und ein gutes Arbeitsklima werden hier groß geschrieben! Und so macht das Arbeiten Spaß!

Falls ihr also überlegt, euch bei der Bertelsmann AG zu bewerben: Ich kann es nur empfehlen! Und wer weiß, vielleicht sieht man sich dann schon bald beim Praktikantenlunch. :-)

PS: Anne hat den Erfahrungsbericht vor einem Monat geschrieben. Inzwischen ist sie von Bertelsmann übernommen worden und arbeitet bei embrace Recruiting Services.

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
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Erfahrungsbericht (Bertelsmann): Mit Neonfarben zum Mobile Marketing

Dienstag, den 11. Januar 2011
Erfahrungs- bericht

Marnies Bewerbung strotzte nur so vor Neonfarben – genau die richtige Strategie, um eine Einladung zum Bertelsmann Mobile Marketing Day zu ergattern. Mit Ballerinas an den Füßen landete die Wahl-Spanierin im Münchener Winterchaos und erlebte eine spannende Veranstaltung eines Unternehmens, das so gar nicht dem Klischee von "Muttis Buchclub" entspricht.

Titel der Veranstaltung
Create Your Own Career: Bertelsmann Mobile Marketing Day

Datum und Ort
10. Dezember 2010, Random House, München

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
20 Teilnehmer, sieben Unternehmensvertreter (Christian Damke – Geschäftsführer Premium Vertriebs GmbH; Andreas Hofmann – Bereichsleiter Multichannel-Vermarktung, AZ Direct GmbH; Katrin Schmeling – Junior Kampagnen-Manager, arvato online services GmbH; Anke Birkenhake – Personalreferentin Marketing & Data Services, arvato online services GmbH; Henrik Matthies – Head of Sales & Business Development, CRM & Loyalty Solutions, arvato services GmbH; Judith Charles – HR/Employer Branding, Bertelsmann AG; Johanna Scheffer – HR/ Employer Branding, Bertelsmann AG) und Julia Vorsamer von e-fellows.net

Mobil gemacht
Zum Bertelsmann Mobile Marketing Day (MMD) fuhr ich aus zwei Gründen: Zum einen stehe ich kurz vor Abschluss meines Master-Studiums in Spanien und werde anschließend mit hoher Wahrscheinlichkeit auf selbstständiger Basis in Spanien tätig sein. Dort läuft alles noch eine Spur langsamer. Deshalb sichern mir neue Einblicke in den Mobile-Markt unheimliche Wettbewerbsvorteile. Zum anderen lehne ich die Einladung eines solch renommierten Unternehmens wie Bertelsmann zu einem so begehrten Event natürlich nicht ab. Also buchte ich, sobald die Bestätigung von e-fellows.net kam, ein Ticket von Valencia nach Memmingen und lernte dadurch als Nordlicht auch einmal den Süden Deutschlands kennen.

Marnie e-fellow Marnie (25) macht gerade ihren Master in Innovationsmanagement an der Universität von Valencia. Ihre unkonventionelle Bewerbung für den Bertelsmann Mobile Marketing Day erregte Aufmerksamkeit und so wurde sie am 10. Dezember zu dem Event nach München eingeladen. Die Chance, sich durch neue Einblicke in die Welt des Mobile Marketing Wettbewerbsvorteile auf dem spanischen Markt zu sichern, ließ sich Marnie nicht entgehen.

Ziel: Random House, München
Obwohl ich mich extra eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung auf den Weg gemacht hatte, schaffte ich es trotzdem, im weißen Winter-Wirrwarr zu spät zum Mobile Marketing Day bei Random House einzutrudeln. Dummerweise hatte ich auch noch Ballerinas an. Die waren nun völlig durchnässt und meine Haare hatten teilweise schon Eiszapfenform angenommen. Glücklicherweise waren auch ein paar andere Teilnehmer nicht viel pünktlicher, und trafen ebenfalls ziemlich verschneit in letzter Minute ein.

Die Gruppe war klein und aufgeweckt und die meisten Teilnehmer saßen schon an der langen gedeckten Tafelrunde. Hier und da wurde gegrübelt, was Bertelsmann mit der Veranstaltung bezweckte und was uns genau bevorstünde. Doch sehr schnell wurde klar, dass die Bertelsmänner den MMD wirklich nicht als getarntes Assessment Center ausrichteten und so entspannten sich auch die letzten nervösen Gesichter. Bald herrschte ein nettes Klima in der gemütlichen Runde von 20 Studenten und sieben Bertelsmann- und arvato-Mitarbeitern. Zusätzlich war auch Julia Vorsamer von e-fellows.net dabei.

Viel mehr als nur Bücher
In der ersten Seminarhälfte wurden die Unternehmensstrukturen von Bertelsmann, arvato und Random House knapp für uns zusammengefasst und Zusammenhänge zwischen den Firmen sowie Tätigkeitsbereiche erklärt. Es gab viele "Ah"- und "Oh"-Effekte im Publikum, da wir uns die Aufgaben des Unternehmens Bertelsmann – das man als globalen Verlag kennt, nicht aber als internationalen Medien- und Dienstleistungskonzern – nicht so umfassend und weitreichend vorgestellt hatten. Wer hätte denn vermutet, dass seine Google AdSense- oder Luftmeilen-Abrechnung über Bertelsmann läuft?

Ziemlich zügig kamen wir zum eigentlichen Thema der Veranstaltung, dem Mobile Marketing. Laut Marktanalysen wird sich dieser Kanal schneller entwickeln, als man eine App herunterladen kann. In spätestens drei Jahren ist mehr als ein Drittel aller Deutschen mit einem Smartphone ausgerüstet, um für jeden "Pipapo" mobil aufs Netz zuzugreifen, so die Prognose. Auch in Entwicklungsländern wäre dies früher oder später abzusehen.

Einige Teilnehmer sind sich dieser Entwicklung bereits bewusst und programmieren schon fleißig, wie ich in Pausengesprächen herausfand. Auch die Anwendungsbeispiele, die Katrin von arvato vortrug, wurden schnell ergänzt und neu definiert. Bisher noch ohne Smartphone, fühlte ich mich hier als Laie und sog deshalb alles auf, was ich mitnehmen konnte. Spanien liegt leider immer noch weit hinten in den Statistiken, doch das birgt natürlich auch seine Chancen – zum Beispiel für mich.

Lunch mit den Bertelsmännern und e-fellows.net
Beim Lunch hatten wir die Möglichkeit, uns zu den Bertelsmännern und -frauen zu gesellen und uns über Einstiegsmöglichkeiten zu informieren. "Du warst doch die mit dem schrägen Lebenslauf", sprach mich Andreas Hofmann an. Von ihm bekam ich nun auch eine Erklärung, warum ausgerechnet ich am MMD teilnehmen durfte. Um mal etwas Neues auszuprobieren, hatte ich nämlich einen CV eingesandt, der nur so vor Neonfarben strotzte. Eigentlich hätte ich einen Warnhinweis "Augenkrebsgefahr" außen anbringen müssen. Doch scheinbar war dies die richtige Bewerbungstaktik gewesen.

Da auch Julia Vorsamer mit uns zu Mittag aß, nutzte ich die Gelegenheit, bei ihr nachzuhaken, welche Vorlieben Personaler eigentlich haben. Sie bestätigte meine Vermutung, dass meine Strategie zwar diesmal geklappt hatte, weil sie themengerecht angelegt war, aber nicht unbedingt immer erfolgversprechend sein müsse.

Offene Brieftaschen kommen bestimmt
Nach dem Mittagsessen gab es einen weiteren Vortrag zur Zukunft der "Mobile Coupons". Der Kunde kann damit beim Einkauf auf eine Riesenmenge an Rabatten verschiedener Handelsmarken zugreifen, die er direkt auf sein Handy gesendet bekommt. Der Fokus des Vortrags lag auf der Frage, wie dies seitens der Firmen ermöglicht werden kann. Damit beschäftigt sich bei Bertelsmann ein neues firmenübergreifendes Projekt: "Arcado Open Wallet".

In anschließenden Fallstudien sollten wir das Einbetten von "Mobile Couponing" in Multichannel-Strategien selbst erarbeiten. Dazu gab es drei Team-Aufgaben zur freien Auswahl, bei denen für jeden etwas dabei war.

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Fallstudien nach Wahl
Eine eher praktische Frage befasste sich mit Ideen zur Incentivierung (Be- oder Entlohnung für Kunden, Mitarbeiter oder Geschäftspartner, die bei Erfüllung einer vorher definierten Vorgabe ausgehändigt wird) von Kunden: Wie bringe ich möglichst viele Menschen dazu, "Mobile Coupons" zu nutzen und Daten von sich preiszugeben, die dann weiterverwendet werden können und somit in neue Marketing Strategien einfließen?

Die beiden anderen Fälle beinhalteten abstraktere Aufgaben. Man konnte wählen zwischen der Aufstellung eines Konzeptes zur Gewinnung von Neukunden über multiple Marketingkanäle oder der Formulierung eines Service Portfolios zur Integrierung der "Mobile Coupons" in die Wertschöpfungskette des Unternehmens.

Nach einer knappen Stunde Gruppendiskussionen wurden die Ergebnisse der einzelnen Teams an Flipcharts vorgestellt. Anschließend fand noch eine allgemeine Feedbackrunde statt und dann machten sich langsam alle auf den Heimweg.

Fazit
Ich empfand die Veranstaltung als spannend und sehr gelungen. Alle Vortragenden stellten ihre Themen sehr praxisnah dar, Firmengeschichte und -philosophie wurden kurz und knapp gehalten, wie ich es mir zu Studienzeiten so manches Mal in meinen Vorlesungen gewünscht hätte … Vielleicht möchten die Mitarbeiter von Bertelsmann ja mal in die Dozentenrolle schlüpfen?

Bertelsmann ist kein steifes und konservatives Unternehmen, wie man im Hinblick auf das Klischee von "Muttis Buchclub" meinen könnte. Der Konzern ist jung, natürlich und dynamisch. Auch die Teilnehmer waren thematisch wirklich auf Zack, so kam ein interessanter Austausch zustande. Dass es um mehr als nur Bücher gehen würde, ahnte ich vorab, aber die globalen Ausmaße der Tätigkeiten des Konzerns plus seiner Töchterunternehmen wie arvato, lassen die Reichweite und Einflüsse des Netzwerks nur ansatzweise vermuten.

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
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Erfahrungsbericht (e-fellows.net Law Students' Day): Recht verbindet

Mittwoch, den 8. Dezember 2010
Erfahrungs- bericht

Was will ich nach dem Ersten Staatsexamen machen? – Viele Jura-Studenten lassen diese Frage während ihres Studiums lange Zeit offen. Dabei lohnt es sich, frühzeitig Einblicke in die Berufswelt zu gewinnen. e-fellows.net-Stipendiat Georg war auf dem e-fellows.net Law Students' Day in Köln. Im persönlichen Gespräch mit einem Vertreter von Freshfields Bruckhaus Deringer wurde er für das Kartellrecht begeistert.

Georg e-fellows.net-Stipendiat Georg (18) studiert seit Oktober 2010 Rechtswissenschaften und Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln. Davor studierte er bereits zwei Jahre parallel zur Schule Jura. Er nutzte den e-fellows.net Law Students' Day, um Vertreter aus drei möglichen späteren Arbeitsfeldern an nur einem Nachmittag kennenzulernen: Kanzlei, Staat und Unternehmen.

Titel der Veranstaltung
e-fellows.net Law Students' Day

Datum und Ort
19. November 2010 im Park Inn Hotel, Köln

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
34 Teilnehmer, Unternehmensvertreter von Clifford Chance, Freshfields Bruckhaus Deringer und Hengeler Mueller, Vertreter des Bundesministeriums der Justiz (BMJ) sowie der Bertelsmann AG

Warum ich teilgenommen habe
Selbstverständlich kennt ein Jura-Student die vielfältigen Berufsmöglichkeiten der Rechtswissenschaften – und natürlich hat er auch die Namen der führenden Londoner Kanzleien, des sogenannten "Magic Circle", schon einmal gehört. In der Regel fehlt aber der direkte Draht zur Berufswelt, um Fragen zu stellen und sich an fachspezifischer "Konjunktur" zu orientieren. Der Law Students' Day von e-fellows.net bot mir die Gelegenheit, diese Lücke zu schließen.

Kontakt zu den Wirtschaftskanzleien aufnehmen?
In den Gruppen von Clifford Chance, Freshfields Bruckhaus Deringer und Hengeler Mueller Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Clifford Chance, Freshfields Bruckhaus Deringer oder Hengeler Mueller kontaktieren.

Das Erste Staatsexamen – was kommt danach?
Das Programm des Law Students' Day bestand aus vier Teilen: 1. Vorträge zu Referendariat, Promotion und LL.M., 2. Vorstellungsrunden der drei Wirtschaftskanzleien, 3. Vortrag zum "Arbeitgeber Staat" und 4. Vortrag eines nichtjuristischen Unternehmens. Dazwischen fanden halbstündige Einzelgespräche zwischen den Stipendiaten und den Unternehmensvertretern statt.

Den Auftakt machten Vertreter von Clifford Chance, Freshfields Bruckhaus Deringer und Hengeler Mueller. Aus eigener Erfahrung berichteten sie über den Weg nach dem Ersten Staatsexamen. Mein persönliches Resultat der Vorträge war, dass der beste Zeitpunkt für eine Promotion nach dem Ersten Staatsexamen ist. Von Vorteil ist, wenn man parallel den Bezug erhält zum praktischen Rechtsleben durch die wissenschaftliche Mitarbeit in einer Sozietät. Gut vorstellen könnte ich mir auch, einen Master Legum (LL.M.) im anglo-amerikanischen Raum zu absolvieren.

Juristische Betätigungsfelder
Im zweiten Teil der Veranstaltung wurden verschiedene juristische Betätigungsfelder vorgestellt. Vertreter der oben genannten Kanzleien berichteten über ihren Berufseinstieg, ihren Arbeitsalltag sowie Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten in einer Großkanzlei. Dabei wurde mein Eindruck bestätigt, dass Kanzleien aufgrund ihrer "client orientation" auch intern der sozialen Komponente großen Wert beimessen.

Es folgten Vorträge zur juristischen Betätigung in den klassischen Berufen Staatsanwalt, Richter und Notar sowie zur Arbeit in einem Unternehmen.

Persönliches Gespräch
Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete für mich ein persönliches Beratungsgespräch mit Dr. Fabian Dietrich, Principal Associate bei Freshfields Bruckhaus Deringer. Schon in Vorbereitung auf die Veranstaltung hatte ich gehofft, einen Termin mit dieser Kanzlei zu erhalten, die mich bei e-fellows.net mit einem Mentor unterstützt.

Dr. Dietrich hatte bereits meinen e-fellows.net-Lebenslauf vorliegen und konnte mich gezielt beraten. Mein Plan, im nächsten Jahr ein Praktikum bei Freshfields Bruckhaus Deringer in Köln zu absolvieren, wurde durch das Gespräch nur noch gefestigt. Das sympathische und interessierte Auftreten des Associates erlaubte mir Rückschlüsse auf das Arbeitsklima in einer Wirtschaftskanzlei und Dr. Dietrich konnte mich für das Kartellrecht begeistern.

Fazit
Der Law Students' Day fand in sehr angenehmer und persönlicher Atmosphäre in einem geschmackvollen Hotel statt. Gespräche mit den anderen e-fellows.net-Stipendiaten in den Pausen und beim Stehempfang bereicherten die Veranstaltung. Die Referenten standen auch nach den Vorträgen für Fragen zur Verfügung und konnten stets individuelle und praktische Tipps geben.

Ich würde den e-fellows.net Law Students' Day jederzeit wieder besuchen und kann jedem fortgeschrittenen Jura-Studenten nur empfehlen, sich für diese Veranstaltung zu bewerben – möglichst frühzeitig. Von den gewonnenen Erkenntnissen werde ich nicht nur während meines Studiums, sondern ein Leben lang profitieren.

Herzlichen Dank an das Team von e-fellows.net für die Organisation!

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
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Erfahrungsbericht (Bertelsmann): E-Buch auf Amerikanisch

Dienstag, den 30. November 2010
Erfahrungs- bericht

In New York war e-fellow Eva zwar schon öfter, im Random House Building aber noch nie. Zum Glück gehörte sie zum Gewinnerteam des Events "Talent Meets Bertelsmann". So reiste sie in die Stadt, die niemals schläft, um den weltgrößten Publikumsverlag kennenzulernen. Geschlafen hat sie tatsächlich wenig, dafür umso mehr gelernt. Zum Beispiel, wie ein E-Book die Suche nach einem Restaurant erleichtert.

Titel der Veranstaltung
Bertelsmann Strategieworkshop

Datum und Ort
29. bis 30. Oktober im Random House Building in New York City, USA

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
Zehn Studenten aus Deutschland und China, Führungskräfte von Random House und Bertelsmann

Eva e-fellow Eva (20) studiert Communication und Cultural Management in Friedrichshafen. Als Mitglied des Gewinnerteams von "Talent Meets Bertelsmann" flog sie nach New York. Dort präsentierte sie den Mitarbeitern von Random House ihre Ideen für einen interaktiven Reiseführer.

Karriere-Ausblicke
Der Ausblick ist beeindruckend vom 14. Stock des Random House Buildings in New York. Hier findet der zweitägige Strategieworkshop statt, zu dem Bertelsmann das Gewinnerteam von "Talent Meets Bertelsmann" eingeladen hat. Zehn Studenten aus Deutschland und China sind gekommen, um das Unternehmen und natürlich die Stadt näher kennenzulernen.

Von Gütersloh nach Manhattan
Den Auftakt macht am Morgen des 29. Oktober Martin Guersoy. Der Deutsche ist Leiter von Business Development & Sales bei Arvato Systems North America, einem Teil der Dienstleistungssparte von Bertelsmann. Er gibt uns einen Überblick über seine Firma und erzählt, welche Herausforderungen und Trends ihn aktuell beschäftigen. Arvato bietet komplette Dienstleistungen an – von technischen Lösungen über Lagerung und Versand bis hin zum Call-Center. "Da sind die Luxusmarken spät dran", sagt Guersoy. "Vor allem in der Mode sehen wir große Wachstumschancen."

Besonders spannend ist auch sein persönlicher Karriereweg, der ihn immer wieder zwischen Gütersloh und internationalen Stationen wechseln ließ und schließlich nach Manhattan führte. "Dieser Weg war aber nicht immer leicht", sagt Guersoy. Zum Schluss gibt er uns noch Tipps für den Fall, dass wir auch einmal eine Idee vor Bertelsmann-Vorstand Hartmut Ostrowski pitchen dürfen.

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Random House im Umbruch
Anschließend lernen wir Führungskräfte von Random House kennen, der größten Publikumsverlagsgruppe der Welt. Milena Alberti-Pérez ist zuständig für Mergers & Acquisitions und klärt uns über die Positionierung der Verlagsgruppe auf: Es geht vor allem darum, wie Random House künftig über neue (digitale) Formate möglichst viele Leser erreicht. Milena Alberti-Pérez argumentiert dabei sogar mit vertraulichen Zahlen und Analysen.

Ins Detail gehen wir dann mit Madeline McIntosh, President Sales, Operations & Digital bei Random House. Sie weiß wirklich alles über E-Books und erklärt, wo sich die Digitalisierung von Literatur und Musik unterscheiden und was das für die Zukunft ihres Unternehmens bedeutet: weg vom traditionellen Buchverlag, hin zur "Content Company". Es geht um Inhalte, und die müssen nicht mehr zwischen zwei Buchdeckel gepresst sein, damit Random House sie erfolgreich vermarkten kann. Genau das soll auch Thema unserer Gruppenarbeit sein.

"Was meint ihr – investieren oder nicht?"
Doch vorher lernen wir mit Urs Cete noch einen weiteren Deutschen kennen, der den Sprung vom Bertelsmann-Hauptsitz Gütersloh nach New York geschafft hat. Cete arbeitet bei Bertelsmann Digital Media Investments (BDMI). Diese noch recht junge Tochterfirma investiert in jede Art von jungen Medienunternehmen – solange sie sich irgendwie mit einer der bestehenden Sparten von Bertelsmann verbinden lassen. Das muss allerdings nicht bedeuten, dass jede Firma nach ein paar Jahren übernommen wird. "Oft verkaufen wir nach fünf, sechs Jahren wieder", sagt Cete.

Er erklärt uns, was ein Unternehmen mitbringen muss, damit er und seine Kollegen sich für eine Investition (die immer mindestens im siebenstelligen Bereich liegt) entscheiden: "Tolle Teams sind wichtiger als tolle Ideen." Eine Idee kann noch so neu und vielversprechend sein – wenn die, die sie hatten, nicht gut zusammenarbeiten, ist alles für die Katz. Zum Schluss zeigt Cete uns noch einen aktuellen "Investitionskandidaten" und fragt, was wir mit diesem Projekt machen würden: investieren oder nicht? Wir können uns zwar nicht ganz festlegen, aber aus der Diskussion, sagt Cete, nehme er einige neue Gedanken mit, die er den Gründern unbedingt mitteilen müsse.

Präsentation trotz Party
Nach einem Mittagessen in der Kantine von Random House beginnen wir mit der Arbeit an unserer Präsentation für den nächsten Tag. Wir wollen Konzepte für ein interaktives E-Book entwerfen und nehmen beispielhaft dafür drei Bereiche, in denen Random House besonders stark ist: Romane, Kochbücher und Reiseführer. Welchen Mehrwert könnte man innerhalb eines E-Books generieren?

Außerdem wollen wir der Verlagsgruppe ein neues Geschäftsfeld vorschlagen, das mit dem E-Book-Trend womöglich völlig neu aufgerollt werden könnte, nämlich Schul- und Studienliteratur. Wie praktisch wäre es, wenn die Schüler nicht mehr fünf schwere Wälzer mit sich herumtragen müssten, sondern nur noch einen E-Reader, der noch dazu nützliche Zusatzfunktionen böte?

Am Abend lädt uns Miodrag Perin, Vice President HR Services, zusammen mit seinen deutschen und amerikanischen Kollegen in seine Stammbar ein. In der "Fat Black Pusscat" gibt es typisch amerikanisches Fingerfood und grandiose Live-Musik. So landen am Ende alle auf der Tanzfläche, anstatt die Nacht durchzuarbeiten.

Mit dem E-Book essen gehen
Dennoch gelingt uns am nächsten Morgen eine einigermaßen runde Präsentation. Wir stellen den Reiseführer vor, der Landkarten und Restaurantbewertungssysteme beinhaltet, und ein interaktives Schulbuch mit Vokabeltrainer und Übungsaufgaben. Danach gibt es ein ausführliches Feedback von den Bertelsmann-Mitarbeitern. Sie können auch einschätzen, wie realistisch unsere Vorschläge sind – sehr realistisch, wie sich herausstellt. Miodrag Perin wundert sich gar, dass wir nicht noch viel weiter gegangen sind: "Warum kann ich den Tisch im Restaurant nicht auch gleich aus dem E-Book heraus buchen?"

Geschäftlich in New York – gerne wieder!
Die zwei Tage bei Bertelsmann in New York waren für mich voller neuer, spannender Eindrücke, die ich auch zurück in Deutschland noch nicht vollständig verarbeitet habe. Die Mitarbeiter, allen voran Judith Charles aus dem deutschen und Miodrag Perin aus dem amerikanischen Team, schafften eine lockere, freundschaftliche Atmosphäre. Kein Beitrag wurde übergangen, keine Frage war zu blöd – auch nicht vor Madeline McIntosh, die sich am Ende sogar eine halbe Stunde länger Zeit nahm als geplant.

Die Vorträge der Bertelsmann-Mitarbeiter waren mein persönlicher Höhepunkt. Die Mitarbeiter erzählten von ihren verschiedenen Leidenschaften und Karrierewegen und haben sich oft ihren Job einfach selbst geschaffen – genau das möchte ich auch mal erreichen.

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Mentorenprogramm bei Bertelsmann): Unternehmergeist inklusive

Mittwoch, den 10. November 2010
Erfahrungs- bericht

Mein BWL-Studium soll nicht nur  trockene Theorie bleiben, dachte sich e-fellow Frederik. Mit einem Mentor von Bertelsmann an seiner Seite konnte er schon während seines Masterstudiums einige Schritte im Berufsleben wagen. So erfuhr er nicht nur, wie Film-DVDs hergestellt werden, sondern ergatterte auch ein Praktikum in den USA.

"Volltreffer im Mentorenprogramm"
Mit einer E-Mail, die diese Worte in der Betreffzeile hatte, begann vor einem Jahr meine Zeit als Mentee bei der Bertelsmann AG. Nachdem ich auf der e-fellows-Website erfahren hatte, dass Bertelsmann als neuer Partner des Mentorenprogramms zur Verfügung steht, zögerte ich nicht mit meiner Bewerbung als Mentee bei Tim Fudickar. Nach einigen Tagen erhielt ich die Bestätigung, dass meine Bewerbung erfolgreich war und für Anfang November ein Kick-Off-Treffen geplant war.

Frederik Frederik (25) konzentriert sich in seinem BWL-Studium auf Marketing und strategisches Management. Wie sich das in die Praxis umsetzen lässt, erfährt er von seinem Bertelsmann-Mentor. Auch in seinem derzeitigen Auslandssemester in Washington sammelt er handfeste Berufserfahrung – in einem Praktikum bei der Bertelsmann Foundation.

Mehr als der Club
Das Kick-Off-Treffen fand in der Konzernzentrale von Bertelsmann in Gütersloh statt. Dort wurde ich von Jacqueline Albers, der Betreuerin des Mentorenprogramms, empfangen. Zu Beginn der Veranstaltung erfolgte eine kurze Vorstellungsrunde. Sarah Frimmel, Nico Wegmann und Petra Netta waren neben Tim Fudickar die weiteren Mentoren und hatten ebenfalls je einen Mentee.

Wie vielfältig der Bertelsmann-Konzerns ist, wurde in der anschließenden Unternehmensvorstellung klar. Mit einem Portfolio, das die RTL Group, Random House, Gruner + Jahr und die Direct Group umfasst, deckt der Konzern das gesamte Medienspektrum ab. Arvato ergänzt dieses Portfolio als 360°-Dienstleister, der Lösungen aus einer Hand für jegliche Branche anbietet.

Neuland für beide Seiten
Sowohl für Bertelsmann als auch für uns Mentees stellte das Mentorenprogramm eine neue Erfahrung dar. Deshalb diskutierten wir unsere Erwartungen und Ziele gemeinsam mit unserem Mentor während des Kick-Off-Treffens und hielten diese schriftlich fest. Da mein Mentor und ich während des einjährigen Mentorenprogramms in Münster wohnten, verständigten wir uns auf ein Treffen pro Quartal. Wichtig war mir vor allem, den Bertelsmann-Konzern näher kennenzulernen und Ratschläge und Erfahrungen zu erhalten zum weiteren Studienverlauf und zum Berufseinstieg.

Die Umsetzung
Die Treffen mit meinem Mentor verliefen in entspannter Atmosphäre. Doch auch zwischen den Treffen hielten wir Kontakt durch Telefonate oder E-Mails. Hierbei tauschten wir unsere Erfahrungen aus dem Arbeits- beziehungsweise Studentenleben aus und diskutierten über zukünftige Pläne, wie zum Beispiel mein derzeitiges Auslandssemester.

Einblicke in den Bertelsmann-Konzern konnte ich bei einer Führung durch die Produktion von Sonopress (arvato digital services) gewinnen, für die mich mein Mentor angemeldet hatte. Auf dieser Tour konnte ich die Entstehung von CDs, DVDs und Blu-ray-Discs bis zur verkaufsfertigen, eingeschweißten Film-DVD erleben.

Ein tieferes Verständnis von der Unternehmenskultur bekam ich in meinem Praktikum bei arvato direct services im Kundenbeziehungsmanagement. Entrepreneurship wird hierbei ganz im Sinne Reinhard Mohns, dem Nachkriegsgründer des Bertelsmann-Konzerns von jedem einzelnen Mitarbeiter gelebt. Das heißt, es wird viel Wert auf Eigenständigkeit und Eigeninitiative gelegt. Diese Arbeitseinstellung erlebe ich zurzeit auch bei der Bertelsmann Foundation, bei der ich ein Praktikum während meines Auslandssemesters in Washington absolviere.

Die gesammelten Erfahrungen: unbezahlbar
Mein Fazit des Mentorenprogramms ist äußerst positiv. Hinter jedes Ziel kann ich einen Haken setzen, das ich mit meinem Mentor während des Kick-off-Treffens festgelegt habe. Meine Praktika ermöglichten mir sehr interessante Einblicke in ein spannendes Unternehmen. Darüber hinaus war mir die unabhängige, kritische und erfahrene Meinung meines Mentors immer sehr hilfreich.

Jedoch erfordert es auch Eigeninitiative, um die Vorzüge dieses Programms zu erleben. Man sollte zu Beginn eine genaue Vorstellung davon haben, was man sich von dem Programm erhofft. Bei der Umsetzung kann dann der Mentor oft Hilfestellung leisten. Meine Praktika waren nicht Teil des Programms, ich musste mich regulär dafür bewerben. Jedoch hatte ich in meinem Mentor und Frau Albers Ansprechpartner, an die ich meine Bewerbung richten konnte.

Ich blicke somit sehr zufrieden auf das Jahr meiner Menteezeit zurück und betrachte die Bertelsmann AG als äußerst attraktiven potenziellen Arbeitgeber.

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Bertelsmann): Medientrends und Café Moskau

Donnerstag, den 12. August 2010
Erfahrungs- bericht

Am zweiten Tag von Talent meets Bertelsmann wurde es spannend: Anna und ihr Team präsentierten ihre Idee einer E-Book-Flatrate für den französischen Markt vor dem Bertelsmann-Vorstand. Würden sie mit ihrem Konzept den ersten Platz machen und eine Reise nach New York gewinnen?



Titel und Thema
"Talent Meets Bertelsmann" 2010, 175 Jahre Bertelsmann – Eine Zukunftsgeschichte

Zeit und Ort
14.-16. Juli 2010, Hauptstadt-Repräsentanz von Bertelsmann in Berlin

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
53 Teilnehmer sowie drei Mitglieder des Bertelsmann-Vorstands und über 50 Führungskräfte aus den verschiedenen Unternehmensbereichen

Annae-fellow Anna (25), macht ihren Master in internationaler Betriebswirtschaft an der ESCP Europe und durfte zwei Tage lang hinter die Kulissen des Bertelsmann-Konzerns gucken. Dort tüftelte sie nicht nur mit anderen Studenten an Medienkonzepten für die Zukunft, sondern bekam auch einen Einblick in die Philosophie von Bertelsmann.

Den Giganten von innen sehen
Da ich im Herbst mein Studium beenden werde und mich für die Medienbranche interessiere, wollte ich mehr über die Bertelsmann AG als potenziellen Arbeitgeber erfahren. Durch meine Teilnahme an Talent Meets Bertelsmann wollte ich einen Einblick in die Tätigkeitsfelder und die Organisation des Mediengiganten gewinnen.

Zusammen an Konzepten tüfteln
Durch persönliche Gespräche mit Bertelsmann-Mitarbeitern wollte ich die Unternehmenskultur und die Menschen hinter dem Unternehmen kennen lernen. Außerdem hat mich das Thema des Workshops gereizt: die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle für die Medienbranche. Ich hatte mich im Rahmen meiner Masterarbeit schon mit dem "First-Mover Advantage" von Web 2.0.-Geschäftsideen befasst. Darüber wollte ich mich mit anderen interessierten Studenten austauschen.

Talent Meets Bertelsmann Workshop [Quelle: Bertelsmann]
Knobeln bei der Kreativaufgabe
[Quelle: Bertelsmann]

Was bedeutet "Karriere" für mich?
Gleich am ersten Tag von Talent Meets Bertelsmann war nach einer kurzen Begrüßung in der Bertelsmann-Repräsentanz unsere Kreativität gefragt: In sechs Workshopgruppen galt es, einen kurzen Film zum Bertelsmann-Slogan "Create Your Own Career" zu drehen. Auf diese Weise konnten wir nicht nur unsere Gruppe kennenlernen, sondern uns auch gemeinsam Gedanken darüber machen, was Karriere für uns eigentlich bedeutet.

Entspannter Austausch
Beim anschließenden Abendessen auf der Dachterrasse hatten wir in entspannter Atmosphäre die Gelegenheit, uns mit den anderen Teilnehmern sowie den Bertelsmann-Mitarbeitern zu unterhalten. So erfuhr ich von Gero Hesse, Senior Vice President der HR Services, dass Unternehmergeist einer der Kernwerte der Bertelsmann AG ist. Das zeigt sich unter anderem in ihrer dezentralen Organisation, die viel Eigenverantwortung und –initiative von Mitarbeitern und Führungskräften verlangt.

Talent meets Bertelsmann Ostrowski [Quelle: Bertelsmann]
Hartmut Ostrowski
[Quelle: Bertelsmann]

Talent-Management ist Chefsache
Der zweite Tag von Talent Meets Bertelsmann begann mit einer Ansprache von Hartmut Ostrowski, dem Vorstandsvorsitzenden der Bertelsmann AG, der es sich nicht nehmen ließ, persönlich den Startschuss zu den Workshops zu geben. Talent Management ist offenbar Chefsache bei Bertelsmann.


Mehr als nur Bücher
Anschließend begann der Wettbewerb zwischen den sechs Teams um die beste Geschäftsidee. Ich war im Team "Direct Group", das sich mit der Zukunft des Lesens auseinandersetzte. Wir entwarfen eine E-Book-Flatrate für den französischen Markt. Anschließend mussten wir unser Konzept vor den anderen Teilnehmern und den drei Mitgliedern des Bertelsmann-Vorstands präsentieren.

Talent meets Bertelsmann Cafe Moskau [Quelle: Bertelsmann]
Abschlussparty im Café Moskau
[Quelle: Bertelsmann]

Joy Denalane im Café Moskau
Die Preisverleihung fand im Café Moskau statt und wurde von RTL-Moderator Daniel Hartwich geleitet. Den ersten Platz belegte das "RTL"-Team, das sich nun auf eine Reise nach New York freuen darf. Den restlichen Abend konnten wir dann mit weiteren Gesprächen und einem Live-Konzert von Joy Denalane ausklingen lassen. Besonders interessant fand ich, dass Bertelsmann nicht nur ein sehr heterogenes Unternehmen ist, sondern sich die einzelnen Unternehmensbereiche auch durch ihre eigene Unternehmens-Subkultur voneinander unterscheiden.

Fazit: Insider-Wissen und wertvolle Kontakte
Talent Meets Bertelsmann hat meine Erwartungen voll und ganz erfüllt: Ich habe mit Bertelsmann-Mitarbeitern aus allen Unternehmenssparten sprechen können und einiges über aktuelle Medienthemen gelernt. Darüber hinaus hatte ich jede Menge Spaß und werde sicherlich mit vielen Mitarbeitern und Teilnehmern, die ich bei dem Workshop getroffen habe, in Kontakt bleiben. Empfehlen kann ich die Veranstaltung allen, die sich für die Medienbranche interessieren und in einem dynamischen Umfeld arbeiten möchten.

Neugierig?
Hier findest du weitere Infos und die Videos zum Event!

Community & Blog Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Berichte aus den Vorjahren findest du auf der Website in der Rubrik Community & Blog.

Aktiv im Web 2.0: Die Unternehmen öffnen ihre Türen für deine Fragen

Donnerstag, den 5. August 2010
Melanie

"Wir sind da, wo auch unsere Zielgruppe ist." Deswegen tummeln sich viele Unternehmen in Social Networks, twittern und veröffentlichen Videos bei Youtube. Aber was versprechen sie sich davon, und wie soll man sich eigentlich als Student verhalten? Kritische Fragen kannst du stellen – aber viele Studenten und Bewerber stellen gar keine. Dabei ist das Web 2.0 eine Chance für dich, dir genau die Infos zu besorgen, die du brauchst.

Direkt mit den Mitarbeitern und Personalern eines Unternehmens in Verbindung stehen – das war früher nicht leicht. Glück hatte, wer jemanden kannte, der jemanden kannte, den man fragen konnte. Dank interaktivem Netz tummeln sich nun aber einige Unternehmen in der e-fellows.net community, bei Facebook & Co. Sie können so mit der Zielgruppe direkt in Kontakt treten.

Für dich sehr wertvoll: Du bekommst Informationen über das Unternehmen direkt von der Quelle – wie ist die Unternehmenskultur, welches Gehalt kannst du erwarten, welche Aufgaben haben die Mitarbeiter, gibt es Weiterbildung? Das ist ganz klar auch ein Vorteil für Unternehmen, die in der Beliebtheitsskala nicht immer ganz oben auftauchen, wie Sven Kollmenter von der Telekom sagt: "Wir wissen, dass die Telekom noch nicht in allen Zielgruppen ein Top-Image hat. Wir wissen aber auch: Sobald Menschen mit uns in Kontakt treten und uns kennenlernen, finden sie uns richtig gut."

Und was treiben Unternehmen im Internet?
Die Allianz hat beispielsweise "Kai", einen Avatar, der in mehreren Social Networks die Allianz "vertritt". Ihn kannst du direkt zum Unternehmen fragen, zum Beispiel was man dort im Vertrieb macht. Außerdem führt Kai die User auf dem Videoportal www.spannende-jobs.de durch die Allianz-Welt. Bertelsmann pflegt unter anderem seinen eigenen Youtube-Kanal. In diesen Videos berichten auch schon mal Praktikanten, was sie im Konzern machen. Die Telekom twitterte kürzlich live von ihrer Campus-Tour; täglich konnte man mitlesen, an welcher Uni der Bus Halt machte und was vor Ort passierte. Accenture hat bei Xing ein Unternehmensprofil und veröffentlicht dort regelmäßig Updates über Studien, offene Stellen oder Beratungsprojekte. Und wenn du schon immer mal wissen wolltest, wie ein IT-Berater Innovationen auf den Weg bringt, fragst du direkt in der e-fellows.net community nach.

Es gibt keine irrelevanten Fragen
Die Unternehmen sind aktiv, aber wie verhalte ich mich als Student oder Bewerber? Wenn ich zu locker / zu kritisch / zu seriös rüberkomme, bin ich dann disqualifiziert? Nein, sagen unisono die Unternehmen. Die Allianz fordert sogar gezielt kritisches Feedback. "Solche Rückmeldungen von der 'Basis' sind für unsere Arbeit ja ganz entscheidend", sagt Dominik Hahn aus dem Personalmarketing der Allianz. "Im Endeffekt ist das kein großer Unterschied zum Berufsleben. Auch da befindet man sich in einem steten, fachlichen Austausch.

Dass dabei jeder Gesprächspartner freundlich bleibt, ist auch klar. Judith Charles von Bertelsmann ermuntert e-fellows und Facebook-Friends ebenfalls: "Irrelevante Fragen gibt es für uns nicht. Und kritische Fragen legen wir auch nicht negativ aus. Konkrete Fragen zeigen schlussendlich ja, dass sich die Person auch intensiv mit einem Unternehmen befasst."

Dialog, Dialog, Dialog und Offenheit
Kritische Fragen kannst du stellen – aber viele Studenten und Bewerber stellen gar keine. Dabei ist das Web 2.0 eine Chance für dich, dir genau die Infos zu besorgen, die du brauchst. Leider werden viele bei Unternehmen zu passiven Mitlesern. Dabei ist das gar nicht nötig, denn die Unternehmen wünschen sich Kommunikation in beide Richtungen. "Für uns sind Offenheit und ein konstruktiver Dialog sehr wichtig", sagt Sven Kollmenter. "Wir freuen uns über jedes Feedback." Auch Accenture ermuntert dich, deine Interessen offen anzusprechen. Dass du dabei nicht beleidigend wirst, ist ja klar.

Die Allianz hat ebenfalls Erfahrungen mit negativen Fragen: "Es gab ja schon die ein oder andere Situation in der Community, in der wir uns den eher negativen Bewertungen einzelner User gestellt haben", sagt Dominik Hahn. "Wir versuchen immer, objektiv zu bleiben und dazu beizutragen, die Sachlage aufzuklären." Auch Sven Kollmenter von der Telekom ist "froh darüber, wenn kritische Themen mit uns statt über uns diskutiert werden. Denn nur so haben wir eine Chance, einen konstruktiven Dialog zu führen und möglichst eine gute Lösung zu finden."

Dialog ja, aber wo?
Zum Beispiel im Fragen- &Antworten-Tool in der Community oder in den Inside-Gruppen der Unternehmen

Keinen Bock auf Unternehmenspräsenz in Social Networks
Immer wieder regt sich Kritik an der Omnipräsenz der Unternehmen in Social Networks. Das Schöne ist aber: Wenn du keine Lust hast, musst du dich nicht mit den Unternehmen auseinandersetzen. "Wir kontaktieren nicht wahllos irgendwelche User, sondern aktiv nur diejenigen, die auch an einem Event von uns teilgenommen haben", sagt Judith Charles. "Wer aber kein "Fan" von uns werden will, muss nicht. Wir sehen unsere Social-Media-Aktivität als ein Angebot und nicht als ein Instrument, dass wir in der Zielgruppe verkaufen wollen."

Auch die Telekom beweist "Fingerspitzengefühl und versucht, als Unternehmen Grenzen zu finden und sich nur auf Plattformen zu bewegen, wo dies auch erwünscht ist." Accenture betont: "Wer sich genervt fühlt, kann uns unbeachtet lassen. Wir haben offene Türen, klingeln allerdings selten an Türen der weniger Interessierten.

Die Facebook-Seiten der e-fellows.net-Partnerunternehmen:

Allianz, Accenture, Bertelsmann, Telekom

Expertenforum – der Straßenfeger in der e-fellows.net community
Eine ganz besondere Form der Kommunikation ermöglichen die Expertenforen. Das zeigen die rege Beteiligung der Stipendiaten und Alumni – und die Aussagen der Unternehmen: Die Telekom und Bertelsmann heben beide die Foren besonders hervor. In den Expertenforen verdichtet sich, was die Community insgesamt auszeichnet: Stipendiaten können mögliche Arbeitgeber kennenlernen, mit ihnen in Kontakt treten und sich über die Einstiegsprogramme informieren. Außerdem bekommst du Informationen, die genau auf dich abgestimmt sind, dein "Fall" wird diskutiert.

"75 Prozent der Mitglieder sind für uns interessant"
75 Prozent – eine beachtliche Zahl. Diese nennt Judith Charles von Bertelsmann, wenn sie die Stipendiaten in der Community beschreibt. Denn "e-fellows.net ist etwas Besonderes. Drei Viertel der Stipendiaten sind für uns als Zielgruppe interessant, das ist bei Facebook nicht so."

Auch Sven Kollmenter ist überzeugt, über die Community "mit hochqualifizierten und ehrgeizigen Menschen in den Dialog" kommen zu können. Nicole Büchner von Accenture hebt hervor, dass auch sie als Unternehmensvertreter eine Beitrag leisten will zum regen Austausch: "Wir freuen uns, wenn Studenten mit uns kommunizieren."


Wer sind eigentlich die Unternehmensvertreter in der Community? Folge 11: Judith Charles, Bertelsmann

Dienstag, den 28. April 2009
Nikolaus

Judith Charles liebt ihren Job bei Bertelsmann. Nach vier Jahren Projektmanagement in der Bertelsmann Stiftung betreut sie bei der Bertelsmann AG als Managerin im Employer Branding die Initiative "Create Your Own Career". In ihrer Freizeit möchte sich die begeisterte Sportlerin endlich mal ans Paragliding wagen und mit Shaquille O'Neal die richtige Freiwurftechnik üben.

>>Teil 11 der Serie: Wer sind eigentlich die Unternehmensvertreter in der Community?<<

judith-250x3003Wie sind Sie eigentlich zu Ihrem Unternehmen gekommen?
Ich wurde in Ostwestfalen geboren und hatte schon immer großes Interesse an der Medienbranche. Da war schnell klar, dass Bertelsmann der Arbeitgeber meiner Wahl ist. Erste Erfahrungen habe ich dort schon während meines Medienwirtschaft-Studiums durch Praktika gesammelt. Um vor dem endgültigen Einstieg in die Welt der Medien noch etwas anderes zu probieren, zog es mich nach Hongkong in die Textilindustrie. Die Faszination für die Stadt war schnell da. Aber die Textilbranche interessiert mich doch mehr als Konsument; nicht aus der Management-Perspektive. Also bin ich zurück zu Bertelsmann gegangen, allerdings nicht wie ursprünglich geplant in den Konzern, sondern in den Bereich "Unternehmenskultur" der Bertelsmann Stiftung. Meine Erfahrungen aus Hongkong haben mir dabei sehr geholfen.

Was machen Sie in Ihrem Unternehmen?
Als Managerin im Employer Branding betreue ich die Initiative "Create Your Own Career": Image- und Recruiting-Events, die Karrierewebsite www.createyourowncareer.de, Online-Communities, Studenten-Netzwerke sowie die interne Positionierung der Initiative. Dabei arbeite ich eng zusammen mit den Abteilungen Öffentlichkeitsarbeit, Managemententwicklung und Recruiting Services und stehe außerdem im stetigen Austausch mit potentiellen Bewerbern. Der Kontakt zu Mitarbeitern und Externen ist für mich ein wichtiger Bestandteil des Employer Brandings.

Was haben Sie vor Ihrer Zeit in Ihrem jetzigen Unternehmen gemacht?
Vor meinem Wechsel zum Employer Branding habe ich vier Jahre lang als Projektmanagerin in der Bertelsmann Stiftung gearbeitet. Dort habe ich eine Weiterbildungs- und Netzwerk-Plattform für Führungskräfte deutscher Großkonzerne sowie mittelständischer Unternehmen aufgebaut. Thema im weitesten Sinne: Unternehmenskultur als Führungsinstrument der Zukunft.

Welche Hobbys haben Sie? Was machen Sie, wenn Sie nicht arbeiten?
Wie oben schon angedeutet, interessiere ich mich zum einen für Mode und zum anderen für Sport! Beides sind tolle Möglichkeiten, den Kopf frei zu bekommen – sei es beim Basketball, Skifahren, Fitness oder auch gerne beim Shoppen oder Zeitschriftenstöbern.

Welche lebende oder historische Person würden Sie gerne treffen?
Ich möchte gerne einmal neben Shaquille O'Neal stehen und mit ihm Freiwürfe trainieren! ;o)

Was möchten Sie in Ihrem Leben unbedingt noch machen?
Paragliding reizt mich schon immer!

Welchen Insider-Tipp haben Sie für e-fellows, die bei Ihrem Unternehmen zum Vorstellungsgespräch eingeladen sind?
Überlegen Sie sich, was "Create Your Own Career" für Sie persönlich heißt und prüfen Sie im Gespräch, ob Bertelsmann diese Erwartungen erfüllen kann. Denn schließlich prüfen nicht nur wir Sie, sondern auch Sie uns. Das richtige Verhältnis von Leistungen, die wir anbieten und die wir einfordern, ist für uns sehr wichtig. Im Gespräch sollten Sie neben Ihren fachlichen Fähigkeiten auch Ihre persönlichen Eigenschaften authentisch präsentieren. Wer sich verstellt, um vermutete Muster zu erfüllen, wirkt meist verkrampft und kann seinen Gesprächspartner nicht für sich gewinnen.