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Erfahrungsbericht (Allianz): Kind, Kegel und die IT

Freitag, den 11. November 2011
Erfahrungs- bericht

Frauen in der IT sind spärlich gesät. Genau deswegen gab es das Power Breakfast mit der Allianz Managed Operations & Services SE, die unter anderem IT-Dienstleistungen anbietet. Hier konnten sich Miriam und andere Stipendiatinnen mit leitenden IT-lerinnen über diesen männerdominierten Beruf austauschen. Am Ende waren die Frauen dann doch nicht ganz unter sich.

Titel der Veranstaltung
Power Breakfast mit der Allianz Managed Operations & Services SE (AMOS SE)

Datum und Ort der Veranstaltung
21. Oktober 2011 in Unterföhring bei München

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
Unternehmensvertreter: Anja Hoffmann, Dr. Uta Knebel, Ariane Rauschek; 16 e-fellows.net-Stipendiatinnen

e-fellow Miriam Powerbreakfast Allianze-fellow Miriam (22) studiert Mathematik an der TU München. Nebenbei arbeitet sie in einer Steuerkanzlei. Beim Power Breakfast mit AMOS SE lernte sie, wie Frauen es schaffen, in einer Männerwelt ernst genommen zu werden.

Die Begrüßung
Nach dem Check-in begrüßten uns e-fellows.net-Mitarbeiterin Stephanie Müller und die Unternehmensvertreterinnen in einem Konferenzraum der Allianz. Wir bedienten uns am Buffet und sprachen mit den anderen Teilnehmerinnen.

Stephanie Müller eröffnete offiziell das Power Breakfast, gab die Agenda bekannt und leitete eine Vorstellungsrunde ein. Alle Teilnehmerinnen stellten sich vor und beschrieben den Hintergrund für ihre Teilnahme am Power Breakfast. Interessant war, dass Studentinnen unterschiedlichster Studienrichtungen aus ganz Deutschland gekommen waren.

Nach der Vorstellung berichtete die erste Referentin, Anja Hoffmann, über ihren Karriereweg. Sie wollte uns nicht mit einem langen Vortrag langweilen, also schilderte sie nur knapp ihren Weg vom Studium bis zu ihrer heutigen Position bei der Allianz. Wichtiger, als sich selbst vorzustellen, waren ihr unsere Fragen. Durch eine Frage leitete sie elegant zur nächsten Referentin Ariane Rauschek über, die nun ebenfalls ihren Werdegang schilderte. Aus ihrem Bericht entstand eine offene Diskussionsrunde, im Laufe derer auch die dritte Referentin, e-fellows.net-Alumna Dr. Uta Knebel, von ihrer bisherigen Laufbahn berichtete.

Drei völlig verschiedene Laufbahnen
Für mich war vor allem interessant, drei so ungleiche Persönlichkeiten mit völlig unterschiedlichen Berufswegen kennenzulernen:

Anja Hoffmann arbeitet seit Januar 2011 bei der Allianz SE als Head of Business Partner Management. Sie studierte ursprünglich Wirtschaftsgeografie und Bauingenieurwesen an der TU München und kam erst über Umwege zur IT. In der IT arbeitet sie mittlerweile seit elf Jahren. Sie ist verheiratet und hat einen neunjährigen Sohn.

Ariane Rauschek begann ihre Karriere mit einer Ausbildung, studierte anschließend und arbeitete dann als Unternehmensberaterin. Heute ist sie Head of Department Capacity and License Management bei der AMOS SE.

Im Gegensatz zu ihren beiden Kolleginnen, promovierte Dr. Uta Knebel nach dem Studium der Kommunikationswissenschaften an der TU München. Jetzt ist sie Vorstandsassistentin des Group CIO Dr. Ralf Schneider bei der Allianz SE.

Am spannendsten fand ich bei diesen Geschichten, dass der Zufall viele Karriereschritte der Referentinnen entschied und nicht immer alles nach Plan verlief.

Aufsteigen oder das machen, was man kann?
Wir Teilnehmerinnen hatten großes Interesse daran, wie sich die Karrierechancen von Frauen und Männern unterscheiden. Die Erfahrung der Referentinnen war, dass sich Männer eher nach oben orientieren, Frauen aber manchmal ab einer gewissen Ebene dafür entscheiden, nicht weiter aufzusteigen. Das geschieht durch Prioritäten wie "Ich will mein Kind mehr sehen".

Frauen wollen dann lieber auf einer Ebene bleiben und auf dieser weitere Herausforderungen suchen. Man kann als Frau weit nach oben kommen – aber nur, wenn man es selbst wirklich will. Und nicht immer ist für einen persönlich dieser Weg der einzig richtige. Alle Referentinnen waren der Meinung, man soll auf sein Gefühl hören bei neuen Karrierechancen. Ob ein Job oder Karrieresprung mehr Geld oder Ansehen bringt, ist nicht das Einzige, was zählt. Man ist nur gut, wenn man etwas wirklich will und vor allem kann.

Die Referentinnen sagten, wir sollen uns bei allen Entscheidungen selbst treu bleiben und uns von niemanden reinreden lassen. Auch ungewöhnliche Entscheidungen zu treffen, hat manchmal Vorteile. Wichtig ist dabei, dass man zu allen Entscheidungen steht, denn nur so wird man ernstgenommen.

Tipps für die Zukunft: Lieber Hosenanzug
Wie hatten es die Referentinnen geschafft, sich in dieser Männerdomäne durchzusetzen? Sie versuchten, sich mit guter Arbeit Respekt zu verschaffen und immer 100 Prozent verlässlich zu sein. Außerdem achten sie darauf, eher einen Hosenanzug zu tragen, anstatt etwas zu sehr Modisch-Weibliches – weil man einfach ernster genommen wird.

Die Vereinbarkeit von Karriere und Familie war der zweite große Diskussionspunkt. Hier konnte uns vor allem Anja Hoffmann viele Fragen beantworten. Als Mutter hat sie es nicht immer leicht, ihre Karriere und Familienplanung unter einen Hut zu bekommen. Doch trotz der Schwierigkeiten, über die sie ehrlich sprach, machte sie einen glücklichen Eindruck. Nach ihrer eigenen Aussage kommt das daher, dass ihr ihre Arbeit viel Freude bereitet.

Ein Punkt, den alle Referentinnen immer wieder hervorhoben: das Wichtigste bei der Karriere ist, dass man Spaß hat – der Rest ergibt sich dann von ganz alleine.

Die männliche Meinung war schließlich auch vertreten
Im Anschluss an die Diskussionsrunde unterhielten wir uns in kleinen Gruppen mit den Unternehmensvertreterinnen. Viele Teilnehmerinnen nutzten die Gelegenheit, um Fragen loszuwerden, die sie nicht vor allen stellen wollten. Gegen Ende stieß noch ein männlicher Teilnehmer zu der bis dahin weiblichen Runde: Frederick Steinke ist ebenfalls Mitarbeiter der Allianz SE. In den kleinen Gruppen konnten wir auch ihm Fragen stellen, wenn wir wollten, und somit auch eine "männliche Meinung" hören.

Mein persönliches Fazit und wem ich die Veranstaltung weiterempfehle
Insgesamt fand ich das Power Breakfast sehr gelungen. Durch den kleinen Kreis und die Ungezwungenheit konnten wir offen diskutieren. Ich würde es allen Stipendiatinnen empfehlen, mal ein Power Breakfast zu besuchen, da wirklich jeder von den Erfahrungen und Tipps der Referentinnen profitieren kann.

[Die nächsten Power Breakfasts]

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Allianz): Mit Mikrokrediten und Goldstandards einmal um die ganze Welt

Donnerstag, den 13. Oktober 2011
Erfahrungs- bericht

Weltweite Goldstandards, Vergabe von Mikrokrediten an Schwellenländer oder die Weltwirtschaftskrise – all diese Themen hängen irgendwie mit der Globalisierung zusammen. Beim Globalisierungsworkshop der Allianz bekam e-fellows.net-Stipendiatin Carolin die Möglichkeit, alle Begriffe zusammenzubringen und wäre am Ende sogar fast noch spontan nach Indien oder China ausgewandert.

Titel der Veranstaltung
Globalisierungsworkshop – Einmal um die ganze Welt

Datum und Ort
5. und 6. September 2011 in München

Teilnehmer
Vertreter der Allianz: Nadja Pfeffermann (Personalmarketing), Ralf Hilscher (Personalmarketing), 25 e-fellows aus verschiedenen Fachrichtungen

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Die Ausschreibung zu diesem Workshop entdeckte ich auf der e-fellows.net-Eventseite. Das Thema Globalisierung interessiert mich und die Kurzbeschreibung des Workshops las sich gut. Außerdem wollte ich mir ein eigenes Bild von der Allianz machen. Mir gefiel zudem, dass es sich nicht um ein reines Recruiting-Event handelte, sondern um einen richtigen Workshop.

e-fellow Caroline-fellows.net-Stipendiatin Carolin (24) studiert Economics an der Universität Hohenheim. Vor ihrer Teilnahme am Globalisierungsworkshop assoziierte sie mit der Allianz eher ein etwas verstaubtes Versicherungsunternehmen und nicht einen weltoffenen, aktiven Konzern. Doch durch ihre Teilnahme am Workshop hat sich das Bild schnell gewandelt – dazu trug auch der Besuch in der Kantine bei.

An einem Montagmorgen im September machte ich mich zusammen mit 24 weiteren Studenten auf den Weg nach München zur Allianz. Das Ziel: Ein zweitägiger Workshop zum Thema Globalisierung. Eigentlich hatte ich mit einem etwas verstaubten Versicherungskonzern gerechnet, doch bereits die Begrüßung und die angenehme Atmosphäre überraschten mich positiv. Von Seiten des Personalmarketings wurden wir von den Referenten Nadja Pfeffermann und Ralf Hilscher und der Praktikantin Susanne Wildgruber freundlich in Empfang genommen. Außerdem begrüßte uns der externe Workshop-Leiter, Ingmar Niemann, der für die fachliche Seite des Workshops verantwortlich war.

Globalisierungsworkshop Allianz

Globalisierung für Anfänger
Die Teilnehmer waren bunt zusammengewürfelt, von BWL und VWL über IT und Mathematik, vom Bachelor bis zum Doktoranden. Nach einer Vorstellungsrunde – und mit Getränken und Keksen gut versorgt – begannen wir mit einer Einführung zu den Anfängen der Globalisierung. Es folgten am ersten Tag zwei weitere Fachvorträge. Zum einen über die PIMCO (Pacific Investment Management Company, ein Tochterunternehmen der Allianz) und die Finanzstrategie der Allianz, zum anderen über die internationalen Kapitalmärkte mit ihren globalen Akteuren. Im Mittelpunkt der Diskussionen stand hierbei die Entwicklung der Weltwirtschaft seit dem zweiten Weltkrieg.

Ergänzt wurden die Vorträge an diesem Tag durch eine 90-minütige Präsentation von Isabel Bodlak von Allianz4Good, der Corporate Responsibility-Einheit der Allianz. Sie zeigte anhand der Vergabe von Mikrokrediten in Entwicklungs- und Schwellenländern wie etwa Indonesien, wie die Allianz mit den Themen Nachhaltigkeit und Zukunftsmärkte umgeht.

Nur zuhören? Selber machen!
Doch wir waren nicht nur zum Zuhören da. Am Ende des ersten Tages hieß es deshalb selbst aktiv werden. Wir teilten uns in fünf Themen-Gruppen auf und machten uns selbst Gedanken zu unterschiedlchen Aspekten Globalisierung. In nur einer Stunde entstanden dabei vielseitige Kurzbeiträge, die wir anschließend allen Workshop-Teilnehmern präsentierten. Meine Gruppe beschäftigte sich mit der Idee eines neuen, weltweiten Goldstandards. Dieser Ansatz erschien uns in der Theorie zwar sinnvoll, aber die praktische und dauerhafte Umsetzung schätzten alle Beteiligten als eher unwahrscheinlich ein. Bei einer guten Pizza ließen wir den Tag in großer Runde ausklingen – mit allen Workshop-Teilnehmern, dem Personalmarketing-Team und dem Workshop-Leiter.

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Spontane Auswanderung?
Am zweiten Tag beschäftigten wir uns vor allem mit den BRIC-Staaten und den Zukunftsaussichten der Globalisierung. Am liebsten wäre ich – aufgrund der zukunftsträchtigen Möglichkeiten – in diesem Moment spontan nach Indien oder China ausgewandert. Außerdem schauten wir den Film "Inside job" an, der sich kritisch mit der Finanzkrise auseinandersetzt. Abschließend gab es eine einstündige Präsentation zu den Einstiegs- und Karrieremöglichkeiten bei der Allianz Deutschland. Dabei wurden uns insbesondere die Trainee-Programme und das Vorstandsassistentenprogramm vorgestellt. Darüber hinaus wurde uns der Kontakt zu den jeweiligen Fachabteilungen angeboten, falls wir noch weitergehende Fragen hätten. Für Fragen nach dem Workshop haben wir außerdem die Kontaktdaten der Allianzmitarbeiter erhalten – alles ganz problemlos und direkt.

Gefülltes Programm und gefüllte Mägen
Kurzum: Das Programm war gut gefüllt und in den Kaffeepausen und beim Essen gab es immer Gelegenheit mit den Allianzmitarbeitern ins Gespräch zu kommen. Ein Highlight für mich war das Mittagessen in der Kantine der Allianz. Hier konnte man sich einen unverfälschten Eindruck vom Unternehmen und seinen Mitarbeitern machen. Und nicht nur das gute Essen gehört hier lobend erwähnt, sondern besonders die Vielfalt unter den Kollegen. Verschiedene Nationalitäten und Sprachen mischten sich in der Kantine, sodass ich den Eindruck hatte, mich in einem abwechslungsreichen und internationalen Umfeld zu bewegen.

Mein Fazit
Auch wenn ich mich bereits im Vorfeld des Workshops mit dem Thema Globalisierung auseinandergesetzt habe, bot mir dieser Workshop eine gute Gelegenheit, um all die Fakten, die zur Globalisierung ständig diskutiert werden, besser einordnen zu können. Das merke ich auch jetzt beim Zeitunglesen oder Nachrichtenschauen.

Schlussendlich bleibt es natürlich jedem selbst überlassen, sich ein Bild von der Thematik und dem Unternehmen zu machen. Ich kann nur für mich sagen, dass ich positiv überrascht war und ein weltoffenes, attraktives und aktives Unternehmen kennenlernen durfte, welches viele Möglichkeiten bietet. Ich kann den Globalisierungsworkshop bei der Allianz allen e-fellows empfehlen, die mehr über Globalisierung wissen möchten, gerne diskutieren, eine eigene Meinung haben und die Allianz kennenlernen möchten. Ich selbst würde mich jederzeit wieder für diesen Workshop bewerben.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Allianz): Social Media für Malaysia

Donnerstag, den 11. August 2011
Erfahrungs- bericht

Bei ihrem viermonatigen Praktikum in Malaysia war Franziska dafür zuständig, den malaiischen Sitz der Allianz fit für soziale Netzwerke zu machen. Außerdem hat sie die Eigenheiten des Landes kennengelernt, gesehen wie viele Menschen man mit einem Motorrad transportieren kann und erfahren, warum es in Malaysia üblich ist, seinen Gästen stets etwas zu essen anzubieten.

Mit der Allianz nach Malaysia! Diese unerwartete Praktikumsmöglichkeit in Kuala Lumpur war viel mehr als nur eine Bereicherung meines Lebenslaufes. Es waren erstaunliche vier Monate! "Staunen" beschreibt meine Zeit hier in Malaysia wahrscheinlich am allerbesten, da hier vieles ganz anders ist und zum Teil auch nicht immer zu verstehen. "To lah, or not to lah", ganz ähnlich der Version von Shakespeare. Das ist die Frage in Malaysia.

Riad e-fellows.net-Alumna Franziska (23) hat im März ihr BWL-Studium an der LMU in München mit dem Bachelor abgeschlossen. Ab September macht sie einen Master in Marketing-, Dienstleistungs- und Kommunikations- management an der Universität St. Gallen.

Bei 95 Prozent Luftfeuchtigkeit neue Freunde finden
Zwei Wochen nach meiner Bewerbung hatte ich ein Telefon-Interview. Und bereits zwei Monate später fand ich mich bei unglaublicher Hitze und 95 Prozent Luftfeuchtigkeit in Kuala Lumpur, der Hauptstadt Malaysias, wieder. Das Land hat mich letztlich durch meine Kollegen, Mitbewohner und Freunde für sich gewinnen können. Und da das Leben hier sehr öffentlich stattfindet, war es für mich auch sehr leicht daran teilzuhaben.

Hupend auf den Straßen von Kuala Lumpur
Kuala Lumpur ist eine tolle Stadt. Millionen Menschen bevölkern jeden Tag die Straßen, Händler blockieren die Gehwege, Fußgänger und Lastenträger laufen auf den Straßen und Motorradfahrer – gerne mit gesamter Familie und ohne Helm auf dem Vehikel – schlängeln sich notorisch hupend durch die sehr frei definierten Fahrbahnspuren. Rechts und links gibt es Imbissstände und andere Buden, in denen Menschen ihrem Handwerk nachgehen. Und von überall kann man einen Blick auf die Petronas Towers erhaschen. Es scheint, als hätte man alle Religionen, alle Epochen und sozialen Schichten in eine einzige Straße verlegt und dort zusammengepresst.

Bea präsentiert in Malysia den Start der neuen Facebook-Seite

Arbeiten nach Vorgabe
Das Arbeitsleben in Malaysia unterscheidet sich stark vom deutschen und das Bewusstsein für Versicherungen ist eher gering. Generell ist hier alles sehr hierarchisch geregelt und der Lauf der Dinge geht um einiges gemütlicher vonstatten. Die malaiische Gemütlichkeit kommt auch in der häufig getroffenen Aussage "being on the way" zum Ausdruck. Auf dem Weg zu sein bedeutet eigentlich nur, dass sich jemand mit dem Gedanken befasst hat, sich nun langsam auf eben diesen Weg zu machen. Auch stellen die Mitarbeiter nicht so viele Fragen – zumindest oft nicht die entscheidenden. Womit ich lange nicht zurechtkam ist die Tatsache, dass oftmals genau das gemacht wird, was vorher gesagt wurde – nicht mehr und nicht weniger. Grundsätzlich kann jedoch alles gemacht werden, zumindest scheint es so. Da heißt es dann "boleh, boleh" – alles andere ist natürlich auch möglich. Meine Kollegen waren sehr nett, hilfsbereit und unwahrscheinlich offen. Manchmal haben sie mir sogar Essen mitgebracht oder mich über das Wochenende zu sich nach Hause eingeladen.

Gute Gastgeber
Essen spielt in der malaiischen Gesellschaft überhaupt eine sehr große Rolle. Es ist ein Zeichen schlechter Gastfreundschaft, jemanden ohne Verköstigung nach Hause zu schicken. Also kam es schon mal vor, dass ich alle halbe Stunde gefragt wurde, ob ich denn nicht hungrig sei. Auch die Vielfalt an Speisen ist sehr beeindruckend. Es gibt alles an indischen, chinesischen und malaiischen Gerichten, wobei sich letztere je nach Region stark unterscheiden können.

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Von Beginn an mittendrin
Von Beginn an wurde ich immer in alles mit einbezogen. Entsprechend hat mir meine Betreuerin an meinem ersten Arbeitstag alle Kollegen in "unmittelbarer" Umgebung, inklusive aller benachbarten Stockwerke, vorgestellt. Selbst die Büros der beiden CEOs hat sie nicht ausgespart. Nach einer kurzen Einführung in die hiesigen Arbeitsabläufe durfte ich auch gleich mit dem Arbeiten beginnen. Mein Job war es, Allianz Malaysia Social-Media-fähig zu machen. Klingt eigentlich ganz simpel! Doch trotz einer potenziell hohen Anzahl aktiver Nutzer ist Social Media neu und das Bewusstsein dafür musste ich erst schaffen. Vor allem die Tatsache, dass nicht alles kontrollierbar ist hat einigen Kopfzerbrechen bereitet. So glichen wir zum Beispiel mit Schulungen zum Umgang mit sozialen Medien und weiteren Maßnahmen den geringen Erfahrungsschatz aus.

Alles in allem war das Praktikum eine einzigartige Chance: Ich konnte den gesamten Prozess von Anfang bis Ende mitgestalten, all meine Ideen einbringen und vor dem Management vertreten. Als Zuckerl durfte ich im zweimal jährlich stattfindenden Townhall Meeting den Start unserer Facebook-Seite vor über 500 Mitarbeitern live präsentieren. Was für ein Gefühl!

Eine Reise, die sich gelohnt hat
Die letzten vier Monate waren einfacher, unkomplizierter, intensiver und bunter als ich erwartet hatte. Die spannenden, schönen und merkwürdigen Eindrücke wiegen einige wenige Unzulänglichkeiten bei weitem auf.

Malaysia ist unglaublich reich an Gegensätzen und hat viele Eigenheiten. Neben einer Unmenge an verschiedenen Sprachen die gesprochen werden und der Vielfalt an Religionen war ich erstaunt festzustellen, dass trotz des hohen Bildungsniveaus noch Ehen arrangiert werden. Um alles zu verstehen, würde ich wahrscheinlich mehrere Jahre benötigen. Das alles hat meine Sicht auf Deutschland verändert. Aber schon allein für die Sonnenuntergänge und das Essen hat sich das Praktikum fast gelohnt!

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Tagebuch (Allianz): Als IT-Trainee eigene Ideen einbringen

Mittwoch, den 11. Mai 2011
Tagebuch

Eins war Felix für seinen Berufseinstieg besonders wichtig – er wollte in einem Unternehmen arbeiten, in dem er seine Ideen auch umsetzen kann. Als IT-Trainee bei der Allianz macht er nun den Realitätscheck – und beschäftigt sich bei seinem ersten Projekt gleich mit einem wichtigen System.

Wenn mich jemand vor meinem Start als IT-Trainee bei der Allianz fragte, wie ich mir meinem künftigen Arbeitgeber vorstelle, antwortete ich: "Ich möchte in einem dynamischen, kreativen Umfeld arbeiten, in das ich meine Ideen einbringen kann und in dem sie angenommen werden."

Ein paar erstaunte Blicke rief diese Antwort in Kombination mit meinem Job-Einstieg schon hervor, assoziieren die meisten doch mit der Allianz eher ein traditionelles, stabiles Unternehmen als ein kreatives, dynamisches. Seit Oktober 2010 bin ich IT-Trainee bei der Allianz und kann jeden Tag überprüfen, inwieweit sich meine Erwartungen erfüllt haben.

Felix ist IT-Trainee bei der Allianz [Bildquelle: Allianz]Felix (22) studierte Wirtschaftsinformatik im Dualen Studium an der HWR Berlin. Nach seinem Bachelor-Abschluss begann er im Oktober 2010 als IT-Trainee bei der Allianz.

Die Allianz-Geschichte im Schnelldurchlauf
Schon die Begrüßung von uns Trainees war ein erfrischender Einstieg in das Unternehmen. Wir Trainees – drei neue und zwei schon etwas dienstältere – trafen uns mit den Gestaltern des IT-Trainee-Programms im Firmenhistorischen Archiv der Allianz.

Vor dem eigentlichen fachlichen Einstieg hatten wir die Chance, Geschichte (lang, beeindruckend) und Aufstellung (vielfältig und international) der Allianz und ihrer IT im Speziellen kennenzulernen: von den ersten Einsätzen von mechanischen Rechenmaschinen über Lochkartenverarbeiter bis hin zu einer professionell aufgestellten IT mit eigenen Rechenzentren und strategischer Softwareentwicklung. Also unserem späteren Tätigkeitsfeld.

Das alles ist mittlerweile ein halbes Jahr her. Hört sich kurz an, fühlt sich aber so an, als sei ich schon viel länger dabei. Und das ist durchaus positiv gemeint: Ich habe schon so viele Themen, Abteilungen und vor allem Menschen in dieser Zeit kennengelernt.

Das IT-Trainee-Programm verspricht in seinen anderthalb Jahren drei- bis sechsmonatige Stationen in verschiedenen Bereichen – es ist sogar ein Auslandseinsatz möglich. So lernen wir Trainees das Unternehmen kennen, können uns einen Überblick verschaffen und entscheiden, wo wir anschließend in eine Fach- oder Führungslaufbahn starten möchten.

Das erste Projekt
An was habe ich also gearbeitet? Mein erstes Projekt war die Test-Automation des "Allianz Business Systems" (ABS). ABS ist eine strategische Plattform für den Innendienst, mit dem die Allianz alle Kundendaten verwaltet. Stellt euch zum Beispiel vor, ihr schließt eine Versicherung bei der Allianz ab, habt einen Schadensfall, zu dem ihr eine Auszahlung wollt, oder zieht um und möchtet eure neue Adresse mitteilen. Das alles wird über ABS abgebildet. Es ist also für die Allianz ein sehr wichtiges System.

Wie kann man also sicherstellen, dass keine Probleme auftreten, wenn ein Sachbearbeiter ABS benutzt? Vor allem dadurch, dass die Software getestet wird, bevor sie in den Einsatz geht.

Wie kann man Software-Tests automatisieren?
In dem Team, das ich unterstützen sollte, sah die Situation wie folgt aus: Es gab bereits Testfälle, mit denen die eigenen Entwicklungen getestet werden konnten. Allerdings musste das Team sie von Hand starten, was zusätzliche Arbeit bedeutete und immer wieder Konfigurationsaufwand für die Entwickler.

Das Ziel meines dreimonatigen Projekts war also, organisatorisch und technisch zu ermöglichen, dass die Testfälle automatisch ausgeführt werden. Darüber hinaus gab es kaum Vorgaben, und ich hatte die Chance, mein ganzes Projektmanagementwissen aus dem Wirtschaftsinformatikstudium in der Praxis zu erproben.

Der erste Schritt war, mir ein Bild über die bestehenden Lösungen zu machen: Wie kann das Testsystem angesprochen werden? Wie kann man ein Reporting über die Ergebnisse aufbauen? Und gibt es schon ähnliche Lösungen? Ich entwickelte einen Mechanismus, der den gesamten Testprozess zeitgesteuert und ohne Handarbeit automatisch ausführt. Er installiert die zu testende Software, lädt die Testfälle, führt sie aus und schreibt die Testergebnisse in unser Wiki. Von dort kann jeder Entwickler prüfen, ob in seinem Bereich Fehler aufgetreten sind, und sie dann korrigieren.

Neben der Arbeit am Technischen kam auch viel Organisatorisches dazu. Besonders mit den Entwicklern, die die Testfälle erstellen, stimmte ich mich ab, um sicherzugehen, dass ihre Tests richtig ausgeführt werden und sie mit den Ergebnissen etwas anfangen können.

Einige Kollegen in Indien und Österreich hatten schon etwas Ähnliches entwickelt, mit ihnen konnte ich unsere Lösungen vergleichen und meine zusätzlichen Ideen einbringen – und nebenbei ganz andere Arbeitsweisen und Mentalitäten kennenlernen. Und schließlich lasen einige Kollegen anderer Bereiche meine Dokumentation, riefen mich an, und ich konnte ihnen meine Ansätze näherbringen. Schließlich wurde meine Lösung zur offiziellen Lösung erklärt, in einem Nachfolgeprojekt bereitet das Team jetzt die Weiterverbreitung an alle interessierten Entwicklungsteams vor.

Kontakt zur Allianz aufnehmen?
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Erwartungen ans Trainee-Programm erfüllt?
Haben sich also meine Erwartungen erfüllt, arbeite ich in einem dynamischen, kreativen Umfeld, das meine Ideen annimmt?

Ja. Ich war beeindruckt, wie schnell meine Lösungen angenommen wurden und wie viel Verantwortung ich für einen wichtigen Bereich übernehmen durfte – gerade im Vergleich mit Erfahrungen, die ich bei anderen Arbeitgebern gesammelt hatte. Besonders durch die Abstimmung mit verschiedensten Teams konnte ich viele spannende Kollegen kennenlernen und ein gutes Netzwerk aufbauen. Ich arbeite in einem kreativen, dynamischen Unternehmen, das bereit ist, mir in spannenden Bereichen viel Verantwortung zu übergeben. Besonders im Zeitmanagement und beim zielgruppengerechten Aufbereiten meiner Arbeitsergebnisse habe ich viel dazugelernt – erfahrene Kollegen haben mich dabei in Seminaren und bei der täglichen Arbeit unterstützt.

Wie ging es nach den ersten drei Monaten weiter? Was bedeutet es, Prozesse zu optimieren und Assistent einer Managerin direkt unter dem Vorstand zu sein? Das erfahrt ihr in meinem nächsten Tagebuch-Eintrag.

IT-Trainee bei der Allianz werden
Aktuell sucht die Allianz wieder Bewerber fürs IT-Trainee-Programm.

Erfahrungsbericht (e-fellows.net working): Fünf auf einen Streich

Donnerstag, den 2. Dezember 2010
Erfahrungs- bericht

Tauge ich zum Unternehmensberater? Das fand e-fellows.net-Alumna Regina im persönlichen Gespräch mit erfahrenen Beratern von Accenture, McKinsey und anderen heraus. Beim Event "e-fellows.net working – Einblicke ins Consulting" lernte sie gleich fünf Beratungen kennen. Eigentlich wollte sie nur "allgemein" mehr über die Branche erfahren. Aber schon schreibt sie an ihrer Bewerbung als Consultant.

Regina e-fellows.net-Alumna Regina (26) macht ihren MBA an der Mannheim Business School. Sie steht schon in den Startlöchern für ihr Auslandssemester am Indian Institute of Management in Bangalore. Dennoch fühlte sie schon mal vor für ihre berufliche Zukunft: Beim Event "Einblicke ins Consulting" konnte sie im lockeren Plausch Kontakte in die Berater-Branche knüpfen.

Titel der Veranstaltung
e-fellows.net working – Einblicke ins Consulting

Datum und Ort
13. November 2010 von 10.30 Uhr bis 16 Uhr im Marriott Hotel, München

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
30 bis 40 Stipendiaten und Alumni, Mitarbeiter von McKinsey, KPMG, Detecon, Accenture und Allianz Interne Unternehmensberatung

Warum ich teilgenommen habe
Consulting kannte ich bisher nur von Mitstudenten, die vor dem MBA bei einem Consulting-Unternehmen gearbeitet hatten: regelmäßig neue Projekte, viele Reisen und eine steile Lernkurve – das hörte sich spannend an. Da ich bis dato noch nicht wusste, was ich nach meinem MBA machen möchte, wollte ich unbedingt mehr wissen über die Consulting-Branche und einzelne Unternehmen kennenlernen.

Kontakt zu den Unternehmensberatungen aufnehmen?
In den Gruppen von Accenture, McKinsey, KPMG, Detecon oder Allianz Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Accenture, McKinsey, KPMG, Detecon oder Allianz kontaktieren.

5 in 1
Auf der Suche nach Karriere-Events stieß ich auf "e-fellows.net working – Einblicke ins Consulting". Perfekt: gleich fünf Consulting-Unternehmen in einer Veranstaltung! Ich wollte einerseits mehr über die Branche allgemein erfahren und andererseits die Mitarbeiter der fünf Unternehmen gezielt nach deren Aufgaben, der Unternehmenskultur und den Einstiegschancen fragen.

Ich bewarb mich also, obwohl München über vier Stunden von meinem Wohnort entfernt ist. Zwei Wochen später erhielt ich die Nachricht, dass drei der fünf Unternehmen meinen Lebenslauf interessant fanden – Allianz Interne Unternehmensberatung, Detecon und KPMG.

Den typischen Berater gibt es nicht
Die Veranstaltung war in zwei Blöcke eingeteilt. Am Vormittag stellten sich die Consulting-Firmen vor: Wer sind wir? Was machen wir? Wen suchen wir? Am Nachmittag konnten wir die Gelegenheit nutzen, mit den Unternehmensvertretern in Kontakt zu kommen – in lockerer Runde mit anderen Teilnehmern oder in Einzelgesprächen in einem separaten Raum.

In den kurzen Vorträgen am Vormittag hoben alle Unternehmen zwei Statements besonders hervor:
1. Es gibt nicht den typischen Berater oder die typische Beraterin, und keinen vordefinierten Karriereweg.
2. High Potentials jeglicher Studienrichtung können sich im Consulting bewerben.

Nach den Vorträgen interessierten mich insbesondere das Management-Consulting bei Accenture und der Advisory-Bereich bei KPMG. Doch zunächst wollte ich die anderen Teilnehmer näher kennenlernen. Es waren alle Fächer und Studienabschlüsse vertreten: von Jura über Ingenieurwesen bis hin zu BWL und Physik, und vom Bachelor bis zum Doktoranden. Auch sie interessierten an der Beratertätigkeit die vielen unterschiedlichen Aufgaben sowie die steile Lernkurve.

Hohe Ansprüche und hohe Bezahlung
Wie die anderen Teilnehmer nutzte ich dann die Möglichkeit, mich persönlich mit den Unternehmensvertretern zu unterhalten. Von Fachfragen über Energieprojekte bis hin zu Überstunden im Consulting: Ich konnte die Berater wirklich alles fragen. Die Antworten waren offen und ehrlich: Wer nicht bereit sei, überdurchschnittlich viel zu arbeiten, der solle sich in einer anderen Branche umschauen. Das überdurchschnittliche Engagement werde aber auch mit einer überdurchschnittlichen Bezahlung ausgeglichen.

Als Berater ins Ausland
Besonders interessierte mich auch, wie wahrscheinlich es ist, Projekte im Ausland zu begleiten und wie lange eine solcher Auslandseinsatz durchschnittlich dauert. Bei Accenture und KPMG seien solche Einsätze grundsätzlich möglich, jedoch jeweils individuell abzustimmen. Hier komme es vor allem auf die jeweilige Leistung und natürlich auf die Eigeninitiative an, den Auslandseinsatz anzustoßen.

Ich habe mein Erststudium im Finanzbereich gemacht und danach drei Jahre in einer Großbank gearbeitet. "Wie sind meine Einstiegschancen in der Strategie- beziehungsweise Managementberatung, wenn ich aus der Finanzindustrie komme?", war also meine nächste Frage. Ich bekam die Empfehlung, zunächst in einen finanznahen Bereich in die Consulting-Branche einzusteigen und meine Expertise auszubauen. Nach zwei bis drei Jahren könne ich dann auch in einen anderen Bereich wechseln.

Für mich persönlich habe ich den folgenden Dreiklang aus den Gesprächen mit den Unternehmensvertretern mitgenommen: "Als Consultant wirst du gefordert und gefördert – und der Kunde steht dabei immer im Mittelpunkt."

Fazit
Die Anreise zu "Einblicke ins Consulting" hat sich für mich gelohnt, und ich kann jedem empfehlen, eine e-fellows.net-working-Veranstaltung zu besuchen. Nicht nur, um mit den Unternehmen in Kontakt zu treten, sondern auch, um sich mit anderen Teilnehmern, also potenziellen Mitbewerbern, zu unterhalten.

Ich konnte mich persönlich bei den Unternehmensvertretern vorstellen und im persönlichen Gespräch alle meine Fragen klären. Auch im Nachgang stehe ich noch mit meinem Wunschunternehmen in Kontakt. Aktuell schreibe ich sogar an meiner Bewerbung als Consultant. Jetzt heißt es Daumen drücken!

Vielen Dank auch an das e-fellows.net-Team für die Organisation. Beim nächsten Mal bin ich gerne wieder dabei!

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Allianz): Hungern für die Karriere

Donnerstag, den 28. Oktober 2010
Erfahrungs- bericht

Entspanntes Wochenende mit Vorträgen im Luxushotel? Beim Event mit der Allianz sieht das etwas anders aus: Riad hat sich der Herausforderung gestellt und drei Tage lang Kälte, Hunger und Erschöpfung getrotzt – ein Karriere-Training der ausgefallenen Art. Statt leckeren Häppchen, gemütlichem Hotelzimmer und schickem Anzug gab es Kletterpartien, Feldbetten und Wanderschuhe.

Riad Riad (29) wollte sich beim Event der Allianz beweisen: Drei Tage lang hat er mit seinen Mitstreitern in Göbelsmühle ein Survival-Training absolviert. Beim Seilbahnbauen, morgendlichem Krafttraining und Orientierung mit Kompass und Karte hat er einiges über Teamgeist und Durchhaltevermögen gelernt.

Titel der Veranstaltung
"Überwinde deine Grenzen" (Allianz)

Datum und Ort
13. bis 15. September 2010 in Kaisersesch bei Koblenz

Warum ich teilgenommen habe
Um meine Leistungsfähigkeit zu steigern, wollte ich unbedingt am Event der Allianz teilnehmen. Dabei hat mich vor allem interessiert, wie man komplexe Probleme unter psychischem und physischem Druck löst.

Hotelbett? Fehlanzeige
Offizieller Start der Veranstaltung war um 17 Uhr. Die meisten von uns hatten sich schon im Zug kennengelernt. Wer fährt auch sonst zu dieser ungewöhnlichen Zeit nach Kaisersesch, bepackt mit Wanderschuhen und einem großen Rucksack? Im Waldhotel Kurfürst angekommen, gab es eine kleine Vorstellungsrunde, Buffett inklusive. Doch wer dachte, dass er die nächsten Tage im gemütlichen Hotelbett verbringen würde, hatte sich getäuscht. Auf einem Anhänger ging es gleich Richtung Göbelsmühle.

Per Seilbahn über einen Fluss
Die erste Aufgabe bestand darin, eine 15 Meter lange Seilbahn über einem Fluss mitten im Wald zu errichten. Mit Seilen, Karabinerhaken und Spannschlaufen bewaffnet, kletterten wir die Bäume hinauf. Die Errichtung der Seilbahn war wesentlich komplizierter als wir es uns vorgestellt hatten: Wir mussten die Seile über 15 Meter werfen, was wesentlich schwieriger war als gedacht.

Währenddessen war es dunkel und kalt geworden. Also mussten wir unsere Taschenlampen benutzen, uns zur Absicherung aneinander festhalten und uns bewegen, um nicht zu frieren. Doch nachdem die Seilbahn konstruiert war, konnte jeder Teilnehmer per Seilbahn den Fluss überqueren, wir waren froh, sicher auf der anderen Seite angekommen zu sein. Schließlich ging es zurück zur Göbelsmühle, wo wir alle gegen Mitternacht in unsere Betten fielen.

"Roger, alles in Ordnung? Wo seid ihr?"
Nach dem Weckruf um 6.00 Uhr ging es nach etwas Frühsport mit Joggen und Dehn- und Kräftigungsübungen zur Tagesaufgabe. Als Gestrandete und ausgestattet mit einem Kompass, einer rudimentären Karte und einem Funkgeräte bestand die Aufgabe für unsere Gruppe darin, unseren Rettungspunkt zu finden. Dabei musste man sich über Funk mit der anderen Gruppe verständigen und versuchen, den Weg zu einzelnen Nachrichtenstationen zu beschreiben.

Schwerer als erwartet: Entweder es gab keine Funkverbindung oder der Weg war auf der Karte der Partnergruppe nicht eingezeichnet, sodass man sich auf seinen Kompass verlassen musste. Doch wir schafften es schließlich, den Rettungspunkt zu finden.

Belohnung? Von wegen!
In der Erwartung auf ein leckeres Barbecue malten wir uns aus, wie wir am Rettungspunkt unser Festmahl genießen würden. Doch die Skeptiker hatten recht: Wir fanden eine weitere Nachricht, zu der wir uns bei einem 50 Meter tiefen Abstieg und durch einen kalten Fluss gequält hatten. "Zwei Rekruten haben sich schwer verletzt, baut aus Planen und Seilen zwei Transportbetten und bringt sie heim zur Göbelsmühle", lautete die Aufgabe. Mit nassen Schuhen und in durchgeschwitzten Sachen ging es Richtung Göbelsmühle, wo wir doch zu unserem verdienten Mahl kamen. Erschöpft fielen wir in unsere Feldbetten, die uns wie ein Luxusschlafgemach vorkamen.

Sauna im Indianertipi
Nach etwas Frühsport um 6.30 Uhr hatten wir die Möglichkeit, über unsere Grenzerfahrungen, Konflikte und Leistungsbereitschaft nachzudenken und jeden Teilnehmer "auf einem heißen Stuhl" einzuschätzen und Empfehlungen mitzugeben. Gekrönt wurde der Abschluss durch einen Saunagang in einem selbst gebauten Indianerzelt.

Fazit: Das etwas andere Job-Event
Ich kann es nur wiederholen: Beim Event der Allianz bin ich an meine Grenzen gekommen und habe es geschafft, sie durch Teammotivation zu überwinden. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und ich kann wirklich jedem empfehlen, diese Grenzerfahrungen zu machen.

Super fand ich den Veranstaltungsort und das angemessene Verhältnis zwischen "Arbeit" und "Freizeit". Toll war außerdem die Atmosphäre zwischen Teilnehmern, Allianz-Mitarbeiter Gerald Haderlein und den Trainern. Und auch  nach dem Wochenende werden wir in Kontakt bleiben: Wir haben E-Mail-Adressen ausgetauscht und werden eine Facebook-Seite anlegen.

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Erfahrungsbericht (Allianz): Frühstück für Powerfrauen

Donnerstag, den 2. September 2010
Erfahrungs- bericht

Mit Führungskräften frühstücken: Beim Power Breakfast der Allianz in München hat sich Linda über ihre Berufschancen als Mathematikerin informiert. Drei Mitarbeiterinnen vermittelten ihr Einblicke in die verschiedenen Einstiegsmöglichkeiten bei einem der größten Versicherungsunternehmen – jetzt bewirbt sie sich für ein Praktikum bei der Allianz.

Zum Ende des Studiums stellt sich immer die Frage: Was will ich machen, wenn ich mit dem Studium fertig bin? Mathematiker können alles und nichts. Es gibt kein ganz klares Berufsbild. Deswegen halte ich Augen und Ohren besonders weit offen und suche nach vielversprechenden Möglichkeiten für einen Berufseinstieg. Die Allianz Deutschland AG erschien mir interessant. Deshalb wollte ich die Allianz kennenlernen und habe am Power Breakfast teilgenommen.

LindaStipendiatin Linda (26) hat in diesem Jahr ihr Diplom in Mathematik an der Freien Universität Berlin gemacht. Beim Power Breakfast der Allianz bekam sie nicht nur ein leckeres Frühstück, sondern auch jede Menge Antworten auf ihre Fragen zu Berufseinstieg und Promotion.

Zeit und Ort der Veranstaltung
23. Juli in Unterföhring bei München

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
15 Teilnehmerinnen und drei Vertreterinnen der Allianz

Fragen über Fragen
Folgende Fragen wollte ich beantwortet haben: Wie gestaltet sich der Einstieg bei der Allianz? Gibt es fest vorgegebene Karrierestufen? Wie lässt sich die Unternehmenskultur beschreiben? Wie ist das Betriebsklima? Und dann für mich eine besonders wichtige Frage: Soll ich den Doktor machen oder nicht? Und last but not least war ich auch darauf gespannt, weitere e-fellows kennenzulernen.

Erst mal eine kleine Stärkung
Schon beim Einchecken am Empfang traf ich auf die ersten e-fellows. Mit ihnen machte ich mich auf die Suche nach dem Konferenzraum. Dort wurden wir von Tanja Lau, einer Vertreterin von e-fellows.net, herzlich empfangen, durften Platz nehmen und konnten uns schon einmal mit Kaffee und einem leckeren Frühstück stärken. Dabei fehlten natürlich die Brezeln nicht – schließlich fand das Power Breakfast in der Nähe von München statt. Dann durften wir gespannt den recht unterschiedlichen Werdegängen der drei Unternehmensvertreterinnen lauschen.

Erfahrungen teilen
Elisabeth Schattenhofer arbeitet bereits seit ihrem Studienabschluss 1988 bei der Allianz Versicherungs-AG. Dort ist sie seit 2004 Fachbereichsleiterin und verantwortlich für mehrere Stabsbereiche mit den Schwerpunkten E-Business, Controlling sowie Qualifizierung und Change Management.

Gabriele Stueckgen ist erst seit 2004 bei der Allianz Deutschland AG und seit 2006 ebenfalls Fachbereichsleiterin. Unter anderem ist sie zuständig für Budgetplanung und -controlling, Portfoliomanagement sowie für Projekte in den Bereichen Controllingsysteme und Arbeitssteuerung.

Uta Knebel ergriff zuletzt das Wort. Sie ist ganz frisch mit dem Vorstandsassistenten-Programm bei der Allianz „eingestiegen“, nachdem sie ihren Doktor vor ein paar Tagen erworben hatte.

Kontakt zur Allianz aufnehmen?
In der Allianz-Gruppe kannst du Fragen stellen oder dich mit Allianz Mentees austauschen.

Familienfreundliche Karriere
Nach dieser Vorstellungsrunde konnten wir unsere Fragen loswerden. Eines der Themen in der Runde war der Umgang mit "Männer/Frauen-Problemen" am Arbeitsplatz. So sollten Frauen nach Einschätzung der Referentinnen zum Beispiel darauf achten, dass sie sich nicht unter Wert verkaufen und selbstbewusst auftreten. Ein weiteres Thema war die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die Allianz Deutschland AG hat für junge Familien offenbar gute Bedingungen geschaffen, denn Teilzeitarbeit oder Arbeit von zu Hause aus ist problemlos möglich.

Viele Wege führen zum Traumberuf
Das kommt auch denen zugute, die noch nach dem für sie "richtigen" Tätigkeitsfeld suchen. Einige meiner Fragen waren allein schon mit den Darstellungen des Karrierewegs der drei Unternehmensvertreterinnen beantwortet: Es gibt nicht DEN bestimmten Karriereweg bei der Allianz. Die Wege sind ebenso unterschiedlich und vielfältig wie die Einstiegsmöglichkeiten. Wer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und Abwechslung ist, muss bei einem Arbeitsplatzwechsel innerhalb der Allianz keine hohen Hürden überwinden.

Bei dem folgenden informellen Teil der Veranstaltung konnte ich auch meine Frage nach der Promotion loswerden. Die Antwort: Wer Spaß daran hat und gerne promovieren möchte, der sollte es auch machen! Gegen 13 Uhr endete das Power Breakfast, und ich konnte zufrieden den Heimweg nach Berlin antreten.

Fazit: Ein anregendes Frühstück
Es war ein Vormittag mit vielen wertvollen Informationen und mit zahlreichen Anregungen. Für mich war schnell klar: Ich möchte mehr über die Allianz Deutschland AG wissen, und ich möchte prüfen, ob ein Berufseinstieg bei der Allianz ernsthaft in Betracht kommt – und deshalb werde ich mich um ein Praktikum bewerben.

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Erfahrungsbericht (Allianz): Eine Oase der Ruhe

Montag, den 23. August 2010
Erfahrungs- bericht

Pinsel, Hammer, Deko-Utensilien – mit solchen Dingen haben Johanna und Kevin sonst eher selten zu tun. Um einen Raum der Ludwig-Thoma-Realschule in München in eine Ruhe-Oase für die Schüler zu verwandeln, haben die zwei zusammen mit anderen Helfern zur Werkzeugkiste gegriffen. Organisiert wurde das Sozialprojekt von der Allianz.

Beim sozialen Projekt "Hand in Hand engagieren" der Allianz sollten 12 Studenten, Praktikanten und Mitarbeiter einen Raum in der Ludwig-Thoma-Realschule zu einem Ruhe-Raum umgestalten. Mit ihrem Engagement haben sie für eine angenehmere Lernatmosphäre gesorgt.

KevinJohanna Johanna (23) und Kevin (21) studieren Internationale Betriebswirtschaft und Management. Zusammen mit anderen ehrenamtlichen Helfern und Schülern gestalteten sie eine Ruhe-Oase für die Schüler der Ludwig-Thoma-Schule. Dabei bewiesen sie handwerkliches Know-how.

Durchatmen und Energie tanken
Da es sich bei dieser Realschule um eine Ganztagsschule handelt, verbringen die Schülerinnen und Schüler auch ihre längeren Pausen oft in der Schule. Bis jetzt hatten sie jedoch keinen angemessenen Raum, um gerade in der Mittagspause einfach mal den Kopf frei zu bekommen und neue Energie für den Rest des Tages zu tanken. Dabei ist so ein Raum der Stille enorm wichtig für den Schulalltag. Wer viel lernt und leisten muss, der muss auch die Möglichkeit haben, in einem angenehmen Umfeld abzuschalten.

An die Werkzeuge, fertig, los!
Vor diesem Hintergrund trafen wir uns am 22. Juli morgens am Münchner Ostbahnhof, um zur Ludwig-Thoma-Realschule aufzubrechen. Bei einem gemeinsamen Frühstück mit den Schülerinnen und Schülern wurde ein Entwurf beschlossen, wie der Raum aussehen sollte. Danach fanden wir uns in mehreren Teams zusammen, die mit verschiedenen Arbeiten betraut wurden: Kehren, Wände waschen, spachteln und anstreichen.

Danach überlegten wir, mit welchen Farben und Möbeln der Raum gefüllt werden sollte und welche Utensilien zum Gestalten wir dazu einkaufen müssen. Schon die Planung machte uns sehr viel Spaß.

Hand in Hand
Ein neuer Anstrich
[Quelle: Allianz]

Ein neuer Anstrich
Nach der Mittagspause ging es dann ans Eingemachte: Weiße Farbe wurde an den Wänden aufgetragen. Dabei hat es am meisten Spaß gemacht, das Ganze auch angemessen auf der eigenen Kleidung zu verewigen. Nachdem das alte Klassenzimmer ganz in Weiß erstrahlte und nicht mehr angespannte Lernatmosphäre verbreitete, waren wir zufrieden und überlegten uns die nächsten Schritte. Am Abend lud uns die Allianz zum gemütlichen Essen und Beisammensein in einer griechischen Taverne ein. Wir ließen den Tag in geselliger Atmosphäre ausklingen und freuten uns schon auf den zweiten Tag unseres Projekts.

Fehlt nur noch ein bisschen Atmosphäre…
Der zweite Tag begann mit einem gemeinsamen Frühstück und einem kurzen Briefing, was nun noch geschafft werden muss. Die Stimmung war sehr gut: Man spürte die Motivation, bis zum späten Nachmittag aus dem halbfertigen Raum eine Oase der Ruhe zu machen. Dennoch war am zweiten Tag alles hektischer, der Zeitdruck machte sich bemerkbar. Doch für die meisten von uns war das ein umso größerer Ansporn. So wurde in kürzester Zeit aus einem weißen, nichtssagenden Raum ein warmes, in Gelb strahlendes Zimmer – kaum wiederzuerkennen.

Hand in Hand
Farbe für eine gemütliche Atmosphäre
[Quelle: Allianz]

…und ein paar Möbel
Die erste Hürde war gemeistert. Belohnt wurden wir mit einem Mittagessen in der Kantine der Allianz in Neuperlach. Während wir vormittags gestrichen haben, hat sich in der Zwischenzeit ein anderes Team um den Einkauf der Möbel gekümmert. Nach unserer Mittagspause warteten die Möbel darauf, endlich aufgebaut zu werden. Gesagt – getan! Langsam nahm der Raum Gestalt an, und man konnte schon erahnen, wie es denn letztendlich aussehen würde.

Das Highlight war ein riesiges, selbstgebautes Bett – eine Herausforderung, die wir gemeinsam gemeistert haben. Der schwierigste Teil war damit überstanden. Der letzte und wohl auch schönste Teil war das abschließende Dekorieren. Mit geeigneten Accessoires haben wir wahrlich einen Ort zum Wohlfühlen geschaffen.

Hand in Hand
Das Team von "Hand in Hand"
[Quelle: Allianz]

Fazit: Eine rundum gelungene Aktion
Wir sprechen an dieser Stelle wohl für alle Helfer, wenn wir sagen: Es waren zwei tolle Tage, in denen wir mit interessanten Menschen gearbeitet haben. Zusammen haben wir den Schülern der Ludwig-Thoma-Realschule eine Ruhe-Oase geschaffen. Jeder einzelne von uns war sichtlich stolz auf das Ergebnis. Wir wünschen den Schülerinnen und Schülern viel Spaß und Freude daran!

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Erfahrungsbericht (Allianz): Personalmarketing 2.0

Donnerstag, den 19. August 2010
Erfahrungs- bericht

Social Media als Stellenmarkt und chatten mit "Allianz Kai": Über Recruiting im Web 2.0 diskutieren und in kreativer Atmosphäre verschiedene Strategien fürs Hochschulmarketing durchspielen – darum ging es im Innovationsworkshop bei der Allianz in München.



DanielaDaniela (30) promoviert an der TU Darmstadt. Die Soziologin untersucht, wie Web 2.0 die Unternehmenskommunikation verändert. Zwei Tage lang konnte sie mit anderen e-fellows hinter die Kulissen des interaktiven Personalmarketings schauen.

Titel und Thema der Veranstaltung
Innovationsworkshop: Entwickle eine neue Web-2.0-Strategie für die Allianz

Zeit, Ort und Dauer der Veranstaltung
27.- 28. Juli in München

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
Zehn e-fellows.net-Stipendiaten genossen beim Workshop ein perfekt zusammengestelltes Programm – inklusive Kunstführung durch das Allianz-Gebäude und der wahrscheinlich größten Pizza Münchens. Dafür sorgten die beiden Personalmarketing-Referenten der Allianz, Ralf Hilscher und Dominik Hahn. Den Workshop moderierte der Innovationscoach und e-fellows.net-Alumnus Florian Rustler von creaffective.

An der Schnittstelle
Der Workshop hat mich aus beruflicher und wissenschaftlicher Sicht gereizt: Als Kommunikationsmanagerin interessieren mich die Schnittstellen zwischen Konzernkommunikation und Personalmarketing. Insbesondere wenn es darum geht, wie sich ein Unternehmen nach außen präsentiert. Als Soziologin frage ich, wie die Kommunikation zwischen dem sozialen System "Konzern" und den Usern von Social Media funktioniert.

Innovationsworkshop Allianz
Ideen sammeln
[Quelle: Allianz]

Recruiting übers World Wide Web
Ziel des Innovations-Workshops war es, bereits bestehende und künftige Social Media Aktivitäten der Allianz in einer Strategie zu bündeln. Eine Strategie, die exakt auf die Allianz zugeschnitten sein sollte und den Bewerbern die Chance gibt, ihren potenziellen Arbeitgeber ganz persönlich kennenzulernen.

Auf der Suche nach geeignetem Nachwuchs haben inzwischen nahezu alle großen Unternehmen Einzug in das Social Web gehalten. Zu Beginn des Workshops haben wir erfahren, wie Ralf Hilscher und sein Kollege Dominik Hahn im Jahr 2008 erstmals in Sachen Hochschulmarketing im Web 2.0 aktiv geworden sind.

Individuell und immer auf dem neuesten Stand
Hilscher und Hahn erklärten, wie sie die offizielle Karriereseite Stück für Stück um Kanäle im "Mitmachweb" erweitert haben und welche Herausforderungen sie für ihre Arbeit sehen: authentisch muss man sein und jederzeit erreichbar. Freunde, Fans und Follower erwarten, dass ihre Posts zeitnah und vor allem individuell behandelt werden. "Wir wollen unserer Zielgruppe einen Einblick in unser Unternehmen geben," erklärt Hilscher.

Die digitale Stellenanzeige
Doch wie kommt das bei der Zielgruppe an? Was wollen Absolventen – quasi die Kollegen von morgen – von einem potenziellen Arbeitgeber wissen? Inwieweit ziehen Studierende soziale Netzwerke bei der Jobsuche eigentlich in Betracht? Die beiden Personalmarketingexperten haben jede Menge Fragen an uns vorbereitet. Dafür erhalten wir einen Blick hinter die Kulissen eines Großkonzerns.

Wir, das sind zehn e-fellows aus verschiedenen Fachrichtungen und in unterschiedlichen Phasen des Studiums. "Diese Mischung ist für uns ganz wichtig," erläutert Hilscher, "denn ein Studienanfänger interessiert sich vielleicht eher für generelle Praktikumsmöglichkeiten, ein Young Professional dagegen hat konkrete Fragen zur Karriereplanung".

Wie viel Kommerz verträgt die Community?
"Versicherungen sind nun mal unser Kerngeschäft," sagt Dominik Hahn, "davon verstehen wir was. Aber wenn wir zum Beispiel in der e-fellows.net community auf eine Frage zu Reiseversicherungen antworten, kann das schnell negativ als plumpe Verkaufsschau ankommen". Doch sind User so naiv zu glauben, sie seien tatsächlich unbeobachtet von Marketingabteilungen? Und wie viel Kommerz verträgt eine Community? Fragen wie diese haben uns während des Workshops beschäftigt.

So weiß jeder, der Teil einer Community ist, dass die Pflege eines solchen Netzwerks einiges an Zeit erfordert. Hat ein Unternehmen hier nur standardisierte Templates zu bieten oder reagiert gar nicht, wird es für die User schnell uninteressant. Bei der Allianz setzt man auf einen quirligen Avatar: Als "Allianz Kai" twittert das Personalmarketing-Team, betreibt einen eigenen Kanal auf YouTube und hat Profile in mehreren sozialen Netzwerken.

Innovationsworkshop Allianz
Strategien aufzeichnen
[Quelle: Allianz]

Der "Allianz Kai" im Social Web
Welche Rolle der "Allianz Kai" als Teil einer künftigen Web-2.0-Strategie spielen wird und wie der Austausch zu "echten" Allianz-Mitarbeitern aussehen könnte, sind konkrete Arbeitsfragen unseres Workshops. Für eine kreative Atmosphäre sorgt Innovationscoach Florian Rustler von creaffective. Der Moderator macht uns zu wahren Brainstorming-Meistern: Mit einer rasanten Geschwindigkeit von etwa 200 Ideen pro Stunde steht am Ende eine umfangreiche Ideensammlung für künftige Personalmarketing-Aktivitäten der Allianz.

…und dann heißt es: mitfiebern
Während wir nach zwei Tagen unser Soll an Kreativität erfüllt haben, geht es für das Personalmarketing-Team erst richtig los. Nach diesem intensiven Auftakt ist es natürlich schade, nicht weiterverfolgen zu können, wie sich die Web-2.0-Strategien entwickeln. Aber zumindest scheinen die anderen e-fellows genauso neugierig zu sein wie ich – und sind Fan der Allianz-Karriereseite bei Facebook und Freunde von "Allianz Kai" geworden.

Ergiebiges Brainstorming
Aus meiner Sicht war der Workshop rundum gelungen. Die beiden Allianz-Mitarbeiter haben ihre Social-Media-Aktivitäten offen präsentiert und sich auch auf kritische Diskussionen eingelassen. Inhaltlich hat der Workshop durch die souveräne Moderation von Florian Rustler überzeugt. Trotz seiner langjährigen Erfahrung schien er genauso begeistert vom Thema zu sein wie wir und hat die Gruppe zu immer mehr Ideen angestachelt.

Auch für Soziologen spannend
Anders als ein Gespräch auf einer Jobmesse, eine Case-Study oder ein Recruiting-Workshop habe ich bei diesem Praxis-Workshop einen sehr persönlichen Einblick in den Alltag eines Großkonzerns erhalten. Man hatte Gelegenheit, Strukturen und Arbeitsweisen einer komplexen Organisation kennenzulernen. Und für mich als Nicht-Mathematikerin, als Nicht-BWLerin und Nicht-Informatikerin war es natürlich sehr spannend zu erfahren, was bei einer Versicherung im Innendienst passiert.

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Aktiv im Web 2.0: Die Unternehmen öffnen ihre Türen für deine Fragen

Donnerstag, den 5. August 2010
Melanie

"Wir sind da, wo auch unsere Zielgruppe ist." Deswegen tummeln sich viele Unternehmen in Social Networks, twittern und veröffentlichen Videos bei Youtube. Aber was versprechen sie sich davon, und wie soll man sich eigentlich als Student verhalten? Kritische Fragen kannst du stellen – aber viele Studenten und Bewerber stellen gar keine. Dabei ist das Web 2.0 eine Chance für dich, dir genau die Infos zu besorgen, die du brauchst.

Direkt mit den Mitarbeitern und Personalern eines Unternehmens in Verbindung stehen – das war früher nicht leicht. Glück hatte, wer jemanden kannte, der jemanden kannte, den man fragen konnte. Dank interaktivem Netz tummeln sich nun aber einige Unternehmen in der e-fellows.net community, bei Facebook & Co. Sie können so mit der Zielgruppe direkt in Kontakt treten.

Für dich sehr wertvoll: Du bekommst Informationen über das Unternehmen direkt von der Quelle – wie ist die Unternehmenskultur, welches Gehalt kannst du erwarten, welche Aufgaben haben die Mitarbeiter, gibt es Weiterbildung? Das ist ganz klar auch ein Vorteil für Unternehmen, die in der Beliebtheitsskala nicht immer ganz oben auftauchen, wie Sven Kollmenter von der Telekom sagt: "Wir wissen, dass die Telekom noch nicht in allen Zielgruppen ein Top-Image hat. Wir wissen aber auch: Sobald Menschen mit uns in Kontakt treten und uns kennenlernen, finden sie uns richtig gut."

Und was treiben Unternehmen im Internet?
Die Allianz hat beispielsweise "Kai", einen Avatar, der in mehreren Social Networks die Allianz "vertritt". Ihn kannst du direkt zum Unternehmen fragen, zum Beispiel was man dort im Vertrieb macht. Außerdem führt Kai die User auf dem Videoportal www.spannende-jobs.de durch die Allianz-Welt. Bertelsmann pflegt unter anderem seinen eigenen Youtube-Kanal. In diesen Videos berichten auch schon mal Praktikanten, was sie im Konzern machen. Die Telekom twitterte kürzlich live von ihrer Campus-Tour; täglich konnte man mitlesen, an welcher Uni der Bus Halt machte und was vor Ort passierte. Accenture hat bei Xing ein Unternehmensprofil und veröffentlicht dort regelmäßig Updates über Studien, offene Stellen oder Beratungsprojekte. Und wenn du schon immer mal wissen wolltest, wie ein IT-Berater Innovationen auf den Weg bringt, fragst du direkt in der e-fellows.net community nach.

Es gibt keine irrelevanten Fragen
Die Unternehmen sind aktiv, aber wie verhalte ich mich als Student oder Bewerber? Wenn ich zu locker / zu kritisch / zu seriös rüberkomme, bin ich dann disqualifiziert? Nein, sagen unisono die Unternehmen. Die Allianz fordert sogar gezielt kritisches Feedback. "Solche Rückmeldungen von der 'Basis' sind für unsere Arbeit ja ganz entscheidend", sagt Dominik Hahn aus dem Personalmarketing der Allianz. "Im Endeffekt ist das kein großer Unterschied zum Berufsleben. Auch da befindet man sich in einem steten, fachlichen Austausch.

Dass dabei jeder Gesprächspartner freundlich bleibt, ist auch klar. Judith Charles von Bertelsmann ermuntert e-fellows und Facebook-Friends ebenfalls: "Irrelevante Fragen gibt es für uns nicht. Und kritische Fragen legen wir auch nicht negativ aus. Konkrete Fragen zeigen schlussendlich ja, dass sich die Person auch intensiv mit einem Unternehmen befasst."

Dialog, Dialog, Dialog und Offenheit
Kritische Fragen kannst du stellen – aber viele Studenten und Bewerber stellen gar keine. Dabei ist das Web 2.0 eine Chance für dich, dir genau die Infos zu besorgen, die du brauchst. Leider werden viele bei Unternehmen zu passiven Mitlesern. Dabei ist das gar nicht nötig, denn die Unternehmen wünschen sich Kommunikation in beide Richtungen. "Für uns sind Offenheit und ein konstruktiver Dialog sehr wichtig", sagt Sven Kollmenter. "Wir freuen uns über jedes Feedback." Auch Accenture ermuntert dich, deine Interessen offen anzusprechen. Dass du dabei nicht beleidigend wirst, ist ja klar.

Die Allianz hat ebenfalls Erfahrungen mit negativen Fragen: "Es gab ja schon die ein oder andere Situation in der Community, in der wir uns den eher negativen Bewertungen einzelner User gestellt haben", sagt Dominik Hahn. "Wir versuchen immer, objektiv zu bleiben und dazu beizutragen, die Sachlage aufzuklären." Auch Sven Kollmenter von der Telekom ist "froh darüber, wenn kritische Themen mit uns statt über uns diskutiert werden. Denn nur so haben wir eine Chance, einen konstruktiven Dialog zu führen und möglichst eine gute Lösung zu finden."

Dialog ja, aber wo?
Zum Beispiel im Fragen- &Antworten-Tool in der Community oder in den Inside-Gruppen der Unternehmen

Keinen Bock auf Unternehmenspräsenz in Social Networks
Immer wieder regt sich Kritik an der Omnipräsenz der Unternehmen in Social Networks. Das Schöne ist aber: Wenn du keine Lust hast, musst du dich nicht mit den Unternehmen auseinandersetzen. "Wir kontaktieren nicht wahllos irgendwelche User, sondern aktiv nur diejenigen, die auch an einem Event von uns teilgenommen haben", sagt Judith Charles. "Wer aber kein "Fan" von uns werden will, muss nicht. Wir sehen unsere Social-Media-Aktivität als ein Angebot und nicht als ein Instrument, dass wir in der Zielgruppe verkaufen wollen."

Auch die Telekom beweist "Fingerspitzengefühl und versucht, als Unternehmen Grenzen zu finden und sich nur auf Plattformen zu bewegen, wo dies auch erwünscht ist." Accenture betont: "Wer sich genervt fühlt, kann uns unbeachtet lassen. Wir haben offene Türen, klingeln allerdings selten an Türen der weniger Interessierten.

Die Facebook-Seiten der e-fellows.net-Partnerunternehmen:

Allianz, Accenture, Bertelsmann, Telekom

Expertenforum – der Straßenfeger in der e-fellows.net community
Eine ganz besondere Form der Kommunikation ermöglichen die Expertenforen. Das zeigen die rege Beteiligung der Stipendiaten und Alumni – und die Aussagen der Unternehmen: Die Telekom und Bertelsmann heben beide die Foren besonders hervor. In den Expertenforen verdichtet sich, was die Community insgesamt auszeichnet: Stipendiaten können mögliche Arbeitgeber kennenlernen, mit ihnen in Kontakt treten und sich über die Einstiegsprogramme informieren. Außerdem bekommst du Informationen, die genau auf dich abgestimmt sind, dein "Fall" wird diskutiert.

"75 Prozent der Mitglieder sind für uns interessant"
75 Prozent – eine beachtliche Zahl. Diese nennt Judith Charles von Bertelsmann, wenn sie die Stipendiaten in der Community beschreibt. Denn "e-fellows.net ist etwas Besonderes. Drei Viertel der Stipendiaten sind für uns als Zielgruppe interessant, das ist bei Facebook nicht so."

Auch Sven Kollmenter ist überzeugt, über die Community "mit hochqualifizierten und ehrgeizigen Menschen in den Dialog" kommen zu können. Nicole Büchner von Accenture hebt hervor, dass auch sie als Unternehmensvertreter eine Beitrag leisten will zum regen Austausch: "Wir freuen uns, wenn Studenten mit uns kommunizieren."