Monatsarchiv für Januar 2011

Die e-fellows.net-Mitarbeiter stellen sich vor: Angelika Hild

Freitag, den 28. Januar 2011
Maximilian

In der fünften Klasse durfte Angelika dank einer Website auf Klassenfahrt gehen. Seitdem will sie dem Internet etwas zurückgeben. Mit der Betreuung des Facebook-Auftritts von e-fellows.net ist diese Gelegenheit endlich gekommen. Die Rucksackreise zum Nordpol schenken wir ihr aber erst, wenn sie es schafft, Alice Schwarzer zu unserem Facebook-Fan zu machen.

Was machst du bei e-fellows.net? Ich bin Praktikantin im Team Content & Community. Dort kümmere ich mich hautpsächlich um die Facebook-Präsenz von e-fellows.net, damit ihr künftig noch besser über Community und Website informiert seid.

>> Teil 32 der Serie: Wer sind die eigentlich bei e-fellows.net? <<

Angelika

Was hast du vorher gemacht?
Vorher habe ich den Bachelor-Studiengang European Studies an der Universität Passau abgeschlossen. Ich habe ein Auslandssemester an der Universidad de Extremadura in Cáceres (Spanien) absolviert und dort den besten Schinken, den besten Ziegenkäse und die besten Spanier kennen gelernt. Während des Studiums habe ich ein Volontariat bei der Passauer Neuen Presse begonnen, zu dem auch drei externe Praktika gehören. Deshalb war ich schon bei sueddeutsche.de – und habe mich jetzt bei e-fellows.net eingenistet.

Was gefällt dir an deiner Arbeit bei e-fellows.net?
Mir gefällt besonders, dass ich hier ein eigenes Projekt betreue. So setze ich mich intensiv mit der Community auseinander und kann gleichzeitig Verantwortung übernehmen. Nicht zu vergessen bei e-fellows.net sind natürlich die netten Kollegen! :-) Hier gibt es einfach jeden Tag was zu lachen.

Welche privaten Interessen hast du?
Ich lese gerne und viel, fechte Kämpfe mit meinem inneren Schweinehund ums Joggen, singe im Chor und liebe Kinobesuche – vor allem in kleinen, schnuckeligen Programmkinos. Das Klavierspielen fällt mangels Klavier gerade für mich flach – als Ausgleich dient Quatschen mit den Mitbewohnern, weil man da ebenfalls gut abschalten kann. Und ich koche gerne – und scharf!

Was war dein erstes Aha-Erlebnis mit dem Internet?
Als ich in der fünften Klasse war, hat die ganze Klasse eine Website über den römischen Architekten und Künstler Francesco Borromini entworfen. Wir haben uns zwar von Schülern aus der Kollegstufe helfen lassen, aber einen großen Teil selbst gestaltet. Mit dem Projekt haben wir sogar eine Klassenreise nach Wien gewonnen – und das alles nur, weil es das Internet schon gab!

Welche lebende oder historische Person würdest du gerne treffen?
Alice Schwarzer
– das wäre bestimmt nicht langweilig. Carolin Emcke – weil sie berührende Kriegsreportagen schreibt. Und die hundertjährige DDR-Autorin Elfriede Brüning – um sie zu fragen, wie das so war, damals in der Weimarer Republik.

Was willst du in deinem Leben unbedingt noch machen?
Reisen! Und zwar mit dem Rucksack quer durch Asien, Südamerika und meinetwegen zum Nordpol – Hauptsache, ich sammle genügend Erlebnisse, damit ich später meinen Enkeln was zu erzählen habe!

Tagebuch (Accenture): Paris – Mailand – Madrid – Das SAP-Training sitzt

Mittwoch, den 26. Januar 2011
Tagebuch

Dinner auf der Seine, Tapas in Madrid – was nach Urlaub klingt, ist die Arbeitswoche von Cherine bei Accenture. Na ja, zumindest ein Teil davon. Denn der eigentliche Grund für Cherines Europa-Tour sind die SAP-Trainings, die sie an verschiedenen Standorten gibt. Bei denen muss sie schon mal die Skepsis der Teilnehmer überwinden.

In den vergangenen zwei Monaten habe ich in meinem neuen Job bei Accenture weiterhin viel erlebt. Wie bereits angekündigt, fand das "Talent & Organization Performance (T&OP) Community Meeting" statt. Gemeinsam mit einer Kollegin organisierte ich dabei ein Get Together für alle T&OP-Analysts. Analyst ist das Einstiegslevel für Hochschulabsolventen im Management Consulting bei Accenture, danach folgen Consultant, Manager, Senior Manager und Senior Executive. Das Get Together war eine tolle Gelegenheit, die anderen Analysts kennenzulernen, sich über unsere erste Zeit bei Accenture auszutauschen und Erfahrungen zu teilen.

Im Anschluss fuhren wir gemeinsam zur Location für die Abendveranstaltung. Dort hatten wir die Gelegenheit, uns in ungezwungener Atmosphäre bei einem leckeren Buffet und Drinks mit weiteren T&OP-Kollegen zu unterhalten oder zuvor begonnene Gespräche untereinander fortzuführen. Alles in allem war es ein toller Abend, an dem ich nicht nur nette neue Kollegen kennenlernte, sondern auch alte Bekannte wieder traf, wie beispielsweise die Kollegin, die mich während meines ersten Praktikums bei Accenture betreute. Der zweite Tag des Community-Meetings begann morgens um 8.30 Uhr mit einem Business Update, gefolgt von weiteren spannenden internen Themen sowie einem interessanten Gastredner.

e-fellow CherineCherine (24) hat International Management an der ESB Business School Reutlingen studiert. Zwei Praktika bei Accenture führten sie schließlich ins Management Consulting des Unternehmens. In ihrem Tagebuch berichtet sie von ihrem Start ins Berufsleben.

Dinner auf der Seine
In der Woche nach dem Community-Meeting war ich zum zweiten Mal für mein Projekt in Paris. Dieses Mal gemeinsam mit vier weiteren Trainern, da innerhalb einer Woche insgesamt knapp 70 Teilnehmer geschult werden sollten. Mein persönliches Highlight war eine abendliche Dinner-Bootsfahrt auf der Seine, an der die gesamte Trainingsgruppe teilnahm. Auch in der kommenden Woche in Mailand hatten meine Kollegin und ich trotz des kurzen Aufenthalts von nur zwei Tagen die Gelegenheit, am Abend die Piazza del Duomo und das Castello Sforzesco zu besichtigen. Anschließend gingen wir Abendessen mit einigen Schulungsteilnehmern, die für uns die Bestellung übernahmen. Sie wollten garantieren, dass wir typisch italienische Spezialitäten probierten.

Erst Skepsis, dann positives Feedback
Danach habe ich wieder in Düsseldorf gearbeitet, wo ich mich hauptsächlich mit der Koordination von Trainings beschäftigte. Im Dezember habe ich dann erstmals ein Training in Deutschland gehalten. Trotz intensiver Vorbereitung war es für mich zu Beginn der Schulung noch ungewohnt, die Inhalte erstmals auf Deutsch und nicht wie zuvor auf Englisch zu vermitteln. Bereits nach dem ersten Trainingstag war die anfängliche Unsicherheit jedoch vergessen, und nach einer erfolgreichen Trainingswoche freute ich mich sehr über das durchweg positive Feedback der Teilnehmer, die dem neuen SAP-Tool anfangs noch sehr skeptisch gegenüber standen. Diese anfängliche Skepsis kannte ich schon von meinen vorherigen Trainings – mittlerweile kann ich damit immer besser umgehen. Letztendlich erstellten auch alle Teilnehmer in Düsseldorf nach der Schulung und der zweitätigen Support-Phase korrekte Sales Budgets im neuen Tool. Nicht nur für mich als Trainerin, sondern vor allem für die Teilnehmer selbst war das ein tolles Erfolgserlebnis.

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Abflug: Winterchaos – Ankunft: Madrid
Mein letztes Training gab ich schließlich in der Woche vor Weihnachten in Madrid. Fast hätte das Winterchaos am Flughafen Frankfurt meinen Einsatz verhindert, da am Tag meiner Abreise alle Flüge nach Madrid gestrichen wurden. Glücklicherweise waren die Annullierungen früh bekannt, so dass ich umbuchen und ab München fliegen konnte. Auch in Madrid verlief das Training reibungslos und die Teilnehmer waren nach den beiden ersten theoretischen Trainingstagen sehr gut in der Lage, mit dem neuen Tool zu arbeiten. Ein Abend in einem traditionellen Tapas-Restaurant mit anschließender Flamenco-Darbietung diente am dritten Tag als Ausgleich und als Gelegenheit für einen persönlichen Austausch mit den Teilnehmern. Der vierte und letzte Trainingstag war gleichzeitig auch mein letzter Arbeitstag für das Projekt unseres Düsseldorfer Kunden, da mein Einsatz mit dem Training in Madrid endete.

Mein nächster Projekteinsatz führt mich nach Erlangen. Dort werde ich ein Projekt bei der Trainingsentwicklung unterstützen. Ich bin sehr gespannt, welche neuen Aufgaben und Herausforderungen mich dort erwarten und freue mich auf die neuen Erfahrungen.

Im zweiten Tagebuch-Eintrag berichtete Cherine von ihrer Fahrt auf dem Motorrad-Taxi durch Paris.

Erfahrungsbericht (McKinsey): Der Produktion auf die Finger schauen

Mittwoch, den 19. Januar 2011
Erfahrungs- bericht

Mit Wärmebildkameras nach austretender Hitze suchen oder Leitungen auf ihre Dichtigkeit prüfen – auch so kann die Arbeit eines Beraters aussehen. Wie Firmen ihre Energiekosten durch Prozessoptimierung senken können, zeigt die Lernfabrik für Energieproduktivität von McKinsey in der Praxis. e-fellow Martin erlebte beim Workshop effiziente Produktion und erkannte, dass weniger Schrauben manchmal mehr sind.

Titel der Veranstaltung
Go Green – McKinseys Green Model Factory 2010

Datum und Ort
25. und 26. November 2010 in München

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
19 Studenten und Young Professionals aus England, Italien, Dänemark und Deutschland sowie 10 Unternehmensvertreter

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Die Produktion ist mein Steckenpferd. Sowohl mein Schwerpunkt im Studium als auch meine Praktika lagen in diesem Bereich. McKinsey betreibt seit 2009 gemeinsam mit der TU München eine "Lernfabrik für Energieproduktivität", also eine Modell-Fabrik, die beispielhaft eine effiziente Produktion darstellt und im Kleinen zu zeigt, was man im Großen verändern kann. Sowohl diese Fabrik als auch McKinsey wollte ich kennenlernen.

Martine-fellows.net-Stipendiat Martin (25) studiert Wirtschaftsingenieurwesen an der RWTH Aachen. Für die Produktion hat er sich schon immer interessiert. Grund genug, McKinseys Green Model Factory an der TU München zu besuchen.

Kulinarischer Einstieg
Um erstmal miteinander warm zu werden, haben wir am ersten Abend gemeinsam gekocht: Vier Gruppen zauberten je einen Gang eines Vier-Gänge-Menüs. Da wir nicht sofort am Tisch saßen, kam ich mit vielen Leuten ins Gespräch. Alle Teilnehmer waren vielfältig engagiert, so konnte man mit jedem eine Gemeinsamkeit finden. Meist drehten sich die Gesprächsthemen natürlich um das Leben und Arbeiten als Berater. Die Unternehmensvertreter gaben uns zu allen Fragen gerne Auskunft.

Finde die Fehler
Der zweite Tag bestand aus zwei Einheiten: dem Besuch der Lernfabrik und eines Workshops zum Produktdesign. In der Lernfabrik wird ein echtes Produkt gefertigt: ein kleines Getriebe, das zum Beispiel in Schiebetüren zum Einsatz kommen kann. Der Produktions- und Fertigungsprozess ist so aufgebaut, dass er einige versteckte Schwächen hat. Unsere Aufgabe war es, diese zu suchen und zu beheben. Beispielsweise haben wir mit Wärmebildkameras nach austretender Hitze gesucht oder Leitungen auf ihre Dichtigkeit geprüft. Anhand der ermittelten Daten konnten wir unsere Verbesserungsideen priorisieren und Veränderungen empfehlen. McKinsey nutzt die Lernfabrik, um Klienten beispielhaft zu zeigen, welche Methoden bei der Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten angewendet werden. Mich hat überrascht, dass McKinsey in Beratungsprojekten so detailliert und praxisbezogen arbeitet und Produktionsprozesse auf – im wahrsten Sinn des Wortes – zupackende Weise umgestaltet.

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An Schrauben lässt sich sparen
Obwohl ich kein Produktentwickler bin, hat mich der Workshop zum Produktdesign begeistert. Dort haben wir zwei Kaffeemaschinen getestet auf wahrgenommene Wertigkeit, Geschmack des Kaffees und andere Aspekte. Aber insbesondere haben wir die Produzentenbrille aufgesetzt, das heißt die Kaffeemaschinen in ihre Einzelteile zerlegt und verglichen. Kopfschüttelnd haben wir einige Einsparpotentiale erkannt. Beispielsweise wurde in einer Kaffeemaschine eine einzige Schraube verbaut, während in der anderen 23 Schrauben verbaut wurden – offensichtlich Verschwendung. Auch hier hat mich verblüfft, dass die Berater so nah an der Produktentwicklung arbeiten.

Insgesamt hat mich überrascht, wie sehr McKinsey bei technischen Prozessen ins Detail geht und dass dies als Kernkompetenz verstanden wird. PowerPoint ist also nicht das einzige Werkzeug, das Berater benutzen.

Wem ich die Veranstaltung weiterempfehle
Jedem, der ein Interesse an industrieller Produktion und Produktentwicklung hat. Umso mehr, wenn dazu noch ein Interesse an der Beratung kommt. Die Tage in München werden mir im Gedächtnis bleiben. Ich werde versuchen, die Impulse aufzunehmen und das Gelernte in echten Fabriken umzusetzen, zum Beispiel indem ich konsequent mit Wärmebildkameras nach Energieverschwendung suche.

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Tagebuch (Freshfields): Kartellrecht und Kölsch in Brüssel

Dienstag, den 18. Januar 2011
Tagebuch

Juristen kommen ja nicht ganz so leicht ins Ausland. Aber im Referendariat funktioniert das: Merit zum Beispiel arbeitet als Referendarin im Brüsseler Büro von Freshfields Bruckhaus Deringer mit. Dort geht es vor allem um Kartell- und Wettbewerbsrecht – denn Institutionen wie die Europäische Kommission oder das Europäische Parlament sind nahe. Trotzdem kommt die Heimat nicht zu kurz: Gefeiert wird in der Kanzlei mit Original Kölsch.

Seit gut einem Monat arbeite ich als Referendarin auf Wahlstation im Brüsseler Büro von Freshfields Bruckhaus Deringer LLP. Den größten Teil der Brüsseler Praxis macht die sogenannte ACT-Praxisgruppe (Antitrust, Competition und Trade) aus. Grund dafür ist die geographische Nähe zu den maßgeblichen europäischen Institutionen, insbesondere der Europäischen Kommission und dem Europäischen Parlament. Dabei agieren die Anwälte des Brüsseler Büros in wettbewerbs- und kartellrechtlichen Fällen jeweils als Koordinator für alle multinationalen Fragen, die im Zusammenhang mit Unternehmensfusionen oder anderen Vereinbarungen auftreten.

Merit ist Referendarin bei Freshfields [Bildquelle: e-fellows.net]Merit (28) studierte in Hamburg Jura. Seit Dezember 2010 ist sie Referendarin bei Freshfields Bruckhaus Deringer in Brüssel. Nachdem sie in der Wettbewerbsdirektion der EU-Kommission gearbeitet hatte, wollte sie unbedingt auch die andere Seite kennenlernen.

Internationales Arbeitsklima in Brüssel
Meine Entscheidung für Brüssel und für Freshfields habe ich ganz bewusst getroffen. Zunächst zu Brüssel – entweder man liebt die Stadt oder man hasst sie. Das wurde mir zumindest vor meiner Ankunft prophezeit. Lieben tut man Brüssel für das köstliche Essen, die internationale Atmosphäre, das internationale Arbeitsklima und die Herausforderungen, die damit verbunden sind. Hassen kann man Brüssel für die chaotischen Straßenverkehrsverhältnisse, die ungeräumten Gehwege im Winter und die hohe Kriminalitätsrate. Insgesamt überwiegen jedoch mit Abstand die positiven Seiten der Stadt. Brüssel ist in Europa neben London und Paris eine der wenigen Städte mit internationalem Arbeitsumfeld, in der man auch als deutscher Jurist mit offenen Armen aufgenommen wird. Aufgrund der ansässigen europäischen Institutionen ist zudem für die nötige Verbindung zu Politik und Gesellschaft gesorgt, deren Einfluss man auch als Jurist nie unterschätzen darf.

Auf der anderen Seite des Tisches
Nun zu Freshfields – eine der führenden Kanzleien im Wettbewerbs- und Kartellrecht in Europa. Nachdem ich meine Verwaltungsstation bei der Wettbewerbsdirektion der EU-Kommission absolviert hatte, wollte ich unbedingt auch auf der anderen Seite des Tisches Erfahrung sammeln. Vom Brüsseler Freshfields-Büro hatte ich im Vorfeld viel Positives gehört und mich deshalb dort für die Wahlstation beworben. Besonders gereizt haben mich das internationale Team und die Zusammenarbeit mit jungen Anwälten aus ganz Europa.

Dürfen Wettbewerber Informationen austauschen?
Neben kleineren Recherchearbeiten habe ich mich in den ersten Wochen hauptsächlich mit Fragen zur Zulässigkeit von Informationsaustauschen zwischen Wettbewerbern befasst. Dabei wurde mir ein kleiner Sachverhalt geschildert, den ich dann in Form eines Vermerks unter wettbewerbsrechtlichen Aspekten begutachten sollte. Dafür bekam ich ausreichend Zeit und konnte mich mit Kollegen und anderen Referendaren austauschen. Zudem ist man bei allen Aufgaben, die man erledigen muss, aufgrund der gut ausgestatteten, hauseigenen Bibliothek bestens gerüstet. Arbeitssprache ist sowohl Englisch als auch Deutsch.

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Hollywood-Weihnachtsfeier mit Kölsch
Gut eine Woche nach meinem Start stand die jährliche Weihnachtsfeier des Brüsseler Freshfields-Büros an. Die Kollegen haben mich freundlich aufgenommen und das ganze Büro hat ausgelassen gefeiert. Thema der Weihnachtsfeier war "Hollywood" und der Abend war professionell organisiert. Doch bei einer Weihnachtsfeier blieb es nicht. Kurz darauf folgte dann eine weitere weihnachtliche Zusammenkunft, bei der traditionell in einem der Stockwerke des Büros mit Kölsch Bier und Kartoffelsalat – eigens aus Köln angeliefert – gefeiert wird. So konnte ich mich wunderbar bei einem Glas Kölsch mit den vielen neuen Kollegen bekannt machen.

Lust aufs Kartellrecht und auf Brüssel bekommen?
Aktuell sucht Freshfields Referendare und Anwälte für Kartellrecht und Außenhandel in Brüssel.

Erfahrungsbericht (Deutsche Bank): Mit der Bank unter vier Augen

Montag, den 17. Januar 2011
Erfahrungs- bericht

IT-Services waren für e-fellow Jens nichts Neues. Doch was sind "Information Enterprise Services"? Das fand er beim Event "Face-to-Face" heraus – im kleinen Kreis mit Vertretern der Deutschen Bank. Zuerst wollte er nur Informationen für seine Diplomarbeit sammeln. Als er aber bemerkte, dass er als ITler überall seine Finger im Spiel haben darf, wollte er mehr über die Einstiegs-
möglichkeiten wissen.

Titel der Veranstaltung
Welcome to Information Enterprise Services – Face-to-Face mit der Deutschen Bank

Datum und Ort
25. Oktober 2010, Deutsche Bank, Frankfurt am Main

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
Der Managing Director von Information Enterprise Services; eine Vertreterin der Personalabteilung und drei Trainees

e-fellow Jens (23) studiert Wirtschaftsingenieurwesen in Hamburg und konnte sich unter "Information Enterprise Services" nur wenig vorstellen. Erst als ihm ein entsprechendes Diplomarbeitsthema in die Hände fiel, bewarb er sich für die Face-to-Face-Veranstaltung – und bekam ein völlig neues Bild vom Bankgeschäft.

Nach einjähriger Erfahrung im IT-Consulting war der Begriff "Service" für mich nicht neu. Aber was sollte "Information" und "Enterprise" damit zu tun haben? Fragen, die meine Neugier weckten. Also wanderte ziemlich schnell der Punkt "für Face-to-Face-Event anmelden" auf meine To-Do-Liste.

Die Zeit verstrich und scheinbar wichtigere Dinge, wie die Suche nach einem Diplomarbeitsthema, rückten in den Vordergrund. Außerdem fragte ich mich, was ich als Wirtschaftsingenieur bei einer Bank sollte.

Das Event im Hinterkopf
Durch einen Zufall wurde mir ein Diplomarbeitsthema bei einem großen Softwarehaus angeboten. Der Titel enthielt unter anderem den Teil "Global IT Services". Da erinnerte ich mich wieder an das Event. Kurzerhand bewarb ich mich also doch – in der Hoffnung, Informationen für meine Diplomarbeit zu sammeln, gleiche Fragestellungen in unterschiedlichen Branchen zu erkennen und Synergien zu schaffen. So viel vorweg: Es hat sich gelohnt!

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Als Startzeitpunkt war 16:30 Uhr festgelegt. Einige e-fellows nutzten die Zeit, um sich vorher noch Frankfurt anzuschauen. Schließlich fanden sich alle im obersten Stock der Deutsche-Bank-Türme ein. Der Blick über fast ganz Frankfurt war beeindruckend.

Neugierige aus allen Fächern
Nachdem alle ihre Welcome Packages entgegengenommen hatten, hatten wir Zeit uns kennenzulernen. Ich war überrascht, wie viele unterschiedliche Studienrichtungen vertreten waren. Erwartet hatte ich Informatiker und Wirtschaftsinformatiker, jedoch waren auch reine BWLer, Wirtschaftsingenieure und Ingenieure anwesend. Auch hinsichtlich Alter und Studienort war die ganze Bandbreite vertreten. Dadurch waren Erwartung und Kenntnisse sehr verschieden. Schon im Vorfeld entbrannte daher eine rege Diskussion, was uns bei dem Event erwartete; aber auch die Bachelor- und Master-Problematik wurde diskutiert.

Nach einer kurzen Einführung der Personalerin ergriff der Managing Director das Wort. Er gab uns einen allgemeinen Überblick über die Tätigkeiten der Deutschen Bank und klärte uns auf über die IT-Komponenten, die bei der Deutschen Bank eingesetzt werden und die Aufgaben seines Teams. Der Vortrag war ähnlich beeindruckend wie der Blick aus dem obersten Stockwerk!

Neues Bild vom Bankgeschäft
Der Managing Director erzählte Fakten sowohl aus offizieller als auch seiner persönlichen Sicht und erweckte bald reges Interesse bei seinen Zuhörern. Er vermittelte echte und spannende Einblicke in einen weltweit agierenden Konzern. Gerade die Herausforderungen bei unterschiedlichen Gesetzgebungen in den einzelnen Ländern wurden sehr deutlich. Das Bild, welches ich bis dahin von Banken hatte, wurde dadurch völlig neu gemalt.

Außerdem wurden interessante IT-Ansätze vorgestellt: So könnten zum Beispiel alle Systeme virtualisiert werden und die Mitarbeiter sich mit ihrer Ausweiskarte an jedem Arbeitsplatz anmelden. In der anschließenden Fragerunde wollten die Teilnehmer mehr wissen. Die Fragen reichten von ITIL-Konformität bis hin zu Marktentwicklung und Eurokursentwicklung in Frankreich und wurden alle sehr ausführlich beantwortet. Die Vielfalt schien ihm regelrecht Spaß zu machen.

Die IT-Krake in der Bank
Im Vorfeld war ich mir nicht sicher, was "Information" und "Enterprise" in diesem Zusammenhang bedeuten sollten. Mit meinem jetzigen Wissen würde ich es beschreiben als unterstützendes Informationssystem, das global Anwendung findet. Hierbei wurde deutlich, dass sich IT durch das ganze Unternehmen zieht und Schnittstellen zu jedem Bereich bildet. Sozusagen die Krake, die überall ihre Tentakel im Spiel hat. Aus diesem Grund hat die Veranstaltung nicht nur einen guten Überblick über die Technik innerhalb der Bank gegeben, sondern auch gezeigt, wie viele unterschiedliche Tätigkeiten und Einstiegsmöglichkeiten es in einer Bank gibt.

Wem ich die Veranstaltung empfehlen kann
Das Event war nicht nur geeignet für Technikfreaks, sondern für alle, die die Komplexität von großen Firmen begreifen wollen und ein Interesse daran haben, in einem weltweit agierenden Unternehmen zu arbeiten. Natürlich ist hierbei die Technik der Fokus. Jedoch wurde deutlich, dass hauptsächlich Leute gesucht werden, die global Teams koordinieren und Projekte planen und leiten können. Somit empfehle ich dieses Event für jeden, der Interesse an IT hat und die entsprechenden Soft Skills mitbringt.

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Bertelsmann): Mit Neonfarben zum Mobile Marketing

Dienstag, den 11. Januar 2011
Erfahrungs- bericht

Marnies Bewerbung strotzte nur so vor Neonfarben – genau die richtige Strategie, um eine Einladung zum Bertelsmann Mobile Marketing Day zu ergattern. Mit Ballerinas an den Füßen landete die Wahl-Spanierin im Münchener Winterchaos und erlebte eine spannende Veranstaltung eines Unternehmens, das so gar nicht dem Klischee von "Muttis Buchclub" entspricht.

Titel der Veranstaltung
Create Your Own Career: Bertelsmann Mobile Marketing Day

Datum und Ort
10. Dezember 2010, Random House, München

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
20 Teilnehmer, sieben Unternehmensvertreter (Christian Damke – Geschäftsführer Premium Vertriebs GmbH; Andreas Hofmann – Bereichsleiter Multichannel-Vermarktung, AZ Direct GmbH; Katrin Schmeling – Junior Kampagnen-Manager, arvato online services GmbH; Anke Birkenhake – Personalreferentin Marketing & Data Services, arvato online services GmbH; Henrik Matthies – Head of Sales & Business Development, CRM & Loyalty Solutions, arvato services GmbH; Judith Charles – HR/Employer Branding, Bertelsmann AG; Johanna Scheffer – HR/ Employer Branding, Bertelsmann AG) und Julia Vorsamer von e-fellows.net

Mobil gemacht
Zum Bertelsmann Mobile Marketing Day (MMD) fuhr ich aus zwei Gründen: Zum einen stehe ich kurz vor Abschluss meines Master-Studiums in Spanien und werde anschließend mit hoher Wahrscheinlichkeit auf selbstständiger Basis in Spanien tätig sein. Dort läuft alles noch eine Spur langsamer. Deshalb sichern mir neue Einblicke in den Mobile-Markt unheimliche Wettbewerbsvorteile. Zum anderen lehne ich die Einladung eines solch renommierten Unternehmens wie Bertelsmann zu einem so begehrten Event natürlich nicht ab. Also buchte ich, sobald die Bestätigung von e-fellows.net kam, ein Ticket von Valencia nach Memmingen und lernte dadurch als Nordlicht auch einmal den Süden Deutschlands kennen.

Marnie e-fellow Marnie (25) macht gerade ihren Master in Innovationsmanagement an der Universität von Valencia. Ihre unkonventionelle Bewerbung für den Bertelsmann Mobile Marketing Day erregte Aufmerksamkeit und so wurde sie am 10. Dezember zu dem Event nach München eingeladen. Die Chance, sich durch neue Einblicke in die Welt des Mobile Marketing Wettbewerbsvorteile auf dem spanischen Markt zu sichern, ließ sich Marnie nicht entgehen.

Ziel: Random House, München
Obwohl ich mich extra eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung auf den Weg gemacht hatte, schaffte ich es trotzdem, im weißen Winter-Wirrwarr zu spät zum Mobile Marketing Day bei Random House einzutrudeln. Dummerweise hatte ich auch noch Ballerinas an. Die waren nun völlig durchnässt und meine Haare hatten teilweise schon Eiszapfenform angenommen. Glücklicherweise waren auch ein paar andere Teilnehmer nicht viel pünktlicher, und trafen ebenfalls ziemlich verschneit in letzter Minute ein.

Die Gruppe war klein und aufgeweckt und die meisten Teilnehmer saßen schon an der langen gedeckten Tafelrunde. Hier und da wurde gegrübelt, was Bertelsmann mit der Veranstaltung bezweckte und was uns genau bevorstünde. Doch sehr schnell wurde klar, dass die Bertelsmänner den MMD wirklich nicht als getarntes Assessment Center ausrichteten und so entspannten sich auch die letzten nervösen Gesichter. Bald herrschte ein nettes Klima in der gemütlichen Runde von 20 Studenten und sieben Bertelsmann- und arvato-Mitarbeitern. Zusätzlich war auch Julia Vorsamer von e-fellows.net dabei.

Viel mehr als nur Bücher
In der ersten Seminarhälfte wurden die Unternehmensstrukturen von Bertelsmann, arvato und Random House knapp für uns zusammengefasst und Zusammenhänge zwischen den Firmen sowie Tätigkeitsbereiche erklärt. Es gab viele "Ah"- und "Oh"-Effekte im Publikum, da wir uns die Aufgaben des Unternehmens Bertelsmann – das man als globalen Verlag kennt, nicht aber als internationalen Medien- und Dienstleistungskonzern – nicht so umfassend und weitreichend vorgestellt hatten. Wer hätte denn vermutet, dass seine Google AdSense- oder Luftmeilen-Abrechnung über Bertelsmann läuft?

Ziemlich zügig kamen wir zum eigentlichen Thema der Veranstaltung, dem Mobile Marketing. Laut Marktanalysen wird sich dieser Kanal schneller entwickeln, als man eine App herunterladen kann. In spätestens drei Jahren ist mehr als ein Drittel aller Deutschen mit einem Smartphone ausgerüstet, um für jeden "Pipapo" mobil aufs Netz zuzugreifen, so die Prognose. Auch in Entwicklungsländern wäre dies früher oder später abzusehen.

Einige Teilnehmer sind sich dieser Entwicklung bereits bewusst und programmieren schon fleißig, wie ich in Pausengesprächen herausfand. Auch die Anwendungsbeispiele, die Katrin von arvato vortrug, wurden schnell ergänzt und neu definiert. Bisher noch ohne Smartphone, fühlte ich mich hier als Laie und sog deshalb alles auf, was ich mitnehmen konnte. Spanien liegt leider immer noch weit hinten in den Statistiken, doch das birgt natürlich auch seine Chancen – zum Beispiel für mich.

Lunch mit den Bertelsmännern und e-fellows.net
Beim Lunch hatten wir die Möglichkeit, uns zu den Bertelsmännern und -frauen zu gesellen und uns über Einstiegsmöglichkeiten zu informieren. "Du warst doch die mit dem schrägen Lebenslauf", sprach mich Andreas Hofmann an. Von ihm bekam ich nun auch eine Erklärung, warum ausgerechnet ich am MMD teilnehmen durfte. Um mal etwas Neues auszuprobieren, hatte ich nämlich einen CV eingesandt, der nur so vor Neonfarben strotzte. Eigentlich hätte ich einen Warnhinweis "Augenkrebsgefahr" außen anbringen müssen. Doch scheinbar war dies die richtige Bewerbungstaktik gewesen.

Da auch Julia Vorsamer mit uns zu Mittag aß, nutzte ich die Gelegenheit, bei ihr nachzuhaken, welche Vorlieben Personaler eigentlich haben. Sie bestätigte meine Vermutung, dass meine Strategie zwar diesmal geklappt hatte, weil sie themengerecht angelegt war, aber nicht unbedingt immer erfolgversprechend sein müsse.

Offene Brieftaschen kommen bestimmt
Nach dem Mittagsessen gab es einen weiteren Vortrag zur Zukunft der "Mobile Coupons". Der Kunde kann damit beim Einkauf auf eine Riesenmenge an Rabatten verschiedener Handelsmarken zugreifen, die er direkt auf sein Handy gesendet bekommt. Der Fokus des Vortrags lag auf der Frage, wie dies seitens der Firmen ermöglicht werden kann. Damit beschäftigt sich bei Bertelsmann ein neues firmenübergreifendes Projekt: "Arcado Open Wallet".

In anschließenden Fallstudien sollten wir das Einbetten von "Mobile Couponing" in Multichannel-Strategien selbst erarbeiten. Dazu gab es drei Team-Aufgaben zur freien Auswahl, bei denen für jeden etwas dabei war.

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Fallstudien nach Wahl
Eine eher praktische Frage befasste sich mit Ideen zur Incentivierung (Be- oder Entlohnung für Kunden, Mitarbeiter oder Geschäftspartner, die bei Erfüllung einer vorher definierten Vorgabe ausgehändigt wird) von Kunden: Wie bringe ich möglichst viele Menschen dazu, "Mobile Coupons" zu nutzen und Daten von sich preiszugeben, die dann weiterverwendet werden können und somit in neue Marketing Strategien einfließen?

Die beiden anderen Fälle beinhalteten abstraktere Aufgaben. Man konnte wählen zwischen der Aufstellung eines Konzeptes zur Gewinnung von Neukunden über multiple Marketingkanäle oder der Formulierung eines Service Portfolios zur Integrierung der "Mobile Coupons" in die Wertschöpfungskette des Unternehmens.

Nach einer knappen Stunde Gruppendiskussionen wurden die Ergebnisse der einzelnen Teams an Flipcharts vorgestellt. Anschließend fand noch eine allgemeine Feedbackrunde statt und dann machten sich langsam alle auf den Heimweg.

Fazit
Ich empfand die Veranstaltung als spannend und sehr gelungen. Alle Vortragenden stellten ihre Themen sehr praxisnah dar, Firmengeschichte und -philosophie wurden kurz und knapp gehalten, wie ich es mir zu Studienzeiten so manches Mal in meinen Vorlesungen gewünscht hätte … Vielleicht möchten die Mitarbeiter von Bertelsmann ja mal in die Dozentenrolle schlüpfen?

Bertelsmann ist kein steifes und konservatives Unternehmen, wie man im Hinblick auf das Klischee von "Muttis Buchclub" meinen könnte. Der Konzern ist jung, natürlich und dynamisch. Auch die Teilnehmer waren thematisch wirklich auf Zack, so kam ein interessanter Austausch zustande. Dass es um mehr als nur Bücher gehen würde, ahnte ich vorab, aber die globalen Ausmaße der Tätigkeiten des Konzerns plus seiner Töchterunternehmen wie arvato, lassen die Reichweite und Einflüsse des Netzwerks nur ansatzweise vermuten.

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
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Erfahrungsbericht (Freshfields): Steuerrecht im Kaminzimmer

Mittwoch, den 5. Januar 2011
Erfahrungs- bericht

Gemütlich bei einem Apero im Kaminzimmer steuerrechtliche Fragen diskutieren  – so lässt es sich als Jurist doch leben! e-fellow Maximilian entdeckte beim Workshop der Wirtschaftskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer viele neue Aspekte des Steuerrechts.

Titel der Veranstaltung
Workshop Steuerrecht

Zeit und Ort
Donnerstag, 25. November 2010 in den Räumen von Freshfields in Frankfurt am Main

MaximilianWas macht eigentlich ein Steuerrechtler in einer Großkanzlei? e-fellows.net-Stipendiat Maximilian (28), Student der Rechtswissenschaften an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, wollte es genau wissen und nahm am Workshop Steuerrecht von Freshfields Bruckhaus Deringer teil.

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
Insgesamt waren 15 Juristinnen und Juristen zu dem Workshop eingeladen. Von Seiten der Kanzlei nahmen als Organisatoren und Ansprechpartner im Vorfeld der Veranstaltung Dr. Jan Brinkmann (Partner), Silvia Wenzel (HR Coordinator Recruitment) und Andre Happel (Associate) teil. Die beiden Workshops wurden von Dr. Ulf Johannemann (Partner) und Wilfried Schäfer (Partner) geleitet. Beim Abendessen und dem anschließenden Get-together war die gesamte Frankfurter Praxisgruppe Steuerrecht der Kanzlei anwesend, soweit an diesem Tag im Hause.

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Bereits im Studium hatte ich im Rahmen des Schwerpunktbereichs ersten Kontakt mit dem Steuerrecht. Doch ich konnte mir aus diesen Erfahrungen heraus nicht recht vorstellen, was ein Steuerrechtler in einer Großkanzlei wie Freshfields Bruckhaus Deringer genau macht. Als ich von der Veranstaltung las, war ich deshalb zunächst einmal gespannt, um was es denn konkret inhaltlich gehen würde. Darüber hinaus wollte ich die Kanzlei, von der ich bis dato immer nur gehört hatte, auch einmal selbst kennenlernen, da ich mir durchaus vorstellen kann, einmal bei einer solchen Großkanzlei zu arbeiten.

Die ersten 100 Tage bei Freshfields
Um 15 Uhr begrüßte Dr. Jan Brinkmann die Teilnehmer und stellte uns kurz die Praxisgruppe Steuerrecht vor. Im Anschluss daran erfuhren wir aus Sicht eines Berufsanfängers viel über das Arbeitsleben in der Kanzlei. Den Vortrag über "Die ersten 100 Tage" hielt Andre Happel, der erst seit kurzer Zeit als Associate zum Team der Steuerrechtler gehört. Die nachfolgende Diskussions- und Fragerunde verlief so interessant, dass alle zunächst gerne auf die geplante Kanzleiführung verzichtet haben.

Die Welt der Finanzprodukte
Nach der Kaffeepause ging es mit dem ersten Fachworkshop weiter: Dr. Ulf Johannemann gab uns mit seinem sehr unterhaltsamen und kurzweiligen Vortrag eine Einführung in die Welt der Finanzprodukte. Im Anschluss daran erörterte er deren steuerrechtliche Aspekte und Möglichkeiten, womit die Veranstaltung bei einem der Arbeitsschwerpunkte der Praxisgruppe Steuerrecht angekommen war. Hieraus ergaben sich einige Diskussionen, die für mich die größte Bereicherung waren. Sie machten mir nämlich die enge Verzahnung zwischen den betriebs- und finanzwirtschaftlichen Motivationen bewusst, die hinter der Kreation einzelner Finanzprodukte stecken, und ihrer steuerlichen Konsequenzen gerade für institutionelle Anleger.

Herausforderung "integrierter Konzern"
Nach einer weiteren kurzen Pause begann der zweite Fachworkshop zum Thema "Steuerliche Konsequenzen der Schaffung eines integrierten Konzerns zwischen Porsche und VW" von Wilfried Schaefer. Dieses Thema stellte einen weiteren Arbeitsschwerpunkt der Praxisgruppe dar. Ende des Jahres 2008 scheiterte Porsche mit dem Versuch, die Volkswagen AG zu übernehmen (Stichwort: "neues" VW-Gesetz). Daher soll nun ein "integrierter Konzern" zwischen Porsche und VW geschaffen werden. Herr Schaefer zeigte, welche steuerrechtlichen Konsequenzen die Schaffung eines integrierten Konzerns auslösen kann und welche Herausforderungen sich daraus für die beteiligten Anwälte ergeben. Ins Zentrum der Betrachtungen rückte er dabei insbesondere die Folgen der Übertragung von "steuerverhafteten Anteilen" an Kapitalgesellschaften.

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Mit einer Zusammenfassung durch Dr. Jan Brinkmann und einer letzten gemeinsamen Fragerunde endeten die Fachworkshops gegen 19 Uhr. Danach kamen wir doch noch in den Genuss einer Führung durch die Bibliothek, die Büros und die repräsentativen Räume der Kanzlei.

Gemütlicher Ausklang im Kaminzimmer
Ab 19.30 Uhr traf man sich im "Kaminzimmer" der Kanzlei wieder, um mit einem kleinen Apero das gemeinsame Abendessen einzuläuten und die Veranstaltung selbst ausklingen zu lassen. Dabei entstanden mit den Anwälten der Praxisgruppe Steuerrecht teils intensive Diskussions- und Gesprächsrunden. Da viele Teilnehmer des Workshops noch einen weiten Heimweg vor sich hatten, verabschiedeten sich die ersten bereits gegen 21 Uhr. Insgesamt war es dennoch ein sehr gemütlicher Ausklang der Veranstaltung.

Fazit
Die Teilnahme am Workshop Steuerrecht bei Freshfields Bruckhaus Deringer in Frankfurt hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt. Zum einen fand ich die Einführung in die Arbeitsbereiche der Steuerrechts-Praxisgruppe der Kanzlei sehr interessant; auch weil Aspekte des Steuerrechts im Fokus standen, die mir bisher unbekannt waren. Zum anderen empfand ich die Atmosphäre während des Workshops als sehr entspannt und offen. Und nicht zuletzt fand ich sehr schön, dass es so viele Möglichkeiten gab, mit den Anwälten zu reden und zu diskutieren. Zu allen aufkommenden Fragen wurden authentische Antworten gegeben.

Daher kann ich jedem, der sich vorstellen kann, einmal bei einer Großkanzlei anzufangen, nur empfehlen, sich diesen oder einen ähnlichen Workshop einmal anzusehen. Es lohnt sich.

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
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Die e-fellows.net-Mitarbeiter stellen sich vor: Sarah Young

Dienstag, den 4. Januar 2011
Maximilian

Ob man ihren Namen deutsch oder amerikanisch ausspricht, ist Sarah (oder "Särah") egal. Auch sonst ist sie nicht sehr wählerisch: Sie kommt sowohl mit Hunden als auch mit Katzen als auch mit Kollegen klar. Obwohl sie so pflegeleicht ist, arbeitet sie unter strengen Auflagen: Verehrer, die sie aus Chatrooms kennt, sind im Büro nicht gestattet.

Was machst du bei e-fellows.net?
Als Volontärin im Team Content & Community schreibe ich für die Website, redigiere Erfahrungsberichte von Stipendiaten, erstelle den Community-Newsletter und erledige alles Mögliche, was sich meine lieben Kollegen sonst so einfallen lassen. Außerdem versuche ich – mit zunehmendem Erfolg – Lukas' Schrift auf den Korrekturen meiner Texte zu entziffern.

>> Teil 31 der Serie: Wer sind die eigentlich bei e-fellows.net? <<

Sarah

Was hast du vorher gemacht?
Ich habe drei großartige "Damit-kriegst-du-nie-einen-Job"-Fächer an der LMU in München studiert: Amerikanische Kulturgeschichte, Ethnologie und Religionswissenschaft. Ich fand es einfach schön, morgens vom Dozenten mit dem Satz  "Na, ihr zukünftigen Arbeitslosen, alles fit?" begrüßt zu werden. Neben der Uni war ich Werkstudentin in der Online-Redaktion von FriendScout24, Praktikantin in einem Wissenschaftsverlag und zuvor Teamassistentin bei BMW Financial Services.

Was gefällt dir an deiner Arbeit bei e-fellows.net?
Die lockere Atmosphäre hier im Team gefällt mir wirklich sehr gut. Alle Kollegen bleiben immer nett, auch wenn's mal stressig wird. Da ich noch ziemlich neu bin, lerne ich unglaublich viel. So habe ich eigentlich jeden Tag ein kleines Erfolgserlebnis, weil ich irgendein Tool das erste Mal bediene, oder weil mir bei einer bestimmten Aufgabe plötzlich ein Licht aufgeht, wie xy funktioniert – das macht Spaß!

Welche privaten Interessen hast du?
Ich liebe Musik, allerdings bin ich leider vollkommen unmusikalisch und beschränke mich deshalb aufs Hören, am liebsten auf Konzerten. Ansonsten organisiere ich sehr gerne Events und Partys, gehe oft und ausgiebig essen oder lasse mich bekochen und fotografiere gern. Außerdem mag ich Tiere, allerdings verstehe ich diese Hunde-Katzen-Diskussion nicht, ich finde beides toll und hätte am liebsten einen ganzen Bauerhof.

Was war dein erstes Aha-Erlebnis mit dem Internet?
Das war ungefähr 1995. Zu der Zeit habe ich am Rechner meines Dads diverse Teenie-Chatrooms für mich entdeckt. Eines Morgens stand äußerst unerwartet einer meiner Chatpartner aus Köln mit einer Rose in der Hand vor unserer Haustür. Mein Dad war "not amused". Seitdem bin ich etwas vorsichtiger bei der Herausgabe meiner Daten und das Chatten mit Fremden habe ich auch eingestellt.

Welche lebende oder historische Person würdest du gerne treffen?
Die US-amerikanische Bürgerrechtlerin und Philosophin Angela Davis. Ich habe während meines Studiums unglaublich viel von ihr und über sie gelesen und es würde mich interessieren, ob sie auch in natura so mitreißend ist.

Was willst du in deinem Leben unbedingt noch machen?
Ich muss unbedingt noch nach San Francisco und dort auf den Spuren von Abbie Hoffman durch Haight-Ashbury spazieren. Das mache ich hoffentlich nächstes Jahr. Und auf ein Konzert von System of a Down muss ich auf jeden Fall noch gehen. Drückt mir die Daumen, dass die sich nicht vorher trennen!