Monatsarchiv für April 2012

Extra für Faule: Tags mit einem Klick abonnieren

Montag, den 30. April 2012
Christine

Fragen, die dich wirklich interessieren: Genau die bekommst du mit dem Tag-Abo, über das du dich zu neuen Diskussionen zu deinen Wunschthemen benachrichtigen lassen kannst. Neuerdings kannst du ein Thema, also ein Tag, mit einem einfachen Klick direkt aus einer Frage abonnieren.

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Erfahrungsbericht (T-Systems): Einen Blick über die Frühstücksschüssel wagen

Dienstag, den 24. April 2012
Erfahrungs- bericht

Empathie ist nicht jedermanns Sache. Und selbst Frauen – angeblich einfühlsamer – geraten unter Druck im Kontakt mit Unternehmen. e-fellow Eszter hat gelernt: Einen kühlen Kopf zu bewahren, lohnt sich. Um zu verstehen, wie Unternehmen auf Bewerber reagieren, hat sie am Power Breakfast mit T-Systems teilgenommen. Doch wie macht frau Eindruck auf die Personaler?

Datum und Ort
30. März 2012, Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart

Das Power Breakfast ließ nicht lange auf sich warten: Wir wurden am Eingang der T-Systems-Niederlassung abgeholt und in einen großen Konferenzraum begleitet. Das Büffet war bereits angerichtet, und unsere Unterlagen für den Tag lagen auch schon bereit.

Erstkontakt
Die e-fellows.net-Mitarbeiterin Stephanie Müller begrüßte uns und eröffnete das Büffet. Bevor die Veranstaltung richtig losging, hatten wir Zeit, uns mit den anderen Teilnehmerinnen und Referentinnen bekannt zu machen.

Dann folgte die offizielle Vorstellungsrunde. Wir Teilnehmerinnen erzählten, welche Erwartungen wir an die Veranstaltung haben. Ich hatte noch nie an einem Power Breakfast teilgenommen und war entsprechend gespannt, wie der Tag verlaufen würde.

e-fellows.net-Stipendiatin JanaEszter Kulcsar (23) aus Ungarn hat ihren Bachelor in internationaler Volkswirtschaftslehre an der Uni Tübingen gemacht. Jetzt studiert sie Wirtschaftsinformatik im Master an der HTWG Konstanz. An T-Systems interessiert sie besonders, wie sich Frauen in der Männerdomäne IT schlagen.

Von Frauenkarrieren
Die Referentin Olga Müller ergriff als erste das Wort: Sie arbeitet als interne Beraterin (SAP SRM) bei T-Systems. Vorher hat sie Mittelstandökonomie in Zweibrücken studiert und nach einem Praktikum und ihrer Diplomarbeit ihre Karriere bei T-Systems gestartet.

Janina Häusler arbeitet ebenfalls als Beraterin (SAP BI) und in der Nachwuchskräfte-Rekrutierung. Sie hat Wirtschaftsinformatik an der Steinbeis-Hochschule Berlin studiert und hat ihre Diplomarbeit ebenfalls bei T-Systems geschrieben.

Marion Martin arbeitet als Teamleiterin im "Rollout & Training". Sie ist nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre bei T-Systems eingestiegen – vor über 20 Jahren. Während dieser Zeit hat sie ein Jahr Elternzeit genommen.

Einstiegschancen für Frauen bei T-Systems
In der anschließenden Diskussionsrunde wurden verschiedene Themen angesprochen –darunter Tipps zur Bewerbungsgestaltung und verschiedene Einstiegsmöglichkeiten. Auch das Thema Schwangerschaft und dessen Einfluss auf den individuellen Karriereweg wurden betrachtet.

Praktikum – dein Fuß in der Tür
Die Referentinnen erzählten uns, welche Praktika es bei T-Systems gibt. Alle bieten eine Gelegenheit, das Unternehmen von sich zu überzeugen. Besondere Möglichkeiten bietet dabei das Flexikum durch seine zeitliche Variabilität.

Mut ist das A und O
Sie ermunterten uns zu mehr Mut bei Lebenslauf, Motivationsschreiben und Bewerbung: Niemand ist bei Stellen chancenlos, die nicht zu 100 Prozent unserem Profil entsprechen. Solange wir uns zutrauen, uns in die Anforderungen einzuarbeiten, wären wir geeignet. Wir sollten die Bewerbung selbstbewusster angehen. Besonders interessant war auch, dass nicht Männer deshalb die IT-Berufe dominieren, weil sie bevorzugt werden. Es bewerben sich schlicht viel weniger Frauen.

Familie und Karriere – der Klassiker
Außerdem war die Familienplanung ein großes Thema: Schwangerschaft und Kind mit Karriere vereinbaren – wie geht das? Auch wenn man in einem stressigen Bereich arbeitet, bedeutet eine Schwangerschaft nicht, dass man sich einen neuen Job suchen muss. Das Unternehmen zeigt viele Facetten, wie Familie und Beruf vereinbar sind, zum Beispiel durch variable Arbeitszeitmodelle oder eigene Kitas.

Frauen in IT-Berufen
Ein weiteres Thema: Wie werden Frauen in IT-Berufen von den männlichen Kollegen akzeptiert? Alle Referentinnen waren sich einig: Es kommt auf die Qualität der Arbeit an. Frauen werden nicht aufgrund des Geschlechts benachteiligt, wie es alle Referentinnen bestätigen konnten.

Von Frau zu Frau
Anschließend konnten wir uns in kleineren Gruppen mit den Referentinnen und Unternehmensvertreterinnen  unterhalten, individuelle Fragen klären und wichtige Kontakte knüpfen.

Mein Fazit
Die drei Stunden gingen viel zu schnell vorbei! Ich fand das Power Breakfast sehr lehrreich und bin sicher, dass alle Teilnehmerinnen einiges mitnehmen konnten.

Ich habe einen guten Eindruck vom Unternehmen bekommen und davon, wie mich Arbeitgeber beurteilen. Nun kann ich mir besser vorstellen, wie Familie und Arbeit vereinbar sind. Und ich kann besser beurteilen, worauf ich achten muss, wenn ich mich bewerbe.

Deshalb würde ich auf jeden Fall allen empfehlen, so ein Event wahrzunehmen. Es ist eine großartige Chance, seinen Horizont zu erweitern!

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Seid ihr wahre Fans? Rätsel lösen und gewinnen

Montag, den 23. April 2012
Eva

Wahre Fans kennen die Schuhgröße ihres Lieblingsspielers vom 1. FC Köln, können sich fließend auf Elbisch unterhalten und haben sämtliche Outfits von Lady Gaga im Kopf. Auch bei uns können sich wahre Fans beweisen: Findet ihr die wichtigsten Meilensteine in unserer Facebook-Chronik?

Die Facebook-Fanseite von e-fellows.net ist im letzten Jahr mächtig gewachsen: Im Oktober haben wir unseren 4.000 Fan gefeiert, jetzt geht es mit großen Schritten auf die 5.000 zu.

Meilensteine auf der Facebook-Fanseite
Seit März findet ihr die größten e-fellows.net-Ereignisse der letzten Jahre in der neuen Facebook-Chronik: Damit auch neue Fans direkt sehen, was wir bisher erlebt haben. Die Meilensteine erreicht ihr über die Datumsleiste auf der Fanseite.


Seid ihr wahre Fans und löst das Rätsel?
Genau um diese Meilensteine geht es auch im Facebook-Wettbewerb. Am 24. April stellen wir eine Frage zu einem unserer Meilensteine aus der Facebook-Chronik. Unter allen, die die richtige Antwort unter diese Frage posten, verlosen wir einen buecher.de-Gutschein über 20 Euro.

Ihr habt bis zum 2. Mai Zeit, in unseren Meilensteine zu suchen und die Lösung zu finden. Mal schauen, ob der Mai nicht nur viel Neues, sondern euch auch einen buecher.de-Gutschein bringt! ;-)

Erfahrungsbericht (Allianz): Bewerben nach Maß

Dienstag, den 17. April 2012
Erfahrungs- bericht

Personaler nehmen die Besten. Der Lebenslauf muss inhaltlich korrekt, das Layout übersichtlich und ansprechend sein. Anschreiben und Bewerbungsgespräch sollen überzeugen. Um sein Gap Year im Unternehmen der Wahl verbringen zu können, hat e-fellows.net-Stipendiat Bastian beim Allianz "Bewerbertraining" mitgemacht. Die Quintessenz: Das Unternehmen hat das gleiche Ziel wie du – herausfinden, ob ihr zusammenpasst.

Titel und Thema der Veranstaltung
Allianz "Bewerbertraining"

Zeit und Ort
20. und 21. März 2012 bei der Allianz in Berlin (Treptow)

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
13 Studenten, drei Allianz-Mitarbeiter (Nadja Pfeffermann, Ralf Hilscher, Maximilian Schumacher), ein professioneller Coach

e-fellows.net-Stipendiat Bastiane-fellows.net-Stipendiat Bastian (22) studiert Technologie- und Managementorientierte Betriebswirtschaftslehre an der Technischen Universität München. Beim Bewerbertraining der Allianz hat er gelernt, dass Entfaltung maßgeblich von seiner Initiative abhängt.

Gap-Year Vorbereitung
Das "Bewerbertraining" der Allianz versprach aus zweierlei Gründen spannend zu werden: Erstens stehe ich kurz vorm Abschluss meines Bachelor-Studiums. Die Zeit bis zum Master möchte ich noch durch ein Praktikum ergänzen. Die Veranstaltung war also ideal, um mich auf meine anstehenden Bewerbungsgespräche vorzubereiten. Zweitens ist die Allianz ein international erfolgreicher Versicherer und somit für mich ein möglicher Arbeitgeber.

Extra eingeflogen
Das Event startete bereits um kurz vor 10 Uhr. Für mich bedeutete das einen entsprechend frühen Start in den Tag – schließlich bin ich mit dem Flieger aus München gekommen.

13 engagierte Studenten aus ganz Deutschland trafen in Berlin auf vier hilfsbereite Mitarbeiter der Allianz (Berlin, München) sowie einer Bewerbungstrainerin aus Wien.

Warm-up: Wir mussten uns nach Größe, Anreiseentfernung und Wissen über Bewerbungsprozesse geordnet aufstellen. Das hat zu Diskussionen untereinander angeregt, und wir fühlten uns schnell wohl.

Bewerben nach Maß
Die Trainerin war eine große Hilfe. Wir konnten professionell angeleitet die Stufen einer Bewerbungsphase vom Anschreiben übers Telefoninterview bis zumVorstellungsgespräch durchlaufen. Die wichtigsten Tipps waren dabei Offenheit, Ehrlichkeit und sorgfältige Vorbereitung.

Die Unterlagen im Check
Dazu der Klassiker: die Analyse unserer Bewerbungsunterlagen. Feedback gab es erst von der Gruppe, dann von den Allianz-Mitarbeitern und der Trainerin. Es war spannend auch die Unternehmensseite im Berwerbungsprozess zu sehen. Für die ist schwierig "den" Bewerber auszuwählen. Sich zu vergegenwärtigen, dass Bewerbungsverfahren nicht nur für die Teilnehmer Stress bedeuten, kann helfen, entspannter und sicherer aufzutreten. Auch die Recruiter stehen unter Druck, den richtigen Kandidaten für Ihr Unternehmen zu finden.

Leichtere Kost beim Mittag
Leichte Kost hingegen gab's beim Mittagessen im Mitarbeitercasino und auch beim Rundgang durch das Posteingangszentrum der Allianz in Berlin konnten wir entspannen. Alle Briefe der Allianz landen dort. Allein 400 Mitarbeiter sind für diesen Bereich eingestellt.

Eindrücke aus erster Hand
Mein Höhepunkt: der Abend mit allen Teilnehmern und den Allianz-Mitarbeitern. Wir stellten unsere persönlichen Fragen an den jeweiligen Ansprechpartner und bekamen Eindrücke und Erfahrungen aus erster Hand. Neben den Kontakten zum Unternehmen, waren mir schließlich Einblicke in die Arbeitsweise und Mentalität der Mitarbeiter besonders wichtig.

Selbstentfaltung und Eigeninitiative
Ich habe mit einer Mitarbeiterin des Kompetenzzentrums "Erneuerbare Energien" gesprochen, die seit ihrem Abschluss bei der Allianz arbeitet. Sie hat verschiedene Abteilungen kennengelernt und bestätigte mir, dass ihr die Allianz eine Menge Entfaltungsspielraum lasse. Der Grad der Selbstentfaltung hänge natürlich auch von der Eigeninitiative ab.

Im Nachhinein
Die zwei Tage waren unheimlich lehrreich und spannend. Meine Ansprüche wurden auf jeden Fall erfüllt, und ich habe gute Kontakte geknüpft.

Wieder einmal viel zu schnell vorbei
Ich empfehle die Veranstaltung allen, die wenig Erfahrung mit Bewerbungen haben, kurz vor einer Bewerbung stehen oder die Allianz kennenlernen wollen.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Freshfields): Graue Großkanzlei? Von wegen!

Donnerstag, den 12. April 2012
Erfahrungs- bericht

Viel Geld, hohe Belastung, kaum Freizeit. So sieht für die meisten das Bild einer Großkanzlei aus. Aber wie ist der Arbeitsalltag dort tatsächlich? Welche verschiedenen Praxisgruppen gibt es? Und wie gelingt ein Einstieg als Referendar? All das erfuhr Diana bei den Karrieretagen von Freshfields – und was es mit panischen Chefs und redseligen Sekretärinnen auf sich hat.

Titel und Thema der Veranstaltung:
Karrieretage von Freshfields Bruckhaus Deringer

Zeit, Ort und Dauer der Veranstaltung:
Am 9. und 10. März 2012 in Frankfurt am Main

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter:
27 e-fellows.net-Stipendiaten und zahlreiche Vertreter von Freshfields Bruckhaus Deringer aus unterschiedlichen Praxisgruppen

Als junger Absolvent der Rechtswissenschaften denkt man beim Stichwort Großkanzlei meist nur an zwei Dinge: überdurchschnittlich hohes Einstiegsgehalt und überdurchschnittlich hohe Arbeitsbelastung. Wie der Arbeitsalltag in einer international tätigen Kanzlei aber wirklich aussieht, konnte ich mir bis dato nur schwer vorstellen. Die Karrieretage von Freshfields Bruckhaus Deringer waren daher eine perfekte Gelegenheit, um Vorurteile zu hinterfragen und eigene Zukunftsperspektiven zu beleuchten – sei es als Station im Referendariat oder für den späteren Berufseinstieg.

Der erste Eindruck
Nach Anreise und Fahrstuhlfahrt in den 25. Stock des Frankfurter Parktowers begrüßten uns die Partner Dr. Britta Zierau und Dr. Thomas Wagner und stellten die Kanzlei vor. Anschließend gaben uns Anwälte einen Überblick über die einzelnen Praxisgruppen der Sozietät Damit erhielten wir einen ersten Eindruck von der Bandbreite der Rechtsberatung bei Freshfields und konnten erstmals erahnen, wie viel Engagement die einzelnen Associates und Partner in ihre Arbeit stecken.

Einen oder keinen Wein?
Partner Jochen Wilkens und die Associates Dr. Sébastien Seele und Dr. Juliane Angermann festigten in ihren Vorträgen den ersten gewonnenen Eindruck: Übersteht man den Bewerbungsmarathon, überzeugt man die Mitglieder der Praxisgruppe und antwortet man auf die Frage nach einem oder keinem Wein beim Mittagessen richtig, dann wird man vorbehaltlos aufgenommen, interessiert empfangen und vom ersten Tag an fachlich und menschlich gefordert und unterstützt.

Übrigens ist die Frage des potenziellen Chefs nach dem Wein beim Mittagessen eine gefürchtete Frage in der Bewerbungssituation. Dr. Juliane Angermann versicherte uns aber, dass man sowohl "ja" als auch "nein" sagen darf, ohne negative Konsequenzen zu fürchten. ´

e-fellows.net-Stipendiatin Simonee-fellows.net-Stipendiatin Diana (24) studierte Jura in Freiburg, macht gerade ihren Master in Europäischer Rechtslinguistik an der Uni Köln und bereitet ihre Promotion im Europarecht vor.

Über Apple und Opel
Beim Mittagessen kamen wir mit den einzelnen Anwältinnen und Anwälten ins Gespräch und konnten den spektakulären Blick von der kanzleieigenen Dachterrasse genießen. Anschließend folgten die ersten beiden Workshops. Ich hatte mich vorab für den Workshop "Geistiges Eigentum und Informationstechnologie" entschieden, ohne jedoch große Vorkenntnisse mitzubringen. Dementsprechend war ich froh, als Dr. Thomas Tschentscher zunächst einmal jeden Teilnehmer nach dessen Erwartungen an die Praxisgruppe fragte. Dadurch entwickelte sich ein lockeres Gespräch über schutzwürdige Apple-Eigenheiten, die Verpfändung von IP-Rechten Opels an die amerikanische Regierung und den Ablauf von Frequenzauktionen im Telekommunikationsrecht.

Der Weg zum erfolgreichen Anwalt
Nach anderthalb Stunden wussten wir dann, dass Patentanwälte keine Juristen, aber für die Anmeldung von Patenten unverzichtbar sind, und dass man als Anwalt im IT-Bereich auch ab und zu Verfassungsbeschwerden beim BVerfG einreichen kann. Herr Dr. Tschentscher gab uns schließlich auch die Voraussetzungen eines erfolgreichen Anwalts mit auf den Weg: juristische Kompetenz, Soft Skills und unternehmerisches Denken.

Panische Chefs und redselige Sekretärinnen
In einem zweiten Workshop gab Partnerin Dr. Uta Itzen, extra aus Düsseldorf angereist, Einblicke in die Praxisgruppe "Kartellrecht und Außenhandel". Sie stellte einen aktuellen Fall der europäischen Kartellbehörde zum Schienenkartell vor. Sie berichtete von panischen Unternehmenschefs, die über das Vernichten von Beweisen nachdenken, und redseligen Sekretärinnen, die gegenüber Ermittlungsbeamten versehentlich wichtige Informationen ausplaudern. Auch ging es um die komplizierte Gratwanderung zwischen interner Sachverhaltsaufklärung, der Lösung komplexer Haftungsfragen und den Umgang mit menschlichen Schicksalen. Die sogenannte "Kronzeugen-Regelung" stellte sich so zugleich als Fluch und Segen dar. Sie versprach aber auch eine selten langweilige Tätigkeit in dieser Praxisgruppe.

Zwischen Fisch, Fleisch und Filmen
Wir beendeten den Tag schließlich mit einem gemeinsamen Dinner mit zahlreichen Anwälten im Restaurant des Hotels Roomers. Die Sitzordnung sah vor, dass immer gleich viele Teilnehmer wie Anwälte von Freshfields am Tisch saßen. So musste man nicht nur die Frage nach Dorade oder Kalbsfilet, sondern auch nach den persönlichen Zielen im Leben, den juristischen Interessen und dem letzten Kinofilm beantworten. Im Gegenzug erfuhren wir, was die Anwälte an ihrer Arbeit schätzen und dass sie die Wochenenden bis auf wenige Ausnahmen tatsächlich frei haben.

Was ist eigentlich der Frankfurter Ablasshandel?
Am nächsten Morgen ging es zu weiteren Workshops. Diesmal informierte Dr. Thomas Wagner über die Praxisgruppe "Öffentliches Wirtschaftsrecht". Sie beschäftigt sich zum Beispiel mit der Projekt- und Infrastrukturplanung. So erfuhren wir, dass bei der Erteilung von Baugenehmigungen im Frankfurter Stadtgebiet die Baubehörde regelmäßig einen Klageverzicht der Nachbarn verlangt. Da diese sich den Verzicht teuer bezahlen lassen, wird das Feilschen gerne als "Frankfurter Ablasshandel" bezeichnet.

Gemütlicher Ausklang
Bevor es zu einer Stadtrundfahrt durch Frankfurt ging, brachte uns Dr. Alexander Glos das "Anwaltstrainee-Programm" näher und Danielle Herrmann referierte über die Weiterbildungsmöglichkeiten für Associates bei Freshfields Bruckhaus Deringer. Die zahlreichen Angebote für Referendare waren für mich sehr spannend. Bei einem letzten gemeinsamen Mittagessen im Restaurant "Kubu" ließen wir die Karrieretage schließlich ausklingen.

Mein Fazit
Alles in allem haben mir die Karrieretage bei Freshfields viele spannende Einblicke in die Tätigkeit einer international tätigen Großkanzlei vermittelt – auch abseits des Gesellschaftsrechts. Allen, die sich eine solche Arbeit vorstellen können oder denen die Vorstellungskraft bisher fehlt und allen, die Informationen aus erster Hand und Ansprechpartner für mögliche Berufseinstiege suchen, kann ich die Karrieretage von Freshfields empfehlen.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Die Power des Schwarms

Dienstag, den 10. April 2012
Felix

Apps: 50.000 Neue davon spuckt allein Apples App Store pro Monat aus. Aus diesem Meer gilt es herauszustechen. Mittelmaß gewinnt nicht. Da hilft nur Streben nach Perfektion. Philipp und Georg von Testbirds.de nutzen die Power des Schwarms, um den Durchschnitt zu entlarven.


Was macht euer Unternehmen?
Testbirds.de testet Apps für mobile Endgeräte, also Smartphones (Apple iOS, Google Android, Windows Mobile, Blackberry OS) und Webanwendungen (Onlineshops, CRM-Systeme).

Der Clou: Wir haben einen großen Pool an Testern. Unseren Kunden stehen mögliche Endnutzer als Softwaretester zur Verfügung und damit sämtliche Geräte, Browser und Zielgruppen. Die Tester finden Fehler ("Bugs") und geben Feedback, um die Nutzbarkeit ("Usability") der Software zu verbessern.

Wir verbinden das "Crowdsourcing" mit dem "Testing". Also die Intelligenz und Arbeitskraft einer Masse mit dem Testen von Software-Produkten: "Crowdtesting".

Wie seid ihr auf die Idee zur Gründung gekommen?
Wir haben uns schon länger mit verschiedenen Geschäftsideen auseinandergesetzt. Erst haben wir ein Konzept für mobile Bezahlungssysteme verfolgt, uns aber schließlich dagegen entschieden. Georg hatte schließlich die Idee des Crowdtestings.

Immer wieder scheitern Softwareprojekte an der schlechten Umsetzung, sind fehlerhaft. Die Entwickler sind sich einig: Testing ist wichtig. Die Wenigsten nehmen sich aber wirklich Zeit dafür. Deshalb bieten wir genau das als externer Dienstleister an.

Wie seid ihr beim Gründen vorgegangen?
Die  Idee schien erfolgversprechend und umsetzbar. Der App-Markt wächst sehr stark, die Webanwendungen bergen ohnehin schon großes Potenzial fürs Testing, da war der Schritt naheliegend. Zuerst haben wir ein Büro gemietet und mit der Entwicklung unserer Webplattform begonnen.

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Fakten zu Testbirds GmbH

Branche: IT-Dienstleister
Produkt: Testen von Apps und Webanwendungen
gegründet: 2012
Anzahl Beschäftigte: 6
Website: www.testbirds.de
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Die Vögel von Testbirds.de
Die Vögel von Testbirds.de

Philipp über sich und sein Unternehmen:

Mein Unternehmen habe ich gegründet, weil …
… ich schon immer selbstständig sein wollte. Es reizt mich, ein Unternehmen von Null auf aufzubauen. Dieser Herausforderung wollte ich mich seit Langem stellen.

Mein Unternehmen ist profitabel, weil …
… es allein im App Store 50.000 neue Apps pro Monat gibt. Wer aus dieser Masse herausstechen will, braucht eine fehlerfreie und intuitive App. Da kommen wir ins Spiel.

Unternehmer sein liegt mir, denn …
… ich bin ein guter Teamplayer. Mir macht die viele Arbeit nichts aus, denn ich kann mich mit Testbirds.de identifizieren.

Startkapital habe ich erhalten über …
… unsere privaten Ersparnisse. Wie es weiter geht, werden wir sehen.

Wenn ich nicht mein Unternehmen leite, dann …
… findet man mich in den Bergen um München oder in Österreich beim Snowboarden.

In fünf Jahren …
… wird Testbirds.de stark gewachsen sein. Es hat neben dem europäischen Raum auch Asien und den amerikanischen Markt erobert. Wir sind natürlich auf dem Boden geblieben und haben viel Spaß bei der Arbeit. Wir haben Büros in München, San Francisco und Shanghai.

Mein Tipp für andere Unternehmensgründer:
Geht aufmerksam durchs Leben, aber bleibt geduldig. Zwingt euch nicht, zu einem bestimmen Zeitpunkt zu gründen. Wartet auf die richtige Idee. Setzt euch Deadlines, an denen ihr eure bisherigen Erfolge bewertet und entscheidet danach, ob es weitergeht. Zu guter Letzt: Pflegt eure Netzwerke.

Konrad e-fellows.net-Stipendiat Philipp (25) und e-fellows.net-Alumnus Georg (26) haben "Finance and Information Management" an der TU München studiert. Beiden waren heiß darauf, sich selbstständig zu machen. Nun haben die Vögel von Testbirds.de ihre Nische gefunden: "Crowdtesting".

Georg über sich und sein Unternehmen:

Mein Unternehmen habe ich gegründet, weil …
… ich mein eigenes Ding machen wollte. Freiheit ist für mich ein hohes Gut. Das Leben ist mir sonst zu vorherbestimmt. Man weiß nie, ob man morgen noch die Möglichkeit hat, etwas Anderes, Verrücktes zu tun.

Mein Unternehmen ist profitabel, weil …
… wir echten Mehrwert für unsere Kunden bieten.

Unternehmer sein liegt mir, denn …
… verrückte Sachen sind mein Ding: etwas ausprobieren, Aufgaben unkonventionell angehen.

Startkapital habe ich erhalten über …
… meine Arbeit als Freiberufler und Projekte für die studentischen Unternehmensberatungen. Das waren wertvolle Erfahrungen. Sie haben mich geprägt.

Wenn ich nicht mein Unternehmen leite, dann …
… fahre ich ans Meer oder bei gutem Wetter in die Berge.

Mein Tipp für andere Unternehmensgründer:
Mach das, worauf du Lust hast, das was dir Spaß macht. Und nicht das, was andere sagen. Jeder Versuch beschert dir wenigstens eine neue Erfahrung. Morgen kann alles zu Ende sein, deshalb packst du die wichtigen Dinge besser heute noch an.