Archiv der Kategorie '* Allianz'

Erfahrungsbericht (Allianz): Ein Tag im Allianz Inhouse Consulting

Donnerstag, den 13. Juni 2013
Erfahrungs- bericht

Meetings in Berlin, um zwei Servicegesellschaften mit aufzubauen, Business Cases berechnen – so sehen die Aufgaben eines Inhouse Consultants bei der Allianz aus. Andreas schildert seinen Arbeitstag und berichtet von der Projektarbeit.

Allianz Inhouse Consulting versteht sich als Strategie- und Managementberatung der Allianz Deutschland AG und unterstützt den Vorstand bei wichtigen Veränderungsprojekten. Talentierte Nachwuchsführungskräfte werden hier gefördert, um später verantwortungsvolle Schlüsselpositionen in der Allianz übernehmen zu können.

Ein typisches Projekt des Allianz Inhouse Consultings zielt auf den langfristigen Erfolg der Allianz Deutschland AG ab. Wer im Inhouse Consulting Projekte erfolgreich managen will, braucht eine hohe Methodenkompetenz, muss den Versicherungsmarkt genau kennen und über ein tiefes Wissen über die Strukturen und Arbeitsweisen des Konzerns verfügen.

Die Position als Mitarbeiter der Allianz verschafft den Inhouse-Beratern eine besondere Sichtweise, um passgenaue Lösungsstrategien zu entwickeln und nachhaltig umzusetzen.
Ob Konzeption und Aufbau von Servicegesellschaften, Unterstützung bei der Neuausrichtung des Vertriebs oder die Umgestaltung wesentlicher interner Prozessabläufe, Allianz Inhouse Consulting ist maßgeblich an der kulturellen und strukturellen Weiterentwicklung der Allianz beteiligt.

Andreas vom Inhouse Consulting der AllianzAndreas Herbst (30), ist seit eineinhalb Jahren bei der Allianz am Standort München tätig. Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre an der LMU München arbeitete er zunächst in der internen Beratung einer deutschen Großbank. Er begleitete verschiedene Projekte und wirkte zum Beispiel an einer der größten Fusionen zweier Großbanken mit. Im Allianz Inhouse Consulting begleitet Andreas überwiegend Projekte im Bereich der Sachversicherung sowie ein groß angelegtes Zukunftsprogramm.

Anhand eines exemplarischen Tages möchte ich die Situationen und Eindrücke, denen ich in meinem Beruf tagtäglich begegne, veranschaulichen:

Selten gleicht im Inhouse Consulting der Allianz ein Tag dem anderen. Das denke ich mir auch heute wieder, einem kalten Morgen auf dem Weg zum Flughafen. Gedanklich bereite ich mich auf die Termine in Berlin vor, die mich und meine Teamkollegen erwarten.

Servicegesellschaften aufbauen und Leistungen bündeln
In der Hauptstadt angekommen, nehmen wir ein Taxi zu den Treptowers, dem Allianz-Standort in Berlin. Heute stehen verschiedene Workshops und Meetings auf der Tagesordnung. In meinem aktuellen Projekt geht es um den Aufbau zweier Tochtergesellschaften der Allianz, die die Abwicklung des Versicherungsbetriebs noch effizienter machen sollen.

Meine Aufgabe ist es, einen Business Case zu kalkulieren. Einige wichtige Entscheidungen, die heute getroffen werden, fließen darin ein. Da die Servicegesellschaften im Nord-Osten der Republik angesiedelt werden sollen, finde ich dort auch wichtige fachliche Ansprechpartner.

An den Treptowers angekommen wird mir die Größe unseres Konzerns wieder bewusst. Hier, am Standort Berlin, werden nicht nur Versicherungsfälle reguliert, die in nördlichen und östlichen Bundesländern passieren. Auch eines der größten Posteingangszentren Europas befindet sich direkt vor mir. Dort geht jeder der unzähligen Kundenbriefe ein, um dann in digitaler Form intern weitergeleitet zu werden.

Meeting mit dem Regionalvorstand
Noch vor meinem ersten Termin fängt mich die für das Controlling im Betriebsgebiet Nord-Ost zuständige Abteilungsleiterin auf dem Flur ab. Sie lädt mich in ihrem Büro zu einem kleinen Frühstück ein. Wir besprechen auch die Vorbereitung eines Lenkungsausschusses und die Entscheidungen, die dafür von den Vorständen getroffen werden müssen.

Den restlichen Tag verbringe ich in Meetings verschiedener Projektarbeitsgruppen, die sich beispielsweise mit der rechtlichen Gründung der Tochtergesellschaften oder der Gebäudeauswahl beschäftigen. Wir diskutieren, welche Gebäude für das neue Servicezentrum infrage kommen, berechnen Investitionsvolumen für Umbaumaßnahmen am Vormittag und laufende Betriebskosten am Nachmittag. Ich hatte mich für die Beantwortung der Frage gerüstet, wie sich Investitionsalternativen auf die ökonomische Zielsetzung des Projekts auswirken würden.

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In der Allianz-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei der Allianz kontaktieren.

Wie wird sich der Versicherungsmarkt entwickeln?
Business Cases zu berechnen bedeutet Prognosen zu stellen, also bilden wir darin verschiedene Szenarien ab. Dabei stützen wir uns zum Einen auf Schätzungen zur Entwicklung der Versicherungsmarkts in Deutschland und zum Anderen auf verschiedene technische Optionen zur Abwicklung von Versicherungsdienstleistungen.

Am Abend treffen wir den Regionalvorstand Nord-Ost. Im direkten Gespräch mit ihm erfahren wir seine persönliche Sichtweise und besprechen, wie es weitergeht. Zum Abschluss des Tages heißt es Arbeitsergebnisse dokumentieren, sich mit den Münchner Kollegen abstimmen, die unsere Ergebnisse an ihre Vorstände berichten, und dann ab ins Hotel. Nun ist es an der Zeit abzuschalten und den Tag bei einem guten Abendessen mit herrlichem Blick über Berlin ausklingen zu lassen.

Teamarbeit in der Nähe der Berge
Zwar gehört Terminstress auch zu meinem Beratertag, gleichzeitig macht gerade die Vielfalt der Aufgaben meinen Beruf so spannend. Dass Teamwork bei uns groß geschrieben wird, schätze ich sehr: Im Allianz Inhouse Consulting arbeiten wir in Projektteams und unterstützen uns gegenseitig. Man kann sich stets auf seine Kollegen verlassen und so fühlt man sich auch terminlichem Druck gewachsen. Längst habe ich gelernt: Auf arbeitsintensive Projektphasen folgen immer auch ruhigere, die wir nutzen um an Seminaren teilzunehmen – oder auch die flexiblen Arbeitszeiten auszukosten, um ganz spontan die Nähe zu den Bergen zu genießen.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Allianz): Praktikum beim CIO – ich habe die Allianz IT aus strategischer Perspektive kennengelernt

Freitag, den 7. Juni 2013
Erfahrungs- bericht

Während seines Praktikums bei der Allianz Deutschland AG im Stab des  IT-Vorstands lernte e-fellow Philipp nicht nur, wie strategische Entscheidungen in einem großen Unternehmen gefällt werden. Er selbst war mit dafür verantwortlich,  dass das IT-System fehlerfrei lief.

Unternehmen und Ort:
Allianz Deutschland in Unterföhring bei München

Position und Abteilung im Unternehmen:
Praktikant im Stab des IT-Vorstands (CIO)

Zeitpunkt und Dauer des Praktikums, Gehalt:
Mitte August 2012 bis Ende Januar 2013, fünfeinhalb Monate, 800 Euro im Monat

Bei den Wirtschaftsinformatikern gibt es zwei Extreme - die einen sind technisch-, die anderen betriebswirtschaftlich orientiert. Wie viele meiner Kommilitonen stand auch ich vor der Frage: Zu welcher Gruppe möchte ich gehören? Ich hatte schon technische Praktika in der Software-Entwicklung gemacht, doch Einblicke in das IT-Management und die IT-Strategie reizten mich ebenfalls. Um mir eine klare Meinung zu bilden, hatte ich auf diversen Jobmessen Ausschau nach entsprechenden Praktika gehalten und wurde schließlich im Rahmen der Recruiting-Veranstaltung "Join the Best" bei der Allianz Deutschland AG fündig. Beim Messegespräch bekam ich einen sehr guten Überblick über die Einstiegsmöglichkeiten für ITler – wie zum Beispiel die, wie ich glaube, deutschlandweit einmalige Möglichkeit eines Praktikums im Stab des IT-Vorstands.

Philippe-fellow Philipp (25) macht nach seinem Bachelor-Studium der Wirtschaftsinformatik an der Universität Mannheim derzeit den Master im gleichen Fach an der Technischen Universität München.

Von BYOD bis Social Media
IT-Systeme sind für Versicherungsunternehmen sehr wichtig. Trotzdem denken viele an eine graue IT-Landschaft, die sich in erster Linie darauf konzentriert, fehlerfrei zu funktionieren.

Als Praktikant im Vorstandsbüro von Dr. Andreas Nolte, CIO der Allianz Deutschland, lernte ich, dass es sich ganz anders verhält. Durch die meist täglich wechselnden Aufgaben habe ich immer wieder interessante Einblicke in die aktuellsten IT-Themen der Allianz erhalten. Von BYOD (Bring your own device) bis Social Media gab es zurückblickend in der Presse eigentlich kein IT-Thema, das mir nicht auch bei der Allianz in irgendeiner Form begegnet ist. Dabei spielten strategische Entscheidungen – wie die Einführung agiler Entwicklungsmethoden - ebenso eine Rolle wie operative Themen, etwa bei der Umsetzung einer internen Initiative zur Informationssicherheit.

Natürlich ist auch das fehlerfreie Funktionieren der Systeme ein großes Thema innerhalb der Allianz IT. Das spiegelte sich auch in einer meiner Aufgaben wider: Der Vorbereitung des wöchentlichen Berichts zu Produktionsstörungen. Meine Aufgabe war es, an der Telefonkonferenz zu den Produktionsstörungen teilzunehmen und den Bericht in Abstimmung mit Dr. Nolte für den gesamten Vorstand der Allianz Deutschland vorzubereiten.

Wie funktioniert die IT der Allianz?
Neben dem Wissen über die IT der Allianz habe ich während meines Praktikums einen Eindruck gewonnen, wie wichtige IT-Themen in großen Unternehmen angegangen werden. Ich lernte auch, wie die internen Prozesse von der Bewertung bis hin zur Umsetzung aussehen.

So durfte ich als Testperson miterleben, wie das "Allianz Social Network" zuerst lokal und dann deutschlandweit eingeführt wurde. Ich habe durch die Organisation von Führungskräfte-Runden und die Vorbereitung von Präsentations-Unterlagen auch erfahren, wieviel Abstimmung notwendig ist und wie lange große Projekten dauern können.

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In der Allianz-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei der Allianz kontaktieren. Philipps Praktikums-Stelle ist regelmäßig neu zu besetzen.

Einblick in das Vorstandsassistentenprogramm der Allianz
Während meines Praktikums erledigte ich viele meiner Aufgaben in Abstimmung und Kooperation mit Verena Rappel, Vorstandsassistentin im Ressortbereich IT. Durch die enge Zusammenarbeit und die zeitweise Vertretung bekam ich einen sehr guten Einblick in das Vorstandsassistenten-Programm der Allianz Deutschland AG.

Vorstandsassistenten profitieren vom Mentoring durch einen Vorstand und von zusätzlichen Trainings- und Fortbildungsmöglichkeiten. Außerdem beeindruckte mich besonders die gute Vernetzung der Vorstandsassistenten im Unternehmen. Wer im Anschluss an sein Studium oder seine Promotion als Vorstandsassistent anfangen möchte, dem kann ich sehr empfehlen, während eines Praktikums bei der Allianz einen wertvollen Einblick zu erhalten.

Kein Zeichen von Langeweile – von Management-Meetings bis Weihnachtsmarkt
Das Praktikum war der Hammer. Ich habe zwar mein fachliches Wissen hinsichtlich neuer Programmierkenntnisse oder der Administration von Datenbanken nicht erweitert, aber das war auch nicht mein Anspruch an das Praktikum. Vielmehr ging es für mich darum, IT-Prozesse, Abläufe und Umgangsformen in einem großen Unternehmen kennenzulernen – und dafür war das Praktikum ideal.

Von den zahlreichen Meetings mit dem CIO und den Fachbereichsleitern der IT über die wöchentliche Kommunikation mit den Kollegen vom Produktionsstörungsbericht – jeder Kontakt war für mich eine echte Bereicherung. Langeweile war in meinem Praktikum ein echtes Fremdwort, vor allem durch die Vielfalt der Aufgaben. So habe ich auch gelernt, was es heißt, Prioritäten in meiner Arbeit zu setzen und dringliche Projekte möglichst fehlerfrei zu erledigen.

Die Highlights meines Praktikums waren die netten Kollegen, zahlreiche studentische Aktivitäten im Rahmen den Praktikantenbetreuungsprogramms, wie gemeinsame Studenten-Mittagessen oder After-Work-Veranstaltungen, und auch der Allianz Weihnachtsmarkt zu Gunsten der Stiftung "Allianz für Kinder und Jugendliche Bayern".

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Allianz): Ein Meeting für Manager organisieren – und Kontakte knüpfen

Mittwoch, den 17. April 2013
Erfahrungs- bericht

Nach dem Bachelor gleich den Master oder doch lieber in den Beruf einsteigen? Wie e-fellow Benjamin stehen viele Absolventen vor dieser Entscheidung. Benjamin entschloss sich schließlich, ein "Gap Year" einzulegen, und machte bei der Allianz ein Praktikum. Dort organisierte er sogar das Treffen aller Geschäftsführer in Potsdam und knüpfte dabei wertvolle Kontakte.

Nach dem Abschluss meines betriebswissenschaftlichen Bachelor-Studiums in Deutschland und England war ich unentschlossen, ob ich direkt in den Master wechseln oder gleich den Berufseinstieg wagen sollte. Um besser entscheiden zu können, legte ich ein "Gap Year" ein, in dem ich unter anderem ein Praktikum bei der Allianz absolvierte.

Bewerbungsgespräch auf Englisch
Da mein Werdegang mit Stationen im Consulting, Banking und Mergers & Acquisition geprägt ist, passte die Abteilung "Strategy & Development" sehr gut. Ich reichte meine Bewerbungsunterlagen ein und wurde daraufhin zum Interview bei der Allianz in Schwabing eingeladen. Das Gespräch mit zwei potenziellen Kollegen lief komplett auf Englisch. Dabei ging es vor allem um meinen Werdegang und meine Erwartungshaltung an das Praktikum. Fachliche Inhalte oder versicherungsspezifische Themen wurden nicht abgefragt.

Arbeitsalltag und das Treffen der CEOs
Die Abteilung "Global Life – Strategy & Development" ist für die vergangenheitsbezogene Analyse und die strategische Ausrichtung und Positionierung des Life-Businesses – dazu gehören Lebensversicherungen – verantwortlich. Mein Team bestand aus acht Kollegen aus den unterschiedlichsten Ecken der Welt, das sorgte für eine große Vielfalt im Büro. Das Auswahlinterview war auf Englisch geführt worden, um dieser Internationalität im Team gerecht zu werden. Die Stimmung und Atmosphäre war durchweg positiv und sehr locker. Bei den Arbeitszeiten kann man in der Regel von einem "9-to-5-Job" sprechen, wobei es auch wenige Ausnahmen gab, bei denen ich bis ungefähr 22 Uhr im Büro war.

Zu meinen Aufgaben gehörte die Erstellung einer weltweiten Marktstudie über den Bereich "Leben". Dazu musste ich versicherungsrelevante Daten für die entsprechenden Direktmärkte recherchieren, um im späteren Verlauf eine Handlungsempfehlung geben zu können, wie das Management mit den Direktmärkten verfahren soll.

Darüber hinaus half ich im Tagesgeschäft: Ich erstellte Präsentationen für diverse Vorträge und Meetings. Außerdem durfte ich mir auch einige Finance-Themen ansehen, wie zum Beispiel Kennzahlsysteme oder Vertriebszahlen-Analysen. Highlight des Praktikums war ein drei-tägiges Meeting aller Länder-Geschäftsführer in Potsdam, das ich organisiert und auch vor Ort unterstützt habe. Das war eine sehr gute Gelegenheit, um erfahrene Allianz-Manager in ungezwungener Atmosphäre kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen.

Fazit meiner Erfahrungen
Das Praktikum war sowohl fachlich als auch persönlich ein echter Gewinn. Ich hatte eine sehr interessante Zeit in einem führenden Versicherungsunternehmen und konnte mich weiterentwickeln. Besonders hervorheben möchte ich die Kantine, die an Qualität und Angebot ungeschlagen ist. Auch die vielen Veranstaltungen von der Personal-Abteilung (zum Beispiel die Treffen nach der Arbeit) waren hervorragend, um eine tolle Praktikantenkultur zu schaffen und sich ein Netzwerk aufzubauen.

 

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Tagebuch (Allianz): Ein IT-Projekt am anderen Ende der Welt (2. Teil)

Freitag, den 12. April 2013
Tagebuch

32 Grad Celsius, extreme Luftfeuchtigkeit – nein, IT-Trainee Jan ist nicht in Urlaub, sondern übernimmt ein neues Projekt in Singapur. Er erweitert die IT-Systeme für eine Kooperation mit einem Partnerunternehmen. In seiner Freizeit erkundet er die Food Courts der Stadt und übt sich im Waveboarding.

Angefangen hatte alles mit dem Ziel, als IT-Trainee Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Bei einem Mittagessen mit dem CIO (Chief Information Officer) der Allianz Deutschland AG sprachen ihn meine Trainee-Kollegen und ich darauf an und schon nach zwei Wochen standen die Zielländer fest. Nun hieß es, die Aufgabenfelder und Zeiträume für die Auslandseinsätze zu vereinbaren und zu definieren.

Jan von der Allianz [Quelle: Allianz]Jan (27) stieg im April 2012 ins IT-Trainee-Programm der Allianz ein. In seinem e-fellows.net-Tagebuch berichtet er über seinen Jobstart und sein Projekt in Singapur.

Mein Ziel war Singapur und meine Kontakte waren der CIO und COO (Chief Operating Officer) der Region Asien. Zusammen fanden wir schnell ein Projekt für mich: Für eine Kooperation mit einem Partnerunternehmen mussten die IT-Systeme integriert und erweitert werden. Die Aufgabe war dringend und beinhaltete zudem die Koordination der 16 Allianz Landesgesellschaften in der Region. Ich freute mich auf eine fordernde und spannende Zeit!

Eine lange Reise und erste Eindrücke

Ende September, drei Monate nach dem ersten Gespräch, ging es endlich los. Ab zum Flughafen und rein in die Maschine, vorbereitet auf mehr als 24 Stunden Reisezeit und voller Vorfreude auf einen mir völlig unbekannten Teil der (Allianz-)Welt.

Der erste Zwischenstopp war Dubai, wo mich die Hitze fast umhaute, da ich von der Klimaanlage im Flieger noch halb tiefgefroren war. In Singapur angekommen lief alles wie geschmiert – die Einreise war kein Problem und auch das Taxi stand am Flughafen für mich bereit. Bei den 50 Metern zum Auto fühlte ich zum ersten Mal die extreme Luftfeuchtigkeit, die bis zu 90 Prozent betrug, kombiniert mit ungefähr 32 Grad Celsius. Das Taxi brachte mich nach Geylang, nordöstlich des Stadtkerns gelegen, wo ein schön eingerichtetes Appartement auf mich wartete. Ich war sehr froh, nicht zwei Monate lang in einem Hotelzimmer wohnen zu müssen.

Mein Appartment [Quelle: Allianz]
Mein Appartment

Die ersten Arbeitstage waren geprägt von Gesprächen, in denen ich die Kollegen kennenlernte, von Behördengängen für meine Arbeitserlaubnis und der Einarbeitung in die lokalen Prozesse. Meine Kollegen halfen mir wo es ging. Super war zudem, dass ich sehr schnell Anschluss fand, sodass sich mein Netzwerk bald weit über die Grenzen der IT-Abteilung hinweg ausbreitete.

Das Leben am anderen Ende der Welt

Vom ersten Tag an erkundete ich mit meinen Kollegen in der Mittagspause die Food Courts in der Umgebung des Büros, denn eine eigene Kantine gibt es in Singapur üblicherweise nicht. Die Food Courts beziehungsweise Hawker Center – letztere sind weniger schick und häufig in den Wohngegenden zu finden – sind eine Ansammlung von kleinen Garküchen. Sie bieten Gerichte aus verschiedensten Regionen, zum Beispiel Chinesisch, Indisch, Indonesisch, Japanisch, Koreanisch oder Thailändisch und haben einen gemeinsamen großen Essbereich.

Frühstück auf singapurisch [Quelle: Allianz]
Frühstück auf singapurisch

Völlig überrascht war ich von der Sicherheit in Singapur. Mit dem Smartphone einen der begehrten Mittagstische zu reservieren, indem man dieses auf einem freien Tisch hinterließ, war offenbar wenig bedenklich und Gang und Gäbe.

Gut gestärkt für einen langen Nachmittag ging es dann wieder zurück ins Büro. Die Arbeitszeiten sind deutlich länger als in Deutschland. Das Gebäude, in dem auch die Allianz ihre Büros hat, füllt sich selten vor neun Uhr morgens, aber dafür gehen die Mitarbeiter üblicherweise auch nicht vor 20 Uhr wieder heim. Trotz langer Arbeitstage sind die Kollegen alle hochmotiviert und unternehmen regelmäßig etwas nach der Arbeit, wie zum Beispiel gemeinsames Joggen entlang der Promenade Richtung Clarke Quay.

Die Arbeitskultur und ein anderes Verständnis

Ein Besprechungsraum im Singapurer Büro [Quelle: Allianz]
Ein Besprechungsraum im Singapurer Büro

In Singapur herrschen nicht nur andere Klimaverhältnisse, die Tage sind länger und das Essen vielseitiger als in Deutschland, sondern das gesamte Arbeitsumfeld folgt anderen Regeln. Es stehen beispielsweise deutlich weniger Urlaubstage im Jahr zur Verfügung und die Anzahl der bezahlten Krankheitstage ist begrenzt. Diese Tage werden gedanklich seitens der Mitarbeiter zu einem Teil dem Urlaub hinzugerechnet. Nun könnte man denken: Ah, die machen einfach blau! Aber nein, ganz im Gegenteil: Das Verständnis der Mitarbeiter ist, dass man bei Krankheit Urlaub nimmt – man arbeitet ja eben auch nicht.

Blick über Singapur [Quelle: Allianz]

Auch das Verhalten im Arbeitsalltag ist in vielerlei Hinsicht verschieden. Das zeigt sich unter anderem daran, dass nicht alles ausgesprochen wird, was gedacht wird. Unterschiede rühren vor allem aber aus der Tatsache, dass Kollegen mit vielen unterschiedlichen Kulturen in einem Team zusammen arbeiten – in meinem Team: Araber, Chinesen, Inder, Malaien und mit mir auch ein Deutscher. Beeindruckend war für mich dabei das Bewusstsein für Unterschiede, das hohe Maß an Kooperation sowie Teamgeist und wie diese gelebt werden.

Aufgabenvielfalt und Ausflüge

Mir machte viel Spaß, dass ich über meine breit gestreuten Kontakte nicht nur für die IT-Abteilung Aufgaben erfüllt habe, sondern auch für die Bereiche Communications, Finance/Audit und Human Resources. Parallel half ich den Kollegen in München in der Testphase für ein neues Business-Intelligence-Projekt. Die Verbindung zur Heimat bestand also auch fachlich weiterhin, was ich zusammen mit dem bunten Mix aus Aufgaben sehr schätzte.

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Privat habe ich viel mit den Kollegen unternommen, denn wir hatten jede Woche gemeinsame Pläne. Singapur hat aber so viele interessante Ecken und Orte, dass ich es nicht einmal geschafft habe, allen Empfehlungen, die ich bereits von den Kollegen in Deutschland bekommen hatte, zu folgen. Ein Schmankerl aus Sentosa Island: Waveboarding kann ich vom Spaßfaktor her auf jeden Fall empfehlen, aber es ist auch durchaus gefährlich.

Inzwischen ist mein Auslandsaufenthalt vorbei und meine nächste Station als IT-Trainee begann in München-Schwabing im Büro des CIO der Allianz-Gruppe.

Im ersten Teil seines Tagebuchs berichtete Jan vom Start seines Trainee-Programms.

Erfahrungsbericht (Allianz Climate Solutions): Risk Advisory und Erneuerbare Energien

Freitag, den 11. Januar 2013
Erfahrungs- bericht

Internationale Energiewirtschaft als Studienfach und bei der Allianz arbeiten? Ein Praktikum in "Risk Advisory & Services" machte für Stefanie diesen Spagat möglich. Dort konnte sie ihr Wissen zu erneuerbaren Energien einbringen und erhielt einen spannenden Einblick in den Arbeitsalltag des Unternehmens.

Unternehmen und Ort:
Allianz Climate Solutions GmbH, Berlin

Position und Abteilung im Unternehmen:
Praktikantin in Risk Advisory & Services

Zeitpunkt und Dauer des Praktikums:
Drei Monate

Erfolgreiche Initiativbewerbung
Im Studium und durch die Website der Allianz Climate Solutions GmbH bin ich darauf aufmerksam geworden, dass sich die Versicherung verstärkt mit Klimawandel und erneuerbaren Energien beschäftigt. Da keine freien Stellen ausgeschrieben waren, habe ich Nadja Gruber angeschrieben, die Unternehmensvertreterin der Allianz-Gruppe bei e-fellows.net. Ich habe sie gefragt, ob mein sehr spezialisiertes Studienprofil mit dem Schwerpunkt Energiewirtschaft und erneuerbare Energien interessant für die Geschäftsbereiche der Allianz sei und ob sie mir einen Ansprechpartner nennen könnte, bei dem ich mich initiativ bewerben kann.

Nach der Bewerbung bei Nadja Gruber hatte ich innerhalb von drei Wochen die Zusage für ein Praktikum in der Abteilung Risk Advisory & Services bei Allianz Climate Solutions in Berlin.

e-fellow XYe-fellows.net-Stipendiatin Stefanie (24) studiert Internationale Energiewirtschaft an der Universität Leipzig.

300 Seiten Risikoprüfung
Die Spezialität von Risk Advisory & Services ist die Projekt- und Risikoprüfung von Vorhaben rund um erneuerbare Energien. Meine Kollegen haben mich gleich in der ersten Woche in die aktuellen Fälle eingebunden. Ich habe mich eingelesen und einen ersten Eindruck gewonnen. Pro Fall kommen gefühlte 200-300 Seiten zusammen, die durchgelesen und geprüft werden müssen. Mein komplettes Wissen zu wirtschaftlichen, rechtlichen und technischen Aspekten war gefragt – zum Beispiel für die Prüfung von Wirtschaftlichkeitsanalysen, Genehmigungsverfahren und Ertragsanalysen.

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Tagesgeschäft in Risk & Advisory
Nachdem ich mich intensiv eingearbeitet hatte, konnte ich nach etwa zwei Wochen zu einer Solaranlage einen eigenen Vorschlag für eine Stellungnahme verfassen. Hier überprüfte ich zum Beispiel technische Komponenten und Wirtschaftlichkeitsberechnungen oder wertete Gutachten aus. Ich erstellte auch Präsentationen für das Team und nahm an Kundenbesuchen teil. Dort durfte ich zuhören und konnte anschließend Fragen und Themen mit meinen Kollegen diskutieren.

Zudem recherchierte ich Marktdaten und wertete Studien im Auftrag anderer Allianz-Einheiten aus, um so zum Beispiel Aussagen zur Marktentwicklung von erneuerbaren Energien in der Zukunft zu treffen.

Berlin-Panorama und engagierte Kollegen
Neben den sehr spannenden und herausfordernden Aufgaben war für mich das Arbeitsumfeld in den Treptowern mit Solarzellen an den Wänden und dem Panorama-Blick auf Berlin ein einmaliges Erlebnis. Hinzu kamen sehr engagierte Kollegen aus Berlin, Frankfurt und München, die einzigartiges Know-how aus ihren Fachbereichen mitbringen. Wer seine Kenntnisse in erneuerbaren Energien auf die Probe stellen möchte, ist hier garantiert richtig.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

 

Tagebuch (Allianz): Als IT-Trainee von Anfang an Verantwortung übernehmen – 1. Teil

Donnerstag, den 29. November 2012
Tagebuch

Einfach mal einen Vertriebler mimen, der die Aufgaben nicht übernehmen möchte, die ihm die IT-Abteilung aufhalst. Dieses Rollenspiel half IT-Trainee Jan von der Allianz, die Zusammenarbeit zwischen IT und Fachabteilung besser zu verstehen. Und fachlich kümmert er sich direkt nach dem Start ins Trainee-Programm gleich um die Planung eines Business-Intelligence-Projekts für die nächsten fünf Jahre.

Ein (IT-)Trainee-Programm sollte aus meiner Sicht flexibel gestaltet sein und folgende Anforderungen erfüllen: interessante Inhalte, wichtige Aufgaben, ein motiviertes Team in einem internationalen Umfeld, hohe Ansprüche an den Trainee und Kontakt zu inspirierenden Führungskräften. Außerdem sollte man als junger und neuer Mitarbeiter ernst genommen werden. Das hört sich vielleicht nach vielen Wünschen für ein solches Programm an – nun, die Allianz hat es geschafft, sie zu erfüllen.

Jan von der Allianz [Quelle: Allianz]Jan (27) stieg im April 2012 ins IT-Trainee-Programm der Allianz ein. In seinem e-fellows.net-Tagebuch berichtet er über seinen Jobstart und sein Projekt in Singapur.

Die ersten Einblicke in die Abläufe des Unternehmens bekam ich beim Assessment Center, dem letzten Bewerbungsschritt, ungefähr anderthalb Monate vor dem Jobstart. Die Kandidaten stellten sich zu Beginn des Tages in einem Halbkreis auf und der Kreis wurde mit Allianz-Mitarbeitern aufgefüllt. Die Vorstellungsrunde zeigte, dass es sich dabei keineswegs nur um Kollegen aus der Personalabteilung handelte, sondern zum größten Teil um Führungskräfte der höheren Ebenen. Das Verhältnis von etwa viermal so vielen Allianzern wie Kandidaten machte mir sofort klar: Die Allianz nimmt uns sehr ernst!

Gleich nach dem Start ins Projekt
Das Programm sieht vor, dass jeder Trainee in Abständen von drei oder sechs Monaten die Station wechselt. So lernt jeder verschiedene Aufgabenfelder und Bereiche kennen. Allerdings können nicht alle Aufgaben in einem halben Jahr abgeschlossen werden, deshalb übernahm ich bereits in den ersten zwei Wochen die Aufgaben eines IT-Trainee-Kollegen und war damit schon voll im Projekt verankert.

Die Aufgabe bestand darin, eine neue Dienstleistung in der Business Intelligence – also dort, wo alle Unternehmensdaten zusammenfließen und ausgewertet werden – in einer Service Description zu beschreiben und den Prozess bis hin zum Go Live zu begleiten. Man kann sich leicht vorstellen, dass es sich bei der Allianz allein durch den Umfang der Daten nicht um ein kleines Projekt handelt.

Natürlich werden die neuen Prozesse in der IT nicht nur den Kollegen lokal im eigenen Land zur Verfügung gestellt, sondern auch den internationalen Allianz-Einheiten angeboten. Dadurch wurde meine Aufgabe noch spannender. Ich nahm Kontakt auf zu den internen Produktgebern (unter anderem für die Bestellung von Hardware) und Kunden und glich die Vorstellungen der verschiedenen Parteien miteinander ab. Beide Seiten mussten bedient werden und ich merkte schnell, was Kundenservice auch innerhalb des Unternehmens bedeutet.

Kontakt zur Allianz aufnehmen?
In der Allianz-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei der Allianz kontaktieren.

Mit meinem neuen Wissen über die Inhalte und Spezifikationen des Projekts kam auch schon die nächste Aufgabe auf mich zu. Jede Dienstleistung hat ihren Preis, aber diesen muss man erst bestimmen. Business Intelligence ist kein Standardprodukt, bei dem die Kunden immer das gleiche bestellen, sondern eine hoch komplexe Landschaft aus Hardware und Software. Gemeinsam mit den Kollegen analysierte ich die Anforderungen, die technischen Möglichkeiten, die unterschiedlichen Ausbaustufen und mögliche Wachstumsszenarien. Es ging also um viel mehr als nur um die Bestimmung der Kosten, wir planten die Zukunft des Projekts für die nächsten fünf Jahre.

Für mich war beeindruckend, wie schnell mir bei diesem Projekt mein Abteilungsleiter, der gleichzeitig auch mein Mentor ist, Vertrauen entgegenbrachte und Verantwortung übertrug. Ich war zuständig für Prozesse, in die ich mich gerade erst eingearbeitet hatte, und erwartete, dass ich die Ergebnisse selbstständig, schnell und präzise liefere. Das waren ein aufregendes Umfeld und ein toller Start.

Nur ein Projekt? Nein, das kann nicht sein…
Sollte ich nur ein Projekt übernehmen? Selbstverständlich nicht! Ich hatte sozusagen "nebenbei" noch diverse weitere Projekte, die mich zusätzlich gefordert haben. Ein weiteres Beispiel:

Für die Kostenzuordnung von Zeitaufwänden für die Produkte der Allianz sollte eine Software entwickelt werden, die diese Aufgabe innerhalb der bestehenden IT-Struktur ermöglichte. Hier habe ich den gesamten Ablauf eines Entwicklungsprojekts begleitet, von meiner Idee für die Umsetzung über die Erstellung des Konzepts, die Organisation der Entwicklung und Implementierung bis hin zur Sicherstellung des Betriebs. Besonders aufregend waren die Verhandlungen mit anderen IT-Projektleitern, welches Projekt wann umgesetzt werden soll, denn jedes Projekt ist wichtig und man muss sich seine Argumente gut überlegen, um zu überzeugen.

Und was gehört noch dazu?
Ergänzt wurde mein erstes halbes Jahr bei der Allianz unter anderem durch Schulungen zum Beispiel über Verhandlungsführung. Das gab mir nicht nur die Möglichkeit, neue Ideen für meinen Arbeitsalltag mitzunehmen, sondern es war auch eine super Gelegenheit, mein Netzwerk in der Allianz zu erweitern. Die Schulungen für die Trainees sind nicht auf IT-Themen begrenzt, sondern gezielt auf Soft Skills ausgerichtet.

Ich erinnere mich dabei immer wieder gern an das Rollenspiel, in dem ich einen Vertreter im Außendienst der Allianz gespielt habe, der von seinem IT-Berater eine Aufgabe bekommt und diese einfach nicht erledigen will. Gerade solche Rollenspiele haben mir und auch den Kollegen geholfen, die Verständigungsschwierigkeiten zwischen Innen- und Außendienst besser zu verstehen. Und ganz nebenbei haben wir viel gelacht und hatten jede Menge Spaß in einem vollständig durchmischten Team aus Jung und Alt, IT, Vertrieb, Audit und vielen weiteren Bereichen.

Nun, es ließe sich noch viel mehr berichten und weitere spannende Geschichten warten. Der zweite Tagebuch-Eintrag kommt nach meiner nächsten Station, in der ich ganz neue und auch alte Aufgaben habe. Jedoch dieses Mal in Singapur!

Erfahrungsbericht (Allianz): Spontanes Praktikumsangebot in Kuala Lumpur

Freitag, den 26. Oktober 2012
Erfahrungs- bericht

Erst hat ein Konkurrent sein Wunschpraktikum abgesahnt. Aber dann hat die Allianz spontan noch zwei weitere Praktikumsplätze in Asien geschaffen und Markus damit eine unvergessliche Zeit in Malaysia beschert. Er hat das dortige Schulsystem kennengelernt und sich auf Land und Leute eingelassen. Und obwohl Markus kein Malaiisch spricht, verlief die Kommunikation von Anfang an reibungslos.

Unternehmen und Ort
Allianz General Insurance Company (Malaysia) Berhad, Kuala Lumpur, Malaysia

Position und Abteilung
Praktikant in Corporate Social Responsibility (CSR)

Zeitraum und Gehalt
7. Mai bis 24. August 2012, 2.500 MYR (etwa 630 Euro)

Ein überraschendes Angebot
Ich war einer von 16, die beim internationalen Praktikumsprogramm "Join the Best" in die Finalrunde kamen. Noch vor Ort erhielt ich von der Allianz daraufhin ein überraschendes Angebot. Das Personalmarketing-Team hat spontan noch zwei weitere Praktikumsplätze in Kuala Lumpur möglich gemacht, und einen boten sie mir glücklicherweise an. Selbstverständlich habe ich dieses Angebot angenommen und war zwei Monate später Praktikant bei der Allianz General Insurance Company (Malaysia) Berhad.

Markus absolvierte ein Praktikum bei der Allianz in Malaysia [Quelle: Allianz]Markus (26) studiert BWL an der Universität zu Köln.

Regenschauer zur Begrüßung
Der Aufenthalt in Malaysia war meine erste Reise nach Asien überhaupt. Deshalb habe ich mich vorab im Internet schlau gemacht und mit Freunden gesprochen, um mir Tipps für das Leben vor Ort zu holen. Eine der größten Umstellungen für mich waren die klimatischen Verhältnisse in Kuala Lumpur.

Direkt nach meiner Ankunft am Flughafen in Kuala Lumpur durfte ich erfahren, wie sich ein Regenschauer in Malaysia anfühlt. Wenn es dort regnet, dann zwar nur für eine knappe Stunde, dafür ist aber die Masse an Regen enorm und ein Regenschirm keine Hilfe mehr. Dennoch habe ich mich nach kurzer Zeit an das Klima vor Ort gewöhnt und wusste mit den Wetterverhältnissen umzugehen.

Markus und sein Team [Quelle: Allianz]

Ohne Englisch geht es nicht
Obwohl die Allianz ein deutsches Unternehmen mit Hauptsitz in München ist, gab es in Kuala Lumpur nur eine Handvoll deutscher Kollegen. Das bedeutete zwangsläufig, dass die Kommunikation in englischer Sprache stattfand. In Malaysia ist das ganz normal, denn aufgrund der verschiedenen Bevölkerungsgruppen im Land (Malaien, Inder und Chinesen) ist Englisch die Basis des Zusammenlebens und der Zusammenarbeit.

Ich musste mich zwar an die verschiedenen Dialekte gewöhnen und vor allem das "lah", das als Lückenfüller an Wörter angehängt wird, hat mich anfangs etwas irritiert. Doch nach kurzer Zeit lief die Kommunikation einwandfrei und auch das "lah" hatte ich in meinen Wortschatz aufgenommen. Die Zusammenarbeit mit den Kollegen hat toll funktioniert und neben der Arbeit war auch der kulturelle Austausch immer Teil der Gespräche. Auch die gute Zusammenarbeit mit den Vorgesetzten hat eine absolute Wohlfühlatmosphäre geschaffen.

Markus und sein Team im Allianz-Dress [Quelle: Allianz]

Mitarbeit an verschiedenen Projekten
Mein Arbeitsalltag im CSR war geprägt von verschiedensten Projekten. Zu den wichtigsten zählten die sogenannten "Road Safety Campaigns" und das "My Finance Coach"-Programm. Bei den "Road Safety Campaigns" ging es darum, in gezielten Aktionen die Bevölkerung auf Sicherheitsstandards aufmerksam zu machen, die in Unfallsituationen über Leben und Tod entscheiden können. Dazu gehört zum Beispiel die Ausgabe von Helmen an Motorradfahrer, die einen Großteil der Verkehrstoten in Malaysia ausmachen. Oder die Ausgabe von Kindersitzen, um Kinder in Unfallsituationen besser zu schützen.

Bei "My Finance Coach" handelt es sich um eine gemeinnützige Initiative, die die Allianz unterstützt, um die Finanzplanung von Jugendlichen zu verbessern. Ich hatte die Möglichkeit als "My Finance Coach" Schulen zu besuchen und Schüler zu beraten. Dieses Projekt war sehr wertvoll für mich persönlich, da ich einen Einblick in das malaiische Schulsystem gewann und aktiv mit Lehrern und Schülern in Kontakt kam.

Markus in Kuala Lumpur  [Quelle: Allianz]

Eine tolle Zeit
Die Monate in Malaysia waren ganz bestimmt einige der besten, die ich bisher erleben durfte. Neben der Arbeit eignet sich Kuala Lumpur auch sehr gut als Ausgangspunkt für Reisen. So ist es sehr einfach – und dank Air Asia auch relativ günstig – in die Nachbarstaaten zu fliegen, um kulturelle Highlights wie Angkor Wat in Kambodscha zu besichtigen, Städtetrips nach Bangkok oder Ho-Chi-Minh-Stadt zu unternehmen oder auf einer der vielen Inseln die Seele baumeln zu lassen. Es hängt vor allem von einem selbst ab, wie weit man in die Kultur und das Leben vor Ort eintauchen möchte. Man kann sich natürlich an die Vielzahl von "Expats" halten, die regelmäßige Treffen organisieren. Aber aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass vor allem der Kontakt mit den Leuten vor Ort für eine unvergessliche Zeit gesorgt hat.

Neben den vielen Reisen war auch die kulinarische Vielfalt in Malaysia und in Asien eines meiner absoluten Highlights. Die Fragen "do you take spicy food?" und "did you have breakfast?" gehörten zu den am meisten gestellten während meiner Zeit vor Ort.

Ich kann jedem nur empfehlen, sich auf ein Abenteuer in Asien einzulassen, denn die Erfahrungen sind unglaublich wertvoll und gehen weit über den Eintrag im Lebenslauf hinaus.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Allianz): Komplexe IT-Projekte und ein Blick ins Allianz-Archiv

Dienstag, den 21. August 2012
Erfahrungs- bericht

AMOS SE – was sich dahinter verbirgt, wollten Maximilian und Thomas beim Face-to-Face mit der Allianz herausfinden. Am Ende konnten beide noch ein bisschen mehr mitnehmen: Maximilian Input für seine Doktorarbeit, Thomas eine gelassene Sicht auf seine Zukunft als ITler.

Titel der Veranstaltung
Face-to-Face mit Allianz Managed Operations & Services SE (AMOS SE)

Ort und Datum
28. Juni in München

Teilnehmer
15 Studenten aus ganz Deutschland und Vertreter der Allianz: Dr. Uta Knebel (Vorstandsassistentin von Dr. Ralf  Schneider), Frederick Steinke (IT-Promotionsstipendiat), Mathias Kaiser (IT-Trainee)

Warum habt ihr an der Veranstaltung teilgenommen?

Maximilian: Die Allianz kannte ich schon, was sich allerdings genau hinter der "Allianz Managed Operations and Services SE" verbirgt, war mir noch nicht klar. Trotzdem war ich mir sicher, dass die Vorträge für mich fachlich auf jeden Fall sehr interessant sein würden. Denn ich promoviere zum Thema "Enterprise Integration"  - und die IT-Integrationsaufgaben in einem der weltweit größten Versicherungskonzerne sind sicher komplex und spannend.

Thomas: Für mich was das Face-to-Face bei der AMOS SE eine spannende Gelegenheit, die Allianz als Arbeitgeber kennenzulernen. Gerade auch für ITler bietet sie interessante Aufgaben, da sie aus mehreren Gründen auf eine gut funktionierende IT nicht verzichten kann. Allein die Verwaltung und Nutzung interner Software-Systeme, aber auch Entwicklungen wie das Web 2.0 mit neuen Arten von Interaktion und aktiver Kundenteilnahme stellen für Versicherungen neue Herausforderungen dar. So erreicht ein Kunde bei Unzufriedenheit innerhalb weniger Klicks Tausende von potenziellen Kunden, was für das Geschäft negative Folgen haben kann.

e-fellows Maximilian und Thomase-fellows.net-Stipendiat Maximilian (27) promoviert in Wirtschaftsinformatik an den Universitäten Würzburg und Lausanne.
e-fellows.net-Stipendiat Thomas (21) studiert im sechsten Semester Informationsmanagement an der Universität Koblenz-Landau. Zurzeit schreibt er seine Bachelorarbeit über "Irrationales Verhalten auf Facebook".

Wie ist die Veranstaltung abgelaufen?

Maximilian: Zunächst wurden wir mit einem zünftigen Münchener Frühstück begrüßt, das von Butter-Brezeln über Gebäck bis Kaffee alles bot.

Thomas: Dann stellte Dr. Uta Knebel im Vortrag "Digitalisierung in der Allianz" aktuelle Themen der Konzern-IT vor. Nach einem ersten Firmenüberblick ging es unter anderem um den sinnvollen Einsatz des Web 2.0, um eine Neuspezifizierung der Systemarchitektur und seiner Bausteine, sowie um die internationale Aufstellung der IT der Allianz. So haben wir auch einen interessanten Einblick in die Organisation und Struktur der AMOS bekommen, die global verteilte IT-Ressourcen unterschiedlicher Allianz Organisationseinheiten perfekt analysieren und koordinieren muss.

Kontakt zur Allianz aufnehmen?
In der Allianz-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei der Allianz kontaktieren.

Maximilian: Anschließend informierte uns Frederick Steinke, ein Promotionsstipendiat in der AMOS SE, über die verschiedenen Einstiegsmöglichkeiten von Praktikum über Trainee bis Festeinstieg. Einen persönlichen Erfahrungsbericht über das Trainee-Programm bekamen wir von Matthias Kaiser, der die Fragen der Teilnehmer direkt aus eigener Erfahrung beantworten konnte. Ein besonderes Highlight nach dem Mittagessen war die etwa einstündige Führung durch das firmenhistorische Archiv. Dort haben wir einen spannenden Einblick in die Geschichte der Allianz von 1890 bis heute erhalten.

Thomas: Schließlich fand noch ein Get-together statt, bei dem wir uns direkt mit den Allianz-Mitarbeitern unterhalten und Fragen stellen konnten. Einige nutzten diese Gelegenheit bereits für ein erstes "Mini-Vorstellungsgespräch", andere sprachen über die Wahrnehmung der Unternehmenskultur oder Ähnliches.

Was sieht eurer Fazit aus?

Maximilian: Mein persönliches Ziel, die IT-Aufgaben in der Allianz näher kennenzulernen, wurde voll und ganz erfüllt. Gerade durch den Verzicht auf klassische Workshops mit zeitaufwändigen Gruppenpräsentationen blieb viel Zeit, um mit den Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen und das abwechslungsreiche Programm zu genießen. Die Vorträge waren für mich fachlich sehr interessant und ich war erstaunt, wie komplex die Durchführung vermeintlich einfacher IT-Aufgaben in einem Konzern von der Größe der Allianz sein kann. Insgesamt kann ich jedem, der sich für eine IT-Karriere in einem Großkonzern interessiert, einen Besuch bei der Allianz nur empfehlen.

Thomas: Der Besuch bei der Allianz hat Spaß gemacht und interessante Einblicke in aktuelle Fragen der Versicherungsbranche sowie der IT-Landschaft gewährt. Die Nachricht, dass der Arbeitsmarkt auf uns wartet, ist ein positives Signal und dürfte bei dem ein oder anderen den Optimierungswahn etwas eindämmen.

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Erfahrungsbericht (Allianz): Bewerben nach Maß

Dienstag, den 17. April 2012
Erfahrungs- bericht

Personaler nehmen die Besten. Der Lebenslauf muss inhaltlich korrekt, das Layout übersichtlich und ansprechend sein. Anschreiben und Bewerbungsgespräch sollen überzeugen. Um sein Gap Year im Unternehmen der Wahl verbringen zu können, hat e-fellows.net-Stipendiat Bastian beim Allianz "Bewerbertraining" mitgemacht. Die Quintessenz: Das Unternehmen hat das gleiche Ziel wie du – herausfinden, ob ihr zusammenpasst.

Titel und Thema der Veranstaltung
Allianz "Bewerbertraining"

Zeit und Ort
20. und 21. März 2012 bei der Allianz in Berlin (Treptow)

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
13 Studenten, drei Allianz-Mitarbeiter (Nadja Pfeffermann, Ralf Hilscher, Maximilian Schumacher), ein professioneller Coach

e-fellows.net-Stipendiat Bastiane-fellows.net-Stipendiat Bastian (22) studiert Technologie- und Managementorientierte Betriebswirtschaftslehre an der Technischen Universität München. Beim Bewerbertraining der Allianz hat er gelernt, dass Entfaltung maßgeblich von seiner Initiative abhängt.

Gap-Year Vorbereitung
Das "Bewerbertraining" der Allianz versprach aus zweierlei Gründen spannend zu werden: Erstens stehe ich kurz vorm Abschluss meines Bachelor-Studiums. Die Zeit bis zum Master möchte ich noch durch ein Praktikum ergänzen. Die Veranstaltung war also ideal, um mich auf meine anstehenden Bewerbungsgespräche vorzubereiten. Zweitens ist die Allianz ein international erfolgreicher Versicherer und somit für mich ein möglicher Arbeitgeber.

Extra eingeflogen
Das Event startete bereits um kurz vor 10 Uhr. Für mich bedeutete das einen entsprechend frühen Start in den Tag – schließlich bin ich mit dem Flieger aus München gekommen.

13 engagierte Studenten aus ganz Deutschland trafen in Berlin auf vier hilfsbereite Mitarbeiter der Allianz (Berlin, München) sowie einer Bewerbungstrainerin aus Wien.

Warm-up: Wir mussten uns nach Größe, Anreiseentfernung und Wissen über Bewerbungsprozesse geordnet aufstellen. Das hat zu Diskussionen untereinander angeregt, und wir fühlten uns schnell wohl.

Bewerben nach Maß
Die Trainerin war eine große Hilfe. Wir konnten professionell angeleitet die Stufen einer Bewerbungsphase vom Anschreiben übers Telefoninterview bis zumVorstellungsgespräch durchlaufen. Die wichtigsten Tipps waren dabei Offenheit, Ehrlichkeit und sorgfältige Vorbereitung.

Die Unterlagen im Check
Dazu der Klassiker: die Analyse unserer Bewerbungsunterlagen. Feedback gab es erst von der Gruppe, dann von den Allianz-Mitarbeitern und der Trainerin. Es war spannend auch die Unternehmensseite im Berwerbungsprozess zu sehen. Für die ist schwierig "den" Bewerber auszuwählen. Sich zu vergegenwärtigen, dass Bewerbungsverfahren nicht nur für die Teilnehmer Stress bedeuten, kann helfen, entspannter und sicherer aufzutreten. Auch die Recruiter stehen unter Druck, den richtigen Kandidaten für Ihr Unternehmen zu finden.

Leichtere Kost beim Mittag
Leichte Kost hingegen gab's beim Mittagessen im Mitarbeitercasino und auch beim Rundgang durch das Posteingangszentrum der Allianz in Berlin konnten wir entspannen. Alle Briefe der Allianz landen dort. Allein 400 Mitarbeiter sind für diesen Bereich eingestellt.

Eindrücke aus erster Hand
Mein Höhepunkt: der Abend mit allen Teilnehmern und den Allianz-Mitarbeitern. Wir stellten unsere persönlichen Fragen an den jeweiligen Ansprechpartner und bekamen Eindrücke und Erfahrungen aus erster Hand. Neben den Kontakten zum Unternehmen, waren mir schließlich Einblicke in die Arbeitsweise und Mentalität der Mitarbeiter besonders wichtig.

Selbstentfaltung und Eigeninitiative
Ich habe mit einer Mitarbeiterin des Kompetenzzentrums "Erneuerbare Energien" gesprochen, die seit ihrem Abschluss bei der Allianz arbeitet. Sie hat verschiedene Abteilungen kennengelernt und bestätigte mir, dass ihr die Allianz eine Menge Entfaltungsspielraum lasse. Der Grad der Selbstentfaltung hänge natürlich auch von der Eigeninitiative ab.

Im Nachhinein
Die zwei Tage waren unheimlich lehrreich und spannend. Meine Ansprüche wurden auf jeden Fall erfüllt, und ich habe gute Kontakte geknüpft.

Wieder einmal viel zu schnell vorbei
Ich empfehle die Veranstaltung allen, die wenig Erfahrung mit Bewerbungen haben, kurz vor einer Bewerbung stehen oder die Allianz kennenlernen wollen.

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Erfahrungsbericht (Allianz): Kind, Kegel und die IT

Freitag, den 11. November 2011
Erfahrungs- bericht

Frauen in der IT sind spärlich gesät. Genau deswegen gab es das Power Breakfast mit der Allianz Managed Operations & Services SE, die unter anderem IT-Dienstleistungen anbietet. Hier konnten sich Miriam und andere Stipendiatinnen mit leitenden IT-lerinnen über diesen männerdominierten Beruf austauschen. Am Ende waren die Frauen dann doch nicht ganz unter sich.

Titel der Veranstaltung
Power Breakfast mit der Allianz Managed Operations & Services SE (AMOS SE)

Datum und Ort der Veranstaltung
21. Oktober 2011 in Unterföhring bei München

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
Unternehmensvertreter: Anja Hoffmann, Dr. Uta Knebel, Ariane Rauschek; 16 e-fellows.net-Stipendiatinnen

e-fellow Miriam Powerbreakfast Allianze-fellow Miriam (22) studiert Mathematik an der TU München. Nebenbei arbeitet sie in einer Steuerkanzlei. Beim Power Breakfast mit AMOS SE lernte sie, wie Frauen es schaffen, in einer Männerwelt ernst genommen zu werden.

Die Begrüßung
Nach dem Check-in begrüßten uns e-fellows.net-Mitarbeiterin Stephanie Müller und die Unternehmensvertreterinnen in einem Konferenzraum der Allianz. Wir bedienten uns am Buffet und sprachen mit den anderen Teilnehmerinnen.

Stephanie Müller eröffnete offiziell das Power Breakfast, gab die Agenda bekannt und leitete eine Vorstellungsrunde ein. Alle Teilnehmerinnen stellten sich vor und beschrieben den Hintergrund für ihre Teilnahme am Power Breakfast. Interessant war, dass Studentinnen unterschiedlichster Studienrichtungen aus ganz Deutschland gekommen waren.

Nach der Vorstellung berichtete die erste Referentin, Anja Hoffmann, über ihren Karriereweg. Sie wollte uns nicht mit einem langen Vortrag langweilen, also schilderte sie nur knapp ihren Weg vom Studium bis zu ihrer heutigen Position bei der Allianz. Wichtiger, als sich selbst vorzustellen, waren ihr unsere Fragen. Durch eine Frage leitete sie elegant zur nächsten Referentin Ariane Rauschek über, die nun ebenfalls ihren Werdegang schilderte. Aus ihrem Bericht entstand eine offene Diskussionsrunde, im Laufe derer auch die dritte Referentin, e-fellows.net-Alumna Dr. Uta Knebel, von ihrer bisherigen Laufbahn berichtete.

Drei völlig verschiedene Laufbahnen
Für mich war vor allem interessant, drei so ungleiche Persönlichkeiten mit völlig unterschiedlichen Berufswegen kennenzulernen:

Anja Hoffmann arbeitet seit Januar 2011 bei der Allianz SE als Head of Business Partner Management. Sie studierte ursprünglich Wirtschaftsgeografie und Bauingenieurwesen an der TU München und kam erst über Umwege zur IT. In der IT arbeitet sie mittlerweile seit elf Jahren. Sie ist verheiratet und hat einen neunjährigen Sohn.

Ariane Rauschek begann ihre Karriere mit einer Ausbildung, studierte anschließend und arbeitete dann als Unternehmensberaterin. Heute ist sie Head of Department Capacity and License Management bei der AMOS SE.

Im Gegensatz zu ihren beiden Kolleginnen, promovierte Dr. Uta Knebel nach dem Studium der Kommunikationswissenschaften an der TU München. Jetzt ist sie Vorstandsassistentin des Group CIO Dr. Ralf Schneider bei der Allianz SE.

Am spannendsten fand ich bei diesen Geschichten, dass der Zufall viele Karriereschritte der Referentinnen entschied und nicht immer alles nach Plan verlief.

Aufsteigen oder das machen, was man kann?
Wir Teilnehmerinnen hatten großes Interesse daran, wie sich die Karrierechancen von Frauen und Männern unterscheiden. Die Erfahrung der Referentinnen war, dass sich Männer eher nach oben orientieren, Frauen aber manchmal ab einer gewissen Ebene dafür entscheiden, nicht weiter aufzusteigen. Das geschieht durch Prioritäten wie "Ich will mein Kind mehr sehen".

Frauen wollen dann lieber auf einer Ebene bleiben und auf dieser weitere Herausforderungen suchen. Man kann als Frau weit nach oben kommen – aber nur, wenn man es selbst wirklich will. Und nicht immer ist für einen persönlich dieser Weg der einzig richtige. Alle Referentinnen waren der Meinung, man soll auf sein Gefühl hören bei neuen Karrierechancen. Ob ein Job oder Karrieresprung mehr Geld oder Ansehen bringt, ist nicht das Einzige, was zählt. Man ist nur gut, wenn man etwas wirklich will und vor allem kann.

Die Referentinnen sagten, wir sollen uns bei allen Entscheidungen selbst treu bleiben und uns von niemanden reinreden lassen. Auch ungewöhnliche Entscheidungen zu treffen, hat manchmal Vorteile. Wichtig ist dabei, dass man zu allen Entscheidungen steht, denn nur so wird man ernstgenommen.

Tipps für die Zukunft: Lieber Hosenanzug
Wie hatten es die Referentinnen geschafft, sich in dieser Männerdomäne durchzusetzen? Sie versuchten, sich mit guter Arbeit Respekt zu verschaffen und immer 100 Prozent verlässlich zu sein. Außerdem achten sie darauf, eher einen Hosenanzug zu tragen, anstatt etwas zu sehr Modisch-Weibliches – weil man einfach ernster genommen wird.

Die Vereinbarkeit von Karriere und Familie war der zweite große Diskussionspunkt. Hier konnte uns vor allem Anja Hoffmann viele Fragen beantworten. Als Mutter hat sie es nicht immer leicht, ihre Karriere und Familienplanung unter einen Hut zu bekommen. Doch trotz der Schwierigkeiten, über die sie ehrlich sprach, machte sie einen glücklichen Eindruck. Nach ihrer eigenen Aussage kommt das daher, dass ihr ihre Arbeit viel Freude bereitet.

Ein Punkt, den alle Referentinnen immer wieder hervorhoben: das Wichtigste bei der Karriere ist, dass man Spaß hat – der Rest ergibt sich dann von ganz alleine.

Die männliche Meinung war schließlich auch vertreten
Im Anschluss an die Diskussionsrunde unterhielten wir uns in kleinen Gruppen mit den Unternehmensvertreterinnen. Viele Teilnehmerinnen nutzten die Gelegenheit, um Fragen loszuwerden, die sie nicht vor allen stellen wollten. Gegen Ende stieß noch ein männlicher Teilnehmer zu der bis dahin weiblichen Runde: Frederick Steinke ist ebenfalls Mitarbeiter der Allianz SE. In den kleinen Gruppen konnten wir auch ihm Fragen stellen, wenn wir wollten, und somit auch eine "männliche Meinung" hören.

Mein persönliches Fazit und wem ich die Veranstaltung weiterempfehle
Insgesamt fand ich das Power Breakfast sehr gelungen. Durch den kleinen Kreis und die Ungezwungenheit konnten wir offen diskutieren. Ich würde es allen Stipendiatinnen empfehlen, mal ein Power Breakfast zu besuchen, da wirklich jeder von den Erfahrungen und Tipps der Referentinnen profitieren kann.

[Die nächsten Power Breakfasts]

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".