Monatsarchiv für September 2011

Erfahrungsbericht (Tutor): Moderieren und Soft Skills trainieren

Donnerstag, den 29. September 2011
Maximilian

Tutor an der Uni zu sein ist mehr als ein Nebenjob, meint e-fellow Christopher. Wer anderen hilft, Stoff zu verstehen, wird auch selbst fitter. Außerdem kann man als Tutor schon mal in die Lehre hineinschnuppern – und nebenbei die eigenen Soft Skills tranieren.

Aus der Sicht der meisten Studenten vermitteln Tutoren nur Wissen, dabei ist die Hauptaufgabe die eines Moderators: Als Tutor solltest du Studenten motivieren können, sich im Tutorium einzubringen und Diskussionen untereinander zu führen. Deine Aufgabe ist es, diese Gespräche in die richtige Richtung zu lenken und nur im Notfall einzuschreiten und die Aufgaben selbst zu lösen.

Vorteile als Tutor
Als Tutor wiederholst du den Vorlesungsstoff, den du in der Regel einige Semester vorher selbst noch als Student gelernt hast. Dabei bekommst du nicht nur ein besseres Verständnis der Inhalte, sondern trainierst auch deine Präsentationsfähigkeiten. Du musst den Stoff nicht nur selbst verstehen, sondern auch anderen Studenten gut erklären können. Außerdem lernst du bei deinen wöchentlichen Präsentationen auch, spontan auf Beiträge aus der Gruppe einzugehen.

Christophere-fellow Christopher (20) studiert im vierten Semester Informatik an der Freien Universität Berlin. Seinen Tutorenjob sieht er nicht nur als Nebenverdienstmöglichkeit, sondern gleichzeitig als Repetitorium und Soft-Skill-Seminar.

Vielleicht doch lieber in die Lehre?
Auch wenn du dich schon entschieden hast, nach deinem Studium in die Wirtschaft zu gehen, kannst du als Tutor ganz unverbindlich einen Blick in die Lehre werfen. Zudem kannst du dein Netzwerk an der Hochschule weiter ausbauen. Oft ergeben sich so im Anschluss Möglichkeiten, als wissenschaftliche Hilfskraft am Institut zu arbeiten, oder bei dem Dozenten des Seminars deine Abschlussarbeit zu schreiben.

Der Zeitaufwand
Oft werden Tutoren als studentische Hilfskräfte eingestellt. Der Vertrag wird in der Regel für ein bis vier Semester abgeschlossen und regelt, auf wie viele Stunden pro Monat die Tätigkeit ausgelegt ist. Da es um die meisten staatlichen Universitäten finanziell weniger gut bestellt ist, sind die vergüteten Stunden knapp bemessen. Gerade als Tutor-Neuling musst du aber oft mit mehr als den beispielsweise 40 Stunden pro Monat rechnen, die als Zeitaufwand für Lehren, Korrigieren von Hausaufgaben und das Vorbereiten der Stunden vorgesehen sind.

Deine "Überstunden", die du am Anfang brauchst, weil du im Korrigieren und Vorbereiten noch ungeübt bist und dir vielleicht den Stoff selbst noch einmal vergegenwärtigen musst, werden nicht vergütet. Dafür geht es umso schneller, wenn du den Vorlesungsstoff noch gut im Kopf hast oder das Modul schon zum zweiten Mal als Tutor betreust. Dann kommst du wahrscheinlich sogar mit weniger als den vorgesehenen Stunden aus.

Im Semester keine Zeit?
Wer während des Semesters nicht genügend Zeit aufbringen kann, der kann auch in den Ferien lehren. An vielen Universitäten gibt es in der vorlesungsfreien Zeit Blockveranstaltungen oder Brückenkurse für Erstsemester – auch dafür werden oft Tutoren gesucht.

Der finanzielle Aspekt
Die Bezahlung könnte unterschiedlicher nicht sein – was genau du an deiner Uni verdienst, liest du am besten auf der Internetseite deiner Hochschule nach oder fragst andere Tutoren. Der Stundenlohn kann je nach Abschluss variieren und wird entweder vom Land oder von der Hochschule selbst festgelegt. In Berlin beträgt der Stundenlohn für studentische Hilfskräfte 10,98 €, während er in Bayern bei 7,00 € liegt. Einen Überblick über die Tarife der Bundesländer findest du in Wikipedia. Auch hier gibt es wieder Unterschiede zwischen Fachhochschulen und Universitäten.

Was muss ich können?
Die Voraussetzungen, um Tutor zu werden, sind sehr unterschiedlich und hängen maßgeblich davon ab, wie das Verhältnis von freien Stellen und Bewerbern ist. Bei einem Mangel an Tutoren können die Voraussetzungen bei lediglich zwei abgeschlossenen Fachsemestern liegen. Wenn die Tätigkeit als studentische Hilfskraft sehr beliebt ist, kann auch schon das Vordiplom oder ein Bachelor-Abschluss verlangt werden. Unabhängig davon solltest du als Tutor nicht nur auf einem Gebiet überdurchschnittliche Leistungen erbracht haben. Ein breites Wissen ist hilfreich, um zum Beispiel die Relevanz und späteren Anwendungsgebiete der behandelten Themen aufzeigen zu können.

Fazit
Eine Tutorentätigkeit bringt viele Vorteile mit sich. Voraussetzung ist allerdings, dass du Freude daran hast, anderen Studenten etwas beizubringen. Oft sind Tutoren auch abends (insbesondere in der Klausurzeit) damit beschäftigt, Fragen ihrer Studenten per E-Mail zu beantworten. Du solltest also schon bereit sein, etwas Einsatz zu zeigen, denn ein halbherzig ausgeführter Tutorenjob hilft weder dir als Tutor noch deinen Tutanden.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Perspektive Wirtschaftskanzlei: Mit Anwälten über Bundesliga quatschen

Donnerstag, den 29. September 2011
Erfahrungs- bericht

Bei "Perspektive Wirtschaftskanzlei" trafen die Teilnehmer gleich neun renommierte Sozietäten. Dabei knüpften sie wertvolle Kontakte, und der ein oder andere ging sogar mit einem Job-Angebot nach Hause. Von angespannter Großkanzlei-Luft war dabei keine Spur – im Gegenteil. e-fellow Markus quatschte mit den Anwälten über die Bundesliga und schlug beim Gesprächs-Marathon gleich neun Fliegen mit einem Event.


Titel der Veranstaltung
Perspektive Wirtschaftskanzlei

Datum und Ort
9. und 10. September auf Schloss Montabaur nahe Frankfurt am Main

Teilnehmer
96 Nachwuchsjuristen sowie circa 130 Partner und Associates von neun Wirtschaftskanzleien (Cleary Gottlieb, Clifford Chance, CMS Hasche Sigle, Freshfields Bruckhaus Deringer, Gleiss Lutz, Hengeler Mueller, Hogan Lovells, Linklaters, Shearman & Sterling)

Erfolgreiche Kanzleien suchen talentierten Nachwuchs – bei "Perspektive Wirtschaftskanzlei" hatte ich die Gelegenheit, gleich neun der größten und renommiertesten Wirtschaftskanzleien kennenzulernen. Los ging es am ersten Tag mit einem Vortrag von Dr. Bernd Scheifele, Vorstandsvorsitzender der Heidelberg Cement AG. Der Inhalt – Karrierewege für Juristen – war für die meisten zwar nicht neu; Bernd Scheifele als Person war jedoch durch seine Stellung in der deutschen Wirtschaft und seinen lebhaften Vortragstil umso interessanter.

Ludi incipiant – Lasset die Spiele beginnen
Im Anschluss ging es gleich in "medias res": der Arbeitsalltag in einer Großkanzlei. Dabei ging es über reine Theorie hinaus. In einem Workshop konnten wir selbst typische Aufgaben in einer Kanzlei übernehmen. Ich beschäftigte mich zum Beispiel mit der Neuausrichtung eines Unternehmens aus arbeitsrechtlicher Sicht: In der Rolle eines Rechtsberaters überlegten wir, wie wir einen Stellenabbau bei der deutschen Tochter eines US-amerikanischen Unternehmens arbeitsrechtlich strukturieren würden. Dabei zählte nicht nur das wirtschaftliche Verständnis, sondern auch die Sensibilität im Umgang mit dem Arbeitsrecht. Fazit: Interessant, lehrreich und spannend. Ja, Workshops können Spaß machen!

Markuse-fellows.net Stipendiat Markus (30) studierte Jura in Freiburg und Augsburg. Er promovierte anschließend an der LMU München und ist zurzeit Rechtsreferendar. Bei "Perspektive Wirtschaftskanzlei" konnte er neun Kanzleien persönlich kennenlernen.

Mit Anwälten über die Bundesliga quatschen
Anschließend fand ein gemeinsames Abendessen mit Vertretern aller Kanzleien statt. Das Schönste daran: Entgegen meiner anfänglichen Skepsis waren die Gespräche mit den Anwälten – Partner wie Associates – nicht verkrampft, sondern ungezwungen. Es ging um den Arbeitsalltag  in der Kanzlei, aber auch um die aktuelle Bundesligatabelle. Für mich war diese lockere Atmosphäre die größte Überraschung. Dementsprechend war der Abend für einige von uns nach dem Essen noch lange nicht beendet.

Der Marathon der Einzelgespräche
Die "angenehme Überraschung" setzte sich in den Gesprächen mit Kanzleivertretern am nächsten Tag fort. Insgesamt führten Teilnehmer und Anwälte über 600 Interviews. Die Atmosphäre war dabei ausgesprochen locker und hatte mehr den Charakter eines informativen Austauschs mit Smalltalk-Elementen. So ist für beide Seiten der – wenn auch kurze – Eindruck weit authentischer als er es in einem klassischen Bewerbungsgespräch je wäre. Und wir schlugen mehrere Fliegen mit einer Klappe: Bis zu neunmal konnten wir sowohl einen guten Eindruck erlangen, als auch hinterlassen. Erschöpft, aber zufrieden traten wir anschließend die Heimreise an.

Mit einem Job-Angebot nach Hause gehen
"Perspektive Wirtschaftskanzlei" ist ideal, um einen ersten Eindruck von Großkanzleien und den Menschen dahinter zu bekommen. Wir konnten wertvolle Kontakte knüpfen und einige der Teilnehmer bekamen sogar konkrete Angebote für Referendarstationen oder einen Einstieg als Anwalt. Auch die Organisation von e-fellows.net war – sowohl vor Ort als auch im Vorfeld – super: Alles verlief reibungslos und neben einem finanziellen Zuschuss zur Anreise half e-fellows.net zum Beispiel auch dabei, Fahrgemeinschaften zu suchen und zu finden.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

masterwiki: Bewerbungskriterien für Master-Studiengänge austauschen

Mittwoch, den 28. September 2011
Melanie

"Ich hatte mich für einen Master-Studiengang beworben und wurde abgelehnt. Wieso, wusste ich nicht." Diese Erfahrung bescherte Matthias eine freies Semester, das er nutze um sein eigenes Unternehmen zu gründen. masterwiki ist eine Plattform, auf der Studenten sich über ihre Master-Bewerbungen austauschen können.

MatthiasMatthias (24) hat seinen Bachelor in European Studies an der Uni Magdeburg gemacht. Im Herbst 2011 fängt er seinen Master an der Uni Maastricht in International Business an. Er ist Stipendiat der Stiftung der Deutschen Wirtschaft. Bei seiner Gründung hat er von seinen dort gesammelten Erfahrungen profitiert.

Was macht deine Website?
masterwiki ist ein Informationsangebot für Master-Bewerber, bei dem jeder mitmachen kann. Studenten tragen die Ergebnisse ihrer Bewerbungen auf der Seite ein. Diese Informationen werden sofort bereit gestellt und helfen anderen dabei, einen geeigneten Master-Studienplatz zu finden.

Wie bist du dazu gekommen, die Website ins Leben zu rufen?
Ich hatte mich mit einem sehr guten Abschluss in Frankfurt/Oder beworben und wurde abgelehnt. Tatsächlich bin ich nicht an den Noten gescheitert, sondern an für mich nicht nachvollziehbaren Kriterien. Ich habe dann persönlich nachgefragt, warum ich abgelehnt wurde. Die Quintessenz aus diesem Gespräch war, dass die Uni einfach keine Absolventen von interdisziplinären Studiengängen wollte. Dieses Wissen wäre VOR der Bewerbung für mich sehr hilfreich gewesen. Ich bin sicher, dass andere Studenten von solchen Informationen profitieren können. Daher habe ich eine Plattform geschaffen, auf der man seine Erfahrungen teilen kann.

Wie bist du bei der Gründung vorgegangen?
Da ich mich nur für diesen einen Master-Studiengang beworben hatte, hatte ich nach der Absage ein Semester Zeit für etwas anderes. Zuerst habe ich Freunden, Bekannten und meiner Familie von der Idee erzählt. Ihre positiven Rückmeldungen haben mich darin bestärkt, die Unternehmensgründung zu probieren. Da ich nicht nur die Welt verbessern, sondern selbst auch etwas lernen wollte, habe ich ein paar kleinere Projekte gestartet. Ich wollte verstehen, wie Internet, Facebook-Like-Button, Wikis und Co. funktionieren. Irgendwann kam ich an den Punkt, wo ich eine klarere Vorstellung davon hatte, was die Seite können soll und habe einen Programmierer gesucht.

Welche Schwierigkeiten hat es dabei gegeben?
Die Absprachen mit dem Programmierer waren abenteuerlich. Meine Freundin kommt aus Polen und ich hatte mein Auslandssemester dort verbracht. Es lag also nahe, dass ich das "freie" Semester bei ihr in Breslau wohne. Da ich inzwischen ganz gut Polnisch sprach, habe ich an der Uni nach Informatikstudenten gesucht – und auch gefunden. Am Anfang lief alles prima und wir kamen gut voran. Dann hatte er an der Uni aber mehr zu tun und er fing plötzlich an, nebenbei zu arbeiten. Nach vier Monaten und einigen geänderten Zeitplänen gab er auf. Ich glaube, es tat ihm wirklich leid, dass er sich übernommen hatte. Da ich das Projekt retten wollte, habe ich es dann selbst fertig programmiert.

Wie kann man als Nutzer von deiner Plattform profitieren?
Der Nutzer kann sich mit dieser strukturierten Informationssammlung zwei Fragen beantworten: Erstens, für welchen Master kann ich mich mit meinem Bachelor-Abschluss bewerben? Zweitens, welchen Bachelor-Abschluss brauche ich für den gewünschten Master? Außerdem haben die Nutzer die Möglichkeit, sich über Ablehnungsgründe auszutauschen. Damit wird für den Bewerber die Master-Bewerbung um ein Vielfaches transparenter. Außerdem: Wenn viele Studenten mitmachen und ihre Ergebnisse darstellen, helfen wir den Hochschulen, willkürlich anmutende Entscheidungen zu vermeiden. Das ist gut für die Studenten und gut für die Unis.

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masterwiki Logo (Quelle: masterwiki)Fakten zu masterwiki.de

Branche: Studium / Bildung
Produkt: Plattform zum Austausch von bewerbungsrelevanten Informationen
Gegründet: 2011
Anzahl Beschäftigte: 2
Website: www.masterwiki.de

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Abitreffen 2011: Schnitzeljagd 2.0 mit "real fellows"

Mittwoch, den 28. September 2011
Erfahrungs- bericht

Wer sind eigentlich die bei e-fellows.net? Das haben sich 40 e-fellows.net-Abiturienten gefragt und sind zum Treffen nach Stuttgart gekommen. Dabei wurden aus Stipendiaten knallharte Ermittler, Turm-Erklimmer und Captain Morgans. Und sogar das Weißwurst-Zuzln lernte so manch einer in der schwäbischen Hauptstadt. Aber was hat es eigentlich mit der legendären e-fellows.net-Serviette auf sich? Teilnehmer Oliver berichtet.

Über eine Rundmail erfuhr ich vom Abi-Treffen 2011. Es gibt wohl wenig Wege, schneller Gleichgesinnte aus ganz Deutschland zu treffen. Also Koffer gepackt und ab ins 700 Kilometer entfernte Stuttgart. Am Freitag ging es los: Abenteuerlustige e-fellows trafen sich in der Hauptstadt des deutschen Wutbürgertums.

Verplant vor dem U-Bahn-Plan
Um 18 Uhr stand eigentlich der kreisrunde Klassiker der neapolitanischen Küche auf dem Plan – Pizza. Leider stand ich um 17:58 Uhr noch vor einem anderen Plan – dem U-Bahn-Plan. Der weckte zwar kryptologische Ambitionen in mir,  gab jedoch wenig Aufschluss über den weiteren Verlauf meiner Reise. Glücklicherweise hatte Julia, die platinblonde Power-Praktikantin von e-fellows.net, am Telefon einen (Aus)Weg parat.
Abitreffen Stuttgart

Von Streber-Stimmung keine Spur
Endlich im Hostel angekommen stieß ich auf die ersten e-fellows. Von Streber-Stimmung keine Spur: Im Mittelpunkt stand nämlich nicht nur die künftige Studienrichtung, sondern vor allem die innovative Freizeit-Beschäftigung "Geocaching". Geocaching ist Neudeutsch für Schnitzeljagd des 21. Jahrhunderts mit GPS-Geräten. Die Hightech-Schatzsuche war aber erst für Samstag geplant.

Eine Pizza zum Erhalt der Garnelen-Population
Nachdem alle da waren, ging es in die von Julia auserkorene Pizzeria. Dort verfolgte der Pizza-Bäcker mit dem spärlichen Belag der Garnelen-Tagespizza wohl das Ziel, die Garnelen-Population zu erhalten. Für manch einen gab es außerdem eine Lehrstunde über die sprachlichen Barrieren zwischen den verschiedenen Ureinwohnern Süddeutschlands – den Schwaben und Badenern. Singen die Badener wirklich beim Sprechen und gehört der Bodensee eigentlich noch zu Schwaben? Von technischer Natur waren dagegen die Barrieren zwischen einem GPS-Gerät und dem menschlichen Verstand. Das Abendessen war daher die perfekte Gelegenheit, das Einstellen und Testen der unverständlichen Geräte "outzusourcen". Schnell fanden sich ambitionierte Spezialisten, die den Dreh sofort raushatten.

Was wir gemeinsam haben? Wenig Schlaf und ein Stipendium
Nach dem ersten Kennenlernen stürzten sich einige unermüdliche e-fellows in das Stuttgarter Nachtleben. In der Theodor-Heuss-Szene-Straße wurde dann (noch ohne GPS-Gerät) eine Location für Cocktails und weitere Gespräche angesteuert. Dabei waren wir bunt vertreten: Neben angehenden Wirtschaftsingenieuren, Managern und Maschinenbauern, peilen andere das Auswärtige Amt oder ein Berufsleben im Arztkittel an. Trotz unterschiedlicher Jobvorstellungen verband uns alle die Aussicht auf wenig Schlaf und natürlich die Zugehörigkeit zu e-fellows.net.

Harte Nüsse bei der Hightech-Schnitzeljagd
Der nächste Tag begann mit dem Frühstücksbuffet im Hostel. Für einige Hobby-Motzer endete hier jedoch der Traum vom ideal gekochten Frühstücksei. Steinhart gekochte Eier, hielten e-fellows aber nicht davon ab, sich beim "Geocaching" auf ebenso harte Rätsel-Nüsse zu stürzen. Erst stelle Julia e-fellows.net vor. Danach wussten wir über Community, City Groups, Partnerunternehmen und Co. Bescheid. Nun stand das Highlight des Abitreffens an: Geocaching. In Kleingruppen verwandelten sich die Stipendiaten in knallharte Ermittler. Zur Auswahl gab es eine Tour durch das "Rotlichtviertel" Stuttgarts, bei dem ein Mord aufgeklärt werden sollte. Bei einem anderen Fall ging es um "Tiere auf dem Zebrastreifen", die man in der Stuttgarter Innenstadt aufspürte.
Ermittler

Auf der Spur des Mörders
Meine Gruppe entschied sich für den Mordfall. Bewaffnet mit Koordinaten-Plan, GPS-Gerät und ausreichend Smarties starteten wir die Ermittlungen. Dabei mussten wir Schritt für Schritt vorgehen: Beim Multiple-Choice-Rätsel erhielten wir mit jeder richtigen Lösung die Koordinaten für das nächste Ziel. Bei Fragen wie "Welche Zigarettenmarke rauchte der Mörder?" mussten wir zum Beispiel das richtige Werbeplakat finden. Doch nur die richtige Lösung führte zum nächsten  Schauplatz. Eine falsch gelöste Aufgabe brachte uns kurzerhand in das Herzstück des schwäbischen Protests. Dort suchten wir zwischen Pauken, Trillerpfeifen und Stuttgart-21-Aufklebern den nächsten Hinweis – vergebens. Da half nur noch umdrehen.

Echte e-fellows kennen keine Regenschirme
Am Ziel der Hightech-Schnitzeljagd wartete ein üppiger Schatz in einer verbeulten Blechdose auf uns. Neben der Lösung des Mörders (die Frau des fiktiven Bürgermeisters) gab es Kleinkram wie Aufkleber oder eine Pfandmarke vom letzten Bar-Besuch. Diesen "Schatz" hatten leidenschaftliche Geocacher dort vorher versteckt.  Nach guten zwei Stunden war die Rätsel-Reise, beziehungsweise GPS-Irrfahrt, beendet. Zeit für ein Eis, da waren sich alle nach basisdemokratischen Abstimmung einig. In der laut den ansässigen Stuttgartern besten Eisdiele Stuttgarts bot sich uns außerdem eine Aussicht über die Innenstadt. Diese sollte jedoch noch besser werden – auf dem Fernsehturm. Dort überraschte uns plötzlich der Regen, aber echte e-fellows kennen keine Regenschirme. Etwas nass ging es mit 40 Mann und Frau wieder 150 Meter vom Turm nach unten und in das wohlverdiente Restaurant.

BSE-Viren und Captain-Morgan-Pose
Dort entstanden einige Tischspiele, die von den Umstehenden wahrscheinlich als Auswirkungen des BSE-Virus interpretiert wurden. Weiteres Highlight des Abends: Organisatorin Julia erfand die legendäre "e-fellows.net-Serviette". Darauf verewigten sich alle Teilnehmer mit schlauen Sprüchen, zum Beispiel über die "Rababer-Bar" oder mit Elefanten-Hintern. Nachdem unsere Kreativität völlig ausgeschöpft war, ging es wieder in die Stuttgarter Clubs, wo die "Captain-Morgan-Pose" (siehe Bild) nicht fehlen durfte. Erst mit dem Morgengrauen fanden wir den Weg zurück ins Hostel.

Weißwurst-Essen vom Profi lernen
Am letzten Tag stand ein gemeinsamer Brunch auf dem Plan. Ich als Norddeutscher hatte so die einmalige Gelegenheit, von echten Bayern die hohe Kunst des Weißwurst-"Zuzlns" zu lernen. Während die einen ihrer Liebe zu Spätzle Ausdruck verliehen, drängten sich andere um das heiß begehrte Waffeleisen. Doch auch dieses verringerte nicht die Wehmut vorm baldigen Abschied. Die e-fellows, die sich bei Pizza, Schatzsuche, Fernsehturm und Brunchen kennen und mögen gelernt hatten, mussten nun wieder getrennte Wege gehen!

Fazit 2.0: Vm e-fellow zum real fellow
Die Fahrt nach Stuttgart hat sich gelohnt! Wir kamen als anonyme e-fellows und gingen als "real fellows". Wer weiß – vielleicht kreuzen sich die Wege des einen oder anderen wieder. Sei es am gemeinsamen Studienort, bei einem Revival-Treffen oder zufällig beim Geocaching? An dieser Stelle möchte ich mich bei allen für das nette Wochenende bedanken! Ich wünsche euch einen guten Start ins Studentenleben. Einzig eine Frage bleibt offen: Zählt der sichere Umgang mit GPS-Geräten im Lebenslauf eigentlich zu EDV-Kenntnissen …?­­

Erfahrungsbericht (McKinsey): Potenzial auf dem Weingut entfalten

Montag, den 26. September 2011
Erfahrungs- bericht

Workshops sind doch irgendwie alle gleich? Nicht bei McKinsey – Chris Nadine verbrachte vier Tage auf einem Weingut und weiß jetzt, wie der Spitzenwein den Weg in die Flasche findet. Auf dem Programm stand aber nicht nur eine Fallstudie, sondern auch etwa Ausgefalleneres: Zum Beispiel ein Foto mit allen Nicht-Mikrowellen-Besitzern oder das Lotsen per Funk durch die Weinberge.


Titel der Veranstaltung
"Potenzial entfalten" bei McKinsey & Company

Datum und Ort
18.-21. September auf dem Schlossgut Diel an der Nahe, bei Mainz

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
30 Studenten, Doktoranden und Young Professionals und 13 Unternehmensvertreter

Abendessen mit Unternehmensvertretern, Fallstudien und Workshops  – wenn Firmen zu Kennenlern-Events einladen, dann läuft das oft ähnlich ab. Dass man sich aber auch einmal mit der Arbeit eines Weinguts beschäftigen sollte, fand ich so ungewöhnlich, dass ich mich direkt für das Event "Potenzial entfalten" von McKinsey bewarb – mit Erfolg.

Von Erstsemester zum Young Professional
Faszinierend fand ich die Vielfalt der Teilnehmer: Angefangen bei Medizin und Physik über Önologie (das ist die Lehre rund um Weinbau und -herstellung) bis hin zu Maschinenbau und den klassischen Wirtschaftswissenschaften war fast jede Studienrichtung vertreten. Und alle Studienabschnitte vom Erstsemester über den Doktoranden bis hin zur Young Professional. Inhaltlich stand eine Fallstudie zum Weinbau im Mittelpunkt. Doch fachspezifische Kenntnisse waren dabei keine Voraussetzung.

Winzer-Vorkenntnisse? Nicht nötig
Wir begannen mit einer Führung durch das Schlossgut Diel und erfuhren viel über die Arbeit mit Wein. In Gesprächen mit McKinsey-Experten und mit der Geschäftsführung des Schlossguts erfuhren wir mehr zum Thema. Auch für die Teilnehmer ohne wirtschaftswissenschaftliche Vorkenntnisse war die Fallstudie dank präziser Kurzeinführungen kein Problem.

Einen Berater pro Team
Wir arbeiteten in Kleingruppen, die jeweils von einem Berater betreut wurden. Dabei entwickelte sich eine tolle Dynamik, die kreative Lösungswege an den Tag brachte, mit denen wir vorher selbst nicht gerechnet hatten. Und so war es bei der Abschlusspräsentation aller sechs Teams faszinierend zu sehen, in welche Richtungen jeder gedacht hatte und wo die Gruppe jeweils Schwerpunkte gesetzt hatte.

Chris Nadinee-fellows.net-Stipendiatin Chris Nadine (23) studiert im fünften Semester Wirtschaftsingenieurwesen auf Bachelor am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Praxistest vor versammelter Mannschaft
Abgesehen von der Herausforderung, in knapper Zeit Probleme anzugehen und zu lösen, standen wir zum Abschluss des Events noch vor einer besonderen Aufgabe: Unsere Vorschläge wurden auf Praxistauglichkeit und Umsetzbarkeit überprüft. Die Abschlusspräsentation hielten wir nämlich vor der versammelten Leitung des Schlossguts, Familie Diel.

Keine Chance, Ungenauigkeiten zu verbergen
Besonders spannend war, dass einige der Vorschläge der Teams zu den Überlegungen der Familie Diel passten und nochmals genauer geprüft werden. Da wir vor einem Fachpublikum präsentierten, blieben auch kleine Ungenauigkeiten nicht lange verborge. In kürzester Zeit wurden wir mit Detailfragen zum eigenen Gedankenkonstrukt konfrontiert. Dennoch war die gesamte Familie Diel begeistert von der Kreativität, Vielfältigkeit und vor allem der Qualität der Vorschläge.

Wer hat hier alles eine Mirkowelle?
Die Abende auf dem Schlossgut verbrachten wir in entspannter Atmosphäre – beim Kennenlernen der anderen Teilnehmer und der Berater kam auch der Spaß nicht zu kurz. Kreativität war allerdings auch gefragt:  Es waren Aufgaben zu bewältigen wie: "Fotografiere Dich mit allen Personen, die keine Mikrowelle besitzen". Ein anderes Mal lotsen wir uns per Funk gegenseitig durch die Weinberge an der Nahe, um gemeinsam das Ziel zu erreichen.

Die Gesichter hinter dem Unternehmen
In den Gesprächen mit den Beratern bot sich die Chance, McKinsey auf eine Art kennenzulernen, die in einem Bewerbungsgespräch nicht möglich ist. Es war spannend zu hören, was die Arbeit bei McKinsey für die einzelnen Berater bedeutet und was genau ihnen daran soviel Freude bereitet – aber auch, was sie manchmal vermissen. Ich hatte den Eindruck, McKinsey in diesen vier Tagen nicht nur als Unternehmen kennenzulernen, sondern auch seine Mitarbeiter. Ich bekam einen Eindruck, welche Persönlichkeiten hinter dem Namen McKinsey stehen.

Fallstudienbücher durchackern? Fehlanzeige!
Ich kann ein Event wie "Potenzial entfalten" Studenten jeder Fachrichtung empfehlen. Ihr braucht keine wirtschaftswissenschaftlichen Vorkenntnisse und ihr müsst keine Fallstudienbücher durchgearbeitet haben. Das Einzige, was ihr mitbringen solltet, sind Neugier, Begeisterungsfähigkeit und Interesse – sowohl an Herausforderungen als auch an hochinteressanten Menschen.

Mut zu neuen Kompositionen
Nach diesem Einblick in die Weinherstellung bin ich davon überzeugt, dass es für die Herstellung eines Spitzenweins eine Grundvoraussetzung ist, über ein ausgereiftes technisches Verständnis sowie sehr gute Lagen zu verfügen. Aber erst die Leidenschaft und Freude des Winzers und der Mut zu neuen Kompositionen unterscheiden ein gutes von einem erstklassigen Weingut.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Roche): Wenn der Forscher zum Manager wird

Freitag, den 23. September 2011
Erfahrungs- bericht

BWL ist nichts für Naturwissenschaftler? Von wegen – Chemiker Julian war beim Planspiel von Roche drei Tage lang Vorstand einer Firma. Dabei musste er mit seinem Team die Strategien der Konkurrenz schlagen. "BWL-Werkzeug" kam dabei vom Chef persönlich. Eine Fahrrad-Tour durch den Standort Penzberg und eine Kletter-Partie gab's für die Neu-BWLer oben drauf.


Titel der Veranstaltung

BWL für Natur- und Ingenieurwissenschaftler - Unternehmensplanspiel mit Roche

Datum und Ort

Roche Diagnostics in Penzberg, 7. – 9. September

Teilnehmer und Unternehmensvertreter

  • 19 Studenten
  • Erika Dillmann, Expertin für HR Marketing aus der Abteilung Personalmarketing
  • Martin Karger, Geschäftsführer des Instituts für Management-Entwicklung
  • Dr. Stefan Schorling, International Business Leader
  • Claus Haberda, Werkleiter Standort Penzberg

Durch den Workshop wollte ich Roche und den Standort Penzberg kennenlernen. Das Thema „BWL für Natur- und Ingenieurwissenschaftler“ hätte treffender nicht sein können. Denn es beschreibt genau meine spätere Wunschkarriere als Chemiker: Arbeitsfelder in der Naturwissenschaft jenseits der Forschung.

Eine Radtour durch den Standort Penzberg
Die Teilnehmer des Workshops kamen aus unterschiedlichen Fachrichtungen: Biochemiker, Chemiker, Biotechnologen, Ingenieure und Informatiker im Studium oder bereits in der Promotion hatten ihren Weg nach Penzberg gefunden. Keiner von ihnen hatte Fachkenntnisse in BWL. Die Organisatorin Erika Dillmann präsentierte uns Roche als forschungsorientiertes Gesundheitsunternehmen mit den Geschäftsbereichen Pharma und Diagnostics. Den Standort Penzberg über 4.800 Mitarbeitern in Forschung, Entwicklung und Produktion für Pharma und Diagnostics erkundeten wir im Anschluss auf Fahrrädern. Am Nachmittag zeigte uns Dr. Schorling (International Business Leader) in einem Vortrag, wie groß der Anteil von BWL und Naturwissenschaft in vielen Aufgaben bei Roche ist.

Von der Marketing-Strategie bis zur Rohstoff-Planung
Anschließend erhielten wir von Martin Karger eine Einführung in das Planspiel: Vier Gruppen mit je fünf Studenten übernahmen für vier Geschäftsjahre die Rolle des Vorstandes eines Klimageräte-Herstellers. Gewinner war das Team mit dem höchsten Aktienindex am Ende der vier Jahre. Hierzu galt es, sich bestmöglich am Markt zu positionieren und die internen Abläufe zu optimieren. Wie viel Rohstoff brauchen wir, um die geplante Stückzahl zu produzieren? Haben wir genügend Fertigungsanlagen zur Produktion? Benötigen wir weitere Mitarbeiter? Wollen wir unser Produkt weiterentwickeln? Brauchen wir dazu weitere Forscher? Welche Marketing-Strategie verfolgen wir? Welche Preispolitik verfolgen wir? Können wir uns das alles überhaupt leisten? Das waren nur einige der Fragen, die wir zu beantworten hatten.

Juliane-fellows.net-Stipendiat Julian (29) studierte Chemie an der LMU in München, anschließend forschte er in Norwegen.  Zurzeit promoviert er dort zum Thema "siRNA delivery". Beim Unternehmensplanspiel mit Roche konnte er seine BWL-Kenntnisse auf Vordermann bringen.

Was macht die Konkurrenz?
Die Herausforderung bestand darin, dass sich alle Faktoren nicht vollständig in so kurzer Zeit erfassen ließen. Die schwierigste und spannendste Frage lautete aber: Was machen die anderen Teams? Da man drei unberechenbare Gegner hatte, konnten diese die beste Planung komplett umstoßen. Das abzuschätzen und darauf schnell zu reagieren war einer der größten Reize des Planspiels.

Mit den Unternehmensvertretern an die Hotelbar
Am Ende des Nachmittags durften wir den Werksleiter Claus Haberda persönlich kennenlernen und ihm Fragen stellen. Er schilderte uns seinen Werdegang und machte deutlich, dass sich bei Roche eine steile Karriere durchaus mit Familie und Freizeit vereinbaren lässt. Am Abend aßen wir mit weiteren Vertretern des Unternehmens aus Produktion und Personalwesen zu Abend. Wir verlagerten die offenen Gespräche im Anschluss an die Hotelbar und ließen den Abend dort ausklingen.

BWL-Werkzeug vom Chef und Kletter-Partien
Am zweiten Tag beschäftigten wir uns mit den ersten beiden Geschäftsjahren des Planspiels. Martin Karger gab uns zu Beginn jeder Runde neues BWL-Werkzeug mit auf den Weg. Das erlernte Wissen in Bilanzierung, Gewinn- und Verlustrechnung und Cashflow konnten wir sofort in der Planung des nächsten Geschäftsjahres einsetzen. So wurden über die vier Runden Bauchentscheidungen immer mehr zu geplanten Aktionen. Der Tag wurde abgerundet durch einen Ausflug in die Kletterhalle von Bad Tölz. Hier war von Konkurrenz nichts mehr zu spüren, alle arbeiteten teamübergreifend zusammen.

And the winner is …
Am dritten Tag standen die letzten beiden Geschäftsjahre des Planspiels auf dem Programm. Über die ersten beiden Runden hatten sich die einzelnen Teams unterschiedlich positioniert, jedoch war bis zur letzten Runde alles offen. Gerade in der letzten Runde des Planspiels galt es, die Rentabilität des eigenen Unternehmens bezüglich Umsatzrendite und Kapitalumschlag zu analysieren und zu optimieren. Der Workshop endete mit der Siegerehrung und Preisverleihung.

Jede Minute war perfekt
Meine Erwartungen für den Workshop wurden übertroffen. Die Organisation des Workshops war von der ersten bis zur letzten Minute perfekt. Das Planspiel ist ein großartiges Instrument, um betriebswirtschaftliche Sachverhalte zu lernen. Die interaktive Arbeit im Team und der Wettbewerb zwischen den Teams belebten den Workshop und förderten die Mitwirkung aller Teilnehmer.

Mein Fazit
Insgesamt habe ich in diesem Workshop zwei wichtige Dinge gelernt. Zum einen, welche konkreten Berufsbilder und Aufgabenfelder es für Naturwissenschaftler außerhalb der Forschung gibt. Zum anderen, dass mir diese Aufgaben Spaß machen und ich meine Karriere in diese Richtung lenken möchte.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (McKinsey): Scheint die Sonne auch für Wolken?

Dienstag, den 20. September 2011
Erfahrungs- bericht

Schifffahrt über den Zürichsee, tanzen bis zum Sonnenaufgang – so sah der BTO Workshop mit McKinsey aus. Natürlich lernte e-fellows.net Alumnus Jörg auch etwas, nämlich über die Zukunft des "Cloud Computing". Und wie sich Wissenschaft und Beratung verbinden lassen – nämlich nicht nur beim Motto "work hard, play hard".


Titel der Veranstaltung

McKinsey Technology Lab: "Globale Vernetzung von Gegenständen und Diensten"

Datum und Ort
7. – 10. Juli 2011 am Zürichsee, Schweiz

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
25 Doktoranden und Studenten, elf Unternehmensvertreter, drei Professoren, eine Forscherin aus der Industrie

Da ich gerade in Wirtschaftsinformatik promoviere, hat mich der Workshop im Business Technology Office von McKinsey sofort neugierig gemacht. Ich wollte die Abteilung kennenlernen, die strategisch Sinnvolles und technisch Machbares verbindet. Mich hat aber auch interessiert, welche Charaktere sich hinter dem Namen BTO verbergen: Wie arbeiten die? Und wie kann ich als Vertreter der Wissenschaft in die Welt der Beratung einsteigen?

Vorbereitung ist das halbe Leben
Alle 25 Teilnehmer wurden gebeten, einen wissenschaftlichen Aufsatz zu lesen und zur Präsentation vorzubereiten. Also keine Diskussion im luftleeren Raum? Schon mal sehr sympathisch. Der eigentliche Workshop begann an einem Donnerstagnachmittag. Nach einer kurzen Vorstellung und Besprechung der Organisation ging es zum Abendessen. Hier hatte man nicht nur die Gelegenheit, die anderen Teilnehmer kennenzulernen, sondern auch die erste Chance, die BTO Mitarbeiter zu beschnuppern und sie mit Fragen zu löchern.

Analytisch, aber keine Haarspalter
Anfangs war ich noch zögerlich, merkte aber schnell, dass man auch Fragen stellen konnte, die man in einem Bewerbungsgespräch nicht stellen würde. Wie viel Einfluss hat man denn zum Beispiel nun wirklich auf die Projektauswahl? Und ich merkte: Das sind alles ganz interessante Persönlichkeiten. Keiner gleicht dem anderen, aber doch sind alle irgendwie von einem Schlag: analytisch, aber keine Haarspalter, und trotz der teils umfassenden Erfahrungen und Leistungen nicht überheblich, sondern vielmehr offen für Neues. Da hat das Recruiting eine gute Balance zwischen ähnlich denkenden Mitarbeitern und Vielfalt hinbekommen.

Jörge-fellows.net-Almunus Jörg (30) hat 2005 sein Technology-Management-Studium und 2006 sein Informatikstudium in München abgeschlossen. Jetzt ist er gerade in den letzten Zügen seiner Promotion in Wirtschaftsinformatik an der TU München.

Was ist denn hier das Problem?
Der zweite Tag startete mit einer kurzen Vorstellung von Problemlösungstechniken. Damit gewappnet ging es dann in die drei Projektgruppen. Hier sollten wir uns mit jeweils einem zukunftsträchtigen Technologietrend auseinandersetzen. Wir stellten uns zunächst gegenseitig die vorbereiteten Paper vor. In meiner Gruppe beschäftigten wir uns mit "Cloud Computing Angeboten" – einmal aus Anbieter- und einmal aus Nachfragersicht.

Forschung und Beratung treffen aufeinander
Der zweite Abend startete mit einer Schifffahrt über den Zürichsee und anschließendem Dinner. Natürlich wieder mit viel Gelegenheit zum informellen Austausch. Zum Beispiel mit einem früheren BTO-Mitarbeiter, der jetzt als Professor an das Massachusetts Institute of Technology berufen wird. Es liegen also keine unüberwindlichen Hürden zwischen dem "praktischen" Beraten und dem "theoretischen" Forschen, vielmehr geht es Hand-in-Hand. Das zeigten auch die vielen Berater, die gerade auf "Leave" sind, um zu promovieren.

Tanzen bis zum Sonnenaufgang
Den Start in den dritten Tag bildeten Vorträge von Wissenschaftlern – hauptsächlich Professoren – zu den jeweiligen Themengebieten. Die Vorträge waren interessant, spannender fand ich aber, dass sich die Gäste aus der Wissenschaft dann den Rest des Tages als Sparringspartner für die Diskussion in den Gruppen anboten. Das hat noch mal guten Input für unseren Vortrag am nächsten Tag gegeben. Am Abend konnte man das oft gehörte "Work hard – play hard" live erleben. Nach Stadtführung und Abendessen tanzten wir in einem Züricher Club – mancher bis zum Sonnenaufgang, und das galt nicht nur für die Teilnehmer.

The stage is yours
Am letzten Tag stand die Abschlusspräsentation der Gruppenarbeit auf der Agenda mit anschließender Diskussion. Da war es schon spannend, die Eindrücke von Zuhörern, wie dem ersten Ebay-Deutschland-Chef zu hören, der jetzt als Partner von McKinsey im Business Technology Office arbeitet. Zudem wurden noch Details des BTO vorgestellt, zum Beispiel das interne Wissensmanagement. Und man konnte in einem Interviewtraining erfahren, auf was beim Recruiting geachtet wird. Wie sich schon gezeigt hatte: Expertise alleine ist es nicht, die Persönlichkeit muss zum BTO passen. Dann ging’s auch schon zum Flughafen. Das Ende eines langen, aber aus meiner Sicht lohnenden Wochenendes.

Nicht nur auf Hochglanzpapier
Wer also keine Scheu vor "der Technik" hat, ohne notwendigerweise bereits Spezialist zu sein, der konnte bei dieser Veranstaltung sicher ein paar interessante Tage erleben. Außerdem war die Veranstaltungen auch geeignet, strategische Beratung im Allgemeinen und bezogen auf IT im Speziellen zu erleben. Wer McKinsey und das BTO kennenlernen wollte – in Fleisch und Blut und nicht nur auf Hochglanzpapier – der hatte hier eine wunderbare Möglichkeit dazu.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Die e-fellows.net-Mitarbeiter stellen sich vor: Benjamin Gutmann

Freitag, den 9. September 2011
Sarah

Dank der flexiblen Arbeitszeiten bei e-fellows.net muss unser neuer Werkstudent Ben keine Drinks mehr mixen, sondern kann sich ganz seiner großen Leidenschaft widmen: dem Turniertanz. Damit er es mal soweit bringt wie seine weltmeisterlichen Vorbilder, trainiert er täglich. Ganz nebenbei studiert er noch Jura und hält schon mal Ausschau nach seiner Frau fürs Leben.

>> Teil 42 der Serie: Wer sind die eigentlich bei e-fellows.net? <<

Was machst du bei e-fellows.net?
Seit August 2011 arbeite ich als Werkstudent im Team Marketing & Stipendiatenbetreuung. Wenn ich da mal nicht ausgelastet bin, kümmere ich mich vertretungsweise um Startschuss Abi, erstelle neue Rechnungslisten oder werde von einem Kollegen zum nächsten weitergereicht und mit neuen Aufgaben "überschüttet".

Was hast du vorher gemacht?
Im Sommer habe ich im letzten G9er-Jahrgang mein Abi gemacht und direkt im Sommersemester mit meinem Jura-Studium begonnen. Neben der Schule habe ich bisher als Barkeeper in meiner Tanzschule gearbeitet. Damit konnte ich aber jetzt dank meines Jobs bei e-fellows.net glücklicherweise aufhören.

Was gefällt dir an deiner Arbeit an e-fellows.net?
Das Büro liegt schön zentral in der Innenstadt, die Arbeit ist abwechslungsreich und macht Spaß und das Beste: die Arbeitszeiten sind flexibel und manches kann ich sogar von zuhause aus erledigen. Perfekt für einen zeitlich dauerhaft ausgelasteten Typen wie mich.

Ben

Welche privaten Interessen hast du?
Das Latein-Turniertanzen frisst meine gesamte freie Zeit. Im TSC Central-Casino e.V. trainiere ich seit etwa zwei Jahren fast täglich und durfte mich bereits in ganz Deutschland auf diversen Turnieren beweisen. Wenn alles weiter so gut läuft, dürfte es mich in den nächsten Jahren hoffentlich auch auf Weltranglisten-Turniere ins Ausland verschlagen.

Was war dein erstes Aha-Erlebnis mit dem Internet?
Mein erstes Aha-Erlebnis war, als meine Familie von unserem piependen Modem auf "normales" Internet umstieg. Plötzlich brauchten die Seiten zum Laden nicht mehr minutenlang, sondern es dauerte nur noch Sekunden.

Welche lebende oder historische Person würdest du gerne treffen?
Yulia Zagoruychenko und Riccardo Cocchi, die mehrfachen Weltmeister der Professionals im Lateintanz, weil sie mich inspiriert haben, meinen Traum zu leben. Ohne diese beiden Personen würde meinem Leben ein ganzes Stück fehlen.

Was willst du in deinem Leben unbedingt noch machen?
Mein Studium erfolgreich abschließen, international tanzen, meine Frau fürs Leben finden – und dann bin ich eigentlich auch schon zufrieden.

Erfahrungsbericht (Accenture): Türöffner Praktikum

Donnerstag, den 8. September 2011
Erfahrungs- bericht

Abwechslungsreich, herausfordernd und arbeitsintensiv – so erlebte Carl sein dreimonatiges Praktikum bei Accenture. Da er von Beginn an beim Kunden arbeitete, gewann er einen sehr guten Einblick in das Arbeitsleben eines Beraters. Und Türen für seine berufliche Zukunft öffnete ihm das Praktikum auch noch.

Unternehmen und Ort
Accenture, Hannover

Position und Abteilung im Unternehmen
Analyst für Finanzdienstleistungen und Projektmanagement

Dauer des Praktikums
Drei Monate

CarlCarl (24) studiert Computerwissenschaften an der Newcastle University. In Praktika hat er sich Kenntnisse in der Finanzdienstleistung erworben – und konnte diese bei Accenture noch erweitern.

Mit den Vorkenntnissen gepunktet
Nachdem ich mich online bei Accenture für das Praktikum beworben hatte, folgte ein einstündiges Telefoninterview mit einem Manager aus dem Projekt und einem Analysten. Sie befragten mich zu meiner bisherigen Arbeitserfahrung und meinem Studium. Sie wollten außerdem wissen, warum ich mich ausgerechnet bei Accenture beworben habe, und wie ich mir die Arbeit in der Firma vorstelle. Die Module meines Studiums in VWL, BWL und Business Management sowie meine beruflichen Vorkenntnisse durch vorherige Praktika in der Finanzdienstleistung waren ausschlaggebend für die Zusage.

Von Anfang an Teil des Teams
Die Zusammenarbeit mit den Kollegen war hervorragend. Mein Team bestand aus vier bis sechs Mitgliedern. Ich wurde von Anfang an offen und freundschaftlich aufgenommen. Da ich bald Kundenkontakt hatte, half es, dass ich mich in meiner Rolle wohlfühlte und den Kollegen vertrauen konnte.

Aufgaben und Arbeitsalltag im Praktikum

Ich erstellte einen Business Case zur Bewertung von RfP (Request for Proposal)-Rückläufern für eine Ausschreibung zur Auslagerung von Arbeitsplatz-Infrastruktur einer großen Deutschen Versicherungsgruppe. Das gehörte zu meinen spannendsten und gleichzeitig schwierigsten Aufgaben. Auch war ich für die Erhebung von Finanz-Informationen im Eigenbetrieb durch Kunden-Interviews zuständig und ich strukturierte und bereitete Informationen von externen Service-Dienstleistern auf. Ich entwickelte eine Methode zur Ableitung von Management-Entscheidungen im Falle von auslaufenden Outsourcing-Verträgen weiter und standardisierte diese.

Außerdem entwickelte ich im Praktikum ein Handbuch zur Dokumentation von Ist-Projektmanagement-Prozessen inklusive der verwendeten Projektmanagement-Werkzeuge und dokumentierte Vorstands-Reporting-Prozesse innerhalb des Projektmanagement-Offices.

Mein Arbeitsalltag im Praktikum war abwechslungsreich, herausfordernd und arbeitsintensiv. Von mir wurde erwartet, dass ich flexibel arbeitete, und sowohl den Arbeitsanforderungen des Kunden als auch denen des Teams gerecht wurde. Meine Kollegen schenkten mir großes Vertrauen und ich lernte neue finanzspezifische Techniken.

Kontakt zu Accenture aufnehmen?
In der Accenture-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Accenture kontaktieren.

Fazit
Das Praktikum bei Accenture hat meine Erwartungen übertroffen. Es hat mir einen sehr guten Einblick in die Arbeit bei einer Beratung gegeben. Besonders die interne Professionalität gegenüber dem Kunden und auch mir gegenüber hat mich beeindruckt. Auch die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen und Mitarbeitern des Kunden hat mir gut gefallen.

Rückblickend hat mir das Praktikum viel für meine akademische Laufbahn gebracht, denn neue technische Fertigkeiten helfen mir in meinem weiteren Studium. Gleichzeitig hat mir das Praktikum auch Türen für meine berufliche Zukunft geöffnet. Ich habe das Arbeitsleben eines Beraters kennen gelernt und weiß jetzt, dass ich mir vorstellen könnte, in dieser Branche zu arbeiten. Außerdem knüpfte ich einige Kontakte, die mir in der Zukunft helfen können, mich in der Beratung zu bewerben. Deshalb kann ich ein Praktikum bei Accenture nur weiterempfehlen.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Facebook-Quiz: Wer schlau ist, gewinnt

Montag, den 5. September 2011
Sarah

1,6 Millionen Deutsche sind hochbegabt. 99 Prozent davon wissen es nicht. Und du? Finde es heraus mit dem IQ-Test des internationalen Hochbegabten-
vereins Mensa. Wir verlosen 10 Gutscheine dafür.

Der Test ist nicht nur eine gute Vorbereitung auf Assessment Center – ab dem "Traummaß" 130 kannst du auch Mitglied bei Mensa werden. Der Test dauert etwa 90 Minuten und wird vom Psychologen vertraulich ausgewertet.

Wir verlosen 10 Gutscheine für einen IQ-Test von Mensa im Wert von je 49 Euro. Die Gutscheine sind 12 Monate gültig und können bei jedem Test von Mensa in Deutschland in rund 50 Städten eingelöst werden.

Was du dafür tun musst?
Einfach die Zahlenreihen-Frage von Dienstag, dem 6. September, auf unserer Facebook-Pinnwand richtig beantworten. Schick deine Antwort an sarah.young@e-fellows.net. Die Gutscheine werden unter allen richtigen Antworten verlost, die bis Freitag, den 9. September, vormittags eingehen. Facebook-Fan solltest du natürlich auch sein, damit du an der Verlosung teilnehmen kannst. Viel Glück!

Für alle, die nicht gewinnen, gibt es zum "Tag der Intelligenz in Deutschland" bei Mensa Sonderkonditionen für die IQ-Tests: Jeder Teilnehmer darf für die reguläre Testgebühr von 49 Euro einen zweiten Teilnehmer kostenlos anmelden. Mehr Informationen dazu gibt es bei Mensa.

****Das Quiz ist beendet****
Lösungsweg: Quersumme des Vorgängers *2
Die richtige Antwort lautet damit "2"

Die 10 Gewinner wurden per E-Mail benachrichtigt.