Monatsarchiv für August 2011

Was das Stipendium bietet – Teil 10: die e-fellows.net community

Montag, den 29. August 2011
Christine

Netzwerken ist das A und O in der heutigen Berufswelt. Wie gut, dass du als e-fellows.net-Stipendiat oder -Alumnus an der Quelle sitzt: In der e-fellows.net community tauschen sich die nachweislich besten Studenten und Young Professionals Deutschlands aus zu Studium und Job und geben ihr Insider-Wissen weiter. Zudem kommst du in Kontakt mit Unternehmensvertretern.

Die Infos auf der e-fellows.net-Website sind ja schön und gut. Aber vielleicht interessiert dich konkret, was andere sehr gute Studenten im Vorstellungsgespräch auf die Frage nach den eigenen Schwächen antworten und wie gut das Jura-Examen der e-fellows ist? Vielleicht willst du Vertreter der Studienstiftung fragen, was dich im Auswahlgespräch für das Stipendium erwartet – oder wissen, wie anstrengend Berater- und Kanzlei-Alltag wirklich sind? Die Community bietet dir dafür eine Reihe von Möglichkeiten:

Für alle Fälle: Fragen & Antworten
Du suchst das bestbezahlte Praktikum Deutschlands oder Tipps zum Einstiegsgehalt in Top-Beratungen? Du willst wissen, wie man an das Deutschland-Stipendium kommt oder welche Abinote die e-fellows hatten? In "Fragen & Antworten" helfen dir andere e-fellows.net-Stipendiaten – kompetent und schnell: 72 Prozent aller Fragen sind nach einer Stunde beantwortet, 97 Prozent nach drei Tagen. Diese Rubrik kannst du auch als iphone-App und Android-App nutzen.

Hilfe von Spezialisten: Expertenforen
In Expertenforen beantworten Unternehmensvertreter und unabhängige Experten deine Fragen eine Woche lang. Themen sind zum Beispiel Gehälter, Stipendien bei Begabtenförderungswerken oder wissenschaftliches Arbeiten. Ab und an kannst du sogar unter Anleitung des McKinsey-Recruiting-Chefs live einen Case lösen.

Gleichgesinnte treffen: Gruppen
In den Gruppen triffst du Gleichgesinnte für jedes Interesse. Zu den beliebtesten Gruppen gehören beispielsweise "Einstieg in die Unternehmensberatung" oder "Bewerbung – Fragen, Tipps, Dos & Don'ts". Neu-Stipendiaten finden in der Ersti-Gruppe Hilfe von alten "e-fellow-Hasen".

Mit Unternehmen in Kontakt kommen: Inside-Gruppen
Wenn du dich zu Bewerbung, Praktika und Einstiegsmöglichkeiten in einem Partnerunternehmen von e-fellows.net informieren willst, kannst du in den Gruppen Inside McKinsey, Inside Bosch, Inside Freshfields und anderen deine Fragen direkt an die Unternehmensvertreter richten.

e-fellows aus deiner Stadt: City Groups und Alumni-Gruppen
Du willst sich mit anderen e-fellows aus deiner Stadt zu Uni und Karriere austauschen? Dann tritt deiner City Group bei. Auf den City-Group-Stammtischen lernst du andere e-fellows auch persönlich kennen. Für Berufstätige e-fellows gibt es die Alumni-Gruppen.

Prüfe deine Kenntnisse: Wissens-Tests
Prüfe deine Business-Manieren, finde heraus, ob du in Beraterdeutsch fit bist oder teste dich ganz simpel in den Hauptstädten der Welt. Wer lieber andere knobeln lassen möchte, kann einfach selbst einen Test erstellen.

Daumen sammeln lohnt sich
Natürlich kannst du auch dein eigenes Wissen weitergeben. Für gute Beiträge belohnen dich andere e-fellows mit ihren Daumen. Viele Daumen machen sich nicht nur gut in deinem Profil und sichern dir einen Platz in der "Hall of F&Ame", sondern werden auch materiell belohnt: Für 25 Daumen in deinen ersten vier Community-Wochen bekommst du ein Gratis-Hörbuch.

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KURZINFO:
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Für wen?
Für Stipendiaten und Alumni

Wann am nützlichsten?
In jeder Phase des Studiums und des Arbeitslebens

An wen wende ich mich mit Fragen?
Christine Brunner
christine.brunner(at)e-fellows.net
089-23232-364

FAQ

Was das Stipendium bietet – Teil 9: Kostenlose Datenbank-Recherche, Veröffentlichung von Hausarbeiten

Montag, den 22. August 2011
Christian

Urteile, Gesetzte und Kommentare recherchiert Otto Normaljurist am Uni-Computer. e-fellows.net-Stipendiaten machen das bequem von zu Hause aus – über ihre Gratis-Zugänge zu beck-online und juris. Auch für Wiwis, MINTler und Mediziner gibt es kostenlose Datenbanken. So schreibt sich die Seminararbeit viel entspannter. Und wenn sie fertig ist, kannst du sie gleich zu Geld machen.

Du brütest im stillen Kämmerlein über deiner Hausarbeit, und müsstest nochmal in einem Urteil des OLG München nachlesen? Oder du sammelst gerade Material für deine Seminararbeit über Risiko-Management? Wie schön, dass du dafür nicht immer in die Uni-Bibliothek rennen musst! Als e-fellows.net-Stipendiat recherchierst du einfach am heimischen PC. Zu vielen Datenbanken hast du nämlich kostenlosen Zugang. Einige davon sind an deiner Hochschule womöglich gar nicht verfügbar. Interessieren könnte dich …

… als Jurist:

  • beck-online
  • juris

… als Wirtschaftswissenschaftler:

  • WISO-Wirtschaftswissenschaften
  • Business Source Premier

… als ITler:

  • Computers & Applied Sciences Complete (CASC)
  • iX – Magazin für professionelle Informationstechnik
  • c't – Magazin für Computertechnik

… als Ingenieur, Naturwissenschaftler oder Mediziner:

  • Medline with Full Text
  • Dynamed
  • Spektrum der Wissenschaft
  • Lexikon der Physik und Chemie
  • Sterne & Weltraum

… und als Student jeden Fachs die interdisziplinären Datenbanken:

  • Academic Search Premier
  • GENIOS
  • Gehirn & Geist
  • Lexikon der Psychologie

Mach deine Hausarbeiten zu Geld
Und wenn deine Seminar- oder Abschlussarbeit dann fertig ist? Eigentlich ist sie doch viel zu schade, um nur vom Dozenten gelesen zu werden und dann im Schrank zu verstauben. Bei GRIN kannst du sie online und optional als gedruckte Version publizieren. Das nicht nur kostenlos, du kassierst auch noch Geld dafür: Du kannst wählen, ob du pro hochgeladene Arbeit zehn Euro bekommst, oder ob du prozentual an den Verkäufen beteiligt wirst.

Bonus für Stipendiaten und Alumni
Für alle Stipendiaten und Alumni von e-fellows.net gibt es als Bonus für die erste hochgeladene Arbeit einmalig fünf Euro obendrauf. Außerdem erscheinen alle veröffentlichten Arbeiten der e-fellows in der Reihe "e-fellows.net stipendiaten-wissen".

Einige Tage nach dem Hochladen sind deine Werke auch über den Buchgroßhandel bestellbar. Dieser verteilt die Informationen dann an Händler wie Amazon, wo dein Buch ein bis zwei Wochen später erhältlich ist.

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KURZINFO:
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Für wen?
Datenbank-Recherche nur für Stipendiaten, GRIN für Stipendiaten und Alumni

Wann am nützlichsten?
Für alle Stipendiaten ab dem ersten Semester

An wen wende ich mich mit Fragen?
Christian Lippl
christian.lippl(at)e-fellows.net
089-23232-319

FAQ

Infos auf der Website zu den Datenbanken und zu GRIN

Die Top-10-Fragen zur Unternehmensberatung

Freitag, den 19. August 2011
Julia

Hohes Gehalt, viel Ansehen, aber auch Stress – die Arbeit als Berater gilt bei den meisten trotzdem als der Traumjob schlechthin. Wie überlebt man als Berater eine 60-Stunden-Woche ohne Schlaf? Wie viel verdient man wirklich? "Play Hard – Work Hard" – stimmt das Klischee vom Party-Berater? Und was ist eigentlich eine Projektfreundin?

Wir haben zehn Klassiker unter den Community-Fragen zur Beratung gesammelt – vom Einstiegsgehalt bis zur Work-Life-Balance.

1. Wie lebt man als Berater trotz nur fünf Stunden Schlaf gesund?

2. Die Wochenstunden eines Beraters: Ab 50 Stunden aufwärts?

3. 60.000 Euro inklusive Boni: Wie viel verdient man als Berater?

4. "Tier -2- Beratung": Was genau sind die "Tier-Level" bei UBs?

5. Work Hard, Play Hard – Wunsch oder Wirklichkeit?

6. Bei welcher Beratung würden die e-fellows gerne arbeiten?

7. Verlust der Freizeit entschädigen: Werden Überstunden bezahlt?

8. Projektfreundin fürs Hotelzimmer: Gibt es so was wirklich?

9. IST und ENTJ: Welcher Berater-Typ seid ihr?

10. Up or Out: Berater einfach austauschen statt aufbauen?

Beratungstipps von e-fellows.net
Wie entwickeln sich Geschäft und Umsatz der Unternehmensberatungen? Wie funktioniert die "Personal Time" bei McKinsey? Und was machen eigentlich studentische Unternehmensberatungen?

Bei e-fellows.net findest du eine eigene Rubrik zur Beratung.
Finde heraus, welcher Beratertyp du bist: Strategieberatung, Organisations- und Prozessberatung, IT- und Technologieberatung oder Human-Resources-Beratung – Consultant ist nicht gleich Consultant.

Und wie viel verdienst du als Berater überhaupt? In den Gehaltstabellen siehst du, welches Einstiegsgehalt bei den Unternehmensberatungen gezahlt wird und welche die renommiertesten Beratungen sind.

In den Erfahrungsberichten aus dem Consulting erfährst du, wie es in Beratungen zu geht: Was macht zum Beispiel eine McKinsey-Beraterin in Südafrika? Ein Praktikant für Strategieberatung in China? Und wie gründet man seine eigene Unternehmensberatung?

Im Karriereratgeber "Perspektive Unternehmensberatung" findest du mehr Tipps zum Berufseinstieg – von der Bewerbung bis zum Gehalt.

Außerdem stellen wir unsere Partner-Beratungen AccentureMcKinseySiemens Management Consulting und TNG Technology Consulting im Profil vor.

In der Community-Gruppe "Einstieg in die Unternehmensberatung" kannst du dich mit anderen über Case Studys und andere Bewerbungshürden austauschen. Und in den Inside-Gruppen beantworten Unternehmensvertreter direkt deine Fragen.

Tagebuch (Roche): Excel, Elche und Draisinen
(3. Teil)

Mittwoch, den 17. August 2011
Tagebuch

Eine eierlegende Wollmilchsau hat e-fellows.net Alumna Katharina in ihrem Projekt in Schweden erschaffen. Mit ihrem Tool zur besseren Verkaufssteuerung der Roche-Geräte sind sie und Roche so zufrieden, dass es wahrscheinlich in mehreren Ländern eingeführt wird. Nach einem Värmland-Abenteuer mit "Hausfloß" und Draisine nahm Katharina Abschied von Schweden.

Obwohl erst Mittsommer (die Sommersonnwende) Ende Juni den Anfang des Sommers markiert, bekamen wir bereits Anfang Juni einen ausführlichen Vorgeschmack auf den Sommer. Er hielt sich stolze zwei Wochen. So konnte ich mit meinem Freund das Himmelfahrtswochenende genießen und endlich einen Bootsausflug in die Schären machen.

Sandhamn
Sandhamn

Stockholm liegt am Rande eines großen Archipels mit unzähligen kleinen Inseln, die man Schären nennt. Wer in Stockholm mit dem Boot startet und wie wir bis Sandhamn in die äußeren Schären fährt, der bekommt einen sehr guten Eindruck von dieser idyllischen Inselwelt mit vielen kleinen roten Häuschen. Besonders gut hat uns gefallen, wie unterschiedlich die Schären sind. Sandhamn zum Beispiel ist gespickt mit Dünen und man spürt dort die raue Seite der Ostsee. Grinda hingegen ist eine sehr grüne Insel mit üppiger Vegetation und viel weniger kaltem Wind.

e-fellows.net-Alumna Katharina (26) studierte "International Business Studies" in Paderborn und Xalapa, Mexiko. Anschließend machte sie einen Master in "International Management" in Dublin und St. Gallen. Im Oktober 2009 ist sie ins Management-Start-Up-Programm bei Roche eingestiegen.

Einen Steinwurf vom schwedischen Königshaus entfernt
Am 6. Juni feierten die Schweden dann ihren Nationalfeiertag. Ganz Stockholm war voller blau-gelber Fähnchen und es gab kostenlose Veranstaltungen und Attraktionen. Wir hatten uns für einen Besuch des Palastes in Gamla Stan entschieden. Wir kamen gerade aus dem Palast, als uns die mit Band abgesperrte Gasse dahinter auffiel. Ich erinnerte mich daran, dass es eine Parade mit dem Königs- und Kronprinzenpaar geben sollte. Eigenartigerweise war die erste Reihe noch komplett frei und so positionierten wir uns einfach mal hinter dem Band und warteten.

Kronprinzenpaar
Das Kronprinzenpaar

Tatsächlich kamen eine Menge Reiter und die Garde und kurz darauf rollten zwei Kutschen mit den besagten Paaren ein paar Meter vor uns vorbei. Inzwischen war doch eine beachtliche Menschenmenge zusammengekommen, die dem Königshaus zujubelte. Und ich war wieder einmal fasziniert von der schwedischen Höflichkeit und Gelassenheit. Die ermöglicht es, dass die Menschenmenge kurz vorher zusammenkommt, ohne Gedränge jubelt und sich anschließend friedlich und in Windeseile wieder auflöst.

Werbung für das neue Tool und Integration zwei weiterer Geschäftsbereiche
Direkt nach dem langen Wochenende stand für mich eine wichtige Präsentation an. Der Leiter der EMEA-Subregion Nord/West war zu Besuch und sollte mehr über dieses Vorreiterprojekt erfahren, an dem ich arbeitete. Und so konnte ich mich darüber freuen, dass das von mir entwickelte Tool nicht nur in Schweden Anklang findet, sondern vielleicht bald auch in anderen Ländern eingeführt werden könnte.

Bisher hatten wir das Reporting Tool für den größten Geschäftsbereich entwickelt. Nun sollte das Tool wie geplant auch in zwei weiteren Geschäftsbereichen eingeführt werden. Für mich bedeutete das, dass ich mich zunächst wieder durch einen Haufen Daten wühlen und das Muster darin finden musste, nach dem ich dann die "Regeln" definierte, die das Tool zum Leben erwecken. Mit etwas Übung ging das immer schneller, doch da die Zeit trotzdem knapp wurde, bekam ich für die technische Verwirklichung des zweiten Reporting Tools Unterstützung von unserem globalen Controlling. Dieses Mal lief die Validierung des Reportings äußerst zügig ab, da wir im Vorfeld bereits viele Stolperstellen ausräumen konnten und mit einer besseren Datenbasis gestartet sind.

Blieb also der dritte Geschäftsbereich, in dem wir das Tool künftig einsetzen möchten. In den letzten Monaten konnte ich meine Excel-Kenntnisse deutlich erweitern, und so wagte ich zu guter Letzt den Versuch, das dritte Tool auch von der technischen Seite selbst zu entwickeln.

Heute kann ich nun voller Stolz sagen, dass es mir gelungen ist, in nur drei Monaten ein "Channel Fill Tool" für drei Geschäftsbereiche zu entwickeln, zu validieren und an die Finanzabteilung zu übergeben.
Wie bei einem Projektabschluss üblich, gab es eine formale Übergabe sowie eine offizielle Abschlusspräsentation vor dem Management.

Spazieren gehen für einen guten Zweck
Da die Schweden ihren kurzen Sommer über alles lieben, darf natürlich auch bei Roche ein Sommerfest nicht fehlen. Ab Mittsommer Ende Juni hält in Schweden teils gespenstische Stille in Firmen und Bürogebäuden Einzug. Und deshalb fand unser Sommerfest also schon Mitte Juni statt und startete mit dem "Children's Walk", einem längeren Spaziergang mit wohltätigem Zweck. An größeren Standorten spazieren die Roche-Mitarbeiter an diesem Tag um ihr Werksgelände. Da dies in Stockholm allzu schnell ginge, spazierten wir mit den Kollegen von Roche Pharma zum Restaurant, in dem das Sommerfest stattfinden sollte. Roche spendete für jeden Mitarbeiter, der den Spaziergang absolviert, Geld an Kindertagesstätten in Malawi, Afrika, und Kinderhilfswerken in den jeweiligen Ländern der beteiligten Roche-Standorte.

Mittsommer – mit "Maibaum" im Juni

Der schwedische
Der schwedische "Maibaum"

Mittsommer bedeutet für die Schweden, dass sie ein langes Wochenende in ihrem Sommerhaus verbringen und mit Freunden und Familie den längsten Tag des Jahres feiern. Da der natürlich nicht immer auf ein Wochenende fällt, feiert man einfach am Wochenende danach. Für all die Stockholmer ohne Sommerhaus und Touristen wie mich gibt es im Freilichtmuseum "Skansen" die Möglichkeit, alle Traditionen mitzuerleben und mit den Schweden zu feiern. Entgegen meiner Befürchtungen geht es dabei gar nicht touristisch zu, sondern der Großteil der Besucher sind tatsächlich Schweden.

Mit meinem gutgelaunten Besuch aus Deutschland verfolgte ich also, wie die Schweden ihren "Maibaum" aufstellten, der riesig war und nur mit langen Holzstäben und menschlicher Kraft errichtet wurde. Ein Jahr müssen die ausgesuchten Helfer dafür üben. Tatsächlich hatten wir zwischendurch Angst, dass der "Baum" bricht. Aber als er letztlich stand, hüpften wir mit allen anderen zu schwedischen Volksliedern um den Baum, imitierten mit Blick auf unsere schwedischen Vorbilder Frösche und Elefanten und hatten einen Riesenspaß.

Mit Kranz im Haar
Mit Kranz im Haar

Wie der geschmückte Maibaum, um den man tanzt, gehören auch selbstgeflochtene Kränze aus Birkenzweigen zu Mittsommer, die von Frauen und Kindern im Haar getragen werden. Da kam ich natürlich nicht umhin, mir auch einen zu binden und aufzusetzen.

Eine Regel für Mittsommer besagt, dass es regnet. Glücklicherweise machte Petrus dieses Jahr eine Ausnahme, und so konnten wir nach Trank und Tanz aufbrechen zum Grillen. Wie das Leben eben so spielt, wohnt eine britische Freundin meines Besuchs, die er aus Spanien kennt, zurzeit in Stockholm. So gab es ein großes Wiedersehensgrillen am Flussufer, das unser Mittsommerfest so richtig abrundete.

Licht zum Abschied
Licht zum Abschied

Abschied vom schönen Licht
Mit Mittsommer ging auch mein letztes Wochenende in Stockholm zu Ende. Spätestens auf dem Heimweg vom obligatorischen Abschiedsessen wurde mir bewusst, wie sehr mir diese Stadt und ihr schönes Licht fehlen wird. Und so packte ich die Koffer mit einem weinenden Auge, während das lachende an meine schöne Wohnung in Deutschland dachte, die ich nun endlich wieder gegen das Hotelzimmer eintauschen konnte.

Värmland-Abenteuer: Unterwegs mit "Hausfloß" und Kanu
Bevor es allerdings nach Hause ging, bekam ich ein letztes Mal Besuch – von meinem Vater, mit dem ich zu einem Värmland-Abenteuer aufbrach. Für eine Woche verabschiedeten wir uns zumindest teilweise von der Zivilisation und bewegten uns jeden Tag mit einem anderen Fortbewegungsmittel von Uddeholm 90 Kilometer flußabwärts bis Karlstad. Dabei schliefen wir jede Nacht an einem anderen Ort, vom Sternehotel bis zum Samizelt auf einer unbewohnten Insel im Fluss.

Der erste Tag startete mit einer Seeüberquerung auf einem "Hausfloß". Nach der Wanderung durch den Wald mithilfe eines GPS erreichten wir am Nachmittag unser zweites Quartier. Der Fluss an und auf dem wir uns bewegten, heißt "Klarälven" und fließt bei Karlstad in den Vänernsee. Es ist ein sehr breiter Fluss mit langsamer Strömung und ohne Bootsverkehr. In den zwei Tagen, die wir mit Floß und Kanu auf dem Fluss verbrachten, trafen wir keinen einzigen Menschen.

Mit dem Kanu in Värmland
Mit dem Kanu in Värmland

Entlang des Klarälven gibt es eine alte Bahnstrecke, die vor einigen Jahren zum Fahrradweg umgebaut wurde. Neben Floß und Kanu fuhren wir also einen Tag mit einer Draisine, die gar keine ist, weil ja keine Schienen mehr da sind, und die mein Vater "Muscle Quad" taufte. Muskeln brauchte man tatsächlich, da das Ding unglaublich schwer und ungelenk ist. Nach einem "Ruhetag", inmitten von Wiesen und schwedischer unberührter Natur, legten wir die letzten 50 Kilometer nach Karlstad auf der ehemaligen Bahnstrecke "Klarälvbanan" mit dem Fahrrad zurück. Wir waren ganz entzückt von diesem netten Städtchen, das von Wasserarmen durchzogen ist, und verbrachten unseren letzten Abend in Schweden mit Spazierengehen, Boot fahren und Sushi essen bei schönstem schwedischen Sonnenschein.

Über Anfangshürden zur eierlegenden Wollmichsau
Nach über drei Monaten ging es für mich dann wieder nach Hause. Es war eine unglaublich abwechslungsreiche Zeit, die nicht zuletzt durch die gefühlten drei Jahreszeiten länger wirkte als sie war. Angefangen mit winterlichen Ausläufern und etlichen Anfangshürden im Projekt bin ich über erste Erfolge und Frühlingsgefühle zu einem sehr guten Projektabschluss gelangt – und auch der Sommer kam. Dabei habe ich viel gelernt über die Daten und Systeme von Roche, über Excel, Elche, die schwedische Kultur – und die Kunst, eine eierlegende Wollmilchsau zu erschaffen.

Im ersten Teil berichtet Katharina von ihrer Ankunft in Stockholm, im zweiten Teil vor der schwedischen Angst vor Konflikten.

Kontakt zu Roche aufnehmen?
In der Community-Gruppe "Inside Roche" Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Roche kontaktieren.

Erfahrungsbericht (Allianz): Social Media für Malaysia

Donnerstag, den 11. August 2011
Erfahrungs- bericht

Bei ihrem viermonatigen Praktikum in Malaysia war Franziska dafür zuständig, den malaiischen Sitz der Allianz fit für soziale Netzwerke zu machen. Außerdem hat sie die Eigenheiten des Landes kennengelernt, gesehen wie viele Menschen man mit einem Motorrad transportieren kann und erfahren, warum es in Malaysia üblich ist, seinen Gästen stets etwas zu essen anzubieten.

Mit der Allianz nach Malaysia! Diese unerwartete Praktikumsmöglichkeit in Kuala Lumpur war viel mehr als nur eine Bereicherung meines Lebenslaufes. Es waren erstaunliche vier Monate! "Staunen" beschreibt meine Zeit hier in Malaysia wahrscheinlich am allerbesten, da hier vieles ganz anders ist und zum Teil auch nicht immer zu verstehen. "To lah, or not to lah", ganz ähnlich der Version von Shakespeare. Das ist die Frage in Malaysia.

Riad e-fellows.net-Alumna Franziska (23) hat im März ihr BWL-Studium an der LMU in München mit dem Bachelor abgeschlossen. Ab September macht sie einen Master in Marketing-, Dienstleistungs- und Kommunikations- management an der Universität St. Gallen.

Bei 95 Prozent Luftfeuchtigkeit neue Freunde finden
Zwei Wochen nach meiner Bewerbung hatte ich ein Telefon-Interview. Und bereits zwei Monate später fand ich mich bei unglaublicher Hitze und 95 Prozent Luftfeuchtigkeit in Kuala Lumpur, der Hauptstadt Malaysias, wieder. Das Land hat mich letztlich durch meine Kollegen, Mitbewohner und Freunde für sich gewinnen können. Und da das Leben hier sehr öffentlich stattfindet, war es für mich auch sehr leicht daran teilzuhaben.

Hupend auf den Straßen von Kuala Lumpur
Kuala Lumpur ist eine tolle Stadt. Millionen Menschen bevölkern jeden Tag die Straßen, Händler blockieren die Gehwege, Fußgänger und Lastenträger laufen auf den Straßen und Motorradfahrer – gerne mit gesamter Familie und ohne Helm auf dem Vehikel – schlängeln sich notorisch hupend durch die sehr frei definierten Fahrbahnspuren. Rechts und links gibt es Imbissstände und andere Buden, in denen Menschen ihrem Handwerk nachgehen. Und von überall kann man einen Blick auf die Petronas Towers erhaschen. Es scheint, als hätte man alle Religionen, alle Epochen und sozialen Schichten in eine einzige Straße verlegt und dort zusammengepresst.

Bea präsentiert in Malysia den Start der neuen Facebook-Seite

Arbeiten nach Vorgabe
Das Arbeitsleben in Malaysia unterscheidet sich stark vom deutschen und das Bewusstsein für Versicherungen ist eher gering. Generell ist hier alles sehr hierarchisch geregelt und der Lauf der Dinge geht um einiges gemütlicher vonstatten. Die malaiische Gemütlichkeit kommt auch in der häufig getroffenen Aussage "being on the way" zum Ausdruck. Auf dem Weg zu sein bedeutet eigentlich nur, dass sich jemand mit dem Gedanken befasst hat, sich nun langsam auf eben diesen Weg zu machen. Auch stellen die Mitarbeiter nicht so viele Fragen – zumindest oft nicht die entscheidenden. Womit ich lange nicht zurechtkam ist die Tatsache, dass oftmals genau das gemacht wird, was vorher gesagt wurde – nicht mehr und nicht weniger. Grundsätzlich kann jedoch alles gemacht werden, zumindest scheint es so. Da heißt es dann "boleh, boleh" – alles andere ist natürlich auch möglich. Meine Kollegen waren sehr nett, hilfsbereit und unwahrscheinlich offen. Manchmal haben sie mir sogar Essen mitgebracht oder mich über das Wochenende zu sich nach Hause eingeladen.

Gute Gastgeber
Essen spielt in der malaiischen Gesellschaft überhaupt eine sehr große Rolle. Es ist ein Zeichen schlechter Gastfreundschaft, jemanden ohne Verköstigung nach Hause zu schicken. Also kam es schon mal vor, dass ich alle halbe Stunde gefragt wurde, ob ich denn nicht hungrig sei. Auch die Vielfalt an Speisen ist sehr beeindruckend. Es gibt alles an indischen, chinesischen und malaiischen Gerichten, wobei sich letztere je nach Region stark unterscheiden können.

Kontakt zur Allianz aufnehmen?
In der Community-Gruppe "Inside Allianz" Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei der Allianz kontaktieren.

Von Beginn an mittendrin
Von Beginn an wurde ich immer in alles mit einbezogen. Entsprechend hat mir meine Betreuerin an meinem ersten Arbeitstag alle Kollegen in "unmittelbarer" Umgebung, inklusive aller benachbarten Stockwerke, vorgestellt. Selbst die Büros der beiden CEOs hat sie nicht ausgespart. Nach einer kurzen Einführung in die hiesigen Arbeitsabläufe durfte ich auch gleich mit dem Arbeiten beginnen. Mein Job war es, Allianz Malaysia Social-Media-fähig zu machen. Klingt eigentlich ganz simpel! Doch trotz einer potenziell hohen Anzahl aktiver Nutzer ist Social Media neu und das Bewusstsein dafür musste ich erst schaffen. Vor allem die Tatsache, dass nicht alles kontrollierbar ist hat einigen Kopfzerbrechen bereitet. So glichen wir zum Beispiel mit Schulungen zum Umgang mit sozialen Medien und weiteren Maßnahmen den geringen Erfahrungsschatz aus.

Alles in allem war das Praktikum eine einzigartige Chance: Ich konnte den gesamten Prozess von Anfang bis Ende mitgestalten, all meine Ideen einbringen und vor dem Management vertreten. Als Zuckerl durfte ich im zweimal jährlich stattfindenden Townhall Meeting den Start unserer Facebook-Seite vor über 500 Mitarbeitern live präsentieren. Was für ein Gefühl!

Eine Reise, die sich gelohnt hat
Die letzten vier Monate waren einfacher, unkomplizierter, intensiver und bunter als ich erwartet hatte. Die spannenden, schönen und merkwürdigen Eindrücke wiegen einige wenige Unzulänglichkeiten bei weitem auf.

Malaysia ist unglaublich reich an Gegensätzen und hat viele Eigenheiten. Neben einer Unmenge an verschiedenen Sprachen die gesprochen werden und der Vielfalt an Religionen war ich erstaunt festzustellen, dass trotz des hohen Bildungsniveaus noch Ehen arrangiert werden. Um alles zu verstehen, würde ich wahrscheinlich mehrere Jahre benötigen. Das alles hat meine Sicht auf Deutschland verändert. Aber schon allein für die Sonnenuntergänge und das Essen hat sich das Praktikum fast gelohnt!

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Medizin-Autoren gesucht!

Donnerstag, den 11. August 2011
Sarah

Ob Artikel zur Arbeit bei "Ärzte ohne Grenzen" oder zum Roche-Einstiegsprogramm "Trainee Medical Functions" – unsere Mediziner-Rubrik wächst und gedeiht. Als Autor für e-fellows.net kannst du dafür sorgen, dass das auch so bleibt.

Am Erfolg unserer Mediziner-Rubrik sind auch die e-fellows nicht unbeteiligt: Nach Jaquelines Einführungsartikel "Tipps zu Bewerbung und Uniwahl", und Yannics Erfahrungsbericht zu seiner Famulatur in Vietnam freuen wir uns aktuell über den Fokus zur Medizinerkarriere in den USA von Alumnus Jacob.

Hast auch du Lust, einen Artikel für die Mediziner-Rubrik zu verfassen?

Mögliche Themen wären zum Beispiel:

  • Vom Abiturient zum Arzt, von der Vorklinik zum Hammerexamen – so läuft das Medizinstudium ab
  • Vorstellungen der verschiedenen Unis/Fachärzte/ Studienfächer
  • Erfahrungsberichte (zum Beispiel aus dem Krankenpflegepraktikum)
  • Will wirklich jeder Kinderarzt werden? Welche Medizinerspezialisierungen sind wie stark gefragt/überlaufen?
  • Bewerben als Mediziner
  • Braucht man als Arzt unbedingt einen Doktor?
  • Ein ganz normaler Tag als Assistenzarzt in der …

Aber natürlich sind auch ganz andere Mediziner-Themen willkommen! Schick einfach deinen Themenvorschlag an sarah.young@e-fellows.net.

Bücher zur Belohnung
Als kleines Dankeschön warten auf die ersten sieben Autoren medizinische Fachbücher vom Thieme Verlag.

Wir sind gespannt auf Eure Artikel!

Die Top-10-Fragen zur Bewerbung

Dienstag, den 2. August 2011
Julia

Wie bewirbst du dich richtig? Welche Fragen kommen im Vorstellungsgespräch auf dich zu? Und solltest du deine Spuren im Netz vor den Personalern verstecken? Bewerben muss sich jeder – daher häufen sich die Fragen zur Bewerbung in der e-fellows.net community. Wie der Teddybär mit aufs Foto rutschen kann und wie man peinliche Patzer überlebt – eure zehn beliebtesten Fragen.

1. "Was sind Ihre Schwächen?" – Was der künftige Chef hören will

2. Mogelpackung: Schummeln die e-fellows bei Bewerbungen?

3. Spuren im Netz – Wird dir dein Facebook-Profil zum Verhängnis?

4. "Sind Sie schwanger?" – Heikle Fragen im Bewerbungsgespräch

5. Über e-fellows.net beim Unternehmen bewerben – Vorteil?

6. "Freundlich lächeln bitte" – Bewerbung mit oder ohne Foto?

7. Langweilig: "Hiermit bewerbe ich mich um…" – Alternativen?

8. Soziale Arbeit im Kinderdorf: Lebst du nur für deinen Lebenslauf?

9. Peinlich, skurril, lustig: Die schrägsten Bewerbungsgespräche

10. Teddybären-Foto: Die größten Bewerbungspatzer der e-fellows

Der Bewerbungs-Ratgeber der e-fellows.net-Redaktion
Wie schreibst du einen ausformulierten Lebenslauf? Was musst du beim Motivationsschreiben beachten? Und sollest du eigene Fragen beim Vorstellungsgespräch stellen?
Die e-fellows.net-Redaktion hat Bewerbungstipps in der Bewerbungs-Rubrik gesammelt. Hier bekommst du Infos vom ersten Telefonat bis zum Arbeitszeugnis.

Wie du dich im Ausland bewirbst, erfährst du auch – per E-Mail geht es in die weite Ferne. Zu viel Schwulst und Schleim im Anschreiben und andere Bewerbungs-Patzer kommen dagegen gar nicht gut an.

Welche Fragen darf dir der Personalleiter überhaupt stellen? Musst du heikle oder private Fragen beantworten?

In der Community-Gruppe "Bewerbung – Fragen, Tipps, Dos & Don'ts" findest du weitere Ratschläge der e-fellows für eine erfolgreiche Bewerbung. Oder mach es wie e-fellow Nils – hol dir einen e-fellow als Lernpartner und bereite dich zu zweit aufs Bewerbungsgespräch vor.