Monatsarchiv für Februar 2012

Tagebuch (Teach First Deutschland): Verenas erste Woche an einer Kölner Hauptschule

Freitag, den 24. Februar 2012
Tagebuch

Verena tauscht Bürosessel gegen Klassenzimmer: Nachdem sie die letzten Jahre für die Bildungsinitiative Teach First Deutschland gearbeitet hat, wechselt sie jetzt von der Theorie in die Praxis und wird selbst Fellow an einer Kölner Hauptschule. In ihren ersten Tagen als Lehrkraft kommen einige Herausforderungen auf sie zu: Wird das Lehrerkollegium sie akzeptieren? Und wie werden die Schüler reagieren?

Montag, 30. Januar 2012
6.00 Uhr: Ein fieses Geräusch drängt sich in mein Bewusstsein – ist das wirklich schon mein Wecker? Nochmal umdrehen – Fehlanzeige! Nach Jahren mitarbeiterfreundlicher Gleitzeitregelungen bemerke ich schmerzlich die erste Herausforderung der Arbeit als Fellow. Wer hat eigentlich entschieden, dass Schule so früh anfangen muss?

Bis in die Haarspitzen kribbelig starte ich in meinen ersten Tag als Fellow. Kaffee ist heute wohl nicht nötig. Auf dem Weg über die Deutzer Brücke gehen mir noch einmal die Reaktionen meiner Freunde durch den Kopf, als ich ihnen von meinem Plan erzählte, selbst Fellow zu werden. Von "Bist du irre, deinen Job aufzugeben?" bis "Cool, dass du dich das traust!" war alles dabei. Und als klar wurde, dass ich in Köln auf der rechten Rheinseite an einer Schule arbeiten werde, erntete ich von allen meinen Kölner Bekannten nur noch vielsagend hochgezogene Augenbrauen: "Schäl Sick? Na viel Glück…"

Aufgeregt und hellwach gehe ich den schmalen Weg aufs Schulgebäude zu – der neue Teil ist knallrot angestrichen und umrahmt von ein paar alten Backsteinmauern – auf einer prangt ein riesiges Gemälde der Schüler. Gar nicht übel, denke ich und betrete mit Spannung meinen neuen Arbeitsplatz.

Verena Tagebuch Teach Firste-fellows.net-Alumna Verena (29) hat ihr Master-Studium in Linguistik, BWL und Kunstgeschichte an der Universität Potsdam und der Humboldt-Universität in Berlin beendet und anschließend die Bildungsinitiative Teach First Deutschland mit aufgebaut. Wofür sie die letzten Jahre gearbeitet hat, will sie jetzt am eigenen Leib erfahren: Als Fellow von Teach First Deutschland unterstützt sie Schülerinnen und Schüler an einer Kölner Hauptschule.

Noch sind die Gänge leer, keine Schüler sind zu sehen. Im Sekretariat werde ich sofort freundlich begrüßt und die Schulverwaltungsassistentin fängt direkt an, mir zu erklären, wie die Schule funktioniert, wo ich was finden kann und was es alles zu beachten gibt. Schon bei der Beschreibung der Unterrichtszeiten beginnt mein Kopf zu schwirren: Um 8.00 Uhr beginnt die erste Stunde, die zweite um 8.45 Uhr, danach folgt eine halbstündige Pause. Die zweite Pause – nach der 4. Stunde – ist dann 15 Minuten lang, die Mittagspause dauert eine Stunde und fällt zusammen mit der 6. Stunde. Zwischen den Nachmittagsstunden gibt es keine Pausen mehr, der Tag geht bis 16.30 Uhr – außer an den kurzen Tagen, da sieht alles wieder ganz anders aus…

In der Pause erwartet mich meine erste Aufgabe: Aufsicht bei den Tischtennisplatten im Keller. Endlich bekommen ich Schüler zu Gesicht. Neugierig beäugen mich acht Jungs, als ich mit ihnen die Platten aufbaue. Nachdem die erste Scheu überwunden ist, starten die Fragen: "Sind Sie ne neue Lehrerin?", "Was machen Sie hier?", "Woher kommen Sie?" Nur neben den Platten stehen und aufpassen ist mir zu langweilig, also frage ich prompt zurück, ob sie mich mitspielen lassen. Und wie sie das lassen! Ein Spiel schaffe ich noch zu gewinnen, danach werde ich gnadenlos Runde um Runde abgezogen. Die Jungs haben sichtlich Spaß daran und grinsen bei jedem Punkt bis über beide Ohren. "Kommen Sie nächstes Mal wieder?" – "Klar!" – "Cool."

Dienstag, 31. Januar 2012
Zeugniskonferenztag! Ein Tag ohne Schüler, dafür mit umso mehr Gelegenheiten, das gesamte Kollegium kennenzulernen. Meine Schulleiterin stellt mich direkt zu Beginn der Konferenz vor, und ich sehe viele fragende und wohlwollende Blicke von allen Seiten – ein perfekter Start in ein weit mehr als nur nettes Kollegium.
Weiter gehts mit Angeboten der "2. Chance", einem Projekt, das Dauerschwänzer wieder in den Schulalltag integriert. Bei einigen Fehlstundenzahlen zucke ich zusammen: Über 500 im Halbjahr – unentschuldigt. Einzelne Schüler wohnen nur wenige 100 Meter von der Schule entfernt und scheinen doch jeden Morgen zwischen ihrer Haustür und der Schuleingangstür verloren zu gehen.

Was ist Teach First?
Teach First Deutschland schafft bessere Bildungschancen für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Die gemeinnützige Initiative fördert Schüler mit schlechten Startbedingungen, indem sie Absolventen aller Fachrichtungen mit sehr guten Noten vor dem Jobeinstieg zwei Jahre als zusätzliche Lehrkräfte (Fellows) an Hauptschulen schickt. Mehr zum Programm erfährst du in der Teach First Deutschland-Gruppe.

Außerdem steht eine kurze Besprechung der Zeugnisse und aller Sonderfälle an. Jeder Klassenlehrer stellt seine Klasse und den aktuellen Stand kurz und knapp vor. Eine perfekt Gelegenheit für mich, mehr über die Klassen zu erfahren und vor allem mitzubekommen, wo meine Unterstützung besonders helfen kann!

In den Pausen zwischen den einzelnen Besprechungspunkten habe ich alle Hände voll zu tun, immer wieder zu erläutern, was ich an der Schule mache und wie ich überhaupt hierher gekommen bin. "Fellow also? Wieso heißt das denn so? Und was genau sollst du machen? Oh, könntest du auch mal zu mir in den Unterricht kommen?" Aber klar, mehr als gerne!

Mittwoch, 1. Februar 2012
Ab heute geht es endlich richtig los, ich werde die nächsten Tage damit verbringen, so viele Schüler, Kollegen und Klassen wie möglich kennen zu lernen. Mein Ziel: Herausfinden, wo und wie meine Unterstützung am sinnvollsten ist.

Zuerst stapfe ich mit einem Kollegen, der ebenfalls neu an der Schule ist, hoch in den zweiten Stock: auf zur "Vorbereitungsklasse". In die Vorbereitungsklasse gehen Schülerinnen und Schüler, die erst seit kurzer Zeit in Deutschland leben, noch wenig Deutsch verstehen und daher noch nicht "regeleingeschult" werden können, wie es so schön heißt. Bewaffnet mit Arbeitsblättern zur Flächenberechnung und einem Plan für die Stunde betreten wir den Raum. Ein bunter Mix aus verschiedensten Altersstufen und Hintergründen erwartet uns, einige der Schüler haben nie zuvor eine Schule besucht. Vom ersten von ihnen lerne ich zuerst den Hinterkopf kennen: Er moonwalkt gekonnt rückwärts auf die Klassentür und dann auf seinen Platz zu. Nicht schlecht, vielleicht sollte ich über eine Tanz-AG nachdenken.

Eigentlich steht Mathe auf dem Plan, aber erst einmal ein dicker Konflikt im Raum: Einige Schülerinnen und Schüler dürfen mit der Mathelehrerin im Computerraum arbeiten, der Rest bleibt in der Klasse, um mit uns zu arbeiten – nicht gerade beliebt diese Option. Tom*, eben noch fröhlich moonwalkend, ist sauer und rastet völlig aus. Stühle fliegen durch den Raum, Stifte gehen kaputt, die restliche Schüler brüllen mit und stacheln ihn an. Wir haben keine andere Wahl, Tom muss von den anderen getrennt werden – mein Kollege geht mit ihm für ein Einzelgespräch vor die Tür. Mir stockt eine Sekunde der Atem.

Wie soll ich bloß Ruhe in diese aufgebrachte Gruppe bringen? Mit wildem Herzschlag warte ich auf einen ruhigeren Moment, um die Schüler anzusprechen. Was sich wie unendliche Minuten anfühlt, dauert wahrscheinlich nur ein paar Sekunden. Ich nutze die Chance, als einer der lauteren Schüler abschätzend in meine Richtung schaut: "So, ich würd gern loslegen!" Wirklich kein brillanter Satz, denke ich noch. Aber er reicht – wie von Geisterhand gedreht schauen plötzlich alle Köpfe in meine Richtung. Und schon bin ich mittendrin, erkläre und verteile Arbeitsblätter. "Wie war das nochmal, a mal b?", "Wieviel ist denn nun 5 mal 7?", "Kann ich noch ein Arbeitsblatt?", "Können Sie mal gucken, muss das so?" Der Rest der Stunde vergeht wie im Flug. Mit einem Kribbeln von Kopf bis Magen verabschiede ich die Schüler und mache mich auf zur nächsten Klasse. So fühlt sich das also an, Fellow zu sein – wahnsinn.

Donnerstag, 2. Februar 2012
Meine Tage vergehen, als hätte jemand auf die Fast-forward-Taste gedrückt: Ich lerne Namen, Hintergründe, Stärken, Schwächen, Interessen und Persönlichkeiten kennen und sauge wie ein Schwamm alle Informationen auf – von morgens halb acht bis nachmittags um halb fünf bin ich in der Schule, um möglichst viele Stunden zu unterstützen. Jeder im Kollegium hat eine andere Umgangsweise mit den Schülern, jeder Schüler reagiert unterschiedlich auf verschiedene Methoden, jede Klasse hat ihre eigene Dynamik – und ich lerne und lerne und lerne…

In der Mittagspause steht die Besprechung vom "Team 5" an – alle Klassenlehrer der fünften Klassen setzen sich zusammen und tauschen sich über aktuelle Themen aus. Heute geht es um den Lese- und Rechtschreibkompetenztest, den alle Fünfer geschrieben haben. Die Ergebnisse sind ernüchternd, viele haben enorme Probleme beim Lesen einfacher Texte. Schnell entbrennt eine wilde Diskussion, die nur durchs Klingeln zur nächsten Stunde aufgehalten wird. Eine Lösung gibt es noch nicht, aber klar ist: Hier muss sich dringend etwas tun!

Freitag, 3. Februar 2012
Zeugnistag! Ich bilde mir ein, die Anspannung zu spüren, die in der Luft liegt, während ich durch den Gang zur ersten Stunde laufe: Deutsch Förderunterricht in der 5c im Team-Teaching. Für die letzte Stunde vor der Zeugnisausgabe haben wir ein Spiel vorbereitet, um den Wortschatz zu erweitern – eine abgewandelte Version von Stadt-Land-Fluss. "Könnwers nich ausfalln lassn?" murmelt und mault es uns entgegen, als wir den Klassenraum betreten. Das fängt ja gut an. Nach anfänglicher Skepsis sind die Schüler dann aber voll dabei und überbieten sich gegenseitig mit kreativen Wortschöpfungen. Selbst die anfangs Stillsten trauen sich nach der ersten Viertelstunde, ihre Vorschläge laut zu sagen. Und als es klingelt, wollen alle dann doch "nur noch ein bisschen" weiterspielen.

Nach der Zeugnisausgabe wirft der Karneval im Musikraum bereits seinen Schatten voraus: Der Höhenberger Karnevalszug steht an und "Nachschlag", die Samba-Truppe meiner Schule, wird mitlaufen. Rund 20 Schüler warten ungeduldig auf ihre Instrumente und verhandeln, wer welches spielen darf. Besonders beliebt ist die Caixa, die brasilianische Variante der Snare-Drum. Gemeinsam proben wir Aufstellung und unterschiedlichte Rhythmen. Die Probe klappt bestens: Die Schüler spielen wirklich gut, alle Rhythmen klingen super und die Musiklehrerin ist begeistert. Am Ende sind sich alle einig, dass ich beim Karnevalszug mitlaufen darf – ein perfektes Ende einer großartigen ersten Woche!

*Die Namen aller Schüler wurden geändert.

Die e-fellows.net-Mitarbeiter stellen sich vor: Karl Förster

Donnerstag, den 23. Februar 2012
Judith

Seit Dezember ist Karl fester Bestandteil der IT und erfreut die e-fellows.net-Stipendiaten mit neuen Features in der Community. Und auch den Kollegen hilft er gerne weiter, wenn es mal Probleme mit den Computern gibt. Da er das Programmieren von Apps bereits beherrscht, steht als nächste Herausforderung das Fliegen eines Verkehrflugzeuges an.

>> Teil 47 der Serie: Wer sind die eigentlich bei e-fellows.net? <<

Was machst du bei e-fellows.net?
Ich bin seit Anfang Januar 2012 fester Bestandteil der IT und damit für den reibungslosen Betrieb und die Weiterentwicklung der Community zuständig. Natürlich stehe ich auch meinen Kollegen bei Problemen mit ihren Rechnern immer zur Verfügung.

Karl ist neu in der IT von e-fellows.net

Was hast du vorher gemacht?
Im Gegensatz zu vielen meiner Kollegen habe ich weder studiert noch Abitur gemacht und komme trotzdem klar. Nach der zehnten Klasse habe ich eine klassische Berufsausbildung zum Fachinformatiker gemacht und ein Jahr später als selbstständiger Web-Entwickler, IT-Consultant und Dozent gearbeitet, bis ich Ende 2005 in München einen kompletten Neuanfang gemacht habe. Hier war ich dann sechs Jahre mit der Entwicklung von E-Commerce-Plattformen zum Vertrieb von Smartphone-Apps beschäftigt, bevor ich zu e-fellows.net gewechselt bin.

Was gefällt dir an deiner Arbeit bei e-fellows.net?
Auf jeden Fall der angenehme, humorvolle Umgang unter den Kollegen. Das Büro ist super zentral gelegen und ich habe endlich mal einen Grund in die Stadt zu fahren. :-) Und es ist auch immer wieder interessant, wie neue Feature-Wünsche in der Community aufkommen, wie sie hier im Haus entwickelt werden, und danach die Reaktion der Community auf die Umsetzung zu erleben.

Welche privaten Interessen hast du?
Als waschechter ITler interessieren mich alle Sachen, die in der IT-, Multimedia- und Mobilfunkwelt so passieren. Ansonsten höre ich viel und gerne Musik, gehe ins Kino und probiere neue Gerichte in diversen Restaurants aus. Wenn ich die Zeit und vor allem das Geld hätte, würde ich außerdem viel mehr reisen.

Was war dein erstes Aha-Erlebnis mit dem Internet?
Ich glaube, so ein richtig großes Aha-Erlebnis gab es nicht. Stattdessen sind es immer wieder kleine, denn das Wort "Aha" geht mir jedes Mal durch den Kopf, wenn ich irgendwas bei Google oder Wikipedia nachschlage.

Was willst du in deinem Leben unbedingt noch machen?
Oh, da gibt's schon ein paar Sachen. Auf jeden Fall einige Reiseziele erkunden wie Madeira, die Malediven, Australien und Dubai. Ich hoffe auch, dass ich es irgendwann mal ins Cockpit eines Verkehrsflugzeugs schaffe, auch wenn's erstmal nur ein Simulatortraining ist.

Neue Moderationsregeln: Die Verkleinerung der ungerechten Grauzone

Mittwoch, den 22. Februar 2012
Lukas

Im letzten Post zum Thema "Mehr Respekt in der Community" haben wir angekündigt, dass wir an drei Punkten ansetzen wollen. Heute fangen wir an, die manchmal inkonsequente Moderation zu verbessern: mit neuen Moderationsregeln. Sie verringern die ungerechte Grauzone zwischen "eindeutig verwarnenswert" und "unproblematisch". Moderatoren dürfen jetzt wie Fußball-Schiedsrichter auch einfach ein Foul pfeifen, ohne gleich die gelbe Karte zu zücken.

Wir Moderatoren – dazu gehöre ich selbst – verwarnen zwar fast immer nachvollziehbar (eine Liste mit Beispielen in meiner Antwort auf diese Frage oder den Post "Was löschen wir – und warum?"). Wir verwarnen aber nicht konsequent genug. Das bezieht sich vor allem darauf, dass "gleichschwere" Fälle hin und wieder ungleich behandelt werden: Manchmal erntet ein Nutzer für ein Posting eine Verwarnung, für das ein anderer nur eine Ermahnung oder gar nichts kassiert.

Der Tiger ohne Zähne
Wenn man als Nutzer aber sieht, dass e-fellows.net zwar "anständige" Postings fordert, "unanständige" allerdings nicht sanktioniert werden, dann setzt das die falschen Signale. e-fellows.net wirkt damit wie der Tiger, der zwar faucht, aber keine Zähne hat.

Der Schiri ist auch nicht objektiv
Objektiv oder zu 100% konsequent kann die Moderation natürlich nie sein. Sie hängt wie beim Fußball-Schiedsrichter ein bisschen von persönlichen Faktoren ab: Findet der Moderator eine bestimmte Äußerung aufgrund seiner persönlichen Vorgeschichte besonders anstößig? Ist er einer, der lieber einen sehr toleranten Stil pflegt oder eher nicht? Und selbst der beste Schiri kann nicht alles sehen.

Aber die Hauptgründe für inkonsequentes Verwarnen sind zwei andere:

a) Verwarnen ist per se unangenehm für den Moderator.
Nur Sadisten bestrafen gerne. Dazu kommt, dass der Moderator sich mit einer Verwarnung quasi selbst an den Pranger stellt: Wie dem Schiri kommt auch dem Moderator bei fast jeder härteren Entscheidung ein Schwall Kritik entgegengeschlagen – er muss sich (oft mehrfach) erklären und rechtfertigen. Das kostet Zeit. Da überlegt man sich zweimal, ob man jetzt konsequent durchgreift oder nicht.

b) Die Grauzone zwischen "objektiv verwarnenswert" und "anstandslos" ist groß.
Dazwischen gibt es "leicht anstößig", "ziemlich provozierend" und noch viele andere "leichte Fouls". Für den einen ist "Wetten, du bist ein Mann?" auf eine Frage zu Orgasmusproblemen einer anonymen Frau eine Aussage, die plump stört, dem Fragesteller (vermutlich) ungerechtfertigt etwas unterstellt und ihm damit indirekt die Berechtigung an der Frage abspricht oder ihn sogar beleidigt. Andere empfinden das vielleicht als leicht unpassend, aber irgendwie sogar witzig und harmlos.

Die Grauzone der Ungerechtigkeit
Weil diese Grauzone der Ungerechtigkeit so groß ist, und weil die Moderatoren großen Respekt vorm Verwarnen haben, bleiben viele Verstöße ungeahndet. Die Grauzone existiert einerseits bei den (leichten) Verstößen, die ungeahndet bleiben (ungerecht für den Geschädigten), andererseits bei den Verstößen, bei denen die Verwarnung grenzwertig war. Derzeit gibt es schließlich nur Verwarnen oder nichts tun (ok, selten noch ermahnen):

Abbildung: Die Grauzone zwischen "eindeutig verwarnenswert" und "unproblematisch"

Der Schiri muss ja nicht gleich Gelb zeigen

Nun hat der Fußball-Schiedsrichter aber natürlich nicht nur die gelbe und rote Karte (entsprechend zu Verwarnen und Rausschmeißen). Er kann auch einfache Fouls mit einem simplen Pfiff ahnden, das Spiel kurz unterbrechen und dann weiterspielen lassen. Ein Spieler hat einen anderen vielleicht unbeabsichtigt ein bisschen angerempelt. Das ist nicht ok, denn der andere Spieler wurde dadurch beeinträchtigt. Es ist aber auch nichts, was gleich eine gelbe Karte rechtfertigt. Und selbst wenn der Pfiff objektiv gesehen nicht berechtigt war: Solange der Spieler keine gelbe Karte bekommen hat, wird er den Fehlpfiff leichter akzeptieren.

Die Pfeife der Moderatoren: Löschen
Die Pfeife der Moderatoren ist in dem Fall, dass wir fortan grenzwertige Postings auch einfach löschen, aber nicht mehr alles, was wir löschen, auch verwarnen. Dadurch wird die Grauzone der Ungerechtigkeit kleiner. Es wird mehr Ahndenswertes auch in einer gewissen Form geahndet, aber mit weniger drastischen Folgen für den Verstoßenden:

Abbildung: Durch Löschen wird die Grauzone kleiner

Löschen als Deeskalationsmittel
Löschen ist außerdem ein gutes Mittel, um eine Diskussion vor der Eskalation zu bewahren. So wie der Schiedsrichter manchmal gleich zu Anfang ein paar "Signalpfiffe" setzt, um klar zu machen, wo die Grenzen sind. Manchmal führt zum Beispiel ein grenzwertiges Posting dazu, dass sich ein anderer darüber echauffiert, der wiederum Paroli geboten bekommt vom Verursacher, bis das Ganze in einer Beleidigungsschlacht endet. Wenn man solche Postings frühzeitig entfernt, eskaliert die Debatte erst gar nicht, und niemand fühlt sich allzu ungerecht behandelt, weil er gleich eine Verwarnung kassiert hat.

Löschen wird nicht zwangsläufig kommentiert
Aus diesem Grund (Deeskalation) behalten wir uns auch vor, eine Löschung nicht immer mit einem Beitrag des Moderators zu kommentieren. Das würde der Deeskalation entgegenstehen, da sich die Diskussion sonst an der Löschung des Moderators entzündet. Auf Nachfrage bringen wir natürlich gerne eine Erklärung vor.

Verwarnen: Ab der zweiten Verwarnung wird die Identität aufgedeckt
Das wird zwangsläufig auch dazu führen, dass wir weniger verwarnen (es ist jetzt schon sehr wenig: etwa ein bis zwei von über 3.000 Postings pro Woche werden verwarnt). Verwarnungen sind für schwere Verstöße reserviert. Daher müssen wir die Folgen von Verwarnungen härter gestalten: Wer zweimal verwarnt wird, den wird ein e-fellows.net-Mitarbeiter (kein Stipendiaten-Moderator) über eine Datenbankabfrage identifizieren und anschreiben.

Das hat auch den Grund, dass wir Fälle hatten, wo sich der Nutzer angeblich seiner zwei bereits vorhandenen Verwarnungen nicht bewusst war. So kann künftig niemand sagen, er hätte von nichts gewusst.

Verwarnungen verfallen wie bisher nach einem Jahr.

Mehr in den nächsten Wochen
In den nächsten Wochen werden wir dann Weg 1 und 3 "zu mehr Respekt" vorstellen: Funktionen, die uns einerseits die Moderation erleichtern, sie transparenter machen und die euch die Möglichkeit geben, selbst mitzumoderieren.

Die e-fellows.net-Mitarbeiter stellen sich vor: Eva Kaufmann

Freitag, den 17. Februar 2012
Judith

Besonders gerne hält sich Praktikantin Eva in englischsprachigen Gefilden wie Kalifornien oder Newcastle auf – dort liegt sie unter Palmen oder läuft 12-Meilen-Parcours in den Bergen. Aber auch bei e-fellows.net hat sie sich von Anfang wie zu Hause gefühlt: Hier kann sie sich ganz offiziell in sozialen Netzwerken rumtreiben und literweise Tee trinken – der nie leer werdende Schokoladenvorrat des Team Content & Community tut den Rest.

>> Teil 46 der Serie: Wer sind die eigentlich bei e-fellows.net? <<

Was machst du bei e-fellows.net?
Das, was ich auch zu Hause am liebsten mache: auf Facebook posten, twittern, in Foren meinen Senf dazu geben. Und natürlich alle halbe Stunde die Teetasse auffüllen.  Nur lerne ich jetzt als Praktikantin im Team Content & Community, wie man soziale Netzwerke professionell nutzt – zum Beispiel, wie man analysiert, ob man mit seinen Posts und Tweets tatsächlich jemanden erreicht hat. Ich finde Social Media gerade deshalb so faszinierend, weil da die Grenze zwischen Kunden und Unternehmen verschwimmt, jeder mitmischen kann und es unbegrenzte Möglichkeiten gibt, sich zu informieren und selbst auszudrücken.

Was hast du vorher gemacht?
Eva Kaufmann BogenschießenNach dem Abi hab ich Übersetzen in Heidelberg studiert. Dabei hab ich mir ein Jahr Auszeit für zwei Auslandssemester und ein Praktikum in den USA genommen. Das war die beste Idee, die ich je hatte! In Südkalifornien hab ich unter Palmen Japanisch gelernt, fürs Surfen Credits bekommen, und bin mit meinem klapprigen alten Mustang Cabrio den Highway One hochgefahren. Mein Praktikum hab ich in einem Backpacker-Hostel in Downtown San Diego absolviert. Da durfte ich Koch-Abende organisieren, Touren zum Strand und zu Sehenswürdigkeiten leiten und an Pub Crawls teilnehmen.

Danach hat mich das Fernweh nicht mehr losgelassen, und ich hab mich entschieden, meinen Master gleich ganz im Ausland zu machen. So hat es mich in den Nordosten Englands verschlagen, nach Newcastle-upon-Tyne, wo ich Internationale Kommunikation und Management studiert habe. Jetzt bin ich wieder in Deutschland, neu in München und seit zwei Wochen Praktikantin bei e-fellows.net.

Was gefällt dir an deiner Arbeit bei e-fellows.net?
Mir gefällt die Atmosphäre im Büro ausgesprochen gut, und das nicht nur wegen des kostenlosen Tees und des ständigen Nachschubs an Schokolade. Die Kollegen nehmen sich viel Zeit, meine Fragen zu beantworten, mir Tools und Programme zu erklären, und beziehen mich voll in die täglichen Abläufe und Besprechungen mit ein. Ich lerne nicht nur jeden Tag etwas Neues, sondern habe auch das Gefühl, selbst etwas Sinnvolles beizutragen. Ich habe mich sehr gut aufgenommen gefühlt.

Welche privaten Interessen hast du?
In Kalifornien hab ich mich am Fitness-Bug angesteckt und bin seitdem sportlich sehr aktiv. Ich probiere gerne immer wieder Neues aus und hab so Yoga, Bootcamps, Zumba und Laufen entdeckt. Letzten Herbst hat meine Fitness-Karriere vorerst ihren Höhepunkt erreicht, als ich am "Tough Mudder" teilgenommen habe. Das ist ein 12-Meilen-Parcours hoch oben in den Bergen Nordkaliforniens. Dabei hat man nicht nur mit der enormen Höhe und den steilen Hängen zu kämpfen, sondern muss auch noch Hindernisse überwinden. Besonders im Gedächtnis geblieben sind mir ein Tank mit Eiswasser, in den man ganz untertauchen musste, um an die andere Seite zu kommen, und eine riesige Halfpipe. Die konnte man nur überwinden, indem die Teilnehmer eine menschliche Pyramide gebildet und sich gegenseitig nach oben gezogen haben. Dazu hatte man einen fantastischen Ausblick auf den riesigen Lake Tahoe und auf die gegenüberliegenden Bergwipfel. Unvergesslich!

Was war dein erstes Aha-Erlebnis mit dem Internet?
Ich hab eigentlich regelmäßig Aha-Erlebnisse, zum Beispiel als ich vor Kurzem endlich darauf kam, wie ich nervige Werbespots auf Youtube ausblenden kann. Aber mein erstes war wohl, als ich mit 14 ein Herr-der-Ringe-Forum entdeckt habe und feststellte: "Es gibt noch andere Nerds wie mich, und hier kann ich mit ihnen reden!"

Welche (lebende oder historische) Person würdest du gerne treffen?
Eigentlich finde ich immer die Menschen am interessantesten, die ich sowieso um mich herum habe. Stars oder historische Berühmtheiten beschäftigen mich zwar manchmal auch, aber da reicht mir, was ich in Büchern lese oder auf Youtube sehe. Wenn ich allerdings die Chance hätte, selbst mal in vergangene Zeiten reinzuschnuppern – zum Beispiel ins feudale Japan oder zu den alten Ägyptern – dann würde ich das sofort machen!

Was willst du in deinem Leben unbedingt noch machen?
Die Greencard-Lotterie gewinnen und nach Kalifornien auswandern. Und was meine etwas realistischeren Pläne angeht: Ich möchte unbedingt mal in Asien herumreisen. Vor allem Japan interessiert mich, weil ich drei Jahre lang ziemlich intensiv Japanisch gelernt habe, aber noch nie dort war. Einen Klimmzug schaffen steht auch noch auf meiner Liste.

Tagebuch (Accenture): "Accenture hat mich wieder" (Teil 1)

Mittwoch, den 15. Februar 2012
Tagebuch

Ein Praktikum bei Accenture begeisterte e-fellows.net-Alumna Susanne so sehr, dass sie im Anschluss direkt ihre eigene studentische Unternehmensberatung gründete. Das reichte ihr aber nicht – mit dem Master-Abschluss in der Tasche stieg sie wieder bei Accenture ein. Als Analystin im Public-Service-Sektor entwirft sie nun zusammen mit ihrem Team eine Benutzeroberfläche für Intranet-Anwendungen.

"I just want to say hello" – so begann mein Praktikum bei Accenture im Jahr 2009. Nach zehn Wochen voller spannender Projektarbeit beim Kunden, viel Lachen im Team und einer steilen Lernkurve stand für mich fest: Nach meinem Master-Abschluss steige ich bei Accenture ein –ganz nach dem Motto des Lieds "Hello again". Wie es dazu kam und was seitdem geschehen ist werde ich jetzt verraten.

Donnerstag, 8. Oktober 2009 gegen 19 Uhr, der letzte Tag meines Praktikums im Public-Service-Sektor bei Accenture. Ich wollte mich am liebsten gar nicht von meinem Accenture-Team und den Kunden verabschieden, doch nach der aufregenden Zeit sollte bereits am kommenden Tag mein Masterstudium an der Leuphana Universität in Lüneburg beginnen. Erfüllt von neuen Eindrücken und mit einer Einladung in das Accenture-Talentnetzwerk in der Tasche fuhr ich quer durch die Republik.

Ich hatte noch keine Möbel für mein Zimmer – dafür aber die Idee im Kopf, selbst eine studentische Unternehmensberatung zu gründen. Seit Ende Oktober existiert daher an der Leuphana Universität das "Lüneburg Student Consulting" (lsc-lueneburg.de). Dank der vielen Workshops zu Projekt- und Zeitmanagement sowie der aktiven "Women's Initiative" hatte ich genügend Gelegenheiten, weiter in Kontakt mit Accenture zu bleiben.

e-fellows.net-Alumna Susannee-fellows.net-Alumna Susanne (25) studierte Wirtschaftswissenschaften in Lüneburg. Im September 2011 stieg sie bei Accenture als Beraterin ein.

Mit der studentischen Unternehmensberatung gewachsen
Drei Semester später: Die studentische Unternehmensberatung wächst. Ein schwedisches Auslandssemester liegt hinter mir. Meine Motivation, nach Unternehmen für den Berufseinstieg zu suchen, geht gegen Null, denn mein Wunsch, an mein Accenture-Praktikum wieder anzuknüpfen, hat sich inzwischen verfestigt. Kaum dass ich meinen Lebenslauf aktualisiert und mein Motivationsschreiben verfasst und abgeschickt habe, bekam ich eine Einladung zu den Frauenauswahltagen in der Deutschlandzentrale von Accenture in Kronberg bei Frankfurt.

Der Weg in Richtung Zukunft
Als ich zum Start der Frauenauswahltage das Gebäude in Kronberg betrat, war ich nach langer Zeit wieder aufgeregt. Aber dank der lockeren Atmosphäre und der tollen Gespräche wanderte die Aufregung von alleine in den Taunus ab. Es folgten zwei interessante Tage mit Übungen zur Auflockerung und Workshops wie zum Beispiel ein "Business-Knigge"-Training und ein Cocktail-Kurs. Am Ende gab es allen Grund zum Feiern, denn ich konnte bei den Gesprächen überzeugen und würde als Analystin in der Technologie-Beratung zur großen Accenture-Welt gehören. Neben meiner Master-Arbeit konnte ich den Sommer also ganz entspannt genießen…

Nach dem Studium ist vor dem Training
Am 1. September 2011 ging es dann endlich los. Ich saß im Zug von Lüneburg nach Kronberg, um in den nächsten zwei Wochen gemeinsam mit allen neuen Mitarbeitern die ersten Trainings zu absolvieren. Kollegen mit ganz unterschiedlichen Studienfächern hatten den Weg zu Accenture gefunden. Ich bekam einen guten Überblick über das Unternehmen. Danach hieß es für mich Koffer packen. Für zwei Wochen flog ich nach Chicago. Dort lernte ich zusammen mit 80 Kollegen aus 36 Nationen an realistischen Projekt-Beispielen Methoden und Techniken, die uns den Start bei Accenture erleichtern sollten. Wir kamen aus den unterschiedlichsten Städten der Welt und sprachen doch alle dieselbe Sprache, hatten dieselbe Motivation und konnten beim Bier viele weitere Gemeinsamkeiten entdecken.

Bereit für das erste Projekt
Seit Oktober entwerfe ich als Analystin im Public-Service-Sektor eine Benutzeroberfläche für Intranet-Anwendungen, die ab 2014 von mehr 100.000 Besuchern täglich genutzt werden wird. Das Besondere dabei ist, dass diese Anwendungen für jeden Menschen zugänglich sein müssen. Sie müssen zum Beispiel problemlos von Sehbehinderten genutzt werden können. Deshalb liegt unser Schwerpunkt auf der Benutzerfreundlichkeit, die Bedienung soll intuitiv und barrierefrei sein. Wir definieren sowohl das Design als auch die Prozess-Steuerung.

Wir – das ist ein kleines Team aus Usability- und Barrierefreiheits-Experten, das sich durch die lange Zusammenarbeit mit dem Kunden in vorherigen Projekten vertraut. Das macht die Kommunikation unkompliziert.

Ich habe in der Projektanalyse-Phase meine eigenen Arbeitspakete mit der Teamführung festgelegt. Die dazugehörigen Lösungen erarbeite ich zurzeit im direkten Austausch mit dem Kunden. Ein Zeichen dafür, dass Accenture mir von Anfang an vertraut und Verantwortung überträgt. Die erarbeiteten Arbeitspakete werden anschließend im Team diskutiert. Gut gefällt mir an diesen Diskussionen, dass explizit jede Meinung erwünscht und gefordert ist – unabhängig von der Berufserfahrung. Für mich als Projektfrischling ist es eine tolle Erfahrung, dass die besten Argumente und nicht die Dauer der Unternehmenszugehörigkeit zählen. In regelmäßigen Feedbackgesprächen bespreche ich mit meinem Chef meinen persönlichen Fortschritt und wie ich mich zukünftig weiterentwickeln kann.

Was mir noch wichtig ist zu erwähnen: Frauen sind in der IT-Beratung mehr als erwünscht. Durch e-fellows.net war ich bereits als Bachelor- und Masterstudentin dreimal beim Internationalen Frauentag in Kronberg. Als Teil der "Women Initiative" organisiere ich den Frauentag 2012. Ich bin verantwortlich für die interne Kommunikation und das Marketing. Dafür schreibe ich Texte und überlege mir Marketingmaßnahmen wie Intranetbanner.

Adventskalender-Planung in der Vorweihnachtzeit
Seit zwei Monaten arbeite ich an der zukünftigen Benutzeroberfläche. Die Zeit rennt. Durch die fordernde Arbeit und die abendlichen projektübergreifenden Team-Events habe ich manchmal fast die Zeit vergessen. Plötzlich stand der erste Advent vor der Tür. Gemeinsam kauften wir im Team Weihnachtskalender und entwickelten ein System, bei dem jeder an jedem zweiten Tag einen der vier Kalender öffnen darf. Dafür legten wir sogar einen Termin fest, an dem wir beim morgendlichen Kaffee unsere Türchen öffneten.

Den Bezug zum Studentenleben werde ich auch künftig nicht verlieren, da ich mich sowohl im Campus-Team "Hamburg-Lüneburg" als auch bei e-fellows.net engagiere. Der einzige Unterschied: Ich habe die Seite gewechselt und organisiere nun Workshops für Studenten. Gerne berichte ich ihnen über meine bisherigen Erfahrungen und freue mich stets über Fragen.

Kontakt zu Accenture aufnehmen?
In der Community-Gruppe "Inside Accenture" Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Accenture kontaktieren.

Anonymitäts-Missbrauch: Drei Wege zu mehr Respekt

Donnerstag, den 9. Februar 2012
Lukas

Im Internet der Flame Wars und Shitstorms ist die e-fellows.net community ein vergleichsweise zivilisiertes Pflaster. Doch auch hier gibt es mehr und mehr Diskussionen mit übertriebenen Provokationen, Bloßstellungen und Diskussionen, die in dieser Gehässigkeit und gegenseitigen Verachtung nicht geführt würden – würde es die Anonym-Funktion nicht geben.

Wir haben in der Vergangenheit viele Dinge unternommen, um dem Missbrauch der Anonymität entgegenzuwirken: Ein deutlicher Hinweis auf die Folgen des Missbrauchs beim Anklicken des Anonym-Häkchens war eine Maßnahme, unser Verwarnsystem und die Moderationsregeln (Update: hier die neuen Moderationsregeln) zwei weitere. Trotzdem wird die Anonymität weiter zu oft missbraucht, und das erzeugt eine manchmal ziemlich aggressive Stimmung. Immer wieder kommt es auch zu Kämpfen zwischen Anonymen- und Klarnamen-Fraktion. Dabei zerstören auch manche "Klarnamen-Poster" die Diskussion durch Postings wie "Warum postest du das anonym?".

Anonymität ist in Ordnung – Respektlosigkeit nicht
Wir finden: Ob jemand etwas anonym postet oder nicht, ist egal. Es geht nicht darum, was jemand sagt (mal abgesehen von Homosexuellen-Hetze oder anderen Diffamierungen). Entscheidend ist, wie er es sagt: sachlich und respektvoll (respektvoller Humor eingeschlossen) oder eben beleidigend, provozierend oder plump störend. Der gegenseitige Respekt vorm Diskussionspartner ist entscheidend, dafür will die Community stehen. Schließlich sind wir ein Netzwerk der schlausten jungen Köpfe, die eigentlich wissen, wie man sich benimmt.

Aber: Auch wenn ein anonymes Posting per se begrüßenswert ist – Anonymität ist ein Hauptnutzen der Community –, so gibt es verständlicherweise mehr Verstöße bei anonymen Postings. Fast alle unsere wenigen Verwarnungen (einstellige Zahl/Monat bei 14.000 Postings/Monat) wurden gegen anonym Postende ausgesprochen.

Anonym-Missbrauch: Woran liegt's?
Wir haben uns gefragt, woran es liegt, dass die Anonym-Funktion vermehrt missbraucht wird. Wir sind dabei in den vielen Diskussionen mit euch auf drei Eckpunkte gekommen, an denen wir nun ansetzen:

  1. Bewusstsein dessen stärken, was erlaubt ist und was nicht (Update: neue Funktionen)
  2. Moderation verbessern (Update: neue Moderationsregeln)
  3. Features (Update: neue Funktionen)

1. Bewusstsein dessen stärken, was erlaubt ist und was nicht.
Es ist ein selbstverstärkender Effekt: Man sieht, was andere sich so erlauben und spielt dann mit. Allen Nutzern wird daher demnächst häufiger in Erinnerung gerufen, dass die Anonym-Funktion für bestimmte Dinge eben nicht benutzt werden soll – und welche Folgen es hat, wenn das doch getan wird. Das könnte zum Beispiel ein prominentes Popup bei der Freischaltung für die Community sein, das man erst bestätigen muss, und das dann in regelmäßigen Abständen wiederkehrt.

2. Moderation verbessern
Wir Moderatoren – und da zähle ich mich selbst dazu – verwarnen zwar fast immer nachvollziehbar (eine Liste mit Beispielen in meiner Antwort auf diese Frage), aber nicht konsequent genug. Das bezieht sich vor allem darauf, dass "gleichschwere" Fälle hin und wieder ungleich behandelt werden: Manchmal erntet ein Nutzer für ein Posting eine Verwarnung, für das ein anderer nur eine Ermahnung oder gar nichts kassiert. Moderation kann natürlich nie 100% objektiv sein, aber wir wollen hier konsequenter werden und die "Grauzone der Ungerechtigkeit" verkleinern: Die Postings, die ungerechtfertigterweise nicht geahndet wurden (ungerecht für  den Geschädigten) und die Postings, die vielleicht zu hart geahndet wurden (ungerecht für den "Täter").

Hier wollen wir nun mit neuen Moderationsregeln ansetzen, die wir in den nächsten Wochen vorstellen werden. (Update: Neue Moderationsregeln sind nun da.)

3. Features
Der vielleicht wichtigste Grund, warum die Moderation zum Teil inkonsequent ist: Wir sehen viele Verstöße einfach nicht. Das ist bei manchmal über 1.000 Postings an einem Tag nicht zu leisten, selbst mit einem mittlerweile etwa achtköpfigen Moderatoren-Team nicht: Sechs Moderatoren "arbeiten" jeweils bis zu fünf Stunden pro Monat, zwei davon sind Christine und ich von e-fellows.net, die wir viele andere Aufgaben haben.

Daher werden wir in den nächsten Monaten Funktionen schaffen, die einerseits uns die Moderation erleichtern und die andererseits euch die Chance geben, uns leichter auf Threads hinzuweisen, wo die Diskussion zu eskalieren scheint. Dazu dann mehr, wenn die Features fertig sind. Sie basieren aber alle auf euren Vorschlägen (vielen Dank dafür!).

Die Top-10-Fragen zum MBA: Das Gehalt danach und mehr

Mittwoch, den 8. Februar 2012
Eva

Der Master of Business Administration ist eine Option für alle, die einen Führungsposten anstreben. Doch ist ein höheres Gehalt danach wirklich garantiert? Wann ist ein MBA sinnvoller als ein Doktortitel? Braucht man dafür unbedingt Berufserfahrung? Wir haben die zehn beliebtesten Diskussionen zum Thema MBA in der e-fellows.net community gesammelt.

1. MBA oder Promotion: Was ist besser? 

2. Kleckern statt Klotzen: Haben MBA-Absolventen zu hohe Erwartungen an ihr künftiges Gehalt?

3. MBA-Programme als Kaderschmiede: Entstehen dort wirklich Führungspersönlichkeiten?

4. Auch andere Wege führen nach Rom: Alternativen zum MBA

5. MBA noch nach der Promotion: Karriere-Booster oder Zeitverschwendung?

6. Kommt der MBA auch für Juristen in Frage?

7. Promotion führt in die Forschung, der MBA ins Management?

8. Noch keine Berufserfahrung: trotzdem MBA?

9. Die Qual der Wahl: MBA in einem oder zwei Jahren, im Inland oder Ausland?

10. Werde ich trotz schlechtem Bachelor-Abschluss zum MBA im Ausland zugelassen?

Der MBA-Ratgeber von e-fellows.net
Was unterscheidet den Doktoranden vom MBA-Anwärter, und wie sieht der Weg zum Titel jeweils aus? Welche MBA-Programme gibt es? e-fellows.net stellt ausgewählte Studiengänge vor.

MBA Day und MBA-Stipendien
In der Regel ist ein MBA mit hohen Kosten verbunden. Jedoch vergeben elf renommierte Business Schools Stipendien in Höhe von über 200.000 Euro an Stipendiaten und Alumni von e-fellows.net. Bewerben können sich auch Teilnehmer am MBA Day, unserer Veranstaltung mit ausgewählten Business Schools aus der ganzen Welt. Einige Partnerunternehmen unterstützen ihre Mitarbeiter bei der Weiterbildung, indem sie sie von der Arbeit freistellen, Studiengebühren übernehmen oder sogar selbst ein Programm in Zusammenarbeit mit einer Business School anbieten.

Rankings, GMAT und Expertenforum
Bei e-fellows.net findest du eine eigene Rubrik zum MBA mit Business School Rankings, Informationen zu den Eignungstests GMAT und TOEFL und einiges mehr. Wer seine Fragen im MBA-Expertenforum von 2011 nicht beantwortet findet, kann sich auch in der MBA-Gruppe mit anderen e-fellows austauschen.

Die e-fellows.net-Mitarbeiter stellen sich vor: Felix Eicke

Mittwoch, den 8. Februar 2012
Judith

Seit Felix den weiten Weg aus Kiel auf sich genommen hat, um bei e-fellows.net Praktikum zu machen, lernt er vor allem peppige Abkürzungen. Außerdem erweitert er seine kommunikativen Kompetenzen um bayerisch und schwäbisch. Und wenn er demnächst lernt, wie Usher zu tanzen, dann war sein Aufenthalt in München doch mehr als erfolgreich.

>> Teil 45 der Serie: Wer sind die eigentlich bei e-fellows.net? <<

Was machst du bei e-fellows.net?
Mitnehmen was geht! Erst seit einer Woche bin ich Praktikant im Team Content & Community und trotzdem habe ich bereits 'ne hochkarätige Stadtführung von Anna abgreifen können, dazu ein Mittagessen von Lukas und Snacks plus Umtrunk eines Geburtstagstrios. Sogar zur Weihnachtsfeier bin ich eingeladen; die findet zu meinem Glück im Februar statt. Im Ernst: Bisher bin ich in Systeme mit peppigen Kürzeln eingeführt worden – CMS, SEO, PiP, EOM!

Praktikant Felix

Was hast du vorher gemacht?
Die postschulischen Erfahrungen sind wegen meiner zarten 19 Lebensjahre begrenzt. Nach dem Abitur im letzten Jahr habe ich den Sommer in einem dunklen Keller verbracht. Der Grund dafür: Meine Band hat ein Album aufgenommen hat – ich spiele Schlagzeug. Im Herbst habe ich dann Jura anstudiert – und ausschließlich in anderen Vorlesungen gesessen. Ich wusste, dass ich im neuen Jahr Neues erleben wollte: Neue Stadt, neue Arbeit, neue Erfahrungen. So frei wie nach der Schule war ich seit dem Kindergarten nicht mehr! Also 900 km von Kiel nach München – etwas Entfernteres hab ich nicht finden können innerhalb Deutschlands.

Was gefällt dir an deiner Arbeit bei e-fellows.net?
Anstandslos hat man mir einen Schreibtisch frei gemacht, trotz des Mangels! Bei e-fellows.net herrscht ein wahnsinnig freundschaftliches Flair – logger wird geschnackt, oft über Slang und Dialekt. Norddeutsch, bayerisch, schwäbisch – irgendwie ist alles vertreten. Ich hatte mir schließlich gewünscht, meine kommunikativen Kompetenzen zu erweitern. Abgehakt! Außerdem? Mit dem Schreibtischstuhl durchs Büro gleiten.

Welche privaten Interessen hast du?
Ich höre saugern Musik! Das Musik-Machen und Touren steht auf der Liste auch weit oben. Noch stört's das Team nicht, aber bald wird ihnen ein Rhythmus im Getrommel auf der Tastatur auffallen. An der Isar kann ich meinem zweiten Hobby frönen: Laufen. Über Kinderturnen zum echten Turnen, Schwimmen, Fußball, Tischtennis, Handball und Rudern bin ich zum Laufen gekommen. Mein Körper ist zwar kein Tempel, aber um den Kopp frei zu kriegen, hilft es allemal!

Was war dein erstes Aha-Erlebnis mit dem Internet?
Wikipedia hat schon für einige Aha-Erlebnisse gesorgt. Aber: "Ahaaa"" stellt sich regelmäßig beim Youtuben ein. Habt ihr euch auch schon immer gefragt, wie man einen Schwan faltet? "AHHHAAAAA"!

Welche (lebende oder historische) Person würdest du gerne treffen?
Seit ich "Midnight in Paris" gesehen habe (Achtung: Filmtipp!), verspüre ich den Drang, Hemingway nachzueifern. Ansonsten? Dich! Immerhin hast du bist zur sechsten Frage durchgehalten.

Was willst du in deinem Leben unbedingt noch machen?
Einen Baum pflanzen?! Reisen –  die Wunschziele sind ungezählt. Was will ich unbedingt noch machen? Paragliding, im Madison Square Garden auftreten, wie Usher tanzen lernen…

Erfahrungsbericht (Clifford Chance): Von der Schulbank in die Großkanzlei

Donnerstag, den 2. Februar 2012
Erfahrungs- bericht

Gerade drückte sie noch die Schulbank und schon sitzt sie in ihrem eigenen Büro bei Clifford Chance. Bei ihrem Schülerpraktikum erfuhr e-fellow Daniela, wie eine Großkanzlei funktioniert und begleitete dabei nicht nur Juristen – auch die Poststelle war ein Besuch wert.


Mein Plan stand schon vor dem Abitur fest: Ich wollte später einmal Jura studieren. Bei der e-fellows.net-Messe "Startschuss Abi" in Hanau bei Frankfurt am Main konnte ich mich im November 2010 über mein künftiges Studienfach informieren. Dort stellte Christine Koziczinski Clifford Chance vor. Sie ist dort Corporate-Partnerin im Frankfurter Büro. Am Ende ihres Vortrags erwähnte sie, dass ausnahmsweise auch für Schüler die Möglichkeit besteht, ein einwöchiges Praktikum zu machen. Nach einem Schülerpraktikum 2009 in einer kleineren Stuttgarter Anwaltskanzlei wollte ich noch einmal Kanzleiluft schnuppern. Also bewarb ich mich für das Schülerpraktikum in Frankfurt und konnte im Juli 2011 den Alltag in einer Großkanzlei hautnah miterleben.

Wie funktioniert das Projekt Großkanzlei überhaupt?
Während meines Praktikums lernte ich Clifford Chance nicht nur von der rein juristischen Seite kennen. Ich konnte auch erleben, wie so ein Unternehmen überhaupt aufgebaut ist und wie es funktioniert. Einerseits bekam ich Einblicke in den Bereich Corporate, für den ich mich beworben hatte. So gab es zum Beispiel eine Bereichspräsentation für alle Praktikanten, also sowohl für Schüler als auch für Studenten. Ich konnte aber auch schon ein wenig mithelfen, indem ich eine Liste von beglaubigten Dokumenten zusammenstellte.

Was ist eine Marke und wann herrscht unlauterer Wettbewerb?
Zudem erhielt ich Materialien der kanzleieigenen "Referendar Academy". Diese bietet Kurse für die Examensvorbereitung an oder auch Veranstaltungen zu Themen wie Präsentationstechnik oder Verhandlungsführung. Mein Thema "Unternehmenskauf und Due Diligence" war zwar komplex, verschaffte mir aber einen guten Überblick. Darüber hinaus verbrachte ich einen ganzen Tag bei der IP-Abteilung. Hier erfuhr ich mehr über die Markenverwaltung: Was ist eigentlich genau eine Marke? Welche verschiedenen Arten von Marken wie zum Beispiel Hör- oder Farbmarken gibt es? Und welche Probleme umfasst der unlautere Wettbewerb? Zu guter Letzt nahm ich an einer Präsentation zu Litigation teil, die dank verschiedener Beispielfälle sehr anschaulich war.

Erinnerungsmails für vergessliche Anwälte
Neben den juristischen Einblicken habe ich auch erfahren, dass eine Großkanzlei aus weitaus mehr als nur Anwälten und Partnern besteht. Auch die Fristenkontrolle für die Mandanten ist sehr professionell. So werden die Anwälte nicht nur von ihren eigenen Kalendern und Sekretariaten, sondern auch noch einmal zentral vom Bürovorsteher oder seinen Mitarbeitern an wichtige Fristabläufe undTermine erinnert. Die Poststelle beispielsweise, bei der ich einen Vormittag verbrachte, erleichtert die Arbeit der Juristen ungemein. Hier half ich den Auszubildenden beim Sortieren der Post und erfuhr so, nach welchen Punkten die Post geordnet wird. Außerdem erklärten mir die Mitarbeiter einiges zu Fristen, Terminen und Gerichtspost.

DanielaDaniela (18) studiert Rechtswissenschaft im ersten Semester an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg. Schon als Schülerin konnte sie bei einem Praktikum bei Clifford Chance Großkanzlei-Luft schnuppern.

Übersetzung? Not my favorite…
Außerdem hatte ich einen Nachmittag lang die Gelegenheit, in den Bereich Business Development hineinzuschnuppern. Hier gab es eigentlich auch für mich als Schülerin ohne juristische Kenntnisse immer etwas zu tun. Meine Hauptaufgabe war, ein Portfolio zu den wichtigsten Mandanten von Clifford Chance zusammenzustellen – inklusive Geschäftsbericht und weiteren key facts. Ebenfalls interessant war die Arbeit in der Übersetzung. Wir Schülerpraktikanten wurden jedoch nicht mit der Übersetzung schwieriger juristischer Fachtexte betraut, sondern bekamen verschiedene Texte aus dem Internet, die auf unsere Interessen zugeschnitten waren. Und schon da gab es die eine oder andere Formulierungsschwierigkeit.

Mein PC, mein Telefon, mein Büro
Den Charme des Praktikums bei Clifford Chance machten jedoch nicht nur das Inhaltliche, sondern auch die Räumlichkeiten und die Menschen aus. Zunächst war ich beeindruckt von der Höhe und Modernität des Clifford-Chance-Gebäudes. Von den Büros hat man einen fantastischen Ausblick auf die Frankfurter Innenstadt. Apropos Büros: Selbst als Schülerpraktikant erhält man seinen eigenen Arbeitsplatz mit Computer, Telefon und Co. Ich hatte sogar das Glück, mir mit einer anderen Praktikantin ein Zimmer zu teilen, sodass wir unser richtig eigenes Büro hatten – da bekam man beinahe das Gefühl, schon selbst Anwältin zu sein.

Frisches Obst und Kaffee für alle
Abgesehen davon war auch für das leibliche Wohl stets gesorgt: Neben hauseigener Kantine, die kostenlos frisches Obst für die Mitarbeiter zur Verfügung stellt, sowie einer Cafeteria mit Lounge, befindet sich in jedem Stockwerk eine Küche. In der werden unter anderem Kaffeemaschinen und Getränke zur freien Verfügung gestellt. Außerdem gibt es eine sehr gut ausgestattete Bibliothek, die zum Schmökern in diversen Fachzeitschriften einlädt. Nicht zu vergessen das Intranet von Clifford Chance, durch das ich mir einen guten Überblick über das Unternehmen verschaffen und zum Beispiel meinen Englischkenntnisse aufpolieren konnte.

Die Chance ergreifen
Besonders positiv überrascht war ich von der guten Atmosphäre bei Clifford Chance. Ich wurde ausnahmslos sehr freundlich aufgenommen und möchte mich an dieser Stelle beim gesamten Corporate-Team bedanken – und bei allen anderen Mitarbeitern, die sich in dieser Woche Zeit für mich genommen haben. Ich habe eine tolle Zeit bei Clifford Chance verbracht und bin mit vielen Eindrücken im Gepäck wieder nach Hause gefahren. Ich kann euch daher nur empfehlen, die Chance (wie der Name Clifford Chance es schon andeutet) zu ergreifen und ebenfalls ein Praktikum dort zu absolvieren.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".