Monatsarchiv für Dezember 2010

Erfahrungsbericht (McKinsey): Das Berater-Einmaleins bei der Weinprobe lernen

Mittwoch, den 29. Dezember 2010
Erfahrungs- bericht

"Machen Sie die Probe!" Mit dem Titel des McKinsey-Events war nicht nur die Weinprobe gemeint, die den Rahmen der Veranstaltung bildete. Proben konnte e-fellow Harald vor allem, ob er und die Beraterbranche zusammenpassen. Die entspannte Atmosphäre hielt ihn nicht davon ab, die Berater mit konkreten Fragen zu löchern: Was muss ich für die Bewerbung bei McKinsey wissen? Und was heißt "obligation to dissent"?

Haralde-fellow Harald (20) studiert im ersten Semester Wirtschaftsingenieurwesen in Erlangen und liebäugelt bereits mit der Beraterbranche. So frönte er beim Event "Machen Sie die Probe!" nicht nur Wein und gutem Essen, sondern unterhielt sich vor allem mit potenziellen Kollegen.

Titel der Veranstaltung
"Machen Sie die Probe!"

Datum und Ort
9. Dezember 2010, 9 bis 22:30 Uhr

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
Neun Teilnehmer aus den Fächern BWL, Ingenieurwissenschaften und Jura; drei Vertreter von McKinsey

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In der McKinsey-Gruppe kannst du Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei McKinsey kontaktieren.

Unternehmensberatungen verfügen zweifellos über eine hohe Anziehungskraft. Versprochen werden Karrierechancen, abwechslungsreiche Aufgaben und interessante Kollegen – doch was ist dran an diesen vermeintlichen Floskeln? Beim Dinner-Event "Machen Sie die Probe!" konnte ich mit Beratern von McKinsey dazu ungezwungen ins Gespräch kommen.

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein …
… sondern auch von Rindercarpaccio, Schmorbraten mit Kartoffelfächer, Dorade und Mascarpone. Treffpunkt war die "Vineria", ein italienisches Restaurant in Nürnberg. Während einer Weinprobe unterhielten wir uns mit den Beratern und erhielten ausführliche und offene Antworten auf unsere Fragen. Hier die, die mir am wichtigsten waren:

Wie sehen Arbeitszeiten und Arbeitsalltag aus?
Die Berater schilderten ihren Alltag so: Montag bis Donnerstag wird der Job beim Klienten vor Ort erledigt, am Freitag kehren sie in ihr "Home Office" zurück. Morgens beginnt die Arbeit etwa um 9 Uhr, eine feste Feierabend-Uhrzeit gibt es nicht, hier gilt, soweit erforderlich:  "open end".

Wie vielfältig ist der Job?
Die Aufgaben reichen von internen Studien über die Beratung von Behörden bis hin zu Aufträgen großer Firmenklienten aus den verschiedensten Branchen und Industrien. So ist Vielfalt garantiert, bekräftigten die Berater. Auch gibt es immer mehr internationale Projekte, vor allem in Asien. Alle Berater waren offensichtlich begeistert von ihrem Job. Neben der genannten Vielfalt liegt das vor allem an der steilen Lernkurve und dem Kennenlernen vieler Unternehmen und deren Strukturen.

Wie läuft die Bewerbung ab?
Das Bewerbungsgespräch besteht für Praktika aus drei, für eine Festanstellung aus fünf Einzelgesprächen und umfasst neben Case Studies auch einen mathematischen Test. Die Berater empfehlen ausdrücklich, solche Case Studies zu üben.

Welche Angebote hat McKinsey für Bachelor- und Master-Studenten?
Bachelor-Absolventen wechseln nach einem Jahr in das so genannte Fellowship-Programm. Davon werden sie nach zwei Jahren – bei Lohnfortzahlung für zwölf Monate – freigestellt, um zu promovieren oder einen MBA zu erwerben. Mit Master steigt man direkt als Fellow ein.

Recht des Klügeren
Noch weitere interessante Informationen habe ich mitgenommen. Im Arbeitsalltag gilt: "Obligation to dissent" – die faktisch richtige Meinung zählt, nicht zwangsläufig die des hierarchisch höher Stehenden. Und: Es gibt Einsparprojekte, doch Entlassungen sind dabei das letzte Mittel. Und: In der Tat arbeitet ein studierter Opernsänger bei McKinsey!

Fazit
Das Treffen hinterließ bei mir einen durchweg positiven Eindruck, wozu natürlich die angenehme Atmosphäre und das gute Essen beitrugen, vor allem jedoch die Offenheit und Freundlichkeit der Berater. Alle Fragen – auch kritische – wurden kompetent beantwortet und auch der Smalltalk kam nicht zu kurz. Eine empfehlenswerte Veranstaltung für alle, die sich gern selbst ein erstes Bild von Beratern, deren Beruf und natürlich auch dem Unternehmen McKinsey machen wollen.

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Miete das Auto deines Nachbarn

Mittwoch, den 22. Dezember 2010
Maximilian

Wer eine Autovermietung gründet, braucht nicht unbedingt einen riesigen Fuhrpark – wenn er so wie e-fellow Konrad auf bestehende Ressourcen zurückgreift: Die meisten Autos stehen die meiste Zeit sowieso ungenutzt in der Garage. So gründete Konrad mit fünf anderen Studenten und Absolventen Deutschlands erste Autovermietung von privat zu privat.

Konrade-fellow Konrad (23) studiert Jura an der Bucerius Law School in Hamburg. Er ist aber nicht nur Student, sondern auch Geschäftsführer seines Carsharing-Unternehmens tamyca. Für solche Peer-to-peer-Konzepte sei "die richtige Zeit angebrochen", meint er.

Was macht dein Unternehmen?
Tamyca ("take my car") ist Deutschlands erstes Carsharing unter Privaten. Autobesitzer können zum ersten Mal ihr Auto an Fahrer in der Nachbarschaft vermieten. Alle Fahrzeuge sind automatisch während der Vermietung versichert. Die Abwicklung findet über eine neue Internetplattform statt (www.tamyca.de). Wir von tamyca begleiten Mieter und Vermieter und stehen mit Rat und Tat zur Seite.

Wie bist du auf die Idee zur Gründung gekommen?
Die Idee zu tamyca wurde im Sommer 2010 geboren, als wir im Rahmen der Gründerveranstaltung "3 Day Start-Up" an der RWTH Aachen aufeinander trafen. Wir fragten uns: "Wieso stehen eigentlich so viele Autos nutzlos herum?" Firmenparkplätze, Parkhäuser und Parkstreifen sind völlig überfüllt. Immer, wenn wir ein Auto brauchten, hätten wir gerne auf diese Autos zugegriffen, waren aber auf teure professionelle Autovermieter angewiesen. Das wollten wir ändern. Es sollen alle sinnlos herumstehenden Autos für Fahrer aus der Nachbarschaft verfügbar sein. Daraus entstand Deutschlands erstes Carsharing zwischen Privatpersonen.

Wie bist du beim Gründen vorgegangen und wer hat dir dabei geholfen?
Wir haben uns im Nachklang des "3 Day Start-Up" oft online und offline getroffen und das Konzept weiterentwickelt. Wir überlegten uns die Architektur der Website, verhandelten mit Versicherungen und legten intern die Aufgaben fest. Als klar war, dass wir auf eine gute und umsetzbare Idee gestoßen waren, haben wir die tamyca GmbH gegründet, Verträge abgeschlossen und losgelegt.

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tamyca Logo (Quelle: tamyca)Fakten zu tamyca GmbH
Branche: Autovermietung
Produkt: Carsharing zwischen Privatpersonen
gegründet: 2010
Anzahl Beschäftigte: 6
Website: www.tamyca.de

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Das Team von tamyca (Quelle: tamyca)
Das Team von tamyca [Quelle: tamyca]

Konrad über sich und sein Unternehmen:

Mein Unternehmen habe ich gegründet, weil …
… die Idee des Peer-to-peer-Carsharing klasse, das Team kompetent und die richtige Zeit angebrochen ist.

Mein Unternehmen ist profitabel, weil …
… Mieter, Vermieter, wir und die Versicherung mit tamyca ökonomische und ökologische Vorteile erzielen. Eine "quadruple-win" Situation sozusagen. ;-)

Unternehmer sein liegt mir, denn …
… ich bin mutig, kreativ und teamfähig. Die Wahrheit hingegen ist schlichter: Es macht mir unglaublich viel Spaß!

Startkapital habe ich erhalten über …
… mich, wie alle anderen im Team auch. Man braucht keine Unsummen fürs eigene Unternehmen. Diese Zeiten sind vorbei. Um mit Günter Faltin zu sprechen: "Kopf schlägt Kapital".

Wenn ich nicht mein Unternehmen leite, dann …
… studiere ich in Hamburg Jura an der Bucerius Law School und bereite mich aufs 1. Staatsexamen vor.

In fünf Jahren …
… werden wir definitiv mehr Peer-to-peer Konzepte in Deutschland sehen. Das Konsumverhalten und der Eigentumsbegriff werden sich spürbar verändert haben. Und vielleicht, so die Hoffnung, wird aus dem jungen Pflänzchen tamyca ein kräftiger Baum mit reifen Früchten geworden sein. ;-)

Mein Tipp für andere Unternehmensgründer:
Als erstes steht die persönliche Entscheidung, Unternehmer werden zu wollen. Dann saug alles wie ein Schwamm auf: Bücher, Blogs, Veranstaltungen, persönliche Gespräche. Schreibe selbst darüber, sprich zu Gleichgesinnten und denjenigen, die bereits leben, was Dir erstrebenswert erscheint. Und dann heißt es: gründen, scheitern, besser scheitern. Gute Nehmerqualitäten und unabhängiges Denken und Handeln helfen.

Zu Weihnachten: Nie wieder Tag-Spamming

Mittwoch, den 22. Dezember 2010
Lukas

Jemand stellt eine Frage nach dem Migrationshintergrund der e-fellows. Er vergibt die Tags Jura, Medizin, VWL, BWL und noch einige mehr. Ein klarer Fall von Tag-Spamming. Natürlich, damit erreicht die Frage viele e-fellows per E-Mail. Die fühlen sich aber mit jeder unpassenden Mail zusehends genervt. Das ist nun vorbei: Jetzt können die e-fellows gemeinsam darüber entscheiden, ob die Tags auch zur Frage passen.

Der wohl größte nicht geldwerte Mehrwert des e-fellows.net-Stipendiums ist die Rubrik "Fragen & Antworten" in der e-fellows.net community. 71 Prozent der Fragen sind nach einer Stunde beantwortet, 97 Prozent nach drei Tagen, und das Niveau ist deutlich höher als sonstwo – schließlich antworten die besten Studenten, Doktoranden und Young Professionals. Das sehen auch die e-fellows so: 67 Prozent empfinden das Niveau als höher, nur 3 Prozent als niedriger als in anderen Communitys (laut Community-Umfrage 2010).

Das System: Schlaue Leute plus Tag-Abo plus E-Mails
Warum das System so gut funktioniert? Stellt jemand eine Frage zum Beispiel mit dem Tag "Beratung", geht die Frage per E-Mail an all die e-fellows, die

  • das Tag "Beratung" in ihrem Tag-Abo stehen haben und
  • die E-Mails "bei neuen Fragen zu meinen Tags" wollen.

Damit erreicht man sehr schnell die e-fellows, die sich mit meinem gesuchten Thema auskennen oder zumindest dafür interessieren. Und bekommt meist niveauvolle Antworten, denn nirgendwo sonst tummeln sich so viele schlaue Leute.

Tag-Spamming schadet allen
So gute Antworten sprechen sich natürlich rum. Doch je mehr Schafe auf der Weide grasen, desto schneller ist die Weide auch dahin. Manche nutzen das System auch aus – bewusst oder unbewusst – und stellen Fragen mit Tags wie bei der oben genannten, nur um möglichst viele Leute mit ihrer Frage zu erreichen. Wenn die E-Mails aber zu oft nicht zum Tag-Abo passen, dann bestellt man die E-Mails irgendwann ganz ab. Oder man klickt gar auf "Das ist Spam", was dazu führt, dass ihr E-Mail-Anbieter denkt, dass e-fellows.net Spam-Mails verschickt. Im schlimmsten Fall stellt er dann erst mal gar nichts mehr von uns zu, auch nicht mehr die Info zur Stipendiumsverlängerung.

So geht's: Tags freigeben
Je mehr Leute das tun, desto größer der Schaden also für alle Mitglieder der Community. Deshalb haben wir uns etwas überlegt: Ab sofort könnt ihr entscheiden, ob die Tags zu einer Frage passen. Erst wenn mindestens drei e-fellows die Tags in Ordnung finden, werden die E-Mails verschickt. Die Moderatoren können Tags übrigens auch sofort freigeben.

Geht jetzt nicht alles viel langsamer?
Dauert es jetzt nicht viel länger, bis man eine Antwort auf seine Frage bekommt – die Frage muss ja erst mal von drei Leuten freigegeben werden? Keine Angst – bislang ist noch keine Frage länger als zehn Minuten ohne Freigabe geblieben. Die e-fellows sind also auch hier sehr schnell.

Tags Freigeben Beispiel

Hat jemand also eine Frage gestellt und wundert sich, warum sie nach mehreren Stunden noch nicht freigegeben wurde, dann sollte er wahrscheinlich die Tags ändern.

Also: Nie mehr Tag-Spamming. Wenn das kein guter Zeitpunkt ist, dein Tag-Abo anzupassen? :)

Bald auch bei Terminen
Das System wird demnächst noch etwas verfeinert und auf die Termine in Gruppen ausgeweitet, damit dort auch niemand mehr gewollt oder ungewollt Spam-E-Mails versenden kann.

Was denkt ihr?
Ich hoffe, dieses kleine Weihnachtsgeschenk gefällt euch so gut wie uns. Es ist endlich eine Lösung für ein schon länger schwelendes Problem. Auf eure Meinung freuen wir uns in diesem Thread oder einfach per Kommentar unter diesem Blog-Posting.

Wir wünschen allen e-fellows ein frohes Fest und auch im nächsten Jahre viele hilfreiche Momente in der e-fellows.net community!

Erfahrungsbericht (Freshfields): Großkanzlei der offenen Türen

Dienstag, den 21. Dezember 2010
Erfahrungs- bericht

Auch in einer Großkanzlei wird nicht so heiß gegessen wie gekocht. Gehetzte Anwälte,
die ihr eigenes Süppchen kochen, suchte e-fellow Alexander beim Workshop "Gesellschaftsrecht"
von Freshfields jedenfalls vergeblich. Dafür
fand er unter den potenziellen Kollegen interessante Persönlichkeiten, die lieber mit juristischem Erfindergeist als nach Rezept
arbeiten.

Nach seinem Jura-Studium an der Uni Köln und der Duquesne University in Pittsburgh hat e-fellow Alexander (25) sein erstes Staatsexamen abgelegt. Im Januar beginnt er sein Referendariat. Beim Freshfields-Workshop "Gesellschaftsrecht" konnte er testen, ob seine bisherige Meinung über Großkanzleien der Realität entsprach.

Titel der Veranstaltung
Workshop "Gesellschaftsrecht" bei Freshfields Bruckhaus Deringer

Zeit und Ort
28. Oktober 2010 in Frankfurt am Main

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
20 Teilnehmer; Vertreter von Freshfields Bruckhaus Deringer: die Partner Dr. Thomas Bücker, Dr. Christian Decher, Dr. Andreas König, Dr. Markus Paul und Dr. Matthias-Gabriel Kremer sowie die Associates Dr. Sabrina Kulenkamp, Dr. Sabastian Füg, Dr. Ulrich Korth und Silvia Wenzel (Human Resources)

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
"Großkanzlei" – wenn dieses Stichwort fällt, kommen den meisten Jurastudenten ganz bestimmte Assoziationen: positive – fantastische Einstiegsgehälter, Mandate, über die in den Medien gesprochen wird und Arbeit in einem weltweiten Netzwerk, aber auch weniger positive – endlose Arbeitszeiten, unüberschaubare Größe und hoher Erfolgsdruck. Dabei gibt es in den üblichen Gesprächen an der Universität nur "die" Großkanzlei – die Unterschiede zwischen den mittlerweile zahlreichen Vertretern am deutschen Markt kennen die wenigsten Studenten.

Kontakt zu Freshfields aufnehmen?
In der Freshfields-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Freshfields kontaktieren.

Auch sind die Arbeitsfelder dieser Kanzleien für die meisten Studenten kaum mehr als Schlagworte. Was sich tatsächlich hinter Begriffen wie "M&A", "Core Corporate" oder "Transaktionsbegleitung" im Arbeitsalltag verbirgt, dürfte wohl den wenigsten Absolventen bekannt sein.

Nach meinem ersten Staatsexamen suchte ich nach einer Möglichkeit, eine solche Großkanzlei und ihre Arbeit einmal unverbindlich kennenzulernen. Freshfields Bruckhaus Deringer kannte ich von Veranstaltungen an meiner Heimatuniversität Köln. Als ich dann noch über mein e-fellows.net-Stipendium auf den Workshop "Gesellschaftsrecht" in Frankfurt aufmerksam wurde, stand mein Entschluss fest, diese Chance zu nutzen.

Vielfältige Einstiegsmöglichkeiten
In der Empfangshalle des Frankfurter Büros begrüßte uns Frau Wenzel und begleitete uns in den 20. Stock des Gebäudes. Dort erwartete uns bereits ein Frühstücksbuffet, an dem wir uns stärken und die anderen Teilnehmer kennenlernen konnten, bevor das offizielle Programm startete.

Das begann mit einer Vorstellung der Sozietät und der Praxisgruppe "Gesellschaftsrecht / M&A" durch die Partner Dr. Andreas König und Dr. Markus Paul. Im Anschluss standen beide den Teilnehmern bei ihren zahlreichen Nachfragen Rede und Antwort. Dabei wurde deutlich, dass es nicht "die eine" Karriere als Wirtschaftsanwalt gibt, sondern viele verschiedene Karrieremöglichkeiten: über den Einstieg als wissenschaftlicher Mitarbeiter neben der Promotion, als Referendar oder "fertiger Anwalt" bis hin zu Teilzeit-Modellen oder der Position "Counsel" als Alternative zum klassischen Partner-Track. Die Karrierewege sind so vielfältig wie die Persönlichkeiten, die für Freshfields arbeiten.

Soziale Events statt Leistungsdruck
Besonders interessant war der Vortrag über "die ersten 100 Tage als Freshfields-Anwältin" von Dr. Sabrina Kulenkamp. Spätestens da musste ich meine Vorurteile über Großkanzleien überdenken: Stand da doch eine junge Anwältin, die nicht vom großen Geld, sondern vom guten Teamwork schwärmte, deren Wochenenden üblicherweise frei sind und die von "offenen Bürotüren" und diversen Social Events von Freshfields berichtete. Frau Kulenkamp wurde fast "als eine von uns" wahrgenommen – lag doch ihr eigenes Studium noch nicht allzu lange zurück.

Büro der offenen Türen
Nach einer kurzen Kaffeepause führte uns Dr. Ulrich Korth durch das Frankfurter Büro. Neben dem Ausblick auf die Frankfurter Skyline und der gut ausgestatteten Bibliothek (die sich manch ein Student an seiner Uni ebenfalls gewünscht hätte) fielen in der Tat die meist offenen Türen der Büros auf. Die Suche nach den "typischen" übernächtigen und gestressten Großkanzlei-Anwälten blieb erfolglos.

Die Büroführung endete in der Mitarbeiterlounge im 27. Stock. Hier konnten wir beim MIttagessen in lockerer Atmosphäre zusammen mit diversen Partnern und Associates von Freshfields weitere Fragen bezüglich Karriere, Kanzleikultur & Co. diskutieren.

Erfindergeist statt Fleißarbeit
Am Nachmittag folgten dann die Workshops. Zuerst erläuterte uns Partner Dr. Christian Decher den Begriff "Business Combination Agreement", den wohl maximal zwei bis drei Teilnehmer zuvor jemals gehört hatten. Danach wurden wir in zwei Teams aufgeteilt – also zwei Parteien eines fiktiven Falls. Dabei sollten wir ein eben solches Business Combination Agreement aushandeln, das im Vorfeld einer Unternehmensübernahme geschlossenen wurde. So lernten wir die praktische Bedeutung dieser Vereinbarungen aus Sicht der beratenden Anwälte kennen.

Nach einer Kaffeepause stellte uns Partner Dr. Matthias-Gabriel Kremer dann die nächste Aufgabe: Eine Bank will ihr Privatkundengeschäft verkaufen: Wie soll dieser Vertrag vollzogen werden? Die Vorschläge von uns Teilnehmern erwiesen sich allesamt als nicht empfehlenswert. Die Lösung des Falls bestand schließlich in einer Kombination aus Umwandlungsrecht und M&A. Spätestens hier wurde mir klar, wie interessant die Arbeit als Wirtschaftsanwalt bei Freshfields ist, da sie sich keineswegs in bloßer Fleißarbeit erschöpft, sondern täglich neuen "juristischen Erfindergeist" fordert.

Eine Hauptversammlung aus Anwaltssicht
Schließlich erlebten wir im letzten Workshop des Tages die Vorbereitung und Begleitung der Hauptversammlung einer börsennotierten Gesellschaft. Was ich bisher aus Sicht eines Kleinaktionärs erlebt hatte als ein Event, bei dem es freie Verpflegung und diverse Geschenke gab, stellte sich aus Sicht eines Anwalts als sehr anspruchsvoll dar. So erfuhren wir zum Beispiel von den Methoden sogenannter "professioneller Aktionäre", die bewusst fehlerhafte Beschlüsse provozieren und dann versuchen, Hauptversammlungsbeschlüsse mittels Anfechtungsklagen zu blockieren.

Nach der Großkanzlei in die Genussakademie
Im Anschluss daran wurden wir mit einem Bus in unser Hotel gebracht, um uns "frisch zu machen" für den gemütlichen Teil des Abends, der in der Genussakademie stattfand, einer Kochschule in der Frankfurter Innenstadt.

Dort bereiteten wir, gemeinsam mit diversen Anwälten von Freshfields, selbst unser Drei-Gänge-Menü zu. Nachdem Krawatten und Sakkos abgelegt und die Ärmel hochgekrempelt waren, entstand schnell eine lockere Atmosphäre, und bei Rindergeschnetzeltem und Rotwein diskutierten wir letzte Fragen zu Referendariat, Karriereperspektiven, Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder der vielzitierten Work-Life-Balance.

Mein persönliches Fazit
Auch bei Großkanzleien wird nichts so heiß gegessen wie gekocht: Die Anwälte dort sind auch "nur" Menschen, die ein Privatleben und Interessen jenseits der Arbeit haben. Ein Berufseinsteiger wird dort grundsätzlich nicht alleingelassen und den klassischen Einzelkämpfer, der nur mit Ellenbogen im Haifischbecken Großkanzlei überlebt, wird man vergeblich suchen.

Wem ich die Veranstaltung weiterempfehle
Empfehlenswert ist die Teilnahme sicherlich für all jene, die mit den gängigen Vorurteilen über Großkanzleien aufräumen und sich lieber selbst ein Bild machen wollen. Zudem ist der Workshop eine wertvolle Orientierungshilfe hinsichtlich des Referendariats oder des Berufseinstiegs, da man viele potenzielle Kollegen kennenlernt.

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Telekom "Technology meets Talent"): Web 2.0 und Open Innovation

Dienstag, den 21. Dezember 2010
Erfahrungs- bericht

Wie entwickeln Unternehmen Ideen für neue Produkte? Ganz unterschiedlich! Zum Beispiel holen sie sich die Ideen einfach von draußen. "Open Innovation" nennt sich das dann. e-fellows.net-Stipendiat Jan-Gerd diskutierte das Thema zusammen mit 200 Studenten, Profis und Größen aus Wirtschaft und Wissenschaft auf dem Symposium "Technology meets Talent" der Deutschen Telekom.

Dank meines e-fellows.net-Stipendiums besuchte ich am 6. Dezember die Veranstaltung "Technology meets Talent" der Deutschen Telekom im Theater Wechselbad in Dresden. Ich war einer von mehr als 260 Teilnehmern, die hauptsächlich aus der Informatik, dem Ingenieurwesen oder anderen wirtschaftsnahen Studiengängen kamen. Die Studenten waren entweder von ihren Professoren vorgeschlagen worden oder hatten – wie ich – eine Wildcard über e-fellows.net ergattert.

Jan-Gerde-fellows.net-Stipendiat Jan-Gerd (21) studiert seit Oktober 2009 Betriebswirtschaftslehre an der Universität Münster. Er überzeugte die Deutsche Telekom, Veranstalter von "Technology meets Talent", davon, dass seine Ideen eine Bereicherung für ihren Event darstellten und sicherte sich so per Wildcard einen der begehrten Plätze.

Thema: Web 2.0 und "Open Innovation"
Zentrales Thema der Veranstaltung war das Web 2.0 und die daraus resultierenden Möglichkeiten für Unternehmen, sich den Kunden neu zu präsentieren, neue Potentiale zu erschließen und Ideen der Web 2.0-User in ihr Innovationsmanagement zu integrieren. Ein Stichwort, das den ganzen Tag begleitete, war "Open Innovation", der Transfer von Ideen und Wissen von außerhalb der Unternehmen in die Unternehmen hinein.

Die Weisheit der breiten Masse
Begrüßt wurden wir am Morgen von Dr. Jörg Nebendahl, dem Geschäftsführer von T-Systems Multimedia Solutions. Dann folgte ein Vortrag von Ossi Urchs von der F.F.T. Medienagentur zum Thema "The wisdom of the crowd", der das Innovationspotenzial der breiten Masse beleuchtete. Produktdesigner Hartmut Esslinger, der sein kreatives Können unter anderem bei Apple und Lufthansa unter Beweis gestellt hat, referierte im Anschluss über Designstrategien und wie diese als Innovationstreiber genutzt werden können.

Engagement muss belohnt werden
Am Nachmittag diskutierte ich mit weiteren Teilnehmern Themen rund um das Web 2.0 in sogenannten BarCamps. Ein BarCamp ist eine offene Tagung, deren Ablauf und Inhalt im Tagungsverlauf von den Teilnehmern entwickelt werden. Eines meiner Camps beschäftigte sich damit, wie Webteilnehmer dazu motiviert werden können, sich an Unternehmensinnovationen zu beteiligen. Wenn Firmen Web-User an Produktentwicklungen teilhaben lassen und damit Kundenwünsche identifizieren können, sollten sie sich immer auch bemühen, das Engagement der Entwickler zu honorieren. Die bei einigen Unternehmen vorherrschende Gewohnheit, sich der Communitys zu bedienen, ohne diese aktiv zu unterstützen, und Ideen einfach abzukupfern, ist auf Dauer nicht zielführend, denn dies bewirkt Enttäuschung und Ärger bei den Mitentwicklern. Als Ergebnis könnten diese ihr Engagement einstellen – ein gewaltiges Innovationspotential ginge somit verloren.

Beteiligung und Anreize erzeugen Innovationen
Unsere Schlussfolgerung: Es ist zu kurzsichtig, Ideen der Community isoliert zu beobachten und sie später einfach in die Produktentwicklung zu integrieren. Unternehmen müssen vielmehr darauf achten, die breite Masse durch Anreize kontinuierlich an Innovationen zu beteiligen. Diese Anreize können geldwerte Leistungen für besonders gute Ideen sein. Oder Firmen widmen interessanten Communitys mehr Aufmerksamkeit und implementieren beispielsweise Rankings der innovativsten Vorschläge. So können sie den Wettbewerb unter den Teilnehmern anregen und die Ideengenerierung beschleunigen und verbessern.

Podiumsdiskussion über Innovation und Arbeitskultur
Nach den BarCamps verfolgte ich am Abend eine spannende Podiumsdiskussion zum Thema "Innovation und Arbeitskultur" mit Gästen wie Telekom-Chef René Obermann und Innenstaatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe. Im Anschluss daran ermunterte uns Telekom-Personalvorstand Thomas Sattelberger, einen Berufsweg einzuschlagen, den wir mit Leidenschaft gehen könnten und zeigte uns Chancen auf, die sich uns auf dem Arbeitsmarkt bieten werden.

Fazit
"Technology meets Talent" vermittelte mir einen sehr guten Einblick in die Bedeutung des Web 2.0. Auch das Thema "Open Innovation" wurde ausführlich und konstruktiv diskutiert. Deshalb kann ich die Veranstaltung nur weiterempfehlen. Die Deutsche Telekom könnte für mich durchaus ein attraktiver Arbeitgeber sein.

Erfahrungsbericht (McKinsey): Weibliche Stärken stärken

Donnerstag, den 16. Dezember 2010
Erfahrungs- bericht

Der Mythos, dass Frauen und Führungspositionen nicht zusammenpassen, wird bei McKinsey
offenbar Lügen gestraft. Denn beim "Women's Day" lernte e-fellow Katharina fast 200 erfolgreiche McKinsey-Beraterinnen kennen. Welche Karrierewege sie gegangen sind und wie
Katharina es ihnen gleichtun kann, erfuhr sie in praktischen Übungen – und hatte auch noch viel Spaß dabei.

Titel der Veranstaltung
McKinsey Women's Day

Datum und Ort
5. bis 6. November 2010, Frankfurt am Main

Katharinae-fellow Katharina (25) studierte in Passau European Studies und International Cultural and Business Studies auf Bachelor und macht nun den Master in International Business Administration an der Universität Hamburg. Während ihres Studiums war sie schon in Spanien und Südkorea – und zuletzt in Frankfurt beim "McKinsey Women's Day". Dort lernte sie von erfahrenen Beraterinnen, unter anderem wie sie typisch weibliche Stolperfallen umgehen kann.

Es war ein Zufall, durch den ich über eine Anzeige des McKinsey Women's Day stolperte. Auf dem Portal leo.org waren mir Banner zu dem Workshop aufgefallen. Nachdem auch e-fellows.net Informationen dazu veröffentlichte, siegte die Neugier und ich wollte mir über den "Mythos McKinsey" eine eigene Meinung bilden.

An einem Freitagmorgen im November ging es los. Der Workshop begann ganz entspannt im Hotel Radisson Blu in Frankfurt. Vor der offiziellen Vorstellungsrunde hatte ich Zeit, die anderen Teilnehmerinnen kennenzulernen.

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Die Vorstellungsposter mit Bild und Kurzporträt, die McKinsey für jede einzelne von uns erstellt hatte, boten dabei viel Gesprächsstoff. Die unterschiedlichsten Studiengänge waren vertreten – von Psychologie über Politikwissenschaften bis hin zu Molekularbiologie. Außerdem hatten viele Teilnehmerinnen spannende Auslandserfahrung unter anderem in Asien, Südamerika, den USA, Spanien und Frankreich. So kamen wir schnell ins Gespräch und stellten bald Gemeinsamkeiten fest: Zum Beispiel hatten einige der Teilnehmerinnen an derselben Uni studiert und ähnliche Praktika absolviert.

Anekdoten aus dem Berater-Alltag
Auch die sympathische Offenheit der Beraterinnen begeisterte mich. Jede Frage, wie zum Beispiel zur Work-Life-Balance oder der tatsächlichen Anzahl von Arbeitsstunden, wurde geduldig beantwortet. Bei zwei Case Studies innerhalb von Kleingruppen bot sich auch genügend Gelegenheit, von den Beraterinnen zu lernen. Gemeinsam mit ihnen analysierten wir die beste Herangehensweise für einen Fall, den die jeweilige Betreuerin auch tatsächlich erlebt hatte.

Spannend war dabei zum einen, Einblick in die täglichen Arbeitsabläufe und in konkrete Fälle zu bekommen, zum anderen aber auch, die kleinen Anekdoten zu hören zu der Interaktion mit Kollegen und Kunden. Wir konnten jederzeit Zwischenfragen stellen und besprachen auch hilfreiche Tools, wie die sogenannte Funnel-Analyse, mit der man Probleme strukturierter angehen kann.

Karriere-Plausch in der Küche
Das Highlight der Veranstaltung war, dass wir am selben Tag noch am offiziellen deutschlandweiten "Women's Day" von McKinsey teilnahmen. Die Beraterinnen von McKinsey treffen sich einmal jährlich zum Austausch und Networking. Gemeinsam mit rund 170 Beraterinnen hörten wir uns die beeindruckende Rede von Sandrine Devillard-Hoellinger an, einer Partnerin des Pariser Büros. Die dreifache Mutter berichtete, wie sie erfolgreich ihre Kinder und ihren Beruf unter einen Hut bringt und nebenbei das globale Forschungsprojekt "Women Matter" leitet.

Anschließend konnten wir in ungezwungener Atmosphäre Karrierewege zu diskutieren und ehrliche Meinungen über den Beraterberuf einholen. Die Gespräche gingen auch beim gemeinsamen Kochabend weiter, bei dem ein sehr leckeres Vier-Gänge-Menü entstand.

"Stärken stärken"
Unter diesem Motto ging es am nächsten Morgen weiter. Anhand der Leitfrage "Wie kann ich als Frau die kleinen und großen Herausforderungen des Berufsalltags erfolgreich meistern?" besprachen wir frauenspezifische Stärken und auch Schwächen. Sehr amüsant wurde es, als wir typische Arbeitsalltagssituationen nachstellten, die viele schon genau so erlebt hatten, beispielsweise wenn wir erfolglos versucht hatten, in einer Besprechung Gehör zu finden. Um für solche Situationen gewappnet zu sein, trainierten wir gezielt Körpersprache, Stimme und Selbstbewusstsein.

Fazit
Das Event war ein gelungener Mix aus Lehrreichem, Einblicken in die Arbeit von McKinsey und netten Gesprächen mit den Beraterinnen sowie mit Studentinnen und Doktorandinnen verschiedenster Fachrichtungen. Zugegebenermaßen war es zu Beginn der Veranstaltung etwas ungewohnt, nur unter Frauen zu sein, aber es hat dem Klima des Workshops nicht geschadet. Im Gegenteil, so konnte ich ungezwungener Fragen stellen und genauer erfahren, wie es ist, Unternehmensberaterin zu sein. Mit praktischen Übungen und Tipps bestens versorgt wird mir der Workshop sicherlich sehr für die Berufswahl und auch für den Berufsalltag helfen.

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Accenture): Teamplay statt Ellenbogen

Dienstag, den 14. Dezember 2010
Erfahrungs- bericht

Wer Theologie studiert, kann Pfarrer werden – oder Unternehmensberater! So wie e-fellows.net-Alumnus Thomas: Für einen Fallstudien-Wettbewerb von Accenture ließ er seine Diplomarbeit gerne einen Tag lang ruhen. Beim Event "One Day in Management Consulting" knackte er aber nicht nur einen Case, sondern lernte auch wichtige Berater-Regeln wie "Ellenbogen einklappen".

Thomase-fellows.net-Alumnus Thomas (26) hat Theologie an der Uni Heidelberg studiert und spezialisierte sich im Studium auf Wirtschaftsethik. Vom Recruiting-Event "One Day in Management Consulting" nahm er nicht nur einen iPod mit nach Hause, sondern auch überraschende Einsichten in die Beraterbranche.

Titel der Veranstaltung
One Day in Management Consulting

Ort und Datum
22. Oktober 2010 im Accenture-Büro, Kronberg bei Frankfurt am Main

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Ich wollte dem heimischen Bücherberg für die Diplomarbeit vorübergehend entkommen und war neugierig auf die Fallstudie, die Teilnehmer und die Berater. Über Accenture hatte ich bereits im Studium einiges gehört von meinen e-fellows.net-Mentoren. Assessment-Center kannte ich schon aus eigener Erfahrung bei der Konrad-Adenauer-Stiftung und meinem Auslandsjahr in Princeton.

Kontakt zu Accenture aufnehmen?
In der Accenture-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Accenture kontaktieren.

Freitagmorgen, acht Uhr, minus ein Grad. Ich fahre zum Campus Kronberg 1, dem Deutschlandsitz von Accenture, einem der weltweit größten Beratungsunternehmen. Zwei Anzugträger sitzen mit mir im Taxi, ich stelle mich kurz vor, ein Händeschütteln. Heute ist "Office Day", wie es bei Beratern heißt. Während meine ID-Karte am Empfang gedruckt wird, überprüfe ich meinen Krawattenknoten im Spiegel und begrüße die ersten Mitbewerber. Im Konferenzraum angekommen, blicke ich auf eine jahrhundertealte Eiche vorm Fenster, die Skyline von "Mainhattan" in der Ferne. Was passiert jetzt hier in der Zentrale für Deutschland, Österreich und die Schweiz?

Das Eis gebrochen mit Latte Macchiato
Los geht es mit Zuhören: Unternehmen und Teilnehmer stellen sich vor. Das Eis bricht schnell, freut sich Manager Rouven Fuchs. Dann folgt ein Mix unterschiedlicher Gruppenarbeiten, Tests und Präsentationen. Rouven sitzt stets dabei, guckt zu, bringt mir sogar einen Latte Macchiato. Dazwischen gibt es Häppchen, Snacks und Süßes. Die Veranstaltung dauerte von 9 bis 17 Uhr – im Beraterleben wird mein Tag wohl länger dauern, denke ich.

Accenture Fallstudienwettbewerb

Routine: Fehlanzeige
Die Atmosphäre scheint recht locker zu sein, zumindest wirken die meisten Mitbewerber recht entspannt. Einige überspielen ihre Aufregung vielleicht auch. Klar, Routine gibt es in diesem Geschäft kaum, bestätigt Rouven. Die Zusammensetzung von Team und Thema, das "Staffing" wie ich lerne, wird immer wieder anders sein.

Eins ist aber immer angesagt: "Ellenbogen bitte einklappen", rät Personalerin Mischa. Sie fügt die Bitte hinzu, auch an keinen Stuhlbeinen zu sägen. Die Berater wirken auf mich als würden sie diesen Anspruch an Teamwork nicht nur predigen. Sie setzen ihn auch im Berufsalltag um, sagt mir einer der Berater. Das beeindruckt mich.

Jobangebot und iPod in der Tasche
Inhaltlich geht es um Probleme eines fiktiven Versicherungskonzerns. Wir beschäftigen uns vor allem mit diesen Fragen: Durch welche Strategie kann das Unternehmen seine Fluktuation in den Griff bekommen? Wie kann es seinen Gewinn steigern? Wo gibt es Verbesserungsmöglichkeiten im Personalwesen? Unterstützt werden wir im Team von erfahrenen Beratern, später auch Partnern von Accenture. Sie halten sich aber im Hintergrund, nicken mit dem Kopf oder runzeln die Stirn. Am Ende des Tages stehen die Sieger des Wettbewerbs um einen iPod touch fest. Gruppe blau gewinnt. Manche haben kommende Woche ein Jobangebot in der Tasche, einige sogar vor ihrem Studienabschluss.

Nicht nur was für BWLer
Was für Backgrounds haben die anderen Bewerber, was studieren sie? Natürlich sind viele BWLer gekommen. Psychologen sind auch einige dabei. Aber auch "Exoten", zumindest einer pro Gruppe. Mit meinem baldigen Theologiediplom fühle ich mich besser aufgehoben als erwartet. Der Berater in meinem Telefoninterview zuvor hat übrigens Wirtschaftspädagogik studiert, sein Chef habe auch im Sozialwesen gearbeitet.

Nach meiner Einschätzung sind 80 Prozent beim Knacken von Cases Menschenverstand, 20 Prozent Fachwissen. Der Frauenanteil war übrigens überraschend hoch, nämlich ziemlich genau die Hälfte.

Accenture Fallstudienwettbewerb

Mein persönliches Fazit
Beim Event "One Day in Management Consulting" habe ich Accenture besser kennengelernt und entdeckt, was hinter dem Begriff "Talent & Organisation Performance" steckt. Besonders spannend fand ich die Lebensläufe der Führungskräfte. Natürlich warben die Mitarbeiter auf der Veranstaltung für das Unternehmen, standen aber auch kritischen Fragen Rede und Antwort. Bei mir waren das zum Beispiel die Begriffe "Work-Life-Balance" und "Teamwork": Was steckt wirklich dahinter? Mir hat gefallen, dass es mehr um Inhalte als um Selbstvermarktung ging. Und ein paar Extras gab es dazu: Notizbücher, eine Laptophülle und einen nagelneuen iPod.

Linktipp: Thomas managt ein Magazin über "Money und Moral".

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (e-fellows.net Law Students' Day): Recht verbindet

Mittwoch, den 8. Dezember 2010
Erfahrungs- bericht

Was will ich nach dem Ersten Staatsexamen machen? – Viele Jura-Studenten lassen diese Frage während ihres Studiums lange Zeit offen. Dabei lohnt es sich, frühzeitig Einblicke in die Berufswelt zu gewinnen. e-fellows.net-Stipendiat Georg war auf dem e-fellows.net Law Students' Day in Köln. Im persönlichen Gespräch mit einem Vertreter von Freshfields Bruckhaus Deringer wurde er für das Kartellrecht begeistert.

Georg e-fellows.net-Stipendiat Georg (18) studiert seit Oktober 2010 Rechtswissenschaften und Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln. Davor studierte er bereits zwei Jahre parallel zur Schule Jura. Er nutzte den e-fellows.net Law Students' Day, um Vertreter aus drei möglichen späteren Arbeitsfeldern an nur einem Nachmittag kennenzulernen: Kanzlei, Staat und Unternehmen.

Titel der Veranstaltung
e-fellows.net Law Students' Day

Datum und Ort
19. November 2010 im Park Inn Hotel, Köln

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
34 Teilnehmer, Unternehmensvertreter von Clifford Chance, Freshfields Bruckhaus Deringer und Hengeler Mueller, Vertreter des Bundesministeriums der Justiz (BMJ) sowie der Bertelsmann AG

Warum ich teilgenommen habe
Selbstverständlich kennt ein Jura-Student die vielfältigen Berufsmöglichkeiten der Rechtswissenschaften – und natürlich hat er auch die Namen der führenden Londoner Kanzleien, des sogenannten "Magic Circle", schon einmal gehört. In der Regel fehlt aber der direkte Draht zur Berufswelt, um Fragen zu stellen und sich an fachspezifischer "Konjunktur" zu orientieren. Der Law Students' Day von e-fellows.net bot mir die Gelegenheit, diese Lücke zu schließen.

Kontakt zu den Wirtschaftskanzleien aufnehmen?
In den Gruppen von Clifford Chance, Freshfields Bruckhaus Deringer und Hengeler Mueller Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Clifford Chance, Freshfields Bruckhaus Deringer oder Hengeler Mueller kontaktieren.

Das Erste Staatsexamen – was kommt danach?
Das Programm des Law Students' Day bestand aus vier Teilen: 1. Vorträge zu Referendariat, Promotion und LL.M., 2. Vorstellungsrunden der drei Wirtschaftskanzleien, 3. Vortrag zum "Arbeitgeber Staat" und 4. Vortrag eines nichtjuristischen Unternehmens. Dazwischen fanden halbstündige Einzelgespräche zwischen den Stipendiaten und den Unternehmensvertretern statt.

Den Auftakt machten Vertreter von Clifford Chance, Freshfields Bruckhaus Deringer und Hengeler Mueller. Aus eigener Erfahrung berichteten sie über den Weg nach dem Ersten Staatsexamen. Mein persönliches Resultat der Vorträge war, dass der beste Zeitpunkt für eine Promotion nach dem Ersten Staatsexamen ist. Von Vorteil ist, wenn man parallel den Bezug erhält zum praktischen Rechtsleben durch die wissenschaftliche Mitarbeit in einer Sozietät. Gut vorstellen könnte ich mir auch, einen Master Legum (LL.M.) im anglo-amerikanischen Raum zu absolvieren.

Juristische Betätigungsfelder
Im zweiten Teil der Veranstaltung wurden verschiedene juristische Betätigungsfelder vorgestellt. Vertreter der oben genannten Kanzleien berichteten über ihren Berufseinstieg, ihren Arbeitsalltag sowie Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten in einer Großkanzlei. Dabei wurde mein Eindruck bestätigt, dass Kanzleien aufgrund ihrer "client orientation" auch intern der sozialen Komponente großen Wert beimessen.

Es folgten Vorträge zur juristischen Betätigung in den klassischen Berufen Staatsanwalt, Richter und Notar sowie zur Arbeit in einem Unternehmen.

Persönliches Gespräch
Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete für mich ein persönliches Beratungsgespräch mit Dr. Fabian Dietrich, Principal Associate bei Freshfields Bruckhaus Deringer. Schon in Vorbereitung auf die Veranstaltung hatte ich gehofft, einen Termin mit dieser Kanzlei zu erhalten, die mich bei e-fellows.net mit einem Mentor unterstützt.

Dr. Dietrich hatte bereits meinen e-fellows.net-Lebenslauf vorliegen und konnte mich gezielt beraten. Mein Plan, im nächsten Jahr ein Praktikum bei Freshfields Bruckhaus Deringer in Köln zu absolvieren, wurde durch das Gespräch nur noch gefestigt. Das sympathische und interessierte Auftreten des Associates erlaubte mir Rückschlüsse auf das Arbeitsklima in einer Wirtschaftskanzlei und Dr. Dietrich konnte mich für das Kartellrecht begeistern.

Fazit
Der Law Students' Day fand in sehr angenehmer und persönlicher Atmosphäre in einem geschmackvollen Hotel statt. Gespräche mit den anderen e-fellows.net-Stipendiaten in den Pausen und beim Stehempfang bereicherten die Veranstaltung. Die Referenten standen auch nach den Vorträgen für Fragen zur Verfügung und konnten stets individuelle und praktische Tipps geben.

Ich würde den e-fellows.net Law Students' Day jederzeit wieder besuchen und kann jedem fortgeschrittenen Jura-Studenten nur empfehlen, sich für diese Veranstaltung zu bewerben – möglichst frühzeitig. Von den gewonnenen Erkenntnissen werde ich nicht nur während meines Studiums, sondern ein Leben lang profitieren.

Herzlichen Dank an das Team von e-fellows.net für die Organisation!

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Online-Wichteln mit den e-fellows

Montag, den 6. Dezember 2010
Christine

Auch in der e-fellows.net community wird gewichtelt – mit virtuellen Geschenken. Wenn du teilnehmen möchtest, tritt bis 15.12. der Wichtel-Gruppe bei. Dort gibt's die kompletten Spielregeln und ein paar Geschenk-Ideen. Die e-fellows.net-Mitarbeiter wichteln mit. Mit etwas Glück wirst du ausgelost – und bekommst als Wichtel-Teilnehmer von uns ganz real eines dieser 13 Bücher:

  • Unternehmensführung von Ralf Dillerup und Roman Stoi informiert dich über Personalmanagement, Planung und Kontrolle auf allen Führungsebenen anhand von aktuellen Beispielen.
  • Grundzüge des IT-Rechts von Brunhilde Steckler: Datenschutz, Wettbewerbsrecht, Urheberrechtsschutz – alle Rechte und Pflichten in der IT.
  • Der Prüfungserfolg von Sabine Grotehusmann: Finde deine individuelle Lernerpersönlichkeit mithilfe von praktischen Übungen.
  • Das Uni-Einmaleins von Madlen Ottenschläger begleitet dich bei den ersten Schritten im Studium: Welche Uni-Abschlüsse gibt es? Welche organisatorischen Fragen stellen sich?
  • Wie schreibe ich eine Seminar- oder Examensarbeit? von Walter Krämer beantwortet unter anderem Fragen zur Themenwahl und zum Gestalten von Grafiken, Fußnoten und Tabellen.
  • Handbuch Bewerbung von Hans-Jürgen Kratz sagt dir, wie du die passenden Stellen auswählst, Bewerbungen ansprechend gestaltest und dich aufs Gespräch vorbereitest.
  • Musterbriefe zur Bewerbung von Hans-Jürgen Kratz: Mit diesen Musterbewerbungsschreiben gewinnst du das Interesse und die Aufmerksamkeit von Personalern.
  • Der Büro-Coach von Nicola Holzapfel zeigt dir, wie du alltägliche Probleme im Beruf löst.
  • Spitze sein, wenn's drauf ankommt von Matthias Herzog verrät dir, wie du Höchstleistungen bringst, mit Stress umgehst und entspannen lernst.
  • Workbook Change Management von Dietmar Vahs und Achim Weiand stellt erfolgreiches Veränderungsmanagment vor an einem durchgängigen Fallbeispiel.
  • Verwaltungsgerichtsordnung, Kommentar, herausgegeben von Peter Wysk: Ein Kommentar der VwGO aus Richterperspektive.
  • Verwaltungsverfahrensgesetz, Kommentar, herausgegeben von Winfried Huck und Martin Müller, berücksichtigt bereits die neuen Vorschriften zur Europäischen Verwaltungszusammenarbeit.
  • Fälle zum Erbrecht von Horst Eidenmüller deckt in Sachen Erbrecht den gesamten Prüfungsstoff fürs Examen ab.

Viel Spaß beim Wichteln

Christine

Erfahrungsbericht (e-fellows.net working): Fünf auf einen Streich

Donnerstag, den 2. Dezember 2010
Erfahrungs- bericht

Tauge ich zum Unternehmensberater? Das fand e-fellows.net-Alumna Regina im persönlichen Gespräch mit erfahrenen Beratern von Accenture, McKinsey und anderen heraus. Beim Event "e-fellows.net working – Einblicke ins Consulting" lernte sie gleich fünf Beratungen kennen. Eigentlich wollte sie nur "allgemein" mehr über die Branche erfahren. Aber schon schreibt sie an ihrer Bewerbung als Consultant.

Regina e-fellows.net-Alumna Regina (26) macht ihren MBA an der Mannheim Business School. Sie steht schon in den Startlöchern für ihr Auslandssemester am Indian Institute of Management in Bangalore. Dennoch fühlte sie schon mal vor für ihre berufliche Zukunft: Beim Event "Einblicke ins Consulting" konnte sie im lockeren Plausch Kontakte in die Berater-Branche knüpfen.

Titel der Veranstaltung
e-fellows.net working – Einblicke ins Consulting

Datum und Ort
13. November 2010 von 10.30 Uhr bis 16 Uhr im Marriott Hotel, München

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
30 bis 40 Stipendiaten und Alumni, Mitarbeiter von McKinsey, KPMG, Detecon, Accenture und Allianz Interne Unternehmensberatung

Warum ich teilgenommen habe
Consulting kannte ich bisher nur von Mitstudenten, die vor dem MBA bei einem Consulting-Unternehmen gearbeitet hatten: regelmäßig neue Projekte, viele Reisen und eine steile Lernkurve – das hörte sich spannend an. Da ich bis dato noch nicht wusste, was ich nach meinem MBA machen möchte, wollte ich unbedingt mehr wissen über die Consulting-Branche und einzelne Unternehmen kennenlernen.

Kontakt zu den Unternehmensberatungen aufnehmen?
In den Gruppen von Accenture, McKinsey, KPMG, Detecon oder Allianz Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Accenture, McKinsey, KPMG, Detecon oder Allianz kontaktieren.

5 in 1
Auf der Suche nach Karriere-Events stieß ich auf "e-fellows.net working – Einblicke ins Consulting". Perfekt: gleich fünf Consulting-Unternehmen in einer Veranstaltung! Ich wollte einerseits mehr über die Branche allgemein erfahren und andererseits die Mitarbeiter der fünf Unternehmen gezielt nach deren Aufgaben, der Unternehmenskultur und den Einstiegschancen fragen.

Ich bewarb mich also, obwohl München über vier Stunden von meinem Wohnort entfernt ist. Zwei Wochen später erhielt ich die Nachricht, dass drei der fünf Unternehmen meinen Lebenslauf interessant fanden – Allianz Interne Unternehmensberatung, Detecon und KPMG.

Den typischen Berater gibt es nicht
Die Veranstaltung war in zwei Blöcke eingeteilt. Am Vormittag stellten sich die Consulting-Firmen vor: Wer sind wir? Was machen wir? Wen suchen wir? Am Nachmittag konnten wir die Gelegenheit nutzen, mit den Unternehmensvertretern in Kontakt zu kommen – in lockerer Runde mit anderen Teilnehmern oder in Einzelgesprächen in einem separaten Raum.

In den kurzen Vorträgen am Vormittag hoben alle Unternehmen zwei Statements besonders hervor:
1. Es gibt nicht den typischen Berater oder die typische Beraterin, und keinen vordefinierten Karriereweg.
2. High Potentials jeglicher Studienrichtung können sich im Consulting bewerben.

Nach den Vorträgen interessierten mich insbesondere das Management-Consulting bei Accenture und der Advisory-Bereich bei KPMG. Doch zunächst wollte ich die anderen Teilnehmer näher kennenlernen. Es waren alle Fächer und Studienabschlüsse vertreten: von Jura über Ingenieurwesen bis hin zu BWL und Physik, und vom Bachelor bis zum Doktoranden. Auch sie interessierten an der Beratertätigkeit die vielen unterschiedlichen Aufgaben sowie die steile Lernkurve.

Hohe Ansprüche und hohe Bezahlung
Wie die anderen Teilnehmer nutzte ich dann die Möglichkeit, mich persönlich mit den Unternehmensvertretern zu unterhalten. Von Fachfragen über Energieprojekte bis hin zu Überstunden im Consulting: Ich konnte die Berater wirklich alles fragen. Die Antworten waren offen und ehrlich: Wer nicht bereit sei, überdurchschnittlich viel zu arbeiten, der solle sich in einer anderen Branche umschauen. Das überdurchschnittliche Engagement werde aber auch mit einer überdurchschnittlichen Bezahlung ausgeglichen.

Als Berater ins Ausland
Besonders interessierte mich auch, wie wahrscheinlich es ist, Projekte im Ausland zu begleiten und wie lange eine solcher Auslandseinsatz durchschnittlich dauert. Bei Accenture und KPMG seien solche Einsätze grundsätzlich möglich, jedoch jeweils individuell abzustimmen. Hier komme es vor allem auf die jeweilige Leistung und natürlich auf die Eigeninitiative an, den Auslandseinsatz anzustoßen.

Ich habe mein Erststudium im Finanzbereich gemacht und danach drei Jahre in einer Großbank gearbeitet. "Wie sind meine Einstiegschancen in der Strategie- beziehungsweise Managementberatung, wenn ich aus der Finanzindustrie komme?", war also meine nächste Frage. Ich bekam die Empfehlung, zunächst in einen finanznahen Bereich in die Consulting-Branche einzusteigen und meine Expertise auszubauen. Nach zwei bis drei Jahren könne ich dann auch in einen anderen Bereich wechseln.

Für mich persönlich habe ich den folgenden Dreiklang aus den Gesprächen mit den Unternehmensvertretern mitgenommen: "Als Consultant wirst du gefordert und gefördert – und der Kunde steht dabei immer im Mittelpunkt."

Fazit
Die Anreise zu "Einblicke ins Consulting" hat sich für mich gelohnt, und ich kann jedem empfehlen, eine e-fellows.net-working-Veranstaltung zu besuchen. Nicht nur, um mit den Unternehmen in Kontakt zu treten, sondern auch, um sich mit anderen Teilnehmern, also potenziellen Mitbewerbern, zu unterhalten.

Ich konnte mich persönlich bei den Unternehmensvertretern vorstellen und im persönlichen Gespräch alle meine Fragen klären. Auch im Nachgang stehe ich noch mit meinem Wunschunternehmen in Kontakt. Aktuell schreibe ich sogar an meiner Bewerbung als Consultant. Jetzt heißt es Daumen drücken!

Vielen Dank auch an das e-fellows.net-Team für die Organisation. Beim nächsten Mal bin ich gerne wieder dabei!

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
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