Monatsarchiv für Dezember 2011

Erfahrungsbericht: Praktikum in Indien beim "Traum"-Start-up

Donnerstag, den 22. Dezember 2011
Erfahrungs- bericht

Hupen, Drängeln und volle Straßen – so stellt man sich Indien normalerweise vor. Marie erlebte bei ihrem Praktikum in einem IT-Start-up ein ganz anderes Indien – ein Indien als Ruhepool und "Traumwelt". Ein Indien in dem sich die Chai- und Kaffee-Verfechter gegenüberstehen und in dem beim Mittagessen jeder von jedem probieren muss – sonst gibt es enttäuschte Blicke.

Seit einem halben Jahr mache ich ein Praktikum in der Sales-Abteilung des jungen IT-Unternehmens SapnaSolutions in Indien. In diesem faszinierenden Land, wo alles etwas ruhiger zugeht. Indien und ruhig? Bei den vielen Menschen? Das ist richtig! Denke ich an meine täglichen Einkaufstouren, den Weg zur Arbeit und vor allem den enormen Verkehr mit Hupen und Drängeln, denke ich an ein hektisches Indien. Betrete ich dann aber meinen Arbeitsplatz, verfalle ich in die Welt der Ideen und Träume.

Arbeiten und Träumen gleichzeitig
Ich sehe meine Kollegen bei der täglichen Tasse Chai – dem typischen süßen indischen Milchtee. Und unsere kreativen Damen aus der Personalabteilung, die in Ruhe den künstlichen Plastik-Weihnachtsbaum in unserem "Wohnzimmer-Office" dekorieren. Arbeiten und Träumen gleichzeitig ist in Deutschland meist nicht möglich. Hier bei SapnaSolutions bekomme ich diese interessante Mischung täglich mit.

Affen-Maskottchen und pinke Sparschweine
SapnaSolutions ist ein kulturell äußerst vielfältiges Unternehmen. Und das wird schon beim ersten Schritt durch die Tür deutlich. Blickt man nach rechts, sieht man unsere deutsch-italienische Sales-Ecke – hier wird neben dem guten Chai auch gerne mal ein hochkonzentrierter Kaffee getrunken, um die Produktivität gewohnt hoch zu halten. Die Aufgabe dieses Teams ist es, den europäischen Markt und die anspruchsvollen Kunden zu betreuen. Ein durchaus lustiges Team, das mit einem Affen-Maskottchen und einem quietschpinken Sparschwein die Arbeitsatmosphäre auflockert.

Alles Schlechte einfach ausgetauscht
In der sogenannten "Golden Time" kümmert sich jeder um seine Kunden in Deutschland und Italien, wobei der komplette Kontakt in der jeweiligen Muttersprache stattfindet – dabei kommt sogar ein wenig Heimatgefühl auf. Sapna hat sich auf die Entwicklung von Mobile- und Web-Applikationen für den europäischen Markt spezialisiert. "Offshore-Entwicklung" ist hier das Stichwort. Der Gedanke hinter dem ganzen Prozess ist durchaus komplex. So sage ich immer gerne: "Wir haben Offshoring einmal auseinandergenommen, genau untersucht und im Anschluss die positiven Aspekte beibehalten und die schlechten einfach ausgetauscht."

Mariee-fellows.net-Stipendiatin Marie (22) studiert International Business an der ESB Business School in Reutlingen. Von ihrem sechsmonatigen Aufenthalt in Indien nimmt sie mehr mit als nur bunte Souvenirs.

Bunt gemischte Teams
Führt man nun seinen Gang durch das Unternehmen fort, trifft man als Nächstes auf das Human-Ressources-Team. Neben zwei Inderinnen hat sich hier auch eine israelische Kanadierin unter das Team gemischt. Gegenüber sitzen die iPhone-Entwickler, nebenan das Web-Team und ein paar Meter weiter die Projektmanager und Business-Analysten. Letztere zählen die meisten Nationalitäten innerhalb eines Teams. Von britisch, italienisch, über deutsch bis indisch sind sie bunt zusammengewürfelt. Irgendwo zwischen Meeting, Telefonat und Kundentermin springen dann noch die beiden Gründer umher – ein Deutscher mit chinesischen Wurzeln und ein Franzose  – beide sind übrigens noch nicht mal in ihren 30ern.

Jeder probiert von jedem
Insgesamt arbeiten bei Sapna also täglich sechs verschiedene Nationen zusammen. Und alle lernen eine Menge voneinander. Viele Eindrücke und Erfahrungen haben mich intensiv geprägt. So ist die Arbeitsmoral beispielsweise sehr viel gelassener, zur gleichen Zeit aber höchst effektiv. Das Zusammengehörigkeitsgefühl ist ein weiterer Punkt, den ich sehr schätze. Beim Mittagessen bringt jeder sein Mitgebrachtes auf den Tisch und wehe es wird nicht von allem einmal probiert, dann gibt es enttäuschte Blicke.

Roti, Chai und Kaffee
Die herrlich schmeckenden Roti (Teigfladen, die es zu jedem Essen gibt) haben es mir besonders angetan und bilden quasi das Pendant zu den deutschen Kartoffeln. Vielfältige Gewürze, eine Menge Gemüse und reichlich Öl – das sind wichtige Bestandteile der indischen Küche. Zum Nachtisch dann Lassi oder etwas später ein Chai. Die Chai- und Kaffee-Kultur lässt ebenfalls die unterschiedlichen Geschmäcker deutlich werden, wenn sich zur Morgens- und Mittagszeit beide Gerüche mischen. Der eine versteht nicht, wie man seinen Tee mit so viel süßer Milch trinken kann – der andere wird schon beim Geruch des italienischen Espressos ganz hibbelig.

Mit Sapna Traumlösungen finden
Weg vom Kaffeegeruch und zu guter Letzt noch hin zur Lüftung des Geheimnisses um die Traumwelt, in der ich sechs Monate arbeiten durfte. Das Wort "Sapna" ist Hindi und bedeutet übersetzt so viel wie Traum. So wurde dieses außergewöhnliche Arbeitsklima dem Unternehmen schon direkt in die Wiege gelegt. Als Anthony und Yann das Unternehmen 2009 gründeten war ihre Idee den Kunden technologische "Traumlösungen" zu bieten. Angefangen auf zwei Quadratmetern und einem Kernteam aus vier schlauen Köpfen zählt Sapna Solutions mittlerweile gut 40 Mitarbeiter. Die Start-Up-Phase ist nun sicher vorbei und der Schritt zum aufstrebenden IT-Unternehmen gesetzt. Gleichzeitig bleibt viel Spielraum für eigene Ideen und Vorschläge, welches die Arbeit bei SapnaSolution so unglaublich interessant und außergewöhnlich macht. Momentan suchen wir im Sales nach einem geeigneten Praktikanten, der diese Herausforderung in der Traumwelt annehmen und teilen will. Und das schon ganz bald – im Januar 2012 kann also schon das nächste Abenteuer starten!

Wenn ich meine Heimreise antrete, werde ich mehr als farbenprächtige Souvenirs, seidige Stoffe und exotische Gewürze mitnehmen. Vor allem habe ich wertvolle Erfahrung und neue Eindrücke gesammelt, die mir keiner mehr nehmen kann. Ich bin sehr froh, diese Zeit in Pune, Indien verbracht zu haben und kann jedem nur empfehlen, es mir gleichzutun.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Hengeler Mueller): Eine Schachfigur als Vorbild für sicheres Auftreten

Donnerstag, den 15. Dezember 2011
Erfahrungs- bericht

Ladies first – das war das Motto beim Karriereworkshop von Hengeler Mueller. Eine Kommunikationstrainerin erklärte den Nachwuchs-Juristinnen, wie erfolgreiche Männer kommunizieren und was sie selbst tun können, um als Frau in einer internationalen Wirtschaftskanzlei erfolgreich zu sein.

Am 8./9. Juli 2011 fand die Veranstaltung "Ladies First – Karriereworkshop für Juristinnen" in Düsseldorf statt, zu der die Kanzlei Hengeler Mueller ca. 30 Nachwuchsjuristinnen eingeladen hatte.

Trotz hoher Zahl sehr gut qualifizierter Absolventinnen sehen immer noch weniger Frauen als Männer ihre berufliche Zukunft in einer Wirtschaftskanzlei. Gerade in den Führungspositionen besteht noch Nachholbedarf: Bei Hengeler Mueller liegt der Frauenanteil unter den angestellten Anwälten zwar mittlerweile bei rund 37 Prozent; aktuell gibt es aber nur 3 Partnerinnen (von rund 90). Anlass genug also zu einem "Karriereworkshop" speziell für Absolventinnen.

Katharina (26) hat Jura studiert und ist nun Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der juristischen Fakultät der Ruhr-Universität in Bochum. Außerdem hat sie einen Bachelor in Jura in Frankreich gemacht und absolvierte einige Praktika in Kanzleien.

Neben der Herausforderung Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren, erweist es sich gerade für Frauen häufig als schwierig, ihre Kompetenz wirksam darzustellen und entsprechend wahrgenommen zu werden. Ziel des Workshops war es, unter der Regie der Kommunikationstrainerin und Gründerin der Firma SheBoss, Marion Knaths, die "Spielregeln" männlicher Kommunikation zu (er)kennen und diese Kenntnisse auf dem eigenen Karriereweg zu nutzen. Zugleich sollte die Veranstaltung die Möglichkeit bieten, einen ersten Eindruck der international tätigen Wirtschaftskanzlei Hengeler Mueller zu bekommen.

Der Workshop fand im Düsseldorfer Büro der Sozietät statt und begann mit Kaffee und einer Begrüßungsrunde. Dr. Daniela Favoccia, Partnerin bei Hengeler Mueller, stellte die Kanzlei vor und berichtete von ihrem beruflichen Werdegang. Es folgte eine kurze Vorstellungsrunde der anwesenden Anwältinnen und der Teilnehmerinnen.

Das Schachspiel als Vorbild
Dann übernahm Marion Knaths das Wort. Sie führte die Teilnehmerinnen in die Welt "genderspezifischer Kommunikation" ein. Eindrucksvoll erläuterte sie mit Wort und Tat, wie "Frau" ihre Aufstiegschancen durch die Nutzung dieser Kenntnisse verbessern kann und wie sie es vermeidet, sich wieder und wieder an der "gläsernen Decke" den Kopf zu stoßen. Als Vorbild diente zunächst die Damefigur des Schachspiels, die selbstbewusst und zielsicher den Regeln folgend ans Ziel gelangt.

Der Vormittag stand sodann ganz im Zeichen der besagten "Spielregeln männlicher Kommunikation", die  nach der Erfahrung unserer Trainerin einer streng hierarchischen Ausrichtung unterliegen. Ganz im Gegensatz zu dem Netzwerkmodell, mit dem Frauen eher vertraut sind. Nach einer Mittagspause in der Kanzlei folgte der zweite, stärker interaktive Teil des Workshops. Einige Teilnehmerinnen "bewarben" sich mit einer kurzen Selbstpräsentation auf eine fiktive Stelle und erhielten individuelles Feedback zu ihrem Auftreten.

Mit Sprechübungen ans Ziel
Es folgten Stimm- und Sprechübungen. In einem gespielten Meeting ergriff eine Gruppe von Teilnehmerinnen schließlich noch die Möglichkeit, die morgens erörterten Kommunikationsweisen praktisch zu erproben.

Insgesamt verlief der Tag in lockerer Atmosphäre. Vor allem der bewusste Blick auf stereotype Verhaltensweisen, und deren gezielte Nutzung gaben regelmäßig Anlass zur Erheiterung. So führte Frau Knaths unter anderem anhand von Videos und Bildern vor, wie Staatschefs die unbewussten Zeichen hierarchischer Kommunikation (für uns nun überdeutlich) einsetzen. Um ca. 18 Uhr endete der aufschlussreiche Workshop.

Nach einer kurzen Erholungspause im Hotel trafen wir uns zum gemeinsamen Abendessen mit Anwältinnen und Personalverantwortlichen von Hengeler Mueller.

Ein gemütlicher Ausklang
Hier hatten wir ausgiebig Gelegenheit, Fragen zu stellen und auch über nicht karrierebezogene Themen miteinander ins Gespräch zu kommen. Nach dem auf typisch männliches Verhalten konzentrierten Tag ging es nunmehr in entspannter (Frauen-)Runde um Karriere, Kinder, Frauenfußball und den Hengeler Mueller Firmenlauf.
Insbesondere dieser Teil der Veranstaltung gewährte individuelle und nachhaltige Eindrücke, da die anwesenden Anwältinnen sehr offen und interessiert waren. Schließlich endete der Abend gesellig, mit Cocktails an der Bar.

Mein Fazit und wem ich diese Veranstaltung empfehle
Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Wirtschaftskanzlei Hengeler Mueller einen offenen und flexiblen Eindruck machte. Mehrfach hervorgehoben wurden die Möglichkeiten, die Arbeitszeiten individuell anzupassen. Die Atmosphäre war locker und die Anwältinnen vermittelten Begeisterung für ihre Arbeit in dieser Sozietät. Es war eine erkenntnisreiche Veranstaltung, die vor allem auch viel Spaß bereitet hat.

Erfahrungsbericht (Hengeler Mueller): Die wahren Gesichter von A und B

Mittwoch, den 14. Dezember 2011
Erfahrungs- bericht

Welchen Anspruch erhebt A gegen B? Und kann auch C von B Schadensersatz verlangen? Mit solch theoretischen Konstrukten beschäftigte sich Paul bisher in der Uni. Beim Sommerpraktikum bei Hengeler Mueller konnte er sein Wissen in die Praxis umsetzten – und A, B und C ein Gesicht geben. Dabei wollten er und die anderen Praktikanten hoch hinaus – zum Beispiel auf den "Magic Mountain".

Eine international ausgerichtete Wirtschaftskanzlei, die für juristische Arbeit auf höchstem Niveau steht – die wollte ich kennenlernen. So ging es nicht nur mir, sondern noch sechs weiteren Praktikanten des Sommerpraktikums 2011 bei Hengeler Mueller in Berlin. Bei unserem ersten Aufeinandertreffen wurde schnell klar, dass wir eine gemischte Gruppe aus ganz Deutschland sind, die den Weg nach Berlin gefunden hat.

Vom Humboldt Carré in die Kreuzberger Szenekneipe
An unserem ersten Arbeitstag wurden wir sehr herzlich von den Organisatoren des Sommerpraktikums empfangen. Die Kanzlei befindet sich in den obersten drei Etagen des Humboldt Carrés – unmittelbar in der Nähe von Friedrichstraße, Gendarmenmarkt und Unter den Linden. Nach einer kurzen Begrüßung wurden wir bei einem Rundgang sämtlichen Mitarbeitern und etwa 40 Associates und Partnern der Sozietät vorgestellt.

Hierbei lernten wir gleichzeitig unsere Tutoren – jeweils zwei Associates – kennen. Sie waren für die kommenden sechs Wochen unsere ersten Ansprechpartner. Bei einem anschließenden Mittagessen sowie einem gemeinsamen Umtrunk am Abend in einer Kreuzberger Szenekneipe gab es dann auch gleich Gelegenheit, sich besser kennenzulernen. Damit hinterließ schon der erste Tag bleibende Eindrücke.

Klageschriften, PowerPoint-Präsentationen und Memos
Ich war zwei Associates zugeteilt, die sich vor allem mit Mergers & Acquisitions (M&A) und Gewerblichem Rechtsschutz befassen. Sowohl von ihnen als auch den übrigen Anwältinnen und Anwälten wurde ich mit viel Engagement betreut. Insbesondere meine Tutoren nahmen sich stets Zeit für ausführliche Erklärungen und die Beantwortung all meiner Fragen.

Meine Aufgaben reichten von der Überarbeitung von Klageschriften über die Erstellung von PowerPoint-Präsentationen bis hin zur Beantwortung komplexer Fragestellungen und dem Verfassen von Memos. Thematisch beschäftigte ich mich unter anderem mit dem Ausschluss von Minderheitsaktionären (Squeeze-Out), Gewinnabführungsverträgen, Fusionskontrollen und der Übertragung von Rechten.

Eigene Meinung und Vorschläge einbringen
Durch meine zwei Tutoren, die sich mit unterschiedlichen Schwerpunkten auseinandersetzten, konnte ich mich mit vielen Rechtsgebieten beschäftigen. Außerdem lernte ich dadurch juristische Themengebiete kennen, die an der Uni vermutlich nur eine untergeordnete Rolle spielen. Dabei wurde mir und meiner Tätigkeit immer ein – wie ich finde – keineswegs selbstverständliches Vertrauen entgegengebracht. So konnte ich mich stets mit eigener Meinung und Vorschlägen in die Bearbeitung von Mandaten einbringen.

PaulPaul (23) studiert Jura an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Beim Sommerpraktikum bei Hengeler Mueller erhielt er erste Einblicke in die Arbeit einer Großkanzlei.

Sich selbst als Wirtschaftsanwalt beweisen
Neben unseren mandatsbezogenen Aufgaben beschäftigten wir uns mit einer Fallstudie zum Thema M&A. Hier wurden uns anhand eines Beispiels die einzelnen Schritte eines Unternehmenskaufs veranschaulicht. Gleichzeitig bekamen wir die Gelegenheit, uns als Wirtschaftsanwälte zu beweisen. Es galt, eine eigene "Due Diligence-Prüfung" durchzuführen und anschließend einen entsprechenden Kaufvertrag (SPA) zu verfassen. Dazu arbeiteten wir Praktikanten gemeinschaftlich zusammen und präsentierten anschließend zwei Associates unsere Ergebnisse.

A und B werden zu Realität
Zusätzlich wurde uns bei Hengeler Mueller ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm geboten. Zum Beispiel Veranstaltungen wie das wöchentliche Corporate Breakfast oder der Berliner Erfahrungsaustausch. Hier brachten uns Partner der Kanzlei bei einem üppigen Frühstücksbuffet ihre Tätigkeiten bei Hengeler Mueller nahe – anhand von aktuellen Fällen.

Dies ermöglichte uns einen detaillierten Einblick in ihre Arbeit und zeigte uns, mit welchen doch sehr unterschiedlichen Rechtsgebieten man sich bei Hengeler Mueller befasst. Besonders spannend fand ich, von Mandaten mit Unternehmen zu erfahren, die einem sonst nur in den Medien begegnen. Dies ermöglichte mir einen Bezug zur Realität, den man so aus der Uni nicht kennt, wo meistens doch nur A und B irgendetwas gegen C haben.

Hoch hinaus zum Magic Mountain
Aber auch für die sportliche Betätigung wurde gesorgt. Unter anderem erklommen wir gemeinsam als Seilschaft die spektakulären Kletterwände des Berliner "Magic Mountain" – um dann anschließend unseren Aufstieg gebührend zu feiern. Zum Abschluss des Praktikums gab es dann noch ein großes Abschiedsessen. Somit ergaben sich – unter anderem auch bei Einladungen zu diversen Mittagessen mit Partnern oder Associates – ausreichend Gelegenheiten zu persönlichen Gesprächen in entspannter Atmosphäre.

Immer willkommen bei Hengeler Mueller
Schließlich möchte ich noch die uns in der Kanzlei entgegengebrachte Offenheit und das ausgesprochen freundliche Betriebsklima betonen. Wir hatten stets das Gefühl, auch über das Praktikum hinaus, bei Hengeler Mueller willkommen zu sein. Rückblickend betrachte ich das Praktikum als eine Zeit, die mir sowohl in fachlicher als auch in persönlicher Hinsicht viel gebracht hat.

So konnte ich nicht nur mein juristisches Wissen erweitern, sondern auch interessante Menschen mit ihren unterschiedlichen Werdegängen bei den zahlreichen Freizeitaktivitäten kennenlernen. Insgesamt bot das Praktikum mit seinem perfekt organisierten Rahmenprogramm einen fundierten Einblick in die Arbeitsabläufe einer Großkanzlei. Allen Interessenten kann ich daher eine Bewerbung nur empfehlen.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Das Daumenwunder

Mittwoch, den 14. Dezember 2011
Lukas

Adam und Eva haben im Paradies von einem wundersamen Baum gegessen. Es muss ein Rüschenbaum gewesen sein. Der Rüschenbaum hatte uns schon in den letzten Monaten in ungläubiges Staunen versetzt, da er es geschafft hatte, über längere Zeit 2.000 Daumen in 30 Tagen zu sammeln. Inoffiziell heißt er deshalb bei uns längst "Rüschendaum". Jetzt hat er ein weiteres Wunder vollbracht und einfach noch mal 1.000 draufgesetzt: 3.000 Daumen in 30 Tagen sind es, und die Community tobt. Gleichzeitig hat sich ein erbitterter Kampf um die Krone der ewigen Daumenkönige entfacht. Russische Verhältnisse?

In den letzten Tagen gab es eine Revolution in der lange zementierten Ständegesellschaft der e-fellows.net community. Der scheinbar ewige und mittlerweile auch für Jura-Hausarbeiten zitierfähige Hall-of-F&Ame-Präsident Wolfgang wurde erstmals seit 2008 überholt, und zwar von André, dem Großardtigen. Community-Vasall Trockenbrot ließ sogleich eine Volksbefragung durchführen: "Der Umsturz ist geschehen! Was haltet ihr von unserem neuen Herrscher?"

Russische Verhältnisse?
Doch schon nach wenigen Tagen hatte Wolfgang, der "Zerstörer", die Macht wieder an sich gerissen. "Russische Verhältnisse?", fragte ein anonymer e-fellow sogleich und glaubte an einen Komplott.

Das unaufhaltsame Wachstum des Rüschendaums
Aber das noch viel größere Daumenwunder zauberte Stephanie "Rüschendaum": Nach vielen Monaten mit einst unglaublich geglaubten 2.000 Daumen und mehr in 30 Tagen erreichte sie letzte Woche – und gestern erneut – erstmals 3.000 Daumen in 30 Tagen! Christoph Daum ist stolz. In dem Tempo werden auch die Wolfgangschen Verschwörer keine Chance haben, die baldige Übernahme der Hall-of-F&Ame-Krone durch den Rüschendaum zu verhindern:

Wetten werden jetzt angenommen
Bei betandwin und jedem einschlägigen Wettbüro werden jetzt dennoch Wetten angenommen, wer Ende Januar die Community beherrschen wird. Ein anonymer e-fellow hat sogar "aufgrund der letzten 30 Tage" eine Grafik erstellt, nach der Folgendes eintreten werde: "[Rüschendaum wird] zuerst in 24 Tagen Jacqui überholen, in 28 Tagen dann Julia und in 30 Tagen dann André. Aber es wird ein heißes Rennen, denn Julia wird dann in 32 Tagen auch an André vorbeiziehen. Wenn jetzt natürlich die Feiertage kommen oder einer nen Lauf hat, dann kann sich das auch alles noch ändern. Also haltet euch ran. ;-) "

Wir werden auch in den nächsten Wochen gebannt auf diese wilden Ereignisse blicken, die das Leben in der Gemeinschaft der e-fellows für immer verändern werden.

Erfahrungsbericht (McKinsey): Wie überzeuge ich den chinesischen Firmenchef?

Dienstag, den 13. Dezember 2011
Erfahrungs- bericht

ITler sollten auch wirtschaftlich denken. Das stellte e-fellow Julia fest, als sie beim McKinsey-Event das "Business Technology Office" kennenlernte, das an der Schnittstelle zwischen IT und Strategie arbeitet. Sie lernte, wie man bei einer deutsch-chinesischen Zusammenarbeit kulturelle Missverständnisse vermeiden kann. Und sie entdeckte, wie überzeugend die McKinsey-Berater chinesische Firmenchefs darstellen können.

Titel und Thema des Events
"Business Technology Office Inside 2011" von McKinsey

Zeit, Ort und Dauer des Events
17. bis 19. November 2011 in Frankfurt am Main

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
11 Teilnehmer und 7 Unternehmensvertreter

e-fellow-Julia e-fellows.net-Stipendiat Julia (23) macht gerade ihren Master in Finance & Information Management an der Universität Augsburg und der TU München. Sie hat bereits mehrere Praktika gemacht, unter anderem in Shanghai. Das machte das deutsch-chinesische Rollenspiel besonders interessant für sie.

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Strategieberatung und IT – wie passt das zusammen? Das Event "BTO Inside 2011" bot die ideale Gelegenheit, diese Frage zu beantworten. Da diese Kombination gut zu meinem Masterstudium in Finance & Information Management passt, zögerte ich nicht, als ich das Angebot für die Teilnahme an der Veranstaltung bekam.

Dass Wert auf eine entspannte Atmosphäre gelegt wird, wurde schon im Vorfeld der Veranstaltung deutlich. "Tragen Sie Kleidung, in der Sie sich wohl fühlen" lautete der Tipp. Und so trafen wir uns am Donnerstag mit den Beratern von McKinsey im Frankfurter Büro und starteten mit einer Vorstellung des "Business Technology Office" (BTO) und anschließender Einführung in die Fallstudie.

Eine Fallstudie über interkulturelle Zusammenarbeit
Die Fallstudie war sehr praxisnah und handelte von einem chinesischen Software-Unternehmen. Dessen Geschäftsleiter möchten durch den Zusammenschluss mit einem deutschen Anbieter auf dem europäischen Markt Fuß fassen. Zum Einstieg bekamen wir umfangreiches Informationsmaterial. Darüber hinaus konnten wir durch Interviews mit den Chefs beider Unternehmen, gespielt von den Beratern, an weitere Infos gelangen. Es wurde schnell deutlich, welche kulturellen Herausforderungen bei einer interkulturellen Unternehmensfusion auftreten können.

Kontakt zu McKinsey aufnehmen?
In der McKinsey-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei McKinsey kontaktieren.

Je ein Berater betreute jedes Team und die Arbeit in den Teams machte sehr viel Spaß. Unser Konzept umfasste neben einer neuen Produktstrategie auch Empfehlungen für die Strukturierung der Organisation. So sollte die Fusion der beiden kulturell  ehr verschiedenen Unternehmen gelingen.

Dialog im Dunkeln
Bevor wir am Ende des ersten Tages zum Hotel fuhren, gab es noch einen Zwischenstopp in einem Museum der besonderen Art. Dort angekommen erfuhren wir nämlich, dass es eigentlich nichts zu sehen gab. Denn im "DialogMuseum" sind die Besucher ganz auf ihren Tast- und Gehörsinn angewiesen. Geführt von einem Guide erkundeten wir also blind verschiedene Räume, in denen alltägliche Umgebungen dargestellt waren.

Das Hotel, in dem wir übernachteten, bot ebenfalls einiges zu erkunden, denn jedes Zimmer hatte einen Designer als Paten, der es auf individuelle Weise und unter einem bestimmten Motto gestaltet hatte.

Kulturelle Unterschiede
Am Freitag stand die Fallstudie "Asian Dragon" im Vordergrund. Außerdem lernten wir im Training "Interkulturelle Kompetenz", worauf wir achten müssen, wenn wir mit Menschen aus verschiedenen Kulturen zusammenarbeiten. So gehen beispielsweise Asiaten anders mit Kritik und Emotionen um als Lateinamerikaner, und in den USA wird mehr gelobt als in Europa. Darüber hinaus diskutierten wir über unsere eigenen Erfahrungen im Ausland, wie zum Beispiel mit telefonierenden Kollegen im Meeting, Taxifahrern, die Stadtpläne nicht lesen können oder Kollegen, die Termine eher als grobe Richtlinie denn als klare Vorgabe verstehen.

Präsentation vor dem "Geschäftsführer"
Nachmittags präsentierten wir dann unsere Ergebnisse vor dem Geschäftsführer des chinesischen Unternehmens. Das stellte alle Gruppen auf eine harte Probe. Die Berater nutzten dabei ihre schauspielerischen Fähigkeiten, um die Teilnehmer aufs Glatteis zu führen. Dennoch war die Stimmung gut, und so hatten wir auch am zweiten Abend die Gelegenheit, beim Abendessen ungezwungen mit den Beratern ins Gespräch zu kommen und anschließend in einem Frankfurter Club gemeinsam zu feiern.

Am letzten Tag gab es zunächst ausführliches Feedback für alle Teilnehmer. Im Anschluss bekamen wir dann einen Eindruck davon, wie ein Praktikum oder Festeinstieg beim BTO von McKinsey aussieht und wie ein Auswahltag abläuft. Dabei hatten wir unter anderem die Möglichkeit, ein Case-Interview durchzuspielen.

Wem ich die Veranstaltung weiterempfehle
Den Workshop kann ich jedem empfehlen, der sich für die Beratung an der Schnittstelle zwischen IT und Strategie interessiert,  in entspannter Atmosphäre die Arbeit des BTO kennenlernen und nebenbei viel Spaß haben möchte.

Mein persönliches Fazit und sonstige Anmerkungen
Für mich persönlich war "BTO Inside 2011" ein absolut gelungenes Event, bei dem ich nicht zuletzt viele nette Leute kennengelernt habe. Durch die Fallstudie konnte ich mich außerdem an typischen Aufgaben eines Beraters ausprobieren. Insbesondere die Gespräche mit den Beratern haben mich in der Planung eines Praktikums beim BTO bestärkt und mir einen guten Eindruck davon vermittelt, was mich dabei erwartet.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Tagebuch (Deutsche Bank): Mythos und Realität in der Bank (Teil 2)

Donnerstag, den 8. Dezember 2011
Tagebuch

Banker sitzen in Wolkenkratzern, reden eine komische Sprache und sind ein wenig eingebildet – zumindest eines dieser drei Vorurteile hat sich für Alumnus Eduard bewahrheitet. In seinem zweiten Tagebuch-Eintrag räumt er mit den Mythen des Bankings auf – und verrät, ob er mit seinem Uni-Wissen gut für den Arbeitsalltag gerüstet war.

Ein paar Tage vor meinem Arbeitsbeginn bei der Deutschen Bank überlegte ich mir, was mich in den kommenden Tagen wohl erwartet und wie der Start bei der Bank sein wird. Rückblickend würde ich sagen, dass sich einige meiner Erwartungen erfüllt haben – bei manchen Vorurteilen war ich aber ganz schön auf dem falschen Dampfer.

Mythen und Realität in der Bank
Der erste "Bruch" zwischen Erwartung und Realität betraf die Wolkenkratzer der Banken. Nach meinem Bewerbungsgespräch im Messeturm in Frankfurt hatte ich angenommen, dass alle Banker in großen Wolkenkratzern arbeiten und immer eine schöne Aussicht genießen. Das hat sich für mich bis heute noch nicht so ganz erfüllt. Seit meinem Start bei der Deutschen Bank arbeite ich in einem kleineren fünf-stöckigen Gebäude – und habe leider nur andere größere Gebäude vor meinem Fenster.

Eduard bauere-fellows.net-Alumnus Eduard (25) hat in Paderborn Informatik studiert und ist anschließend bei der Deutschen Bank als Trainee eingestiegen.

Menschen
An meinem ersten Arbeitstag habe ich dann auch gemerkt, dass das Vorurteil, dass Bankangestellte immer eine Spur arrogant und eingebildet wirken, selten zutrifft – zumindest in der IT-Abteilung, in der ich eingestiegen bin. Das zeigt sich zum Beispiel schon daran, dass nicht jeder mit Anzug und Krawatte herumläuft. Viele Kollegen kommen ganz leger gekleidet zur Arbeit– und das nicht nur an "Casual Fridays". Meine Kollegen sind auch deutlich aufgeschlossener und zuvorkommender, als ich erwartet hatte. In meinem ersten Projekt, bei dem ich Application Owner für eine Applikation der Bank war, wurde ich direkt ins Projektteam aufgenommen und konnte bei Fragen eigentlich jeden zu jeder Zeit kontaktieren.

Sprachstil
Eine Veränderung für mich war der Sprachstil, den die meisten Mitarbeiter an den Tag legen. Neben vielen Anglizismen und Redewendungen hört man kaum einen Satz ohne Abkürzungen. Ein Satz von meinem Chef aus dem ersten Projekt ist mir bis heute im Gedächtnis geblieben. Er sagte flott: "Du managest das RTB-Release von MoVe IT-ICM, front to end, also inklusive Verhandlungen mit dem Business und den Projekt-Membern der CTB-Seite, und bringst das Release in Produktion."

Dieser kurze Satz bedeutet Folgendes: Ich habe ein Run-the-Bank-(RTB-) Release verwaltet. Dabei handelt es sich um ein Release, bei dem Fehler und kleinere Verbesserungen an der Applikation durchgeführt werden. Da die Applikation für den Mobilen Vertrieb (MoVe IT) als "Incentive and Commision Management Lösung" (ICM) eingesetzt wird, wird die Applikation kurz MoVe IT-ICM genannt. Neben dem RTB-Betrieb gab es damals ein Projekt zum Ausbau der Funktionalität der Applikation – dies wird dann Change-the-Bank (CTB)-Projektgenannt. Deswegen musste ich meine Planungen und mein Vorgehen mit der CTB-Seite abstimmen. Außerdem musste ich über den Umfang des Projekts mit dem Business verhandeln – also mit der Fachseite, die die Applikation benutzt. Zu guter Letzt bedeutet bei der Deutschen Bank "etwas in Produktion bringen", dass wir die Applikation in die laufende Umgebung einfügen, die von der Fachseite genutzt wird.

Bis ich die geläufigen Begriffe und Abkürzungen erlernt hatte, verging durchaus der ein oder andere Monat. Und bis heute kommt es nicht selten vor, dass ich Begriffe höre, mit denen ich nichts anfangen kann. Um ehrlich zu sein, habe ich vom ersten Tag an eine Liste mit Abkürzungen und deren Bedeutung geführt. Leider kommt es auch vor, dass eine Abkürzung gleich mehrere Bedeutungen hat. Ein Beispiel ist das letzte Woche erwähnte "PMO" – was bei der Deutschen Bank neben "Project Management Office" auch für "Program Management Office", "Performance Management Online" oder "Performance Management Offline" stehen kann.

Wissen und Komplexität
Die vielen Abkürzungen sind auch ein Beispiel für die Komplexität im Arbeitsalltag, die ich so nicht wirklich erwartet hatte. Ausgestattet mit viel Uni-Wissen und einem guten Informatik-Abschluss dachte ich, dass ich für den Arbeitsalltag gewappnet wäre. Ich hatte eigentlich erwartet, dass ich mein Wissen direkt einsetzen kann. Da wurde ich jedoch eines Besseren belehrt.

Neben unglaublich vielen Applikationen in der Bank und mir unbekannten Technologien (SAP, Mainframes, ETL, SAS, Oracle-Produkte) hatte ich deutlich Nachholbedarf in allen Themen rund um das Finanzwesen. Dabei habe ich festgestellt, dass man in einer so großen Bank wirklich niemals aufhört, dazuzulernen. Eine weitere Herausforderung ist übrigens, sich die vielen Namen der Personen in der Bank, mit denen man Kontakt hat, zu merken und im richtigen Moment parat zu haben.

Hektik, Vielfalt und Arbeitsalltag
Bei einem Bewerbungsgespräch bei einer anderen Bank sagte der Interviewer zu mir: "Herr Bauer, bei einer Bank gibt es nicht nur spannende und herausfordernde Aufgaben, es schleicht sich auch der Arbeitsalltag ein". Dem würde ich jetzt, nach knapp neun Monaten bei der Deutschen Bank, komplett widersprechen. Bis jetzt stellt sich bei mir noch kaum Langeweile und Alltag ein. Viel eher hat man bei der Arbeit eine gewisse Grundhektik, da mehr Aufgaben auf einen warten als Zeit zur Verfügung steht. Außerdem sind die Aufgaben jeden Tag anders.

Ein beispielhafter Tag in meinem ersten Projekt bestand aus mehreren Meetings und Telefonkonferenzen, in denen wir den Status des Projekts besprochen und den weiteren Vorgang geplant haben. Außerdem erstellte ich Präsentationen und Kalkulationen und berichtete meinem Chef täglich von meinem Fortschritt. Es kamen auch viele kurzfristige Aufgaben auf mich zu. Zwischendrin war ich mit unterschiedlichen Kollegen beim Mittagessen und Kaffeetrinken. Durch diese abwechslungsreichen Aktivitäten wird’s nie langweilig – genau das, was ich brauche.

Im ersten Teil seines Tagebuchs berichtete Eduard von seinen ersten beiden Projekte im Trainee-Programm.

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Erfahrungsbericht (Telekom und KPMG): SIFE World Cup – Gutes tun und damit siegen

Montag, den 5. Dezember 2011
Erfahrungs- bericht

"SIFE Germany, you may now start your presentation." Noch einmal tief durchatmen, dann tritt das fünfköpfige Präsentationsteam von SIFE Regensburg auf die Bühne des "Kuala Lumpur Convention Center", dem diesjährigen Gastgeber des SIFE World Cups. Auf diesen Moment haben die 50 Mitglieder von SIFE Regensburg hingefiebert, seit sie den nationalen Wettbewerb in Bonn für sich entschieden haben.

2.000 Studenten und 1.000 Unternehmensvertreter aus 37 Ländern verfolgen gebannt die showreife Präsentation von Josef, Hans-Georg, Julia, Andriana und Yvonne. 24 Minuten hat das deutsche Team Zeit, erst sein Land, dann das Team und schließlich drei unternehmerische Projekte vorzustellen, deren Ziel es ist, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. "Unwirklich und verrückt" seien diese 24 Minuten gewesen, sagt später Hans-Georg Mann, einer der beiden Teamleiter. Denn nach der Präsentation hält es die Zuschauer nicht mehr auf den Sitzen: Das Team bekommt Standing Ovations für seinen Auftritt. "Das war ein Riesenmoment – sogar noch besser, als den Pokal zu kriegen."

Der Auftritt vom deutschen Team beim SIFE World Cup:

Denn den durften die Regensburger schließlich nach Hause tragen – zu ihrer eigenen Überraschung, so Hans-Georg: "Uns wurde immer gesagt, der World Cup sei ein Wettbewerb der Resultate, der großen Zahlen. Die anderen SIFE-Teams hatten wirklich beeindruckende Ergebnisse – eine harte Konkurrenz. Mit unserem Projekt "Bottles for a better life" haben wir vier Jobs in Deutschland geschaffen – das klingt nach nicht viel. Aber es geht eben nicht nur um beeindruckende Zahlen: Es geht darum, ein gutes, nachhaltiges, rundes Projekt auf die Beine zu stellen."

Gutes tun mit Unterstützung von KPMG und der Telekom
Gutes tun auf eine unternehmerische Art – das ist, kurz gesagt, der Gedanke der studentischen Non-Profit-Organisation SIFE ("Students in Free Enterprises"). Ein Gedanke, mit dem sich auch die Deutsche Telekom und KPMG identifizieren. KPMG unterstützt den deutschen Ableger SIFE Germany seit dessen Gründung 2003 finanziell und mit Know-how. Auch Marc-Stefan Brodbeck, Leiter des Recruiting & Talent Service der Telekom und Board Member von SIFE, ist von diesem Konzept begeistert: "Wir unterstützen SIFE, weil wir ähnliche Werte haben und uns auf einer gemeinsamen Ebene bewegen: Nachhaltigkeit und Verantwortung sind für unser Unternehmen und SIFE gleichermaßen Schlüsselwörter. Ich finde den Schwung, mit dem SIFE an seine Projekte herangeht, richtig klasse. Das ist auch für erfahrene Kollegen sehr inspirierend."

Die Telekom richtete im Mai den SIFE National Cup 2011 in Bonn aus und ist Hauptsponsor des SIFE-Teams Regensburg.

Mit Unterstützung der Berater der Telekom und von KPMG bereitete sich das Regensburger Team in nur fünf Monaten auf Malaysia vor. Bis zur letzten Minute, verraten Dr. Sandro Urban, Manager im Bereich Steuerberatung ("Tax") und Arno Stranegger, Senior Manager in der Wirtschaftsprüfung ("Audit") von KPMG, haben sie noch mit den Studenten an der Präsentation gefeilt. Seine Rolle erklärt Arno Stranegger so: "Wir sind Ansprechpartner bei Problemen, die im Zuge der Projektarbeit auftreten. Das betrifft wirtschaftliche, steuerliche und zollrechtliche Aspekte. Es kann zum Beispiel sein, dass ein Student auf uns zukommt und fragt: Was muss ich beachten, wenn ich Maschinen als Spende nach Bulgarien bringen will?"

SIFE World Cup Kuala Lumpur [Quelle: Telekom]

Doch warum stecken Studenten und Unternehmensvertreter eigentlich so viel Zeit und Arbeit in die Projekte? "Bei SIFE nutzt man das, was man an der Uni gelernt hat, um etwas Sinnvolles zu tun. Und lernt dabei unglaublich viel: Zeit-, Konflikt- und Teammanagement zum Beispiel. Aber auch, wie man gute Ergebnisse unter Zeitdruck erzielt und wie einen die Sichtweisen anderer voranbringen", erklärt Hans-Georg.

Projekte in Bulgarien und Rumänien
Einige Mitglieder des Regensburger Teams kommen aus Osteuropa und berichteten von sozialen Problemen in Bulgarien und Rumänien. So entstand das Projekt "Microleasing", mit dem das Regensburger SIFE-Team bulgarische Kleinstunternehmer fördert, und das Projekt "Integration ON", bei dem es um die Integration von Roma in Rumänien geht.

Mit ihren Projekten und ihrer Präsentation haben die Regensburger die Messlatte hoch gelegt: "Was wir paar Studenten einer kleinen Uni uns ausgedacht haben, ist jetzt Vorbild für 1.600 Unis weltweit, die ähnliche Projekte starten werden. Dadurch können unsere Konzepte noch mehr Menschen zu Gute kommen, und das ist eigentlich das Beste an diesem Sieg." Neue Projekte in Deutschland, Osteuropa und sogar der Türkei sind schon geplant, die Mitgliederzahl von SIFE Regensburg stieg auf 100. Teilnehmer.

Und wer könnte besser diesen Weg zum Sieg beschreiben als die SIFE-Studenten selbst? Josef Plank und Hans-Georg Mann, Teamleiter von SIFE Regensburg, erzählen uns, wie sie ihr letztes SIFE-Jahr erlebt haben:

"Grelles Scheinwerferlicht, über 3.000 Studenten, hochrangige Unternehmensvertreter im Saal und einige zehntausend Menschen, die uns gerade via Livestream in aller Welt verfolgen – so erlebten wir das Finale des SIFE World Cups. Was in diesem Moment trotz weicher Knie Halt gibt, sind die geschwenkten Deutschlandfahnen im hinteren Ende des Auditoriums und ein ungefähr vierzigköpfiges Team, das uns lautstark unterstützt. So gestärkt begann also unsere alles entscheidende Präsentation in Kuala Lumpur.

SIFE World Cup Siegerteam [Quelle: Telekom]

In nur 24 Minuten und keiner Sekunde mehr musste das jeweilige SIFE-Team die Jury überzeugen. Zu den Bewertungskriterien zählen dabei die Fokussierung auf eine bestimmte Zielgruppe notleidender Menschen, der Innovationsgrad der Idee, die Nachhaltigkeit der Umsetzung und die Resultate für die notleidenden Menschen. Eine große Herausforderung, unsere Projekte, innovativen Konzepte, Resultate, kurz gesagt unser ganzes Herzblut in 24 Minuten zu verpacken.

Im Mai 2011 hatte unser SIFE-Team der Universität Regensburg zum bereits den deutschen Landesentscheid gewonnen und sich somit für die Weltmeisterschaft in Kuala Lumpur qualifiziert. Als Teamleiter waren wir unheimlich stolz auf unser Team und dankbar, dass es voller Elan für unsere Projekte einsetzt.

Nun mussten wir uns also in fünf Monaten auf die Weltmeisterschaft vorbereiten. Das hört sich im ersten Moment vielleicht lang an. Aber glaubt uns, die Zeit rast. Daher gab es in diesem Jahr für unser Team keine Semesterferien, und auch Praktika und Uni mussten hinten anstehen. Wir wollten Deutschland gut vertreten und noch mehr Menschen in Not nachhaltig helfen. Um das zu gewährleisten, expandierten wir beispielsweise mit einer unserer Regensburger Projektideen deutschlandweit, ferner bauten wir unsere Projekte in Bulgarien, Serbien, Rumänien und der Türkei weiter aus. Richtig spannende Aufgaben, bei denen man sehr interessante Kulturen und Menschen kennenlernt.

Neben der harten Projektarbeit begannen wir zwei Monate vor dem World Cup mit der Erstellung einer 24-minütigen Präsentation. In diese kurze Zeit mussten all unsere innovativen Konzepte, unsere Resultate und unser Herzblut einfließen. In Zusammenarbeit mit unserem Dachverband SIFE Germany e.V., einer professionellen Agentur und unseren Unternehmensvertretern der Deutschen Telekom und KPMG ist es uns gelungen, diese Aufgabe zu stemmen.

Ein weiteres Highlight war unser Kurzfilmdreh in Zusammenarbeit mit einer Agentur aus Köln. Dieser diente als Einleitung unserer Präsentation. Mal etwas ganz anderes, auf einmal ein Drehbuch zu entwickeln und in Tonstudios zu gehen. Aber schließlich sollte alles für Kuala Lumpur perfekt werden.

Und da standen wir nun, 10.000 km von zu Hause entfernt, auf der großen Bühne in Malaysia. Ein unbeschreibliches Gefühl. 37 SIFE-Teams aus den unterschiedlichsten Ländern der Erde in einem Saal vereint. Am ehesten ist das mit dem Zusammenleben im olympischen Dorf zu vergleichen: 37 Nationen, 37 Gebräuche, 37 Trachten und ein ganz besonderes Zusammengehörigkeitsgefühl. Da möchte man am liebsten vergessen, dass man gerade im Wettbewerb um den Titel "SIFE World Champion 2011" mit ihnen steht.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Als erstes europäisches Team gelang es uns, den Pokal nach Europa zu holen. Über ein Jahr harte Projektarbeit, intensiver Austausch mit Vertretern der Deutschen Telekom, KPMG und SIFE Germany fand sein Ende in diesem unbeschreiblichen Erfolg. Wie echte Weltmeister wurden wir in Regensburg dann auch standesgemäß mit Fahnen und Begrüßungsschildern erwartet. Ein unvergessliches SIFE-Jahr liegt hinter uns, in dem wir als Team noch enger zusammengewachsen sind. Daher gilt abschließend ein großer Dank unserem Team, der Deutschen Telekom, SIFE Germany und KPMG, die diesen Erfolg erst ermöglicht haben."

Was ist SIFE?
In der 1975 in den USA gegründeten Non-Profit-Organisation SIFE ("Students In Free Enterprise") engagieren sich weltweit rund 57.000 Studierende an 1.600 Hochschulen in 39 Ländern. Damit ist SIFE die weltweit größte Studierendenorganisation. Zentrale Veranstaltungen der politisch und konfessionell neutralen Initiative sind die jährlich stattfindenden Landeswettbewerbe und der World Cup, an dem die jeweiligen Gewinnerteams der nationalen Wettbewerbe teilnehmen. SIFE Regensburg wurde 2005 auf Initiative von Prof. Dr. Michael Dowling gegründet. Derzeit umfasst das Team ca. 100 Studierende verschiedener Fachrichtungen und Nationalitäten (www.sife-regensburg.de).

Mehr Infos:

http://www.sife.org/worldcup/
www.sife-regensburg.de

Erfahrungsbericht (Clifford Chance): Dealen mit Immobilien

Montag, den 5. Dezember 2011
Erfahrungs- bericht

Beim Workshop im Immobilienrecht bekam e-fellow Petra eine ungewöhnliche Chance: Sie, die Jurastudentin, sollte der internationalen Wirtschaftskanzlei Clifford Chance helfen – bei einer Immobilientransaktion. Das Hochhaus "KAMERUN" soll verkauft werden. Doch eine zweifelhafte Baugenehmigung macht ihr fast einen Strich durch die Rechnung.

Titel und Thema der Veranstaltung
Workshop Immobilienrecht "Transactions in Real Estate" mit Clifford Chance

Datum und Ort der Veranstaltung
27. Oktober 2011 in Frankfurt am Main

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
13 e-fellows.net-Stipendiaten; Unternehmensvertreter: Partner Dr. Christian Keilich, die Counsel Dr. Gerold M. Jaeger und Thomas Reischauer, Of Counsel Prof. Dr. Thomas Gasteyer, die Associates Dr. Kristina Jaeger und Henning Aufderhaar sowie Bianca Willms von der Personal Abteilung.

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Neben dem Wunsch, das Frankfurter Büro kennenzulernen, bewarb ich mich, um die realen Bedingungen einer Immobilientransaktion zu erleben. Ich hatte bisher nur grobe Vorstellungen von den juristischen und auch fachfremden, praktischen Fragen. Ich war neugierig, wie eine Immobilientransaktion in der Praxiswelt aussieht.

e-fellow-Petra Real Estate Workshop Clifford Chancee-fellow Petra (25) hat Jura an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz studiert. Seit diesem September absolviert sie einen LL.M. am King's College in London.

Eine Einführung in das Projekt "KAMERUN"
Wir versammelten uns im Konferenzraum, wo Prof. Gasteyer zunächst die Kanzlei präsentierte. Er beschrieb Tätigkeiten, Kanzleiphilosophie und Erwartungen an Mitarbeiter und Bewerber.

Dr. Christian Keilich schilderte uns dann den Ablauf des Workshops und gab uns eine erste Einführung in unsere Aufgabe: das Projekt "KAMERUN". Hierbei handelt es sich um ein 100 Meter hohes, 30-stöckiges Bürogebäude. Dieses Gebäude wurde vom Verkäufer kernsaniert und soll nun im Rahmen eines "Sale-and-Lease-Back-Vertrags" verkauft werden – das ist der Verkauf der Immobilie mit anschließendem Rückmietvertrag. Ein Fall, um den sich das Real-Estate-Team von Clifford Chance tatsächlich kümmert. Der Vertrag sollte am nächsten Tag unterschrieben werden. Falls wir noch Anmerkungen hätten, sollten wir diese schnellstmöglich mitteilen, sagte Dr. Keilich mit einem Augenzwinkern.

Wir teilten uns in zwei Gruppen auf, die Verkäufer und Käufer der Immobilie, und zogen uns in separate Räume zurück. Jeweils zwei Kanzleivertreter führten uns in den Fall ein und erzählten uns von ihren Erfahrungen mit Immobilientransaktionen.

Projekt "KAMERUN" aus Käufersicht
Ich gehörte der Käufergruppe an. Für uns war es besonders wichtig, dass die Sanierung ordnungsgemäß und rechtzeitig durchgeführt wurde. Außerdem wollten wir eine möglichst vorteilhafte Sach- und Rechtsmängelhaftung für die Sanierung.

Neben der Haftung besprachen wir unsere Erwartungen an den Mietvertrag. Hier ging es um die Miethöhe und die Wertsicherung der Miete durch den Verkäufer. Außerdem um die Instandhaltung des Gebäudes, ein Vorkaufsrecht für den Mieter und etwaige Mieterdienstbarkeiten.

Kontakt zu Clifford Chance aufnehmen?
In der Clifford Chance-Gruppe kannst du Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Clifford Chance kontaktieren.

Zusätzlich mussten wir einige zeitliche Aspekte der Transaktion beachten. Da wir eine Real Estate Funds LLP darstellten, musste die Transaktion innerhalb der Investitionsphase von einem halben Jahr abgeschlossen sein. Den spätesten Termin um Verhandlungen abzuschließen, das "Long-Stop-Date" also, mussten wir unbedingt beachten. Das Bundesland erhöht außerdem zum 1. Januar 2012 die Grunderwerbssteuer von 3,5 auf 5 Prozent, sodass wir darauf achten mussten, dass der Kaufvertrag vor diesem Datum abgeschlossen wird.

In der ursprünglichen Baugenehmigung gab es eine Befreiung von der damals zulässigen Gebäudehöhe und Geschossfläche. Das Gebäude wäre also heute bauplanungsrechtlich zulässig. Die Genehmigung für die aktuelle Sanierung schweigt jedoch zu diesem Thema. So bestand das Risiko, dass die Baugenehmigung deswegen nicht rechtskräftig sein könnte. Die Zeit raste, das erste Treffen mit der Verkäuferseite war nach einer Stunde.

Die Käufer und Verkäufer treffen aufeinander
Die Verkäufer waren nicht bereit, auf unsere Forderung nach einer Garantie für Sach- und Rechtsmängel einzugehen. Auch das Problem der zweifelhaften Baugenehmigung war schwierig zu verhandeln, da sich die Verkäufer nicht auf die weitreichende Haftung einlassen wollten.

Bei einem Mittagssnack besprachen wir im Team die erreichten und nicht erreichten Punkte unseres Vertrags. Wir merkten schnell, dass wir unsere hoch angesetzten Forderungen schwierig durchsetzten konnten. Also bastelten wir an einem Kompromiss, der beide Seiten befriedigten sollte. Zwar einigten wir uns am Ende mit den Verkäufern über den Kaufpreis, andere Punkte blieben jedoch ungelöst.

Persönliche Eindrücke und Erkenntnisse
Aktives Mitdiskutieren ist kräftezehrend. Daher waren die Pausen gut, um Abstand zu nehmen und sich nicht in Detailfragen zu verlieren. Obwohl wir alle sehr gute Kenntnisse in Jura hatten, begegneten uns Probleme, die nur durch Erfahrung und gute Marktkenntnis gelöst werden können.

Zum Beispiel war es schwer einzuschätzen, welche Mietpreise für die Laufzeit von 30 Jahren üblicherweise vereinbart werden, welche Reparaturen vom Mieter und welche vom Vermieter getragen werden. Oder welche Freiheiten der Mieter hat, die Räume zu gestalten und inwieweit der Mieter haftet. Durch die Hilfe der Anwälte konnten wir zumindest Einschätzungen aufstellen. Somit fühlten wir uns während den Verhandlungen sicherer, dass wir nicht völlig überhöhte Anforderungen an die Gegenseite stellten.

Karriere-Infos beim Dinner
Es waren gerade die regen Diskussionen und die praxisnahe Unterstützung der Anwälte, die zu dem optimalen Einblick in die Immobilientransaktion führten. Die Zeit verging im Flug, und alle Teilnehmer freuten sich, als wir uns auf den Kaufpreis einigten.

Mit gutem Essen ließen wir den Abend in einem Frankfurter Restaurant ausklingen. Hier befragten wir die Anwälte zu aktuellen Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten bei Clifford Chance. Alle Anwälte nahmen sich viel Zeit und zeigten uns, welche Persönlichkeiten für Clifford Chance arbeiten.

Praxistest und Networking
So eine Veranstaltung kann ich jedem e-fellow empfehlen, der sich für wirtschaftliche Zusammenhänge interessiert und gerne im Team an komplexen rechtlichen Problemen arbeitet. Manche mögen durch Vorurteile von einer Großkanzlei abgeschreckt sein. Denjenigen rate ich, neugierig und offen zu sein und der Idee Großkanzlei eine Chance zu geben.

Dieser Tag gibt einem einen guten Einblick in das Teamverständnis, die Arbeitsweise und den Umgang der Anwälte miteinander – und vermag so manche Tür zu öffnen. Unabhängig vom persönlichen Resultat ist eine solche Veranstaltung sehr hilfreich, um Klarheit über die eigenen Karriereziele zu bekommen.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (WHU): Hartes Lernen wird belohnt

Sonntag, den 4. Dezember 2011
Erfahrungs- bericht

Ein Studium an einer privaten Hochschule? Eine interessante Alternative, meinte e-fellow Stefan und entschied sich für ein BWL-Studium an der WHU – viel lernen inklusive. Sogar in der Nacht kann man hier in die Hörsäle oder in der Bibliothek büffeln. Zum Ausgleich gibt es an der Uni aber auch ein "Partyministerium".

Als ich am 28. August dieses Jahres in meiner ersten BWL-Vorlesung an der WHU saß, konnte ich mein Glück kaum fassen. Erst einige Monate zuvor saß ich am Auswahltag in genau jenem Hörsaal und habe mir ausgemalt, wie toll es wäre, hier zu studieren. Jetzt bin ich schon über drei Monate an der WHU in Vallendar und es ist unglaublich, was sich hier in kurzer Zeit schon alles ereignet hat.

e-fellow-Stefan-WHUe-fellow Stefan (18) studiert im ersten Semester BWL an der WHU – Otto Beisheim School of Management. Ihm gefallen dort vor allem die internationalen Sportfeste.

Erst einmal umgewöhnen
Beim Lehrplan legt die Hochschule ein hohes Tempo vor. Der Unterschied zum Gymnasium ist besonders am Anfang deutlich spürbar: längere Vorlesungen, schnelleres Lerntempo, schwierigere Aufgaben. Mit dem richtigen Zeitmanagement ist es aber durchaus zu schaffen. Die Studenten sind alle ziemlich schlau. Durch das kompetitive Umfeld wird man zur Bestleistung motiviert und die Lernkurve ist steil.

Was mich an der WHU begeistert und uns von anderen Hochschulen unterscheidet, sind vor allem die vielen Studenteninitiativen. Viele der Studenten sind in mehreren Initiativen gleichzeitig. Das reicht von typisch wirtschaftlichen Initiativen wie Campus for Finance oder WHU Daxe, über kulturelle wie forumWHU, bis hin zu sportlichen Veranstaltungen wie WHU Euromasters. Besonders beliebt ist auch der Verein "WHU Studenten helfen e.V.", der sich lokal und auf internationaler Ebene humanitär engagiert.

Europas größtes Sportfest
Einmal im Jahr verdoppelt sich die Anzahl der Studenten in Vallendar. Jeden November wird das Sportfest WHU-Euromasters veranstaltet. Mit etwa 1.500 Teilnehmern ist Euromasters das größte Sportfest für Wirtschaftsfakultäten in Europa. Die führenden Universitäten Europas nehmen daran teil. In diesem Jahr waren beispielsweise die spanische ESADE Business School und die Stockholm School of Economics dabei. Aus Deutschland waren unter anderem die Uni Mannheim, die Zeppelin Universität und auch die Bucerius Law School da.

WHU-Party

Die Stimmung während des Events war phänomenal und wir hatten eine Menge Spaß. Um den internationalen Austausch zu fördern, gehört es zur Tradition, dass alle Euromasters-Teilnehmer in den Wohnungen der Studenten (besonders von uns Erstis) untergebracht werden. Dadurch treffen wir Studenten aus den verschiedensten Ländern.

Ein eigener Partyminister
Legendär sind neben den sportlichen Wettkämpfen vor allem die Partys. Dieses Jahr wurde ein ganz besonderer Veranstaltungsort ausgewählt: ein ehemaliges Schwimmbad. Die Partys und Sport-Events sind eine willkommene Abwechslung zum harten Studium. Um auch unter dem Jahr die Motivation zu erhalten, haben wir an der WHU ein eigenes "Partyministerium". Der "Partyminister" und sein Team sind für die Organisation der unvergesslichen Partys zuständig.

Man merkt schnell, dass Internationalität an der WHU eine große Rolle spielt. Jedes Jahr kommen etwa 200 Austauschstudenten, bei uns Tauschis genannt, an die WHU. Daher sprechen wir meistens Englisch. Das ist auch in vielen Vorlesungen der Fall. Vor allem ab dem dritten Semester finden fast alle Veranstaltungen auf Englisch statt. Um die Studenten darauf vorzubereiten, besuchen die unteren Semester Sprachkurse – unter anderem in Business English. Die Gruppen sind hier nicht größer als zwölf Teilnehmer. In meinem Spanischkurs sind wir sogar nur zu sechst. Durch die kleinen Gruppen macht man schneller Fortschritte als in der Schule.

Von der Studentenflut merkt man hier nichts
Überfüllte Hörsäle wird man an der WHU nicht finden. Der Bachelor-Jahrgang wurde dieses Jahr in zwei Gruppen mit jeweils 90 Studenten aufgeteilt. Also sind pro Vorlesung nur etwa 90 Studenten im Hörsaal. Super sind auch der 24-Stunden-Zugang zur Bibliothek und den Hörsälen, die mit neuester Technik ausgestattet sind. Wer morgens gerne Zeitung liest, kann sich aus der Bibliothek aus einem großen Angebot bedienen. Jeden Tag gibt es Stapel vom Handelsblatt, der Financial Times, dem Wall Street Journal und der FAZ. Die Zeitungen kann man sich kostenlos mitnehmen.

Aufgrund der kleinen Gruppen ist der Unterricht oft interaktiv. Hat man Fragen, so kann man sie auch während der Vorlesung stellen. Umgekehrt stellen die Professoren oft auch Fragen an uns und wir diskutieren darüber. Der Kontakt zu den Professoren ist somit intensiver und dadurch, dass man sich einbringt, sind die Vorlesungen spannender.

Stefan-an-der-WHU

Die Gebühren sollten nicht abschrecken
Bei der WHU gibt es eine Reihe von Finanzierungsmöglichkeiten. So gibt es zum Beispiel seit einiger Zeit die Möglichkeit eines umgekehrten Generationenvertrags. Hier bezahlt der Studierende zunächst keine Studiengebühren. Er verpflichtet sich im Gegenzug nach dem Studium für eine bestimmte Dauer einen einkommensabhängigen Beitrag zu leisten. Für einige Studenten gibt es sogar Freiplätze. Am Geld sollte das Studium an der WHU also nicht scheitern.

Nach dem Abschluss hat man sehr gute Karriereperspektiven. Schon während des Studiums gibt es jede Woche Präsentationen von Unternehmen. In unseren Anfangswochen besuchten uns zum Beispiel Bain&Company, JPMorgan, McKinsey und Credit Suisse. Die Vorträge werden in der Regel von ehemaligen WHU-Studenten gehalten, sodass man einen guten Eindruck von den Unternehmen bekommt. Hier kann man auch schon mal erste Kontakte knüpfen.

Wie wird man aufgenommen?
Der Aufnahmeprozess ist in drei Teile untergliedert.

1. Die Vorauswahl
Zuerst muss man ein Bewerbungsformular und einen biographischen Fragebogen ausfüllen. Hier geht es auch darum, Fragen zur Person und zur Motivation für das Studium zu beantworten. Beispielsweise: "Warum möchten Sie BWL studieren?", "Warum gerade an der WHU?" Für diesen Fragebogen sollte man sich ein bis zwei Wochen Zeit lassen und immer mal wieder daran arbeiten. Denn er dient als Grundlage für die Interviews in der Endauswahl.

Außerdem muss man Zeugnisse einreichen. Dazu zählen das Abiturzeugnis oder das letzte Halbjahreszeugnis, wenn man noch kein Abitur hat. Darüber hinaus sind Sprachzertifikate in Englisch sowie in einer weiteren Fremdsprache einzureichen. Die Kenntnisse der zweiten Fremdsprache kann man aber auch über Schulnoten nachweisen. Für Englisch sollte man sich schon frühzeitig um den Sprachtest kümmern, meinen habe ich ein halbes Jahr vor der Bewerbung gemacht. Die WHU bietet selbst Tests an verschiedenen Terminen an. Bedenken sollte man bei der Bewerbung auch, dass man vor Studienbeginn schon ein mindestens achtwöchiges kaufmännisches Praktikum gemacht haben muss.

2. Die Zwischenauswahl
Hat man diese Kriterien erfüllt, gelangt man in die Zwischenauswahl. Dort werden 75 Prozent der Plätze für die Endauswahl an die Studenten mit den besten Zeugnisnoten vergeben. Weitere 25 Prozent werden nach Telefoninterviews aufgrund der Persönlichkeit für die letzte Runde zugelassen.

3. Die Endauswahl
In der Endauswahl rückt dann vor allem die Persönlichkeit des Bewerbers in den Fokus. Am Auswahltag hatten wir verschiedene Prüfungen zu meistern. Jeder Bewerber wird zuerst einer Vierer-Gruppe zugeteilt. Jedes Gruppenmitglied hält ein 15-minütiges Referat mit anschließender Gruppendiskussion, die vom Vortragenden moderiert wird. Man kann das Referat vor dem Auswahltag erstellen und sich das Thema selbst aussuchen. Es sollte aber keinen wirtschaftlichen Bezug haben, denn die Prüfer kommen meist aus der Wirtschaft und kennen sich in dem Referatsthema womöglich viel besser aus. Ich habe zum Beispiel über Doping gesprochen. Meine Mitbewerber haben über Atomphysik, Überwachungsstaat und Ölsand referiert.

Außerdem gibt es eine einstündige Gruppendiskussion und zwei Einzelinterviews. Abschließend müssen die Bewerber einen Diagrammtest ablegen, bei dem das analytische Denken geprüft wird. Die Ergebnisse der einzelnen Prüfungen werden mit Punkten bewertet und in eine Rangliste gestellt. Die besten Bewerber erhalten anschließend einen Studienplatz.

Letzte Tipps
Obwohl man sicherlich am Auswahltag nervös sein wird, sollte man nicht zu verbissen an die Prüfungen gehen. Meine Einzelinterviews waren beide sehr angenehm. Auch die Referate und Diskussionen sind mir in positiver Erinnerung geblieben. In meiner Gruppe haben wir uns auf Anhieb gut verstanden. Noch erstaunter waren wir, als wir uns dann alle am ersten Tag an der WHU als Kommilitonen wiedergetroffen haben. Daher: Auch wenn man mit den anderen Bewerbern um die Studienplätze konkurriert, lohnt es sich, erste Kontakte zu knüpfen.

Mein Fazit
Da wir nur etwa 620 Studierende im Bachelor- und Master-Programm sind, herrscht hier eine richtig familiäre Atmosphäre. Bis jetzt kann ich sagen, dass ich mich an der WHU in Vallendar sehr wohl fühle und mich auf die kommenden drei Studienjahre freue.

Weitere Informationen zum Studium an der WHU findest du im Hochschulporträt bei e-fellows.net.

Expertenforum: Die Beziehungskiste der Stipendien

Sonntag, den 4. Dezember 2011
Julia

Funktioniert ein Doppel-Date zwischen KAS und Studienstiftung? Zerbricht meine Beziehung mit der FES am Auslandsjahr? Und was, wenn ich mit dem Deutschlandstipendium Schluss mache? Die Verwirrung bei Stipendien ist oft größer als in jeder Beziehungskiste. Daher fand auch 2011 wieder das Expertenforum in der e-fellows.net community statt.

Eine Woche lang – vom 7. bis 11.11.2011 standen die Vertreter der deutschen Begabtenförderungswerke den Fragen der e-fellows.net-Stipendiaten Rede und Antwort. Für alle zum Nachlesen findest du hier noch mal die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst.

Kann ich mehrere Stipendien miteinander kombinieren?
Grundsätzlich gilt: Die Förderung von zwei Stiftungen ist nach Absprache möglich. Allerdings bekommst du nur von einer Stiftung die finanzielle Unterstützung – von der anderen wirst du ideell gefördert. Möglich sind meist nur Kombinationen zwischen politischen oder konfessionellen Stiftungen und unabhängigen Förderungen. Beispiele: 

  • Ideelle Förderung durch eines der staatlichen Begabtenförderungswerke + materielle Förderung vom Deutschlandstipendium ist möglich.
  • Doppelbezug von Deutschlandstipendium und ERASMUS ist möglich.
  • Die Kombination von DAAD (Deutscher Akademischer Austausch Dienst) und Deutschlandstipendium ist nur teilweise möglich.
  • Ausnahmen: Bei der Friedrich-Naumann-Stiftung, Stiftung der Deutschen Wirtschaft und der Friedrich-Ebert-Stiftung kannst du nicht zusätzlich von einem anderen Werk gefördert werden, da hier eine rein ideelle Förderung ausgeschlossen ist.

Die doppelte Förderung durch nicht-staatliche Stipendien wie das e-fellows.net-Stipendium oder durch die Bayerische EliteAkademie ist kein Problem.

Studienstiftung: Kann ich die materielle Förderung wegen des Deutschlandstipendiums aussetzen?
Solange das Büchergeld der Begabtenförderungswerke noch nicht 300 Euro beträgt, können Stipendiaten der Studienstiftung des Deutschen Volkes vorübergehend die ideelle Förderung zugunsten des Deutschlandstipendiums beantragen. Dabei schließt die ideelle Förderung der Studienstiftung neben dem Büchergeld und einem eventuellen Lebenshaltungsstipendium aber auch die Auslandsförderung und die Sprachkurse in dem betreffenden Zeitraum aus.

Darf ich mich für mehrere Stipendien gleichzeitig bewerben?
Du hast bei mehreren Werken eine Stipendienbewerbung laufen – das ist an sich kein Problem. Erst wenn du von beiden Werken eine Zusage bekommst, musst du dich entweder für eine Förderung entscheiden, oder nach Absprache beide miteinander kombinieren (siehe oben).

Ich bin bereits Stipendiat in einem Werk – kann ich mich für eine Doppelförderung bewerben?
Eine Bewerbung für ein weiteres Stipendium geht nur nach Abstimmung mit den Statuten beider Werke und deinem bestehenden Stipendienvertrag.

Was ist das Schnupperjahr beim Cusanuswerk?
Während des so genannten "Schnupperjahres" des Cusanuswerks ist es möglich, für ein Jahr Mitglied zweier Werke zu sein. Allerdings wirst du auch hier nur von einem finanziell gefördert. Nach einem Jahr entscheidest du dich bei einem Werk für die volle Mitgliedschaft.

Warum geht nicht beides?
Hierzu der Experte Sebastian Maly vom Cusanuswerk : "Uns ist wichtig, dass unsere Stipendiaten ihre Förderzeit aktiv nutzen, am Bildungsprogramm teilnehmen, sich in Gremien engagieren oder Ähnliches. Das werden Sie nur tun können, wenn Sie sich konzentrieren, anstatt Ihre Kräfte auf mehrere Förderwerke zu verteilen."

Welche Förderungen gibt es fürs Ausland?
Für Studium, Praktika und auch Promotion im Ausland ist der Deutsche Akademische Austausch Dienst (DAAD) Hauptansprechpartner. Innerhalb der EU und in der Schweiz gibt es außerdem das Programm "Leonardo da Vinci".

Wer fördert meine Abschlussarbeit im Ausland?
Das Programm "Kurzfristige Studienaufenthalte für Abschlussarbeiten von Studierenden" wird im Jahr 2011 nicht mehr vom DAAD angeboten. Stattdessen bietet der DAAD den deutschen Hochschulen Mittel für die Förderung von kürzeren Auslandsaufenthalten – mit dem Programm "PROMOS" ("Programm zur Steigerung der Mobilität von deutschen Studierenden").

Kann ich das Deutschlandstipendium aussetzen?
Ja, ein Aussetzen des Deutschlandstipendiums ist immer möglich. Wie die Förderpause genau aussieht, musst du mit deiner Hochschule regeln.

Wie ausführlich muss mein Exposé bei der Bewerbung für ein Promotions-Stipendium sein?
Hier sind die Erwartungen unterschiedlich. Prinzipiell gilt: Das Exposé ist nicht die Doktorarbeit in Miniaturformat. Es kann durchaus detailliert mit ersten Hypothesen, aber dennoch verständlich für Fachfremde sein. Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) legt dabei zum Beispiel Wert auf eine ausführliche Literaturliste. Die Intervalle der Berichte während der Förderung sind von Werk zu Werk unterschiedlich.

Gibt es Stipendien für das Referendariat?
Nein, ein spezielles Stipendium für das Referendariat gibt es nicht. Die Studienstiftung vergibt zwar in ihrem Bucerius-Jura-Programm Auslandsstipendium für Juristen nach dem ersten erfolgreichen Staatsexamen – allerdings gilt dies nicht für Referendare.

Darf ich mich bei einer Ablehnung erneut bewerben?

  • Ja, eine erneute Bewerbung ist möglich bei: Cusanuswerk, Ernst-Ludwig-Ehrlich-Studienwerk e.V., Evangelisches Studienwerk Villigst e.V (ein Jahr später – gilt nicht für Promotionsförderung) und Friedrich-Naumann-Stiftung.
  • Bei der Friedrich-Ebert-Stiftung kannst du dich nicht noch einmal für das gleiche Programm bewerben.
  • Bei der Hanns-Seidel-Stiftung und Heinrich-Böll-Stiftung kommt es auf den Stand der letzten Bewerbung an. Nur wer in der ersten beziehungsweise zweiten Runde abgelehnt wurde, kann sich erneut bewerben.
  • Bei der Hans-Böckler-Stiftung und Konrad-Adenauer-Stiftung gibt es nur die Möglichkeit der Rückstellung. Der Bewerber wird eventuell aufgefordert, sich nach einem Jahr erneut zu bewerben, da sein Lebenslauf bereits positive Tendenzen aufweist, die für ein Stipendium aber noch nicht ausreichend sind.
  • Für die Rosa-Luxemburg-Stiftung kannst du dich insgesamt zwei Mal bewerben.
  • Eine erneute Bewerbung bei der Stiftung der Deutschen Wirtschaft ist nicht möglich.
  • Wer bei der Studienstiftung des deutschen Volkes beim Auswahlverfahren für Abiturienten abgelehnt wurde, kann später im Auswahlverfahren für Studierende trotzdem noch von einem Professor vorgeschlagen werden.

Welche Konsequenzen hat ein Fachwechsel für das Stipendium?
Ein Fachwechsel ist vor allem in frühen Semester meist kein Problem. Allerdings muss der Wechsel dem Werk rechtzeitig mitgeteilt werden.

Wo fängt Engagement an und wo hört Engagement auf?
Die Experten konnten diese Frage nicht eindeutig beantworten. Meist sind jedoch die Selbsteinschätzungen der Bewerber strenger als die Fremdeinschätzungen. Wer sich mit der Haltung und Wertorientierung beim Werk wiederfindet, ist schon mal auf dem richtigen Weg. Es muss auch nicht der Migrations- oder nicht-akademische Hintergrund sein, der zur Aufnahme führt. Engagement ist weiterhin die zentrale Voraussetzung und dazu zählt auch "Engagement im Kleinen".

Kann ich mich für eine Förderung auch erst im Master-Studium bewerben?
Die Kriterien für das Master-Studium unterscheiden sich zwischen den Förderwerken. Meist dürfen die Bewerber zum Zeitpunkt der Auswahl das fünfte Fachsemester nicht überschritten haben. Ansonsten gilt meist: Eine Förderung ist möglich, wenn das Master-Studium vier Semester Regelstudienzeit umfasst und der Zeitpunkt der Bewerbung vor der Aufnahme des Master-Studiums liegt. Dabei muss aber auch die Altersgrenze beachtet werden.

Mehr Durchblick im Stipendienwald
Noch offene Fragen? Im Expertenforum "Dein Weg zum Stipendium (2011)" findest du alle Antworten der Experten.

Dein passendes Stipendium kannst du gratis und ohne Registrierung in unserer Stipendien-Datenbank finden – über 700 Stipendien stehen zur Auswahl.

Außerdem haben wir Antworten zu den häufigsten Fragen zum Bewerben bei Begabtenförderungswerken und einen Überblick der Begabtenförderung zusammengestellt. Auch das liebe Geld darf nicht fehlen: Wie viel finanzielle Förderung bekommst du? Wie kannst du mit deinem Motivationsschreiben punkten? Kannst du ein Empfehlungsschreiben auch einfach selbst schreiben? Und wie bereitest du dich auf den Auswahltag und das Auswahlgespräch vor?

Wie wichtig die Kaffeepause im Assessment-Center ist, sagen dir Vertreter der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Friedrich-Ebert-Stiftung im Interview. Auch die Stiftung der Deutschen Wirtschaft und die Studienstiftung des deutschen Volkes stehen Rede und Antwort.

Was dir das e-fellows-net-Stipendium bietet, kannst du hier nachlesen.