Monatsarchiv für Mai 2011

Die Top 10 Fragen zum Investment-Banking: Arbeitszeiten, Einstiegsgehälter & Co.

Dienstag, den 31. Mai 2011
Judith

Wie komme ich ins Investement-Banking? Wie hoch sind die Einstiegsgehälter? Und wie lange muss ich gesetzlich arbeiten? Das Investment Banking ist für viele e-fellows hoch attraktiv. Die zehn beliebtesten Fragen zum Banking aus der e-fellows.net community haben wir für euch gesammelt:

1. Gibt es für's Banking ein Arbeitszeitengesetz?

2. Wie hoch sind die Einstiegsgehälter im Investment-Banking?

3. Wie viel seid ihr bereit zu arbeiten?

4. Soziales Engagement ist bei der Bewerbung irrelevant – zeigt das ein Defizit der Investmentbanking-Branche?

5. Wie schwer ist es, ins Investment-Banking reinzukommen?

6. Wie kann ich bei einem stressigen Job Kraft tanken?

7. Wie werde ich ein Banking-Experte?

8. Frauen im Banking: Freiwild für die Vorgesetzten?

9. Kann ich froh sein, dass mein Traum vom Investmentbanking geplatzt ist?

10. Und wenn man wieder raus will: Gibt es eine Exit-Strategie?

Für alle, die es genauer wissen wollen
Jetzt interessierst du dich erst recht fürs Investment Banking? In unseren Brancheninfos erfährst du, was ein Investment-Banker eigentlich macht. Und wer das alles gerne etwas mathematische aufbereitet haben möchte, für den haben wir nachgezählt, wie viele unserer Stipendiaten eigentlich ins Investment Banking wollen.

Networking mit Wind in den Segeln – die Regatta der ESCP Europe

Montag, den 30. Mai 2011
Erfahrungs- bericht

Blaues Meer, knatternde Segel und eine Party in Weiß: Bei der alljährlichen Segel-Regatta der ESCP Europe in Italien sitzen Studenten, Dozenten und Sponsoren buchstäblich in einem Boot. So macht Networking Spaß – doch hinter der Organisation des Events steckt auch eine Menge Arbeit, berichten die drei e-fellows.net-Stipendiaten Matthias, Florian und Andreas.

Drei der Organisatoren der ESCP-Europe-RegattaDie e-fellows.net-Stipendiaten Matthias (26), Florian (26) und Andreas (25) machen ihren zweijährigen Master in Management an der ESCP Europe in London, Paris und Berlin – und organisierten dieses Jahr ein viertägiges Regatta-Event, an dem auch viele Stipendiaten und Alumni von e-fellows.net teilnahmen.

Der Startschuss für die Organisation der alljährlichen Segel-Regatta der ESCP Europe fällt schon sechs Monate im Voraus. Es gilt, Sponsoren zu gewinnen, Segelboote und Hotelunterkünfte zu organisieren, Event-Locations auszuloten und vor allem, die in der ganzen Welt verstreuten Alumni zu informieren – ebenso wie die Studenten an allen fünf Standorten der ESCP Europe in Paris, London, Berlin, Madrid und Turin.

Die Regatta der ESCP Europe

700 Anmeldungen in 20 Minuten
Während die erste Regatta vor vier Jahren noch ein recht kleines, auf den Turiner Campus beschränktes Event war, haben im letzten Jahr auf Capri bereits 250 Alumni und Studenten teilgenommen. Doch das Interesse von Teilnehmern und Sponsoren stieg weiter, und so nahmen in diesem Jahr mit 480 Angemeldeten fast doppelt so viele teil wie im Jahr zuvor. Das Interesse war sogar so überwältigend, dass wir für die viertägige Veranstaltung binnen 20 Minuten mehr als 700 Anmeldungen registrierten und eine lange Warteliste anlegen mussten. Schließlich musste die ganze Regatta nach Ischia umziehen, da der Hafen von Capri die vielen Booten nicht mehr bewältigen konnte.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen
Diese Ausweitung des Events bedeutete auch deutlich mehr Arbeit für das zwanzigköpfige Organisationkomitee, dem auch wir in diesem Jahr angehörten. Nach monatelanger Vorbereitung war es Mitte Mai soweit: Die vierte Auflage der Regatta ESCP Europe begann. Während Andreas sich noch um die Konzert-Bühne im Hafen von Ischia sowie die Hotelzimmer für die VIP-Gäste und Sponsoren kümmerte, nahmen Florian und Matthias am Bahnhof und am Flughafen von Neapel die ankommenden Teilnehmer in Empfang. Neben Studenten-Gruppen, die hauptsächlich von den Standorten der ESCP Europe aus London, Paris, Berlin, Turin und Madrid anreisten, war es besonders spannend zu sehen, woher die zahlreichen Alumni kamen: Von Dublin über Kopenhagen bis nach Kiew war nahezu ganz Europa vertreten.

Netzwerken auf hoher See bei der Regatta der ESCP Europe

Von Neapel nach Ischia – Netzwerken auf hoher See
Mit einem Cocktail-Empfang auf der Dachterrasse eines Segelclubs mit Blick auf den Yachthafen von Neapel wurde das Event eingeläutet. Neben Vertretern der Haupt-Sponsoren ließ es sich auch der französische Konsul von Neapel nicht nehmen, einige Worte zur Eröffnung des Events einer französischen Grande École vor seiner Haustüre zu sagen. Bis zur späten Stunde nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, in gemütlichem Ambiente neue Kontakte zu knüpfen.

Auf hoher See sitzen alle in einem Boot
Gestärkt mit Nutella-Broten und mit einem Lunchpaket im Gepäck, machten sich die 480 Teilnehmer verteilt auf 42 Segelyachten am nächsten Morgen auf die Überfahrt von Neapel nach Ischia. Ob Student, Dozent, Sponsor oder Alumnus, auf hoher See saßen alle in einem Boot und zogen an einem Strang – beziehungsweise Seil – und lernten sich somit richtig gut kennen. Wir trafen zur gleichen Zeit bereits die letzten Vorbereitungen für die Ankunft der Boote und das Live-Konzert am Abend.

Die Teilnehmer stechen in See
Am Samstag endlich der Höhepunkt des Wochenendes: die Segel-Regatta. Zwar waren die Windbedingungen nicht ideal, doch jede Boots-Crew bewies Teamgeist. Die Gewinner konnten sich über Preise wie ein Wochenende im Spa-Hotel auf Sardinien oder eine Woche auf einer Luxus-Segelyacht im Golf von Neapel freuen. Speziell für die deutschsprachigen Teilnehmer gab es noch einen besonderen Leckerbissen: einen Cocktail-Empfang auf der Terrasse eines der besten Hotels der Insel, und damit die Möglichkeit, erste Kontakte für Praktika oder den Berufseinstieg bei einer internationalen Unternehmensberatung zu knüpfen, die – neben weiteren interessanten Firmen – Hauptsponsor des Events war.

Abschluss ganz in Weiß
Die abschließende Gala-Party mit dem Dresscode "White with a touch of your nationality" hat sich bereits zu einem Markenzeichen der Regatta ESCP Europe entwickelt. In diesem Jahr fand sie vor einer traumhaften Kulisse aus ins Meer ragenden Felsen direkt am Wasser statt. Während die einen Teilnehmer erschöpft auf den Liegestühlen Platz nahmen, tanzten andere munter weiter bis tief in die Nacht. In einem waren sich alle einig: 2012 sind wir wieder dabei! Für uns ein entschädigendes Feedback für die harte Arbeit und genügend Motivation, auch im nächsten Jahr mitzuhelfen, das Event auf ein neues Level zu heben!

Erfahrungsbericht (Hengeler Mueller): Kartellrecht und Fusionskontrolle

Freitag, den 27. Mai 2011
Erfahrungs- bericht

Zusammen mit 28 anderen Juristen hatte e-fellow Jan Henning die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen einer der führenden deutschen Großkanzleien zu werfen – bei dem von Hengeler Mueller in Brüssel veranstalteten Workshop "Kartellrecht und Fusionskontrolle".

Titel der Veranstaltung
Workshop Kartellrecht und Fusionskontrolle

Datum und Ort
5. und 6. Mai, Standort der Kanzlei in Brüssel

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
29 Teilnehmer, Unternehmensvertreter von Hengeler Mueller: Dr. Alf-Henrik Bischke, Partner; Hannah Ehlers, Associate; Dr. Hendrik Reffken, Associate; Dr. Markus Röhrig, Partner; Daniel Zimmer, Associate

e-fellow XYe-fellows.net-Stipendiat Jan Henning (27) studierte in Osnabrück Jura mit wirtschaftswissenschaftlicher Zusatzausbildung. Beim Workshop mit Hengeler Mueller konnte sich der Promotionsstudent ein Bild der Kanzlei machen und schon mal seine Chancen auf ein späteres Referendariat ausloten.

Gestaltung des Workshops und Teilnahmemotivation
Das Kartellrecht spielt in der juristischen Ausbildung keine entscheidende Rolle. Von einigen Universitäten wird es allenfalls im Rahmen der Schwerpunktausbildung angeboten und abgeprüft. Dies steht meines Erachtens in keinem Verhältnis zur praktischen Relevanz des Kartellrechts bei der späteren Tätigkeit als Wirtschaftsanwalt.

Ziel des Workshops war es natürlich nicht, diesem Mangel abzuhelfen, der in der juristischen Prüfungsordnung wurzelt. Vielmehr sollte es darum gehen, bei den Teilnehmern – die überwiegend ihre Erste Juristische Prüfung bereits absolviert hatten – Aufmerksamkeit und Interesse am Kartellrecht zu wecken. Der Teilnehmerkreis wurde von Hengeler Mueller dabei bewusst klein gehalten. Dies führte schnell zu einer sehr angenehmen Atmosphäre unter den Teilnehmern und ermöglichte es, während des Workshops jederzeit mit den beteiligten Anwälten Kontakt aufzunehmen.

Obwohl ich selbst durch mein Studium sowie meine jetzige Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand bereits einige Vorkenntnisse im Kartellrecht hatte, erhoffte ich mir, über den Workshop Einblicke in die praktische anwaltliche Tätigkeit im Kartellrecht zu gewinnen. Darüber hinaus war ich daran interessiert, mich bereits jetzt nach den beruflichen Perspektiven bei einer größeren wirtschaftsorientierten Kanzlei wie Hengeler Mueller zu erkundigen. Gerade in meinem jetzigen Ausbildungsstadium war der Workshop eine ideale Gelegenheit, die Möglichkeit auszuloten, die spätere Anwalts- oder Wahlstation im Referendariat in einem der Büros von Hengeler Mueller zu absolvieren.

Interesse an Hengeler Mueller?
In der Hengeler Mueller-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Hengeler Mueller kontaktieren.

Dawn raids und Kronzeugen – das Kartellverbot in der anwaltlichen Praxis
Der Workshop wurde eröffnet mit einer allgemeinen Einführung in das Kartellrecht. Danach standen am ersten Tag noch zwei weitere Themen auf dem Programm: Neben der Marktabgrenzung ging es um die anwaltliche Mitwirkung bei den sogenannten "dawn raids" der Kartellbehörden. Das sind Durchsuchungen bei verdächtigen Unternehmen "im Morgengrauen". Ein weiteres Thema war die strategische Inanspruchnahme von Kronzeugenprogrammen durch Kartellbeteiligte mit dem Ziel der Bußgeldreduktion. Gerade in diesem Teil des Workshops konnten uns die Anwälte von jeder Menge interessanter und teilweise erstaunlicher Vorgänge berichten, die sie in ihrer praktischen Tätigkeit erlebt haben.

Das Programm des ersten Tages wurde mit einem gemeinsamen Abendessen abgerundet. Hier bestand für alle Teilnehmer die Gelegenheit, mit den Anwälten von Hengeler Mueller in ungezwungener Atmosphäre ins Gespräch zu kommen.

Kartellrechtliche Fallstudien
Besonders interaktiv startete dann der zweite und letzte Tag des Workshops. Unsere Aufgabe war es nun, in zwei Fallstudien selbst kartellrechtliche Verhandlungen zum Thema Vertriebsabsprachen zu führen. Die Verhandlungsstrategie bereiteten wir zunächst in Kleingruppen unter Anleitung je eines Anwalts aus dem internationalen "Hengeler-Mueller-Best-Friends-Netzwerk" vor. Anschließend erörterten wir auf Englisch die Positionen mit den gegnerischen Parteien. Diese Fallstudien waren für mich der spannendste Teil. Es hat allen Teilnehmern viel Spaß gemacht, innerhalb des kartellrechtlichen Rahmens wirtschaftliche Argumentationen zu entwickeln und in der Verhandlungssituation spontan auf die Gegenseite zu reagieren.

Anschließend stellten die Anwälte noch einmal die berufliche Laufbahn bei Hengeler Mueller im Detail dar und gaben auch zu allen weiteren Fragen im Zusammenhang mit Einstellung und Beschäftigungsrahmen gerne Auskunft. Besonders hervorzuheben ist hier ein besonderes Kooperationsprogramm zwischen der Kanzlei und der Universität St. Gallen. Associates nehmen neben der Kanzleitätigkeit an diesem Fortbildungsprogramm teil und können dort Credit Points sammeln, die dann auf einen MBA angerechnet werden können.

Individuelle Gespräche
Das i-Tüpfelchen auf dem zweitägigen Workshop war die Gelegenheit zum Gespräch mit einem der Anwälte von Hengeler Mueller. Ich fand es bemerkenswert, dass sich in meinem Fall ein Partner sogar eine gute Stunde Zeit genommen hat, um alle meine noch offenen Fragen in vertraulicher und angenehmer Atmosphäre zu beantworten. Hier hatte man als Teilnehmer noch einmal eine sehr gute Gelegenheit, etwa die Frage nach Referendariatsperspektiven anzusprechen und sich darüber hinaus vertieft nach Arbeitsweise und Berufslaufbahn bei Hengeler Mueller zu erkundigen.

Fazit
Der Workshop war eine überaus gelungene Veranstaltung. Die Einbindung der Teilnehmer, das Engagement und die Offenheit der Anwälte und ganz besonders das persönliche Gespräch haben meine Erwartungen an eine Veranstaltung dieser Art deutlich übertroffen. Hengeler Mueller hat sich in den zwei Tagen als moderne und professionelle wirtschaftsrechtliche Sozietät präsentiert, die als Beratungsdienstleisterin natürlich die Interessen des Mandanten in den Vordergrund stellt, allerdings ohne dabei den Blick für den Lebensweg des einzelnen Mitarbeiters aus den Augen zu verlieren. Die Verbindung aus praxisbezogenem Einblick in die Welt des Kartellrechts und der Möglichkeit, die Kanzlei besser kennenzulernen, machte den Workshop für mich zu einem vollen Erfolg.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Frühlingsgefühle bei den e-fellows – die zehn beliebtesten Fragen zu Liebe, Beziehung und Co.

Freitag, den 27. Mai 2011
Judith

Sind Singles erfolgreicher? Haben wirklich alle Berater Projektfreundinnen? Und werden Fernbeziehungsführer bei der Jobvergabe bevorzugt? Fragen zum Gefühlsleben der e-fellows sind in der e-fellows.net community keine Seltenheit. Wir haben die zehn beliebtesten Fragen rund um Liebe, Sex und Beziehung gesammelt:

1. Treue: Mein Freund, mein Feind – Wie arrangiert man sich mit den Sünden des Alltags?

2. Ist das Thema Verhütung ein Beziehungskiller?

3. Wie stehen die e-fellows zu Pornos?

4. Soll ich der Freundin sagen, dass ihr Freund sie mit mir betrogen hat?

5. Ist ewige Treue möglich?

6. Sind Singles erfolgreicher?

7. Wie viele e-fellows leben in einer Beziehung?

8. Wie verbreitet sind eigentlich Projektfreundinnen und -freunde?

9. Bevorzugen Arbeitgeber Bewerber, die in einer Fernbeziehung leben?

10. Soll ich meinem Kinderwunsch nachgeben oder mich erstmal um die Karriere kümmern?

Beziehungstipps aus der Redaktion
So intensiv wie die e-fellows in der Community hat sich unsere Redaktion zwar noch nicht mit dem Thema Liebe und Beziehung auseinandergesetzt, aber ein paar hilfreiche Tipps haben wir natürlich trotzdem für euch.
Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen ist nicht immer leicht, da ist gutes Zeitmanagement gefragt. Eine Studie fand heraus, dass Begabte sich in der Partnersuche schwerer tun. Und wer in einer Beziehung lebt und trotzdem Karriere machen will, ist mit einer Fernbeziehung gut beraten. Wem das immer noch zu einsam ist, für den gibt es sogenannte Dual Career Services. Trotzdem sollte man vor lauter Liebe im Büro nicht vergessen, auf die Work-Life-Balance zu achten.

Erfahrungsbericht (Deutsche Botschaft Paris): Auf den Spuren von Bismarck in Paris

Donnerstag, den 26. Mai 2011
Erfahrungs- bericht

Eine Kapelle, die im Garten der Botschaft eine berühmte Pariser Prachtstraße besingt und leicht irritierte Franzosen – der Tag der Deutschen Einheit ist auch in der Deutschen Botschaft in Frankreich etwas besonderes. Während ihrer drei Monate in Paris hat Caroline die Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland hautnah miterlebt.

In der Online-Bewerbungsmaske des Auswärtigen Amts kann man bis zu neun Auslandsvertretungen als Wunschort angeben, wobei alle Wünsche gleichberechtigt behandelt werden. Da bei der Deutschen Botschaft in Paris im Schnitt nur eine von 100 Bewerbungen Erfolg hat, hatte ich mir lange überlegt, ob ich diese überhaupt wählen sollte, oder ob ich mich doch nur auf Konsulate (davon gibt es mehr als Botschaften) im französischsprachigem Raum bewerben soll. Da Paris aber meine absolute Präferenz war, ließ ich mich nicht abschrecken. Und umso glücklicher war ich dann, als ich eines Morgens das Praktikumsangebot in meinem Postfach entdeckte. Ich sagte natürlich sofort zu und sollte es auch nicht bereuen.

e-fellow Astrid-Carolinee-fellows.net-Stipendiatin Astrid-Caroline (26) studiert Politik- und Sozialwissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Vor ihrem Praktikum in Paris war sie für zwei Semester am IHEID (Hochschulinstitut für internationale Studien und Entwicklung) in Genf.

Eine Großbotschaft mit zahlreichen Verflechtungen
Gleich an meinem ersten Arbeitstag bekam ich einen Mentor an die Seite gestellt, der mich während meines gesamten Praktikums betreute. Bei einer Führung durch die Botschaft erklärte er mir, dass die Deutsche Botschaft Paris mit ungefähr 190 Mitarbeitern eine der wenigen sogenannten Großbotschaften sei. Wegen der zahlreichen und intensiven Verflechtungen zwischen Deutschland und Frankreich auf politischer, wirtschaftlicher und kultureller Ebene gibt es ein hohes Maß an Informationsaustausch und es finden viele spannende Veranstaltungen statt.

Oben angekommen
Als wir auf der obersten Etage angekommen waren, sahen wir diese Verflechtungen nun auch bildlich vor uns. Direkt gegenüber vom Büro des Botschafters und des Gesandten befindet sich der Sitzungssaal. An dessen Wänden hängen Gemälde aller bisherigen Botschafter der Deutschen Botschaft Paris (mit Außnahme jener zu Zeiten des Nationalsozialismus) – auch Otto von Bismarck kann man dort entdecken.

Während ich meinen neuen Arbeitsplatz weiter erkundete, bekam ich einen ersten Einblick in die verschiedenen Abteilungen: Politik, Wirtschaft, Kultur, Presse und das Konsularwesen. Außerdem lernte ich die anderen Praktikanten und Referendare kennen. Ich selbst arbeitete in der Abteilung Politik.

Schwerpunkte: selber wählen!
Innerhalb meiner Abteilung wurden mir keine festen Aufgabenbereiche zugewiesen. Vielmehr hatte ich die Chance, in jeden der Aufgabenbereiche meiner Kollegen hineinzuschnuppern (wie zum Beispiel Europa-, Innen-, Sicherheits- und Sozialpolitik sowie das Protokoll). Meine Schwerpunkte konnte ich dann selbst festlegen. Besonders entscheidend ist dabei die Eigeninitiative.

Mitdenken und schnell sein
In einer so großen Botschaft, die sehr schnell auf unvorhersehbare Ereignisse reagieren muss (während meiner Zeit waren das zum Beispiel das Regierungsumbildung Sarkozys, die Wikileaks-Enthüllungen oder die erhöhte Gefahr eines Terroranschlags), muss man wirklich aktiv sein und mitdenken. Sonst wird es schwierig, interessante Arbeitsaufträge und Verantwortung zu bekommen. Meine Aufgaben waren dann aber sehr vielseitig: angefangen von der Analyse und Aufbereitung verschiedener Studien über Telefonate mit der Regierung von Frankreich und Monaco, um zum Beispiel Daten abzugleichen, bis zu den Vorbereitungen für die Verleihung eines Bundesverdienstkreuzes.

Tag der Deutschen Einheit in Paris
Es gab auch Aufgaben, die alle Praktikanten der einzelnen Abteilungen gemeinsam übernahmen. Dazu gehörte zum Beispiel die Organisation der Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit in der Residenz des Botschafters. Das ist das größte und wichtigste Ereignis des Jahres und daher ein richtiges Highlight. Jedes Jahr wird ein anderes Bundesland als Gastland eingeladen und bekommt die Gelegenheit, sich den geladenen französischen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Politik zu präsentieren.

Irritierte Franzosen und musikalische Württemberger
Während meines Praktikums stellte sich Baden-Württemberg vor: Im Foyer präsentierten sich Unternehmen wie Mercedes-Benz oder Bosch, und im Garten verwöhnte man die Gäste kulninarisch mit schwäbischen Maultaschen, Riesling aus der Region und Schwarzwälder. Musikalisch begleitet wurde dieser Soirée von einer schwäbischen Blaskapelle, die es sich nicht nehmen ließ, auch "Champs-Elysées" zu spielen. Der ein oder andere vornehme Pariser schien von soviel deutsche Kultur zu Beginn wohl etwas irritiert zu sein. Mit fortschreitender Stunde wichen die Fragezeichen auf der Stirn dann aber doch einem wohlwollenden Ausdruck.

Deutsche Diplomatie im 21. Jahrhundert
Innerhalb der Botschaft wird zwar Deutsch und auf Konferenzen manchmal auch Englisch gesprochen, doch die morgendliche Lektüre der französischen Presse ist Pflicht. Auch im Umgang mit der französischen Regierung wird auf die Frankophonie sehr viel Wert gelegt. Mein Arbeitstag fing offiziell um 8.30 Uhr an und dauerte bis 17.30 Uhr. Oft waren am Abend aber auch noch wichtige Veranstaltungen oder Konferenzen, sodass es auch schon mal 22 Uhr oder später werden konnte – aber wer kann schon einer Soirée oder einer privaten Führung durch das Musée Quai Branley widerstehen?!

Geschichten aus anderen Ländern
Ganz nach alter Tradition ist der Umgangston in der Botschaft sehr höflich und freundlich. Dadurch ist die Arbeitsatmosphäre sehr angenehm. In den Mittagspausen unterhält man sich beispielsweise über die neueste Museumsausstellung oder lauscht einfach gespannt den Erlebnissen seiner Kollegen, welche die Welt auf einmal ziemlich klein erscheinen lassen. Da die Mitarbeiter im Schnitt alle drei Jahre in ein anderes Land versetzt wird, erzählten meinen Kollegen viel aus anderen Ländern: von den Gepflogenheiten der Inder, der Lieblingsspeise in Saudi Arabien oder den Herausforderungen in Kolumbien.

Paris, Paris!
An dieser Stelle könnte ich Romane schreiben: über die wunderschön beleuchteten Champs-Elysées zur Vorweihnachtszeit, die liebevoll dekorierten Schaufenster der "Galeries Lafayettes", die prunkvollen Gebäude des französischen Ministeriums und die edle Residenz des Botschafters, die einst im Besitz Napoleons war. Auch von den leckersten Macarons, der sechs Stunden lange Schlange vor dem Grand Palais während der Monet-Ausstellung oder dem siebten Arrondissement, das mehr als nur den Eifelturm zu bieten hat, könnte ich ewig erzählen. Aber ich denke, jeder Versuch, eine Metropole wie Paris zu beschreiben tut ihr Unrecht, da Paris nicht beschrieben, sondern erlebt werden muss.

Erfahrungsberichte [Quelle:sxc.hu, Autor:clix]Mehr Erfahrungsberichte? Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Die e-fellows.net-Mitarbeiter stellen sich vor: Stephanie Müller

Donnerstag, den 26. Mai 2011
Maximilian

Leider liegt das Büro von e-fellows.net weder an einem See, in dem man in der Mittagspause schwimmen gehen könnte, noch gibt es einen Hang zum Gleitschirmfliegen in unmittelbarer Nähe. Stephanie arbeitet trotzdem gerne bei e-fellows.net. Das muss dann wohl am Schokoladenvorrat des Marketing-Teams liegen.

>> Teil 39 der Serie: Wer sind die eigentlich bei e-fellows.net? <<

Steffi

Was machst du bei e-fellows.net?
Seit April 2011 arbeite ich im Team Marketing und Stipendiatenbetreuung. Zusammen mit Milena, Christian und Marko betreue ich die Stipendiaten bei aller Art von Anfragen, kümmere ich mich unter anderem um das Marketing für den "Job & Master Day", unterstütze die Organisation der "Power Breakfasts" und bin Ansprechpartnerin für Presseanfragen.

Was hast du vorher gemacht?
Studiert habe ich Theater-, Film- und Medienwissenschaft – und zwar in Wien, die ideale Kulturstadt für so ein Studium! Nach einem Praktikum bei der ZEIT in Hamburg und meinem Diplom vor zwei Jahren hat es mich nach München verschlagen: Hier habe ich ein Volontariat in Corporate Communications bei einer Unternehmensberatung absolviert.

Was gefällt dir an deiner Arbeit bei e-fellows.net?
Das Team arbeitet sehr eng zusammen, so bekommt man auch einiges von der Arbeit der anderen mit. Durch diesen Austausch untereinander kann ich viel von den Kollegen lernen, auch die enge Zusammenarbeit der Teams untereinander ist sehr spannend. Vor allem gefällt mir die Offenheit hier – und die Tatsache, dass bei uns im Team immer ein Grundvorrat an Schokolade vorhanden ist.

Welche privaten Interessen hast du?
Ich liebe Berge, Seen, Meer und Camping – entsprechend versuche ich, meine Wochenenden und meine Freizeit draußen und in Bewegung zu verbringen. Aufgewachsen bin ich am schönen Bodensee – daher kommt meine Leidenschaft fürs Skifahren (Vorarlberg lag gewissermaßen ums Eck) und die Liebe zum Wasser. Egal an welchem Gewässer – ich muss wenigstens die Füße mal reinstrecken oder am liebsten gleich eine Runde schwimmen. Wenn nicht gerade Winter ist, gehe ich sehr gerne Wandern – dass man wirklich zu Fuß 2.000 Höhenmeter und mehr bewältigen kann, finde ich immer wieder unglaublich. Und seit letztem Jahr versuche ich mich im Mountainbiken – ich bin aber nicht sicher, ob mir nicht doch Rennradfahren besser gefällt, da liegen einfach nicht so viele Steine im Weg rum …

Was war dein erstes Aha-Erlebnis mit dem Internet?
Ich glaube, das war relativ spät, so in der neunten oder zehnten Klasse. Ich hatte Karten für ein Musical zum Geburtstag geschenkt bekommen und war total hin und weg von dem Stück. Da habe ich mich an den Computer meines Vaters gesetzt und mit einer Eselsgeduld die Fan-Seiten zu diesem Musical durchforstet – bis sich die Seiten aufgebaut hatten, dauerte es ewig. Ich war ganz fasziniert von einem Forum dort, wo lauter Leute waren, die ich zwar nicht kannte, die aber genauso begeistert waren wie ich. Meine Forenbesuche haben sich aber nach einigen Wochen wieder verlaufen, ich hatte einfach irgendwann keine Lust mehr, jeden Tag im dunklen Kellerraum vorm PC zu sitzen, während draußen die Sonne scheint.

Welche lebende oder historische Person würdest du gerne treffen?
Da fallen mir viele Personen ein – einfach weil in meinem Umfeld alle Freunde so verstreut wohnen und ich bei vielen nicht dazu komme, sie mal zu besuchen. Auch für den Bodensee und meine Familie und Freunde dort hätte ich oft gerne mehr Zeit. Interessante historische Personen gibt es viele – aber ich wäre viel lieber mal einen Tag in der Vergangenheit unterwegs, im Mittelalter oder im alten Rom, einfach um zu sehen, wie sehr wir mit unserer Vorstellung von früheren Zeiten recht haben oder daneben liegen.

Was willst du in deinem Leben unbedingt noch machen?
Da gibt es einige Kleinigkeiten, im Sommer steht ein Gleitschirmkurs an, außerdem will ich nach Skandinavien reisen, im Norden war ich nämlich noch nie. So auf lange Sicht trifft es Peter Fox ganz gut: "… und am Ende der Straße steht ein Haus am See!" Irgendwann wohne ich an einem See, in einem Häuschen mit Garten, meine 100 Enkel spielen Kricket auf dem Rasen – wenn ich so daran denke, kann ich’s eigentlich kaum erwarten.

Tagebuch (Roche): Ein Frühlingsprojekt in Stockholm (1. Teil)

Freitag, den 20. Mai 2011
Tagebuch

Für Roche in Stockholm soll Katharina ein Tool entwickeln, das einen Überblick darüber gibt, welche Tests die Kunden mit den Geräten von Roche durchführen, damit man die Verkaufsaktivitäten besser steuern kann. Dicke Fellstiefel und reichlich Auslandserfahrung – Katharina fühlte sich gut gerüstet für Schweden. Allerdings hatte sie nicht mit den schwedischen Hürden im Alltag gerechnet – und nicht mit dem plötzlichen Stockholmer Frühling.

Nach meinem Außendienstprojekt in Berlin und zwei Projekten in verschiedenen Geschäftsbereichen am Standort Mannheim war es Anfang April an der Zeit, einen kleineren Roche-Standort im Ausland kennenzulernen. Und neben der Arbeit geht es natürlich um Land, Leute, Sprache und Kultur.

Stadt am WasserWillkommen in Stockholm!
Nachdem ich in meinem Studium reichlich Auslandserfahrung gesammelt habe, erscheint so ein Aufenthalt in Schweden vergleichsweise "einfach". Und doch musste ich überraschenderweise schon am ersten Morgen eine Hürde meistern: den Weg zur Arbeit. Natürlich befinde ich mich nicht in einem Entwicklungsland und im Gegensatz zu Nicaragua oder Mexiko hat Schweden deutlich sichtbare Bushaltestellen. Aber ich musste ja erst mal herausfinden, welche die richtige ist – und woher man eine Fahrkarte bekommt.

e-fellows.net-Alumna Katharina (26) studierte "International Business Studies" in Paderborn und Xalapa, Mexiko. Anschließend machte sie einen Master in "International Management" in Dublin und St. Gallen. Im Oktober 2009 ist sie ins Management-Start-Up-Programm bei Roche eingestiegen.

Glücklicherweise habe ich vorher im Hotel nachgefragt, ob man im Bus Fahrscheine kaufen kann – aber nein, leider nicht. Mir wurde allerdings versichert, dass ein Automat an der Bushaltestelle sei, sonst solle ich einfach im Supermarkt nachfragen. Das musste ich dann auch, da es den Automaten nicht gab. Im Supermarkt wurde mir dann empfohlen, mein Busticket per SMS zu kaufen (ach so, kein schwedisches Handy) oder eben zur U-Bahn zu laufen, dort gäbe es einen Schalter.

90 Tage Busfahren – oder 30?
Also bin ich zur U-Bahn gestapft mit der festen Absicht, mir gleich ein Drei-Monatsticket zu kaufen, damit ich das nicht jeden Morgen machen muss. ;) Am Schalter dort sagte man mir, dass sie keine Bustickets verkaufen, aber ich könnte mal im Kiosk nachfragen. Im Kiosk gab es dann die 90-Tage-Tickets leider nicht, also hab ich mich mit 30 Tagen zufriedengegeben, immerhin. Dann also zurück zur Bushaltestelle und ab zu Roche. Dorthin zu finden war dann vergleichsweise einfach. ;)

Frühlingswiesen in StockholmIm Willkommensmeeting haben wir dann gleich Termine für Zwischen- und Abschluss- präsentationen vereinbart, noch bevor ich richtig begriffen hatte, was ich eigentlich erarbeite. Und so kam ich ziemlich schnell zu der Überzeugung, dass Planung hier als mindestens ebenso wichtig eingestuft wird wie in Deutschland. Andererseits – auch wenn die Termine vereinbart sind, scheint der tatsächliche Inhalt sehr flexibel zu sein und an die jeweilige Situation angepasst zu werden. Auf den zweiten Blick ist "der Schwede" also spontaner als es zunächst scheint.

Mein Projekt: Die Entwicklung eines Channel Monitoring Tools
In den ersten drei Wochen habe ich viel Zeit investiert, um meinen Auftrag genau zu klären, sodass ich inzwischen eine klare Vorstellung davon habe, worum es sich bei meinem Projekt handelt. Roche Diagnostics verkauft medizinische Analysegeräte in allen Größen, überwiegend für die Analyse von Blut, aber zum Beispiel auch für die Zellanalyse. Je nachdem, welche medizinischen Fragestellungen der Kunde beantworten möchte und wie viele Tests er pro Tag durchführen muss, wird das passende Gerät in der passenden Größe ausgewählt.

Neben dem Gerät kauft der Kunde in der Regel Reagenzien und Verbrauchsmaterialien von Roche, also Produkte, die er braucht, um die Tests durchzuführen. Und da auf vielen Geräten sehr viele verschiedene Tests durchgeführt werden können, bietet es sich an, den Kunden auf weitere Möglichkeiten aufmerksam zu machen, wie er die vorhandenen Geräte nutzen kann. Und zwar insbesondere dann, wenn die Geräte noch Kapazität frei haben, das bedeutet Kanäle für weitere Tests.

Dafür ist es hilfreich, wenn Verkäufer, Marketing und Produktmanagement eine genaue Übersicht darüber haben, welche Tests der Kunde bereits mit unseren Produkten durchführt, wo wir neue Tests hinzugewinnen und wo wir möglicherweise einen Kunden verlieren. In Schweden gibt es bisher kein Tool, das einen solchen Überblick ermöglicht und damit Marketing und Verkauf unterstützt, den richtigen Fokus für die Verkaufsaktivitäten zu legen.

Ein Monitoring Tool für das gesamte Portfolio und verschiedene Zielgruppen
Mein Auftrag ist es nun, genau so ein Tool zu konzipieren, zugeschnitten auf die Bedürfnisse der schwedischen Organisation. Die Herausforderung dabei ist, dass ich drei verschiedene Geschäftsbereiche abbilden soll, die jeweils ein unterschiedliches Portfolio und teils verschiedene Zielgruppen haben. Daher habe ich zunächst einmal mit allen beteiligten Geschäftsbereichen über ihre Anforderungen und Bedürfnisse gesprochen.

Um das Rad nicht unnötig neu zu erfinden, habe ich außerdem mit einigen anderen Länder-Organisationen von Roche Kontakt aufgenommen, um mir einen Überblick über deren Lösungen und Tools zu verschaffen. Gemeinsam mit einer Kollegin aus dem Controlling werde ich dann das Tool entwickeln, testen, verfeinern und implementieren.

See im Haga-ParkStockholmer Frühling – ich habe die richtige Jahreszeit erwischt!
Ich nutze vor allem die Wochenenden, um Stockholm kennenzulernen. Zunächst einmal muss ich sagen, dass mich das Wetter, das mich hier im April erwartet hat, sehr positiv überrascht hat. Völlig fehl am Platz waren definitiv die dicken Fellstiefel, die ich eingepackt hatte, nachdem ich mehrfach von meiner Schwedisch-Lehrerin gewarnt worden war, dass es im April durchaus noch schneien könne! Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass mein Körper nach frühsommerlichen Temperaturen Ende März in Deutschland derartige Kälteschocks ohne Fellstiefel verkraften könnte! Glücklicherweise kam jedoch alles anders. Als ich ankam, waren zwar tatsächlich noch Schnee-Rollsplit-Reste am Straßenrand zu sehen und der Fluss hinter dem Roche-Gebäude war noch komplett mit Eis bedeckt – aber wir hatten um die 8° C und mir wurde ständig versichert, dass ich den Frühling mitgebracht hätte.

Stockholmer CaféNach dem ersten Wochenende, an dem ich trotz Mantel ganz schön im Seewind gebibbert habe, ist es auch für meine Begriffe frühlingshaft geworden. Tatsächlich gab es nun jeden Tag Sonnenschein und T-Shirt-Wetter zu Ostern. Das bedeutet selbstverständlich, dass ich, wenn es windstill ist, im T-Shirt rumlaufe, während die Schwedinnen Hotpants tragen – ohne Strumpfhose. Aber das kenne ich ja von den Iren. ;)

Der lange Winter hat alle ganz heiß auf Sonne gemacht und das merkt man an jeder Straßenecke. Überall sitzt man in Cafés und genießt die Sonne mit wunderschönem Blick auf die Promenade, Wasser, Inseln und sprießende Bäume.

Das Stockholmer Stadtbild ist stark von Wasser geprägt, und die Stadt gibt der Natur erstaunlich viel Raum. Stockholm hat den (wohl weltweit einzigen) Nationalpark innerhalb einer Stadt! Der zieht sich wie eine riesige grüne Lunge durch Schwedens Hauptstadt und besteht aus verschiedenen Parks, kleinen Wäldern und Seen.

SödermalmNatürlich gibt es auch "typisch Städtisches" wie Hochhäuser oder Einkaufsstraßen. Und doch wirkt an vielen Stellen alles ein wenig verträumter, weil Stockholm die Strenge einer Stadt genommen wird durch verzierte, gut erhaltene alte Gebäude, Wasser und Pflanzen.

Mein erstes Zwischenfazit: Ich bin gut angekommen in dieser schönen Stadt und freue mich sehr auf weitere Erkundungstouren in und um Stockholm!

Kontakt zu Roche aufnehmen?
In der Community-Gruppe "Inside Roche" Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Roche kontaktieren.

Wie war eure erste Obduktion? Die zehn beliebtesten Fragen zur Medizin

Freitag, den 20. Mai 2011
Judith

Wie fühlt es sich an, bei einer Obduktion dabei zu sein? Wie viel verdient ein Arzt? Manchmal brauchen auch die angehenden Mediziner ein bisschen Hilfe – die holen sie sich unter anderem in der e-fellows.net community. Dort tauschen sie sich mit den anderen e-fellows über Krankheiten, Doktorentitel und Vorurteile aus. Wir haben die zehn beliebtesten Fragen zur Medizin für euch gesammelt.

1. Muss ich mit einem 1,0-Abi Medizin studieren?

2. Wie war eure erste Obduktion?

3. Welche Vorurteile über Psychologen und Psychiater gibt es?

4. Warum bekommen Mediziner den Doktor geschenkt?

5. Der Weg in die Forschung: besser mit Medizin- oder Biologiestudium?

6. Vorurteile gegenüber Medizinern?

7. Dr.med. und Dr.jur. in einem?

8. Ist Homöopathie eine Alternative zu "echter" Medizin?

9. Was verdient man als Arzt?

10. Warum sind Ärzte ihren Patienten gegenüber oft so arrogant?

Die Mediziner-Rubrik auf e-fellows.net
Du bist dir noch nicht sicher, ob Medizin das richtige für dich ist? Dann kann dir die Vorstellung des Studiengangs Humanmedizin vielleicht weiterhelfen. Alternativ stellen wir dir auch andere Studienfächer wie komplementäre Medizin und Spirtual Care vor. Wie du dich dann für dein Wunschstudium bewirbst und ob es sinnvoll ist, sich unter Umständen vor Gericht einzuklagen, kannst du ebenfalls nachlesen. Außerdem erfährst du, wie man auch ohne Abi Ärztin sein kann und was es mit dem sogenannten Discount-Doktor auf sich hat.

30.000 Engel für Bildungsprojekte – Rückblick auf die e-fellows.net-Spendenaktion

Freitag, den 20. Mai 2011
Julia

Zum zehnten Geburtstag von e-fellows.net starteten wir in der e-fellows.net community eine bisher einmalige Aktion: Die e-fellows.net-Spendenaktion. Über 20 e-fellows stellten in der Community gemeinnützige Projekte vor, für die sie sich engagieren – für drei davon spendete das Netzwerk insgesamt 900 Euro pro Projekt.

Per Daumenvoting konnten alle Community-Mitglieder über die förderungswürdigsten Projekte abstimmen. "Aiducation", "Bücherengel.org" und "Rock your life! Freiburg" sammelten die meisten Daumen – für diese drei Projekte spendeten die e-fellows anschließend über die Spendenplattform "betterplace".

Das Team von buecherengel.org

900 Euro kamen pro Projekt zusammen: Je 300 Euro (pro Projekt) spendeten Stipendiaten und e-fellows.net-Mitarbeiter privat.  Die Firma e-fellows.net sowie die Wirtschaftsprüfung KPMG legten noch einmal je 300 Euro pro Projekt obendrauf. Pünktlich zum ersten Adventswochenende war die gute Tat vollbracht und die Spendenprojekte konnten mit eurer Hilfe abgeschlossen werden. Wir haben nachgefragt, was aus den Spenden geworden ist.

"Aiducation International" vergibt Stipendien an Kinder in Kenia, um ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen. e-fellow Jan-Gero Alexandere-fellows.net-Stipendiat Jan-Gero Alexander (21) hat sich nicht nur über die 900 Euro gefreut, sondern auch über viele engagierte neue Mitstreiter.

Die e-fellows haben euer Projekt aus über 20 Projekten gewählt – wie habt ihr das geschafft?
Als ich die Info bekam, dass diese Aktion stattfindet, habe ich gleich einen Beitrag in der Community geschrieben und dann unheimlich viel Werbung gemacht, damit wir so viele Daumen wir möglich sammeln. Wir waren die ersten, die sich in der Gruppe vorgestellt haben, das hat natürlich geholfen.

Wie fandet ihr die Aktion?
Das war eine tolle Möglichkeit, nicht nur, um Spendengelder zu sammeln, sondern auch, um neue Mitglieder zu gewinnen. Nur über diese Aktion haben wir 15 bis 20 neue Leute gefunden, die Lust haben, bei "Aiducation" mitzumachen. Fünf davon sind schon fest dabei, bei den anderen überlegen wir noch, wie wir sie dauerhaft einbinden können. Außerdem habe ich unglaublich viel positives Feedback bekommen – das gibt Kraft für das, was man macht. Klar, die e-fellows haben noch nicht so viel Geld, um groß spenden zu können. Aber das sind Leute mit einem unglaublichen Potential, die sehr intelligent und engagiert sind. Wenn sich solche Leute bei uns einbringen, ist das ein Riesengewinn für uns.

Was habt ihr mit dem Geld vor?
Wir haben 900 Euro an Spenden eingesammelt, das reicht leider nicht für ein ganzes Stipendium, denn dazu brauchen wir 1.600 Euro. Wir werden das Geld daher in Werbematerial und Broschüren stecken, um so mehr Leute auf "Aiducation" aufmerksam zu machen.

e-fellow Matthiase-fellows.net-Stipendiat Matthias (23) betreibt mit seinem Team die Plattform "buecherengel.org" – dort kann man Bücher kaufen, von deren Erlös ein Teil an gemeinnützige Projekte gespendet wird. Die Spenden der e-fellows kamen zwei Bildungsprojekten in Mannheim zugute.

Was ist mit den Spenden passiert?
400 Euro haben wir an "freezone" weitergegeben, das ist eine Anlaufstelle für Straßenkinder in Mannheim. "freezone" kann das Geld gut gebrauchen, die sind gerade umgezogen und benötigen neue Einrichtungsgegenstände. 200 Euro haben wir an die regionale Anlaufstelle der Aktion "Zusammenwachsen" gespendet, die Mentoring für Kinder mit Migrationshintergrund in Manhheim und Heidelberg anbieten. Den Rest haben wir genutzt für Webhostingkosten, Marketingaktionen wie Flyer, Poster und Visitenkarten.

Hatte die Aktion darüber hinaus noch einen Nutzen für euch?
Ja, wir hatten deutlich mehr Besucher auf unserer Website als sonst, und wenn mehr Leute Bücher kaufen, kommen auch mehr Spenden zusammen.

Wie fandest du die Aktion insgesamt?
Gut! Viele Studenten engagieren sich sozial – das mal ein bisschen in den Vordergrund zu stellen, fand ich eine gute Idee. 900 Euro ist ziemlich viel Geld für uns, es ist super, dass wir so viel zusammenbekommen haben. Das könnt ihr gerne noch mal machen.

e-fellow Andrease-fellows.net-Stipendiat Andreas (24) engagiert sich für das Coaching-Programm "Rock your life! Freiburg" – hier helfen Studenten aus Freiburg Hauptschülern beim Einstieg in Ausbildung und Beruf. Mit dem Geld konnten Coaching-Workshops finanziert werden.

Wie fandest du die Aktion insgesamt?
Heutzutage gibt es so viele unterstützenswerte Projekte, die im Normalfall jedoch leider keine Beachtung finden. Eine großangelegte Spendenaktion unter engagierten Menschen wie den Stipendiaten von e-fellows.net fand ich daher sehr positiv, da die e-fellows selbst weiter Werbung gemacht haben und somit auch kleine Projekte profitieren konnten.

Hatte die Aktion darüber hinaus noch einen Nutzen für euch?
Über die öffentliche Wahrnehmung sowohl bei e-fellows als auch bei betterplace.org konnten wir einige Kontakte herstellen und Initiativen kennenlernen, die für unsere Aktion von großem Vorteil werden könnten.

Was habt ihr mit dem Geld gemacht?
Mit dem gespendeten Geld konnten wir professionelle Coaching-Workshops für unsere angehenden Studierenden-Coaches finanzieren, sodass diese gut auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe vorbeitet wurden. Zudem konnten wir direkt in manche Coaching-Beziehungen investieren, um den Schülern so Möglichkeiten zu bieten, die deren Familien teilweise nicht hätten aufbringen können.

Facebook-Wettbewerb: Mach uns den Märchen-Onkel!

Donnerstag, den 19. Mai 2011
Christine

Erst als iPhone-App, seit diesem Monat auch als App für Android-Handys: "Fragen & Antworten" kommt nicht nur gut an, sondern vor allem ganz groß raus. 71 Prozent aller Fragen sind nach einer Stunde beantwortet, 97 Prozent nach drei Tagen. Höchste Zeit, der Rubrik eine eigene Geschichte zu widmen – und zwar als Facebook-Erzähl-Wettbewerb. Mit zwei Sätzen bist du dabei.

"Es war einmal, das Daumobil…" So oder so ähnlich könnte die Geschichte losgehen, über deren Ausgang ihr selbst entscheiden dürft. Los geht's am Montag, den 23. Mai. Treffpunkt ist die Facebook-Fanpage von e-fellows.net. Und: Gewinnen könnt ihr ebenfalls!

Ein Daumen-Märchen in drei Etappen
In drei Etappen postet ihr eine Fortsetzung zur Geschichte "Ein Tag mit dem Daumobil" auf unsere Facebook-Pinnwand. Vor jeder Etappe geben wir einen ersten Satz und ein Schlagwort vor, das ihr in eurem Beitrag verwenden solltet.

…frei nach den e-fellows!
Dann seid ihr an der Reihe: Für jede Fortsetzung habt ihr zwei Tage Zeit, um sie an die Pinnwand der e-fellows.net-Fanpage zu posten. Eure Postings sollten dabei mindestens zwei Sätze lang sein und das vorgegebene Schlagwort enthalten.

Nach zwei Tagen läuten wir die nächste Etappe ein und posten einen weiteren Satz auf der Pinnwand – und natürlich auch ein neues Schlagwort. Für euch heißt es wie zuvor:

  • kreative Fortsetzung überlegen
  • Schlagwort einbauen
  • posten
  • und hoffentlich viele "Gefällt mir" einheimsen.

Wer gewinnt, und was gibt's zu gewinnen?
Es gewinnt der Vorschlag jeder Etappe, der bis zum 30. Mai auf unserer Pinnwand die meisten "Gefällt mir" sammelt. Facebook-Fan von e-fellows.net solltet ihr ebenfalls sein, um einen dieser drei Preise abzustauben :-) :

Erster Etappenpreis: "Come in and Burn Out. Denglisch – Der Survival-Guide" von Jan Melzer und Sören Sieg.

Facility Manager, Foodwatch, Spindoctors, Bloggen und Twittern. Denglisch ist überall: Auf Buchcovern, in Jobbezeichnungen und in der Werbung sowieso. Wer soll sich denn da noch auskennen? Der "Denglisch-Survival-Guide" klärt die Ahnungslosen auf und hilft, sich in dem zähen Brei aus Deutsch und Englisch zurechtzufinden.

Wer nach den Tipps zum Insider-Denglisch noch nicht genug hat, bekommt im zweiten Teil des Buchs die 18 schlimmsten Denglizismen ever. Vom bekanntesten Missunderstanding zwischen Werbemacher und Publikum "come in and find out" über den "Fruppie" bis hin zum "Burner".

Zweiter Etappenpreis: "Das überzeugende Vorstellungsgespräch auf Englisch" von Christian Püttjer und Uwe Schnierda.

Why should we give you the job? Wer sich heute bei einem internationalen Konzern bewirbt – egal ob in Deutschland oder im Ausland – muss damit rechnen, dass mit dem Vorstellungsgespräch auch die sprachlichen Fertigkeiten getestet werden. Mit diesem Buch kannst du dich gezielt auf solche Gespräche vorbereiten. Die Autoren präsentieren 200 Fragen, die im Interview besonders gerne gestellt werden. What qualifications do you have to offer us? Is there a common thread to your CV?

Neben den möglichen richtigen Antworten gibt es auch immer ein entsprechendes Negativ-Beispiel. Außerdem bekommst du eine Liste nützlicher Vokabeln und Redewendungen, mit denen du dich auf diese Situation vorbereiten kannst.

Dritter Etappenpreis: Für den besten Schluss des Daumen-Märchens gibt es einen Gutschein von buecher.de über 50 Euro!

Lust mitzumachen? Dann mach uns den Märchen-Onkel!