Welches Stipendium passt zu mir?
Stiftungen beraten im Expertenforum
Mittwoch, den 19. November 2008
Die Community wird zum Rekordmeister, und das ganz ohne Fußball: Die Rekorde prasselten nur so beim Expertenforum "Dein Weg zum Stipendium – Vertreter von zehn Stiftungen beantworten deine Fragen". Fast 900 Mitglieder hat die Gruppe inzwischen. Und auch die Anzahl der Fragen und Antworten war rekordverdächtig.
Kein Wunder – zum ersten Mal standen Vertreter von zehn Begabtenförderungswerken als Ansprechpartner im Expertenforum zur Verfügung. Die e-fellows nutzten ihre Chance und schrieben sich die Finger wund – so kamen am Ende innerhalb einer Woche sage und schreibe 600 Postings zusammen.
Mit offiziellen Vertretern waren dabei:
- Stiftung der Deutschen Wirtschaft
- Konrad-Adenauer-Stiftung
- Friedrich-Ebert-Stiftung
- Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
- Heinrich-Böll-Stiftung
- Cusanuswerk
- Evangelisches Studienwerk Villigst
- Max-Weber-Programm der Bayerischen Eliteförderung
- Bayerische Elite-Akademie
Außerdem antworteten sechs kompetente e-fellows.net-Stipendiaten auf Fragen zur Studienstiftung.
Einzelberatung im Expertenforum
Was für ein Luxus: Die e-fellows posteten einfach, was sie studieren und wie sie sich engagieren, und schon erfuhren sie, welche Stiftung zu ihnen passen würde. Wie zum Beispiel e-fellow Robert, der sich nach Unterstützung für Naturwissenschaftler im ersten Semester erkundigte. Gute Nachrichten: Seine Chancen auf Förderung stehen eigentlich bei jeder Stiftung gut.
Wie sieht es mit Promotionsförderung aus?
Markus ist da schon ein bisschen weiter und macht sich andere Sorgen: Wie sieht es mit einer Promotionsförderung aus, wenn der erste Abschluss schon länger als ein Jahr zurückliegt? Die Experten konnten ihn größtenteils beruhigen – die Abstand zwischen erstem Abschluss und Promotion ist bei den meisten Stipendiengebern nicht so wichtig, solange man das Höchstalter von 32 Jahren nicht überschreitet. Andere Regeln gelten leider für ein Zweitstudium, das im Normalfall nicht gefördert werden kann. Ein Fachwechsel ist dagegen selten ein Problem, fand ein besorgter e-fellow heraus – wenn man seinen Wechsel gut begründen kann und die Stiftung rechtzeitig informiert.
Wie sozial bin ich eigentlich?
Großes Rätselraten gab es um das "soziale Engagement", das von allen Stiftungen gefordert wird. Das Expertenforum offenbarte für viele des Rätsels Lösung: Mitarbeit im Sportverein, in der Fachschaft, bei Asta, in einer Partei und ähnliches kann man auf jeden Fall in seiner Bewerbung anbringen. Aber auch die Pflege eines Angehörigen und kostenlose Nachhilfe fallen darunter. Was die Stiftungen eher nicht beeindruckt, sind bezahlte Nachhilfe und Pflichtpraktika. Folgende Faustregel nannte ein Experte: Soziales Engagement ist die Mitarbeit bei etwas, das nicht Pflicht ist, das man nicht für sich selbst macht und was einem guten Zweck dient. Und was einen sicher auch persönlich voran bringt!
Nicht nur finanzielle Förderung, sondern viel mehr
Persönlich voran bringt die Mitglieder von KAS, FES und Co. auch die vielseitige ideelle Förderung, die die Stiftungen anbieten. Die Stipendiaten-Experten schwärmten im Forum von den Seminarwochenenden – und warben dafür, sich gerade auch wegen dieser ideellen Förderung um ein Stipendium zu bemühen: "Ich hätte nicht gedacht, dass ich nach fast fünf Jahren Diplomstudiengang noch so viel Neues lernen kann, wenn ich zum Beispiel eine Woche mit 80 Stipendiaten in einer Sommerakademie zusammenarbeite", erzählte e-fellow Christopher.
An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an alle beteiligten Experten! Über Feedback, Lob und Kritik freuen wir uns wie immer: entweder hier im Blog oder in der Gruppe.




