Streber-Treffen? Den ganzen Tag nur über die Uni und das Studium reden? Fehlanzeige. Beim Abi-Treffen 2009 erlebten die e-fellows eine Überraschung. e-fellow Jochen erzählt, welche Befürchtungen er vor dem Abi-Treffen hegte - und wie das Treffen wirklich war.
Samstagnachmittag, halb drei in Deutschland. Einige Abiturienten irren am Frankfurter Römer umher und suchen ihre Umgebung auf bekannte Gesichter ab. Immer wieder vergleichen sie Community-Profilbilder mit den Menschen am Römerplatz. Wie finde ich bloß diese e-fellows? Dann werde ich von der Seite angesprochen: "Dein Profilbild ist aber ziemlich geschönt." Na also, geht doch: Ich bin mitten in die Gruppe der bereits versammelten e-fellows reingerannt. e-fellow Jochen erzählt, welche Befürchtungen er vor dem Abi-Treffen hegte - und wie das Treffen wirklich war.

Natürlich wurde niemand so unfreundlich begrüßt. Stattdessen stellten wir uns vor, sprachen über die Anreise und unsere Studienpläne. Im Laufe der Zeit trudelten 43 e-fellows ein. Jeder Neuankömmling wurde von Christine im Namen von e-fellows.net begrüßt.
Fremde Stadt, fremde Menschen…
Als alle e-fellows angekommen waren, machten wir uns auf zur Stadtführung. Vorgestellt wurden die sehenswerten Plätze und Gebäude, aber nicht von irgendeinem schnarchigen Stadtführer, sondern von engagierten Abiturienten. Römerberg, Paulskirche, Dom, Maintower, Oper, Börse – bei jeder Station erzählten uns unsere Stadtführer neben Fakten auch kleine Anekdoten. Auf unsere Nachfragen haben wir tolle Antworten bekommen.

…neue Bekannte, tiefgründige Gespräche
Nach der Stadtführung bewunderten wir den neuen Campus der Goethe-Uni. Auf der Dachterasse erzählte uns Christine einiges über das e-fellows.net-Stipendium und über e-fellows.net. Nachdem wir alle unsere Fragen zum Stipendium gestellt hatten, gingen wir zum Abendessen in die "Hemingway-Lounge" am Main. Den Weg dorthin nutzten wir für Gespräche über Kants "Kritik der reinen Vernunft" oder über den letzten Urlaub. Viele Gespräche drehten sich um das Abi-Motto oder unsere Studiengänge, den Umzug in eine fremde Stadt oder um e-fellows.net.
Lass es nicht mehr Morgen werden!
In der Hemingway-Lounge angekommen, ließen wir uns erschöpft in die Stühle fallen und bestellten allerlei exotische Speisen und Getränke. Bis in die tiefe Nacht haben wir gefachsimpelt, gescherzt und gelacht, als gäbe es kein Morgen mehr. Leider gab es aber ein Morgen. Allmählich machte sich ein inzwischen vertrautes Gesicht nach dem anderen auf den Heimweg. Nur noch der harte Kern der Truppe verblieb in der Lounge. Schließlich senkte sich der Vorhang der Nacht über die weiteren Geschehnisse – auch im Bankenviertel. Der Anblick der beleuchteten Skyline war wirklich gigantisch!
Die e-fellows sind echt total normal!
So weit der objektive Teil des Erfahrungsberichts. Hier kommt noch meine persönliche Meinung: Es war der Hammer. Man fährt nicht jeden Tag zu einem Treffen mit 42 Unbekannten. Der ein oder andere wird sicherlich am Vorabend des Treffens mit quälenden Fragen im Kopf in den Schlaf gesunken sein: "Sind das alles solche Nerds wie ich, oder sind die womöglich cool und locker? Sicher gibt's da nur Streber, über was soll man mit denen schon sprechen außer Schule und Studium?" Solche Überlegungen waren aber wirklich überflüssig. Die e-fellows-Truppe war zwar bunt zusammengewürfelt, aber es einte sie die Absicht, neue Bekanntschaften zu machen und eine aufregende gemeinsame Zeit zu verbringen.
Einmal ist keinmal. Wann treffen wir uns wieder?
Deshalb hoffe ich, dass wir dieses Treffen wiederholen und freue mich schon total darauf, alle wiederzusehen. Und den nachfolgenden e-fellows-Abiturjahrgängen kann ich nur empfehlen: Stellt euch erst gar nicht die Frage, ob ihr zum Treffen kommt. Geht einfach hin. Und hofft auf ein ebenso sympathisches und kompetentes Organisationsteam, wie wir es hatten. An dieser Stelle noch mal ein großes Dankeschön an euch.

Auch e-fellow Martin ist ganz begeistert vom Abi-Treffen. Der erste Satz, den wir nach dem Treffen von ihm hören, ist: "Es war suuuuuper!!!!". Martin hatte auch vor dem Treffen Bedenken, ob er nicht auf lauter "Streber" treffen würde: "Online-Stipendium mit Community. Mal sehen. Ein Treffen? Erinnert mich an Bandentreffen aus Online-Games. Leute aus ganz Deutschland. Alle unbekannt. Mhm." Dann hat er sich aber doch angemeldet. Beim Treffen war er positiv überrascht: "Ehrlich gesagt habe ich mit einem Haufen klischeemäßiger 1,0-Abiturienten gerechnet. Aber es waren nur normale Menschen hier. Am Römer warteten gut 40 aufgeschlossene und redselige Erstis und eine supernette e-fellows.net-Praktikantin auf mich und die anderen." 
Ich will mit allen gleichzeitig reden!
Ich wusste gar nicht, wen ich zuerst kennenlernen wollte. Also drehte ich eine Runde, um jedem mal die Hand zu schütteln. Alle Namen konnte ich mir leider nicht merken. Sofort begannen die ersten Gespräche – natürlich hauptsächlich über das Studium. Während ich die neuen e-fellows immer besser kannte, spazierten wir durch die Stadt. Ab und zu mischten sich die "Grüppchen" neu und man lernte andere Leute kennen. Wir sprachen über alles. Wohnort, Schule, Abi, Studium, die anstehende Bundestagswahl und vieles mehr. Später genossen wir die Sonne auf der Dachterasse der Goethe-Uni. Vor der Skyline-Kulisse erzählte uns Christine über e-fellows.net, und wir konnten unsere Fragen rund um das e-fellows.net-Stipendium loswerden.
Wir haben uns nicht verlaufen, wir wollten nur mehr von der Stadt sehen!
Danach marschierten wir in Richtung Hemingway-Lounge. "Die Sonne steht rechts, es ist 18.30 Uhr. Wir gehen nach Süden, das ist richtig!" – "Google Earth sagt, wir müssen hier abbiegen." – "Mein Navi sagt 'Bitte wenden'". Lustig war's. Nachdem wir die Hemingway-Lounge 20 Minuten später als geplant erreichten, freuten sich unsere Füße über die Pause. Manche sind mit dem Bus zur Lounge gefahren. Die Faulpelze
– aber das ist ab drei Zentimeter Absatz genehmigt. 
Gemütlicher Abend, nette Leute, interessante Gespräche
Die Speisen waren sehr lecker und die Lounge sehr gemütlich. Wir aßen, tranken und redeten unentwegt. Irgendwann gingen wir auf die Dachterasse hinaus und blickten in den Nachthimmel und über den Main. Die Gespräche waren mittlerweile bei Filmen, Witzen und ähnlichen Themen angekommen.
Der Abend klingt langsam aus
Gegen Mitternacht brachen die ersten e-fellows Richtung Hostel oder Disco auf. Die meisten wollten aber lieber die interessanten Gespräche fortsetzen. Gegen zwei Uhr machte sich eine kleine Gruppe noch auf zu einem Nachtspaziergang durch die Stadt. Gegen halb vier kehrte auch ich zu meiner Jugendherberge zurück und ließ die "Obdachlosen" zurück. Was die noch erlebten, bevor sie um 05:30 Uhr ihren Heimweg nach München antraten, müssen sie selbst erzählen.

Das Treffen war viel zu schnell vorbei
Bereits auf dem Heimweg bedauerte ich, dass es am nächsten Morgen kein gemeinsames Frühstück gab. Diese Möglichkeit, sich auszutauschen, interessante Leute kennenzulernen und mit Gleichgesinnten über verschiedene Themen zu reden, war es eindeutig wert. Das einzig Negative am Treffen war – wie könnte es anders sein – die mangelnde Zeit, um mit allen ausgiebig zu plaudern.
Danke!
Einen riesigen Dank an Christine und Tamina, die wohl die meiste Arbeit hatten. Aber natürlich auch an Sabine und diejenigen, die uns die Stadt so toll vorgestellt haben. Vielen Dank an alle, die da waren! Es war ein toller Tag.
Das habt ihr verpasst:
An die, die früher gehen mussten: Das nächste Mal länger durchhalten. Es lohnt sich. An die, die gefehlt haben: Wer beim nächsten Mal nicht dabei ist, weiß nun, was er verpasst