Monatsarchiv für November 2010

Erfahrungsbericht (Bertelsmann): E-Buch auf Amerikanisch

Dienstag, den 30. November 2010
Erfahrungs- bericht

In New York war e-fellow Eva zwar schon öfter, im Random House Building aber noch nie. Zum Glück gehörte sie zum Gewinnerteam des Events "Talent Meets Bertelsmann". So reiste sie in die Stadt, die niemals schläft, um den weltgrößten Publikumsverlag kennenzulernen. Geschlafen hat sie tatsächlich wenig, dafür umso mehr gelernt. Zum Beispiel, wie ein E-Book die Suche nach einem Restaurant erleichtert.

Titel der Veranstaltung
Bertelsmann Strategieworkshop

Datum und Ort
29. bis 30. Oktober im Random House Building in New York City, USA

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
Zehn Studenten aus Deutschland und China, Führungskräfte von Random House und Bertelsmann

Eva e-fellow Eva (20) studiert Communication und Cultural Management in Friedrichshafen. Als Mitglied des Gewinnerteams von "Talent Meets Bertelsmann" flog sie nach New York. Dort präsentierte sie den Mitarbeitern von Random House ihre Ideen für einen interaktiven Reiseführer.

Karriere-Ausblicke
Der Ausblick ist beeindruckend vom 14. Stock des Random House Buildings in New York. Hier findet der zweitägige Strategieworkshop statt, zu dem Bertelsmann das Gewinnerteam von "Talent Meets Bertelsmann" eingeladen hat. Zehn Studenten aus Deutschland und China sind gekommen, um das Unternehmen und natürlich die Stadt näher kennenzulernen.

Von Gütersloh nach Manhattan
Den Auftakt macht am Morgen des 29. Oktober Martin Guersoy. Der Deutsche ist Leiter von Business Development & Sales bei Arvato Systems North America, einem Teil der Dienstleistungssparte von Bertelsmann. Er gibt uns einen Überblick über seine Firma und erzählt, welche Herausforderungen und Trends ihn aktuell beschäftigen. Arvato bietet komplette Dienstleistungen an – von technischen Lösungen über Lagerung und Versand bis hin zum Call-Center. "Da sind die Luxusmarken spät dran", sagt Guersoy. "Vor allem in der Mode sehen wir große Wachstumschancen."

Besonders spannend ist auch sein persönlicher Karriereweg, der ihn immer wieder zwischen Gütersloh und internationalen Stationen wechseln ließ und schließlich nach Manhattan führte. "Dieser Weg war aber nicht immer leicht", sagt Guersoy. Zum Schluss gibt er uns noch Tipps für den Fall, dass wir auch einmal eine Idee vor Bertelsmann-Vorstand Hartmut Ostrowski pitchen dürfen.

Kontakt zu Bertelsmann aufnehmen?
In der Bertelsmann-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Bertelsmann kontaktieren.

Random House im Umbruch
Anschließend lernen wir Führungskräfte von Random House kennen, der größten Publikumsverlagsgruppe der Welt. Milena Alberti-Pérez ist zuständig für Mergers & Acquisitions und klärt uns über die Positionierung der Verlagsgruppe auf: Es geht vor allem darum, wie Random House künftig über neue (digitale) Formate möglichst viele Leser erreicht. Milena Alberti-Pérez argumentiert dabei sogar mit vertraulichen Zahlen und Analysen.

Ins Detail gehen wir dann mit Madeline McIntosh, President Sales, Operations & Digital bei Random House. Sie weiß wirklich alles über E-Books und erklärt, wo sich die Digitalisierung von Literatur und Musik unterscheiden und was das für die Zukunft ihres Unternehmens bedeutet: weg vom traditionellen Buchverlag, hin zur "Content Company". Es geht um Inhalte, und die müssen nicht mehr zwischen zwei Buchdeckel gepresst sein, damit Random House sie erfolgreich vermarkten kann. Genau das soll auch Thema unserer Gruppenarbeit sein.

"Was meint ihr – investieren oder nicht?"
Doch vorher lernen wir mit Urs Cete noch einen weiteren Deutschen kennen, der den Sprung vom Bertelsmann-Hauptsitz Gütersloh nach New York geschafft hat. Cete arbeitet bei Bertelsmann Digital Media Investments (BDMI). Diese noch recht junge Tochterfirma investiert in jede Art von jungen Medienunternehmen – solange sie sich irgendwie mit einer der bestehenden Sparten von Bertelsmann verbinden lassen. Das muss allerdings nicht bedeuten, dass jede Firma nach ein paar Jahren übernommen wird. "Oft verkaufen wir nach fünf, sechs Jahren wieder", sagt Cete.

Er erklärt uns, was ein Unternehmen mitbringen muss, damit er und seine Kollegen sich für eine Investition (die immer mindestens im siebenstelligen Bereich liegt) entscheiden: "Tolle Teams sind wichtiger als tolle Ideen." Eine Idee kann noch so neu und vielversprechend sein – wenn die, die sie hatten, nicht gut zusammenarbeiten, ist alles für die Katz. Zum Schluss zeigt Cete uns noch einen aktuellen "Investitionskandidaten" und fragt, was wir mit diesem Projekt machen würden: investieren oder nicht? Wir können uns zwar nicht ganz festlegen, aber aus der Diskussion, sagt Cete, nehme er einige neue Gedanken mit, die er den Gründern unbedingt mitteilen müsse.

Präsentation trotz Party
Nach einem Mittagessen in der Kantine von Random House beginnen wir mit der Arbeit an unserer Präsentation für den nächsten Tag. Wir wollen Konzepte für ein interaktives E-Book entwerfen und nehmen beispielhaft dafür drei Bereiche, in denen Random House besonders stark ist: Romane, Kochbücher und Reiseführer. Welchen Mehrwert könnte man innerhalb eines E-Books generieren?

Außerdem wollen wir der Verlagsgruppe ein neues Geschäftsfeld vorschlagen, das mit dem E-Book-Trend womöglich völlig neu aufgerollt werden könnte, nämlich Schul- und Studienliteratur. Wie praktisch wäre es, wenn die Schüler nicht mehr fünf schwere Wälzer mit sich herumtragen müssten, sondern nur noch einen E-Reader, der noch dazu nützliche Zusatzfunktionen böte?

Am Abend lädt uns Miodrag Perin, Vice President HR Services, zusammen mit seinen deutschen und amerikanischen Kollegen in seine Stammbar ein. In der "Fat Black Pusscat" gibt es typisch amerikanisches Fingerfood und grandiose Live-Musik. So landen am Ende alle auf der Tanzfläche, anstatt die Nacht durchzuarbeiten.

Mit dem E-Book essen gehen
Dennoch gelingt uns am nächsten Morgen eine einigermaßen runde Präsentation. Wir stellen den Reiseführer vor, der Landkarten und Restaurantbewertungssysteme beinhaltet, und ein interaktives Schulbuch mit Vokabeltrainer und Übungsaufgaben. Danach gibt es ein ausführliches Feedback von den Bertelsmann-Mitarbeitern. Sie können auch einschätzen, wie realistisch unsere Vorschläge sind – sehr realistisch, wie sich herausstellt. Miodrag Perin wundert sich gar, dass wir nicht noch viel weiter gegangen sind: "Warum kann ich den Tisch im Restaurant nicht auch gleich aus dem E-Book heraus buchen?"

Geschäftlich in New York – gerne wieder!
Die zwei Tage bei Bertelsmann in New York waren für mich voller neuer, spannender Eindrücke, die ich auch zurück in Deutschland noch nicht vollständig verarbeitet habe. Die Mitarbeiter, allen voran Judith Charles aus dem deutschen und Miodrag Perin aus dem amerikanischen Team, schafften eine lockere, freundschaftliche Atmosphäre. Kein Beitrag wurde übergangen, keine Frage war zu blöd – auch nicht vor Madeline McIntosh, die sich am Ende sogar eine halbe Stunde länger Zeit nahm als geplant.

Die Vorträge der Bertelsmann-Mitarbeiter waren mein persönlicher Höhepunkt. Die Mitarbeiter erzählten von ihren verschiedenen Leidenschaften und Karrierewegen und haben sich oft ihren Job einfach selbst geschaffen – genau das möchte ich auch mal erreichen.

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Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

So bekommst du die passenden Inhalte in deinen Newslettern

Donnerstag, den 25. November 2010
Lukas

Die Newsletter von e-fellows.net werden jetzt noch relevanter für dich. Wie du genau die Karriere-Tipps, Recruiting-Events, Jobs, Praktika und Mentoren erhältst, die du auch haben willst – und keinen unnötigen Ballast.

e-fellows.net bietet eine riesige Menge Inhalte und Angebote, allerdings für die unterschiedlichsten Zielgruppen. Juristen interessiert etwas anderes als BWLer, Mediziner können mit Informationen für Maschinenbauer in der Regel nicht viel anfangen, und Geisteswissenschaftler interessiert ein Praktikum im Chemielabor meist herzlich wenig.

Früher: Alle kriegen alles
Früher war in den Newslettern für jeden immer dasselbe drin. Wirtschaftswissenschaftler bekamen so zum Beispiel Infos zu Karriere-Events, die ausschließlich für Juristen waren, Juristen sahen Praktikumsangebote für BWL-Studenten. Ausgedruckt hatten solche Newsletter nicht selten sechs (!) Seiten oder 12.000 Zeichen.

Wenig ist nerviger als irrelevante Information. Kein Wunder, dass einer der häufigsten Wünsche in der jährlichen Stipendiatenbefragung immer wieder war: kürzere und übersichtlichere Newsletter.

Heute: Schneidere dir deine eigenen Newsletter
Eine Aufgabe, die wir uns zu Herzen genommen haben: Ein durchschnittlich personalisierter Newsletter von heute hat im Schnitt nur noch 3.500 Zeichen und passt in der Regel auf eineinhalb Seiten. Einzige Voraussetzung: Du musst die für dich passenden Inhalte wählen, sprich: deine Inhalte "personalisieren".

Das Personalisieren ging bis dato auch, nur war es nicht gerade benutzerfreundlich. Seit dem 11. Mai 2011 gibt es daher "Bevorzugte Inhalte". Damit legst du fest, welche Inhalte du in den Newslettern bevorzugt erhalten möchtest – in einigen Fällen wird darauf auch auf der e-fellows.net-Website Rücksicht genommen.

So bestimmst du, welche Inhalte du bekommst:

1. Gehe in deine Newsletter-Einstellungen.

2. Wähle unter "Bevorzugte Inhalte" ("A" im Screenshot) deine Inhalte.

3. Wähle unter "B" die Newsletter, die dich interessieren. Sie enthalten fortan keine Inhalte mehr, die nicht zu den von dir gewählten passen.

Bei den Newslettern steht erwartungsgemäß jedes Häkchen für je einen Newsletter.

Nur beim Newsletter zu "Stellenangeboten" läuft es ein bisschen anders: Hier bekommst du für jeden gewählten Inhalt einen eigenen Newsletter.

Bestellst du also zum Beispiel Inhalte für Rechtswissenschaftler und Ingenieure sowie den Newsletter für Stellenangebote, erhältst du zwei Newsletter mit Stellenangeboten – einen für Juristen, einen für Ingenieure.

Bestellst du hingegen "Karriere-Neuigkeiten" oder "Informationen zu Master-, Promotions-Programmen etc.", bekommst du nur einen Newsletter, egal wie viele Inhalte du wählst.

4. Klicke ganz unten auf "Speichern".

Fertig. Im Titel jedes Newsletters wird dir angezeigt, welche Inhalte du bekommst:

Fragen? Anregungen?

Ist diese Personalisierung der Newsletter deiner Meinung nach sinnvoll? Nach welchen weiteren Kategorien sollte man personalisieren können? Fragen oder Anregungen gerne hier als Kommentar, in der Community-Gruppe für News und Fragen zu den Stipendiumsleistungen oder per E-Mail an lukas.oldenburg@e-fellows.net.

Buch-Verlosung auf Twitter: Retweeten und gewinnen

Mittwoch, den 24. November 2010
Christine

Heute schon gezwitschert? Vom 29. November bis 3. Dezember verlosen wir fünfmal das Buch "Visual Reading – Garantiert schneller lesen und mehr verstehen". Denn Schnelligkeit zahlt sich nicht nur auf Twitter aus. Wie du mitmachst? Einfach unser Twitter-Follower werden und einen der beiden Tweets zur Buch-Verlosung retweeten. Viel Glück!

Erfahrungsbericht (McKinsey): Klimaschutz in Kitzbühel

Montag, den 15. November 2010
Erfahrungs- bericht

Business Technology Office? Davon hatte e-fellows.net-Alumnus Sönke noch nie gehört. Was dahintersteckt, fand der Elektrotechniker beim McKinsey-Event "Wechselwirkungen" in Kitzbühel heraus. Dort grübelte er darüber nach, wie eine Software-Schmiede ihre CO2-Emissionen senken kann. Dabei konnte er sich außerdem als Theaterschauspieler neu entdecken und sich sportlich beim Raften und Klettern versuchen.

Sönke e-fellows.net-Alumnus Sönke (26) hat Mathematical Engineering an der Universität der Bundeswehr in Neubiberg bei München studiert und promoviert dort gerade am Institut für Hoch- und Höchstfrequenztechnik. Beim Seminar in Kitzbühel war er mit den Beratern von McKinsey per Du, dem CIO durfte er trotzdem nicht ins Wort fallen.

Titel der Veranstaltung
Wechselwirkungen – Business Technology Seminar von McKinsey

Datum und Ort
7. bis 10. Oktober an der McKinsey AlpineUniversity in Kitzbühel, Österreich

Teilnehmer
28 Studenten und Doktoranden aus Naturwissenschaften, Mathematik, Informatik und Ingenieurwesen

Warum ich teilgenommen habe
Durch e-fellows.net und andere Quellen ist mir das Unternehmen McKinsey zwar bekannt, aber mehr als eine vage Vorstellung von der Tätigkeit eines Unternehmensberaters hatte ich trotzdem nicht. Völlig neu war mir der Begriff "BTO" – Business Technology Office – eine Abteilung, die zu McKinsey gehört und zu großen Teilen Naturwissenschaftler und Ingenieure beschäftigt. Da ich einfach neugierig war, was sich dahinter verbarg, bewarb ich mich und zählte zu den 28 glücklichen Studenten und Doktoranden, die an "Wechselwirkungen" in der McKinsey AlpineUniversity in Kitzbühel teilnahmen.

Kontakt zu McKinsey aufnehmen?
In der McKinsey-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei McKinsey kontaktieren.

"Theatralischer" Einstieg
Dass die Veranstaltung nicht allzu förmlich und steif werden würde, konnte ich schon am Flughafen erahnen: Dort wurden wir nicht im Anzug, sondern im Freizeitdress begrüßt und hielten den Fellow Associate Florian wegen seiner unkomplizierten Art zunächst für einen weiteren Teilnehmer.

Der endgültige Eisbrecher war das Teambuilding: Die Aufgabe war die Aufführung eines fünfminütigen Theaterstücks in den späteren Kleingruppen. Meine fünfköpfige Gruppe hatte Florian zur Unterstützung, der uns im Anschluss auch durch die Case Study begleitete. Dabei wurde aus "dem Berater von McKinsey" spätestens dann "der Florian", als er sich von uns ohne mit der Wimper zu zucken als Pferd in das Stück einspannen ließ – im wahrsten Sinne des Wortes!

Der CIO sagt Hallo
So ging es dann gut gelaunt an den Kernpunkt der Veranstaltung: eine Case Study zum Thema "Green IT", welche zudem als Planspiel vorbereitet war. Unser Ziel war es, für das IT-Unternehmen "Your Software" die CO2-Emissionen in der IT um mindestens 20% zu senken und zudem mögliche Strategien für ein Marktwachstum zu erarbeiten. Trotz Zeitdruck war die Gruppe mit viel Spaß bei der Sache.

Damit es für unser Team auch nicht zu einfach werden würde, versagte unserem Betreuer bereits am zweiten Tag die Stimme. So musste bei Fragen von da an halt geflüstert werden. Zudem platzte spontan der CEO in unseren Teamraum und wollte Zwischenergebnisse gezeigt bekommen. Es sollten noch mehrere Treffen mit unterschiedlichen Funktionsträgern wie dem CIO oder dem CEO folgen. Nach jedem dieser Meetings gab es in der Gruppe ein nettes und offenes Feedback, durch das ich eine wichtige Lektion gelernt habe: Unterbrich niemals eine Führungskraft und höre erst einmal gut zu! Was selbstverständlich klingt, ist im Eifer der Besprechung manchmal schwer einzuhalten, da jeder möglichst viele Dinge in kurzer Zeit ansprechen möchte.

Rafting zum Wachwerden
Abschluss für die Case Study bildete ein Zwischenbericht vor dem Vorstand von "Your Software". Die meisten Emissionen konnten wir einsparen, indem wir kleinere, ineffiziente Rechenzentren zu einem großen, modernen Rechenzentrum zusammenlegten. Dort sollten nach unserer Strategie die Server außerdem virtualisiert werden, um noch weniger CO2 zu emittieren.

Zuhörer war eine andere Gruppe, bei deren Präsentation wir zuvor beisitzen durften. Abschließend grübelten wir im strahlenden Sonnenschein auf der Terrasse noch ein bisschen weiter, schließlich hätte jeder doch noch gerne die Druckkosten gesenkt oder noch eine weitere Marktstrategie entworfen. Für die fast unzähligen Möglichkeiten hätten wir gerne noch einen Tag mehr gehabt.

Apropos gutes Wetter: Um am Samstagmorgen wirklich wach zu werden, spendierte McKinsey eine Runde Rafting. Bei österreichischem Prachtwetter konnten wir uns gemeinsam mit unseren Betreuern in die doch recht frischen Fluten stürzen. Freizeit und Case Study standen in einem angenehmen Verhältnis, sodass unsere rauchenden Köpfe nicht überhitzten. Sei es an der Kletterwand, bei der Stadtführung oder beim Abendessen auf einer Hütte hoch über Kitzbühel: gelacht, gegessen und geplaudert wurde viel!

Fazit
Für jeden, der aus dem technischen oder naturwissenschaftlichen Bereich kommt, war diese Veranstaltung aus drei Gründen sehr interessant: Einen solch umfangreichen Einblick in die Arbeit beim BTO von McKinsey bekommt man in so kurzer Zeit wohl kaum ein zweites Mal. Viel wichtiger fand ich aber: Ich konnte jeden der McKinsey-Mitarbeiter fragen und noch mal fragen bis ich fraglos glücklich war. Gerade dafür nahmen sich unsere Betreuer viel Zeit. Mir kam es  manchmal vor, als würde ich ein Verhör sowohl über das Berufsleben als auch über die Konsequenzen für das Privatleben führen. Und drittens bekommt man selten einen Kurzurlaub im Fünf-Sterne-Hotel mit exzellentem Essen, Raften und Klettern spendiert.

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Zehn Jahre e-fellows.net – so haben wir mit euch gefeiert

Montag, den 15. November 2010
Lukas

Alle waren sie da: Gründer, Gesellschafter, Partnerunternehmen, Stipendiaten, Alumni und
e-fellows.net-Mitarbeiter. Über 100 Gäste feierten in Festsaal und Party-Tram den zehnten Geburtstag von e-fellows.net. Hier nun Bilder von der Feier – und die besten Momente aus zehn Jahren e-fellows.net.

Die Feier startete mit einem Empfang im e-fellows.net-Foyer bei Sekt und Kuchen inklusive Schlossführung. Noch nie hatten sich so viele Menschen durch unsere Gänge gedrängt. Kein Wunder, dass es schnell heiß wurde – Zeit, zum Pschorr-Festsaal um die Ecke zu marschieren.

Festsaal und Party-Tram
Dort warteten ein vorzügliches Menü und ein kurzweiliges Abendprogramm. Zu Wort kamen Geschäftsführer Michael Hies, Stipendiaten, Alumni, zwei Partnerunternehmen der ersten Stunde (KPMG: Roman Dykta und Bosch: Vera Winter), die beiden e-fellows.net-Gründer René Pankoke und Stephan Kirschbaum und natürlich Vertreter der Gesellschafter. Nicht abgesprochen war, dass eine der Alumni bei KPMG arbeitet, eine der Stipendiatinnen gerade bei Bosch promoviert und der andere Stipendiat nächstes Jahr ein Praktikum bei e-fellows.net machen wird. Alle beließen es bei kurzen Statements, sodass niemand zum verbreiteten Jubiläumsrede-Gähnen ansetzen musste.

Aus dem Büro zur Feier, von der Feier ins Büro
Eine temporeiche Cocktail-Mix-Show stimmte uns dann ein auf die "Party-Tram", wo vier Barmänner 13 verschiedene Cocktails für uns zubereiteten. Wer alle durchprobiert hatte, konnte die Nacht zum Abschluss noch in einer Münchner Diskothek austanzen. Zwei e-fellows.net-Kollegen kamen auch am nächsten Tag außergewöhnlich gut gekleidet zur Arbeit – sie waren einfach direkt aus dem Club wieder ins Büro gegangen… Zehn Jahre alt wird man schließlich nur einmal!

Präsentation "10 Jahre e-fellows.net – Best of"
Die erste Geburtstagsfeier in Berlin, die zehntausendste Stipendiatin, die City-Group-Bundestreffen, die Charity-Staffel, die Abituriententreffen und die bekanntesten e-fellows.net-Recruiting-Veranstaltungen wie "Perspektive Wirtschaftskanzlei", "MBA Day" oder "LL.M. Day":

Feier-Fotos
Hier die schönsten Fotos aus Foyer, Festsaal und Party-Tram:

Die e-fellows.net-Mitarbeiter stellen sich vor: Max Fleschhut

Freitag, den 12. November 2010
Lukas

Max hat einen Wettbewerbsvorteil: Er ist der einzige Frühaufsteher im Team Content & Community. Er ist der erste Volontär in der Geschichte von e-fellows.net und kann nach eigenen Angaben sehr gut lesen – wir können das ja nicht überprüfen. Und er ist der Erste, der sagt, dass es bei uns strukturiert zugeht. Um sich endgültig beliebt zu machen, muss er uns mit seiner Band aber endlich mal ein Privatkonzert geben.

Was machst du bei e-fellows.net?
Als offensichtlich einziger Frühaufsteher schließe ich zuerst mal das Büro auf. Dann schreibe ich zum Beispiel einen Artikel für die Website. Oder redigiere Erfahrungsberichte von Stipendiaten und stelle sie ins Blog. Oder schreibe den Community-Newsletter. Wenn die anderen dann im Büro sind, lasse ich mir von ihnen neue Arbeit geben. Oder was erklären. Meistens beides.

>> Teil 29 der Serie: Wer sind die eigentlich bei e-fellows.net? <<

Max

Was hast du vorher gemacht?
Ich habe ein Volontariat im Lektorat eines Buchverlags gemacht. Davor habe ich in einer Buchhändler-Genossenschaft gearbeitet. Davor habe ich in meinem Germanistik-Studium viele Bücher gelesen. Davor bin ich in die Schule gegangen und habe auch viele Bücher gelesen. Davor habe ich lesen gelernt. Ich habe also meine Internet-Affinität lange durch ein Doppelleben als Printmedien-Liebhaber verschleiert.

Was gefällt dir an deiner Arbeit bei e-fellows.net?
Dass ich meine Internet-Affinität endlich offen ausleben kann. Dass ich als Volontär sehr eigenverantwortlich arbeiten kann. Dass ich viel Feedback zu meiner Arbeit bekomme. Dass es sehr diszipliniert und strukturiert zugeht (ja, sowas gefällt mir). Dass ich sympathische Kollegen habe.

Welche privaten Interessen hast du?
Ich spiele Gitarre, am liebsten die, die ich bei Jan Dosch selbst gebastelt habe. Hin und wieder trete ich damit auch auf, zum Beispiel mit Living Proof oder dem TT Orchestra. Vom Lesen bin ich auch noch nicht ganz losgekommen: Sehr gerne mag ich Italo Calvino oder Comics von Marc-Antoine Mathieu.

Was war dein erstes Aha-Erlebnis mit dem Internet?
Es waren die späten 90er. Ich hatte alle Rolling-Stones-Alben, aber trotzdem keine Ahnung, wie "Start Me Up" auf der Gitarre geht. Bis ich Gitarren-Tabs im Internet entdeckte. Bis heute ist ultimate guitar mein bester Lehrer.

Welche lebende oder historische Person würdest du gerne treffen?
Da gibt's einige interessante (lebende) Personen, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Berühmt sind die aber nicht.

Was willst du in deinem Leben unbedingt noch machen?
In die USA reisen. Mehr Sprachen lernen. Mehr Musikinstrumente lernen. Mehr Bücher lesen. Und mal wieder einen Tanzkurs machen.

Erfahrungsbericht (Mentorenprogramm bei Bertelsmann): Unternehmergeist inklusive

Mittwoch, den 10. November 2010
Erfahrungs- bericht

Mein BWL-Studium soll nicht nur  trockene Theorie bleiben, dachte sich e-fellow Frederik. Mit einem Mentor von Bertelsmann an seiner Seite konnte er schon während seines Masterstudiums einige Schritte im Berufsleben wagen. So erfuhr er nicht nur, wie Film-DVDs hergestellt werden, sondern ergatterte auch ein Praktikum in den USA.

"Volltreffer im Mentorenprogramm"
Mit einer E-Mail, die diese Worte in der Betreffzeile hatte, begann vor einem Jahr meine Zeit als Mentee bei der Bertelsmann AG. Nachdem ich auf der e-fellows-Website erfahren hatte, dass Bertelsmann als neuer Partner des Mentorenprogramms zur Verfügung steht, zögerte ich nicht mit meiner Bewerbung als Mentee bei Tim Fudickar. Nach einigen Tagen erhielt ich die Bestätigung, dass meine Bewerbung erfolgreich war und für Anfang November ein Kick-Off-Treffen geplant war.

Frederik Frederik (25) konzentriert sich in seinem BWL-Studium auf Marketing und strategisches Management. Wie sich das in die Praxis umsetzen lässt, erfährt er von seinem Bertelsmann-Mentor. Auch in seinem derzeitigen Auslandssemester in Washington sammelt er handfeste Berufserfahrung – in einem Praktikum bei der Bertelsmann Foundation.

Mehr als der Club
Das Kick-Off-Treffen fand in der Konzernzentrale von Bertelsmann in Gütersloh statt. Dort wurde ich von Jacqueline Albers, der Betreuerin des Mentorenprogramms, empfangen. Zu Beginn der Veranstaltung erfolgte eine kurze Vorstellungsrunde. Sarah Frimmel, Nico Wegmann und Petra Netta waren neben Tim Fudickar die weiteren Mentoren und hatten ebenfalls je einen Mentee.

Wie vielfältig der Bertelsmann-Konzerns ist, wurde in der anschließenden Unternehmensvorstellung klar. Mit einem Portfolio, das die RTL Group, Random House, Gruner + Jahr und die Direct Group umfasst, deckt der Konzern das gesamte Medienspektrum ab. Arvato ergänzt dieses Portfolio als 360°-Dienstleister, der Lösungen aus einer Hand für jegliche Branche anbietet.

Neuland für beide Seiten
Sowohl für Bertelsmann als auch für uns Mentees stellte das Mentorenprogramm eine neue Erfahrung dar. Deshalb diskutierten wir unsere Erwartungen und Ziele gemeinsam mit unserem Mentor während des Kick-Off-Treffens und hielten diese schriftlich fest. Da mein Mentor und ich während des einjährigen Mentorenprogramms in Münster wohnten, verständigten wir uns auf ein Treffen pro Quartal. Wichtig war mir vor allem, den Bertelsmann-Konzern näher kennenzulernen und Ratschläge und Erfahrungen zu erhalten zum weiteren Studienverlauf und zum Berufseinstieg.

Die Umsetzung
Die Treffen mit meinem Mentor verliefen in entspannter Atmosphäre. Doch auch zwischen den Treffen hielten wir Kontakt durch Telefonate oder E-Mails. Hierbei tauschten wir unsere Erfahrungen aus dem Arbeits- beziehungsweise Studentenleben aus und diskutierten über zukünftige Pläne, wie zum Beispiel mein derzeitiges Auslandssemester.

Einblicke in den Bertelsmann-Konzern konnte ich bei einer Führung durch die Produktion von Sonopress (arvato digital services) gewinnen, für die mich mein Mentor angemeldet hatte. Auf dieser Tour konnte ich die Entstehung von CDs, DVDs und Blu-ray-Discs bis zur verkaufsfertigen, eingeschweißten Film-DVD erleben.

Ein tieferes Verständnis von der Unternehmenskultur bekam ich in meinem Praktikum bei arvato direct services im Kundenbeziehungsmanagement. Entrepreneurship wird hierbei ganz im Sinne Reinhard Mohns, dem Nachkriegsgründer des Bertelsmann-Konzerns von jedem einzelnen Mitarbeiter gelebt. Das heißt, es wird viel Wert auf Eigenständigkeit und Eigeninitiative gelegt. Diese Arbeitseinstellung erlebe ich zurzeit auch bei der Bertelsmann Foundation, bei der ich ein Praktikum während meines Auslandssemesters in Washington absolviere.

Die gesammelten Erfahrungen: unbezahlbar
Mein Fazit des Mentorenprogramms ist äußerst positiv. Hinter jedes Ziel kann ich einen Haken setzen, das ich mit meinem Mentor während des Kick-off-Treffens festgelegt habe. Meine Praktika ermöglichten mir sehr interessante Einblicke in ein spannendes Unternehmen. Darüber hinaus war mir die unabhängige, kritische und erfahrene Meinung meines Mentors immer sehr hilfreich.

Jedoch erfordert es auch Eigeninitiative, um die Vorzüge dieses Programms zu erleben. Man sollte zu Beginn eine genaue Vorstellung davon haben, was man sich von dem Programm erhofft. Bei der Umsetzung kann dann der Mentor oft Hilfestellung leisten. Meine Praktika waren nicht Teil des Programms, ich musste mich regulär dafür bewerben. Jedoch hatte ich in meinem Mentor und Frau Albers Ansprechpartner, an die ich meine Bewerbung richten konnte.

Ich blicke somit sehr zufrieden auf das Jahr meiner Menteezeit zurück und betrachte die Bertelsmann AG als äußerst attraktiven potenziellen Arbeitgeber.

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Clifford Chance): Den Geschäftsführer-Bonus wegverhandelt

Dienstag, den 9. November 2010
Erfahrungs- bericht

Der Verkäufer will Kaufpreisgarantien, der Käufer stört sich an der möglichen Steuernachzahlung, und der Geschäftsführer fordert selbst ein dickes Stück vom Kuchen: Dass es in der Private-Equity-Beratung nicht nur auf juristisches und wirtschaftliches Fachwissen ankommt, sondern eine gehörige Portion Verhandlungsgeschick gefragt ist, erlebte Wiebke im Workshop ''Barbarians at the Gate?'' bei Clifford Chance.

e-fellow Wiebke (24) studiert Rechtswissenschaften an der Uni Osnabrück. Bei Clifford Chance schlüpfte sie einen Tag lang selbst in die Rolle einer Private-Equity-Anwältin und verhandelte knallhart – notfalls auch gegen den gierigen ''Dr. Fließ''.

Titel und Thema
Workshop "Barbarians at the Gate? – Beratungsherausforderungen eines Private-Equity-Anwalts" und anschließende Abendveranstaltung mit Clifford Chance

Datum und Ort
15. Oktober 2010 im Frankfurter Büro der Kanzlei

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
An der Veranstaltung nahmen 20 e-fellows aus ganz Deutschland teil, allesamt Juristen unmittelbar vor oder nach der Ersten Juristischen Prüfung. Im Workshop trafen wir auf folgende Vertreter von Clifford Chance: die Partner Oliver Felsenstein, Burc Hesse, LL.M., und Georg Linde, die Counsel Joachim Hasselbach, LL.M., Markus Muhs und Rose Brounts, den Associate Frederik Mühl und Annette Maaßen, Human Resources.

Warum ich teilgenommen habe
''Barbarians at the Gate''? Private-Equity-Gesellschaften übernehmen Unternehmen vollständig oder teilweise, bauen sie um und verkaufen sie mit Gewinn weiter. Aber was genau passiert eigentlich hinter den Kulissen einer PE-Transaktion? Mit den rechtlichen und vor allem wirtschaftlichen Fragen in der PE-Branche kommt man während des Jura-Studiums erfahrungsgemäß selten bis gar nicht in Berührung. Umso neugieriger war ich, durch den Workshop im Frankfurter Büro von Clifford Chance einen praxisnahen Einblick in die täglichen Herausforderungen der PE-Beratung zu bekommen.

Mir persönlich ging es darum, die Vertreter der Kanzlei in einem überschaubaren Umfeld kennenzulernen. Bürogröße, Beraterzahl, Leverage und Tätigkeitsschwerpunkte jeder Kanzlei kann man im Internet abfragen. Keine Auskunft geben Internet oder Marketing-Abteilungen hingegen zu Arbeitsatmosphäre und ''Alltag'' in einer Großkanzlei. Daher sah ich in der Veranstaltung auch eine tolle Gelegenheit, einen Eindruck vom Arbeitsklima in einer internationalen Sozietät zu erhalten.

Wer berät wen?
Als gegen 12:30 Uhr alle Teilnehmer angekommen waren, nahmen wir in entspannter Atmosphäre bei einem kurzen Mittags-Snack die Gelegenheit wahr, uns gegenseitig kennenzulernen. An den zugeteilten Farbpunkten war schnell zu erkennen, ob man bei der simulierten PE-Transaktion des Workshops den Verkäufer, den Käufer oder den Geschäftsführer beraten würde. Nach einer kurzen Einführung in die Strukturen und das Selbstverständnis der Kanzlei durch Georg Linde erläuterte sein Kollege Burc Hesse, was uns in den kommenden Stunden erwarten würde.

''Barbarians at the Gate''? Was ist eigentlich Private Equity?
Im Anschluss gab uns Oliver Felsenstein einen Überblick über das weitläufige Thema Private Equity. Dabei erfuhren wir auch, dass Clifford Chance insbesondere auf dem deutschen Markt seit langem als Pionier in der PE-Beratung gilt. Beste Voraussetzungen also, um im Laufe eines spannenden Nachmittags den Abschluss einer simulierten PE-Transaktion live nachvollziehen und selbst gestalten zu können. Spätestens jetzt erklärte sich auch der reißerische Titel des Workshops, ''Barbarians at the Gate'', der auf den gleichnamigen Titel des Buches von Bryan Burrough und John Helyar über eine der größten Übernahmen der amerikanischen Geschichte in den 1980ern zurückgeht. Um die gewonnenen Einblicke in die praktischen Zusammenhänge des PE-Geschäfts noch vertiefen zu können, erhielten alle Teilnehmer ein Exemplar als Überraschungsgeschenk.

Teamwork von Vertragsentwurf bis Signing
Gegen 14 Uhr teilte sich das Plenum in die verschiedenen Gruppen auf. Zum ersten Mal befassten wir uns mit dem fiktiven, aber realitätsnahen Szenario: Ein englisches Beteiligungsunternehmen würde versuchen, einen vor fünf Jahren erworbenen deutschen Hersteller von Industrieventilen gewinnbringend an ein amerikanisches Beteiligungsunternehmen zu verkaufen.

Die Beraterteams des Verkäufers, des Käufers und des Geschäftsführers standen jeweils vor unterschiedlichen Problemen, die es aus wirtschaftlicher und rechtlicher Sicht zu lösen galt. Auf Verkäuferseite war zum Beispiel die interne Entscheidungsfindung noch nicht abgeschlossen, weshalb man auf aufschiebende Bedingungen im Kaufvertrag zu achten hatte.

Dass es nicht nur auf exzellente juristische Präzision, sondern auch auf ergebnisorientiertes, wirtschaftliches Denken ankommt, wurde uns schnell klar. Zudem fiel von Anfang an auf, dass die Zusammenarbeit im Team eine bedeutende Rolle spielt. Kartell- und arbeitsrechtliche Fragen, die in der Besprechung aufkamen, zeigten, dass es unerlässlich ist, Berater aus anderen Bereichen mit entsprechendem Fachwissen einzuschalten.

Da jederzeit ein Vertreter der Kanzlei für Fragen zur Verfügung stand, konnten wir schon in der ersten Besprechung mit den ''Mandanten'' (überzeugend dargestellt von Burc Hesse, Markus Muhs und Frederik Mühl aus dem echten PE-Team von Clifford Chance) viele offene Punkte klären.

''Wo bleibt mein Bonus?!''
Frisch gestärkt durch Kaffee und Kuchen starteten wir gegen 17 Uhr in die abschließende Verhandlungsrunde im Plenum. Spätestens hier wurde deutlich, dass es eine gehörige Portion Verhandlungsgeschick und Kompromissbereitschaft kosten würde, um die gegensätzlichen Positionen der Beteiligten in Einklang zu bringen und ''unserem'' Deal zu einem erfolgreichen Abschluss zu verhelfen.

Während die Verkäuferseite auf Abschlusssicherheit und Kaufpreisgarantien beharrte, störte sich die Käuferseite an diversen Umwelt- und Steuernachzahlungsrisiken. Geschäftsführer ''Dr. Fließ'' (alias Frederik Mühl von Clifford Chance) hingegen ging es vor allem um seinen Bonus – ein Anliegen, auf das er auch während der Verhandlung anderer Klauseln immer wieder gern zurückkam. Selbst als seine Einwände vom Beraterteam der Verkäuferseite mit dem Hinweis zurückgewiesen wurden, ''Dr. Fließ'' könne kaum so dringend auf seinen Bonus angewiesen sein, da er schon rein physisch offensichtlich ''nicht am Hungertuch nage'', tat dies der positiven Verhandlungsatmosphäre keinen Abbruch – vielleicht der einzige weniger realitätsnahe Punkt dieses Nachmittages.

Trotzdem gelang es uns, abschließend zu einem für alle Seiten akzeptablen Entwurf des Kaufvertrags zu gelangen und einen Zeitrahmen bis zum Closing, der endgültigen Vertragsunterzeichnung, festzulegen.

Kontakt zu Clifford Chance aufnehmen?
In der Clifford Chance-Gruppe kannst du Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Clifford Chance kontaktieren.

Karriere-Infos beim Dinner
Wir nutzten die verbleibende Zeit, um die rechtlichen und transaktionsbezogenen Themen kurz zu erörtern. Gerade in Verbindung mit der praktischen Anwendung im Workshop gelang es den beteiligten Kanzleivertretern, das aus studentischer Sicht abstrakte Thema Private Equity allen Teilnehmern greifbar zu machen. Dem gelungenen Workshop folgte ein entspanntes Abendprogramm im Hotel. Während des Dinners und später an der Hotelbar ließen wir den Abend ausklingen und hatten dabei genug Zeit für persönliche Fragen über Einstiegs- und Karrieremöglichkeiten bei Clifford Chance.

Praxistest und Networking
Den Tag bei Clifford Chance werde ich in sehr guter Erinnerung behalten. Ich habe nicht nur unheimlich viel Spaß gehabt, sondern auch einen realistischen Einblick in die Tätigkeit einer Großkanzlei und speziell im PE-Bereich von Clifford Chance erhalten. Zudem traf ich auf Anwälte, die sich im zwanglosen persönlichen Gespräch bereitwillig den verschiedenen Fragen von uns jungen Juristen stellten. Ich empfehle die Veranstaltung damit allen, die neben einem grundsätzlichen Interesse an der Tätigkeit in einer Großkanzlei Spaß daran haben, sich in den Verhandlungen ein Bild von hochspannenden Rechts- und Wirtschaftsthemen zu machen. Darüber hinaus besteht die hervorragende Gelegenheit, persönliche Kontakte zu knüpfen und sich Perspektiven für Praktika, Referendariat und/oder Berufseinstieg zu eröffnen.

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Tagebuch (Accenture): Mit dem Motorrad-Taxi zum Einsatz als SAP-Trainerin

Dienstag, den 9. November 2010
Tagebuch

Cherine ist vor acht Wochen bei Accenture als Junior Beraterin für Talent & Organization Performance eingestiegen – und reist nun als SAP-Trainerin durch die europäischen Metropolen. London und Paris standen in den letzten zwei Wochen auf dem Programm – und eine unvorhergesehene Fahrt mit dem Motorrad-Taxi.

Seit meinem letzten Blogeintrag hat sich einiges getan: Ich bin zwar noch immer bei einem Kunden in Düsseldorf und unterstütze das Change-Management-Team eines globalen SAP-Implementierungsprojekts. Allerdings liegt mein Fokus derzeit nicht mehr nur auf der Trainingskoordination, sondern auch auf der Durchführung von SAP-Trainings. Als Vorbereitung darauf habe ich zunächst an einer dreitägigen "Train-the-Trainer"-Veranstaltung teilgenommen. Hier wurde das SAP-Tool, auf das ich meine Kollegen künftig schulen soll, noch einmal im Detail erklärt. Im Anschluss daran bin ich für mich die Trainingsinhalte noch mal Schritt für Schritt durchgegangen und habe mich weiter mit dem System vertraut gemacht. Mit meinen Fragen konnte ich mich in dieser Phase jederzeit an die Experten für das SAP-Tool wenden.

e-fellow CherineCherine (23) hat International Management an der ESB Business School Reutlingen studiert. Zwei Praktika bei Accenture führten sie schließlich ins Management Consulting des Unternehmens. In ihrem Tagebuch berichtet sie von ihrem Start ins Berufsleben und von ihrem ersten Projekt, bei dem sie gleich SAP-Trainerin wird.

Vier Tage London und positives Feedback
Kurz darauf durfte ich bereits meine erste Schulung in London halten. Insgesamt war ich für vier Tage dort. An zwei Tagen habe ich die Kollegen trainiert und sie anschließend zwei Tage lang bei der Anwendung des neuen Tools im Alltag unterstützt. Ich war anfangs nervös, aber alles lief reibungslos, und ich bekam am Ende des letzten Tages durchweg positives Feedback von den Schulungsteilnehmern. Eine super Bestärkung für mich! Meinen letzten Abend in London habe ich mit den Schulungsteilnehmern bei einem gemeinsamen Essen ausklingen lassen. Das war gleichzeitig eine tolle Gelegenheit, um mehr über die alltäglichen Abläufe beim Kunden zu erfahren.

Wie erreiche ich meine Ziele? Der Career Counselor hilft
Noch in derselben Woche traf ich mich mit meinem sogenannten "Career Counselor" im Accenture-Büro in Kronberg. Jedem Mitarbeiter bei Accenture ist ein erfahrener Kollege aus dem eigenen Bereich zugeteilt, der einen bei der Entwicklung im Unternehmen unterstützt. Nach einem Mittagessen mit meiner Counselorin haben wir zwei Stunden lang meine Ziele für das aktuelle Geschäftsjahr definiert und besprochen, wie ich diese am besten erreiche.

Kontakt zu Accenture aufnehmen?
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Mit dem Motorrad-Taxi durch Paris
Nach meinem erfolgreichen Trainingseinsatz in London durfte ich mich in der Folgewoche direkt wieder als Trainerin üben. Dieses Mal reiste ich gemeinsam mit einem Kollegen für zwei Tage nach Paris – gerade in der Woche, in der die Streiks dort ihren Höhepunkt erreichten. Unsere einzige Chance, pünktlich am Trainingsort einzutreffen, waren zwei Motorrad-Taxis. Nachdem unser Gepäck festgeschnallt und wir mit Helm und Motorradjacke ausgestattet waren, begann die vierzigminütige Fahrt zum Trainingsort. Eine spannende Erfahrung! Glücklicherweise erreichten wir das Büro des Kunden wohlbehalten und pünktlich, so dass wir die Schulung wie geplant durchführen konnten.

Nächste Station: Mailand?
Auch die ganze nächste Woche werde ich zum Trainereinsatz in Paris sein. Da das Training gegen 18 Uhr endet, habe ich abends noch die Möglichkeit, Paris auf mich wirken zu lassen und mit den Kollegen ein wenig Sightseeing zu machen. Welche Aufgaben in der Woche danach für mich geplant sind, steht noch nicht sicher fest. Eventuell geht es für mich gleich weiter nach Italien, um für zwei Tage in Mailand zu trainieren. Da ich noch nie in Mailand war, wäre auch dies wieder eine tolle Gelegenheit, um eine neue europäische Metropole kennenzulernen.

Netzwerken auf dem Community-Meeting
Diese Woche bin ich neben der Projektarbeit bei unserem Kunden in Düsseldorf auch für anderthalb Tage in München beim "Talent & Organization Performance Community Meeting". Zu diesem Event sind alle Mitarbeiter aus meinem Bereich – "Talent & Organization Performance" – eingeladen. Deshalb verspricht die Veranstaltung interessant zu werden, nicht nur durch die Vorträge und Diskussionen, sondern auch durch die Möglichkeiten zum Netzwerken. Ich freue mich auf jeden Fall auf den Austausch mit den Kollegen und bin gespannt, was ich in meinem nächsten Blogeintrag über das Community-Meeting berichten kann.

Im ersten Blogeintrag berichtet Cherine von den Orientation Days und ihrem ersten Projekteinsatz.

Erfahrungsbericht (e-fellows.net LL.M. Day 2010): Kanzleien und Law Schools zum Anfassen

Montag, den 8. November 2010
Erfahrungs- bericht

Staubtrockene Vorträge und dann so klug wie zuvor? Nicht beim e-fellows.net LL.M. Day in Frankfurt! Ob sie nun erst mit dem LL.M. liebäugelten oder ihnen schon konkrete Fragen auf den Nägeln brannten: Hier konnten Jura-Studenten Unklarheiten beseitigen und schon mal auf Tuchfühlung mit Law Schools und Kanzleien gehen. Für e-fellow Senta "hat sich die Anreise auf jeden Fall gelohnt".

Senta Senta (25) wusste schon nach ihrem ersten Staatsexamen, dass sie einen L.L.M. in den USA absolvieren will. Zunächst ging es aber nach Frankfurt am Main, wo sie sich ein persönliches Bild von zwei Law Schools machte, bei denen sie sich bewerben will.

Titel der Veranstaltung
e-fellows. net LL.M. Day 2010

Datum und Ort
16.10.2010 von 12.30 bis 17.30 Uhr im Japan Tower in Frankfurt am Main

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
85 Teilnehmer hatten die Möglichkeit, sich bei zehn Law Schools aus den USA, England und Spanien zu informieren sowie bei Vertretern der Kanzleien Clifford Chance, Freshfields Bruckhaus Deringer, Gleiss Lutz, Hengeler Mueller und Linklaters LLP.

Warum ich teilgenommen habe
Ich spielte schon länger mit dem Gedanken, nach dem ersten Staatsexamen noch einmal ins Ausland zu gehen, um einen LL.M. in den USA zu machen. Nachdem ich im April 2010 das Examen in der Tasche hatte, begann ich im Sommer mit der konkreten Planung für das darauffolgende Jahr. Der e-fellows.net LL.M. Day in Frankfurt schien mir eine hervorragende Gelegenheit, mir noch letzte Tipps zu holen und offene Fragen zu klären. Zudem waren Vertreter von zwei Law Schools angekündigt, bei denen ich eine Bewerbung bereits eingeplant hatte. Die Chance, mir ein persönliches Bild dieser Law-Schools zu machen, wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Da es meine erste e-fellows.net-Veranstaltung war, war ich schon sehr gespannt, was mich erwartete und ob sich die Anfahrt lohnen würde.

Der nächste LL.M. Day …
… findet am 22. Oktober 2011 in Frankfurt (im Japan Tower) statt. Interessenten können sich per E-Mail unter tanja.lau(at)e-fellows.net vormerken lassen und werden benachrichtigt, sobald der Bewerbungsprozess eröffnet ist.

Für jeden was dabei
Nach einer netten Begrüßung und Vorstellung der Law-School- und Kanzleivertreter, begann das Programm mit einem halbstündigen Vortrag von Dr. Daniel Voigt. Der Mitautor des Buches "Der LL.M." gab uns einen Überblick über die wichtigsten Auswahlkriterien eines LL.M.-Programms sowie die Finanzierungsmöglichkeiten. Angesprochen wurden alle Fragen, die sich jeder vor einer LL.M.-Bewerbung stellt: Was bringt mir ein LL.M.? Wann ist der richtige Zeitpunkt? Welches ist das richtige Land und Programm für mich? Wie kann ich den Aufenthalt finanzieren?

Für Teilnehmer, die sich zunächst einmal allgemein informieren wollten, war dies ein sehr guter Überblick über die wichtigsten Kriterien. Doch auch wenn man – wie ich – schon länger in der konkreten Planung steckte, musste man sich nicht langweilen. Es gab nämlich viele nützliche Hinweise, unter anderem zur Finanzierung, die auch mir noch neu waren und mir bei meinen Bewerbungen sicher weiterhelfen werden.

18 Points not required
Es folgte eine gemeinsame Kaffeepause mit den Vertretern der Law Schools und der Kanzleien. Kein Problem, wenn man sich hier nicht traute, das Gespräch zu suchen. Die Vertreter kamen offen und interessiert an unsere Tische. Ich war sehr überrascht, wie locker und nett die gesamte Atmosphäre war. Vom Klischee des trockenen oder überheblichen (Großkanzlei-)Juristen keine Spur. Toll war, dass die meisten der Kanzleivertreter selber einen LL.M. gemacht hatten und uns von ihren persönlichen Erfahrungen berichten konnten.

Gut gestärkt ging es dann zu den Info-Panels, bei denen man in einer Gruppe von 15 Teilnehmern zwei Law-Schools und einer Kanzlei zugeteilt wurde. Hier hatten wir die Möglichkeit, allgemeine Fragen über den LL.M. zu stellen. Erleichtert waren wir in meiner Gruppe, als uns die Law-School-Vertreter versicherten, dass man sich der deutschen Notenverteilung im Ausland durchaus bewusst sei und man daher auch nicht auf die 18-Punkte-Kandidaten spekulierte.

Beim anschließenden offenen Forum stand es dann jedem Teilnehmer frei, die für ihn interessanten Stände der Law-Schools und Kanzleien aufzusuchen. Dort konnten wir dann ganz konkrete Fragen zu den einzelnen Programmen stellen oder uns über Einstiegsmöglichkeiten bei den Kanzleien informieren.

Eine einmalige Gelegenheit
Da man sich über die Law Schools normalerweise nur über deren Internetseiten informieren kann, bot das offene Forum die einmalige Gelegenheit, sich einen persönlichen Eindruck von den Law Schools zu machen. Man konnte direkt erfahren, nach welchen Bewerbern sie suchen und was sie von diesen erwarten, aber auch, was sie diesen bieten.

Man bekam ein Bild von den Personen hinter den Law Schools und konnte für sich selbst entscheiden, ob man überhaupt für einen LL.M. geeignet ist. Nach meinen Gesprächen war ich mir zumindest sicher, die richtige Wahl bei meinen Bewerbungen getroffen zu haben. Das persönliche Gespräch bot zudem die Chance, Fragen sehr viel besser zu klären als nur per E-Mail. Ich konnte bei Unklarheiten nachfragen und erfuhr manchmal sogar Programmdetails, die so gar nicht im Internet zu finden sind.

Fazit und wem ich die Veranstaltung weiterempfehle
Für mich hat sich die Anreise auf jeden Fall gelohnt und ich kann den LL.M. Day jedem Interessierten weiterempfehlen – ob man jetzt am Beginn seiner Planung steht oder schon kurz vorm Abschicken der Bewerbungen. Zum einen lernt man wohl nirgendwo sonst so viele Personen kennen, die selber einen LL.M. absolviert haben und einem ihre persönlichen Erfahrungen und Tipps weitergeben. Zum anderen bietet der direkte Kontakt zu den Law Schools eine Fülle an Informationen, die eine wertvolle Entscheidungshilfe für die weitere LL.M.-Planung sind.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch die hervorragende Organisation und die durchweg freundliche Stimmung. Die Organisatoren und die Vertreter von Kanzleien und Law Schools waren sichtlich bemüht, uns bei jedem Problem und jeder Frage weiterzuhelfen.

Wer sich also für einen LL.M.-Studiengang interessiert, ist beim e-fellows.net LL.M. Day richtig aufgehoben und sollte sich auf jeden Fall bewerben!

Community & Blog Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
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