Monatsarchiv für Juni 2011

Erfahrungsbericht (Praktikum bei Roche Diagnostics): Welche Gefahren lauern am Arbeitsplatz?

Donnerstag, den 30. Juni 2011
Erfahrungs- bericht

Kann man Uni und Arbeitserfahrung verbinden? Julian kombiniert beides mit seinem studienbegleitenden Praktikum bei Roche. In seinem Pilotprojekt konnte er dort bei der Beurteilung von Gefahren im Unternehmen mitarbeiten.  Und hat dabei alles andere als eine Statistenrolle.

Ich bin Praktikant in der Abteilung "Compliance und Complaints" bei Roche Diagnostics. Wir studienbegleitenden Praktikanten arbeiten grundsätzlich einen Tag pro Woche während der Vorlesungszeit und Vollzeit in den Semesterferien. Somit kommt man auf knapp 100 Arbeitstage im Jahr, was fast einer Teilzeitstelle entspricht.

Die Vorteile
Jede Menge Zeit also, um sich richtig tief in die Firmenkultur einzuleben und in die Prozesse einzuarbeiten. Neben der Tätigkeit in der Abteilung werden jährlich mehrere Seminare speziell für Studierende in diesem Programm angeboten, zum Beispiel "Körper-Stimme-Sprache". Neben dem Training nützlicher Soft Skills konnte ich hierbei auch Studenten aus anderen Abteilungen kennenlernen.

e-fellows.net-Stipendiat Julian (24) studiert im Master "Economics" an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg. Seit Mai 2009 ist er studienbegleitender Praktikant im Förderprogramm von Roche Diagnostics. Dort unterstützt er die Abteilung "Compliance & Complaints" im Projekt-, Prozess- und Qualitätsmanagement.

Als WiWi in die Pharma- und Diagnostikbranche – Mein Weg zu Roche
Für die vorlesungsfreie Zeit im Sommer 2008 suchte ich nach einem Praktikum im Marketing. Da ich Roche Diagnostics schon während meiner Zeit bei der Jugendakademie Mannheim (Begabtenförderung der Stadt Mannheim) kennenlernen konnte und mich sowohl Branche als auch Firmenkultur reizten, war das Unternehmen meine erste Wahl.

Gelandet bin ich bei "Tele Sales", einer Marketing-Service-Abteilung im Geschäftsbereich "Diabetes Care". Ich war begeistert von der Arbeit bei Roche und bewarb mich noch während des Praktikums wieder. Nun bin ich seit Mai 2009 studienbegleitend bei Roche in der Abteilung "Compliance & Complaints" tätig.

Gefördert und gefordert von Anfang an
Dass man als studienbegleitender Praktikant bei Roche nicht nur eine Statistenrolle einnimmt, habe ich sofort vom ersten Tag an gemerkt. Gleich zu Beginn durfte ich an einem Pilotprojekt zur Gefährdungsbeurteilung mitarbeiten. Dabei beurteilten wir die Arbeitsplätze hinsichtlich der mit der Arbeit verbundenen Gefährdungen und Belastungen und bezogen dabei alle Mitarbeiter mit ein.

Meine Aufgaben im Pilotprojekt
Ich kümmerte mich unter anderem um die Planung, Moderation und Auswertung von zwei Workshops und habe den Abschlussbericht geschrieben. Ziel war es, mögliche Gefährdungen zu identifizieren, Maßnahmen zu deren Vermeidung zu finden, deren Umsetzung einzuleiten und letztlich deren Wirksamkeit zu überprüfen. Hierbei konnte ich viele eigene Ideen einbringen und umsetzen. Ich freue mich darüber, dass alle Teilnehmer das Thema positiv aufnahmen und die Workshops mir zu Beginn ermöglichten, alle Kollegen kennenzulernen.

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Meine Arbeit im Team mit den Führungskräften
Hauptsächlich unterstütze ich die Führungskräfte bei der Erhebung, Bereitstellung und Analyse von zentralen Schlüsselkennzahlen (KPIs), die für die Steuerung der Abteilung nötig sind. Diese Arbeit im Team macht mir besonders Spaß und hier kann ich als Wirtschaftswissenschaftler meine methodischen Kenntnisse gut einbringen.

Mein Highlight
Auch das Thema Qualitätsmanagement fällt in meinen Aufgabenbereich. Ich habe während den letzten zwei Jahren zahlreiche Arbeitsanweisungen, Prozessbeschreibungen und -abbildungen erstellt und bestehende aktualisiert. Als eine Überprüfung der Prozesse in unserer Abteilung angekündigt wurde, war ich besonders gespannt, wie unsere Dokumentationsqualität beurteilt wird. Das uns anschließend bestätigte einwandfreie Ergebnis ist mein persönliches Highlight bei Roche. Ich bin stolz, dass ich zu diesem tollen Erfolg beitragen konnte.

Mein Fazit
Bei Roche habe ich mich nie "nur" als Praktikant gefühlt, sondern immer als fester Bestandteil unserer Abteilung. Mein Studium profitiert von meinen praktischen Erfahrungen in einem globalen Konzern und meine Kenntnisse aus dem Studium kann ich bei der Arbeit einbringen. Die Erfahrungen aus dem studienbegleitenden Praktikum möchte ich nicht missen wollen.

Ich empfehle jedem, ob Natur-, Wirtschafts- oder auch Geisteswissenschaftler, mal einen oder auch mehrere Blick(e) auf das Unternehmen zu werfen.

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Erfahrungsbericht (Bosch): Frauen und Technik – eine gute Kombination

Donnerstag, den 30. Juni 2011
Erfahrungs- bericht

In nur einem Jahr will Bosch den Anteil von Frauen in Führungspositionen von zehn auf fünfzehn Prozent erhöhen. 30 Studentinnen wollten wissen, wie man sich als Frau in der Männerdomäne Thermotechnik bei Bosch behauptet. e-fellow Wiebke Marie war eine von ihnen. Sie erhoffte sich Zukunftsimpulse und Karriere-Tipps – und wurde nicht enttäuscht.

Titel der Veranstaltung
"Frauen und Technik: Erfolgreich bei Bosch Thermotechnik"

Datum und Ort
Kamingespräch und "Get-Together" mit Bosch Thermotechnik auf der Godesburg am 13. Mai und Besuch der Messe "Women & Work" in Bonn am 14. Mai.

e-fellows.net-Stipendiatin Wiebke Marie (25) absolviert gerade das 4. Semester ihres Masters in Management an der Universität Mannheim mit Schwerpunkt Marketing und Management.

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
Am "Bosch Thermotechnik Get-Together" nahmen 30 Studentinnen verschiedenster Fachrichtungen teil, dazu 13 Unternehmensvertreter aus der Bosch-Gruppe aus Funktionsbereichen wie Entwicklung, Fertigung und Personal. Das Kamingespräch fand mit Monique van Leeuwen statt, Leiterin Produktmarketing Wall Mounted Boilers bei Bosch Thermotechnik.

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Ich habe mich für das Event beworben, um Antworten auf meine Fragen zum Thema "Frauen in Führungspositionen im technischen Umfeld" und zur Vereinbarkeit von Karriere und Familie zu bekommen. Außerdem erhoffte ich mir interessante Impulse für meine berufliche Zukunft. Ein weiterer Beweggrund für meine Teilnahme war, dass ich als BWLerin Einblicke in technische Aspekte erhalten wollte – vor allem zur Verbindung von BWL und Technik bei Bosch Thermotechnik. Da ich kurz vor Abschluss meines Studiums stehe, war es für mich besonders interessant, etwas über konkrete Einstiegsmöglichkeiten als BWLerin bei Bosch zu erfahren.

Absolventinnen gesucht!
Die Veranstaltung "Frauen und Technik: Erfolgreich bei Bosch Thermotechnik" mit anschließendem "Women & Work"-Kongress dauerte fast zwei Tage lang. Als Motto diente ein Zitat von Dr. Malchow, HR-Geschäftsführer bei der Robert Bosch GmbH: "Wir wollen mehr Absolventinnen einstellen und den Anteil von Frauen in Führungspositionen von derzeit knapp zehn auf 15 Prozent bis 2012 steigern."

Den Auftakt bildete das "Get-Together" mit Bosch Thermotechnik am Freitagabend auf der Godesburg in Bonn. Zuerst stellten sich die Unternehmensvertreter vor. Danach beschrieb uns Monique van Leeuwen, Leiterin Produktmarketing Wall Mounted Boilers, beim Kamingespräch ihren Berufsweg bei Bosch Thermotechnik. Sie gab uns interessante Einblicke in den Bereich Produktmarketing. Anschließend eröffnete Janine Buder aus der Personalentwicklung das Gespräch mit Fragen zu Studium und Werdegang von Frau van Leeuwen.

Teilnehmerinnen der Veranstaltung Frauen und Technik: Erfolgreich bei Bosch Thermotechnik 2

Unternehmensvertreter der Veranstaltung Frauen und Technik: Erfolgreich bei Bosch Thermotechnik

Tipp: Stete Weiterbildung und Neugestaltung
Danach konnten wir erst Fragen an Monique van Leeuwen und dann an die ganze Runde stellen. Die Fragen drehten sich zum großen Teil um die Themen "Unterschiede im Karriereweg von Frauen und Männern“ und "Frauen in Führungspositionen in einem technischen Umfeld“. Monique van Leeuwen gab uns wertvolle Tipps und Hinweise, unter anderem, dass man sich als Frau oft mehr zutrauen und auf die eigenen Fähigkeiten vertrauen sollte. Sie ermunterte uns, Gelegenheiten wahrzunehmen und riet uns, wenn wir irgendwann mal eine Führungsposition innehaben sollten, uns dieser auch bewusst zu sein. Sie betonte, dass stetige persönliche Weiterentwicklung sehr wichtig sei – ebenso wie Weiterbildung und die immer neue Ausgestaltung der Führungsrolle.

Kind und Karriere – wie vereinbaren?
Ein weiterer Schwerpunkt war das Thema "Kind und Karriere". Auch hier gab Monique van Leeuwen uns wertvolle Tipps mit auf den Weg. Ihrer Ansicht nach ist eine Kombination von Kind und Karriere durchaus möglich, aber mit viel Planung, Organisation und einem starken Willen verbunden.

Teilnehmerinnen beim Kaminabend mit Bosch Thermotechnik

Anschließend konnten wir uns in lockerer Atmosphäre mit allen Unternehmensvertretern unterhalten. Ich fand gut, dass viele Mitarbeiter von Bosch vor Ort waren. So hatte wirklich jede Teilnehmerin die Möglichkeit, sich ausführlich über das Unternehmen und die Einstiegsmöglichkeiten zu informieren. Die Godesburg bot dazu tolle Räume und der Blick über Bonn war wirklich einmalig. Im Anschluss an die Veranstaltung ging es ins Hotel, denn am nächsten Tag stand der Kongress "Women & Work" auf dem Programm.

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Unser Fazit am Ende des ersten Abends war, dass die Zeit viel zu schnell vorübergegangen war und dass bei uns noch viel Gesprächsbedarf vorhanden war. Zum Glück hatten wir am nächsten Tag die Möglichkeit, den Messestand von Bosch zu besuchen und dort weitere Informationen zu erhalten.

Teilnehmerinnen der Veranstaltung Frauen und Technik: Erfolgreich bei Bosch Thermotechnik

Infos über Infos bei "Women & Work"
Am Samstag besuchten wir gemeinsam "Women & Work", eine Firmenkontaktmesse mit Kongress, auf der sich mehr als 60 Unternehmen präsentierten. Wir konnten uns ausführlich zum Thema Karriere- und Berufseinstieg informieren und Vorträge besuchen. Bosch war dort mit einem Messestand vertreten und so konnten wir weitere Gespräche mit den Unternehmensvertretern führen und Fragen zu Einstiegsoptionen stellen.

Mein Fazit
Ich kann die Veranstaltungen jeder Studentin weiterempfehlen, die bereits einen technischen Schwerpunkt im Studium hat und mehr über konkrete Einstiegs- und Karrieremöglichkeiten bei Bosch Thermotechnik erfahren möchte. Auch wenn du – wie ich – in die Welt der Technik hineinschauen und Impulse für die Zukunft erhalten willst, ist das Event genau richtig. Besonders die Mischung aus allgemeinen Informationen über das Unternehmen sowie Einstiegsmöglichkeiten und konkrete Tipps zum Thema Karriere hat mich überzeugt.

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Tagebuch (Roche): Die schwedische Angst vor Konflikten (Teil 2)

Mittwoch, den 29. Juni 2011
Tagebuch

Was tun, wenn man die Erstellung eines Tools managen soll, die schwedischen Kollegen aber keine Zeit haben und Konflikten lieber aus dem Weg gehen? Katharina übt sich in Stockholm in schwedisch-deutscher Diplomatie und stellt dabei fest, dass Schweden sogar noch lieber planen als Deutsche.

Nach und nach lerne ich alle Facetten, Verbindungen und Auswirkungen meines Projekts kennen, und so macht die Arbeit daran immer noch mehr Spaß. Es ist gut, zu sehen, wie man mit seiner Arbeit echten Mehrwert schafft und auch für sich selbst viel mitnimmt! Ich entwickle ein Tool, das einen Überblick darüber gibt, welche Tests die Kunden mit den Geräten von Roche durchführen. Dieses "Channel Filling" oder "Channel Monitoring Tool" entpuppt sich als echtes Allround-Talent.

e-fellows.net-Alumna Katharina (26) studierte "International Business Studies" in Paderborn und Xalapa, Mexiko. Anschließend machte sie einen Master in "International Management" in Dublin und St. Gallen. Im Oktober 2009 ist sie ins Management-Start-Up-Programm bei Roche eingestiegen.

Konfliktscheue macht die Ressourcenplanung schwierig
Nachdem die Projektplanungsphase abgeschlossen war, musste ich zunächst einige Überzeugungsarbeit leisten, um mir die erforderlichen Ressourcen zur Durchführung zu sichern. Dabei habe ich schnell eine Besonderheit der schwedischen Kultur am eigenen Leib beziehungsweise am Projekt erfahren: "Der Schwede" trägt ungern Konflikte aus und bemüht sich so sehr um Konsens, dass verbindliche Zusagen oft schwer zu bekommen sind. Durch Beobachtung fand ich heraus, wie man trotzdem ans Ziel kommt. Jetzt wähle ich eine Herangehensweise, die gespickt ist mit Diplomatie und kleineren Anfragen, die wiederum zu häppchenweisen Zusagen führen.

Für mich etwas gewöhnungsbedürftig, heißt das also, dass man sich als Projektleiter zwar Deadlines gegenübersieht, die Zusagen von den beteiligten Kollegen jedoch erst nach und nach erwirken kann. Das bedeutet allerdings nicht, dass Schweden nicht gerne planen – vielmehr ist es so, dass mein Projekt nun "ungeplant" für die Projektmitglieder dazwischenkommt und sie daher "spontan" keine Zusagen machen können. Und während ich nun in Deutschland ausdiskutieren würde, wer wie viel Zeit investieren kann oder muss, werden solche Konfliktsituationen hier vermieden und kaum toleriert.

Abendstimmung im Hagapark
Abendstimmung im Hagapark

Neue Führungserfahrung und Begeisterung für die eierlegende Wollmilchsau
Für mich ist es daher eine Führungsaufgabe der ganz besonderen Art. Während ich selbst verbindliche Ziele habe, muss ich die nötige Unterstützung ständig neu verhandeln und das Team geschickt ohne Konfliktgespräche dem Zeitplan gemäß steuern. Und dadurch lerne ich jeden Tag eine Menge!

So war ich stolz, dass ich bei der Zwischenpräsentation nach sechs Wochen das "Pilot-Tool" für den ersten Geschäftsbereich präsentieren konnte. Es hat mich richtig motiviert, zu sehen, wie begeistert alle von diesem Tool sind! Ich bekam sehr positive Rückmeldungen nicht nur vom Außendienst und den Regionalleitern, sondern auch von Management und Finance. Es ist außergewöhnlich, dass man mit einem Tool so viele unterschiedliche Bedürfnisse abdecken kann.

Drottninggatan mit Blick bis Gamla Stan [Quelle: Roche]
Drottninggatan mit Blick bis Gamla Stan

Und dann durfte ich Detektivin sein
Nachdem der Pilotreport für den größten Geschäftsbereich nun vorlag, begann echte Detektivarbeit. Denn ein Tool, das Daten aus den Systemen nutzt, bildet nie zu 100 Prozent die Realität ab. Da jedoch monatlich automatisierte Updates vorgenommen werden sollen, ist es notwendig, hier einen guten Kompromiss zu finden.

Zunächst einmal mussten wir uns also ein genaueres Bild verschaffen, wie gut sich unser Report mit der Wirklichkeit deckt. Dafür ist die Mitarbeit der Regionalleiter essentiell. Und so habe ich viel Zeit am Telefon verbracht, Fehler und Verbesserungsvorschläge gesammelt und anschließend tief in den Daten gegraben, um zu verstehen, woher die Fehler kommen. Erfreulicherweise waren die "Regeln", nach denen das Tool arbeitet, bereits so gut, dass wir uns entschieden haben, sie unverändert beizubehalten. Da die vorhandenen Fehler einfach zu beheben waren, konnte ich mich zügig dem nächsten Geschäftsbereich zuwenden.

So sehen schwedische Kunden aus
Neben meiner eigentlichen Projektarbeit hatte ich die Möglichkeit, Kollegen bei einigen Kundenbesuchen zu begleiten. Diese habe ich natürlich begeistert genutzt. Im Großen und Ganzen entspricht das schwedische Gesundheitssystem und Marktumfeld zwar dem deutschen, aber durch mein erstes Projekt im Außendienst in Deutschland konnte ich doch einige Unterschiede entdecken und hinterfragen. Außerdem habe ich mich sehr darüber gefreut, einen mir noch völlig unbekannten Bereich im Labor kennenzulernen: die Gewebediagnostik.

Und was machen Stadt und Frühling?
Ich habe mich verliebt. Und wie dieses Gefühl es so an sich hat, beschränkt sich die Sicht auf all das Positive – Frühlingsgefühle eben. Ich liebe diese Stadt, die viel mehr aus Grün und Blau als aus Grau zu bestehen scheint. Und so genieße ich jedes Wochenende hier in vollen Zügen, die meisten davon mit Freunden und meinem Freund, die es alle zu einem Besuch hierher zieht. Und wenn ich doch mal alleine bin, genieße ich sonnige Stunden an meinem Lieblingsplatz auf einem Steg mitten in der Stadt, mit einem Buch und Blick auf Promenade, Wasser, Ausflugsboote, Touristen und Stockholmer.

Elch im
Elch im "Skansen"

Freiluft für Museumsmuffel
So viel Natur es in Stockholm auch gibt, und auch wenn man Hasen und Rehen in der Stadt beobachten kann – um Rentiere und Elche zu sehen, muss man dann doch in den Zoo. Nur dass selbst der Zoo hier naturnaher wirkt und eigentlich auch gar keiner ist. Vielmehr befindet er sich auf einer Insel mitten in der Stadt und ist Teil eines Freilichtmuseums namens "Skansen". Dort finden sich neben Tieren originale Bauernhäuser aus ganz Schweden, die hier hergebracht und den schwedischen Regionen entsprechend von Süd nach Nord wieder aufgebaut wurden. In einem alten Handwerkerviertel kann man außerdem Glasbläsern, Buchbindern, Töpfern und Bäckern bei ihrer Arbeit zusehen – und die entstandenen Werke gleich kaufen. So macht Museum Spaß!

Schloss Drottningholm
Schloss Drottningholm

Södermalm, Gamla Stan, Norrmalm und Östermalm: Stockholm hat viele Gesichter
Neben meiner Begeisterung für Wasser und Natur in der Stadt genieße ich es immer wieder, meine Besucher mit den unterschiedlichen Vierteln und ihrer Atmosphäre zu verblüffen. Tatsächlich ist Stockholm so klein, dass man mit guten Schuhen an einem Tag die unterschiedlichsten Eindrücke sammeln kann. Und natürlich kommen wir unterwegs vorbei an all den Lieblingsplätzen, Lieblingseisdielen, Lieblingscafés, Lieblingsläden, Lieblingssaftbars und Lieblingsrestaurants, die ich gesammelt habe. Und somit ist für mich die wichtigste Sehenswürdigkeit in Stockholm das Gefühl, das jeder Stadtteil vermittelt.
Wen das nicht begeistert, den erfreue ich mit Korintkakor (eher wegen des Namens als wegen des Geschmacks, denn das sind natürlich Rosinenkekse), Kanelbullar (Zimtschnecken mit viel Kardamom), Blaubeerkuchen und der schwedischen Variante des Karottenkuchens. Wer keine Zuckerschnute ist, der genießt zum Beispiel Räucherlachs, den es hier in viel mehr Varianten gibt, als ich es für möglich gehalten hätte.

Sowohl Arbeit als auch Freizeit haben sich inzwischen also richtig gut eingependelt, und so fliegt die Zeit noch mehr, als sie es sonst schon tut. Da muss ich an "Ferien auf Saltkrokan" von Astrid Lindgren denken, wo der Vater an Mittsommer wehmütig sagt: "Bald ist sie vorbei, die schöne Zeit!"

Im ersten Teil berichtet Katharina von ihrer Ankunft in Stockholm.

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Erfahrungsbericht (Accenture): Speed-Dating mit Beraterinnen

Freitag, den 24. Juni 2011
Erfahrungs- bericht

Beim "Frauen-Karriere-Check-in" von Accenture lernte Tanja die Managementberatung kennen. Nachdem beim Speed-Dating mit Beraterinnen der erste Funke übergesprungen war, konnten die Teilnehmerinnen mit selbstgemixten Cocktails und einer Fallstudie auf Englisch von sich überzeugen.

Titel und Thema der Veranstaltung
"Frauen-Karriere-Check-in bei Accenture – Frauen in der Managementberatung"

Datum und Ort
12. und 13. Mai, Kronberg bei Frankfurt

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
Sieben Teilnehmerinnen, die zuständige Recruiterin sowie fünf Accenture-Beraterinnen

Erstmal kennenlernen
Die Veranstaltung begann am Donnerstagnachmittag auf dem Campus Kronberg, wo wir von der zuständigen Recruiterin und einigen ihrer Kolleginnen aus der Managementberatung herzlich begrüßt wurden. Zuerst gab es eine ausführliche Präsentation der Firmenphilosophie, der Managementberatung bei Accenture und der Karrierechancen.

e-fellows.net-Member Tanja (24) studiert International Management an der Wirtschaftsuniversität Wien. Beim "Frauen Karriere Check-in" hat sie sich von Accenture unter die Lupe nehmen lassen.

Mit selbstgemixten Cocktails punkten
Bei einem Speed-Dating bekamen wir dann die Gelegenheit, die anwesenden Beraterinnen über ihre Projekte sowie über Probleme, Herausforderungen und die Zusammenarbeit in internationalen Teams auszufragen. Aber auch den ganzen Abend über konnten wir immer wieder Fragen stellen. Bei einem anschließenden gemeinsamen Rundgang über den Campus bekamen wir einen ersten Einblick in die Zentrale von Accenture. Als Highlight des Tages hatten wir die Gelegenheit, unter Anleitung eines professionellen Barkeepers unsere Kenntnisse im Cocktailmixen auszubauen. Die selbstgemixten Cocktails fanden großen Anklang. Nach einem leckeren Abendessen verabschiedeten wir uns für diesen Tag und fuhren gemeinsam ins Hotel.

Jetzt wird's ernst
Nachdem der Donnerstag unseren Fragen und der Vorstellung von Accenture gewidmet war, wurde es am Freitag ernst und die Accenture-Mitarbeiterinnen nahmen uns unter die Lupe. Jede Kandidatin bekam einen Zeitplan für ihre Aufgaben. Zuerst mussten wir eine Gruppenübung machen. Dann ging es weiter zu einem fachlichen Interview, in dem Fragen aus dem jeweiligen Bereich gestellt wurden, für den wir uns beworben hatten.

Darauf folgten ein persönliches Interview und ein kleiner Brainteaser. Zum Schluss sollten wir noch eine Fallstudie auf Englisch vorbereiten und diese vor zwei Beraterinnen präsentieren. Nach einer kurzen Feedbackrunde verabschiedeten wir uns und fuhren nach Hause. Ein detailliertes Feedback sowie ein eventuelles Vertragsangebot sollten wir telefonisch am Montag erhalten.

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Mein persönliches Fazit und wem ich die Veranstaltung weiterempfehle
Die Veranstaltung war professionell und gut organisiert. Besonders angenehm empfand ich die gute Stimmung unter den Teilnehmerinnen und Beraterinnen, die uns damit auch einen großen Teil der Nervosität nahmen. Die beiden Tage waren zwar anspruchsvoll, haben mir aber sehr viel Spaß gemacht haben. Ich kann diese Veranstaltung allen Frauen empfehlen, die bei Accenture in die Managementberatung einsteigen möchten.

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Erfahrungsbericht (Roche Diagnostics): Mit LSD den Kunden überzeugen

Mittwoch, den 22. Juni 2011
Erfahrungs- bericht

Beim Sales Training mit Roche konnte Frederik hinter die Kulissen des Healthcare-Unternehmens blicken. Außerdem weiß er jetzt, was es mit der SPIN-Methode auf sich hat und warum LSD ein entscheidender Verkaufsfaktor ist.

Titel und Thema der Veranstaltung
Sales Training mit Roche Diagnostics

Datum und Ort
18. bis 20. Mai, Roche Diagnostics in Mannheim

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
Zwölf studentische Teilnehmer aller Fachrichtungen und fünf Unternehmensvertreter von Roche: Sonja Kühn, Hans-Jürgen Jeck, Gunther Wiegand, Dr. Jochen Strack und Simone Rings

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Ich hatte zwei Gründe, mich für den Sales Workshop mit Roche Diagnostics zu bewerben: Zum einen besitze ich aufgrund meiner bisherigen Praktika eine große Affinität für den Bereich Vertrieb. Erfolgreiches Verkaufen erfordert nicht nur Verkaufstalent, sondern wird auch stark von Verkaufserfahrung beeinflusst. Daher wollte ich meine Stärken und Schwächen kennenlernen und gleichzeitig neue Erfahrungen sammeln. Um nicht nur aus meiner, sondern auch aus der Erfahrung Anderer zu lernen, fand ich es toll, beim Workshop Ratschläge eines Verkauftrainers zu erhalten und diese dann sinnvoll umzusetzen. Zum anderen wollte ich Informationen aus erster Hand über Roche als Arbeitgeber.

e-fellows.net-Stipendiat Frederik (25)  befindet sich im vierten Semester seines BWL-Studiums mit Major in Marketing und Minor in strategischem Management an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Nach einem Auslandssemester an der American University in Washington schreibt er zurzeit seine Masterarbeit über "Multichannel Management".

Tag 1: Wer ist Roche, wer sind wir?
Der erste Tag des Workshops war darauf ausgelegt, das Unternehmen Roche sowie seine Produkte und Einstiegsmöglichkeiten kennenzulernen. Vor der Unternehmenspräsentation stellten sich aber alle Teilnehmer erstmal vor. Biochemiker, BWLer, Mediziner und Wirtschaftsingenieure hatten sich auf den Weg nach Mannheim gemacht, um das Verkaufen zu lernen.

Im Anschluss folgte die Präsentation des Roche-Konzerns, der sich noch immer in Familienhand befindet. Dabei wurde besonders der Geschäftsbereich "Diagnostics" vertieft vorgestellt. Durch die vielfältigen Ausbildungshintergründe der Mitarbeiter wurde deutlich, dass es sich hier um ein sehr interdisziplinäres Arbeitsumfeld handelt. Die Vorstellung des "Management Start Up-Programms" für den Bereich Marketing & Sales sowie der Direkteinstieg im Vertrieb komplettierten die Vorstellung des Unternehmens. Damit sollte vor allem Nicht-Naturwissenschaftlern die Scheu vor dem Einstieg in ein Gesundheitsunternehmen genommen werden.

Nach diesen ersten Eindrücken gab es eine Werksführung. Vorgestellt wurde die Produktion eines Gerätes zur Blutzuckermessung sowie der Entwicklungsbereich für das Labordiagnostiksystem "cobas". Roche ist auf beiden Gebieten Weltmarktführer und die Begeisterung, Überzeugung und Leidenschaft der Mitarbeiter für ihre Produkte war deutlich spürbar. Mit einem Abendessen in der Mannheimer Innenstadt klang der Tag gemütlich aus. Auch hier konnten wir die Gelegenheit nutzen und von den anwesenden Mitarbeitern mehr über ihre Lebensläufe und Roche erfahren.

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Tag 2: Die Bedeutsamkeit von LSD im Verkaufsgespräch
Am zweiten Tag begann das Verkaufstraining, welches William van Venrooij leitete. Der erfahrene niederländische Vertriebsspezialist definiert Verkaufen so: Man muss die Wahrnehmung des Bedarfs eines Kunden verändern.

Wir starteten mit einem Theorieteil, in dem uns William van Venrooij vermittelte, dass eine sorgfältige Vorbereitung entscheidend für den Erfolg des Verkaufens sei. Produkt- und Kundenkenntnis seien die Grundvoraussetzung eines jeden Kundentermins. Positives Denken sowie die eigene Überzeugung von den Stärken des Produktes runden dies ab. Herr van Venrooij vermittelte dieses Wissen äußerst begeisternd und gespickt mit Anekdoten aus seiner eigenen Zeit als Vertriebler. Gepaart mit seinem holländischen Akzent machte es einfach Spaß, ihm zuzuhören und seine Erfahrungen sowie sein Wissen aufzunehmen.

Wir lernten zunächst, Bedürfnisse zu ermitteln und zu verstärken. Von großer Bedeutung ist hierbei die Anwendung von LSD: "Listen, summarize and deepen" sind die Grundbausteine eines erfolgreichen Verkaufsgesprächs. In Kleingruppen haben wir dann geübt, die vorher geäußerten persönlichen Ziele des Gegenübers zusammenzufassen. Durch tiefergehende Fragen sollten wir dann die eigene Aufmerksamkeit und Auffassungsgabe beweisen. Betreut wurde jede Gruppe durch einen Roche-Manager, der am Ende Feedback zu unserer Leistung gab.

Nach dieser Übung folgte ein weiterer Theorieteil, bei dem es um Gesprächsführung ging. Zusammenfassen lässt sich dieser Abschnitt mit dem Vergleich, dass Verkaufen wie Angeln sei. Wenn ein Kunde in eine gewisse Richtung möchte, folge ich ihm und gebe ihm mehr Schnur, um mein Verständnis auszudrücken. Merke ich jedoch, dass der Kunde eine Produkteigenschaft wertschätzt, die eine Stärke meines Produkts darstellt, ziehe ich die Schnur heran, um den Fisch an Land zu ziehen und so einen erfolgreichen Verkaufsabschluss zu erzielen. Der Abend endete gemeinsam mit den Roche Vertretern sowie Herrn van Venrooij in einem Restaurant am Rhein.

Tag 3: Schwierig ist nur noch nicht einfach
Der dritte Tag stand im Zeichen der Bedarfsveränderung. Mithilfe der "SPIN-Methode", in der Situations-, Problem-, Implikations- und Nutzenfragen gestellt werden, übten wir in den bewährten Kleingruppen, den Bedarf des anderen Teilnehmers an die Stärken unseres Produktes anzupassen. Präsentiert wurde anschließend vor der ganzen Gruppe. Dies galt ebenso für das "Chunking", bei dem vom Kunden gewünschte Produkteigenschaften in ein übergeordnetes Bedürfnis übertragen werden. Auf diese Weise können fehlende Attribute durch vorhandene Attribute ersetzt werden, wenn sie den gleichen Bedarf decken.

Für Erheiterung sorgten kurze Geschicklichkeitsspiele, die in der Gruppe durchgeführt wurden. Hier wurde deutlich, dass Übung den Meister macht: Die Lösung eines Problems ist somit nie schwierig, sondern aufgrund mangelnder Erfahrung nur noch nicht einfach.

Der Workshop endete mit individuellem Feedback der Beobachter über unser Verhalten in der Gruppe. Hierbei zeigte uns Herr van Venrooij unsere Stärken und Schwächen und gleichzeitig Verbesserungsmöglichkeiten auf.

Mein Fazit
Die inhaltliche Ausgestaltung des Workshops war sehr gut. Das Verhältnis von Theorie und Praxis war ausgewogen. Durch direktes Feedback konnte ich Lernerfolge schon während des Workshops feststellen. Der Workshop gab mir die Grundlagen für erfolgreiches Verkaufen, und dass ich das gewonnenen Wissen im Alltag direkt anwenden kann, wird dazu beitragen, die notwendige Erfahrung zu sammeln.

Auch hinsichtlich der Organisation des Workshops gibt es keinen Grund zur Beschwerde. Vielmehr wurden meine Erwartungen übertroffen. Vom Hotel über das Abendessen bis zum Taxi, es war für alles gesorgt. Die Teilnehmer konnten sich somit voll und ganz auf den Workshop konzentrieren. Ein weiterer Punkt, der die Wertschätzung der Teilnehmer verdeutlicht, zeigt die Teilnehmerliste der Roche-Vertreter. Dass die Leiterin für Deutschland, Italien und das internationale Geschäft anwesend waren, untermauert den Eindruck, dass der Workshop auch für Roche eine hohe Bedeutung hatte. Auf diese Weise stellte sich Roche als attraktiver potenzieller Arbeitgeber dar.

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Wie gut ist euer Examen? Die Top-10-Fragen von und für Juristen

Freitag, den 17. Juni 2011
Judith

Wie finde ich ein "Schmalspurthema" für die Diss? In welchem Alter waren die e-fellows mit dem Ersten Staatsexamen fertig? Und sind meine Gehaltsvorstellungen für die Kanzlei noch realistisch? Antworten auf deine Fragen zum Jura-Studium findest du in der e-fellows.net community. Die zehn beliebtesten Jura-Fragen haben wir für euch gesammelt:

1. Reform des Notensystems – Mehr Top-Noten für Jura-Absolventen?

2. Soll ich mein Jurastudium abbrechen?

3. Jura-Absolventen: Wie gut ist euer Staatesaxamen?

4. Stundenlohn in der Kanzlei: Bin ich verwöhnt oder realistisch?

5. Wie finde ich ein "Schmalspurthema" für meine Dissertation?

6. Als BWLer zum Staatsexamen – wie macht man es möglich?

7. In welchem Alter ward ihr mit dem Ersten Staatexamen fertig?

8. Wie hilft man einer Freundin, die gerade an ihrem Staatsexamen verzweifelt?

9. Wie viel verdiene ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter?

10. 8,0 Punkte im staatlichen Teil – soll ich einen Verbesserungsversuch schreiben?

Studiengänge, Schwerpunktwahl und Karrierewege
Auch von den e-fellows.net-Redakteuren bekommst du viele Infos und Tipps. Wir sagen dir, welche Unis welche Rechtswissenschaftlichen Studiengänge anbieten, geben dir Tipps für die Wahl des Schwerpunkts und zeigen dir, welche Karrierewege es für Juristen gibt. Außerdem berichtet e-fellow Katharina, warum sie sich gegen das Staatsexamen und für den Bachelor of Laws entschieden hat.

Erfahrungsbericht (Medizin): Wo Einmalhandschuhe keine sind – meine Famulatur in Vietnam

Donnerstag, den 16. Juni 2011
Erfahrungs- bericht

Keine Kühleinrichtung für Knochenteile? Kein Problem, dann wird das Schädeldach eben solange im Bauchraum des Patienten gelagert. e-fellow Yannic arbeitete vier Wochen lang in einem Krankenhaus in Vietnam. Dort erlebte er nicht nur vietnamesische Herzlichkeit, sondern lernte auch, wie Medizin funktioniert, wenn das Budget minimal ist.

Zeitraum und Ort
Mitte Februar 2010 bis Mitte März 2010, University for Pharmacy and Medicine in Thai Nguyen, Vietnam

e-fellows.net-Stipendiat Yannic (25) ist Student der Humanmedizin an der medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden. Zusammen mit einem befreundeten Kommilitonen absolvierte er einen Teil seiner Famulatur an der University for Pharmacy and Medicine in Thai Nguyen, Vietnam.

Die Universität in Thai Nguyen ist eine Partneruniversität der Medizinischen Fakultät in Dresden. Die ganze Planung im Vorfeld regelten wir per E-Mail mit Frau Phoung, der Betreuerin für ausländische Studenten in Thai Nguyen. Prof. Peter Dieter, der Auslandsbeauftragten der Medizinischen Fakultät in Dresden, vermittelte uns den Kontakt. Wir kommunizierten ausschließlich auf Englisch miteinander, sowohl schriftlich als auch später während der Arbeit im Krankenhaus.

Mein Kommilitone und ich hatten zu diesem Zeitpunkt beide das fünfte Semester erfolgreich abgeschlossen. Vorrausetzung für die Teilnahme war der erfolgreiche Abschluss der 1. Ärztlichen Prüfung. Den Flug und die Unterbringung vor Ort mussten wir selbst bezahlen.

Allgemeine Freude über unsere Anwesenheit
Nach unserer Ankunft in Thai Nguyen begrüßte uns Frau Phoung herzlich mit Reiswein und vietnamesischer Schokolade in ihrem Büro. Anschließend führte sie uns über das Universitätsgelände und wir besichtigten das Krankenhaus. Von allen Seiten wurden wir begeistert begrüßt.
Yannic und Kommilitone Till in Vietnam Diese Freundlichkeit sollte auch die nächsten Wochen über anhalten. Für die Vietnamesen war es eine Ehre, Studenten aus Deutschland in ihrem Krankenhaus begrüßen zu dürfen. Es stellte sich heraus, dass sich nicht viele Europäer nach Thai Nguyen verirren. Die meisten Studenten aus dem Ausland arbeiten im angesehenen Deutsch-Vietnamesischen-Krankenhaus in der Hauptstadt Hanoi.

Nicht Zwei-Bett-Zimmer sondern Zwei-Patienten-Betten
Unser erster Eindruck war schockierend, bestätigte aber unsere Vorahnungen. Wir bekamen ein Krankenhaus zu sehen, dass seine beste Zeit lange hinter sich hatte.

Gang auf Station - University for Pharmacy and Medicine in Thai Nguyen, Vietnam

Es bestand aus mehreren einzelnen Häusern, welche durch klosterartige Gänge miteinander verbunden waren. Die einzelnen Patientenzimmer hatten drei bis vier Betten und schienen ausreichend groß zu sein. Erst später wurde uns klar, dass in den Betten nicht nur ein Patient lag, sondern zwei bis drei. Fenster aus Glas gab es keine, lediglich Verschläge aus Holz. Wir mussten uns anstrengen, unsere Überraschung nicht zu deutlich zu zeigen.

Die etwas andere Lagerung von körpereigenem Gewebe
Wir verbrachten jede Woche auf einer anderen Station. Unsere Famulatur begann im Operationssaal Nummer 1. Aufgrund unserer rudimentären praktischen Fähigkeiten durften wir leider nicht assistieren. Die Verständigung auf Englisch gestaltete sich mit manchen Kollegen doch schwerer als erwartet, so dass sie auf theoretischer Ebene oft sehr oberflächlich blieb. Doch immerhin konnten wir im OP zuschauen. Wir sahen einen tennisballgroßen Schilddrüsentumor, den wir in Deutschland so wahrscheinlich nie hätten sehen können. Was uns aber am eindrücklichsten in Erinnerung blieb, war die Operation eines kleinen Jungen mit einer Blutung im Kopf: Um den Behandlungsverlauf zu beobachten, wurde ihm ein Teil des Schädeldachs für zwei Wochen entfernt. Da es im Krankenhaus keine Kühleinrichtungen für Knochenteile gab, wurde dem Jungen das Knochenstück zur Überbrückung kurzerhand in den Bauchraum eingenäht. Auf diese Weise wird dort körpereigenes Gewebe vorübergehend gelagert.

OP-Saal 1 - University for Pharmacy and Medicine in Thai Nguyen, Vietnam

Nach der Chirurgie ging es weiter in die Innere Medizin. Wir lernten einen sehr engagierten jungen Arzt kennen. Wir durften ihn bei der Untersuchung der Patienten begleiten und anschließend besprach er mit uns das Krankheitsbild. Wir hörten Herzfehler mit dem Stethoskop ab und prüften Leberzeichen am Körper. Oft gingen wir danach noch gemeinsam einen Tee trinken. Das lockte immer viele interessierte Studenten an, die sich mit uns unterhalten wollten und uns einluden, am Abend mit ihnen Karaoke singen zu gehen.

Lernen von Krankenschwestern
In Vietnam verabreichen – im Gegensatz zu Deutschland – die Krankenschwestern Injektionen und nehmen Blut ab. Da wir das auch lernen wollten, begleiteten wir an manchen Tagen das Pflegepersonal und legten Zugänge. Dabei waren wir stets von acht bis zehn Studenten umringt, die sich unseren Umgang mit der Spritze nicht entgehen lassen wollten. Wir erfuhren von den Schwestern, dass die Angehörigen der Patienten ihre kranken Verwandten Tag und Nacht pflegen müssen, da dies in Vietnam nicht Aufgabe des Pflegedienstes ist.

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Mediziner-Wissen? Weitere Artikel zu Studium, Karriere und Forschung findest du in der Rubrik "Medizin".

Unsere letzte Station war die Pädiatrie. Dort durften wir sogar Zugänge an den Venen des Kopfes von Neugeborenen legen. Wir lernten, die Kinder richtig zu halten und ihnen Essen über die Magensonde zu verabreichen. Alles in allem eine der schönsten Erfahrungen innerhalb der vier Wochen.

Ein weiteres Highlight für uns war, dass wir den vietnamesischen Medizinstudenten einen Englisch-Kurs geben durften. Dabei forderten wir die Studenten auf, Begriffe zu sammeln, die sie mit Deutschland verbinden. Was am Ende der Stunde an der Tafel stand, war genauso vorhersehbar wie völkerverständigend: Bier, Autobahn und Oktoberfest.

Englisch-Kurs an der University for Pharmacy and Medicine in Thai Nguyen, Vietnam

Mein Fazit
In einer vierwöchigen Famulatur in Deutschland hätten wir wohl mehr Praxiswissen erwerben können. Dennoch wird uns die Famulatur definitiv in positiver Erinnerung bleiben.

Wir lernten ein neues Land, neue Menschen und eine ganz andere Kultur kennen. Und ein Gesundheitssystem, in dem es sich der Staat nicht leisten kann, mehr als etwa 20 Euro pro Jahr für die Gesundheit jedes einzelnen Bürgers auszugeben. Im Vergleich dazu waren es 2008 in Deutschland 3.210 Euro. In Vietnam müssen sogar Einmalhandschuhe mehrmals benutzt werden. Dieses Wissen gab mir einen ganz anderen Blick auf unser Gesundheitssystem und lehrte mich, nicht alles selbstverständlich hin zu nehmen. Für diese Erfahrung bin ich sehr dankbar. Ich kann jedem nur raten, eine Famulatur in einem Land zu machen, in dem nicht so hohe Standards herrschen, wie hier in Deutschland.

Andere Mediziner treffen? In der Mediziner-Gruppe kannst du Fragen stellen oder Kontakt zu anderen Medizinern aufnehmen.

Erfahrungsbericht (Freshfields): Große Chancen in großer Kanzlei

Dienstag, den 14. Juni 2011
Erfahrungs- bericht

Männerdomäne Anwaltsberuf? Von wegen! Beim Power Breakfast mit Freshfields erfuhr e-fellow Katharina nicht nur, wie vielversprechend die Einstiegschancen für junge Frauen in Großkanzleien sind. Sie lernte auch die Vorzüge einer Großkanzlei kennen: Dank einer eigenen IT-Abteilung und blitzschneller Hilfe durch Bibliotheksmitarbeiter kann man sich bei Freshfields nämlich ganz auf seine juristische Arbeit konzentrieren.

Titel der Veranstaltung
Power Breakfast mit Freshfields Bruckhaus Deringer

Datum und Ort
20. Mai 2011 von 10 bis 13 Uhr im Düsseldorfer Büro von Freshfields Bruckhaus Deringer

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
24 Teilnehmerinnen, zwei Partnerinnen von Freshfields,  Dr. Hildegard Bison (Gesellschaftsrecht/M&A) und Dr. Andrea Lensing-Kramer (IP/IT) sowie die Notarin Dr. Carolin Opgenhoff und außerdem vier Anwältinnen, die als Associate bei Freshfields tätig sind: Iris Wagenmann, Stefanie Sieger, Celine Meißner und Dr. Laura Dierking.

Die Location
Die Düsseldorfer Niederlassung von Freshfields Bruckhaus Deringer, einer international tätigen Wirtschaftskanzlei, liegt zentral in der Nähe der Altstadt und des Rheins. Nachdem uns die Personalchefin Hedi Ruth Osenberg persönlich begrüßt hatte, konnten wir im Besprechungsraum in der sechsten Etage die wundervolle Aussicht über Düsseldorf genießen. Auf den Tischen standen leckere Joghurts, Früchte und Bagels.

e-fellows.net-Stipendiatin Katharina (23) ist Studentin der Rechtswissenschaften an der Universität Osnabrück. Dazu absolviert sie eine wirtschaftswissenschaftliche Zusatzausbildung und eine Fremdsprachausbildung in Spanisch.

Ich war mit hohen Erwartungen und einer gewissen Unsicherheit angereist. Nach der Vorstellungsrunde aller Teilnehmerinnen stellte ich aber beruhigt fest, dass ich nicht die Einzige war, die noch nicht promovierte. Auch andere Teilnehmerinnen steckten wie ich mitten in der Examensvorbereitung. Schon während der Vorstellungsrunde war jeder dazu aufgefordert, besondere Erwartungen an die Veranstaltung sowie konkrete Interessen zu nennen.

Vieldiskutierte Frauenquote
Nachdem sich alle Teilnehmerinnen vorgestellt hatten, berichteten die Referentinnen der Reihe nach über ihren beruflichen Werdegang, ihre Aufgabengebiete und den Ablauf eines Arbeitstags bei Freshfields. Dabei wurde deutlich, dass es heutzutage wesentlich mehr hochqualifizierte und begabte Anwältinnen in der "Männerdomäne Anwaltsberuf" gibt als noch vor einigen Jahren. Nicht nur wegen der heiß diskutierten "Frauenquote" sind die Einstiegschancen für junge Frauen in Großkanzleien vielversprechend.

Wenn man Anwältin bei Freshfields werden will, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass man keinen üblichen "Nine-to-Five-Job" haben wird. Dass die Regelarbeitszeit bei ungefähr 60 Stunden in der Woche liegt, hat mich nicht überrascht. Ich war jedoch erstaunt, mit welcher Selbstverständlichkeit die anwesenden Associates die Arbeitsbelastung hinnahmen. Sie empfanden es keineswegs als Nachteil, ihre Freizeitaktivitäten in die Mittagspause zu legen und abends auch mal bis 22 Uhr am Schreibtisch zu sitzen.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf war ein großes Thema. Laut den Unternehmensvertreterinnen sei es möglich, eine Familie zu gründen und weiter bei Freshfields zu arbeiten. Dies erfordere jedoch einen sehr hohen Grad an Organisation und Flexibilität. Freshfields bietet generell für Mütter und Väter die Möglichkeit, die Elternzeit zu nutzen und in Absprache mit dem jeweiligen Team in Teilzeit zu arbeiten.

Einstiegsmöglichkeiten bei Freshfields
Viele fragten nach den Einstiegsmöglichkeiten und –voraussetzungen bei Freshfields. Nach Meinung der Referentinnen ist es für beide Seiten sinnvoll, schon im Referendariat eine Station bei Freshfields zu machen. Der Einstieg als Praktikant ist etwa ab dem 5. Semester sinnvoll, da vorher der Wissensstand noch nicht ausreicht, um sinnvoll mitarbeiten zu können.

Kontakt zu Freshfields Bruckhaus Deringer aufnehmen?
In der Community-Gruppe "Inside Freshfields" kannst du deine Fragen direkt an Unternehmensvertreter stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Freshfields kontaktieren.

Welchen Stellenwert hat ein Doktortitel?
Für einen Referendariatsplatz oder eine Festanstellung ist ein Prädikatsexamen unerlässliche Einstellungsvoraussetzung. Interessant zu hören war, dass ein Doktortitel zwar in Deutschland immer noch einen hohen Stellenwert hat, bei Auslandskontakten dagegen meist gar nicht erwähnt wird. Englisch ist bei Freshfields "Amtssprache". Um seine Englischkenntnisse zu verbessern, kann man bei Jobantritt während der ersten acht Wochen seines Arbeitslebens einen Intensiv-Sprachkurs in London absolvieren.

Konzentration auf das Wesentliche
Beeindruckend fand ich auch die professionelle Ausstattung der Kanzlei mit eigener IT-Abteilung und einer Bibliothek, deren Mitarbeiter die angeforderten Urteile blitzschnell liefern. Hier wurde erneut der Unterschied zu einer "Wald- und Wiesenkanzlei" deutlich: Bei Freshfields kann man sich auf die reine juristische Tätigkeit konzentrieren und wirtschaftlich und inhaltlich höchst interessante Fälle bearbeiten.

Fazit
Die Ansichten darüber, ob man in einer Großkanzlei wie Freshfields arbeiten will, gehen weit auseinander. Ich kann jedem nur empfehlen: Guckt es euch selbst an und ihr werdet überrascht sein, dass viele eurer Vorurteile gegen Großkanzleien nicht zutreffen. Dort arbeiten keine Roboter, sondern nette, offene Menschen!

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Die zehn beliebtesten Fragen zum Praktikum aus der Community

Freitag, den 10. Juni 2011
Judith

Hast du dich auch schon öfter gefragt, welche Unternehmen ihre Praktikanten am besten bezahlen? Damit bist du nicht allein. Auch in der e-fellows.net community sorgt das Praktikum für Diskussionen. Wie soll ich mit einem schlechten Zeugnis umgehen? Und welche Unternehmen bieten Auslandspraktika an? Wir haben die zehn beliebtesten Fragen gesammelt:

1. Was habt ihr im Praktikum verdient?

2. Wie lange sollte ein Praktikum mindestens sein, dass es im Lebenslauf einen guten Eindruck macht?

3. Wo gibt's das bestbezahlte Praktikum Deutschlands?

4. Wie sind Langzeitschäden von exzessiven Arbeitszeiten in jungen Jahren einzuschätzen?

5. Welche (e-fellows-Partner-)Unternehmen bieten Auslandspraktika an?

6. Soll ich auch ein schlechtes Praktikumszeugnis bei der nächsten Bewerbung nutzen?

7. Wie viel gibt's für's Praktikum bei der Unternehmensberatung?

8. Warum bekomme ich bei meiner Suche nach einem Praktikum nur Absagen?

9. Erst Bachelor, dann Praktikant?

10. Was tun, wenn der Praktikumsvertrag vom Unternehmen gebrochen wird?

Praktikums-Ratgeber der e-fellows.net-Redaktion
Natürlich beschäftigen sich auch die e-fellows.net-Redakteure mit Fragen rund um's Praktikum. Wir sind der Frage auf den Grund gegangen, ob es sinnvoll ist, nach dem Studium noch ein Praktikum zu machen und geben dir Tipps, wie dein Praktikum zum Erfolg wird. In unserer Praktikumsbörse, könnt ihr dann gleich nach den richtigen Angeboten suchen. Und damit bei der Bewerbung auf den Wunschplatz nichts mehr schief geht, lohnt sich der Blick in unseren Bewerbungsratgeber. Deinem erfolgreichen Praktikum sollte nichts mehr im Wege stehen.

Erfahrungsbericht (Bundestreffen 2011): Mit der Badewanne von Baum zu Baum

Mittwoch, den 8. Juni 2011
Christine

Beim Bundestreffen 2011 in Karlsruhe ging es hoch hinaus: Während die e-fellows den ersten Anstieg zum Durlacher Turm noch mit der Bahn zurück- legten, schwangen sie sich im Kletterpark von Baum zu Baum und ließen sich in der Badewanne durch die Luft kutschieren. Das ideale Training für die abendliche Kneipentour – die in einer Strandbar über den Dächern der Stadt startete.

Immer den Sonnenstrahlen nach
Es ist Freitagnachmittag und nach und nach trudeln e-fellows aus ganz Deutschland in der Jugendherberge ein. Ich freue mich, alte Bekannte wiederzusehen und die e-fellows kennenzulernen, die ich bisher nur von den Profilbildern aus der Community kenne. Nach ersten Gesprächen brechen wir zu einer Stadtführung auf.

Wir folgen den Sonnenstrahlen in Form von goldgelben Fliesen, die sternförmig auf das Karlsruher Schloss zulaufen. Für den Ausblick über Karlsruhe nehmen wir die 158 Stufen auf den Schlossturm gerne in Kauf. Weitere Highlights der Stadtführung sind der wunderschöne Botanische Garten und das Bundesverfassungsgericht.

Zum Abschluss besichtigen wir den Turmberg von Durlach und haben jetzt Karlsruhe wirklich aus allen Perspektiven gesehen. Wie gut, dass die Karlsruher City Group bereits ein Restaurant ausgesucht und Begrüßungscocktails bestellt hat!

Ins Mittelalter und wieder zurück
Nach dieser Stärkung machen wir uns auf zur Nachtwächterführung durch die Durlacher Altstadt – und lernen, dass die Nachtwächter früher sogar die Uhrzeit ausrufen mussten. In unser Jahrhundert zurückgekehrt, ziehen wir durch die Kneipen, schlürfen Cocktails und diskutieren bis in die Nacht hinein über Studium und die Welt.

Türme aus Getränkekästen und mathematische Rätsel
Am Samstagmorgen ist im Frühstückssaal ein allgemeines Ächzen zu vernehmen, weil wir schon um 8.30 Uhr aufbrechen sollen. Aber Sonnenschein und die Aussicht auf einen abwechslungsreichen Tag im Kletterpark machen das schnell wett.

Vormittags steht eine Abenteuer-Rallye im Wald auf dem Programm. In kleinen Gruppen steigen wir Kletterwände hoch, bauen Türme aus Getränkekästen, lösen mathematische Rätsel und versuchen uns im Balancieren auf einer Slackline.

Mit der Badewanne von Baum zu Baum
Nach einer kurzen Verschnaufpause dürfen wir nachmittags nach Lust und Laune im Hochseilgarten klettern. Neben dem klassischen Drahtseil sind auch Badewanne, Skier und Steigbügel im Angebot, um von einem Baum zum nächsten zu kommen. Abends treffen wir uns müde und zufrieden zum gemeinsamen Barbecue wieder im Park. Was wir mitnehmen? Die Erinnerung an einen wunderbaren Tag – und einige blaue Flecken.

Cocktails über den Dächern von Karlsruhe
Klar, dass wir den lauen Sommerabend zusammen ausklingen lassen! Da wir luftige Höhen mittlerweile gewohnt sind, starten wir die Nacht in einer Strandbar über den Dächern Karlsruhes. Am nächsten Morgen können wir ausschlafen und lassen das Wochenende mit einem Brunch im traditionellen Bräukeller ausklingen. Neben Croissants, Lachs und Braten steht auch ein ganzes Fass hausgebrautes Bier bereit. Nur ungern treten die e-fellows nach und nach ihre Heimreise an.

Bis nächstes Jahr!
Das Bundestreffen 2011 war der Wahnsinn, die e-fellows sind einfach ein unglaublich netter Haufen. Ich freue mich schon jetzt aufs nächste Jahr – und es würde mich wundern, wenn ich die einzige wäre! Vielen herzlichen Dank an die Organisatoren, die Karlsruher City Group!

Bundestreffen 2011: der Film
Billionen von Gehirnzellen unter sich: Im Film zum Bundestreffen verraten die e-fellows, was ihnen das Stipendium bringt.